🎧 Podcast
Alle Podcast-Folgen
Aktienanalysen, Interviews und Börsenwissen zum Anhören. 35 Folgen, jede mit Player und vollständigem Transkript zum Mitlesen.
-
Wie analysiere ich eine Aktie richtig? ft. Jonathan Neuscheler
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Mit Jonathan Neuscheler von Abilitato sprechen wir über die Grundlagen der Aktienanalyse. Erfahre in diesem Interview, wie du vorgehen kannst, wenn du Aktien für dich analysieren möchtest. Wir sprechen gemeinsam über Kennzahlen und Geschäftsmodelle und werfen einen Blick auf die fundamentale Analyse. Wenn am Ende der Folge noch Fragen offen sind oder du noch mehr über Analysen von Aktien wissen möchtest, dann lass uns gerne deine Fragen zukommen. Sollten ausreichend Fragen zusammenkommen, versuchen wir diese zu bündeln und in einer Themenreihe abzuarbeiten. Herzlich willkommen beim Aktien- und Finanzpodcast. Alle wichtigen Informationen findest du auch in den Show Notes. Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge, heute mit dem Interviewgast Jonathan Neuscheler. Jonathan, grüße dich! Grüß dich, Mirco. Vielen Dank, dass ich zu Gast sein darf. Ja, schön, dass du dir die Zeit genommen hast, heute hier zu sein. Stell dich doch mal für alle, die dich noch nicht kennen, ganz kurz einmal vor. Wer bist du? Was machst du? Was hast du bisher so gemacht? Gerne. Also mein Name ist Jonathan Neuscheler. Ich betreibe den Finanzblog abilitator.de. Dort geht es darum, dass ich einfach aus meinem Investment-Alltag berichte, welche Aktien ich mir anschaue, zu welcher Einschätzung ich komme, welche Chancen ich sehe, welche Risiken ich sehe, wie ich die bewerte, ob ich die in mein Depot kaufe oder nicht. Und ja, die große Klammer des Finanzblogs ist es eben, das unternehmerische Investieren zu vermitteln. Das heißt, eine Aktie nicht als Kurs zu sehen, der hoch geht, der runter geht, was soll man tun, wenn er steigt, was soll man tun, wenn er fällt, sondern diese Einstellung im Kopf zu haben, ich beteilige mich ja anteilig an einem Unternehmen und seinen Zukunftsaussichten und möchte das langfristig bei der Wertschöpfung und Wertsteigerung begleiten und deswegen dann auch mit einem langfristigen, fundamentalen Blick auf das Unternehmen zu schauen. Das ist so die Strategie, die ich da verfolge. Klingt auf jeden Fall schon einmal nach einer sehr interessanten Strategie. Nun, bevor wir mit dem eigentlichen Interview starten, kommen wir noch einmal zur 60-Sekunden-Challenge. 60-Sekunden-Challenge heißt nichts anderes, als dass du jetzt von mir einmal ein Wort bekommst und innerhalb von 60 Sekunden zu diesem Wort so viel sagen kannst, wie dir einfällt. Dein Wort lautet Diversifikation. Okay, spannend. Diversifikation, das für mich wichtigste bei diesem oder hinter diesem Begriff stehende Thema ist, dass wenn man sich ein gewisses Vermögen aufgebaut hat, dass man dann versucht, nicht wieder zurück auf los zu müssen, also wieder von vorne starten muss und diese Gefahr droht eben, wenn man nur auf eine oder ganz wenige Vermögens- oder Wertpapiere setzt, weil dann kann sowas wie Wirecard passieren oder der VW-Skandal oder Boeing, etwas, was du nicht kommen siehst und dann kann es zu einem herben Vermögens-Rückschlag kommen und wenn du mal 50% hinten bist, dann brauchst du 100% Performance, nur um wieder zum Einstieg zu kommen und wenn du mehr als 50% Drawdown im Depot hast, dann wird es richtig blöd. Dann wird es viele, viele Jahre dauern, nur um wieder auf Null zu sein und deswegen Diversifikation, der Gedanke dahinter eben nicht, sich von einem Unternehmen, einem Management abhängig zu machen, sondern zu sagen, ich profitiere von vielen verschiedenen Geschäftsmodellen und wenn eins ausfällt, ja, bei 4% Depotgewichtung, das wären 25 Unternehmen, da verliere ich gerade meine halbe Jahresrendite und die kann ich schnell wieder aufholen und das ist für mich das allerwichtigste zum Thema Diversifikation. Sehr schön. Damit sind wir auch super in der Zeit geblieben. In der heutigen Podcast-Folge soll es um das Thema gehen, wie kann ich eigentlich selbstständig eine Aktie analysieren und da dieses Thema natürlich auch sehr groß ist, können wir auch in diesem Podcast nur Teilbereiche davon abdecken, aber wann auch immer bei euch jetzt noch eine Frage, liebe Zuhörerschaft, aufkommt, lasst uns die einfach zukommen und dann können wir auch schauen, ob wir hier vielleicht noch eine zweite Folge im Anschluss produzieren können, die dann die Folgefragen beantwortet. Nun hast du gerade eben schon gesagt, Abilitato betreibst du, das ist dein Blog, magst du dazu vielleicht auch noch ein paar mehr Worte verlieren, was kann man da finden und kann das jeder finden? Ja, also wenn man Abilitato.de eingibt, dann kann das jeder finden und wie gesagt, es geht einfach darum, dass ich auf diesem Blog schildere, wie ich langfristig mein Vermögen investiere und das eben unter diesem Leitspruch, lerne investieren in Aktien wie ein Unternehmer, ich schildere ganz oft, schreibe ich Aktienanalysen, schaue mir Unternehmen an, die ich spannend finde, schreibe, wie das Geschäftsmodell funktioniert, welche Chancen ich sehe, welche Risiken ich sehe, ob ich die Bewertung spannend finde, ob ich die sogar so spannend finde, dass ich die Aktie selber kaufe oder ob ich sage, ich will erst mal das Unternehmen noch ein paar Quartale verfolgen, will sehen, wie es sich schlägt, das kann auch ein Ergebnis sein von so einer Recherche und das Ziel dabei ist es eben, das suche ich zumindest, wie gut das mir gelingt, müssen die Leser selber beurteilen, das Ziel dabei ist es, dass man beim Lesen als Leser dazu lernt, weil wenn ich mir z.B. die Bilanz anschaue, dann kommt meistens ein Screenshot der Bilanz hinein und dann sage ich, hier fällt mir der Punkt auf und der und der und den interpretiere ich so und so und das soll halt idealerweise zu dem Effekt führen, dass man beim Lesen dieser Analysen eben selbst so ein bisschen vorankommt bei seinem Kenntnisstand des Investierens und sich inspirieren lassen kann und eben dazulernen kann, das ist das, was ich damit bezwecke. Und dein Blog, den gibt es ja momentan in der Schriftform, viele, die dich noch von früher kennen, werden ihn vermissen, jeglichen Podcast mit dir, ist sowas für dein Blog auch geplant, dass wir dort zukünftig in den Genuss einer Vertonung kommen? Ja, also aktuell ist es ja so, dass die Zuhörer sich diesen Podcast anhören, ja, das heißt, gibt es jetzt ja mal die Möglichkeit, etwas anzuhören, ich habe tatsächlich auch schon viel Feedback in diese Richtung gehend bekommen, kann sein, dass ich das mal umsetzen werde, ist natürlich auch mit einem hohen zusätzlichen Aufwand verbunden, weil ich würde den Podcast dann auch gut machen wollen, Abilitate ist ja relativ frisch gegründet, muss da erst wieder meinen Rhythmus finden und möglicherweise werde ich das wieder einführen, aber ich habe jetzt noch keine konkreten Pläne zum derzeitigen Stand. Na gut, das bedeutet, ich habe da jetzt gerade rausgehört, dass jeder, der das für eine gute Idee hält, der darf dich jetzt gerne mal anschreiben und dich damit motivieren, vielleicht wird es dann ja tatsächlich etwas. Dann werde ich noch mehr genervt, ja, das könnte helfen, genau. Ja wunderbar, dann lass uns mal zum heutigen Thema kommen, Aktien analysieren, du machst das vor auf deinem Blog, aber wie geht das eigentlich und welche Schritte stehen da an, womit fange ich überhaupt an? Die Grundidee, die ich sehe, ist, dass wenn wir uns an einer Aktie beteiligen, beteiligen wir uns an einem Unternehmen und ja, was bedeutet das, an einem Unternehmen beteiligt zu sein, wenn wir mal gedanklich weggehen von ich habe eine Aktie an einem Unternehmen oder 10 oder 100 hin zu mir gehört das gesamte Unternehmen, ja, also wenn man alle Aktien besitzen würde, dann würde man dafür den Preis zahlen müssen, den eben die Aktien kosten und im Gegenzug würde man aber von heute bis in die Unendlichkeit an allen Gewinnern des Unternehmens teilhaben und die würden einem ja zufließen und deswegen geht es am Schluss darum, zu schauen, ob der aktuelle Aktienkurs durch den künftigen Gewinn oder noch präziser formuliert durch den künftigen Cashflow eben gedeckt ist und wenn man zu der Meinung kommt, jawoll, es lohnt sich hier sozusagen die 100 Euro oder was auch immer eine Aktie kostet zu investieren, weil im Gegenzug wird einem in der Zukunft viel viel mehr Cashflow zurückfließen als das, was man heute gezahlt hat, dann ist es eine gute Investition und deswegen ist eigentlich dieses ganze Aktien analysieren oder sich mit einer Aktie beschäftigen immer mit der Frage verbunden, wie steht es um die künftige Cash-Generierung der Firma und deswegen schaut man sich halt viele verschiedene Dinge an, zum Beispiel in welche Branche ist das Unternehmen tätig, wie stark wächst die Branche, was sind die Chancen, was sind die Probleme oder Herausforderungen der Branche und welche konkreten Produkte hat das Unternehmen in diesen Branchen platziert, in denen es tätig ist und sind das zukunftsfähige Produkte, die sogar stärker wachsen können oder sind die eher am Ende des Lebenszyklus und da muss was Neues erfunden werden und da muss man sich natürlich auch das Management anschauen, weil das trifft am Schluss die Entscheidungen in den Markt einzusteigen oder auch nicht und das sollte halt möglichst vertrauenswürdig sein, möglichst guten Job machen, wenngleich das immer schwer zu beurteilen ist und man muss sich natürlich auch die Bilanz anschauen, um herauszufinden, ob ein Unternehmen überhaupt gewisse Investitionen stemmen kann, ob die Bilanz auch gut genug ist, um mal wieder für eine schwierige Phase vorbereitet zu sein, kann man dann die Corona-Krise ab März 2020 zurückdenken, gerade eben noch Sonnenschein, blauer Himmel und dann plötzlich ziehen übelste Gewitterwolken hinauf, innerhalb weniger Tage stürzt die Börse komplett ab und in so einem Moment ist man natürlich als Unternehmen mit einer starken Bilanz gut aufgestellt, kann weiter investieren, wohingegen, wenn du schon ziemlich hoch verschuldet bist, dann einfach möglicherweise es zu Problemen kommt und das würde ja eben nicht so vorteilhaft sein und ja, das sind so die Gedanken, mit denen man sich eben beschäftigt, wenn man sich überlegt, möchte ich mich an einem Unternehmen beteiligen oder nicht? Klingt auf jeden Fall schon mal ganz spannend, bei mir persönlich beginnt eine Aktienanalyse immer auf Wikipedia, zuerst auf der deutschen Seite, weil das eben meine Muttersprache ist und dann geht es ein bisschen tiefer auf die englische Version, das ist nämlich meistens noch ein bisschen detaillierter und danach mache ich mich auf den Weg auf alle möglichen Seiten, von denen ich auch so einige auf meinen Blog verlinkt habe, aber was benutzt du denn für Tools beziehungsweise wo kriegst du die ganzen Informationen her, die du gerade eben genannt hast, also wer ist der Management, gut, das lässt sich wahrscheinlich noch am einfachsten herausfinden, aber wie gut ist dieses Management, wo kommt da die Information her, wo holst du dir die ganzen Informationen rund um die fundamentalen Daten her? Ich beginne mal mit einer hohen Flughöhe Mirco, ich versuche im Alltag möglichst viel Grundrauschen mitzubekommen, das heißt ich habe verschiedene Magazine abonniert, Newsseiten, also das geht ganz breit los mit sowas wie Tagesschau.de oder jeder muss da immer schauen was ihm gefällt oder Weltplus kann man abonnieren oder die örtliche Tageszeitung ist ganz egal, dann englische Medien wie beispielsweise Seaking Alpha, da lese ich mir immer durch was gerade im Fokus steht und ich versuche einfach so ein bisschen das allgemeine Wirtschaftsgeschehen, das Manager-Magazin abonniert und so weiter und sofort so ein bisschen zu verfolgen, um mitzubekommen wie sich gerade die Wirtschaft ändert, was sind gerade Probleme, was sind aber auch Chancen, wo brummt das, wo läuft es eher schwierig und dann wenn es um eine konkrete Aktie geht, dann muss man natürlich schon ein bisschen tiefer reingehen, für Kennzahlen nutze ich da gerne aktienfinder.net, da gibt es sehr verlässliche Kennzahlen und die sind halt aufbereitet in schöne Grafiken, dass man auch sofort erkennen kann, wie hat sich die gewinnliche Aktie in den letzten 20 Jahren verändert, dann muss man nicht mehr zehn verschiedene Geschäftsberichte aufmachen, zieht da immer nur die Zahl, sondern man zieht das direkt in eine schöne Grafik und sieht, okay, das ging von links unten nach rechts oben, das wäre jetzt jedenfalls der Idealfall und dann natürlich das Unternehmen selber, also auf die Investor Relations Seite gehen, aber auch auf die Website sich die Produkte anschauen, das gleiche mit den Konkurrenzunternehmen und dann, um jetzt die Investorenperspektive einzunehmen, auch wirklich den Geschäftsbericht öffnen, Investorenpräsentation, Management Calls, da kann man sich richtig austoben, ich meine, man muss das ja auch nicht so tiefgehend machen, ich mache das gerne so tiefgehend, aber einfach am Ende ist das Ziel zu verstehen, womit ein Unternehmen sein Geld verdient, welche Hauptmärkte es hat, welchen Teil des Wertschöpfungsprozesses es selber durchführt, also was wird eingekauft, was wird dann an dem Produkt verändert und wie und wo wird es verkauft und darum geht es eigentlich einfach so ein relativ gutes, griffiges Gefühl für das Unternehmen, seine Produkte und die Zukunftsperspektiven zu bekommen. Was ich mir natürlich auch vorstelle, dass das eine sehr schwierige Angelegenheit sein kann, was mich auch so ein bisschen gleich zu der Frage drängt, wie häufig kaufst und verkaufst du denn auch Aktien, ich denke jetzt gerade nämlich zum Beispiel an General Electrics, wenn wir ein paar Jahre, paar Jahrzehnte zurück gucken, dann war das Unternehmen um einiges beliebter weiter oben bei den Börsianern, als es heute ist und heute spricht da keiner mehr von, hast du denn gar keine Angst, dass ein Unternehmen das heute richtig gut ist und der absolute Top ist, in 10, 20, 30, 40 Jahren der nächste Flop sein könnte? Ja doch, das wird mit Sicherheit passieren, unsere Wirtschaft ändert sich und gefühlt ändert sie sich auch immer schneller, insofern ist es schon wichtig, nachdem man sich eben für eine Aktie entschieden hat, die auch von Zeit zu Zeit mal wieder zu verfolgen, wie entwickeln sich relevante Kennzahlen, wie entwickelt sich das Unternehmen insgesamt, das schaue ich dann würde ich sagen auf jeden Fall circa einmal pro Jahr bei meinen Positionen kurz an, Christian Röhl hat da ja auch sozusagen das Sprichwort geprägt "buy and hold and check", also nachdem er gekauft hat, schon mit dem Ziel des langfristigen Investierens, dann aber immer wieder auch zu prüfen, sind die Kriterien noch erfüllt und glaubt man noch an das Unternehmen, ja das ist so wie ich da vorgehe, aber klar kann es dazu kommen, dass man eine Aktie auch mal wieder verkaufen muss oder möchte, das kommt bei mir auch vor, aber dennoch bin ich jetzt nicht so super aktiv, du hast ja gefragt wie oft ich etwas kaufe, also eigentlich wäre mein Ziel, das klingt jetzt ein bisschen verrückt, ein bis zweimal im Jahr zu kaufen und zwar dann, wenn man eine wirklich gute Chance sieht und dann auch mutig zu sein, tatsächlich kaufe ich aber wahrscheinlich etwa einmal im Monat aktuell, weil ich eben ja auch, wir haben vorhin schon über das Thema Diversifikation gesprochen, schon auch ein bisschen breiter aufgestellt sein möchte und auch ja privat dieses Jahr bei einer Aktie einen Squeeze-Out mitgemacht habe, das heißt ich wurde herausgedrängt und zwar meine größte Depotposition, habe dann viel, habe dann eine Barabfindung bekommen, also ich konnte die Aktie nicht mehr behalten, ich wurde einfach rausgedrückt, weil das Unternehmen von der Börse genommen wurde und deswegen musste ich dann auch einiges neu investieren und deswegen bin ich natürlich auch gerade noch so auf der Suche und kaufe immer mal wieder vielleicht alle ein, zwei Monate etwas, aber da habe ich jetzt auch keinen festen Rhythmus, sondern wenn mir etwas fundamental gefällt und ich die Bewertung attraktiv finde, dann würde ich eben kaufen und umgekehrt, wenn sich irgendwas ganz arg eintrübt und zwar dauerhaft oder aber die Bewertung völlig unangemessen hoch wird, dann bin ich auch mal bereit zu verkaufen. Wunderbar, jetzt hast du auch schon die Bewertung zu hoch gesagt, unangemessen hoch wird, ich glaube wir beide denken da an die gleiche Aktie, weil bei mir kommt mir da sofort Tesla in den Hinterkopf, aber auf welche Kennzahlen schaust du da denn eigentlich und was ist für dich relevant? Also es gibt ja viele verschiedene Kennzahlen, wir haben jetzt schon von der Bilanz gehört in der unter und darunter auch so Zahlen wie der Cashflow zu finden sind, aber was ist für dich dann eine relevante Kennzahl, wo holst du die her und wie bewertest du die? Ja, am einfachsten wäre es jetzt natürlich wenn ich sage, das ist die eine magische Kennzahl, die muss unter und über dem und dem Wert sein, das wäre das einfachste, aber so ist halt die Realität nicht, sondern ich denke es gibt nicht die eine magische Kennzahl, sondern man muss sich eher wie so ein Pilot oder ein Busfahrer vorstellen und man hat so ein Cockpit oder auch ein Autofahrer, da hat man ja auch verschiedene Instrumente und Indikatoren wenn man sowas wie Geschwindigkeit, Drehzahl, Motoröltemperaturen, was auch immer oder die Außentemperatur, um zu wissen ob es glatt ist oder nicht glatt ist die Straße und so muss man auch bei der Kennzahlenanalyse vorgehen, das heißt man hat verschiedene Indikatoren, die muss man in Summe betrachten, teilweise haben die vielleicht auch widersprüchliche Signale und dann hängt das auch immer tatsächlich von Branche zu Branche ab, was besonders wichtig ist und was eher nicht so wichtig ist, beispielsweise wenn man sich die Fastfood-Branche anschaut wie in den McDonalds, dann ist zum Beispiel die Same Store Sales Growth, also wie stark ist der Umsatz in den bestehenden Geschäften angestiegen gegenüber dem Vorjahr, das ist da besonders wichtig, weil das zeigt, dass man ein sehr attraktives Produktangebot für die Konsumenten hat und dass mit den gleichen Ladengeschäften immer mehr Kunden hineinkommen und das verbessert natürlich die Profitabilität pro Standort, zeigt, dass man Marktanteile gewinnt und diese Art von Wachstum erfordert kein neues Kapital, wenn ich hingegen McDonalds nur dadurch wachsen würde, dass sie immer neue Filialen aufmachen, aber der Umsatz pro Filiale würde absinken, das wäre ein gefährliches Zeichen und so gibt es halt für jede Branche verschiedene Kennzahlen und Kennziffern, auf die man schauen muss, ich denke was man schon machen kann ist, man kann so etwas wie das Großumsatzverhältnis sich anschauen und kann vor allen Dingen anschauen, wie ist das aktuell und wie war es im historischen Durchschnitt der letzten 10 Jahre, also für das gleiche Unternehmen und dann würde man halt beispielsweise bei einer Tesla sehen, ich habe es jetzt nicht genau im Kopf, weil das ändert sich eh auch laufender, das hängt auch davon ab, wann die Zuhörer sich das Ganze anhören, aber es gab halt in der Vergangenheit immer eine gewisse Bewertungsspanne, ich glaube vom zwei bis zehnfachen Jahresumsatz, in der die Tesla Aktie notiert hat und dann ist sie plötzlich im Jahr 2020 und 2021 da ausgebrochen und immer teurer, teurer, teurer geworden, das heißt der Aktienkurs ist viel stärker angestiegen wie der Umsatz und eigentlich sollte das langfristig parallel laufen und das ist dann natürlich schon ein möglicher Indikator dafür, dass eine Aktie überbewertet sein könnte, es könnte aber auch sein, dass sich einfach die Wachstumsaussichten von Tesla so stark verbessert haben, dass sozusagen jetzt erstmal der Kurs davon läuft, aber dann der Umsatz mit umso stärkerem Wachstum wieder hinterher läuft, deswegen man kann das nicht so pauschal sagen, man muss sich da immer damit beschäftigen und leider gibt es auch nicht die eine Kennzahl, mit der alles ganz einfach zu beantworten ist, sonst würde ich die natürlich gerne nennen. Ja, da hast du tatsächlich schon was interessantes auch gesagt, mit von Branche zu Branche unterscheidet es sich und die eine Kennzahl, die gibt es auch nicht, gerade jetzt wenn ich an dem Bereich von Bankenaktien oder aber auch Reads denke, dann wird das mit der Kennzahl eh noch immer eine ganze Nummer komplizierter, jetzt haben wir aber schon sehr viel über Zahlen gesprochen, sind Zahlen denn tatsächlich alles oder darf ich prinzipiell auch einfach mal von einer Aktie überzeugt sein? Also jeder Investor und jede Investoren ist ja für das eigene Geld verantwortlich, das heißt man muss sich einfach selbst wohlfühlen und hinter seiner Entscheidung stehen, aber wie man die Entscheidung getroffen hat, ist eben seine private Angelegenheit, ich würde aber sagen Zahlen sind alles nein, würde ich sagen nein, denn am Schluss muss man einfach daran glauben, dass ein Unternehmen an dem man sich beteiligen möchte, dass das in Zukunft sich erfolgreich entwickeln wird und natürlich kann man dafür verschiedene Kennzahlen anschauen, Kennzahlen sind immer der Blick in den Rückspiegel, sind nie der Blick nach vorne, die zeigen zwar oft auf, dass ein Unternehmen oder ein Management in der Vergangenheit vieles richtig gemacht hat, aber das heißt nicht unbedingt, dass es auch in der Zukunft so weitergehen wird und deswegen man muss schon auch vom Management, auch von der Strategie, auch von den Zukunftsaussichten in der Branche überzeugt sein und das kann man nicht immer nur an Kennzahlen festmachen, der Spiegel spielt einfach vieles rein in diese Entscheidung und dennoch würde ich aber sagen, dass es schon die Performance und auch die Klarheit und Sicherheit und Souveränität von Investitionsentscheidungen erhöht, wenn man auf einige Kennzahlen schaut, weil klar, im Falle von Wirecard haben die gelogen, aber in der Regel oder bei den meisten Unternehmen sind die schon verlässlich geprüft und natürlich gibt es auch da Ausnahmen, wir haben es ja bei Wirecard gesehen und dann kann man schon ein bisschen schauen, wenn eine Kennzahl ganz schlecht aussieht, dann muss man schon einen guten Grund haben, warum die so schlecht aussieht, da muss man dann halt ein bisschen nachbohren, sich überlegen oder auch einfach bei dem Unternehmen sich informieren, was jetzt da der Grund dafür ist und entweder gibt es dann Sinn, weil es wirklich ein Sondereffekt war oder es ist dann doch ein Warnindikator und die Warnleuchte geht an, dann sollte man vielleicht doch eher Abstand nehmen. Abstand nehmen ist jetzt das nächste gute Stichwort, denn hier geht auch meine nächste Frage hin, denn von welchen Aktien sollte ich eigentlich die Finger lassen, ich denke da gerade ganz speziell an die Hype Aktien rundherum, es war mal Wasserstoff, jetzt wird es so langsam wieder Cannabis, es war auch mal Cannabis, es gibt auch Goldminen Aktien, es gibt auch Bitcoin Aktien, alles, was mal ein Trend war, da würde ich prinzipiell sagen, ich würde davon die Finger lassen, aber die Frage geht an dich, von welchen Aktien sollte ich die Finger lassen, welche sollte ich auf keinen Fall kaufen? Ich bin ja dreimal beim Buffett auf der Hauptversammlung in den USA gewesen und er hat dieses Konzept des sogenannten Circle of Competence oder in Deutsch vielleicht Kompetenzradius geprägt. Also alles, was man auf Basis der eigenen Überlegung als verständlich oder wo man einfach das Gefühl hat, dass man etwas versteht oder ausreichend versteht, in das kann man investieren, damit kann man sich beschäftigen und bei mir ist es so, dass ich viele Aktien habe, wo ich denke, wow, warum hat die sich jetzt so und so entwickelt, was ist bitte hier passiert, also ein Beispiel, warum hat eine AMD plötzlich Intel so überholt, ich stecke da gar nicht in der Branche drin und kann das jetzt gar nicht qualifiziert beurteilen und deswegen sage ich dann in dem Fall, wenn das für mich alles ganz komisch vorkommt und ich nicht verstehe, was da vor sich geht, warum ist jetzt das so und so passiert und wie geht es in der Zukunft weiter, dann sage ich einfach Next, sprich ich springe weiter zur nächsten Branche, zur nächsten Aktie, bis ich eben wieder etwas finde, was mir Spaß macht zum analysieren und wo ich auch das Gefühl habe, Mensch, da ist ja mein Gefühl einfach griffig, ich glaube, dass ich kann die großen Zusammenhänge zumindest mal deuten, klar, man wird es nie hundertprozentig verstehen können, das ist völlig klar als Außenseiter, solange man jetzt nicht der CEO eines Unternehmens ist, wird nie so perfekt gelingen, aber einfach, dass man ein gutes Gefühl hat, eine angemessene Menge an Wissen und an Verständnis für die wesentlichen Zusammenhänge und da mache ich halt dann um vieles den Bogen, also ich habe beispielsweise im Januar 2021, als dann dieser Jack Ma dann das erste Mal weggesperrt wurde nach einer kritischen Aussage gesagt, also das verstehe ich jetzt beispielsweise gar nicht mehr, was hier in China los ist, bin ich überhaupt Eigentümer, bin ich nur auf vier Eigentümer und wird es im Zweifel eh wieder von den Kommunisten enteignet und kommen wieder neue Regulierungen und dann habe ich meine letzte Alibaba-Aktie verkauft und seitdem mache ich einen Bogen um alle chinesischen Aktien oder im Technologie-Sektor, wenn sich etwas ganz schnell ändert, diese Hardware, gerade diese ganzen Chips, da kann ich auch nicht sagen, wer wann wie gewinnen wird oder nicht und so gibt es eben viele Unternehmen, um die ich einen Bogen mache, aber das muss eben auch hier wieder jeder Zuhörer für sich selbst überlegen und es kann aber ein sehr guter Ansatz sein, tatsächlich mal zu beginnen, wenn man überlegt, wo beginne ich jetzt mit der Recherche oder mit der Akzent-Analyse mal zu schauen, welche Unternehmen gibt es in der Branche, in der man sich auskennt, wenn man dort arbeitet, dass man die mal anschaut, da hat man glaube ich schon viele Berührungspunkte auch aufgrund der persönlichen Erfahrung oder auch, es gibt ja Hobbys und Interessen, dann kann man mal schauen, das sind also auch Themen, für die man sich interessiert, wenn man beispielsweise richtig Lust immer oder wenn man so ein Gamer ist, dann kann man mal anschauen, wer sind eigentlich die größten börsennotierten Spielehersteller und dann hat man halt den Vorteil, erstens macht das Investieren viel mehr Spaß, zweitens hat man schon ein gewisses Wissensfundament, aber man muss natürlich trotzdem aufpassen, dass man jetzt nicht dann irgendwie so eine Fanperspektive einnimmt, sprich zu sagen, mein Arbeitgeber ist der beste Arbeitgeber oder das ist mit Abstand das beste Spiel, Videospiel, was je herausgebracht wurde, deshalb kaufe ich jetzt die Aktie, man muss schon versuchen so ein bisschen eine Vogelperspektive einzunehmen. Und für alle Gamer, die gerade versuchen herauszufinden, ob Steam eine Börse ist, das habe ich leider auch schon gemacht, das ist leider nicht gelistet, können wir uns nicht einkaufen, ansonsten verstehe ich aber sehr gut, was du sagst, weil es mir bei diesen Computeraktien und ich kriege jetzt wahrscheinlich von jedem Informatiker, von jedem, der sich davon ein bisschen auskennt, einen auf den Deckel, aber diese Computeraktien wie AMD, Nvidia, Intel verstehe ich auch nichts von, halte ich ganz großen Abstand, einfach weil ich es nicht verstehe, wenn mich jemand fragt, was hast du für einen Computer, dann ist die Antwort ja so ein schwarzer Computer und der hat vorne so eine Glasscheibe dran und viel kompetenter kann ich dir auch keine Auskunft geben, von daher verstehe ich da sehr gut, was du gerade gesagt hast. Nun, da wir uns auch immer mehr dem Ende des heutigen Interviews nähern, nochmal schnell die Frage, auf welche Aktie schielst du gerade und warum? Ja, also ganz grundsätzlich gibt es für mich zwei Typen von Aktien, die ich spannend finde, das eine sind Unternehmen, bei denen ich mir relativ sicher bin über die künftige Cashflow-Entwicklung, zum Beispiel eine Coca-Cola, die habe ich auch kürzlich auf Abilitato.de analysiert und vorgestellt, da habe ich einfach das Gefühl, die 10 Milliarden, die die jährlichen Wirtschaften zählt, relativ sicher und sollte es mal eine stärkere Inflation geben, dann wenn die ihre Getränkepeise mit anpassen und entsprechend auch diesen Cashflow stärker steigern können und dann kann man eben immer schauen, ok, wenn die Aktie mal 20% nach unten einbricht, dann ist es aus heutiger Sicht ist es dann voraussichtlich nur was vorübergehendes, dann könnte es sehr spannend sein, sich die mal anzuschauen, weil vermutlich irgendwann die Höhe der Cashgenerierung dafür sorgen wird, dass die Aktie wieder hochgeht auf ihr altes Bewertungsniveau, also das sind so die eine Art von Aktien, wo man einfach relativ ruhig schlafen kann, weil die eine sehr stabile Positionierung im Markt haben und man sich einfach über eine gewisse Höhe des Cashflows sicher ist und das sind aber halt auch Aktien, ja da hast du dann drei oder vier Dividende und vielleicht steigt der Gewinn Jahr für Jahr um 4%, dann muss ganz langfristig auch der Kurs um 4% pro Jahr steigen, weil das ja immer im Einklang ist, Kurs und Gewinn und dann hat man 8% Gesamtrendite, das ist besser als das Sparbuch oder Tagesgeld, aber es ist jetzt auch nicht die höchste Rendite, die man je mal erwirtschaftet hat, denn der breite Markt hat langfristig gesehen schon 10% pro Jahr eingebracht, zumindest der US-amerikanische S&P 500 und die zweite Art von Aktien, die ich spannend finde, das ist jetzt so ein englischer Begriff, compounder Aktien, also wo der Zinseszins-Inhalt des Unternehmens besonders gut wirkt, dahinter steckt die Idee, du kannst mit einer Investition maximal 100% Minus machen, aber wenn sich zum Beispiel die Ertragskraft eines Unternehmens über 10 Jahre verfünffacht oder verzehnfacht, kann theoretisch auch der Aktienkurs sich verfünffachen, das heißt da schaue ich dann sehr gerne auf Aktien, die besonders wachstumstark sind, wo es dann dieses asymmetrische Chancen-Risikoverhältnis gibt, dass du also bei einer langfristigen Investition viel mehr gewinnen als verlieren kannst und dann achte ich aber natürlich trotzdem darauf, dass es schon einen Umsatz gibt, dass es schon ein Produkt gibt, dass der Cashflow schon positiv ist, weil ich will nicht wetten oder spekulieren und dass die Bewertung auch irgendwie angemessen ist, trotz des Wachstums, ist in der heutigen Zeit schwer und da gibt es jetzt zum Beispiel, was ich gemacht habe in den USA, zwei Börsengänge im Jahr 2021, das eine ist die größte Waschanlagenkette der USA, die heißt Mr. Carvaj, die habe ich schon analysiert und jetzt gerade mache ich den Konkurrenten, die heißen Driven Brands und das ist so eine Mischung, also auch wieder eine amerikanische Franchise-Kette, eine Mischung aus ATU und K-Klass und Autoreparaturwerkstätte und Wiederwaschanlagenkette, das heißt die tun wirklich, sobald ein Auto vom Band gelaufen ist, dann muss es ja gewartet werden, dann muss gewaschen werden, wenn es einen Unfall gibt, muss es lackiert werden, man braucht neue Teile, man kriegt einen Steinschlag in die Scheibe, muss das wieder ersetzt werden, also in diesem Servicegeschäft, da sind die tätig und die sind jetzt beispielsweise in dem Jahr von 2020 auf 2021 auch wieder zwischen 30 und 40% gewachsen bei einer, ja ich glaube, auch klar zweistelligen Gewinnmarge, ich habe es jetzt nicht ganz genau im Kopf, so um die 20% müsste die liegen und das ist halt die Hoffnung, ja das Unternehmen ist erst 5 Milliarden schwer von der Marktkapitalisierung und das Management hat auch schon gesagt, sie wollen den Ertrag in den nächsten 5 Jahren weit mehr als verdoppeln, vielleicht sogar verdreifachen und wenn sie das wieder schaffen, weil sie noch viele neue Stores in ihr Konzept einfügen, dann könnte es halt eben sein, dass die Ertragsraft ansteigt und dann könnte auch die Aktie mit ansteigen, weil meistens ist es eben so, je nach Branche, je nach Wachstumstempo bekommen Aktien dann im Zeitverlauf doch, oder pendeln sie um ein gewisses Kurs Gewinnverhältnis oder Kurs Umsatzverhältnis herum und bei einer Coca-Cola ist das beispielsweise ein 20er, also man wird eine Coca-Cola nur wenige Jahre, also nur sehr selten für weniger als den 20-fachen Gewinn kaufen können, sollte Coca-Cola irgendwann den Gewinn verdoppeln ist, also anzunehmen oder zu vermuten, dass auch der Aktienkurs sich irgendwann verdoppeln wird und so ist es halt auch bei anderen Aktien und deswegen schaue ich da so ein bisschen auf diese Compounder Aktien noch. Damit weiß ich auf jeden Fall, was ich heute Abend noch mache und welche Aktie ich mir heute Abend noch einer genauer anschaue, an dieser Stelle schon ganz herzlichen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast, natürlich konnten wir nicht alle Fragen rund um das Analysieren von Aktien beantworten heute, wir hoffen einfach, wir konnten euch einen ersten guten Eindruck mit diesem Interview geben und sicherlich sind jetzt Fragen entstanden und seid doch einfach so lieb, lasst uns eure Fragen zukommen, die können wir dann nämlich sammeln und wenn es ausreichend Fragen sind, vielleicht sogar eine zweite Folge drehen. Damit bleibt von meiner Seite eigentlich nur zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und die letzten Worte des Interviews, die gehören dir. Danke dir für die Einladung, Myko und allen Zuhörerinnen und Zuhörern weiter viel Erfolg. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
19,7% Rendite pro Jahr | Maximilian Königs Börsen-Strategie
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Aktien- und Finanzpodcast. Alle wichtigen Informationen findest du auch in den Shownotes. Herzlich willkommen zu einer weiteren Interviewfolge, in der wir uns eine Aktienanalyse der ganz besonderen Art anschauen. Dafür begrüßen wir Maximilian von Investolio. Hallo, Mirco. Vielen Dank, dass ich heute dein Gast sein darf. Ja, grüße dich und schön, dass du da bist. Es freut mich ganz besonders, weil wir haben schon sehr lange über dieses Interview gesprochen. Und jetzt ist es tatsächlich soweit und wir dürfen dich ein bisschen vorstellen. Die Vorstellung darfst du tatsächlich aber erst mal übernehmen. Wer bist du und was machst du so und was willst du uns so über dich erzählen? Ja, mein Name ist Maximilian König. Ich bin 28 Jahre alt und tandele bereits seitdem ich 15 bin an der Börse. Hatte also Zeit, da wirklich viele Erfahrungen mitzunehmen und im Prinzip mache ich aktuell nichts anderes als Investenstrategien zu entwickeln, zu testen, was funktioniert an den Aktienmärkten und setze das natürlich einmal selber für mich um, bin also Vollzeit Investor. Aber ich möchte es nicht nur für mich umsetzen, sondern auch anderen zugänglich machen. Und genau das mache ich mit meinem Unternehmen Investolio. Das hatte ich letztes Jahr gegründet. Aber da gehen wir ja jetzt im weiteren Podcast auch noch ein bisschen drauf ein. Ganz genau. Und bevor wir darauf eingehen, kommt noch einmal die 60-Sekunden-Challenge. Die Zuhörer des Podcasts kennen uns bereits. Wenn du es noch nicht kennst, dann macht das auch nichts. Denn hier kommt die Erklärung. 60-Sekunden-Challenge heißt einfach nur, dass ich dir gleich ein Wort nennen darf und du darfst innerhalb von 60 Sekunden alles sagen, was dir dazu einfällt. Dein Wort ist finanzielle Freiheit und los geht's. Ja, finanzielle Freiheit heißt für mich, dass ich im Prinzip ein ausreichend großes Vermögen gebildet habe, um im Prinzip machen zu können, was ich möchte. Das heißt jetzt nicht, dass ich so reich werden will, wie es nur geht, sondern ich möchte diese Freiheit ganz gerne haben. Das kann jeder natürlich für sich selber definieren, ab wann das erreicht ist. Ich will da jetzt auch nicht den einen Geldbetrag nennen. Das ist natürlich von jedem irgendwie selber abhängig. Aber das ist eben mein großes Ziel, das auch zu erreichen. Weil Freiheit ist, finde ich so, das Größte, auch was man haben kann. Und Geld ist da eben das Mittel zum Zweckführer. Und ja, also ich bin einfach der Meinung, es ist somit das größte Ziel. Und das Geld gibt uns da einfach diese Grundlage, um sagen zu können, ich kann mit meiner Zeit machen, was ich möchte und bin nicht irgendwie von meinem Chef oder irgendwelchen anderen abhängig, sondern kann mir alles freigestalten. Vielleicht kann ich dich ja doch noch zu einer gewissen Geldsumme triggern, die du uns gleich sagen magst. Denn in den letzten Jahren ist die Dividendenstrategie immer beliebter geworden. Dividendenstrategie hat jetzt natürlich auch die verschiedensten Definitionen. Aber im groben heißt es nichts anderes als, dass du ein Vermögen hast, das Dividenden ausschüttet, aus denen du leben kannst. Und jetzt hast du auf Instagram, glaube ich, in einer deiner Stories einmal gepostet, wenn du eine Million Euro brauchst. Und ich zitiere dich nicht, ich gebe es in meinen Worten da. Wenn du eine Million Euro denkst, dass du sie brauchst, dann hab lieber zwei, weil wer weiß was passiert. Auf welchen Geldbetrag würdest du dich wohlfühlen mit so einer Strategie? Also ich bin jetzt nicht der klassische Dividendeninvestor, aber wenn wir mal einfach rechnen, vielleicht eine Dividendenrendite von drei Prozent und man hat da eine Million investiert, dann sind das am Ende des Jahres 30.000 Euro. Und das vorsteuern und da sieht man, denke ich schon, das reicht vielleicht, um zu überleben, aber jetzt nicht, um da besonders gut von zu leben. Und speziell eben bei Aktien auch ziemlich große Kursschwankungen natürlich aufweisen, würde ich da immer mit einem gewissen Puffer arbeiten. Also wenn du mich jetzt auf einen Betrag festnageln möchtest, dann würde ich da eben nochmal den Faktor zwei einbauen und sagen zwei Millionen ist schon das, was man haben sollte, um sich da zurückzulegen. Jedenfalls, wenn ich jetzt über mich sprechen würde, das ist mein Ziel. Ab zwei Millionen wäre für mich persönlich die finanzielle Freiheit erreicht. Und zwei Millionen mit so einem ganz normalen Job zu erreichen, ist als durchschnittlicher bzw. als Medianverdiener in Deutschland schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Und deshalb gibt es ja auch noch andere Strategien. Die Dividendenstrategie haben wir schon einmal genannt. Wir haben schon mal von Buy and Hold gehört. Es gibt auch das Trading. Was ist da denn jetzt deine Strategie und wie gehst du vor? Ich sehe mich irgendwo zwischen dem Buy and Hold Investing und dem Trading. Also Trading geht ja, gerade wenn wir in den Bereich Day Trading gehen, schon wirklich in die Richtung Vollzeitjob, wo ich ja nebenbei gar nicht mal irgendwie arbeiten kann. Und das muss ich natürlich auch erst mal wieder reinholen. Aber vom Trading möchte ich mich auch wirklich distanzieren. Es ist mir einfach zu aufwendig. Wer das gut kann, der kann das gerne machen. Aber richtiges Trading heißt für mich, dass es ein Vollzeitjob ist. Wenn ich so in meine Post gucke, ich halte Aktien im Schnitt irgendwie zwischen 6 und 12 Monaten. Das ist jetzt schon gut vom Trading, würde ich sagen, entfernt. Aber mit Buy and Hold Investing hat es natürlich auch noch nichts zu tun. Was ich eher als Buy and Hold Investing bei mir ansehe, ist, dass ich mir meine eigene Strategie zurechtgelegt habe, ein konkretes Regelwerk habe und quasi in diese Strategie investiere und das halt wirklich über Jahre und Jahrzehnte mache. Und die einzelnen Aktien da drin sind quasi so die Bausteine, die immer mal wechseln. Und deswegen sage ich so, ich bin zwischen diesem Trading und dem Buy and Hold Investing. Klar gibt es da auch nochmal unterschiedliche Renditen. Wenn wir jetzt eben über Buy and Hold reden, langfristig macht der Aktienmarkt irgendwie seine 8% Rendite. Ein Trader ist natürlich bestrebt, da deutlich drüber zu kommen. Mit einer guten Investmentstrategie landet man auch drüber. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich da mit irgendeinem Handelsansatz jährlich irgendwie 50% Rendite mache und dann ruckzuck meine 2 Millionen habe. Also das ist schon eine langfristige Aufgabe, ganz klar. Ja, ganz herzlichen Dank für die Erklärung zu deiner Strategie. Jetzt habe ich ein bisschen mitgeschrieben und bei einem Punkt muss ich tatsächlich noch mal eine Frage hinterherschicken. Du hältst deine Aktien 6 bis 12 Monate. Ich für meinen Teil mache das viel länger, weil ich bin ziemlich faul und mache Buy and Hold. Was ist für dich denn da das Wechselkriterium? Also warum wechselst du die Aktien aus und wann wechselst du sie aus? Genau, also ganz wichtig sind da meine eigenen Scoring-Modelle, die ich eben die letzten Jahre entwickelt habe. Ich glaube, da sprechen wir gleich auch nochmal ein bisschen genauer drüber, wo ich eben Aktien auf Basis bestimmter Kennzahlen bewerte. Ich setze mich also nicht mit dem Unternehmen selbst auseinandergucke, wie ist da die Nachrichtenlage und was gibt es da, sage ich mal, für weiche Faktoren, sondern ich gucke ausschließlich auf die Daten, führe meine Berechnungen durch und kann dann eben auf Basis dieser Kennzahlen, dieses Scores berechnen. Und die Scores gehen immer von 0 bis 100 Prozent und ganz einfach gesagt, Aktien mit hohen Scores sind für mich besser als Aktien mit niedrigen Scores. Und da kann ich jetzt eine bestimmte Prozentgrenze eben bei den einzelnen Scores ziehen und sagen, wenn eine Aktie darunter fällt, dann verkaufe ich sie, unabhängig davon, ob ich sie jetzt drei Monate gehalten habe, sechs Monate oder vielleicht auch zwei Jahre, das muss man dann eben sehen, wie die Aktie sich entwickelt. Aber das ist mein klares Regelwerk und wenn da eben dieses Verkaufskriterium erfüllt ist, dann fliegt die Aktie aus dem Depot raus und ich schaue mich nach einer neuen um. Ok, danke dir. Da will ich bestimmt nachher noch die ein oder andere Frage dazu stellen, weil das mit den Scoringmodellen klingt sehr interessant. Jetzt hast du gerade eben auch gesagt, acht Prozent Rendite nach der Aktienmarkt. Und wer bei mir schon ein paar mehr Folgen gehört hat, unter anderem die ETF-Folge mit Markus Jolland vom ExtraETF, der weiß, dass sich diese Rendite auch sehr gut mit einem breit gestreuten ETF auf die ganze Welt erreichen lässt. Was würdest du jetzt sagen, wann lohnt es sich, vom ETF auf die Aktien zu gehen bzw. ab welchem Level kann ich es mir überhaupt erst erlauben, von einem klassischen ETF auf Aktien zu wechseln hinsichtlich der Rendite? Also ich würde das in zwei Teile aufteilen. Einmal, wie viel Geld habe ich und wie sind meine Fähigkeiten oder mein Wissen, gute Aktien auszuwählen. Ich bin der Meinung, dass man mindestens 10.000 Euro haben sollte, wenn man in Einzelaktien investieren möchte. Kommt einfach daher, weil wir brauchen eine gute Diversifikation. Mindestens 10 Aktien im Depot ist da meine Devise und das macht auch dann erst wirklich Sinn, wenn ich pro Aktie 1.000 Euro investiere. Und 1.000 Euro mal 10 Aktien, dann nicht bei 10.000. Das ist so die Untergrenze, wo ich sage, ab dann lohnt sich aktives Investieren. Aber der nächste Schritt ist jetzt natürlich, aktives Investieren lohnt sich für mich ja nur dann, wenn ich in der Lage bin, eine bessere Performance zu erzielen als der Gesamtmarkt selbst. Also ich will ja Aktien nicht aus und analysiere irgendwie die Märkte nur, weil mir langweilig ist oder weil es mir so einen Spaß macht. Also ich glaube, da haben wir alle bessere Freizeitaktivitäten, sondern das Ziel, wenn ich Aktien für mein Depot auswähle, muss es doch sein, eine bessere Performance zu erzielen als der Gesamtmarkt. Und da muss ich jeder selber hinterfragen, bin ich dazu in der Lage? Ja oder nein? Wenn ich davon überzeugt bin, ich kann das, dann lohnt sich eben ab 10.000 Euro meiner Meinung nach Einzelaktien, sonst sollte ich eher auf die ETFs zurückgreifen. Das ist auf jeden Fall eine sehr spannende Einschätzung und in der Stelle schon mal ganz herzlichen Dank. Nun würde ich ganz gerne auf deine Firma rübergehen, bevor wir uns nochmal genau die eigentlichen Scoringmodelle angucken, die irgendwas mit deiner Firma zu tun haben. Was ist Investolio eigentlich? Ich würde erstmal darauf eingehen, wie sich der Name zusammensetzt. Also Investolio setzt sich aus zwei Wörtern investieren und Portfolio zusammen. Zeigt also schon klar, ich gehe in die Richtung des Investierens und Portfolio deswegen, weil für mich das ganze Depot im Vordergrund steht. Das sind so die beiden Kernaspekte dabei. Und was macht Investolio jetzt genau? Ich habe ja schon eingangs gesagt, ich mache seit Jahren nichts anderes als Investmentstrategien zu entwickeln, zu testen, habe da über Jahre wirklich viele Analysen und Backtests durchgeführt. Einfach weil ich auch für mich wissen möchte, wie kann ich investieren? Und mir kam dann irgendwann der Gedanke, das muss ich ja nicht für mich behalten. Ich würde diese Vorgehensweise gerne auch anderen zugänglich machen. Ich habe dann überlegt, wie mache ich das und habe dann eben meine eigene Webseite aufgebaut, hatte da auch ein bisschen Unterstützung von Web-Entwicklern, die das einfach ordentlich machen können. Das hätte ich sonst so natürlich nicht hinbekommen. Und so hätte dann jeder Anleger die Möglichkeit, auf diese Informationen zuzugreifen, sich seine eigenen Strategien zusammenzustellen oder auch meine Depots zu verfolgen und dann eben auch nach diesem quantitativen, auf Daten gestützten Ansatz zu investieren. Jetzt scheinst du auf jeden Fall ein sehr großes Interesse an Aktien und Zahlen zu haben. Denn ansonsten würde ich in erster Instanz fragen, ist dir langweilig oder warum machst du so viele Backtests, also woher kommt dieses Interesse? Langweilig will ich nicht sagen, aber ich habe früh gemerkt, als ich mit dem Investieren angefangen habe, dass ich Probleme habe, erfolgreich zu investieren, wenn ich nicht irgendwie eine klare Strategie habe. Über ein paar Jahre ging das mal ganz gut, gerade wenn der Aktienmarkt gut läuft, dann ist es ja auch einfach Gewinne zu erzielen. Aber ich habe eben auch lange Zeit gemerkt, ich habe einen hohen psychologischen Druck, ich bin immer unsicher, wenn ich Aktien auswählen möchte, weiß nicht genau, nach welcher Strategie arbeite ich. Und da habe ich schon vor vielen Jahren gesagt, ich möchte eigentlich nur ein Regelwerk haben, nach dem ich stur handeln kann, dass mir sagt, du musst jetzt die Aktie kaufen, du musst jetzt die Aktie verkaufen, auch wenn das fast schon jetzt zu einfach klingt. Aber ich wollte mich so ein bisschen aus dieser Verantwortung rausnehmen und sagen, ich möchte ein System haben, das ist automatisiert. Und deswegen habe ich da eben lange Zeit dran entwickelt, nicht nur weil mir langweilig ist, sondern auch natürlich, weil ich da mein eigenes Geld nach investieren möchte. Und das war im Prinzip so der Auslöser zu sagen, das analysiere ich und teste ich jetzt alles mal. Klingt auf jeden Fall sehr spannend und dann lass uns doch ein bisschen tiefer in deine Analysen einsteigen, denn wenn wir uns deine Webseite Investolio anschauen, dann stehen da die unterschiedlichsten Daten vom Kurs Trend Safety Tag Value Kombi. Und da fragt man sich natürlich ganz schnell, was ist das alles und was sagt es mir, während ich jetzt natürlich den Kurs noch ganz gut verstehe, stehe ich mit den anderen Dingen mit einem größeren Fragezeichen da und vielleicht magst du uns die erklären? Genau. Also die anderen fünf sind meine fünf Scoring Modelle. Ich hatte ja eben schon gesagt, ich bewerte Aktien ausschließlich auf Basis dieser Scores. Aktien mit hohen Scores sind besser als Aktien mit niedrigen Scores und diese fünf Scoring Modelle gehen halt jeweils in eine andere Richtung. Ich würde einmal mit dem Trend Score anfangen. Da schaue ich halt, welche Aktien haben die letzten Monate besser performt als andere und die, die da stärkere Aufwärtstrends haben, die werden nach diesem Scoring Modell auch besser bewertet. Wieso macht das Sinn? Es gibt zum Beispiel in der Wissenschaft auch den Momentum-Effekt, der besagt einfach, dass Aktien, die in den letzten Monaten besser performt haben, dazu tendieren auch in den kommenden Monaten besser zu performen und das war so ein bisschen der Anhaltspunkt dieses Scoring Modell zu entwickeln. Das zweite ist der Safety Score, sagt ja auch schon so ein bisschen der Name, dass ich hier eher auf Sicherheit gehen möchte. Es ist jetzt aber nicht so, dass hier irgendwie die Unternehmensrisiken analysiert werden, sondern es geht auch hier um die Kursentwicklung. Das klassischste oder das bekannteste Risikomaß ist ja die Volatilität. Da kann man zum Beispiel gucken, welche Aktien schwanken tendenziell weniger und auch so kann ich dann natürlich mir unterschiedliche Kennzahlen zum Risiko einer Aktie, wenn ich mir ihren Kursverlauf anschaue, auswerten und dann eben gucken, welche Aktien sind risikoarm. So kann ich eben sagen, möchte ich lieber in starke Trend-Aktien investieren oder eher in sichere Aktien. Und diese beiden kann ich kombinieren, also den Trend und den Safety Score zum technischen Score, technisch deswegen, weil wir halt die Welt der technischen Kennzahlen hier vereinen. Also ich suche im Prinzip dann nach Aktien, die starke Aufwärtstrends haben und gleichzeitig geringe Kursrisiken. Das ist jetzt erstmal nur der technische Bereich. Dann hat es wir eben auch gesagt, gibt es noch den Value-Score, da verrät im Prinzip auch schon der Name, worum es geht. Wir gehen jetzt hier in den fundamentalen Bereich. Ist mir auch wichtig, das mit abzudecken. Da gibt es auch viele Kennzahlen, die uns eben Auskunft geben. Ist eine Aktie günstig bewertet, weist sie eine hohe Profitabilität auf. Bei diesen Kennzahlen wissen wir dann auch, wenn die gut ausfallen, dann tendieren diese Aktien eben auch dazu, künftig besser zu performen. Das war sehr viel Arbeit, das rauszufinden, weil es gibt unzählige fundamentale Kennzahlen und man muss natürlich schauen, welche Kennzahlen eignen sich denn jetzt gut, um die Aktien zu finden, mit denen ich dann künftig tendenziell auch besser performe. Und die habe ich im Value-Score zusammengefasst. Und abschließend noch der Kombi-Score. Da kombinieren wir eben die technische Welt mit der Value-Welt. Also wenn ich sage, ich möchte eben einmal Aktien haben, die ordentliche Aufwärtstrends haben, nicht zu starke Kursrisiken und gleichzeitig auch noch eine günstige Bewertung, dann würde ich mir den Value-Score anschauen. Klar muss ich aber auch sagen, das Beste aus allen Welten lässt sich auch immer schwer finden, irgendwo muss man dann auch Abstriche machen. Wobei, wenn ich mir jetzt die Zahlen gerade in Investolio anschaue, dann sehe ich hier, also es ist alles auch so schön mit Farben hinterlegt, tatsächlich die eine oder andere Aktie, die komplett auf grün steht, also wirklich hohe Zahlen hat. Und jetzt sieht das alles schön aus. Und auch wenn der Trend fast vor 100 Prozent ist und alle anderen Zahlen auch und die Kombi auf 100 Prozent hochgeht, heißt das schon, ich kann das Ding jetzt blind kaufen? Oder wie gehst du mit diesen Zahlen um und wertest sie aus? Also es ist auf jeden Fall schon mal gut, wenn eine Aktie bei allen Scores gut bewertet ist. Es ist aber nicht zwingend notwendig. Ein reiner Value-Investor würde sagen, was interessiert mich der Trend einer Aktie? Es reicht mir vollkommen, auf den Value-Score zu schauen. Wenn ich ein Trend-Investor bin und eben in trendstarke Aktien investieren will, dann schaue ich nur auf den Trend-Score und blende die anderen vier aus. So kann eben jeder seinen Schwerpunkt setzen. Ganz wichtig dabei ist aber, ich kann nicht auf eine einzelne Aktie setzen. Also die Scoring-Modelle besagen, dass wenn ich Aktien mit hohen Scores kaufe, dann habe ich einfach eine große Wahrscheinlichkeit damit künftig besser zu performen. Aber die Betonung liegt darauf, wenn ich Aktien kaufe und nicht eine Aktie. Also wenn ich jetzt nur eine Aktie kaufe, die hohe Scores hat, kann es sein, dass das nach hinten losgeht. Wenn ich mir aber ein Depot zusammenstelle, aus beispielsweise zehn Aktien, die hohe Scores haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass ich damit erfolgreich unterwegs bin. Da können auch ein, zwei Aktien mit dabei sein, die eben künftig nicht performen, aber ein Großteil wird eben überzeugen können, höchstwahrscheinlich. Und da ist es eben ganz wichtig, diesen Gedanken der Diversifikation auch umzusetzen. Anders funktionieren solche quantitativen Investmentstrategien einfach nicht. Was heißt, du schnappst dir die Aktien, die dort in deinem High Score rauskommen, schnappst dir zehn Aktien überall in Tausi rein und nach einem Jahr verkaufst du das wieder und hast mehr Kohle in der Tasche? So genau lässt sich das natürlich nicht sagen. Es ist immer davon abhängig, wie performt der Gesamtmarkt. Wenn wir jetzt einen Crash irgendwie haben von 30, 40 Prozent, dann haben wir im Prinzip schon dann gewonnen, wenn wir nur 20 Prozent verlieren. Dieser Vergleich zum Gesamtmarkt, der ist halt immer enorm wichtig. Und ich würde auch nicht heute kaufen und sagen, ich lasse es zwölf Monate liegen, sondern ich muss dann schon immer mal regelmäßig gucken, wie entwickeln sich denn die Scores der einzelnen Aktien? Wenn ich jetzt zum Beispiel gesagt habe, es ist mir wichtig, dass ich in Trend Aktien investiert bin, muss ich natürlich auch regelmäßig gucken, hält dieser Trend an? Wenn das nicht der Fall ist, dann wird sich dieser Trend Score eben auch verringern und dann muss ich die Aktie schon mal vorher verkaufen und nicht erst zwölf Monate abwarten. Okay, das heißt, du schnappst dir deine Aktie, packst sie auf die Watchlist, kaufst sie und guckst regelmäßig rein, ob der Trend Score noch aktuell ist oder gibt es dann vielleicht auch eine Information, die von dem System herauskommt und die sagt, Achtung, Trend Score sinkt, guck mal lieber rein und mach mal was und dann verkaufst du? Genau, also ich packe es mir halt in mein eigenes Depot und checke dann einmal die Woche, ob da Veränderungen erforderlich sind. Eine automatische Benachrichtigung gibt es da jetzt noch nicht. Einfach weil ich auch finde, einmal die Woche reingucken, das reicht im Prinzip aus. Wenn wir so eine Benachrichtigungsfunktion haben, ist es auch nur wieder so, das Ganze wird ein bisschen hektischer. Sobald dann eine Mail kommt, hier die Aktie hat Score so und so unterschritten, dann musst du mal handeln, macht es das Ganze wieder aufwendiger und mein Ziel ist es eigentlich, den Aufwand deutlich zu reduzieren. Und ich denke, wenn ich sage, ich gucke da einmal die Woche rein und muss dann, wenn überhaupt mal eine Anpassung vornehmen, dann ist das auch noch mit sehr überschaubarem Arbeitsaufwand umzusetzen. Ja, das stimmt. Einmal die Woche reingucken klingt nicht allzu aufwendig. Jetzt fallen mir natürlich noch die Farben sofort ins Auge. Also alles, was hier bisher eine hohe Prozentzahl hat, ist auch mit einer grünen Farbe hinterlegt. Ich sehe auch eine gelbe Farbe und eine orange Farbe. Vielleicht gibt es auch noch eine rote Farbe, aber die sehe ich jetzt gerade nicht. Wann steigst du ein? Wann steigst du aus? Vielleicht kannst du uns das noch mal so ein bisschen präzisieren. Wenn eine Aktie auf 100 Prozent Trend steht, würde ich fast vermuten, dass du sagst, okay, das könnte interessant sein. Nur woran hast du genau fest, wann du einsteigst und vor allen Dingen auch, wann du wieder rausgehst? Genau. Also es gibt ja diese fünf Scoring-Modelle und jeder hat ja, wie ich schon gesagt habe, irgendwo seine Vorlieben und meine Vorliebe ist ganz klar beim Trendscore. Das hat einfach damit zu tun, weil ich meine ersten Strategien im Bereich der Trendaktien entwickelt habe und wenn man da anfangs seinen Schwerpunkt setzt, kommt man da auch schwer wieder von weg. Also für mich ist das wichtigste Scoring-Modell der Trendscore und da sage ich halt, dass ich die Aktien kaufe, die den höchsten Trendscore haben. Gleichzeitig ist mir aber wichtig, dass ich Kursrisiken irgendwo gering halte. Deswegen habe ich zum Beispiel einen Filter drin, dass ich sage, der Safety Score muss mindestens 50 Prozent betragen. Und so habe ich dann eben klares Regelwerk, um Aktien auszuwählen. Anders herum muss ich auch festlegen, verkaufe ich eine Aktie. Da habe ich für mich die Grenze gezogen, wenn der Trendscore unter 60 Prozent fällt oder wenn der Safety Score unter 40 Prozent fällt, dann wird die Aktie verkauft und so habe ich auch nicht zu viel Umschlag irgendwie im Depot und muss nicht zu häufig handeln. Das nur mal jetzt als ein Beispiel, wie man so eine Strategie umsetzen kann. Ich verfolge da mehrere Depots. Das ist jetzt nur mal eine Variante, wie man das eben machen könnte und wie ich es auch mit meinem eigenen Geld umsetze. Wie viele dieser Aktien hast du da gleichzeitig im Depot? Von der Strategie, die ich jetzt eben genannt habe, ist es zum Beispiel eine, die ich nur für Deutschland umsetze. Da sind es zehn Aktien. Eine andere setze ich dann komplett für Europa um. Da sind es 30. Und insgesamt, wenn ich mal über alle Depots, die ich habe, hinweggehe, müsste ich gerade so zwischen 60 und 70 Aktien haben. Okay, danke, der. Das ist ja noch eine recht übersichtliche Zahl. Da habe ich schon schlimmere Depots gesehen. Jetzt klingt das für den einen oder anderen Zuhörer vielleicht alles viel zu schön, um irgendwie wahr zu sein. Und vielleicht denkt sich der ein oder andere auch, du reden kannst so viel, da passiert dir jetzt eh nichts. Wie sieht denn dein Tracking-Record, ich schiel jetzt auf Wikifolio, wie sieht dein Tracking-Record da aus? Genau, bei Wikifolio bin ich seit Mitte 2016 und habe seitdem jetzt eine Performance dort von knapp 200 Prozent erzielt. Also das ist besser als wenn wir uns jetzt zum Beispiel den DAX angucken, besser auch als die Nebenwerteindizes, soweit ich es auf dem Schirm habe. Also würde ich schon sagen, dass die Performance da soweit ganz gut läuft. Aber auch die Strategien eben, die ich bei Investodio veröffentlicht habe, das sind Echtgeld-Depots. Also wenn mich da jemand anspricht und sagt, ja, zeig mal, was du hier machst, kann ich auch sagen, okay, guck mal, das hier ist mein Konto, das habe ich wirklich so umgesetzt. Da habe ich die ersten Strategien im April letztes Jahr veröffentlicht, war natürlich rückblickend auch ein sehr guter Zeitpunkt. Die Aktienmärkte haben sich seitdem sehr gut entwickelt, aber eben alle Strategien, die da veröffentlicht sind, haben sich seitdem besser entwickelt als die jeweilige Benchmark. Und das ist schon so das Zeichen, würde ich sagen, wo man sagen kann, ja, die Strategien funktionieren, die Out-Performance ist da. Und das ist eben das Wichtigste. Wenn ich solche Systeme halt vorstelle, dann muss ich diese Out-Performance einfach auch erwirtschaften. Sonst ist es ja witzlos. Das stimmt auf jeden Fall. Und für jeden, der jetzt noch nicht weiß, was Wikifolio eigentlich ist, weil ich habe dem das Wort jetzt einfach so in den Raum geworfen, der darf sich gerne noch mal eines der bisherigen Interviews anhören. Da ist nämlich der Andreas Kern, der Geschäftsführer von Wikifolio zu Gast und stellt die gesamte Plattform einmal vor. Also für jeden, der das interessant ist, der kann da ganz gerne einmal hinschauen. Jetzt kommt als nächste Frage noch. Für wen ist Investolio denn eigentlich geeignet und für wen eher nicht, weil das klingt im ersten Moment sehr spannend. Aber du wirst wahrscheinlich auch eine Zielgruppe haben, von der du sagst, das sind die Menschen, bei denen du einschätzt, die können damit auf jeden Fall etwas machen. Ja, also ich hatte ja schon gesagt, das ist ein aktiver Investments Deal und der macht im Prinzip nur dann Sinn, wenn ich mindestens 10.000 Euro investieren möchte in Einzelaktien. Sonst macht es eben mehr Sinn, beim ETF zu bleiben. Also das ist schon mal so die Untergrenze, die ich da irgendwo festlegen würde. Außerdem muss man natürlich auch Lust haben, sich mit einem neuen Investment Ansatz zu beschäftigen. Es reicht jetzt nicht aus, sich einfach mal kurz anzumelden, zu sagen, ich gucke mir das eine halbe Stunde an und kaufe ein paar Aktien, sondern es ist mir schon wichtig zu verstehen, wie funktioniert das überhaupt. Da muss man sich ein bisschen einarbeiten, weil nur so kann man eben auch Vertrauen in die Strategien entwickeln. Und zusätzlich sage ich auch ehrlich, das Ganze kostet irgendwo sein Geld. Ich habe versucht, das so ein bisschen im Rahmen zu halten, dass beide Seiten damit glücklich sind, dass ich irgendwo auch Geld verdienen kann. Ansonsten macht es keinen Sinn und dass es für den Anwender jetzt nicht zu kostspielig ist. Nur wenn wir da eben bei im Jahr 390 Euro landen, kann sich jeder auch ausrechnen, wenn ich das mit 5.000 Euro umsetze, das hole ich nicht rein. Wenn ich das hingegen mit 20.000 Euro umsetze, dann sind das im Jahr zwei Prozent. Und das ist dann auch wieder ein Bereich, wo man sagen kann, die Outperformance, die ist dann eben in der Lage, diese Kosten auch wieder reinzuholen. Das ist eben auch eine wichtige Sache, die man dabei berücksichtigen sollte. Das Thema Kosten ist natürlich ziemlich interessant. Wir nehmen deine Webseite auf jeden Fall einmal in die Show Notes mit rein. Und zusätzlich hast du mir im Vorgespräch schon gesagt, dass du noch eine gewisse Überraschung für unsere Zuhörer hast, nämlich mit dem Gutscheincode, den findet ihr ebenfalls in den Show Notes. Finanz minus Illuminati, kriegt ihr nochmal 20 Euro Rabatt auf eure erste Zahlung. Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann kann ich ja sowieso Investorio erstmal kostenlos testen und gucken, ob das Ganze was für mich ist oder nicht. Ist dem so? Genau. Also ist für mich ein wichtiger Punkt, dass ich da jeder erstmal ein Bild von machen kann ohne Risiko. Zwei Wochen ist diese kostenlose Testphase. Wer das also ausprobieren möchte und merkt, ist nicht meins, kann innerhalb von diesen zwei Wochen auch ganz einfach kündigen. Dann muss da auch nichts für bezahlt werden. Und ansonsten kostet es anschließend halt 39 Euro im Monat oder im Jahresabot 390. Und eben mit dem Gutscheincode ist nochmal ein Rabatt von 20 Euro auf die erste Zahlung für die unter euch, die jetzt hier gerade zuhören. Das klingt auf jeden Fall alles sehr interessant. Und für jeden, der sich vielleicht jetzt auch noch fragte, ja, vielleicht weiß ich noch gar nicht, ob ich mit den Zahlen überhaupt was anfangen kann. Das sind so viele Trendscores. Ich habe davon eigentlich noch keine Ahnung. Hast du auf deiner Webseite ja auch schon einiges an Videos gemacht. Du hast auch mit dem Finanzfokker Daniel Kordt schon einiges an Videos gemacht. Ich werde mal versuchen, das alles zusammen zu suchen und alles, was irgendwie findbar ist, auch in die Show Notes mit aufzunehmen. Hast du vielleicht noch den einen oder anderen Hinweis, wenn sich jemand gerade mit solchen Modellen beschäftigen möchte, wo er sich da informieren kann? Also eine ganz wichtige Informationsquelle sind da die ganzen Videokurse, die ich aufgenommen habe. Das ist insgesamt inzwischen Video Material von 15 Stunden, ist natürlich nichts, was man sich einfach mal so nebenbei gönnt. Aber gerade so die ersten Kurse, so ein bisschen Einführung in die Plattform, um mal zu zeigen, wie funktioniert das hier alles. Und auch so ein paar Details und Tipps gibt es da, wie wende ich jetzt die Scores am besten an. Es gibt halt aber eben auch wirklich ausführliche Erklärungen zu jedem Scoring Modell, zu jeder einzelnen Kennzahl. Also es ist eben für jemanden gemacht, der sagt, ja, ich will da ganz tief einsteigen, kann eben auch ganz genau nachvollziehen, wie funktioniert es. Wenn jetzt jemand sagt, nee, ich möchte eigentlich nur nach den Scores investieren, dann reicht es auch, sich da ein paar Videos anzugucken. Das war aber so mein Gedanke, dass jeder, der den Willen hat zu sagen, ich will im Detail verstehen, was hier passiert, das auch kann und sich nicht auf irgendeine Black Box da verlassen muss. Das klingt doch wunderbar. Und an der Stelle bleibt auch nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank, dass du heute da warst. Das Interview ist damit beendet. Wir kommen ans Ende und damit bleiben nur noch die letzten Worte des Interviews, die gehören dir. Vielleicht magst du noch eine letzte Grußbotschaft, einen letzten Tipp, einen letzten Hinweis, wie auch immer, an unsere Zuhörerschaft richten. Ja, vielen Dank erst mal, dass ich heute mit dabei sein durfte. Und ja, als Tipp kann ich einfach nur mitgeben, nehmt das so ein bisschen mit, auch diesen Gedankengang zwischen dem aktiven und passiven Investieren, sich selbst zu hinterfragen, bin ich in der Lage, eine höhere Rendite zu erzielen, da eben wirklich mal genau reflektieren, wie ist eigentlich so die eigene Performance. Und wenn ich dann eben eine konkrete Strategie für mich umsetzen möchte, dann eben auch klar dabei zu bleiben und sich nicht irgendwie von psychologischen Faktoren zu beeinflussen, weil das kostet letztendlich die meiste Rendite. Und genau deswegen bin ich halt auch der Meinung, es ist gut, wenn wir so ein klares Regelwerk eben auf Basis solcher Strategien aufbauen können. Und damit ganz herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. Copyright WDR 2021 -
6 Immobilien mit 26 | Monique im Interview
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Aktien- und Finanzpodcast. Alle wichtigen Informationen findest du auch in den Show Notes. Ganz herzlich willkommen zum Finanz-Illuminati-Podcast. Heute begrüßen wir wieder eine Investoren aus dem Bereich Immobilien. Monique, grüße dich. Hallo Mirco, schön, dass ich dabei sein darf. Ja, schön, dass du da bist. Schön, dass du dir die Zeit nehmen konntest. Wir wollen ganz kurz mit einer Vorstellung von dir anfangen. Vielleicht magst du gleich ein bisschen erzählen, wer du bist, was du machst und so weiter und so fort. Aber vielleicht mit zwei Keyfacts ganz weit vorne, weil mich das am Anfang so tatsächlich ein bisschen beeindruckt hat, ich irritiert war. Sag doch gerne einmal dein Alter und wie viele Immobilien du heutzutage auch hältst. Ja, also ich bin Monique, mittlerweile 26 Jahre alt und bin Vermieterin von sechs Immobilien. Ja, das ist schon eine ganz ordentliche Zahl und dann darfst du mit der Vorstellung weitermachen, falls du noch ein bisschen was über dich erzählen magst. Ja, genau. Also ich bin Monique, 26 Jahre alt, bin Vermieterin von sechs Immobilien und ein paar Garagen, die dazugehören und wohne im wunderschönen München seit ja mittlerweile fast sieben Jahren und komme ursprünglich aus der Oberpfalz in Bayern. In meiner Freizeit reise ich super gerne, wenn mal nicht Corona ist. Ja, reise super gerne alle möglichen Länder, verschiedene Kulturen, also das mache ich super, super gern und spiele Tennis und interessiere mich sehr für Mode. Genau, ich bin Beamtin und arbeite seit neun Jahren in meinem Beruf Vollzeit. So, das ist jetzt glaube ich mal das wichtigste bei mich, genau. Ja, sehr schön, ganz herzlichen Dank für deine Vorstellung. Wir gehen auch gleich schon weiter zur 60 Sekunden Challenge. 60 Sekunden Challenge, wenn du sie noch nicht kennst, heißt es ganz einfach, ich sag dir gleich ein Wort und innerhalb von 60 Sekunden darfst du dazu erzählen, was auch immer dir einfällt. Es kann eine Meinung sein, es kann eine Erklärung sein, ganz wie du magst. Dein Wort ist Mietpreisbremse und die Zeit läuft jetzt. Okay, oh mein Gott, 60 Sekunden. Ja, Mietpreisbremse, da fällt mir sofort Berlin ein. Da wurde ja sehr lang stand das in der Kritik. Man fragt sich, ja, lohnen sich überhaupt noch Immobilien, wenn es die Mietpreisbremse gibt. Da hängt natürlich die Rendite wieder zusammen in dem Ganzen, weil ja wenig Mieteinnahmen, aber hoher Kaufpreis ist da natürlich ja eine geringe Rendite. Das rentiert sich da natürlich nicht für Immobilieninvestoren. Davor haben natürlich super viele Immobilieninvestoren Angst. Ja, in Berlin war die Mietpreisbremse ja nicht rechtens. Ja, was sind die 60 Sekunden um? Zehn Sekunden hast du noch, du darfst aber auch gerne aufhören, wenn du der Meinung bist, dass du fertig bist. Ja, ich bin erstmal fertig, aber rein theoretisch könnte man natürlich ein, zwei, drei Stunden oder Tage noch darüber sprechen. Das war jetzt mal so schnell Effekt. Ja, vielleicht kommen wir da auch gleich noch mal zu, weil ich habe ein paar Fragen mitgenommen und mir tatsächlich, als du dich gerade eben vorgestellt hast, auch noch die ein oder andere Frage notiert. Doch bevor wir damit machen, versuchen wir dich halt mit weitermachen, versuchen wir dich noch ein bisschen besser kennen zu lernen. Eine ganz spannende Frage dazu ist, wie bist du eigentlich zu investieren in Immobilien gekommen? Also so ein Gedanke, der kommt ja wahrscheinlich nicht von heute auf morgen. Erzähl uns doch mal deine Geschichte dazu. Ja, genau. Also ich habe mir schon von ein paar Jahren gedacht, ja Vermieter sein ist eigentlich ganz cool, bekommt man Mieteinnahmen. Ich habe es gesehen, mein Papa hat auch ein paar Wohnungen vermietert und ich fand eigentlich das Konzept dahinter immer ganz cool, wenn die Wohnung abbezahlt ist, dass man quasi fast alles an Mieteinnahmen für sich hat. Klar, du musst natürlich noch versteuern, das darf man nicht vergessen, Rücklagen etc. Aber an sich fand ich das Konzept schon immer cool und ich wusste eigentlich auch immer jemand, der mehrere Immobilien hat, die auch abbezahlt sind, ist eigentlich reich, also hat ausgesorgt, muss ich im Alter keine Sorgen machen und ja, das war eigentlich so meine ersten Gedanken dazu. Ich habe mich aber nie wirklich ran getraut an die ganze Sache, weil ich mich absolut gar nicht auskannte in der Materie. Also niemand von meinen Freunden war in Immobilien investiert, also konnte mit niemanden über mein Vorhaben sprechen. Ja, meinen ersten Kontakt mit Immobilien oder Vermieterdasein, sage ich jetzt mal, ist eigentlich ganz lustig entstanden. Mein Papa hat eine Garage, die leer stand, da waren nur alte Reifen gelagert und ja, die wurde nicht benutzt, war nicht vermietet, war meiner Meinung nach ja sinnlos, die Garage ja einfach so zu lassen, ohne dass sie auch einen Nutzen hat. Und dann habe ich zu meinem Papa gesagt, hey komm, lass mich doch die Garage vermieten. Ich weiß, dass in der Stadt in der Lage mega der Garagenmangel ist, ich glaube, da kann man eine ganz gute Miete erzielen. Dann meinte er, ja kann ich machen, aber ich muss das Garagentor austauschen, weil das ist schon in die Jahre gekommen und so wollen wir das natürlich nicht vermieten mit dem halb kaputten, rostigen Garagentor. Und dann habe ich gesagt, ja klar, dann schaue ich mal nach einem neuen Garagentor, habe ein neues Garagentor gefunden. Ich wollte unbedingt ein anthracit-farbenes Garagentor. Weiße Garagentore wären sogar günstiger gewesen, aber ich fand Anthracit einfach am schönsten. Das Garagentor hat mich 1500 Euro gekostet und ich bekomme jetzt aktuell 70 Euro Miete dafür. Das Gute an der Garage ist, das Hausgeld zahlt jetzt meinem Papa, es wird auch versteuert über ihn, aber das war so meine erste Erfahrung. Das ist jetzt ungefähr vier Jahre her. Das Garagentor war nach knapp über zwei Jahren abbezahlt. Das heißt, seit über zwei Jahren mittlerweile bekomme ich die Mieteinnahmen. Ja, das war so meine allererste Erfahrung mit Immobilien. Das klappt ganz gut, also der Mieter ist jetzt seit vier Jahren drinnen in der Garage und hatte da jetzt absolut keine Probleme damit seitdem. Und ja, ich fand das Konzept immer noch cool, weil es kam ja jeden Monat, wurde ja das Geld überwiesen. Dann habe ich mich schon mehr damit befasst mit dem Thema Immobilien. Ja, habe immer nur so sporadisch geschaut im Internet. Man kennt die gängigen Plattformen, Immo Scout, Immo Welt, aber jetzt auch nicht wirklich intensiv. Also immer mal so ein bisschen, mal am Wochenende. Und dann habe ich auch einfach nichts gefunden und ja, so ging es halt wirklich über ein, zwei Jahre, sag ich jetzt mal, wo ich auch einfach nicht ins Handeln gekommen bin und dann habe ich eine gute Wohnung gefunden, die mir angeboten wurde. Wirklich super fairer Kaufpreis. Ich habe dann auch gleich mit dem Verkäufer telefoniert, wurde von privat verkauft. Ich habe mir die Wohnung angeschaut, zusammen mit meinem Papa, weil ich mich ja nicht auskannte und ja, ich einfach eine zweite Meinung noch wollte. Es haben sich super viele für die Wohnung beworben, weil super Lage, super super fairer Kaufpreis und ich bekam sogar die Zusage. Ja, als ich die Zusage hatte, habe ich mir erst mal gedacht, oh mein Gott, ja, ich kenne mich absolut gar nicht aus. Was muss ich jetzt machen? Bekomme ich überhaupt einen Kredit? Dann kam von meinem Papa auch immer so, ah, ihm gefällt die Wohnung nicht, das Bad ist so klein und ja, die Fenster sind auch nicht mehr so gut. Da habe ich mich dann schon von meinem Papa beeinflussen lassen und ja, ich hatte absolut wirklich keine Ahnung, ob ich überhaupt einen Kredit bekomme. Dann habe ich mir gedacht, okay, ich muss so viel Eigenkapital wie möglich einsetzen, dass ich einen Kredit bekomme. Dann muss ich erst mal die komplette Wohnung abbezahlen, bis ich dann überhaupt wieder einen neuen Kredit für eine neue Wohnung bekomme. Ich habe halt wirklich komplett falsch gedacht und ich wusste damals auch gar nicht, was ist Hausgeld, was ist ein unumlagefähiges Hausgeld, was nicht umlagefähig ist. Also ich war einfach nicht in der Materie und ich habe dann auch dem Verkäufer abgesagt, weil erstens mal kam von meinem Papa, ja, die Immobilie gefällt ihm nicht. Zweitens mal war ich super unsicher, kannte mich nicht aus und dann habe ich abgesagt und ich habe das so lange bereut. Ich habe das wirklich ein halbes Jahr bereut, habe da jeden Tag dran gedacht, so Mensch Monique, warum hast du das jetzt gemacht? Das wäre die Chance gewesen. Und jetzt im Nachhinein sage ich immer, dass es die richtige Entscheidung war, weil das wäre einfach wirklich daneben gegangen. Ich hätte wahrscheinlich wirklich keine weiteren Kredite mehr bekommen, weil ich komplett falsch an die Sache rangegangen wäre. Also da hätte es wahrscheinlich schon angefangen bei der Bank mit dem Kredit, wie viel wird da getilgt, wie viel Zinsen. Das hätte ich wahrscheinlich schon komplett falsch kalkuliert. Also wie gesagt, es wäre einfach alles daneben gegangen. Es war besser, dass ich sie nicht genommen habe, aber das Thema Immobilien war immer noch in meinem Kopf präsent. Ich wollte immer noch Immobilien haben. So sorry, jetzt habe ich sehr viel geredet, aber ja, so war das. Genau. Ja, du hast uns eine etwas längere Geschichte erzählt und ich habe mir ein paar Fragen dazu notiert. Das klingt auf jeden Fall sehr spannend, klingt auch noch ein bisschen Glück im Unglück. Jetzt ist natürlich interessant, wie ist es dann zu den richtigen Immobilien gekommen, beziehungsweise worauf oder wie hast du dich fortgebildet, weitergebildet, dass du das, was du nicht wusstest, nicht kanntest, dann auf einmal konntest und diese Immobilien hast, die du jetzt eben heute hast? Ja, ich habe mich immer mehr mit dem Thema befasst, bin dann über eine bekannte deutsche Bloggerin, Influencerin auf eine Immobilienbloggerin gekommen und das war Miss Goldesel, also Svenja, und sie hat über Immobilien gebloggt, über ihr Dasein als Vermieterin, auch die Influencerin Luisa hat über, also sie ist auch schon Vermieterin, hat über ihre Immobilien gebloggt und ich fand das so interessant und ich habe immer auf neue Posts gewartet, neue Stories und ich war da Feuer und Flamme und bis dato wusste ich nicht mal, dass es Finanz- oder Immobilienblogger auf Instagram gibt und dann habe ich gesehen, ja krass, andere schaffen es auch und ich will das auch schaffen, was andere haben, was andere geschafft haben. Ja, so ging es dann weiter, habe mich dann viel mit Svenja, Miss Goldesel ausgetauscht, was ich auch immer empfehlen kann, mit Leuten zu sprechen, die das geschafft haben, was du schaffen willst, die das schon hinter sich haben, Erfolg damit haben, mit dem was sie machen, das hat mir viel geholfen. Also klar, ich habe auch in Bücher geschaut, also es gibt super viele Immobilienbücher, ich bin ehrlich, ich habe jetzt nicht alle komplett durchgelesen, ich habe öfter ein paar wichtige Kapitel, die für mich wichtig waren, durchgelesen, dann ja, gegoogelt natürlich und mich einfach mit Leuten ausgetauscht, die das geschafft haben, was ich haben wollte, aber ich kannte bis dahin auch niemanden, der irgendwie Coaching oder Online-Kurs oder sowas in der Art angeboten hat und genau, durch den Austausch, habe ich mich dann mehr an die Sache ran getraut, habe dann wieder intensiv nach Wohnungen geschaut, hatte Besichtigungstermine, bin immer sicherer geworden mit der Zeit, auch mit meinem Wissen und ja, so ging es dann weiter, also es war 2020, Anfang 2020 habe ich damit angefangen und bis Ende des Jahres habe ich dann sechs Wohnungen gekauft. Was für mich im ersten Moment noch einen ganz schön hohen Tempo klingt, ist das normal so viele Wohnungen in einer so kurzen Zeit zu kaufen oder ist das für dich eher so ein Anfangsboost gewesen und jetzt geht das Ganze ein bisschen langsamer voran? Also eigentlich ganz am Anfang wollte ich nur eine Wohnung kaufen, ich wusste auch gar nicht, dass man für mehrere Wohnungen Kredite bekommt, weil ich mich damit nicht auskannte und ja, dann habe ich immer mehr Wohnungen, immer bessere Wohnungen eigentlich gefunden, auch zu super guten, super fairen Preisen und ja, das hat auch alles hingehauen mit der Finanzierung ohne Probleme und dann habe ich gesagt, hey Monique, du wärst blöd, wenn du jetzt die Wohnungen nicht nehmen würdest, weil zurzeit ist es ja so, es gibt so wenige Wohnungen am Markt, aber die Nachfrage ist halt super, super hoch, also es gibt einfach so viele Leute, die Immobilien kaufen wollen, aber so wenig Wohnungen, man muss sich da auch erstmal durchsetzen, überhaupt eine Zusage für eine lukrative Wohnung zu bekommen und ja, ich spezialisiere mich ja auf kleine Wohnungen, also vor allem ein Zimmerwohnungen, wo der Anschaffungspreis, Anschaffungswert jetzt nicht so hoch ist, das heißt das Risiko ist auch geringer, als wenn ich jetzt gleich mit einem Mehrfamilienhaus starten würde, ich fühle mich einfach besser mit meinen kleineren Wohnungen. Genau. Ja, das klingt für mich nachvollziehbar, also ich bin ja als Mieter auch jemand, der sich auf dem Mietmarkt immer umschaut und ob das jetzt eine Einzimmerwohnung, Zweizimmerwohnung, Dreizimmerwohnung ist, erstaunlicherweise verändert sich der Preis nach der Tatsache, dass es eine Wohnung ist, gar nicht mehr so weit nach oben und tatsächlich ist dann zum Beispiel so eine Einzimmerwohnung auch schon häufig mal für 600 Euro irgendwo als Miete zu haben und du findest eine größere Wohnung dann für 200 Euro mehr und das finde ich wirklich sehr erstaunlich. War das auch der Hintergedanke bei dir? Nee, eigentlich nicht. Also klar, man kann für wenige Quadratmeter verhältnismäßig viel einnehmen. Für mich war es einfach so der geringere Kaufpreis, sag ich jetzt mal. Ich wollte halt eben unter 100.000 was und in Bayern für unter 100.000 was zu finden. Was lukrativ ist, ist natürlich schwierig. Selbst Einzimmerwohnungen kosten in den meisten Städten schon also definitiv über 100.000 Euro. Ja, genau. Also in anderen Wohnungsländern ist es noch einfacher, aber in Bayern ist es schon ziemlich schwierig. Ja, kann ich sehr gut verstehen, gerade München. Wohnst du in München zur Miete oder in einer Eigentumswohnung? Ich wohne in München zur Miete, ganz bewusst. Ich wohne sogar in einer WG. Denkt man gar nicht. Man denkt so, okay krass, sie ist Vermieterin. Sie hat bestimmt auch eine Eigentumswohnung, in der sie selbst wohnt, hat selbst eine große Wohnung. Aber nee, ich wohne genau zur Miete in einer WG. Dadurch sind natürlich meine Fixkosten so gering wie möglich, als wenn ich jetzt in München eine eigene Zweizimmerwohnung hätte, weil da ist man in München auch mal wieder locker bei 1.400 Euro. Und wichtig ist, wenn du investieren willst in Immobilien, dass du so wenig Fixkosten wie möglich hast. Und ja, wenn man zum Beispiel schon eine Wohnung mietet für 1.400 Euro, sieht das bei der Bank immer blöd aus, sage ich jetzt mal. Ja, weil ja, das Risiko ist dann natürlich wieder höher. Also generell zu sagen ist, so wenig Fixkosten wie möglich. Und die Bank sieht das auch immer lieber, wenn du selbst zur Miete wohnst, als eine Eigentumswohnung hast, die du auch noch an die du auch noch gebunden bist. Weil eigentlich hängt sowas wieder wie so ein Klotz an einem, diese Eigentumswohnung, weil die zahlt man ja auch eigentlich bis zu an sein Lebensende ab, sage ich jetzt mal. Zumindest in München. Und ich will da flexibel sein. Ich weiß auch nicht, ob ich für immer in der Wohnung leben will, ob ich in eine andere Stadt gehe. Also ich bin ich bin gerne selbst Mieter, muss ich sagen. Mirco, wie sieht es bei dir aus? Weil du bist ja auch Investor jetzt in Aktien. Ja, ich bin tatsächlich Investor in Aktien, allerdings nicht in Immobilien, weil mir ganz ehrlich das Thema zu aufwendig ist. Meine Aktien, wenn ich da keine Lust mehr drauf habe, mich damit zu beschäftigen, kann ich die alle verkaufen, habe vielleicht einen gewissen Abschlag dafür, dass der eine die eine oder andere Position gerade Mimos ist oder nicht so gut steht. Aber das Geld ist ja theoretisch auf dem Konto. Und genau das ist aber auch noch so eine Frage, die ich einmal an dich zurückgeben müsste. Weil ist das nicht ein heiden Aufwand mit den ganzen Immobilien? Weil du arbeitest natürlich, also du hast einen Hauptjob, der dir wahrscheinlich einen sehr großen Teil deiner Zeit mit in Anspruch nimmt. Du hast ein Sozialleben und kümmerst dich nebenbei noch um so viele Wohnungen, was ja garantiert einen hohen administrativen Aufwand hat. Aber auch diese Wohnung erst mal zu finden, einen Schuss zu setzen und sich um sowas zu kümmern. Das ist ja nicht ohne, oder? Ja, also am Anfang hatte ich auch gedacht, das ist sogar noch viel mehr Arbeit. Also ich muss sagen, letztes Jahr war es schon viel, weil ich musste zu Besichtigungen, Notartermin, Schlüsselübergabe, Mieterwechsel, etc. Also da war ich schon viel unterwegs in Bayern und sogar in Frankfurt. Aber wenn mal ein Mieter drin wohnt und das jetzt nicht nur ein Student ist, der vielleicht nur für seinen Bachelor drin wohnt oder ein Auslandssemester macht in Deutschland, dann hast du eigentlich lange nichts mehr an sich mit der Wohnung zu tun. Also wie gesagt, am Anfang Besichtigungstermin, Notartermin, Schlüsselübergabe, Besichtigungen mit Mietern und dann kann es sein, dass du, außer du gehst zur Eigentümerversammlung, ja ein, zwei, drei Jahre oder je nachdem, wie lange der Mieter drin wohnt und alles mit der Wohnung passt, musst du vielleicht ein paar Jahre überhaupt nicht zur Wohnung fahren. Sonst hat man natürlich Steuererklärung noch, aber sonst habe ich da jetzt eigentlich keinen großen Aufwand, muss ich sagen. Ich komme mit meinen Mietern allen wirklich gut klar. Da gab es bisher noch nicht keine Probleme. Gut, ich bin jetzt erst seit einer Vierteljahr Vermieterin, aber an sich, glaube ich, denkt man immer, dass es mehr Aufwand ist, als es dann wirklich ist. Meine Wohnungen, die sind ja auch alle zwei bis ja 500 Kilometer entfernt, also jetzt gar nicht hier in München, bewusst nicht in München, sondern außerhalb. Okay, kann ich gut nachvollziehen bei den Immobilienpreisen, die wahrscheinlich in München aufgerufen werden. Du hast allerdings gerade ganz oft ein Wort gesagt, es ist auch logisch, dass du dieses Wort sagst, das Wort ist nämlich Mieter, Mieter wäre aber noch so ein Ding, das mich eher abschrecken würde. Also mit der Garage hast du mich schon fast, weil da sehe ich gar nicht so viele Probleme, selbst wenn ein Mieter schlimm ist. Aber ich bin ja selber Mieter und in den letzten Jahren auch häufig umgezogen und ich muss dir tatsächlich sagen, obwohl diese Häuser immer so um die 20 Parteien vielleicht hatten, manchmal auch ein bisschen weniger, war immer irgendwo einer, bei dem ich mich gefragt habe, was mit dem schief läuft und warum das so ein schlimmer Nachbar ist, der einfach nur da ist, um nicht nett zu der gesamten Nachbarschaft zu sein. Und das aus Vermietersicht. Wie schaffst du es, Mietnomaden zu verhindern? Wie schaffst du es, schräge Mieter zu verhindern? Wie wählst du den richtigen Mieter aus? Also man kann natürlich nicht zu 100 Prozent sagen, dass man keinen Mietnomaden erwischt. Aber ich glaube, es gibt auch eine Statistik. Also ich weiß es nicht. Ich glaube, einer von lass es 10.000 ist ein Mietnomade. Also ich glaube, man hat immer mehr Angst, als es dann wirklich kommt. Klar, man hat ein gewisses Risiko, man weiß es nicht. Also ich meine, es kann mich auch erwischen, dass ich mal so jemanden bekomme. Man darf einfach nicht so viel Angst haben, weil so kommt man da nie weiter. Weil wenn man von Anfang an denkt, oh mein Gott, ich will keine Wohnung. Was ist, wenn ich dann einen Mietnomaden bekomme? Dann kommt man nie dazu, Immobilieninvestor zu werden. Da gehört schon ein gewisses Risiko dazu. Sonst ja, wie wählt man einen Mieter? Also erstens mal würde ich sagen, gesunder Menschenverstand, gutes Bauchgefühl, die Mieter kennenlernen, ein gutes Verhältnis aufzubauen, auch im Erstkontakt. Man kann natürlich eine Schufa-Auskunft verlangen, eine Selbstauskunft, vielleicht eine Bestätigung vom vorherigen Vermieter, dass die Mieten immer pünktlich bezahlt worden sind. Genau so was zum Beispiel. Ja, vielleicht, wenn es ein Student ist, dann eine Bürgschaft von den Eltern. So würde ich das jetzt mal sagen. Genau. Okay, jetzt hast du mich mit den Vermietern auch einmal das Gegenteil angesprochen. Es gibt ja nicht nur Mieter, die du nicht haben möchtest, weil du vielleicht das Gefühl hättest, es könnte ein Mietnomade sein. Manchmal hat man das Gefühl, ja, das ist etwas, was ich auch in den letzten Jahren ein paarmal mitbekommen habe, als ich selber nach Wohnung Ausschau gehalten habe und mit den Vermietern ein bisschen ins Gespräch gekommen bin. Wie stehst du nun gegenüber von Studenten oder Erstmietern? Viel von dem, was ich mitbekommen habe, ist, dass diese bei den meisten Vermietern wiederum gar keine Chance haben, überhaupt reinzukommen. Siehst du das genauso oder gehst du da tatsächlich auch in eine andere Richtung? Ich gehe tatsächlich in eine andere Richtung, muss ich sagen. Also ich habe auch Studenten als Mieter und da habe ich eine Bürgschaft von dem Papa bekommen, der war auch bei der Besichtigung dabei. Und ja, warum sollte man solchen keine Chance geben? Ich meine, meine Einzimmerwohnungen, die ich habe, sind perfekt für Studenten und ich versetze mich dann immer in die Lage, wenn ich selbst Student wäre, selbst in der Situation, dann würde ich es ja auch wünschen, dass ich irgendwann mal eine Wohnung finden würde. Deshalb bin ich da wirklich offen für, aber kann natürlich auch verstehen, wenn man sagt, oh nee, keine Studenten, ist mir zu viel Party, die machen alles kaputt. Wer weiß, ob ich da die Miete bekomme, aber ich habe gerne Studenten als Mieter. Ich schreibe sogar in meine Wohnungsanzeigen, wenn eine vermietet wird, schreibe ich sogar noch explizit dazu, gerne auch an Studenten. Freut mich auf jeden Fall zu hören. Sollte es mehr Vermieter von der Art und Weise geben, dann Chancen sind in jeder Hinsicht da wichtig. Wir nähern uns schon so ein bisschen dem Ende des heutigen Interviews, das heißt an meiner Stelle sage ich schon mal ganz herzlichen Dank dafür, dass du heute hier bist und dir für mich als auch die Zuhörerschaft die Zeit genommen hast. Ich würde das Interview jetzt gerne beenden und zwar mit deinen Abschlussworten, denn wenn du jetzt noch eine letzte Empfehlung, einen letzten Tipp, einen letzten Ratschlag für jeden hast, der jetzt vielleicht sogar sagen möchte, er möchte sich damit weiter informieren, dann ist das ja jetzt der richtige Zeitpunkt. Also das darfst du gerne machen und dann vielleicht auch noch gleich die Frage, wenn man im Nachgang eine Frage an dich hat, wie können wir dich am besten erreichen? Ja gerne, also wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen will, dann wie schon vorher gesagt, auf jeden Fall tauscht euch mit Menschen aus, die das geschafft haben, was du schaffen willst, die das gleiche vorhaben, wie du. Informiert euch, baut euch Wissen auf, baut euch natürlich erstmal einen sehr sehr guten hohen Anteil an Eigenkapital auf. Rücklagen sind einfach wichtig, also ohne Geld auf dem Konto geht natürlich auch nichts. Und ja, wie findet man mich? Also ja ich heiße ja Monique, mein Instagram Name ist Imonique. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne auf meinem Kanal, kannst mir auch gerne eine E-Mail schreiben, ja aber auf Instagram unter imonique.de bin ich gut anzutreffen. Würde mich freuen, bin schon gespannt auf Fragen. Okay wunderbar, da kommt vielleicht noch die einen oder anderen dazu, gerade das Thema Immobilien sorgte bisher immer ganz gut für Fragen und all die Kontaktdaten, die kommen in die Beschreibung des Podcasts mit rein, also jeder, der möchte, kann gerne einmal die Show Notes dann schauen und dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis bald. Dankeschön, dass ich da bei sein durfte, die halbe Stunde ist wirklich wie im Flug vergangen. Danke Mirco und bis bald. -
Minimalismus und Frugalismus, Interview mit Valentina
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Alle Fans der guten Unterhaltung wissen, was eine verlorene Folge ist und so hat auch der Finanziluminati-Podcast eine verlorene Folge, und zwar mit Valentina vom Kanal Minimal Frugal. Wir sprechen über die Themen Frugalismus und Minimalismus. Warum nennt sich das ganze "verlorene Folge"? Ganz einfach deshalb, weil diese Folge tatsächlich verloren gewesen ist und aber auch wiedergefunden wurde. Die Folge ist also schon ein bisschen her. Inzwischen ist Valentina 24 und hat ihr Studium auch beendet. Dieses Interview, das mir sehr viel Spaß gemacht hat, ist ein sehr spannendes Interview mit vielen interessanten Ansichten und deshalb viel Spaß beim Zuhören. Herzlich willkommen beim Aktien- und Finanzpodcast. Alle wichtigen Informationen findest du auch in den Show Notes. Liebe Hörer des Finanziluminati-Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Folge. Heute ein weiteres Interview. Wir begrüßen heute eine Bloggerin, eine YouTuberin, eine Minimalistin, Frugalistin, eine Geldverdienerin. Valentina, schön, dass du da bist. Ja, hallo. Freut mich, dass sie dabei sein darf und vielen Dank für die Einladung. Ja, gerne doch und freut mich auch, dass du dir die Zeit dafür nehmen konntest, wie wir jetzt alle schon ein bisschen hören. Denn eins nehmen wir der Vorstellung vorweg, du kommst aus Österreich. Das haben wir jetzt gerade eben schon so ein bisschen gehört. Aber stell dich doch einfach mal ganz kurz vor, wer bist du, was ist so dein Hintergrund, wie alt bist du im Moment und was magst du den Zuhörern so ein bisschen über dich erzählen? Ja, also ich bin die Valentina, wie der Mirco schon ganz richtig gesagt hat. Und ich bin 22 Jahre jung und komme aus Österreich. Und ich studiere aktuell noch und nebenbei beschäftige mich eben viel mit den Themen Frugalismus, Börse, Investieren, Minimalismus, finanzielle Freiheit und genau deswegen sind wir auch heute da, um ein bisschen mehr über diese Themen zu quatschen. Ja wunderbar. Und da freuen wir uns schon ganz doll drauf. Jetzt hast du sehr viele wichtige Stichpunkte gesagt und auf einen dieser Stichpunkte gehen wir in der 60 Sekunden Challenge jetzt einmal ein. Die 60 Sekunden Challenge, du kennst sie bereits, falls andere Zuhörer, die jetzt die allererste Folge haben, das Ganze noch nicht kennen. Das heißt einfach nur, ich sage dir ein Wort und du darfst innerhalb von 60 Sekunden das Wort erklären bzw. deine persönliche Meinung dazu einmal abgeben. Und dein Wort ist Freiheit. Freiheit ist auf jeden Fall ein super Begriff, weil ich finde da kann man einiges dazu sagen. Es gibt ja nicht nur die finanzielle Freiheit, wie ich sie gerade angesprochen habe, die auch anstrebt, also dass man quasi seine Zeit freigestalten kann, die Dinge machen kann, die einem Freude bereiten, unabhängig von dem Geld, unabhängig wie viel man mit bestimmten Dingen verdient. Aber es gibt natürlich auch noch z.B. die mentale Freiheit, dass einem z.B. auch die Meinung von anderen egaler wird, weil es bringt halt auch nichts, wenn man jetzt z.B. ganz viel Geld am Konto hat, aber trotzdem irgendwie das macht, was andere einem sagen oder wenn man denkt, dass man andere beeindrucken müsste. Und ja, deswegen, ich finde, da können einige verschiedene Unterkategorien dazu und vor allem eben auch die finanzielle Freiheit, die auch eines meiner großen Ziele ist. Ja, super. Damit sind wir noch ideal in der Zeit geblieben. Eine sehr schöne Erklärung der Worte und eine schöne Aufteilung zudem. Wir widmen uns ein bisschen mehr jetzt dem Begriff der finanziellen Freiheit und gehen weiter mit der nächsten Frage. Wie bist du eigentlich zum Investieren gekommen und was hat es mit dieser finanziellen Freiheit auf sich? Ja, also zum Investieren bin ich eigentlich ganz indirekt gekommen. Also ich habe früher immer ganz, ganz viel geschoppt. Ich war sehr viel in Geschäften unterwegs, oft so von neun in der Früh bis, keine Ahnung, sieben am Abend, bis die Geschäfte geschlossen haben und habe halt viel Geld ausgegeben. Ich habe zwar geschaut, dass ich günstige Sachen kaufe, aber dann halt in Massen und dann habe ich irgendwann das Ziel gehabt, auf ein Auto zu sparen. Dann habe ich irgendwann gedacht, ach, ich spare doch lieber auf eine Eigentumswohnung. Also ich habe die Pläne dann aber auch wieder verworfen. Das Auto wollte ich mir eigentlich nach der Schule zulegen und das Haus, äh, nicht das Haus, die Wohnung auf die wollte ich, keine Ahnung, vor ungefähr zwei bis drei Jahren sparen. Hab dann aber gemerkt, dass das eigentlich gar nicht das ist, was ich wirklich will. Und dann habe ich aber immer weiter gespart und weiter gespart. Mir hat das auch einfach Spaß gemacht, Geld auf der Seite zu haben und dann bin ich vor ungefähr einem Jahr auf Oliver Nöting aufmerksam geworden und zwar durch ein Interview und das war eigentlich ganz zufällig. Und da habe ich dann das erste Mal vom Thema Fugalismus gehört, finanzielle Freiheit und so und dann habe ich mir gedacht, ja, das klingt eigentlich total spannend, weil früher habe ich eben immer Geld eigentlich mit materiellen Gütern in Verbindung gesehen und nicht so wirklich mit Freiheit oder das Geld an sich eigentlich auch Freiheit sein kann. Und dann habe ich eben begonnen, auch mir Dinge auszurechnen und ja, Zins ist Zinsrechner und so und ursprünglich hatte ich auch eigentlich relativ, ja, so ein bisschen Angst oder auf jeden Fall Respekt vor dem Investieren und habe mir gedacht, kann man das nicht vielleicht auch machen, indem man das Geld einfach nur auf dem Sparbuch liegen lasst. Aber ja, das ist eher eine sehr schlechte Idee, weil da wirklich das Vermögen aufgefressen wird dank Inflation und niedriger Zinspolitik und ja, dann habe ich schließlich doch den Schritt zum Investieren gewagt. Okay, sehr spannend, sehr interessant. Bevor wir auf die Gesagten Dinge gleich noch ein bisschen genauer eingehen, hast du vorhin auch noch ein anderes Wort gesagt, nämlich die mentale Freiheit. Ehrlich gesagt, ein Wort, das ich davor noch nie gehört habe, mit deiner Definition konnte ich ein bisschen was anfangen. Aber gehen wir da doch ein bisschen genauer drauf ein, denn wie reagiert eigentlich dein Umfeld jetzt darauf, dass du an der Börse tätig bist und dein Lebensstil, so wie du ihn gerade führst, auch führst? Ja, also super Frage. Ich denke, man merkt das wahrscheinlich gar nicht so. Also zum Beispiel rede ich da jetzt auch nicht mit Studienkollegen drüber, weil ich mir denke, dass die das wahrscheinlich eher nicht so viel interessiert und da ich eigentlich eh noch Studentin bin, ist es auch relativ normal, dass man jetzt keinen Luxuswagen fährt oder so. Und ja, sonst zum Beispiel auch mein Freund, der hat mit dem Investieren gar nichts am Hut, aber wir ticken da teilweise so ein bisschen gegensätzlich, er konsumiert auf jeden Fall um einiges mehr als ich, aber zum Beispiel auch von den Hobbys her sind wir sehr ähnlich, wir gehen beide gern wandern und so, von daher passt das sehr gut. Und ich bin jetzt auch nicht mehr so, dass ich sage, ich will mein Umfeld irgendwie davon überzeugen oder so, sondern ich mache einfach mein Ding und das, was mir so gefällt und das, was ich für richtig halte. Und wenn mir jetzt zum Beispiel jemand fragt, hey, wie geht das oder was machst du da eigentlich genau und dann Interesse zeigt, dann gehe ich da auch gern drauf ein, aber ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass das nicht so viel Sinn macht, Leuten von irgendwas zu erzählen, für das sie gar nicht offen oder bereit sind. Und genau, von daher passt es eigentlich ganz gut und ja, also auch wenn jetzt zum Beispiel meine Eltern so überhaupt nichts von Aktien halten, mache ich mir da eigentlich gar nichts draus, weil ich denke, das ist auch eine ganz andere Generation, die haben sehr viele Informationen, was wir jetzt heutzutage zum Glück haben, überhaupt nie gehabt. Und ja, von daher verstehe ich es auf der einen Seite schon, dass man da kritisch reagieren kann, aber ich versuche, mir da nichts einreden zu lassen. Okay, sehr schön, sich nichts einreden zu lassen, ist eine super Sache dabei und wie du schon gesagt hast, das Bekehren von Menschen, das funktioniert nicht, deshalb brauchen wir es eigentlich gar nicht zu versuchen, weil Menschen müssen selbst auf die Idee kommen, irgendwas zu ändern oder etwas Neues auszuprobieren. Und jeder, der bereits auf diese Idee gekommen ist und sich einigermaßen dafür inspirieren lassen möchte, der kann natürlich Folgendes machen, nämlich auf dein Instagram-Channel bzw. YouTube-Channel machen gehen, das beides betreibst du ja jetzt schon eine ganze Weile, dein YouTube-Channel, okay, das sah früher sogar ein bisschen anders aus, heute inzwischen mit dem frugalistischen Anstrich. Aber wo kam denn die Motivation auf einmal dazu her, ins Internet zu gehen und zu sagen, ich mache jetzt einen Instagram-Account auf, ich mache einen YouTube-Channel und probiere das Ganze einfach mal aus? Ja, also das war eigentlich so, dass ich eben vor ungefähr einem Jahr auf das Thema Frugalismus gestoßen bin und dann habe ich gemerkt, dass eigentlich in meinem Umfeld sich niemand mit diesen Themen auseinandersetzt und dann habe ich eben nach Möglichkeiten gesucht, wie ich mich denn mit anderen Leuten austauschen kann zu den Themen und bin dann eben auf Instagram gekommen und dann habe ich einfach auch angefangen, nicht nur anderen Leuten zu folgen, sondern auch zum Beispiel, wenn ich was Neues gelesen habe, dann das als Post zu verfassen und ganz viele Posts, die ich erstellt habe, die habe ich teilweise auch sogar eher für mich erstellt, weil ich einfach teilweise das gelesene nochmal für mich zusammenfassen wollte oder verbildlichen wollte. Und so habe ich das dann angefangen und das hat mir einfach auch total Spaß gemacht, weil ich gemerkt habe, oh, da gibt es ja doch einige Leute, die auch ähnlich finden und einfach dieser gegenseitige Austausch ist auch total super, finde ich, weil ich voll oft Poste, einfach irgendwelche Fragen und dann kann man gegenseitig auch so viele Tipps erhalten, also ich erhalte dann auch sehr viele Tipps eben von meinen Zuschauern oder Followern und genau, das finde ich einfach total cool und das macht mir halt auch total Spaß. Und ja, dann bin ich irgendwie so in das Ding reingerutscht und ja, da bin ich auch echt froh darüber, dass ich jetzt eigentlich mich mit so vielen Leuten austauschen darf. Ja, sehr schön, gerade das ist ja auch immer so das Spannende an zum Beispiel Instagram oder YouTube, du erreichst innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Menschen, mit denen du dich auch auf eine sehr netten Umgangston, einer sehr netten Weise austauschen kannst und dadurch kriegen wir alle viele neue Einblicke, also sowohl die Postenden als auch die, die sich das angucken. Jetzt finde ich allerdings immer noch sehr interessant, du bist jetzt inzwischen im Frugalismus und vielleicht gleich erklärst du einmal nochmal ganz kurz, was Frugalismus eigentlich ist, ich glaube, da können wir noch ein bisschen genauer drauf eingehen und du kommst ja komplett von dieser Shoppingwelt, weil dein YouTube Channel, der hatte ja vorher auch diese Shoppingvideos mit drauf und bist jetzt im Frugalistischen, also im sehr sparsamen Bereich unterwegs und das ist natürlich ein sehr starker Kontrast. Und jetzt nehmen wir einfach mal an, es gibt Menschen, die wissen von sich selbst, okay, ich gebe ganz schön viel Geld für Dinge aus und ich weiß aber nicht so wirklich, wie ich das ändern soll. Hättest du da auch einen Tipp, den du mit auf den Weg geben kannst? Ja genau, also nochmal kurz zum Thema Frugalismus, was das für mich bedeutet. Für mich bedeutet Frugalismus, dass man bewusst mit seinem Geld umgeht und das heißt jetzt nicht, dass man jeden Sein zehnmal umdrehen muss und sich, keine Ahnung, ewig lang überlegen muss, bis man mal ins Restaurant geht und das Restaurant nur einmal im Jahr betretbar ist oder so, sondern dass man einfach seine Ausgaben hinterfragt und hinterfragt vor allem auch, ja seine Konsumeinstellungen und dann haben Frugalisten eben auch noch das Ziel der finanziellen Freiheit, weil es ist dann eben oft so, dass man draufkommt, man hat eigentlich für sehr viele Dinge Geld ausgegeben, die einem jetzt gar nicht so viel mehr Lebensqualität bringen, so wie das auch bei mir festgestellt und dieses Geld, was dann übrig bleibt, das kann man dann eben auch investieren für seine finanzielle Freiheit. Und was ich da so an Tipps mitgeben kann, also ich denke am allerbesten ist es vielleicht mal, dass man einfach seine Ausgaben aufschreibt, mal mindestens einen Monat lang, vielleicht auch drei Monate lang, dann hat man ein bisschen einen besseren Überblick und einfach wirklich jede Sache mitschreibt, zum Beispiel mit einer App oder Excel-Tabelle oder auch auf einem normalen Wörzettel und dann mal schaut, okay, wo geht das Geld überhaupt hin? Oft ist das, glaube ich, das Problem, dass man eher das Gefühl hat, die Geldtasche hat ein Loch und man weiß gar nicht, wo das Geld jetzt überhaupt gelandet ist und da kann man dem eben sehr gut auf den Grund gehen und dann zum Beispiel auch Abos kündigen. Oft ist es ja so, dass man vielleicht noch, weiß ich nicht, irgendein Zeitschriften-Abo hat und nie in irgendeiner Zeitschrift reinschaut hat oder auch natürlich, dass man oft aus Frust konsumiert oder aus Überforderung nach einem anstrengenden Arbeitstag, denkt man sich, man muss sich jetzt noch dies und jenes gönnen, weil man ja so hart gearbeitet hat. Und da finde ich oder zum Beispiel auch, um anderen zu gefallen oder aus Langeweile, so war es auf jeden Fall auch bei mir früher und wenn man dann mal vielleicht auch in seiner Haushaltsbuch-Tabelle daneben hinschreibt, was man sich beim Kauf gedacht hat, dann kann es vielleicht auch sehr viele Aha-Momente geben. Ja, sehr schön und ein super Tipp, alles mitzuschreiben. Ich persönlich mache das ja mit einer App, aber wahrscheinlich kannst du dir den Zettel auch ausdrucken, so machst du das ja zum Beispiel. Das mit den Abos kenne ich selber ganz gut, weil ich glaube, ich habe im Jahr 2012, ist jetzt schon ein bisschen her, ein Abo für, Moment, was war es, die Stiftung Finanztest, also das Magazin von denen, ähnlich zur Stiftung Warentest, nur für Finanzprodukte abgeschlossen. Und das Ganze erst im Jahr 2018 wieder gekündigt, die meisten Hefte nicht gelesen, das Schöne ist, da ging es viel um ETFs, von daher ist es noch einigermaßen okay gewesen, aber so Abos und solche Dinge, die häufen sich einfach an und häufig hast du gar keinen Überblick mehr darüber, was das eigentlich alles ist. Jetzt hast du das Thema Geld schon ein paar Mal erwähnt und Geld kann natürlich aus verschiedenen Quellen kommen und da hast du uns auf deinem YouTube Kanal und dein Instagram Kanal schon ein paar Mal aufgeklärt, beide übrigens in den Show Notes vom Podcast beziehungsweise in der YouTube Ausstrahlung in der Videobeschreibung zu lesen, zu finden, also schau da gerne einmal vorbei, aber wo kommen dann deine Gelder her? Das hat ja unterschiedliche Quellen, zum Beispiel Dividenden, aber erzähl uns da doch mal ein bisschen mehr darüber, wie du in deiner Situation gerade auch Geld verdienst. Ja, sehr gern, also ich habe einige verschiedene Nebenjobs und dazu zählt zum Beispiel Plasmaspenden, das ist für mich eine super Möglichkeit, gerade auch für Studenten denke ich, weil da ist man auch sehr flexibel, in Österreich ist es auch so, dass man das Geld, das man daraus bekommt, nicht versteuern muss, ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist und natürlich bin ich kein Steuerberater oder so, aber auf jeden Fall ist das für mich eine gute Sache, weil man damit auch gleichzeitig, was Gutes tun kann, dann zum Beispiel mache ich auch Erste-Hilfe-Kurse, also ich gebe Erste-Hilfe-Kurse, die haben den Vorteil, dass die am Samstag, also am Wochenende stattfinden, ist für mich auch perfekt neben dem Studium, weil es da nicht zu irgendwelchen Kollisionen kommt und mir macht das auf jeden Fall auch viel Spaß und ich denke, da kann man auch selber sehr viel dazulernen, weil man da auch selber immer wieder lernt, wie kann man was verbessern, wie kann man vielleicht besser präsentieren, Das finde ich auf jeden Fall auch eine sehr coole Sache. Sonntags bin ich oft in der Klinik und mache Sitzwache. Das bedeutet einfach, dass ich auf Patienten aufpasse und diese überwache und es geht dann über 12 Stunden. Das hat den Vorteil, dass man eben viel auf einmal arbeitet und dann sich zum Beispiel auch die Arbeitswege spart. Weil wenn ich jetzt zum Beispiel viermal für drei Stunden arbeite, dann müsste ich ja die ganze Zeit hin und her fahren und würde da wieder viel Zeit verlieren. Und wenn ich halt einmal 12 Stunden arbeite, dann ist das natürlich voll praktisch. Und das hat auch den Vorteil, dass man zum Beispiel auch nebenbei was lernen kann oder auch die Zeit anderweitig nutzen kann. Wenn gerade nicht so viel los ist, das ist natürlich super praktisch und auch eben, dass es am Wochenende stattfindet. Dann habe ich eben den YouTube-Kanal und den Instagram-Account. Bei YouTube ist es so, dass man Werbung von den Videos schalten kann oder auch in den Videos schalten kann. Und damit kann man auf jeden Fall auch Geld verdienen. Da kommt es dann wieder darauf an, wie viel Euro man pro 1000 Klicks verdient. Das hängt auch ein bisschen von der Nische ab, aber da kommen auch schon echt einige Einnahmen zustande. Also mir lassen sich jetzt alle variable Kosten durch diese YouTube-Einnahmen decken und deshalb will ich eigentlich nur 3000 Abonnenten haben. Also dafür bin ich auf jeden Fall auch super dankbar. Dann kann man natürlich noch Geld verdienen mit Affiliate-Links zum Beispiel oder zum Beispiel auch mit der VG Word. Und da ist es aber so, dass die Einnahmen erst nach mindestens einem Jahr ausbezahlt werden. Also die sieht man dann nicht sofort. Aber wenn man gerade auch einen Blog hat, dann ist das natürlich auch eine super Möglichkeit, wie man noch zusätzlich was verdienen kann, ohne dass man da jetzt einen großen Mehraufwand hat. Weil man sich da einfach nur einmal anmelden muss und man die Blogbeiträge ja eh sowieso schreiben würde. Und dann verdient man damit halt auch noch was zusätzlich. Also es gibt auf jeden Fall einige Möglichkeiten. Früher war ich halt eher so der Typ, der Flyer verteilt hat. Und ja, das war, keine Ahnung, wo ich noch in der Schule war, habe ich damit angefangen und habe da halt immer wieder Flyer verteilt oder auf Messen Prospekte verteilt und so. Aber ich merke halt mittlerweile einfach, was es auch für Vorteile hat, wenn man sich selber was aufbaut. Weil das ist dann einfach langfristig, weil wenn ich halt jetzt zum Beispiel eine Stunde Flyer verteile, dann ist das ja schön und gut, dann verdiene ich aber nur einmal daran. Und wenn ich aber zum Beispiel ein Video erstelle oder wenn ich etwas, ja zum Beispiel auch einen Instagram-Account oder so aufstelle, dann ist das Ganze viel langfristiger. Und da kann man dann auch langfristig damit Geld verdienen. Genau. Ok, wunderbar. Also vielen Dank für den Einblick in deine persönliche Einkommen zur Lage da. Da waren einige interessante Punkte wieder mit dabei. Und jetzt gehen wir nochmal einen Schritt weiter, nachdem wir jetzt wissen, wo dein Geld eigentlich herkommt. Interessiert uns natürlich auch, wo geht das Geld denn danach hin? Also du hast bereits gesagt, du investierst gerne. Nun gibt es am Finanzmarkt natürlich die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Du hast schon von einer Eigentumswohnung gesprochen. Es gibt ETFs, es gibt Aktien, es gibt Rohstoffe, es gibt sowas wie Gold, es gibt Kryptowährungen, es gibt P2P. Was ist denn da so dein Mittel der Wahl? Ja, also angefangen haben wir mit ETFs und mit P2P-Krediten und ich finde, ETFs haben wirklich sehr viele Vorteile, gerade für Anfänger, wenn man da auf einen Schlag so viele Unternehmen im Depot hat. Ich meine, es kann natürlich auch Nachteile haben, wenn man die lieber gezielt auswählen wird. Aber man hat da wirklich eine sehr große Diversifikation. Also die ETFs haben finde ich auch einen großen Vorteil, weil man da wenig Zeit eigentlich aufwenden muss. Man muss jetzt da nicht großartig viel analysen machen. Also klar, man soll sich auf jeden Fall mit der SZ Klasse beschäftigen. Man soll einfach wissen, was steckt eigentlich dahinter. Also natürlich gehört da ein bisschen Wissen dazu, aber ich denke im Großen und Ganzen ist es auf jeden Fall weniger zeitaufwendig als jetzt Einzelaktien. Dann bin ich noch in P2P-Krediten investiert, das macht aber auf jeden Fall einen viel geringeren Anteil aus als die ETFs. Also ETFs sind bei mir wirklich die größte SZ Klasse. Dann eben P2P-Kredite, da bin ich bei Mintos und bei Bondora. Und dann habe ich auch noch angefangen in Kryptowährungen zu investieren, also in Bitcoin. Das sind ja auch sehr viele kritisch, aber ich bin der Meinung, dass Kryptowährungen wahrscheinlich schon in Zukunft auch noch einiges am Potenzial haben werden. Aber auch da, wie die P2P-Kredite, da bin ich nur mit einem geringen Anteil von meinem Nettovermögen investiert. Also Großteil ist eben ETFs, dann Kryptowährungen und P2P ungefähr gleich groß. Und Gold finde ich auf jeden Fall auch sehr interessant. Das wird wahrscheinlich auch bald einmal zustande kommen. Also beim Gold geht man jetzt nicht darum, dass sie da großartige Renditen erzielt, sondern es soll wirklich nochmal so eine zusätzliche Absicherung sein. Einzelaktien finde ich auch super spannend, aber das wäre für mich dann nur so ein kleiner Zusatz, also dass ich mir so ein kleines Einzelaktien-Depot aufbaue, aber eben nur als kleine Ergänzung. Ja, genau. Und Immobilien finde ich auf jeden Fall auch sehr interessant. Das könnte man vorstellen, vielleicht mal mit REIT ETFs abzudecken. Bei uns in Österreich ist es nämlich so, dass REITs eher schwierig zu versteuern sind. REIT ETFs werden da auf jeden Fall vielleicht eine gute Alternative. Ja, von einer, also eine echte Immobilie zu kaufen sozusagen und selber zu vermieten finde ich eigentlich auch cool, aber ja, also lieber wäre es mir halt vorher erstmal zum Beispiel mit REIT ETFs oder vielleicht auch Crowd Investing. Da habe ich mich jetzt noch nicht so viel auseinandergesetzt damit, aber vielleicht irgendwann dann auch mal Immobilien zu weiter vermieten, aber das ist dann wirklich eher erst in ferner Zukunft. Okay, also auf jeden Fall eine sehr spannende Asset Allokation, die du da gewählt hast. ETFs einfach mal als Basis eine sehr vernünftige Methode sein Geld anzulegen. Hier an der Stelle einfach auch nochmal für alle Zuhörer ein kleiner Hinweis auf den Disclaimer, denn alles, was wir hier besprechen, ist unsere ganz persönliche Meinung und keinerlei Anlageberatung, Anlageempfehlung, kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Jetzt hast du allerdings ein paar spannende Sachen gesagt, zum Beispiel auch Crowd Investing, wo ich zum Beispiel mit der P2P Plattform oder Schrägstrich Quadro Investing Plattform Crowdestor unterwegs bin. Da bist du unterwegs mit Bondora und Mintos, aber für die ganzen neuen Zuschauer, die jetzt inzwischen dabei sind und das Wort P2P vielleicht noch nicht gehört haben, magst du da vielleicht gleich noch einmal kurz was zu sagen, was das ist und wie du das machst. Und dann die zweite interessante Sache, die auch nicht in jedem Depot zu finden ist, sind natürlich deine Kryptowährungen. Und wie bist du denn da an das Thema rangegangen und wie kannst du da investieren? Ja genau, also bei P2P Krediten, da handelt es sich quasi um Privatkredite, die man einer anderen Person sozusagen geben kann. Also da muss man auf jeden Fall bedenken, dass das natürlich wirklich sehr riskant ist, weil oft sind es halt eben Leute, die was jetzt von einer normalen Bank gar keine Kredite mehr bekommen würden, aufgrund ihrer schlechten Bonität. Und denen kann man dann eben über P2P Kredite Geld leihen und für das Geld leihen bekommt man dann Zinsen. Genau und das mache ich über Mintos und über Bondora und bei ETFs habe ich Sparpläne, bei P2P Krediten habe ich das nicht gemacht, da habe ich einmalige Summen investiert, die sind aber bei mir im einstelligen Prozentsatz vom Gesamtvermögen und machen eben nur einen kleinen Anteil aus und das soll auch weiterhin so bleiben. Also ich sehe das nur als zusätzliche Diversifikation, aber eben muss ich einfach auch dem Risiko da bewusst sein. Bis jetzt habe ich gute Erfahrungen gemacht, es sind keine Kredite ausgefallen, aber gerade auch in so einer Krise oder auch unabhängig von einer Krise können halt diese Leute auch einfach ihre Arbeit verlieren und das Geld nicht zurückzahlen und genau, das muss man halt auf jeden Fall immer bedenken. Ich denke das ist auch etwas ganz wichtiges für ETFs, also dass man mit dem Investieren immer erst anfangen kann, wenn man auch wirklich ein Notgrosschen hat und dass man sich auch emotional von dem Geld trennt und nur Geld investiert, was man auch verlieren könnte. Genau und dann bei den Kryptowährungen, da habe ich mich für Bitcoin entschieden, da bin ich jetzt seit ungefähr eineinhalb Monaten investiert und genau, ist bei mir auch nur ein kleiner Prozentsatz vom Nettovermögen. Genau, also bei uns in Österreich gibt es da ein paar verschiedene Varianten, wie man an Bitcoin kommen kann, also das ist glaube ich auch, was ich auch so gelesen habe, sogar einfacher als in Deutschland, aber ich denke auch in Deutschland ist es relativ einfach. Genau, also die kann man auch einfach online kaufen oder sogar in der Post oder in der Trafik, also da gibt es ganz viele Möglichkeiten und es gibt auch ganz viele verschiedene Arten von Kryptowährungen und das bekannteste ist eben Bitcoin, da hat es ja jetzt auch das Holwing gegeben und ja, jetzt bin ich eben auch bei Bitcoin dabei. Ja, sehr spannend, bei uns in Deutschland geht das allerdings auch ganz gut, nämlich mit der App Bison, die ist von der Börse Stuttgart und das ist quasi das Trade Republic für Bitcoins und ist relativ einfach da halt zu kaufen, von daher auch relativ interessant. Ich habe eine weitere spannende Frage auf meinem Fragebogen, nämlich das Thema investieren. Wir lesen jetzt immer ganz viel darüber, dass Unternehmen Dividenden erhöhen, aber Mitarbeiter entlassen, zuletzt zum Beispiel BP. Dann lesen wir auch von anderen Unternehmen wie zum Beispiel Raytheon, die ja gerade in der Rüstungsindustrie, also im Krieg tätig sind und das bringt uns zum Thema ethisches Investieren. Achtest du denn zum Beispiel auch bei der Auswahl deiner ETFs darauf, dass das nachhaltige ETFs sind oder wie ordnest du dieses Thema im Bereich Investieren ein? Ja, also ich denke das Thema wird auch immer wichtiger und die Sache ist halt, es ist glaube ich auch immer so eine Frage, was findet man selbst als nachhaltig, weil also man kann ja sich darunter was ganz Verschiedenes auch denken, zum Beispiel für manche Leute ist es erst nachhaltig, wenn in einem Unternehmen nur vegane Gerichte in der Küche auf den Tisch kommen. Ja, für jemand anderen ist es schon nachhaltig, wenn es jetzt keine Rüstungsindustrie ist oder so und ich denke das muss dann auch jeder für sich selber entscheiden. Es ist auch eine Sache, mit der EMI persönlich auch mehr auseinandersetzen möchte. Das ist halt auch finde ich der Nachteil von ETFs, ich meine klar man kann zwar auch da auf bestimmte Kriterien achten, aber im Allgemeinen ist es dann halt trotzdem so, dass immer noch Unternehmen, die fragwürdig sind, in so einem ETF enthalten sind und ja dann ist es halt wirklich so eine Abwägungssache. Also ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich bisher nicht sonderlich viel Wert darauf gelegt habe und ja da wahrscheinlich auch ein bisschen egoistisch gehandelt habe, aber damit möchte ich mich auf jeden Fall auch noch beschäftigen. Vielleicht steht dann auch noch ein Wechsel vom ETF an, könnte man auf jeden Fall auch gut vorstellen oder zum Beispiel auch, dass man dann mehr das mit Einzelaktien abdeckt, also dass man mehr nachhaltige Einzelaktien dazu nimmt, aber natürlich finde ich, sollte man da auch auf die Rendite achten, weil ja okay es ist ja schön und gut, wenn dann alles nachhaltig und ethisch ist, aber wenn dann halt die Rendite im Keller ist, dann ist es irgendwie auch nicht Sinn und Zweck, weil dann könnt ihr das Geld auch gleich am Sparbuch liegen lassen und braucht es eigentlich erst gar nicht investieren. Okay, wieder sehr spannend. Danke für deine Ansicht zum Thema ethischen Investieren. Jetzt, was schon ein bisschen dabei heraus hervorgekommen ist, ist deine Investitionsstrategie, aber lass uns darauf vielleicht noch so ein bisschen detaillierter eingehen, weil wo siehst du dich eigentlich so in 10, 20, 30, 40 Jahren, wie ist eigentlich vielleicht dein Anlagehorizont überhaupt gestrickt und gerade auch das Thema ETF, du hast jetzt schon ein bisschen häufiger erwähnt, also das Produkt, das viele viele Aktien zusammenfasst, hast du da auch Ängste vor Risiken, also so zum Beispiel ETFs sind ja zurzeit relativ günstig, die haben eine kleine Gebühr, allerdings haben wir ja auch bei den Fonds gesehen, die hatten auch mal eine kleine Gebühr, Gebühren sind höher geworden, bei den ETFs sehen wir auch diese Lockangebote, ich bespare diesen ETF kostenfrei, irgendwann kostet das was, dann werden auch vielleicht irgendwann die ETFs teurer, wie bist du da allgemein strategisch aufgestellt und wo willst du eigentlich hin? Ja also genau, also meine Strategie ist eigentlich buy and hold, also ich habe vor einen sehr langfristigen Anlagehorizont zu haben und zwar habe ich angefangen, also meine ETFs am Anfang waren Ausschütten und Teelsaurieren, weil ich mir einfach nicht entscheiden konnte, was jetzt für mich besser ist, ob Teelsaurierend oder Ausschütten und schließlich habe ich mich dann eben für beides entschieden und jetzt habe ich mich aber für teelsaurierende ETFs endgültig entschieden, also ich bespare jetzt nur noch teelsaurierende ETFs und mein Ziel ist eigentlich, das so weiter zu machen bis zu einer bestimmten Depotgröße, also vielleicht dann so ab 100.000 oder so dann eventuell auf Ausschüttende umzusteigen oder dann irgendwann in die Endsparphase zu kommen, also dass man dann ja zum Beispiel jedes Jahr drei oder vier Prozent von seinem Vermögen entnimmt, wobei ich ehrlich gesagt gar nicht unbedingt so das Ziel habe, gar nichts mehr zu verdienen, also viele Fugalisten oder ja generell Leute haben ja vielleicht dann das Ziel eben das Depot zu entsparen und dann jährlich was bestimmtes rauszunehmen, da weiß ich gar nicht, ob das bei mir der Fall sein wird, weil ich ja eigentlich nicht vorhabe nicht mehr zu arbeiten, sondern ja einfach diese Freiheit anstreben und die ist eigentlich eher kontinuierlich und ein Prozess, so wie ich das gemerkt habe, von daher könnte ich mir auch gut vorstellen, dass das einfach dann weiter vor sich hin teelsauriert, ja Dividendenstrategie verfolge ich momentan eben nicht, also Dividenden sind wahrscheinlich sehr verlockend, aber eigentlich braucht es das jetzt für mich gar nicht, also Teelsaurierer haben eigentlich schon einige mehr Vorteile finde ich, in Österreich ist es auch so, dass es keinen steuerfreien Betrag gibt, also von daher hätten Ausschütten ja auch keinen steuerfreien Vorteil und genau ich mache das dann halt immer so, dass ich mir jedes Monat 4% von meinem Depotwert berechne und das dann nochmal durch 12 teile, dann weiß ich, wie viel Geld ich jetzt theoretisch diesen Monat zur Verfügung hätte, wenn ich eben mein Depot entsparen werde und dann rechne ich mir einfach diese Summe aus und dann reicht es eigentlich schon für mein persönliches Glücksgefühl, also klar, im psychologischen Vorteil haben diese Dividenden auf jeden Fall, aber momentan finde ich einfach sind Teelsaurierer für mich besser geeignet eben wegen dem langfristigen Zeithorizont und genau also ich habe auch nicht vor dann nichts mehr zu arbeiten und deswegen weiß ich auch gar nicht ob es jemand zu dieser Entsparphase kommt, aber ja im Moment habe ich einfach immer vor weiterhin Geld in mein Depot rein zu pumpen und dann wird man sehen wie sich das entwickelt, ob ich dann entspare oder eben auf eine Ausschütten der Strategie umsteige. Okay sehr schön und sehr interessante Strategie, jetzt allerdings um nochmal ganz kurz aus der Brille eines Einsteigers zu fragen, was ist denn diese Dividenden Strategie von der du gerade gesprochen hast und Therosieren, was hat denn das alles jetzt mit Dinosauriern zu tun? Ja mit den Dinosauriern, das habe ich am Anfang auch gedacht, dass Thesaurierer irgendwie Tyrannosaurus Rex oder irgendwie sowas ähnliches sind, also bei der Dividenden Strategie da ist eigentlich das Ziel zum Beispiel dann seine ganzen Ausgaben durch Dividenden zu decken, also durch die Ausschüttungen von den Unternehmen und bei Thesaurierern, also bei Thesaurierern und ETS zum Beispiel ist es so, dass die ihre Gewinne automatisch reinvestieren, das bedeutet man sieht das Geld jetzt nicht auf seinem Verrechnungskonto oder so, sondern das wird wieder direkt investiert und damit kann man dann eben wieder neue Anteile kaufen und ja also man hat dann halt nicht diesen Cashflow jeden Monat oder jedes Quartal, da gibt es ja ganz verschiedene Unternehmen je nachdem wie häufig die eben ihre Gewinne ausschütten, sondern man nutzt eigentlich diese Ausschüttungen direkt für den weiteren Vermögensaufbau. Okay, danke für die Erklärung noch einmal und damit gehen wir weiter zur nächsten Frage, denn jetzt im Jahr 2020, aber eigentlich auch schon im Jahr 2019, nur da hat es noch keiner kommen sehen, ist etwas interessantes, herausforderndes für unsere Weltwirtschaft und uns Menschen passiert, es ist nämlich die Corona-Pandemie, die Corona-Krise gekommen und wie hat das eigentlich dich von deinem Mindset aber auch deinem Depot beeinflusst, was ist da passiert und was hast du da eventuell sogar gelernt? Ja, also ich denke ich konnte auf jeden Fall einiges daraus lernen und das war glaube ich für mich auch ganz gut, gleich am Anfang so einen Crash mitzuerleben, weil dann hat man sowas schon mal durchgemacht, also ich denke halt wenn man jetzt noch nie einen Crash miterlebt hat, dann kann man nicht wirklich sagen wie man reagieren wird, ich meine klar man kann sagen, ja ich werde das ganz locker sehen, aber was dann wirklich in der Realität passiert ist dann vielleicht auch nochmal was anderes und vielleicht hat es auch einfach daran gelegen, dass mein Depotwert nur relativ klein war oder ist, dass es mir ehrlich gesagt nicht sonderlich viel gejuckt hat, aber ich war da auch echt ganz froh, dass ich das so locker hingenommen habe und ich glaube da merkt man auch einfach wie wichtig so ein Notcrossen ist und ich habe für mich auch gemerkt, dass ich einfach einen hohen Notcrossen auch weiterhin haben möchte, weil das wirklich viel Sicherheit auch bietet, wenn man weiß man hat da einen Sicherheitsbolster und den möchte ich auch auf jeden Fall hoch genug haben, also mal mindestens ein halbes Jahr, besser ein Jahr, also dass ich davon dann leben könnte. Was ich auf jeden Fall auch gelernt habe ist, dass viele verschiedene Einkommensquellen einen sehr großen Vorteil darstellen, weil auch bei mir sind ein paar Einkommensquellen zwischenzeitlich pausiert worden, zum Beispiel Sitzwache oder Erste-Hilfe-Kurse sind weggefallen und da habe ich auch wieder gemerkt, dass es einfach keine wirkliche sichere Einnahmequelle gibt und dass man auch jeden Job verlieren kann, egal wie vermeintlich sicher der auch scheinen mag und ich habe einfach auch gemerkt, dass mir das viel Freude macht, verschiedene Einkommensquellen zu haben und vor allem auch welche Vorteile der Fugalismus hat in so einer Krise, weil also zum Beispiel wenn man jetzt normalerweise nur 50% von seinem Einkommen ausgibt und man verdient auf einmal 70% weniger, also 30% weniger, man verdient dann nur mehr 70%, dann könnte man sogar immer noch was zur Seite legen und dann hätte man eigentlich immer noch zu viel Geld übrig am Ende des Monats, wo andere, die was halt 100% von ihrem Einkommen ausgeben, schon ziemlich in der Krise stecken würden und da merkt man aber, was für Vorteile das eigentlich ist, wenn man eben wenig Geld zum Leben braucht, weil dann solche zum Beispiel Kurzarbeit-Schickungen oder so nicht so große Auswirkungen im Endeffekt auch haben. Ja, das ist natürlich auch wieder sehr gut, da nicht das ganze Geld auszugeben. Wenn ich mir die aktuellen Statistiken angucke, dann sind manche Ausgaben und leider immer mehr Ausgaben von Privatpersonen tatsächlich auch über den 100% und da sind wir aber zum Glück mit diesem Podcast, mit meinem Instagram-Channel, mit deinem Instagram-Channel und YouTube-Channel dran, an dieser Thematik zu arbeiten. Wir kommen hier jetzt zur nächsten Frage, nämlich man hört es ja schon ein bisschen an deiner Sprechweise. Du kommst aus Österreich, wie du es vorhin gesagt hast, und Österreich funktioniert ja ein bisschen anders als Deutschland. Hier in Deutschland haben wir ein Broker-Paradies, können uns also unseren Depotanbieter sehr frei auswählen. Jetzt habe ich mal ein bisschen versucht zu recherchieren, wie das eigentlich in Österreich funktioniert und bin da ein bisschen traurig geworden, denn die Broker-Auswahl sah da für mich nicht ganz so groß aus. Wie bist du denn daran gegangen und für welche Broker hast du dich am Ende denn entschieden und was ist da wirklich ein gutes Angebot? Ja, da hast du auf jeden Fall komplett recht. Also wir in Österreich haben wirklich viel weniger Auswahl. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, aber ich denke es erleichtert vielleicht auch die Situation, weil man ja gar nicht so viel Wahl hat und im Endeffekt schon weiß, worauf es hinauslaufen wird. Und zwar habe ich mein Depot bei Flat Decks und Flat Decks ist denke ich für Österreicher, die sich nicht selbst um ihre Steuern kümmern möchten und in ETF-Sparpläne investieren möchten, wahrscheinlich die beste Wahl, weil das am kostengünstigsten auch stattfinden kann im Vergleich zu den anderen Brokern. Es gibt dann auch noch zwei, drei andere, zum Beispiel auch die Dada. Da habe ich vor, vielleicht noch ein Depot zu eröffnen, wenn ich dann in Einzelaktien investiere, weil zum Beispiel bei Flat Decks schaut es mit ausländischen Unternehmen sehr, sehr schlecht aus. Wenn die Dividenden ausschütten, dann muss man dann für eine Dividendenausschüttung ab, ich glaube 15 Euro oder so, 5,90 Euro an Gebühren zahlen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Also auf jeden Fall eher fragwürdig. Und deswegen habe ich mir überlegt, dann vielleicht noch, wenn ich eben mit Einzelaktien anfangen möchte, die ihren Sitz eben auch im Ausland haben und Dividendenausschütten, dass ich da dann noch ein zweites Depot eben eröffne für diese dann. Eventuell könnte ich mir auch vorstellen, noch ein Depot in Deutschland zu eröffnen. Da muss man dann halt die Steuern selber abführen. Das ist natürlich dann ein bisschen mehr Aufwand, aber wir werden sehen. Es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten, gerade eben für ETF-Sparpläne ist, denke ich, Flat Decks für Österreicher wahrscheinlich die klügste Wahl. Bei uns in Österreich ist es nämlich so, dass Flat Decks keine Depotgebühren eingeführt hat. Also in Deutschland ist das ja passiert ab März 2020, glaube ich. Es war eben nur in Deutschland, in Österreich gibt es da noch keine Depotgebühren. Und genau, also ja, ich denke, ich bleibe jetzt erstmal bei Flat Decks und dann eventuell noch ein zweites Depot werde ich noch eröffnen. Ja, Flat Decks hat hier in Deutschland meines Wissens nach die Negativgebühren eingeführt, also Negativzinsen auf dein Gut haben. Ich muss tatsächlich nochmal nachgucken, was die sonst noch alles für Schildluder da getrieben haben. In Österreich klingt das Ganze natürlich sehr interessant. Jetzt gehen wir mal ein bisschen weiter, weil auf deinem Instagram-Account da sehen wir auch häufiger Buchempfehlungen und kostenlose Hörbuchempfehlungen. Welche Bücher haben dich denn in deinem persönlichen Mindset, was Finanzen angeht, da besonders weitergebracht? Ja, also noch kurz zu Flat Decks. Also bei uns in Österreich gibt es auch Negativzinsen, die umgehe, indem ich die Sparpläne von meinem externen Konto monatlich abbuchen lasse, also bei Dauerauftrag. Und eben nicht so viel Geld aus dem Verrechnungskonto oben liegen lasse, wo diese Negativzinsen anfallen. Genau, aber das ist auf jeden Fall auch noch wichtig zu erwähnen. Und jetzt zu den Hörbüchern. Also das Hörbuch, was, glaube ich, bei mir die größte Veränderung bewirkt hat, war das Hörbuch "Rich Dad Poor Dad". Ich glaube, das ist auch so der Klassiker unter den Finanzbüchern. Ich glaube, das war auch das drittmeist verkaufteste in den USA in irgendeinem Jahr, wie man immer sicher. Aber das hat bei mir wirklich einiges bewegt und auch mal die ganze Denkweise, die so in unserem Umfeld halt besteht. Wer sucht einen sicheren Job, macht eine Ausbildung und dann Arbeit im angestellten Job dein Leben lang, die stellt diese Lebensweise einfach mal in Frage. Und da konnte ich auf jeden Fall echt sehr viel mitnehmen. Also das hat mir sehr viel geholfen. Dann auch zum Beispiel das Buch "Cash Block Quadrant", also der zweite Teil vom "Rich Dad Poor Dad" Buch, also von Kiyosaki. Was ich auch super finde, sind die Bücher von Bodo Sheva, also zum Beispiel "Der Weg zur finanziellen Freiheit". So heißt es genau. Und "Die Gesetze der Gewinner" fand ich auch super. Dann fand ich auch sehr gut "Denke nach und werde reich" fand ich auch sehr gut. Und ja, es sind wirklich sehr viele Bücher, die man auch eben auf Spotify hören kann. Was ich auch wunderbar fand, war zum Beispiel "Rente mit 40" von Florian Wagner alias Geld Schnurrbart. Das gibt es auch auf Spotify und erzählt auch mal so ein bisschen die Welt von Fugalisten. Und ja, also es gibt wirklich viele gute Bücher, mit denen man schon viel Wissen herausholen kann, zum Beispiel auch über ETFs. "Souverän investieren" von Gerhard Kommer gibt es auch auf Spotify. Also ja, es gibt wirklich unzählige Bücher auf Spotify, da muss man auch nicht mal viel Geld ausgeben. Ja cool, auf jeden Fall. Die Bücher sehr interessant. Wir nähern uns so langsam schon dem Ende des heutigen Interviews. Es waren wieder sehr viele spannende Minuten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Interview mit dir führen zu dürfen. Und bevor wir jetzt zum tatsächlichen Ende kommen und Tschüss sagen, gilt das letzte Wort des Interviews dir. Und ja, vielleicht magst du noch den letzten, den wichtigsten, den besten Tipp von dir mit auf den Weg geben und das Interview damit beenden. Ja, ich sage auch vielen Dank. Hat mir auf jeden Fall viel Freude bereitet. Und was ich auf jeden Fall noch sagen möchte ist, dass es, finde ich, einfach schon ganz viel bringt, wenn man sich mal die Frage stellt, ist man mit seinem jetzigen Leben glücklich mit dem Job, den man hat? Wie sieht es mit dem eigenen Konsumverhalten aus? Konsumiert man aus Langeweile oder wenn man jemanden beeindrucken will? Was hat man für die Zukunft vor? Ganz unabhängig davon sollte man sowieso sich mit seinen Finanzen beschäftigen, weil wir alle wahrscheinlich nicht mehr so viel von der gesetzlichen Rente abbekommen werden. Und ich denke, was aber eben noch viel motivierender ist, ist das Wissen, dass eigentlich Geld auch Freiheit sein kann, dass man auch Geld gegen Zeit eintauschen kann, nicht nur Zeit gegen Geld tauschen, sondern eben auch die umgekehrte Variante möglich ist. Und ich glaube, wenn man da eben mal einen Monat oder so seine ganzen Ausgaben auf den Kopf stellt, dann sieht man vielleicht auch schon ganz viel Einsparpotenziale. Und ich denke, es ist ganz wichtig, dass man sich da auch viel weiterbildet, dass man, wenn man mit dem Investieren anfängt, dann eben erst nachdem man sich viel mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Aber da reicht es eigentlich auch schon, wenn man vielleicht mal ein bis zwei Wochen täglich zwei Stunden sich mit dem Thema auseinandersetzt, dann weiß man bestimmt schon um einiges mehr als der Durchschnittsdeutscher oder Durchschnittsösterreicher oder Österreicher Redendeutscher. Ja, also das möchte ich jedem ans Herz legen und das Thema ist wirklich super spannend, wahrscheinlich viel spannender als die meisten denken würden. Und genau, also kann ich euch auf jeden Fall nur empfehlen, setzt euch große Ziele, beschäftigt euch mit dem Thema und bleibt dran. Ja, super interessante Tipp. Vielen Dank für die Abschlussworte. Alle Kontaktdaten zu dir, die du geben möchtest, die wird es dann auch in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung bei YouTube geben. Dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, wir machen an dieser Stelle den Deckel drauf, sagen Tschüss, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Ja, vielen Dank. Und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Der einfache Einstieg in Immobilien-Investments
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Aktien- und Finanzpodcast. Alle wichtigen Informationen findest du auch in den Show Notes. Ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Aktienpodcasts von Finanz Illuminati Blog. Heute begrüßen wir Ricardo Thunessen. Hallo Mirco, vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Ich freue mich sehr, heute hier zu sein. Wir freuen uns auch, dass du zusagen konntest. Auf dieses Gespräch darf ich mich tatsächlich schon ein bisschen länger freuen. Und alles, was das Thema Immobilien angeht, lässt mein Herz in letzter Zeit tatsächlich immer wieder ein bisschen höher schlagen. Immer wenn ich so ein Gespräch habe, möchte ich mir danach am liebsten eine Immobilie gleich kaufen. Und genau das soll heute auch alles das Thema sein. Doch bevor ich hier zu weit reingehe, stell dich doch ganz kurz einmal vor. Wer bist du, was machst du und was kannst du uns über dich so verraten? Ja, sehr, sehr gerne. Hallo an alle, die gerade zuhören. Mein Name ist Ricardo Thunessen. Ich bin 26 Jahre jung und wohne aktuell noch im wunderschönen Münster. Demnächst wird es wahrscheinlich den ersten Umzug geben in Richtung Düsseldorf oder Wupperteil. Dort werde ich dann mit meiner Freundin ja nochmal eine neue gemeinsame Wohnung finden und demnächst auch von dort aus arbeiten. Denn bei mir ist es so, ich bin beruflich sehr flexibel. Ich mache alles von zu Hause aus meinem Büro heraus. Bis 2018, bis Oktober 2018 habe ich in einer Volksbank gearbeitet, war da unter anderem nach meiner Ausbildung tätig in der privaten Baufinanzierung, als auch in der Firmen- und Gewerbekundenberatung. Und ja, habe dann im Oktober 2018 all meinen Mut zusammengekrammt und habe den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und bin seitdem hier in Münster selbstständig. Ganz herzlichen Dank für deine Vorstellung. Wenn ich die Frage schon mal vorgreifen darf, wenn du umziehst, dann ins Eigentum oder zur Miete? Zur Miete, genau. Also ich wohne derzeit zur Miete und ich werde auch wieder zukünftig zur Miete wohnen, was allerdings nicht bedeuten soll, dass ich ein ausschließlicher Fan vom selber zur Miete wohnen bin. Denn zukünftig, stelle ich mir auch, ist einer der größten Lebenströme. Ich habe quasi einen großen eigenen Schwimmteich mitzubauen und das stelle ich mir tatsächlich auch im Eigenheim vor. Nur derzeit sind wir beide noch nicht in der Lage, uns langfristig auf ein Wohnort festzulegen und deswegen werden wir erst einmal zur Miete wohnen. Aber langfristig ist auf jeden Fall auch das Eigentum geplant. Okay, danke dir. Und damit kommen wir auch schon zur 60-Sekunden-Challenge. Solltest du das Ganze noch nicht kennen, heißt einfach nur, ich nenne dir gleich ein Wort und du darfst innerhalb von 60 Sekunden alles sagen, was dir dazu einfällt. Tatsächlich gehen wir nachher auch noch ein bisschen genauer auf dein Wort. Dein Wort lautet "Mietnomade" und los geht's. Ja, Mietnomaden sind glaube ich der Schrecken eines jeden Vermieters. Ich glaube, dass wenn man eine Wohnung vermietet, dann muss einem ja ganz klar sein, dass man einen langfristigen Vertrag mit einer anderen Person eingeht. Und ich glaube, dass gerade bei der Immobilienvermietung es extrem wichtig ist, dass man nicht nur die Immobilie prüft, sondern auch gerade, wenn die Immobilie bereits vermietet ist, den bestehenden Mieter ja überprüft, klingt jetzt vielleicht ein bisschen hart, aber doch persönlich kennenlernt, einen persönlichen Eindruck erlangt. Und wenn die Immobilie frei stehen sollte zum Zeitpunkt des Kaufes, dann ist es glaube ich auch extrem wichtig, dass man ja sich auch da wieder einen Eindruck vermittelt, wen werde ich denn zukünftig in dieser Wohnung wohnen haben. Denn eine Vermietung der Wohnung, das ist ja nichts kurzfristiges. Wenn ich feststellen sollte, dass ich mich als Vermieter vielleicht für einen falschen Mieter entschlossen habe, entschieden habe, dann komme ich dann natürlich nicht so schnell wieder heraus, sondern das kann sich über Monate, Jahre hinziehen. Und ich glaube, dann werden beide Seiten sowohl der Mieter als auch der Vermieter auf lange Sicht nicht glücklich sein. Deswegen ja, würde ich persönlich einen riesen Fokus bei der Neuvermietung auf die richtige, gute, solvente und angenehme Mietersuche legen. Okay, super, danke dir. Alles, was die Mietersuche angeht, da wollen wir nachher auch unbedingt noch einmal drüber sprechen. Nun würde es mich interessieren, wie bist du eigentlich dazu gekommen, in Immobilien zu investieren? Ja, also das Ganze ist tatsächlich viel auch durch meine berufliche Tätigkeit gekommen. Also nach meiner Ausbildung zum Bankaufmann IHK bin ich in die private Baufinanzierung gestoßen und durfte dort ja von Anfang an erstmal den "alten Hasen" über die Schulter schauen und gucken, wie quasi Gespräche geführt werden, wie das Thema Baufinanzierung überhaupt aus Sicht der Bank funktioniert, wie solche Beratungen funktionieren, auch im Detail natürlich welche Produkte dort an den Mann oder an die Frau gebracht werden. Und das war für mich erstmal ein superspannender Prozess, weil man das ja sonst, sage ich mal, aus der Bank Perspektive sogar nicht mitbekommt. Und ja, nach und nach durfte ich dann auch die ersten eigenen Gespräche übernehmen, erst Teile des Gesprächs, irgendwann auch die kompletten Finanzierungsgespräche. Und schlussendlich bin ich dann auch aus der privaten Baufinanzierung noch in die gewerbliche Baufinanzierung umgestiegen, bin dann quasi in der Firmen- und Gewerbekundenberatung gelandet und hopp Gott, das Thema Baufinanzierung auch wieder am Ende beraten. Nur da halt nicht der groß Unterschied ist, quasi dort hat meine Kunden keine Gehaltsabrechnung, sondern eine Bilanz oder eine betriebswirtschaftliche Ausweitung, also eine BWA und anhand dieser muss ich dann quasi entscheiden, ob die Bank Lust hat, auch mit dem Kunden eine langfristige Kreditgeschäftsverbindung einzugehen. Und so bin ich quasi erstmal dieses ganze Thema Finanzierung reingestoßen. Und ich fand das von Anfang an extrem spannend, was meine Gegenüber für Projekte realisiert haben. Das war jetzt nicht nur das Thema Gewerbe, Firmen, Unternehmensgründungen, sondern natürlich auch der private Immobilienfinanzierungsbereich. Und das fand ich total faszinierend von Anfang an. Ich dachte mir, das ist ja total cool, was die machen. Ich würde aber gerne auch einfach mal auf der anderen Seite des Tisches gerne sitzen. Das heißt, ich möchte nicht ausschließlich nur die Projekte und Träume meines Gegenübers realisieren, sondern ich fände es auch total spannend, selber solche Projekte aus eigener Kraft aufzubauen. Und das war dann quasi der erste Moment, wo ich gesagt habe, okay, irgendwie möchtest du auch mal die Seite des Tisches wechseln, versuch dich mal ein bisschen intensiver mit diesem Thema zu befassen. Und dann habe ich im Internet gesucht, auch auf YouTube und verschiedenen Podcasts, wer sind denn da so die Ansprechpartner im Bereich Immobilien? Und bin dann relativ schnell auf das Buch von Thomas Knedl erfolgt mit Wohnimmobilien gestoßen. Der Untertitel des Buches lautet auch, ich glaube, so werden sie private Immobilieninvestor in sechs Monaten. Und das fand ich total spannend erst mal vom Titel, habe mir das ganze dann gekauft und bin dann mit Judith, meiner Freundin, in den Sommerurlaub nach Südfrankreich gefahren und habe mich dann quasi von dort aus zwei Wochen ganz intensiv in dieses Buch reingelesen. Und das Spannende tatsächlich war, dass der Untertitel Wort gehalten hat. Also genau sechs Monate, wenn man das mal auf dem Kalender unterbricht, saß ich dann tatsächlich das erste Mal mit meinem Notarbe, meine erste Wohnung gekauft. Und ja, so ist das Ganze quasi gekommen. Also erst mal über die Faszination von meinem Gegenüber, was da alles in dem Bereich überhaupt möglich ist. Dann, das klingt mir schon relativ interessant, nur mal eine ganz blöde Frage zum Buch, ohne dass wir jetzt hier aktiv abgesprochen Werbung für dieses Buch gemacht hätten. Wenn ich dieses Buch lese und ich habe es fertig, bin ich dann bereit für Immobilien oder fehlt mir dann tatsächlich etwas? Dann fehlt dir glaube ich noch einiges, auf jeden Fall. Aber es gibt dir eine gute Orientierung, welche Bereiche überhaupt relevant sind beim Thema Immobilien. Also in diesem Buch geht es nicht nur um eigene, wie sagt man, Case Studies heutzutage, also was der Autor quasi selber für Immobilienprojekte realisiert hat, sondern es geht auch um die Themen Standardanalyse. Also worauf achte ich quasi in dem Ort, wo ich investieren möchte. Was sind zum Beispiel interessante Orte innerhalb der Stadt vielleicht auch oder was sind eher weniger interessante Orte. Vielleicht auch eher gefährliche Orte, wo man Abstand von halten sollte. Wie sieht die Mietersuche aus und solche Dinge. Und ich glaube, wenn du das Buch fertig hast, dann hast du das nötige Handwerkzeug, um zu verstehen, welche Bereiche relevant sind, auf welche du dich vielleicht noch etwas genauer vorbereiten solltest. Aber ich glaube, dass da auch viel über Learning by Doing kommt, denn vielleicht auch noch mal so der große Unterschied zu Aktieninvestments ist ja der, wenn du eine Aktie kaufen möchtest, du analysierst die komplett durch und sagst danach, okay, das ist für mich ein Kauf, du kaufst die und stellst danach ein paar Wochen fest, aber war vielleicht doch keine gute Entscheidung. Dann hast du theoretisch die Möglichkeit, natürlich unter Berücksichtigung der derzeitigen Marktkurse die Aktie aber relativ schnell wieder zu verkaufen und das Geld wieder auf dein Konto zu haben, was zu dem Zeitpunkt noch in Anführungszeichen da ist. Bei Immobilien sieht das Ganze natürlich auch etwas anders aus, denn du hast natürlich auch gewisse Kaufnebenkosten, die je nach Kaufpreis der Immobilie nicht unbeachtet bleiben sollten, denn das sind ja je nachdem, mit welchen Parteien man zusammenarbeitet, je nachdem, welchem Bundesland man lebt, bis zu 12 Prozent des Kaufpreises. Und nehmen wir jetzt einfach mal das Beispiel, eine Wohnung, die kostet 100.000 Euro, was ja heutzutage schon relativ günstig wäre, dann betragen die Kaufnebenkosten in Beispiel ja schon 12.000 Euro und die sind beim Kauf der Immobilie weg. Das heißt, wenn ich nach ein paar Wochen feststellen sollte, dass ich vielleicht doch eine Fehlentscheidung getroffen habe, dass das vielleicht doch nicht die Immobilie war, die die richtige für mich ist, dann muss ich erst mal schauen, dass ich die Immobilie relativ schnell wieder veräußern kann und dass dann bei dieser Veräußerung erstmal die Kaufnebenkosten in dem Fall jetzt hier 12.000 Euro wieder reinkommen, damit ich überhaupt wieder die Chance habe, plus minus null herauszukommen. Deswegen muss man natürlich gerade bei dem Thema Immobilien nicht nur immer die Chancen und die rosigen Seiten betrachten, sondern ganz klar auch auf jeden Fall die negativen Seiten beziehungsweise auch die Risiken. Und ich glaube, dass dieses Buch auf jeden Fall eine super Grundlage schafft, aber man muss sich einfach noch in jedem der genannten Bereiche ja deutlich mehr informieren, damit man da einfach eine solide Entscheidung treffen kann. Okay, danke dir auf jeden Fall für die Zusammenfassung. Ich werde das Buch auf jeden Fall bei Amazon suchen und in die Podcast Beschreibung reintun, wenn ich sie dann finde. Jetzt hast du aber vorhin etwas ganz Interessantes gesagt, weil du kommst aus der Bankenszene und du weißt ganz genau, worauf es ankommt. Vielleicht mal die ganz blöde Frage, wie kriege ich dann überhaupt so einen Kredit für eine Immobilie, wenn ich ein Privatmensch bin? Was muss ich dafür tun und was darf ich auf keinen Fall tun? Ja, also was die Grundvoraussetzungen immer sind, ist, dass man ein regelmäßiges Einkommen hat, sage ich mal in Anführungszeichen, denn das ist immer der einfachste Fall. Ich habe eine Gehaltsabrechnung, wo ich weiß, dass zum 15. oder zum 1. jene Monat eine Summe X auf das Konto kommt. Das heißt, das ist nichts, was durch eine Selbstständigkeit in den Sternen steht, wo man nicht genau weiß, was kommt da rein, sondern da weiß ich, zu dem Datum kommt die Summe auf mein Konto, mit der kann ich planen. Das ist immer sehr angenehm, nicht nur für die Bank, sondern natürlich auch für den potenziellen Kreditnehmer, weil man da einfach eine gute Ausgangslage hat, um ein Gespräch zu eröffnen. Dann sind aber nicht nur die Einnahmen wichtig, sondern natürlich auch die sogenannte Bonität oder wie man auch sagt, Kreditwürdigkeit. Das bedeutet quasi, einfach nur zusammengefasst, wie sicher kann die Bank sein, dass ich das Geld auch wieder ordnungsgemäß unter den Vereinbarungen, die getroffen wurden, zurückzahle? Und je höher meine Bonität ist, je besser meine Kreditwürdigkeit ist, desto lieber gibt mir natürlich auch die Bank einen Kredit, weil man davon dann ausgeht. Je höher die Bonität ist, desto eher ich das Geld auch ordnungsgemäß zurückzahle. Dann gibt es natürlich auch verschiedene Punkte, die relevant sind, wie zum Beispiel wie viel Eigenkapital habe ich. Habe ich jetzt zum Beispiel in letzter Zeit bereits eine Summe X zusammengespart. Das zeigt natürlich, dass ich in der Vergangenheit mit dem Einkommen, was ich erhalte, unter Berücksichtigung aller meiner Ausgaben, privater oder welcher Ausgabe auch immer, dass da etwas bei über bleibt, hängen bleibt, wo ich das auch nicht ausgegeben habe, sondern was ich quasi für mich auch angespart habe. Das ist natürlich auch wieder ein schönes Zeichen, dass man sieht, okay, die Person kann haushalten. Das heißt, die kann mit Geld umgehen, da bleibt was über. In einem anderen Szenario, ich habe jetzt bisher schon seit Jahren meinen Gehalt bekommen, habe aber keine Rücklagen, dann ist natürlich die erste Frage, die da im Raum steht, auch durch die Bank, wieso nicht? Also was ist mit dem Geld hin passiert? Und wieso glauben Sie, lieber Kunde, dass jetzt in Zukunft mit dem exakt gleichen Gehalt, mit den gleichen Ausgaben monatlich etwas über bleibt, mit dem im Fall der Fälle, falls man eine Miete ausbleibt, sie auch die Kreditrate bezahlen können? Und das sind alles solche Themen, die man natürlich berücksichtigen muss. Das waren jetzt vielleicht auch eher so die harten Fakten und ein ganz großer, weicher Faktor, der auch von vielen immer unberücksichtigt bleibt, ist einfach auch die persönliche Kreditwürdigkeit. Das heißt, wie zuverlässig bin ich als Kunde? Habe ich Handschlagqualität? Kann man mir vertrauen? Bin ich jemand, der sich an Abstimmungen, an Abmachungen hält? Und das sind natürlich auch so viele weiche Faktoren, die bei der Kreditentscheidung mit reinfließen, wo einfach, ja, sich zwei Personen, sowohl der Kreditnehmer als auch der Kreditgeber, in dem Fall die Bank, sich einigen sagen, jo, wir haben Lust, langfristig zusammen zu arbeiten. Und wenn diese Punkte alle erfüllt sind, dann kann man, glaube ich, in eine gute Zusammenarbeit starten. Und Bonität, das ist tatsächlich auch ein ganz spannendes Wort, weil ganz früher, als ich mit den Investieren angefangen habe, beziehungsweise als ich persönlich meine Finanzen versucht habe, in den Griff zu kriegen. Da war für mich ganz interessant, auch mal auf die Webseite der Schufa zu gehen. Und ich erzähle das jetzt einfach und danach kannst du es vielleicht ein bisschen bewerten. Ich habe da tatsächlich so ein paar Sachen gefunden, als ich da eingeloggt habe von alten Krediten, damals noch blöd, wie ich war, Verbraucherkredite für mal so einen Fernseher, den ich dann hatte und habe da tatsächlich entdeckt, jedes Mal, wenn ich sowas gemacht habe, habe ich auch gleich einen Krediteramen bekommen. Und wenn ich den nicht gekündigt habe, dann ist da tatsächlich immer eine Schufa drin geblieben. Ist das etwas Schlimmes und ist es empfehlenswert, sich dieses Schufa-Blatt einfach mal anzugucken und da reinzugehen? Kann ich so meine Bonität verbessern? Wäre das ein guter Tipp? Ja, also auf jeden Fall, das wäre eine große Empfehlung, weil man kann sich einmal pro Jahr auch eine kostenlose Schufa-Auskunft zustellen lassen. Das gibt man quasi auch genau auf diese Seite, die du gerade angesprochen hast, an. Dann kriegst du das zugeschickt, ob das jetzt vermailt ist oder auf Post, einer von beiden Wegen. Und dann kannst du natürlich sehen, was steht da alles drin. Und in dem Moment, wo du natürlich einen Überblick hast, was da drin steht, kannst du natürlich auch überprüfen, welche Punkte von denen sind auch noch akut, welche sind noch relevant und welche haben sich vielleicht auch schon erledigt, die allerdings immer noch in der Schufa voll auftauchen. Und das ist natürlich eine Möglichkeit, wenn dort noch viele Dinge aus der Vergangenheit drin stehen von vor vier, fünf, sechs Jahren, die aber bereits seit Jahren erledigt sind, dass man dann natürlich wieder Stellschrauben hat, um seine eigene Bonität zu verbessern. Und das ist auch ein super spannender Punkt, den du gerade ansprechst bezüglich Kreditrahmen, die da bereits gespeichert wurden. Was auch noch ganz interessant ist, dass wenn man sich für einen Kredit interessiert und dann ist ja, sag ich mal, so die erste Vorgehensweise, dass man vielleicht auch im Internet schaut, welche Konditionen, welche Zinsen sind in aktuell so am Markt üblich. Und dann muss man immer genau aufpassen, über welche Seiten man diese Kredite einfach im Internet von zu Hause vergleicht, weil man denkt sich da oft nichts bei, gibt einfach mal so ein, was stellt man sich vor, entert das durch. Und da ist ein Punkt, der dazu führen kann, dass man ganz schnell seine Bonität verschlechtert. Und zwar muss man hier zwischen einer sogenannten Konditionsanfrage und zwischen einer sogenannten Kreditanfrage unterscheiden. Das bedeutet, wenn ich irgendwann einfach mal einen Kredit durchrechne, am Ende einen Schritt zu weit enter, dann kann es sein, dass über einen Vergleichsportal im Internet beispielsweise keine sogenannte Konditionsanfrage gestellt wird. Das heißt, eine Anfrage an die Schufa, wo geguckt wird, okay, wie ist die derzeitige Bonität und auf Grund der Bonität, welchen Zins kann ich der Person anbieten, sondern eigene sogenannte Kreditanfrage. Das heißt, man muss sich das so vorstellen, wie so ein anderes Zeichen, was an die Schufa übermittelt wird, was dort dann auch gespeichert wird, dass du quasi einen Kredit angefragt hast und nicht nur eine Kondition wissen wolltest, sondern dass du quasi einen Kredit angefragt hast. Und das ist im Vergleich zur Konditionsanfrage, die nämlich für die Schufa neutral zu bewerten ist, etwas Schufa-relevantes. Und das wissen halt viele nicht. Das bedeutet, wenn ich zu oft eine sogenannte Kreditanfrage an die Schufa stelle, weil ich bei verschiedenen Banken einfach mal vergleichen möchte, was würde ich da für einen Kredit zahlen, und das immer wieder an die Schufa übermittelt wird, also die Person hat jetzt innerhalb von einem Monat fünf Kreditanfragen in die Schufa gestellt, dann kann das tatsächlich ein negatives Zeichen für die Schufa sein. Ganz platt formuliert, die Person, die geht anscheinend zu fünf verschiedenen Banken, wird anscheinend überall dann abgelehnt und sucht immer weiter. Das kann tatsächlich ein negatives Kriterium sein. Das ist aber auch natürlich für einen selber immer sehr schwer nachzuprüfen. Deswegen ist da auch vielleicht so der kleine Tipp am Rande, wenn man sich nicht sicher ist, dann sollte man gerade auch im Internet es vielleicht tendenziell eher bleiben lassen oder sich genauer einlesen, ob denn tatsächlich, wenn man sich da durchentert, eine sogenannte Konditionsanfrage gestellt wird, beziehungsweise ob dort eine Kreditanfrage in die Schufa übermittelt wird, weil da ist tatsächlich ein Riesenunterschied der großen Konsequenzen auf die eigene Bonität haben kann. Gut, dass du das gerade eben noch mal gesagt hast, also zum einen vom Tipp, zum anderen hast du aber gerade noch gesagt, vielleicht doch nicht übers Internet, also vielleicht auch über den Berater und vorhin bei den wichtigen Sachen für den Kredit hast du auch schon so ein bisschen durchklingen lassen, dass natürlich auch die persönlichen Qualitäten ein bisschen geprüft werden. Daher mal die ganz provokante Frage vielleicht, ist die Kreditvergabe ein Nasengeschäft? Ich glaube, dass wenn du und Person B die exakt gleichen wirtschaftlichen Unterlagen einreichen, dass die Person, die in der Vergangenheit über Jahre hinweg bewiesen hat, dass man mit dieser Person zusammenarbeiten kann, dass man sich in Abmachung hält, dass man Handschlagqualität hat, dass es läuft gegenüber einer Person, die man vielleicht überhaupt noch nicht kennt, weil sie ein Neukunde ist, dass man auf jeden Fall Vorteile hat, weil man natürlich auch als Bank ein sogenanntes Kreditvotum schreibt. Das heißt, eine Kreditentscheidung fällt in der privaten Baufinanzierung beispielsweise der Firmenkundenberatung durch zwei Parteien. Zum einen durch den sogenannten Markt, also den Berater, mit dem man als Kunde spricht und auch durch die interne Abteilung, die Kreditabteilung. Und der Berater, mit dem man spricht, hat die Möglichkeit, auch ein paar Sätze zu der eigenen Person zu schreiben. Und wenn ich jetzt zum Beispiel Unterlagen einreiche, wo draus hervorgeht, dass der Kredit vielleicht doch sehr knapp nur möglich wäre, dann kann ich durch Formulierung als Berater dort zum Beispiel reinschreiben, dass in der Vergangenheit immer eine super Kundenbeziehung geherrscht hat, dass eine vertrauensvolle Atmosphäre geschafft wurde und das in der Vergangenheit durch das und das und das Szenario bereits bewiesen wurde, dass auch wenn eine kritische Einnahme- und Ausgangssituation herrscht, dass der Kunde trotzdem in der Lage war, allen Verpflichtungen nachzukommen. Das kann ich da reinschreiben. Und das geht dann natürlich auch in die interne Kreditabteilung, die dann diesen Kreditabtrag auch bestätigen kann. Das heißt auf jeden Fall, also je besser die persönliche Beziehung ist, desto größer sind auch die Chancen und die Vorteile, zum einen eine Kredit zu bekommen und zum zweiten natürlich auch vielleicht in der Konditionsverhandlung noch etwas rauszuhandeln, was für Neukunden so nicht möglich wäre. Gut, dann nehmen wir doch einmal an, der Kredit wurde genehmigt. Dann stellt sich die Frage, wie kaufe ich dann denn diese Immobilie bzw. wie kaufe ich auch die richtig Immobilie? Dann bin ich mir die Immobilienpreise, die ich so als Laie finde, mal angucke und mir das so ein bisschen durchrechne. Dann frage ich mich tatsächlich, wie kann man damit Geld verdienen, wenn man nicht mal auf die Erhöhung des Immobilienwertes spekuliert? Worauf muss ich achten und lässt sich mit Vermietung heutzutage überhaupt noch ganz gut Geld verdienen? Ja, also die erste Frage vielleicht, lässt sich damit heute noch Geld verdienen? Ja, auf jeden Fall. Aber ich glaube auch, dass es deutlich, deutlich schwieriger ist als noch vor zehn oder vor 20 Jahren. Denn wenn man sich einfach mal die Preisentwicklung gerade vielleicht auch so in den großen Städten wie München oder Berlin oder Hamburg oder Hannover ansieht, dann fällt einem da schon mal ordentlich die Kinnlade runter. Denn was da aktuell pro Quadratmeter abgerufen wird, da kann einem schon gut schlecht werden. Und das ist nicht nur aus Mieterperspektive so, dass dort einfach auch die Mieten natürlich extrem in die Höhe geschossen sind, sondern natürlich auch aus Mieterperspektive bzw. aus Investoren Sicht oder auch aus Sicht der Leute, die sich dort gerne ein Eigenheim kaufen möchten. Da muss man richtig tief in die Tasche greifen, um überhaupt noch Wohnraum zu halten. Die große Frage ist ja vielmehr, ist es trotzdem noch möglich, Immobilien zu finden, die sich auf dem Papier rechnen, wenn wir jetzt einfach mal nur diesen Vermietungsaspekt betrachten? Und da ist meine Meinung auf jeden Fall ja, aber man muss natürlich genau hinsehen. Das heißt, ich muss mich genau vorbereiten. Ich muss ein Gefühl für den Markt vor Ort bekommen. Es ist ein großer Unterschied, ob ich jetzt natürlich im Dorf eine Immobilie kaufe mit 500 Einwohnern oder natürlich zentral in München, wo man natürlich verschiedene Punkte abwägen muss. Zum einen, natürlich habe ich in München astronomische Preise im Vergleich zu einem Dorf, wo vielleicht 500 Einwohner sind. Auf der anderen Seite habe ich natürlich dort auch im Dorf ein deutlich höheres Risiko des Leerstandes, was in München oder anderen großen Städten in zentraler Lage so einfach nicht da ist. Und das ist natürlich eine große Abwägungssache. Was stellt man sich eigentlich vor? Was ist man für ein Typ? Möchte man jetzt eine hohe Rendite haben, um jeden Preis und ist dafür auch bereit, hohe Risiken einzugehen, wie beispielsweise Leerstand? Oder ist es mir wichtig, eine wirklich gute Wohnung zu bekommen, die jederzeit vermiedbar ist, wo auf gar keinen Fall Leerstandszeiten stattfinden werden? Oder bin ich dafür dann auch bereit, natürlich den entsprechenden Preis zu bezahlen? Und ich glaube, es gibt nach wie vor auch noch Objekte, die interessant sind. Man muss einfach nur genau hinschauen. Man muss vielleicht auch guten Kontakt zu Maklern pflegen, die vor Ort ja auch gute Connections haben und für einen selber auch vielleicht auf diesen Punkt nochmal bezogen. Connections Vitamin B sind, das kann man gut finden, das kann man schlecht finden, wie in jedem Bereich des Lebens auch, sei es jetzt im Beruf oder sonst wo, auch bei Immobilien extrem wichtig. Das heißt, wen kenne ich? Und noch wichtiger natürlich, wer kennt mich und weiß, dass ich aktuell auf der Suche bin. Denn da kann man sich natürlich auch als Verkäufer extrem viel Arbeit abnehmen, bevor ich jetzt eine Immobilienanzeige ins Internet stelle und darauf je nach Standort teilweise 400, 500 Anfragen bekomme, die ich natürlich erstmal durcharbeiten muss. Das ist natürlich extrem viel Aufwand. Wenn ich aber schon weiß, dass jemand aus meinem Bekanntenkreis, der vernünftig ist, wo ich weiß, das funktioniert, da bekomme ich auch mein Geld als Verkäufer, der ist auch in diesem Standort auf der Suche nach Immobilien, dann ist das natürlich für mich auch als Verkäufer eine total attraktive Möglichkeit zu sagen, komm, ich spare mir den ganzen Aufwand, du hast doch Interesse, wir klären das untereinander. Also ich glaube, dass auch das Thema Kontakte zu knüpfen, nicht nur zu Maklern, sondern auch zu allen möglichen anderen relevanten Bereichen extrem wichtig ist. Und dann hat man tatsächlich auch heute noch die Chance, ja gute und attraktive Immobilien zu finden, auch wenn es natürlich deutlich schwieriger ist als noch vor 10 oder 20 Jahren. Und dann mal angenommen, ich habe jetzt den Kredit bekommen, ich habe tatsächlich eine gute Wohnung gefunden, die ich jetzt auch vermieten möchte. Dann bewerben sich natürlich relativ viele Leute auf diese Wohnung, zumindest am besten Fall, und wie suche ich da jetzt tatsächlich dem Besten aus, gerade auch mit dem Hintergrund, einen Mietnomaden oder tatsächlich auch einfach nur einen blöden Mieter zu verhindern? Ja, also bei vielen, wenn man, wenn man so die Leute fragt, worauf liegt ihr großen Wert, dann kommen halt immer diese Punkte, erstmal eine saubere Schufauskunft wird eingeholt oder eine Selbstauskunft, wo zum Beispiel angegeben wird, wer ist der aktuelle Arbeitgeber, wie war das bisherige Mietverhältnis, gibt es vielleicht sogar vom derzeitigen Vermieter eine Auskunft, wo drin steht, dass alles immer ordentlich gelaufen ist der Vergangenheit, gab es in den letzten fünf Jahren eine sogenannte eile staatliche Versicherung, gibt es Mietschulen, solche Dinge, das wird auch in vielen Fällen genannt. Das ist auch ein Punkt, den ich sehr wichtig finde, worauf ich allerdings auch persönlich einen extrem großen Wert lege, ist ja die persönliche Ebene. Das heißt, was für einen Eindruck habe ich von meinem Gegenüber und kann ich mir tatsächlich vorstellen, mit genau dieser Person langfristig eine Geschäftsverbindung einzugehen, weil nichts anderes ist ja eine Vermietung, denn wenn ich zum Beispiel eine Besichtigung durchführe und ich mache jetzt mal ein Beispiel, während der Besichtigung wird über alle Kleinigkeiten in der Wohnung gemeckert und es werden die Probleme in den Raum gestellt, die vielleicht schon da natürlich sind, die auch behoben werden müssen, wo man einfach das Gefühl hat, dass vielleicht die emotionale, die persönlich, die menschliche Ebene zwischen Vermieter und Mieter nicht passt, dann sind das Punkte, wo ich schon sage, da lege ich einen großen Wert drauf, denn ich habe natürlich gerne Kontakt mit angenehmen Menschen und deswegen achte ich natürlich gerade auch auf diese persönliche Ebene und deswegen ist das für mich ein Zusammenspiel aus all diesen Punkten, aber und auch da muss man natürlich ganz ehrlich sein, egal wie viel Arbeit man sich macht, man kann die beste Selbstauskunft einholen, man kann die beste Schufauskunft einholen, man kann das beste Bauchgefühl bei seinem Gegenüber haben, unterm Strich kann doch alles schief laufen und das ist ein Risiko, was man einfach natürlich hat, wenn man sich ja wünscht auch in Immobilien zu investieren, also nicht zahlende Miete oder Mietnomaden, dass man sich bewusst sein muss, also es kann passieren und das ist für mich auch so eine der Grundfragen, die man sich stellen muss, habe ich überhaupt Lust, ist es mir dieses Risiko wert, also überwiegen für mich persönlich die Chancen gegenüber der Risiken und das muss jeder für sich selber entscheiden, denn ich glaube auch nicht, dass Immobilien für jeden das richtige Thema sind, man muss einfach ganz klar sich überlegen, was habe ich auf der Pro-Seite und was steht dem gegenüber auch für Risiken oder für Nachteile und ist es mir das ganze Thema überhaupt wert? Genau das ist jetzt die Frage und genau das ist auch die Frage, auf die jetzt die letzte Frage des Interviews abzielen soll, denn ich würde von dir ganz gerne noch einmal wissen, wenn dir es jetzt einen der Zuhörer/Zuhörerinnen bisher so gut gefallen hat, hier zuzuhören und jemand nächsten Schritt gehen möchte und sich weiter informieren möchte, wie könnte diese Person da jetzt als nächstes vorgehen, was würdest du dem Anfänger raten, wie sollte er oder sie anfangen und was wäre tatsächlich auch ein Showstopper, bei dem du gleich sagen würdest, lass es sein? Ja also im Grunde sind das für mich drei Schritte, die ich empfehlen würde. Schritt Nummer eins ist vielleicht auch ganz ungewöhnlich, erst das Gespräch mit der Bank suchen, bevor überhaupt nach Immobilien Ausschau gehalten wird, erst mal zur Bank gehen und dort quasi sich vorstellen, wenn man nicht schon dort bereits Kunde ist und unbedingt auch seine wirtschaftlichen Unterlagen einreichen, damit man dort innerhalb der Bank schon mal gewartet wird, so heißt das quasi, dass überprüft wird, habe ich überhaupt Lust als Bank mit dieser Person in Zukunft eine Finanzierung zu realisieren und das hat den großen Vorteil, dass wenn ich das nämlich so rum mache, dass ich erst zur Bank gehe und dort das Gespräch suche, dass dort in Ruhe ja quasi ich mich vorstellen kann, meine Unterlagen einreichen kann, auch im Hintergrund das Ganze bearbeitet werden kann und ich dann quasi auch schon von der Bank ungefähr eine Höhe hab, bis zu der Summe kann man sich vorstellen, mit mir die Finanzierung zu begleiten und ich dann natürlich eine ganz konkrete Zahl habe, die mir bei der weiteren Immobilien Suche eine gute Orientierungsgröße gibt. Das ist für mich die große Empfehlung, das so rum zu machen, denn andersherum wäre natürlich das Worst Case Szenario, ich suche erst nach Immobilien, habe dann die Traumwohnung gefunden, wo ich sage, die möchte ich gerne haben, das gilt übrigens nicht nur für den Investitionsaspekt, sondern auch für das Eigenheim, ich habe dann die Immobilie gefunden, die ich total super finde, die möchte ich haben und gehe dann zur Bank, dann habe ich den großen Nachteil, dass ich teilweise bis zu zwei Wochen überhaupt erst mal auf ein Finanzierungsgespräch warten muss, geschweige denn auf eine Finanzierungszusage, auf eine Finanzierungsbestätigung und in der Zwischenzeit ist die Immobilie natürlich weg, gerade im aktuellen Markt, weil die Nachfrage extrem krass ist und da ist natürlich Schnelligkeit King, das heißt, wenn ich eine Immobilie super finde, muss ich einfach in der Lage sein, durch eine gute Vorbereitung relativ schnell eine Entscheidung treffen zu können, doch relativ schnell eine Finanzierungsbestätigung einzureichen, damit natürlich entweder der Makler oder auch der Verkäufer mir den Zustand erteilt und wenn ich natürlich jetzt erst mal zur Bank gehe, das Gespräch suche, dann kann ich dort im Hintergrund bereits geratet werden, man kann sehen, okay, man kann sich mit der Person eine Finanzierung vorstellen, ich habe bereits alles eingereicht und ich dann eine Immobilie finde, die mir gefällt, dann kann ich auf Zugriff innerhalb von teilweise weniger als 24 Stunden eine sogenannte vorläufige Finanzierungsbestätigung erhalten, da steht dann sowas drin wie, wir sind grundsätzlich bereit mit Frau oder Herrn so und so die Finanzierung des Objektes so und so zu begleiten und dieses Schriftstück, das kriege ich dann, wenn ich die Variante von der zeitlichen Reihenfolge so wähle, innerhalb von weniger als 24 Stunden ausgehändigt, kann das natürlich sofort einen Verkäufer oder einen Makler weiterleiten und kann mir dadurch natürlich diesen Schnelligkeitsfaktor, also quasi eine vordere Platzierung vor allen anderen Bewerbern für die Immobilie sichern, deswegen ist diese Reihenfolge meiner Meinung nach extrem wichtig, überhaupt eine Chance heute zutage zu haben. Das ist also Schritt eins, das Gespräch bei der Bank suchen, seine wirtschaftlichen Unterlagen einzureichen. Schritt zwei wäre für mich einen sogenannten Suchauftrag zu hinterlegen, das kann man zum Beispiel bei Immobilienscout24 machen, dort hinterlegt man dann, dass man zum Beispiel in der und der Stadt eine Wohnung sucht, die Wohnung soll maximal den Kaufpreis haben, sie soll vielleicht auch in dem Stadtteil sein, mir sind bei der Immobilie die Dinge wichtig, die Dinge sind mir aber auch nicht wichtig, man kann da halt alles was man sich so quasi vorstellt hinterlegen und dieser Suchauftrag ist das coole, der kostet gar nichts, der ist kostenlos und in dem Moment, wo ich das gespeichert habe und jemand eine Wohnung verkaufen möchte, die genau auf diese Kriterien zutrifft, also die quasi genau das erfüllt, was ich mir vorstelle, dann kriege ich im Stundenrhythmus, je nachdem wie man das eingestellt hat, eine E-Mail Benachrichtigung, das heißt ich kriege sofort eine E-Mail, sobald jemand genau diese Immobilie, die mich interessiert, hochlädt und das verschafft mir natürlich auch wieder einen großen zeitlichen Vorsprung gegenüber allen, die diesen Suchauftrag nicht hinterlegt haben, die vielleicht am Wochenende, am Sonntag durch das Portal scrollen und dort noch Objekte finden, die schon zwei, drei, vier Tage vorher hochgeladen wurden, weil dann hat man natürlich den großen Nachteil, dass bereits hunderte Bewerber vor einem, da sind man quasi keine Chance mehr, das heißt dieser Schritt wäre auf jeden Fall meine Empfehlung Nummer zwei, einen Suchauftrag zu hinterlegen, wie gesagt kostet gar nichts, hat aber einen enormen Vorteil und Schritt Nummer drei wären für mich Besichtigungen durchzuführen, einfach einmal einen Eindruck zu bekommen von Wohnungen, worauf muss ich da speziell achten, was sind vielleicht auch so die Worst Case Wohnungen, wo ich direkt wieder rausgehen sollte und merke, ok das ist auf jeden Fall nichts für mich, um einfach ein Bauchgefühl zu entwickeln, wie sind Wohnungen untereinander vergleichbar, was sind gute Kriterien, was sind eher schlechtere Wohnungen und das ist für mich auch extrem wichtig, das heißt diese drei Punkte, a) Gespräche über der Bankesuche und b) Suchauftrag hinterlegen und c) Ein Gefühl bei Besichtigung zu erlangen. Ja dann ganz herzlichen Dank für die Antwort auf die tatsächlich schon letzte Frage des Interviews, sollten jetzt noch einige Fragen bei der Zuhörerschaft offen geblieben sein, wie darf man dich dann am besten erreichen, um vielleicht noch die ein oder andere Frage zu stellen? Also am besten wäre es, wenn man mich dann auch über Instagram kontaktiert, entweder per private Nachricht, dann kann ich natürlich, sage ich mal, auf eher spezifischere Fragen eingehen und wenn man jetzt als Zuhörer das Gefühl hat, dass die Frage, die man selber vielleicht hat, auch tendenziell mehr Menschen interessieren könnte, dann veranstalte ich meist jede Woche am Wochenende eine Fragerunde, das heißt man kann die Frage da reinschreiben, dann beantworte ich das direkt per Story für mehrere Menschen und das wäre quasi Möglichkeit Nummer eins oder man guckt halt über mein Blog www.ricardotunnelson.de vorbei, da habe ich auch schon viele Fragen, sage ich mal, in verschiedenen Ratgebern beantwortet, vielleicht findet man da ja auch schon die Antwort und ansonsten ja wie gesagt der Weg über Instagram gerne. Ja super, an der Stelle ganz herzlichen Dank dafür, dass du heute da warst und bis zum nächsten Mal. Ja, vielen, vielen Dank für die Einladung und vielen Dank an alle, die zugehört haben. -
Alles was du über ETFs wissen musst! Interview mit Branchenexperte Markus Jordan
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge, heute mit dem gern spannenden Thema ETFs. Denn ihr habt mir auf Instagram sehr viele Fragen zu dem Thema ETFs gestellt. Und damit ihr hier die bestmögliche Information bekommt, habe ich einen der führenden Experten für ETFs aus Deutschland heute für euch mit dabei. Wir begrüßen Markus Jordan. Markus, grüße dich. Schön, dass du da bist. Hallo Mirco, vielen Dank für die Einladung. Freut mich auch, dass ich heute hier vor deinem Publikum sprechen darf. Und in den nächsten Minuten sprechen wir sehr viel über alle möglichen Arten der ETFs, von einem World ETF über die Emerging Markets bis hin zu den speziellen Themen ETFs. Bevor wir damit aber anfangen, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich? Ja genau, mein Name ist Markus Jordan, hast ja schon gesagt. Ich bin 46 Jahre alt, habe mich im Jahr 2007 selbstständig gemacht mit dem Thema ETFs. Wir haben damals einen kleinen PDF-Newsletter herausgebracht, der sich eben mit dem Geschehen rund um ETFs beschäftigt hat. Und im Laufe der Zeit ist es immer größer geworden. Und heute veröffentlichen wir ein Magazin, ganz klassisch noch Print, natürlich auch digital, was alle zwei Monate erscheint. Das ist das Extra-Magazin und wir betreiben ein sehr großes Portal zum Thema ETFs, das nennt sich extraetf.com. Und dort ist die Idee, dass wir alle Informationen, die es so im Bereich ETFs gibt, für Privatanleger hauptsächlich aufbereiten, ihnen Hilfestellung geben, damit sie dann selbstständig ihre Anlageentscheidungen besser treffen können, möglichst wenig Fehler machen und so langfristig sehr unkompliziert, einfach und bequem ein Vermögen aufbauen können. Ja wunderbar. Danke dir für deine Vorstellung und was extraetf alles so kann. Darauf gehen wir gleich auch noch einmal etwas genauer ein. Nur vorher lass uns zur 60-Sekunden-Challenge kommen. Die 60-Sekunden-Challenge, was das ist, die Zuhörer des Podcasts werden es bereits wissen. Ich gebe dir ein Wort und zu diesem Wort darfst du innerhalb von 60 Sekunden all das sagen, was dir einfällt. Dein Wort lautet Diversifikation und los geht's. Diversifikation ist eine sehr, sehr gute Eigenschaft, die man in dem Portfolio auch unbedingt einhalten sollte. Das bedeutet, nicht alle Eier in einen Korb legen, wie es so schön umgangssprachlich heißt. Das heißt, man sollte mehrere Wehrpapiere, wenn man mal im Wehrpapierkontext bleibt, zusammenschmeißen. Das heißt, man kauft vielleicht Aktien, man kauft Anleihen, man kauft Rohstoffe, um so das Risiko innerhalb des Portfolios zu streuen, weil man halt einfach nicht vorhersehen kann, welcher Markt, welches Segment, welche Branche oder auch welches Land besonders positiv sich entwickelt oder eben besonders negativ sich entwickelt. Und wenn man dann in alle Märkte investiert, dann kriegt man im Prinzip einen schönen Durchschnitt und den Durchschnitt kann man dann eben auch mit der Kombination von anderen Anlageklassen noch mehr glätten, sage ich mal, und damit eben konservativ Stück für Stück ein Vermögen aufbauen. Und schwierige Marktphasen an der Börse auch leicht überstehen, also wenn man jetzt alles zum Beispiel in Bitcoin reinhaut oder in Tesla oder in sonstige Unternehmen, die vielleicht momentan sehr hoch stehen und in einer Korrekturphase stärker fallen. Ja, gerade Bitcoin als auch Tesla sind zurzeit ja Werte, bei denen das wirklich sehr weit oben ist. Und die Frage ist, wie lange das noch gut geht. Das wird heute allerdings nicht unser Thema sein, sondern wir sprechen über die ETFs. Und für all die, die wirklich komplett neu in dem Thema sind und vielleicht noch gar nicht so wirklich wissen, was ein ETF ist und den noch nicht einordnen können. Was ist das eigentlich? Ein ETF ist ein Indexfond, so nennt man die auch. Und das setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, Index und Fond. Schauen wir uns doch mal ganz kurz an, was ein Index ist. Da ist der bekannteste Index hier in Deutschland natürlich der DAX, der Deutsche Aktienindex, der sich aus 30 Aktien zusammensetzt. Und die Deutsche Börse hat genaue Regeln definiert, welche Aktien in diesem Index drin sind und in welcher Gewichtung. Und ein Indexfond, der macht eben genau das, dass er diese Wertentwicklung des Index eins zu eins versucht abzubilden, indem er diese 30 Aktien in genau der Gewichtung kauft, wie sie auch im Index definiert sind. Der ETF ist dann auch noch, ETF steht ja für Exchange Traded Fund, also Börsen gehandelter Fond, der ist dann auch noch an der Börse gelistet. Umkehrschluss heißt es dann, dass man den DAX Index an der Börse kaufen kann. Das ist sehr einfach und bequem. Und wenn dann der DAX beispielsweise, also der Index um 5 Prozent steigt, dann steigt eben auch der ETF um 5 Prozent mit. Und es gibt in Deutschland so 1800, 1900 verschiedene ETFs, die meisten davon auf Aktienindizes. Und da kann man sich eben aus einer bunten Vielfalt an verschiedenen Märkten, Themen, Branchen, Sektoren sich sein Investment quasi zusammenbauen und über den ETF sehr einfach und bequem und sehr transparent vor allen Dingen investieren. Und wenn wir jetzt 1800, 1900 ETFs hier in Deutschland zur Verfügung haben und wir wollen anfangen in ETFs rein zu investieren, dann kann das natürlich ganz schön mühsam sein, sich da einzeln jeden ETF rauszusuchen und in die Papiere der Anbieter rein zu gucken. Und da kommt ihr jetzt mit extra ETF ins Spiel. Was bietet ihr auf eurer Webseite den Nutzern? Ja, ich hatte ja gesagt, dass wir 2008 angefangen haben. Da hatten wir noch alle ETFs bei uns im Newsletter. Das waren glaube ich so 120. Jetzt sind es ein bisschen mehr zwischenzeitlich geworden, dass es natürlich über eine Liste so nur noch schwer abzudecken ist. Das heißt, das erste Kernstück unserer Webseite vor allen Dingen ist natürlich eine sehr ausführliche und detaillierte ETF-Suche. Das heißt, man kann nach verschiedenen Rubriken, aber auch zum Beispiel nach Ausschüttungsarten oder sogar Ausschüttungsrenditen ETFs selektieren und so von den 1822 ETFs, ich habe sie gerade vor mir, die bei uns in der Datenbank sind, Stück für Stück runterbrechen. Das Ergebnis, dass man vielleicht dann auf seine 3, 4, 5 Produkte kommt, die man dann wirklich für ein Investment in Betracht zieht. Aber wir haben noch viele andere Möglichkeiten und andere Funktionen. Wir haben zum Beispiel einen ganz großen Bereich Wissensartikel, wo wirklich in verschiedenen Detailstufen erklärt wird. Was ist ein ETF? Das ist der Basisartikel, sage ich mal, aber bis hin zu wie funktioniert ein Short ETF, wo man auf fallende Märkte setzen kann. Also da ist die Bandbreite an Wissen ja umgegrenzt, würde ich mal fast sagen. Und im letzten Jahr haben wir auch einen ganz neuen Service gestartet. Man kann bei uns auf der Webseite auch Muster-Portfolios anlegen. Man kann da quasi ETF-Strategien testen, kann die auch rückwirkend sich dann anschauen, wie die sich entwickelt haben. Und wer das nicht machen möchte, weil ihm das zu mühsam ist, der kann sogar sein reales Werbpapier-Depot mit unserer Plattform verknüpfen. Und dann laden wir uns sozusagen die Daten aus dem Portfolio raus und visualisieren das dann auf unserer Webseite und reichern das um viele, viele Informationen an, dass man dann wirklich, sagen wir mal, ein Röntgenbild von seinem Portfolio bekommt, das man so bei seiner Bank wahrscheinlich nicht bekommt. Jetzt muss ich tatsächlich noch mal ganz kurz nachhaken. 2008, da war ich persönlich noch nicht an der Börse, bei mir hat das ein paar Jahre später angefangen. 2008, sagst du, gab es 120 ETF-Stile hier zur Verfügung haben und inzwischen sind es fast 2.000. Was hat denn da für diesen Boom gesorgt? Also sind ETFs für die Anbieter so eine große Goldgrube oder woher kommt die hohe Anzahl? Wenn man sich anschaut, den Asset-Management-Markt, also den Markt für Geldanlage im Wehrpapierbereich, dann ist er ja bisher immer so geprägt worden oder geprägt gewesen. Entweder hat man Wehrpapiere direkt gekauft, also man hat eine Aktie gekauft, man hat die Siemens-Aktie gekauft, man hat, was weiß ich, die Daimler-Aktie oder eine Apple-Aktie oder so gekauft und dann Anleihen dazu gekauft, also einzelne Wehrpapiere oder man hat Pakete gekauft, Investmentfonds gekauft, die dann von verschiedenen Asset-Managern verwaltet wurden, also von Vermögensverwaltern verwaltet wurden und diese Vermögensverwalter, diese klassischen Investmentfonds, die haben, ich sage jetzt mal salopp, immer die Aussage gehabt, du weißt nicht in welche Märkte, in welche Aktien man investieren soll, wir wissen das, wir machen Research, gib uns dein Geld, wir managen das für dich und dafür ziehen wir dir aber einen Teil der, berechnen wir eine Verwaltungsvergütung, eine Gebühr und nehmen die aus dem Verwalteten, entnehme die aus dem Verwalteten Vermögen. Diese Gebühr liegt halt bei so aktiv gemanagten Fonds irgendwo so, sagen wir mal, von 1 bis 2 Prozent pro Jahr und das klingt jetzt im ersten Moment relativ wenig, aber wenn man sich vor Augen hält, dass so in den letzten, sagen wir mal, 150 Jahren der weltweite Aktienmarkt im Schnitt so um 5 Prozent gestiegen ist pro Jahr, dann ist es dann bei 2 Prozent Gebühren schon nennenswerter Anteil an der Marktrendite, die überhaupt erzielt werden kann und irgendwann hat man halt einfach gemerkt, dass die wenigsten Manager den Markt schlagen. Also wenn ich einem Vermögensverwalter heute Geld gebe, mit dem Auftrag investiert das in weltweite Aktien, dann kann ich den ja messen, zum Beispiel MECR World Index und wenn der Vermögensverwalter es nicht schafft, nach Kosten den MECR World Index zu schlagen, dann brauche ich ihm ja eigentlich nicht das Geld geben, weil dann kann ich gleich den Index kaufen, also den gesamten Markt kaufen und die Chance, dass ein Vermögensverwalter den Markt schlägt, ist halt signifikant geringer, wenn er auch noch zusätzlich jedes Jahr 2 Prozent aus dem Vermögen sozusagen entnimmt, weil da muss er ja schon mal mindestens 2 Prozent mehr Rendite machen als der Markt, also als der Index und dann noch möchte ich ja, dass er ihn schlägt, also er muss, sagen wir mal, mindestens 3 Prozent machen und das ist schon sehr, sehr unterschiedlich und aus dieser Erfahrung heraus und aus diversen Analysen und Studien hat sich dann eben der Bereich der ETFs herauskristallisiert, weil die Leute natürlich schon den Vorteil genießen wollten, möglichst einfach, transparent, schnell, super simpel in Märkte zu investieren, eben über einen Index und das Mittel dazu ist eben an der Indexfond beziehungsweise der ETF und dadurch, dass kein Manager mehr hier aktiv eingreift und Anlageentscheidungen trifft, so wie beim aktiven Management, wie ich gerade ein Beispiel beschrieben habe, sind diese Produkte halt sehr günstig und im Schnitt würde ich sagen, kostet so ein weltweiter ETF vielleicht 0,15 Prozent Gebühr pro Jahr und es ist natürlich signifikant günstiger als ein aktiv gemanagter Fond, der zwischen 1 und 2 Prozent pro Jahr kostet und das ist der Erfolg oder die Haupterfolgsstory von ETFs, das heißt die Investoren weltweit werden immer aufgeklärter, die Rolle der Kosten spielt eine immer größere Rolle, Transparenz ist ein wichtiger Faktor und Anleger sind halt einfach nicht mehr bereit, hohe oder teure Gebühren zu bezahlen für schlechte Leistung und die Alternative ist dann eben der ETF und deswegen hat sich über die letzten 10, 15 Jahre der ETF-Markt so extrem nach oben entwickelt und nachdem Nachfrage da ist, reagieren dann auch die ETF-Anbieter und versuchen neue Märkte, neue Inities zu erschließen und deswegen ist auch die Zahl der Produkte in den letzten Jahren so deutlich angestiegen. Okay, danke dir für deine Erklärung, das habe ich soweit glaube ich alles verstanden, also ein ETF, eine einzelne Aktie zunächst mal kann ich mir gut vorstellen, eine einzelne Aktie ist sowas ähnliches wie eine einzelne Blume und wenn ich dann ein ETF habe, dann habe ich einen ganzen Blumenstrauß und zusätzlich ist dieser Blumenstrauß nicht mal besonders teuer, das habe ich soweit alles verstanden. Jetzt gibt es mit diesen 1800, 1900 ETFs ja aber eine ganze Menge und wenn ich mir aber auch nur einen aussuchen möchte, den ich jetzt per Sparplan oder einmal Investition besparen möchte, kaufen möchte, dann stehe ich da erstmal vor einer ganz großen Herausforderung. Wir wollen uns heute ein wenig auf den World ETF beziehungsweise die All Country World ETFs oder jegliche Abwandlung, die noch ein bisschen mehr die Emerging Markets mit rein nimmt und damit die Anzahl der Positionen nach oben treibt konzentrieren. Wie wähle ich denn da jetzt den richtigen ETF aus? Das Schöne ist an dem ganzen ETF Thema nur, weil es 1800 ETFs gibt, heißt es nicht, um Gottes willen, dass ich alle 1800 im Portfolio haben muss. Es ist so, dass ich weiß jetzt gar nicht genau die Zahl, aber ich schätze mal so 20 ETF-Anbieter wird es sicherlich geben hier in Europa, wahrscheinlich sogar mehr, aber so die relevanten, würde ich mal sagen, sind so die Top 20 und nachdem jeder ETF-Anbieter natürlich eine bestimmte Produktpalette hat, zum Beispiel auf den amerikanischen S&P 500 Index oder auf den von dir genannten MSEA World Index, habe ich ja automatisch dann schon mal mindestens 20 Produkte, weil jeder Anbieter den gleichen Index abbildet und das potenziert sich dann natürlich. Das heißt, die wirkliche Anzahl an investierbaren Märkten, die ist deutlich niedriger. Es gibt halt pro Index mehrere ETFs und da kommen wir dann zu der Frage, welchen soll ich nehmen, wie wähle ich die aus? Ich möchte noch kurz einen anderen Exkurs dazu machen, weil das auch noch relevant ist, finde ich, für einen Anleger, der sich jetzt neu mit dem Thema beschäftigt. Das Schöne an den ETFs ist, dass man eben nicht, sagen wir mal, um ein gutes Portfolio sich aufzubauen, eine gute Wehrpapieranlage zu haben, muss man nicht 10, 20 ETFs kombinieren, sondern im Prinzip kann man mit zwei ETFs schon ein Top-ETF-Portfolio zusammenstellen, indem man nämlich einen möglichst weltweit breit gestreuten ETF nimmt, wo man dann Industrieländer und Schwellenänder zum Beispiel mit investiert und wenn man dann das Risiko reduzieren will, kann man da gedanklich dann sein Tagesgeld zum Beispiel mit dazu packen oder vielleicht einen Anleihen-ETF kaufen und dann habe ich mit zwei ETFs schon eine weltweite Abdeckung. Super simpel, super gut, ein perfektes Portfolio. Wenn man es dann aber individuell haben möchte, wenn man zum Beispiel sagt, ich möchte die weltweiten Regionen selber steuern, also ich möchte entscheiden, wie viel in Europa, wie viel Prozent ich in Amerika, wie viel Prozent ich in Asien investiere, dann kann man halt schon die nächste Ebene sozusagen gehen, indem man regional investiert und dann kommt man dann schon auf 3, 4, 5 ETFs. Wenn man sagt, ne will ich nicht, ich möchte es vielleicht noch länderindividuell machen, dann ist man dann plötzlich bei 10, 15 ETFs. Also man muss nicht sozusagen, um ein gutes weltweites Portfolio zu haben, den gesamten ETF-Markt im Portfolio haben, sondern es reicht mit wenigen Produkten. Und dann kommen wir nochmal zur Frage zurück, wie will ich jetzt ein ETF aus? Da gibt es verschiedene Herangehensweisen. Ich glaube, die wichtigste Frage, bevor man überhaupt auf die Produktauswahl geht, ist ja erstmal die Frage, wie will ich denn eigentlich investieren? Also will ich jetzt amerikanische Aktien, will ich deutsche Aktien, will ich weltweit? Weil das ist ja mal die erste Ebene sozusagen, die ich mir überlegen muss, weil es nützt ja nichts, mich durch 1.800 ETFs zu wühlen, wenn am Ende meine Entscheidung klar ist, dass ich eigentlich nur in Amerika investieren will. Weil dann fallen natürlich schon mal, keine Ahnung, 1.500 ETFs weg und dann bleiben nur noch vielleicht 300 übrig. Also das ist mal die Grundsatzfrage, wie will ich investieren? Wie schaut die, man sagt ja einen amerikanischen Begriff dazu, asset allocation aus, also wie soll die Vermögensaufteilung ausschauen? Und wenn ich das für mich definiert habe, da gibt es dann wieder ein paar Zusatzfragen, die man sich stellen muss, welches Risiko will ich eingehen und so weiter. Wenn man das hat, dann kann man auf die Index-Ebene gehen und dann überlegen, ok, wenn ich jetzt, bleiben wir mal bei dem Thema Amerika, wenn ich in Amerika investieren will, was will ich denn haben? Will ich Standardwerte haben? Will ich vielleicht Technologieaktien haben? Will ich substanzstarke Aktien haben? Will ich kleine Unternehmen haben, sogenannte Small Caps? Also da kommen dann wieder weitere Fragen, kann man sich dann entsprechend entscheiden. Und dann, wenn man zum Beispiel, brechen wir das mal runter, die Entscheidung getroffen hat, man will amerikanische Aktien, Standardwerte, dann gibt es eigentlich nur noch ein paar Fragen, nämlich nehme ich den S&P 500 oder nehme ich den MSCI USA oder finde ich vielleicht noch einen anderen, marktbereit gestreuten Amerika Index. Und dann ist man erst eigentlich auf der ETF-Ebene, das ist mal vorweg geschickt. Und dann, wenn man sich auf der Produkt-Ebene die Sachen anschaut, dann kommt es ein bisschen darauf an, will man einen ausschüttenden ETF haben, will man einen tesorierenden haben, will man, es gibt verschiedene Arten der Index-Replikation, also wie der Index abgebildet wird und da gibt es dann weitere Fragen, will man einen Fonds haben, der ein sehr hohes Fondsvolumen hat, wo viele Investoren drin sind oder geht man eher in ein Nischenprodukt, weil man speziell diesen Index haben will und da sind noch nicht so viele Anleger drin. Also es kommt da so ein bisschen drauf an, da ist die Vielfalt groß. Man ist immer gut daran gehalten zu gucken, wo die größten Gelder verwaltet werden, also wo das meiste Geld investiert wird, weil in diesen ETFs sind dann meistens die großen institutionellen Investoren eben investiert und die machen sehr, sehr genaue Produktauswahlen und überlegen sehr genau, in welche ETFs investieren und da kann man als privater Anleger sich eigentlich immer ganz gut daran orientieren. Okay, danke dir für die Einordnung, das ist auf jeden Fall schon mal sehr hilfreich. Ich habe mir jetzt beispielsweise mal einen ETF aufgemacht und zwar den mir bekanntesten, das ist der iShares MSCI World, habe mir aber hier die Core-Variante aufgemacht, weil die einfach 0,3% günstiger ist und da habe ich jetzt ganz viele Kennzahlen auf eurer Webseite, die mir sofort entgegenkommen. Was mir als erstes auffällt, ist die Eason, also beziehungsweise Wertpapierkennnummer Eason und bei der Eason, je nach ETF, den ich mir aussuche, stehen da unterschiedliche Länder, was zum Beispiel Irland, Deutschland, ich glaube Luxemburg habe ich gerade eben auch gesehen, sind. Ist das relevant für mich oder ist das kein Punkt, der in die Entscheidung mit einfließen muss? Also es ist natürlich ein Unterschied, wo der Fonds, man sagt domiziliert ist, also Irland, Luxemburg oder andere Länder Deutschland, das war früher mal relevanter. Bin nicht 100%ig jetzt gerade sicher, aber soweit ich mich informiert habe oder informiert bin, war es so, dass es steuerliche Themen hatten, steuerliche Themen hatte vor allen Dingen und im letzten Jahr oder vor zwei Jahren wurde ja die Besteuerung von ETFs geändert und deswegen ist es nicht mehr so relevant für den Privatanleger, wo die dominiziert sind. Insofern ist es für den Anleger aus meiner Sicht jetzt nicht so ein gravierender Punkt, den man bei der ETF-Auswahl wirklich beachten sollte. Das sind andere Punkte wichtiger, wie zum Beispiel die Kosten bzw. die Tracking-Differenz und vielleicht auch jetzt auf der Index-Ebene nochmal, wie konzentriert der ETF ist, also wie viel Werte investiere ich denn da eigentlich. Das sind auch alles Punkte, die mir da angezeigt werden, aber vorher kommt der Punkt der Index-Abbildung und da kommen jetzt ein paar Worte, die wenn ich sie nicht google, wahrscheinlich ich auch nicht kenne. Das eine ist die physische Nachbildung des Indexes, das andere ist eine optimierte Nachbildung und dann gibt es noch die synthetische Mittelseinsatz von Swaps. Kann ich da alles kaufen oder habe ich mit irgendeinen dieser Varianten einen Nachteil oder Vorteil, den ich mit einer anderen nicht habe? Also da scheiden sich so bisschen die Geister, vielleicht mal kurz um das einzuordnen. Ich hatte ja vorhin gesagt, dass ein ETF immer einen Index abbildet und in dem Index, das ist ja eine statistische Kennzahl beim DAX, um einfaches Beispiel mal zu wählen, sind ja 30 Unternehmen drin, die in der entsprechenden Gewichtung im Index gewichtet sind. Wenn ich diesen Korb an Wehrpapieren jetzt abbilden will, dann kann ich entweder die 30 Aktien mir in den Fonds kaufen, in der genau der Gewichtung. Wenn dann die Werte steigen, steigt natürlich der Korb mit diesen 30 Aktien drin genauso wie der Index. Das wird aber natürlich umso schwerer, wenn ich jetzt beispielsweise mir den MECA World Index anschaue, also ein weltweiter Index, der hat irgendwo um die 1800 Wehrpapiere drin und das ist natürlich sehr aufwendig. 1800 Wehrpapiere in genau der Gewichtung jeden Tag irgendwie anzupassen. Und da gibt es dann zwei Varianten, wie die ETF-Anbieter das machen. Das eine ist eine sogenannte gesampelte Variante. Da kauft man dann eben nicht die 1800 Werte, die im Index drin sind in das Portfolio, sondern vielleicht nur 400, 500. Also man schaut, dass man aus diesem Universum, was im Index drin ist, eine Approximation findet, also eine Referenzgruppe, die, wenn man zum Beispiel diese 500 Aktien in einer ein bisschen anderen Gewichtung kauft, dann hat man trotzdem eine möglichst exakte Abbildung wie der Index. Das wären dann die sogenannten gesampelten ETFs. Und das andere, das sind die sogenannten synthetischen, da wird es jetzt ein bisschen sagen wir mal komplizierter. Da vereinbart der Investmentfonds mit einer Investmentbank eine Vereinbarung. Die sind so genannten Swap. Und Swap im Englischen steht ja für Tausch. Das heißt, in dem Fonds liegen dann Wehrpapiere drin und die ist ja, man weiß ja, was drin liegt und dann wird die Wertentwicklung dieser Wehrpapiere, die im Fonds drin liegen, das können irgendwelche Wehrpapiere sein, werden getauscht mit der Wertentwicklung des Index. Also da ist quasi, in dem Vertrag steht quasi drin, liebe Investmentbank, wenn mein Portfolio oder mein Portfolio, was ich habe, soll die Wertentwicklung des MECR World abbilden, ich habe hier in meinem Portfolio diese Werte drin und zahl dir doch, zahl du mir doch mal in Geld immer die Differenz aus dieser zwei Wertentwicklungen. Das heißt, wenn jetzt am Beispiel die Werte im Fonds um 5% fallen, der MECR World aber gleich bleibt, dann muss die Bank dem Fonds 5% zahlen und dann hat der Fonds ja einen Wert genauso in der Wertentwicklung wie der MECR World. Da findet jeden Tag quasi so, sagen wir mal, ein Geldaustausch statt. Und anhand der Beschreibung sieht man ja schon, das ist relativ komplex und für viele Anleger, sagen wir mal, ist das ein bisschen intransparent und mit bestimmten Risiken behaftet, weil eben jeden Tag diese Differenzen ausgeglichen werden und dann ist ja eben die Frage, was passiert denn, wenn jetzt genau an einem Tag die Differenz sehr hoch ist und die Bank da nicht mehr zahlen kann, also wenn die ausfällt, das sind dann sogenannte Kontrahentenrisiken und da gibt es verschiedene Sicherheitsmechanismen, deswegen ich will jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen, vielleicht will ich es mal so beantworten. Von der Qualität der Produkte würde ich sogar sagen, dass synthetisch abbildende ETFs insofern besser sind, weil sie ganz exakt die Wertentwicklung des Index abbilden, also sehr akkurat sozusagen die Wertentwicklung abbilden, währenddessen physische da eine gewisse Schwankung in der Abweichung haben. Für Privatanleger ist es aber so und für die meisten Investoren wird momentan eher ETFs bevorzugt mit einer physischen Indexabbildung, das heißt es gibt sowohl synthetische als auch physische, aber die meisten ETF-Anbieter switchen mit ihren Produkten auf diese physische Indexabbildung, weil das von den Anlegern einfach favorisiert wird. Ich persönlich muss gerade überlegen, mein Portfolio, ich habe ja nicht allzu viele ETFs, das habe ich auch schon mehrmals gesagt, in die ich investiere, ich habe nur physisch replizierende ETFs und die meisten, nachdem iShares ja auch der Marktführer ist, die haben sowieso nur physisch replizierende ETFs in ihrem Portfolio, kann man also sagen, die meisten Anleger investieren eher in physisch replizierende ETFs. Okay, danke dir für deine Erklärung, das geht mir persönlich auch ähnlich, ich habe auch fast nur physische ETFs drin, außer es geht wirklich so in ganz exotische Bereiche, da finde ich dann immer nichts physisches mehr, sondern muss auf die synthetischen Bereiche ausweichen. Die nächste spannende Zahl, die ich hier sehe, ist die Fondgröße. Je nachdem, wie breit der ETF ist und wie lange es den schon gibt, ist die auch relativ hoch, muss ich bei der etwas Spezielles beachten oder auch anders gefragt, sollte ich von Fonds, der vielleicht nur eine Million drin hat, auch Abstand halten? Ja, also der größte ETF in Deutschland, in unserer Datenbank, der hat 35 Milliarden Euro in einem ETF, das ist natürlich unheimlich viel Geld, das ist der iShares Core S&P 500 ETF. Es gibt so eine Faustregel, so ab ungefähr 100 Millionen Euro ist ein ETF, also 100 Millionen Euro Fondvolumen ist ein ETF kostendeckend für den ETF-Anbieter und da kann man sich dann insofern relativ sicher sein, dass der ETF nicht geschlossen wird oder mit einem anderen zum Beispiel fusioniert wird. Das gibt es auch, dass manchmal ETFs die den gleichen Anlage im Markt abdecken von einem Anbieter, weil beide irgendwie klein sind, dann zusammengelegt werden. Oder zum Beispiel wegen der Fusion, also beispielsweise wo Luxor Comstage übernommen hat, da haben die beiden Anbieter natürlich ähnliche Produkte gehabt. Ich hatte ja schon gesagt, jeder Anbieter hat einen ETF auf dem MSC World im Angebot und dann schmeißt man die irgendwann mal zusammen. Das ist für einen Anleger dann kein Problem, kommen wir vielleicht auch nochmal drauf. Ich würde es so machen, nachdem ich eher der Befürworter bin für Privatanleger, möglichst simple ETFs-Portfolios zusammenzustellen, das heißt man bewegt sich da eher dann in der Ebene MSC World, All Country World, MSC Emerging Markets. Und wenn man da dann die Produkte der Top-Anbieter auswählt, da ist man eh sowieso automatisch in dem Volumen über paar Milliarden. Insofern hat man da keine Probleme. Und wer jetzt so ein bisschen in exotischere oder in Themen-ETFs beispielsweise geht, da gibt es mittlerweile auch schon ein paar Produkte, die in Milliarden Volumen haben, aber da liegt es so ein bisschen an der Natur der Sache, dass ein Trend-Thema wie zum Beispiel E-Sport, da gibt es einen ETF drauf von FANEC, der das Thema E-Sport abdeckt, als der auf den Markt gekommen ist, hatte der sehr hohes Interesse, weil es ein sehr spannendes Investment-Thema war, aber ich glaube, der hat mit vier, fünf Millionen Euro Vorvolumen angefangen. Jetzt ist es natürlich so, dass so ein ETF, wenn er von einem ETF-Anbieter rausgebracht wird, der auch nicht in zwei Monaten wieder geschlossen wird, weil er kein Volumen drin ist. Das heißt, die geben den Produkten schon so ein bisschen Zeit. Aber wenn jetzt ein ETF, sagen wir mal zwei, drei Jahre, kein Volumen einsammelt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der ETF-Anbieter den wieder schließt, schon relativ hoch, weil es verursacht halt nur Kosten. Und wenn die Investoren ihn einfach nicht mögen, den Index oder den ETF, dann macht es halt auch keinen Sinn, den weiter vorzuführen. Okay, gut habe ich verstanden. Das Fondsvolumen, die Fondsgröße, darauf bin ich nur meistens gestoßen, wenn ich gerade so in Ländern wie Indien geguckt habe, wie ich da mal einen vernünftigen ETF finde. Wo wir schon bei Ländern sind, kommen wir zu einem nächsten Punkt, das ist nämlich die Währung. Ich habe bei den meisten ETFs jetzt gesehen, dass da US-Dollar steht, habe aber auch irgendwo mal Euro gesehen und irgendwo stand auch schon mal gehatcht. Gibt es auch da etwas, was ich beachten muss? Also es ist so, erstmal sind 99 Prozent der ETFs, die in Deutschland handelbar sind, alle natürlich in Euro handelbar. Das heißt, wenn jetzt eine Börse zu einem Kurs von 99 gehandelt wird, dann sind das 99 Euro. Die Frage ist jetzt, wenn ich einen amerikanischen ETF kaufe, der ja in amerikanische Aktien investiert, die also in US-Dollar notieren, ich ihn aber in Euro kaufe, dann muss hier irgendwo eine Währungsumrechnung stattfinden. Und das findet eben auch vorebene statt. Das heißt, wenn ich mir jetzt ein Portfolio zusammenstelle, beispielsweise nur amerikanische ETFs, dann habe ich als Euroanleger natürlich ein Währungsrisiko. Das heißt, es könnte dann theoretisch sein, dass die Aktienkurse in US-Dollar zwar um 10 Prozent steigen, aber wenn die Währung im gleichen Zug zum Euro um 10 Prozent sich gegen mich, gegen meine Position entwickelt, dann habe ich als Euroanleger halt eine Nullrendite, obwohl die Kurse um 10 Prozent gestiegen sind, die Aktienkurse um 10 Prozent gestiegen sind. Das heißt, ich muss so ein Währungsrisiko einfach mit berücksichtigen bzw. wissen. Wenn ich das nicht möchte, hast du schon gesagt, gibt es ETFs, wo in dem ETF eine Währungsabsicherung mit eingebaut ist. Ich persönlich halte davon nicht so viel, weil diese Absicherungen halt auch kosten und auch nicht so 100 Prozent genau sind, weil die zum Beispiel teilweise nur monatsweise abgesichert wird. Also nicht jeden Tag sozusagen die Absicherung besteht, das ist ein bisschen ungenauer dann. Ich glaube, es ist wichtiger, eine saubere Portfoliodiversifikation zu haben. Das hat man ja am Anfang, den Begriff, also breit zu streuen und wenn ich dann im Gesamtportfolio 10, 20 oder vielleicht ein bisschen mehr US-Dollar-Anteil habe, dann ist das glaube ich nicht so schlimm. Okay, sehr schön. Dann lass uns mal zu den, ich glaube auch fast wichtigsten Punkten drüber gehen. Das sind nämlich die beiden Kurz-Kürzel TER und das Kürzel TD, also TER, die Total Expans Ratio, als auch die TD, die Tracking Difference. Ich habe, glaube ich, 2012, 2014 irgendwann dazwischen mein erstes Depot eröffnet und mit ETFs angefangen. Damals hast du überall eigentlich nur von der TER gehört und seit ein paar Jahren bemerke ich sehr stark, dass es auch stärker auf die Tracking Difference, dass die häufiger genannt wird. Worauf muss ich da achten? Was sind verkraftbare Zahlen und was kann ich da noch kaufen? Nehmen wir mal die beiden Begriffe kurz auseinander. TER ist die Gesamtkostenquote in Deutsch übersetzt. Das heißt, welche Kosten werden aus dem ETF entnommen, in dem Fall bei diesem MECA World, wo wir vorhin das Beispiel hatten, 0,2% pro Jahr. Das heißt, wenn ich jetzt, sagen wir mal, ich hätte fünf ETFs, lasse mal alle anderen Parameter außen vor und vergleiche die nur nach der TER, dann wird es vielleicht einen geben, der 0,2% kostet, einen vielleicht der 0,15% kostet und einen, der vielleicht 0,5% kostet. Dann würde ich jetzt unter der Betrachtung natürlich den nehmen, der die niedrigste TER hat, also zum Beispiel nur 0,15%. Aber jetzt ist es so, man kann vielleicht sagen, wie bei einem Bäcker, der gute und auch schlechte Brötchen backen kann, ergibt es auch bei dem ETF-Anbieter. ETF-Anbieter, die, sagen wir mal, bestimmte Möglichkeiten haben, einen Index besser abzubilden. Und besser heißt in dem Fall ja immer, im Idealfall sogar, der Index, also der ETF, entwickelt sich besser als der Index. Also das reale Investment verhält sich, liefert eine höhere Rendite als die statistische Kennzahl der Index. Und da gibt es ein paar Gründe, warum das so ist. Eigentlich müsste man ja annehmen bei einem ETF, der 0,2% kostet, dass der immer 0,2% schlechter sich entwickelt als der Index, weil ja Kosten aus dem Topf sozusagen entnommen wird. Jetzt muss man aber wissen, wie wird ein Index berechnet. Und die Index-Anbieter haben ja die Aktien sozusagen im Portfolio in ihrem Index eingerechnet und es gibt eine Komponente, die Dividende. Was passiert mit der Dividende? Ein Unternehmen zahlt ja eine Dividende aus, dann wird eine Steuer abgeführt und das Rest Geld, was dann auch übrig bleibt, geht aufs Konto des Anlegers. Wie bilde ich das jetzt statistisch ab? Weil die Besteuerung ist pro Investor unterschiedlich. Es macht einen Unterschied, ob ein Investor, sagen wir mal, in Deutschland sitzt, ob er im Ausland sitzt, ob er in Irland sitzt, ob er in Luxemburg sitzt. Wir hatten die ganzen Frontomizile ja auch genannt. Da haben die Index-Anbieter dann eine, sagen wir mal, eine Herangehensweise gewählt. Ich glaube, dass die im Schnitt immer so 80 Prozent der Dividende wieder in den Index sozusagen reinrechnen, also die gehen von einer fiktiven Steuerquote von etwa 20 Prozent aus. Wenn jetzt ein ETF-Anbieter es schafft, weniger als 20 Prozent sozusagen in der Realität im Fonds Steuern zu bezahlen, sagen wir mal, er würde nur 10 Prozent Steuern zahlen, dann hätte er ja nur 10 Prozent höheren Ertrag im Fonds und das wirkt sich natürlich auf die Wertentwicklung dann des ETFs aus. Und deswegen gibt es eben auch manche ETFs, die eine bessere Wertentwicklung haben als der Index. Und diese Differenz, das wird eben über die Tracking-Differenz, also die Abbildungs-Differenz ausgedrückt. Und zum Beispiel dieser ETF, den wir jetzt hier als Beispiel haben, der hat eine TR von 0,2 Prozent, aber die Tracking-Differenz ist nur 0,06 Prozent. Das heißt, der ist etwas schlechter nur als der Index, aber hat es nicht, also eigentlich müsste der Minus, müsste der 0,2 Prozent sein minus, aber er hat 0,06. Das heißt, der ist ein Tick nur schlechter sozusagen als die Indexentwicklung und damit ja sehr, sehr gut. Und das wird eben dann durch die Tracking-Differenz ausgedrückt. Und deswegen sollte man eigentlich immer den ETF nach der Abbildung zum Index vergleichen oder ETFs untereinander vergleichen. Weil wenn ich jetzt diese drei, wir hatten ja vorhin von drei ETFs gesprochen, die miteinander vergleiche, kann ich mir auch gucken, welche Rendite hat jeder im gleichen Zeitraum gebracht. Und wenn da einer dabei ist, der jedes Jahr, also 2017, 18, 19 und 20, immer besser war als alle anderen und zugleich noch eine positive Tracking-Differenz hat, dann ist es halt ein sehr, sehr guter ETF. Okay, gut. Das habe ich glaube ich auch verstanden. Und gerade als du das Wort Dividende gesagt hast, ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht danach gefragt habe, weil es gibt noch zwei spannende Wörter. Nämlich das eine ist, also in der Ertragsverwendung des ETFs die Ausschüttung, also wenn das Ding tatsächlich ausschüttet, dann gibt es noch eins für gerade für Anfänger schwieriges Wort, bei dem du dich fragst, was hat denn das Ganze mit Dinosauriern zu tun? Da steht mich auf einmal tesaurierend. Was ist für mich als Anleger besser, worauf sollte ich achten? Also ich persönlich habe eine ganz klare Meinung dazu, aber was sagst du als Experte dazu? Also ich würde es eher so beantworten, dass es Geschmackssache ist. Meistens, das ist auch ein Grund, warum es auf einem Index mehrere ETFs gibt, haben die Anbieter eine tesaurierende und eine ausschüttende Variante. Also man kann dann einfach wählen, ob man jetzt einen ETF haben möchte, wo regelmäßig Dividenden zum Beispiel, die anfallen, an den Anleger des Fonds auch ausgezahlt werden oder ob diese Erträge im Fonds verbleiben und wieder angelegt werden. Also tesaurierend ist dann, die Erträge bleiben im Fonds, ausschüttend ist, sie werden ausgeschüttet. Bei den ETF-Namen, da kommen wir vielleicht auch noch mal drauf, da gibt es auch immer so eine lange Bezeichnung, die heißen ja immer unterschiedlich und da gibt es dann auch immer so das Kürzel ACC für Accumulation, das Werk sozusagen tesaurierend und DIST steht für Distribution, Englisch für Ausschüttend, nur dass wir das auch noch mal genannt haben in dem Zusammenhang. Ich persönlich würde einen ETF immer danach auswählen, wie ich sozusagen Erträge haben möchte. Also in meinem Fall zum Beispiel habe ich Ausschüttende gewählt, weil ich es einfach total schön finde, wenn ich ab und zu mal eine zusätzliche Ausschüttung auf mein Konto bekomme und das Geld, was ich für den Urlaub oder für sonst irgendwas verbraten kann. Wenn man jetzt zum Beispiel einen Sparplan macht, also ein Vermögensaufbau ist, dann macht es, glaube ich, keinen Sinn, wenn man dann 2,34 Euro Ausschüttung bekommt, wenn man so ein wenig Vermögen momentan angelegt hat. Da macht es dann vielleicht eher Sinn, einen Ausschütten-Edge und einen tesaurierenden ETF zu wählen, weil dann lasse ich diese Euros einfach im ETF drin und spar an, solange ich noch nicht über ein großes Vermögen verfüge. Also es kommt ein bisschen drauf an, wie man das nach persönlichem Gusto macht. Unter Rendite-Gesichtspunkten ist es vollkommen egal, weil entweder habe ich halt eine Rendite von 10% und habe vielleicht meinen Voranteil steigt um 10% oder ich habe eine Rendite von 9% und ich habe noch 1% Ausschüttung auf dem Konto, also Renditeaspekte oder Renditeaspekten ist es egal. Wie ist denn deine deine favorierte Variante? Zuhörer des Podcasts werden es sich wahrscheinlich schon denken können, was bei mir die Favorisierte ist. Ich mache das ähnlich wie du, dass ich auf Ausschüttungen gehe. Ich habe allerdings bei mir auch und wir machen hier natürlich keine Anlageberatung, wie wir es am Anfang schon gesagt haben. Es ist einfach so unsere ganz persönliche Meinung. Ich habe tatsächlich auch mehrere World ETFs drin und die haben tatsächlich auch noch alle unterschiedliche, größtenteils unterschiedliche Ausschüttungszeiträume, wodurch ich halt häufiger auch von Ausschüttungen profitiere, weil bei mir die Gesamtstrategie auch ganz stark dahingeht. Wenn ich irgendwann die Ansparphase in Ausschütten umstellen möchte, dann möchte ich diesen ETF nicht verkaufen müssen, sondern es einfach verkonsumieren können und im Moment reinvestiere ich es halt einfach wieder. Das ist bei mir eine ganz einfache Geschichte, wie ich das mache. Aber das darf jeder machen, wie er möchte und das sieht auch jeder anders. Ich hatte da schon sehr spannende Gespräche, gerade auch auf Instagram auf dem Channel. Darf ich vielleicht noch kurz eine Anmerkung machen, weil bei uns auf der Webseite ja in der ETF-Suche kann man nämlich auch, wenn man jetzt sagen wir mal Welt ETFs sich rausklassifiziert, gibt es weiter unten dann auch Parameter, wo man sagen kann, in welchem Ausschüttungsintervall schütten die aus. Das heißt, man kann sich zum Beispiel auch ETFs dann aussuchen, die halbjährlich ausschütten oder vierteljährlich. Es gibt sogar ein paar ETFs, die monatlich ausschütten und da kann man, wenn man sich dann mehrere Produkte zusammenstellt, gibt es dann auch die Möglichkeit, sich wirklich ein Portfolio zusammenzustellen, wo man jeden Monat eine Ausschüttung aus dem Portfolio kommt. Immer aus einem anderen Produkt, aber für jemanden, also der einen hohen Anlagebetrag hat und sagt, so 500 Euro im Monat aufs Konto extra zu bekommen, das möchte ich machen. Der kann das quasi dann über die Suche von uns relativ leicht herausfinden, kriegt ein gutes Portfolio, aber eben mit monatlicher Ausschüttung. Ja, das ist tatsächlich auch die Art und Weise gewesen, wie ich es gemacht habe, weil ich habe genau diesen Filter benutzt und habe mir damit meine paar Favoriten dann rausgesucht. Das hat also tatsächlich sehr gut geholfen und dabei bin ich natürlich auch über diese ganzen Zahlen gestoßen und ein paar Zahlen, die wir jetzt der Form halber tatsächlich noch besprechen müssen, aber ich glaube, sie sind nicht ganz so wichtig, sind die Anzahl der Positionen im ETF, als auch der Anteil der Top Ten in diesem ETF. Warum sage ich jetzt, ich glaube, sie sind nicht ganz so wichtig, weil ich gesehen habe, das unterscheidet sich von ETF zu ETF eigentlich gar nicht so stark, aber du bist der Experte, du sprichst, was sagst du zu diesen beiden Positionen? Ja, wir haben die bei uns auf den Profilseiten immer angegeben, auch gleich ganz oben unter dem Vornamen und das hat eigentlich folgenden Hintergrund, weil der Sinn, das hatte ich ganz am Anfang bei der Definition, was ist ein ETF und auch bei dem Thema, was ist Diversifikation, hatte ich das ja kurz erwähnt. Für mich ist der Sinn einer Geldanlage, möglichst mit geringen Schwankungen, mit geringen Risiken langfristig ganz konservativ ein Vermögen aufzubauen und je breiter ich das Vermögen streue, desto besser ist es, weil ich dann eben Einzelaktienrisiken, ich sage jetzt mal Stichwort Wirecard, eben vermeide und für uns ist neben den ganzen Kosten und der Größe, diesen Parametern, die wir angesprochen haben, eben auch die Anzahl der Positionen und auch der Anteil der Top Ten Holdings, also wie viel Prozent machen diese Top Ten Holdings in dem ETF aus, schon zwei zentrale Kennzahlen, weil die erste, also Anzahl der Positionen, da sehe ich einfach, wie breit ist denn der ETF gestreut, also wie viel Wertpapiere sind da eigentlich drin und da ist der DAX, den ich jetzt mehrmals als Beispiel genannt habe, ein echt schlechtes Beispiel mit 30 Aktien, wo dann Siemens, SAP, Linde, glaube ich, sind die Top Werte mit jeweils 10 Prozent Gewichtung, das ist einfach schlecht, das ist viel zu wenig diversifiziert. Ganz extreme Beispiele gibt es bei Sektor ETFs, zum Beispiel Automobil, das sind halt dann drei, vier Werte, also Daimler, VW, BMW, in wen haben wir denn noch, vielleicht noch Porsche oder so, ich weiß nicht, ob die da auch drin sind, die sind dann, in dem Sektor Index sind dann 20 Aktien, 15 Aktien und die Top Ten Holdings haben 80 Prozent. Da habe ich also ein total nicht breit gestreutes Portfolio und ein extrem konzentriertes Portfolio und das ist ja eigentlich genau das, was ich bei der Geldanlage nicht will, weil dann kann ich mir auch gleich eine Volkswagen Aktie direkt kaufen, dann kaufe ich halt nicht so eine Mischung, sondern gehe halt gezielt in ein Unternehmen, wo ich mir raussuche. Deswegen sind es für uns wichtige Kennzahlen. Ich würde mir merken, immer breit streuen, das sollten mindestens 200, 300 Aktien sein bei dem ETF und der Top Ten Holding Anteil, da kann ich jetzt gar nicht so ein genaues, so einen genauen Tipp geben, aber ich würde sagen, sobald es so mehr als 30 Prozent in den Top Ten Holdings ist, dann ist es schon eher, dann sollte man mal reingucken, was man da eigentlich wirklich kauft und nochmal vielleicht die Zusammensetzung genau anschauen, damit man da keine bösen Überraschungen hat. Ja, ich glaube, so eine Überraschungen können Anleger genau dann erleben, wenn sie sich auf die Länder suche machen und dann das Land, ich glaube, Taiwan war es, wo ich glaube auch fast 50 Prozent eine Aktie waren in dem ETF und das hat mich auch ein bisschen überrascht. Aber lasst uns nochmal auf das Thema Diversifizierung kommen und da die Frage stellen, wie viele ETFs brauche ich jetzt eigentlich, reicht einer, brauche ich zwei, muss ich für jeden Kontinent einen eigenen ETF haben, was ich glaube bei Afrika sowieso sehr schwer wird, kann ich wirklich nur ein Produkt nehmen und bin dann fertig mit meinen Investitionen, stelle einen Sparplan ein und freue mich zu meiner Rente über mehr Vermögen. Also ich glaube, das lässt sich wirklich nicht wirklich beantworten, das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Ich glaube aber, man kann es ein bisschen Orientierung geben, wenn man beispielsweise sich anschaut, in welcher Phase ist der Anleger. Wenn jetzt ein Anleger wirklich anfängt, einen Sparplan hat, noch mit Vermögensaufbau beginnt, meinetwegen sagen wir mal sogar bis 50.000 Euro Volumen, also Anlagebetrag bis 50.000 Euro. Da ist es aus meiner Sicht durchaus zu vertreten, nur mit einem ETF zu arbeiten. Zum Beispiel den MSCI World, wobei ich dann eigentlich noch besser so einen MSCI ACVE, also All Country World, wo auch Schwellenländer mit dabei sind, eher den favorisiere. Da hat man dann 4, 5, 6.000 Aktien investiert, je nachdem welchen Index man da nimmt. Und da ist man wirklich breit gestreut, weltweit muss ich da keine großen Gedanken machen, kann es einfach mal laufen lassen. Hat Vorteile beim Sparplan, indem ich einfach nur ein Produkt monatlich bespare und nicht 3, 4, 5 Sparpläne pflegen muss. Also das macht alles sehr, sehr einfach. Vor allen Dingen, wenn ich dann zum Beispiel jährlichen Rebalancing mache, also wenn ich mein Portfolio zusammengestellt habe, vielleicht mit zwei ETFs, eine Aktien, eine Anleihen oder Aktien mit meinem Tagesgeld irgendwie kombiniere, dann muss ich halt nur eine Werte per Transaktion im Servicefall machen. Wenn ich jetzt größere Anlagebeträge habe, vielleicht auch ein bisschen Spaß an der ganzen Sache, dann macht es natürlich, dann kann man natürlich auch mehr ETFs nehmen. Wir haben ja so eine große Facebook-Gruppe, ETF-Strategie heißt die. Und wenn man da manchmal guckt, was die Leute so posten und die posten dann immer ihre Portfolios und holen dann Meinung ein, dann würde ich mal sagen, im Schnitt hat so ein ETF-Portfolio vier bis fünf Positionen. Ist das notwendig unbedingt? Ich meine nicht. Mein persönliches Portfolio hat vom Grundcharakter her vier ETFs. Das sind einmal Industrieländer-Aktien, Schwellenländer-Aktien. Also mit zwei ETFs decke ich die Welt ab und dann habe ich zwei Anleihen-ETFs. Das sind einmal Anleihen-Schwellenländer und Anleihen-Industriestaaten. Also genau das gleiche im Anleihenbereich. Momentan habe ich aber nur einen einzigen ETF sogar, nur Industrieländer. Während der Corona-Krise habe ich das abgebaut, weil ich gesagt habe, die Schwellenländer werden wahrscheinlich eher schlechter, als die Industrieländer durch diese ganze Krise kommen. Da wollte ich einfach nicht übermäßig viel Risiko haben. Deswegen habe ich den Aktien- und den Anleihen-ETF aus Schwellenländer verkauft und den Industrieländer-Anleihen-ETF habe ich auch in dem Zusammenhang verkauft und habe das Geld auf Tagesgeld geparkt, weil ich da keine Kursschwankungen haben wollte. Irgendwann werde ich das wieder aufbauen, das Portfolio und dann kann man durchaus auch größere Anlagebeträge mit nur vier ETFs investieren. Und wenn du jetzt sagst, du möchtest dein Portfolio wieder aufbauen und da kommt jetzt jemand daher und fragt dich, hey Markus, du bist euer Experte in dem Thema, was ist denn jetzt der beste ETF? Gut, da fragst du mich wahrscheinlich, der beste worin. Sag ich vielleicht noch als kleine Einschränkung, ich will die ganze Welt abdecken, welchen kann ich kaufen? Wie gesagt, ich kann jetzt gar nicht ganz genau, also die Problematik ist ein bisschen, wenn man wirklich das auf ein Produkt herunterbrechen will, das ist fast nicht möglich. Nur mal an einem kleinen Beispiel, Ausschüttung oder nicht ausschüttend, dann wäre man ja schon mal bei zwei Produkten. Dann ist die Frage, wenn ich jetzt einen ETF nehme auf den MECA World, dann ist es vom MECI, das ist ja der Indexanbieter, dann habe ich die eine sozusagen Indexfamilie oder nehme ich einen auch von FUZI, FTSE, also einen anderen Indexanbieter und da habe ich schon zwei Produkte, also zwei Indices und dann jeweils ausschüttend oder teasurierend bin dann also schon bei vier Produkten. Also deswegen kann man das nicht so runterbrechen auf ein einziges Produkt. Nochmal, ich glaube für wahrscheinlich 70 Prozent der Anleger ist es vollkommen ausreichend einen breit gestreuten internationalen Aktienetf auszuwählen und die höchste Aggregation ist entweder im MECI Indexfamilie, MECI, ACVI, INI, also da kommt dann noch Small Caps, also kleine Unternehmen mit in den Index, sind mal Industrieländer, Schwellenländer, große Aktien, mittlere Aktien, kleine Aktien in einem Index, da hat man eine wirklich weltweit gestreute Mischung und deckt wahrscheinlich einen Großteil der überhaupt investierbaren Aktien der ganzen Welt ab und das Gegenstück dazu wäre der FTSE All World, wo dann eben auch von einem anderen Indexanbieter die gleiche Streuung drin ist. Das einzige was da, soweit ich weiß, jetzt aus dem Kopf nicht drin ist, sind dann Schwellenländer, die müsste man dann nochmal extra dazu packen und das reicht dann wie gesagt eigentlich schon und wer mehr Spaß haben will oder mehr Individualität, der sucht sich halt einfach aus dem anderen Angebot die passenden Produkte raus. Manche haben 10, 20 ETRs, das finde ich vielleicht einen Tick zu viel, kommt aber auch immer darauf an, was man halt für eine Strategie fährt. Okay wunderbar, danke dir da für deine Einschätzung und für jeden, der sich ihn fragt, wenn ich vielleicht nicht 1800, 1900 ETFs aussuchen möchte, ich habe da auf eurer Website einen Artikel gesehen, da war zumindest eine Übersicht über knapp 20 World ETFs und die packe ich auf jeden Fall mal in die Show Notes mit rein, das macht die Suche vielleicht auch schon mal ein bisschen einfacher, da so eine direkte Übersicht zu bekommen und wir schwanken jetzt von den World ETFs, wo ich an der Stelle schon mal ganz herzlichen Dank sage für die ausführlichen Erklärungen dazu zu einem weiteren spannenden Thema. Du hast es mit den Fun Egg Gaming ETFs schon angesprochen, das sind mich sogenannte Themen ETFs, die von dem, was ich auf Social Media mitbekomme, immer beliebter werden. Was kannst du uns zu denen erzählen? Sagen wir mal so seit vier, fünf Jahren verstärkt ETFs, die herausgebracht werden, die eben nicht mehr Märkte abdecken, also Europa, USA, sondern spezielle Segmente. Eigentlich sind es sagen wir mal eher so Sektor ETFs, die also einen Sektor abdecken und da teilweise sogar auch noch Untergruppierungen, weil man könnte ja zum Beispiel sagen, der Sektor ist Technologie, das sind also Technologieaktien, aber wenn ich jetzt einen Cloud Computing ETF nehme, der nur in dem Sektor Technologie alle Unternehmen abdeckt, die mit Cloud Computing zu tun haben, dann ist es ja sozusagen wie nochmal so ein Untersektor. Das Schöne ist, es gibt da 240 ungefähr Themen ETFs momentan aus dem gesamten Universum von rund 900 Aktien ETFs, also von diesen 1800 sind 900 die Hälfte ungefähr Aktien ETFs und von diesen 900 sind wiederum 240 Themen ETFs. Also man kann da aus sehr unterschiedlichen Investmentthemen momentan auch sehr punktuell investieren. Wir haben da kürzlich auch eine Analyse wieder gemacht, die haben wir jetzt schon zum zweiten Mal gemacht, wo wir uns mal anschauen, was für Themen gibt es denn, wo wird dann eigentlich investiert, schlagen Themen wiederum den zugrunde liegenden Markt, also ein Cloud ETF schlägt er dann auch wirklich in den MECA World, oder ist es dann nicht genau das gleiche, was ich vorhin gesagt hatte, gleich besser den World zu kaufen, weil in dem World steckt ja auch irgendwie so ein bisschen Cloud Computing mit drin. Und das noch mal ein bisschen einzuordnen, also ungefähr 20 Prozent der ETFs sind Themen ETFs von allen Aktien ETFs und etwa 9 Prozent aller Vermögensanlagen in ETFs, in Aktien ETFs sind Themen ETFs. Also da ist es eher noch eine Nische, würde ich mal sagen. Und wenn man sich dann anschaut, was gibt es so für Themen, das ist eigentlich mal das Spannendste, weil wir hatten schon gesagt, es gibt einen E-Sport ETF, es gibt aber auch einen Fintech ETF, es gibt ein Blockchain ETF, es gibt ein Cannabis ETF, Luxus und Lifestyle. Also es gibt ja wirklich ganz witzige Themen, wo man so Schwerpunktmäßig investieren kann. Nachdem ich ja die ganze Zeit jetzt immer gesagt habe, man soll möglichst breit investieren, man soll möglichst konservativ investieren, das heißt breit gestreut, dürfte ich jetzt eigentlich kein Fan von Themen ETFs sein, ich selber habe auch keinen. Ich finde es aber einfach spannend, weil die Realität ist ja so, dass bestimmte Sektoren und Themen auch immer wieder eine überdurchschnittliche Werteentwicklung haben, wie zum Beispiel in diesem Jahr erneuerbare Energien. Da gibt es einen iShares Global Clean Energy, der hat eine sensationelle Werteentwicklung gehabt im letzten Jahr, hat auch, wie aus so einem Donorösianschlaf ist er erwacht und hat dann zig Milliarden an Anlagevolumen eingesammelt. Das ist auch was, wo wir in dem Magazin dann gerne drüber schreiben, weil wir wissen, dass es Anleger einfach interessiert. Und gerade jetzt zum Beispiel dieses Thema E-Sport ist ja auch so ein Thema, da stecken Emotionen drin, da kann man vielleicht auch als junger Mensch ein bisschen was damit anfangen. Man kennt vielleicht auch die Aktien, die da drin sind, das heißt, es ist ein bisschen emotionaler die Geldanlage als vielleicht nur so einen anonymen Emissary World mit 1.800 Webpapieren. Deswegen finde ich Themen ETFs witzig, als Beimischung in einem gut und breit diversifizierten Portfolio machen die Sinn. Man hat da aber auch gewisse Risiken, da kann ich ja vielleicht auch nochmal kurz kurz erläutern, wenn es dich interessiert. Auf jeden Fall sind gerne, also mich interessiert es und wenn es mich interessiert, dann interessiert es wahrscheinlich auch die Zuhörerschaft. Ja, also das größte Problem ist eigentlich, wirklich einerseits sind Themen ETFs einfach strukturell, ich würde jetzt mal sagen, grob das doppelte so teuer wie ein Markt breiter Index. Das heißt, man könnte eigentlich erwarten, dass die billiger sind, weil da weniger Werte drin sind. Also es ist ja leichter, sagen wir mal, in 25 Aktien auszuwählen. Bleiben wir mal bei dem E-Sport, die in diesem Segment aktiv sind, ist ja einfacher als, keine Ahnung, 1.600 Unternehmen zu investieren, die in einem Emissary World drin sind. Ist aber nicht so, weil dieser E-Sport ETF, der kostet 0,55%. Jetzt kann man sagen, entweder hat der ETF-Anbieter da so ein bisschen ein, sagt man da, nicht ein Monopol, aber vielleicht ein Monopol oder so einen gewissen Wettbewerbsvorteil, den er sich teuer bezahlen lässt. Muss man halt wissen, wenn man in so ein Produkt investiert, dass die halt einfach, sagen wir mal, im Schnitt vielleicht 0,4% teurer sind als so ein Markt breiter ETF. Das ist also der erste Punkt Kosten. Das zweite ist die Konzentration. Ich hatte ja vorhin gesagt, das ist eine Kennzahl, die wir auch auf der Webseite haben. Also wie viel Prozent der Top Ten Holdings entsprechen denn dem Index? Und Themen ETFs haben insgesamt weniger, viel, viel weniger Werte. Ich habe so eine Liste gerade hier vor mir. Wenn ich da mal so durchschaue, würde ich sagen, gefühlt haben die so 30 bis 100 Aktien im Portfolio und das ist jetzt nicht so viel. Und wenn ich dann anschaue, das durchschnittliche Gewicht dieser Top Ten Holdings liegt halt immer so bei, sagen wir mal, 40 bis 60%. Das heißt, ich habe also teurere Produkte, ich habe konzentrierte Produkte und eine schlechte Diversifikation. Das muss man einfach wissen. Das hat den Vorteil, wenn der Markt läuft, das Thema läuft, dann kann ich natürlich überproportional gut damit verdienen, weil ich halt sehr konzentriert sozusagen in dieses Segment investiere. Wenn es aber nicht läuft, habe ich natürlich auch entsprechend hohe Verlustrisiken. Und deswegen habe ich auch gesagt, das kann man machen, mal als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio, aber ich würde jetzt nicht nur mein Portfolio auf Themen ETFs aufbauen. Und viele Privatanleger machen das halt insofern falsch. Die gucken, welche Themen sind super gelaufen. Global Clean Energy letztes Jahr über 100%, den kaufe ich, weil der wird weiterlaufen. Kann sein, aber er kann halt auch mal korrigieren und dann hat man halt schnell 20, 30% Verlust. Und das ist dann eigentlich auch Zockerei. Dann kann ich auch eine Aktie oder so kaufen. Spannend, dass du es erwähnst. Also ich bemerke ein ähnliches Verhalten tatsächlich bei den Anlegern. Ich habe jetzt gerade eben auch noch mal meine Statistik aufgemacht, weil ich zuletzt bei Instagram auch gefragt habe, einmal die Community, wie sie eigentlich investieren, wovon auch 79% der Anleger gesagt haben, sie investieren auch in ETFs und davon tatsächlich auch noch 31% gesagt haben, sie haben auch Themen ETFs dabei und gerade in dem Bereich Themen ETFs. Ich finde Themen ETFs interessant. Ich glaube, ich habe zur Zeit keinen im Depot. Denke immer wieder darüber nach, aber irgendwie reicht es dann doch nicht für aus. Und da ist mir das Gleiche aufgefallen, wie das, was du gerade gesagt hast und auch der ETF, den du genannt hast, also der Global Clean Energy, der ist da sehr häufig genannt worden. Und als ich da das letzte Mal auf eure Seite reingeguckt habe, ist mir auch da aufgefallen, dass die Verteilung für mich tatsächlich schon besorgniserregend ist mit Plug Power als größte Position. Ich weiß die Prozentzahl nicht mehr, aber es hat mich auf jeden Fall ein bisschen besorgt, wie hoch da gerade so ein für mich immer noch gehypter Wasserstoffwert ist. Bemerken wir, dass bei den Themen ETFs allgemein beziehungsweise gibt es vielleicht auch schon, du hast ja gesagt, ihr habt eine Studie dazu gemacht, gibt es da vielleicht auch schon erste Statistiken, die uns sagen, wie gut Anleger eigentlich mit Themen ETFs fahren? Ja, also ich habe jetzt gerade mal parallel auch die Webseite aufgemacht. Dieser ETF, der Global Clean Energy, der hat 5,4 Milliarden Euro Volumen. Das ist schon ein Wort. Jetzt gucke ich gerade mal, weil das kann man bei uns auf der Webseite auch anschauen. Der hatte am 17. Oktober 2018, hatte der ein Vorvolumen von 100 Millionen Euro. Seit Oktober 2018 ist der jetzt auf 5 Milliarden Euro angestiegen. Da sieht man mal, wie viel Geld da in diesen Sektor oder in diesen ETFs, der nur ein ETF geflossen ist. Jetzt schaue ich noch mal ganz kurz, wie die Performance war. Seit diesem Tag, würde ich mal sagen, das sieht man im Chart ganz schön, hat er auch angefangen eine überproportional starke Wertentwicklung zu haben. Wenn du dann sagst, dass da eine Aktie so stark gewichtet ist, Plugpower mit 8,7 Prozent, dann könnte man, ich kenne mich in diesem Thema, also in diesem Segment nicht so gut aus, aber dann könnte man schon meinen, dass Gelder von Anlegern dazu geführt haben, dass diese Werte auch entsprechend überproportional stark gestiegen sind. Ich weiß nicht, wie groß die von der Marktkapitalisierung alle sind, die Einzelaktien, aber wenn da 5 Milliarden reinfließen, dann die werden ja dann gekauft vom Indexanbieter, dann wird das auf den einen oder anderen Wert auch eine ordentliche Nachfrage generiert haben. Und bei diesem ETF ist auch so, der hat 50 Prozent, machen die Top Ten Holdings aus. Da sieht man schon, dass das ein sehr konzentriertes Portfolio auch ist. Und du hattest ja noch die Frage nach dem Performance, also der Kollege von mir, der die Studie gemacht hat, der hat so ein paar Analysen gemacht. Der hat sich zum Beispiel mal angeschaut, was der Durchschnittswert aller Themen von der Rendite auf ein Jahr ist. Und auf ein Jahr kurzfristig haben die 12,4 Prozent gemacht und der Amesir World in dem einen Jahr 6 Prozent. Also da war kurzfristig schon im Schnitt mit allen Themen eine deutliche Outperformance zu generieren. Wenn man sich das auf drei Jahre anschaut, da hat der Durchschnitt aller Themen-ETFs 25,5 Prozent Wertentwicklung plus gehabt und der Amesir World 32,2. Also da sieht man, da war es dann zum Beispiel nicht so. Auf drei Jahre war der Amesir World besser als der Durchschnitt aller Themen-ETFs. Und natürlich dadurch, dass es ja, keine Ahnung wie viele es sind, wahrscheinlich so 50, 60 verschiedene Themen, die wir da in der Statistik haben, gibt es natürlich auch Themen, die extrem stark den Markt outperformen. Also zum Beispiel dieses Alternative Energien, wo der drin ist, hat auf drei Jahre 116 Prozent Wertentwicklung gehabt und der Amesir World hat nur 32. Also da habe ich, sagen wir mal, dreifach so viel Rendite bekommen wie mit einem Marktbreitenindex. Und das zieht dann natürlich auch Gelder an, das sehen die Anleger. Es bauen sich da aber halt auch Risiken auf. Es gibt vielleicht auch noch einen Aspekt, der mir gerade einfällt in dem Zusammenhang. Oft ist es so, dass zwar Anleger mit einer guten Idee anfangen zu investieren, indem sie sagen, ich kaufe mir einen ETF auf den Amesir World, denken, man hat ein weltweites Investment, was der Name ja auch verspricht, was man auch hat. Aber man muss halt wissen, dass der nach der Marktkapitalisierung gewichtet wird und die größten Unternehmen am Kapitalmarkt sitzen in Amerika und deswegen hat dieser Index so um die 60 Prozent USA-Anteil. So und was sind die größten Werte? Das ist halt, was weiß ich, Amazon, Apple, Microsoft, Facebook, Tesla, das sind so die High Flyer, die großen kapitalisierten Technologieunternehmen in Amerika. Dann denken die Leute, ach, da mische ich mir noch zu meinen Industrieländern noch ein bisschen Technologiewerte dazu und kaufe ich mal einen Nasdaq 100 ETF, der ist super gelaufen und den mische ich mir dazu. Und wenn man sich dann das Portfolio anschaut, dann hat er halt plötzlich 80 Prozent, meinetwegen, ich kenne die genaue Zahl jetzt nicht, aber hat halt 80 Prozent Aktien im Portfolio, ist also überhaupt gar nicht mehr diversifiziert unter globalen Gesichtspunkten. Und wenn man sich dann die Einzelwerte anschaut, dann tauchen natürlich neben Nasdaq auch wieder die gleichen Unternehmen auf und in der Summe ist er halt dann extrem übergewichtet im Technologiesektor in USA und sogar noch auf der Einzelaktien Ebene. Und bei uns auf der Webseite, wenn man so ein Musterportfolio anlegt oder sein Konto verknüpft, hatte ich ja kurz erwähnt, dann decken wir das genau auf, das sieht man dann. Also wenn man fünf ETFs im Portfolio hat, schauen wir genau rein, was ist da drin, wie setzen sich die ETFs zusammen und zeigen dem Kunden dann sein wahres Portfolio. Und das ist, glaube ich, vielen eben nicht bewusst, was man da so für versteckte Kundenrisiken in den Portfolien hat, wenn man so ein bisschen unstrukturiert seine ETFs zusammensucht. Da sprichst du auf jeden Fall noch einen interessanten Punkt an, gerade die Übergewichtung der USA ist, glaube ich, in sehr vielen Depots vorhanden, in sehr vielen wahrscheinlich auch gewollt vorhanden, weil die USA es auch einfach vorgemacht haben in den letzten Jahren, Jahrzehnten, dass sie es auch können, gerade bei den großen Werten. Also das ist einfach so ein Argument, was ich auf der anderen Seite dann ganz gerne höre und hier dann auch zumindest einmal erwähnen möchte, ist natürlich die großen Werte, wie eine Apple zum Beispiel, die machen ihre Umsätze ja nicht ausschließlich in den USA, sondern das sind multinational-internationale Unternehmen, was da eben mal so ein bisschen als Gegenargument gelten kann. Mir ist jetzt aber noch ein Punkt, bevor wir dieses Interview auch so langsam abschließen müssen, weil wir in der Zeit schon ein bisschen fortgeschritten sind, ein Punkt eingefallen, nachdem wir zum Thema Global Clean Energy gekommen sind und gerade allgemein auch regenerative Energien erwähnt hast. Wie wichtig ist den Anleger denn inzwischen ein nachhaltiger ETF bzw. nachhaltige Ansätze in den Investitionen? Das ist nochmal ein riesengroßes Thema. Nachhaltige ETFs, also sogenannte ESG-ETFs oder es gibt dann auch andere Indizes oder andere, sagen wir, Filter-Kriterien, ist ein sehr großer Trend in der gesamten Finanzindustrie. Das hat regulatorische Hintergründe, dass viele große Investoren, also Versicherungen oder sowieso Kirchen und Stiftungen und so weiter, dass die gar nicht mehr in reguläre, konventionelle Investments tätigen dürfen, sondern dass die immer so einen gewissen grünen Siegel haben müssen und grün ist jetzt nicht nur auf Umweltschutz bezogen, sondern da geht es auch viel tiefer. Da geht es zum Beispiel auch um Gleichberechtigung, fairer Umgang mit Geschäftspartnern. Also das ist ein bisschen breiter, das ganze Thema, als nur grün im Sinne von Umwelt und das ist für die gesamte Finanzindustrie ein Riesenthema. Das heißt, in den letzten ein, zwei Jahren wurden da sehr, sehr viele ETFs rausgebracht. Ich würde mal sagen, es wurde fast die aktuelle Produktpalette in den großen ETFs, so wirklich große Volumen, das sind quasi gespiegelt, so dass man einen konventionellen Emissier World hat und eine oder mehrere nachhaltige Varianten für diesen Emissier World. Also das hat dazu geführt, dass viele Produkte rausgebracht wurden. Für institutionelle Anleger ist es ein Thema, das wird in den nächsten Jahren noch stärker, weil die Regulierung immer stärker wird. Zum Beispiel muss jetzt jemand in einer Bank, der einem Kunden ein Portfolio anbietet, der muss oder den Kunden berät, der muss ihm Kunden zuerst fragen, willst du nachhaltige Aspekte berücksichtigt haben, ja oder nein? Und wenn der Kunde dann sagt, ja, hätte ich gern, dann darf er ihm keine anderen Produkte mehr anbieten, sondern er muss dann Fonds zum Beispiel auswählen, die nachhaltige Aspekte berücksichtigen. Und das wird also vom Gesetzgeber so gefordert und das wird in den nächsten Jahren eben noch eine höhere Nachfrage nach diesen Produkten bringen. Heute mein Eindruck, dass Privatanleger noch nicht so da drauf selbst Wert legen. Dauert glaube ich einfach noch, weil jetzt viele erst sich mit dem Thema Emissier World sozusagen gedanklich beschäftigt haben und jetzt nicht gleich den Sprung auf Emissier World SRI oder Emissier World ESG und so weiter machen, also auf diese Abwandlungen. Das dauert wahrscheinlich einfach noch ein paar Jährchen, bis da der selbstentscheidende Privatanleger da wirklich seine Entscheidung trifft, auch nachhaltige oder andere soziale Gesichtspunkte bei seiner Geldanlage zu berücksichtigen, obwohl es unter rendite Gesichtspunkten sogar durchaus attraktiv ist, weil bestimmte Risiken, so was wie bei VW, so ein Diesel-Skandal und so in der Regel dann rausgefiltert wird. Super, dann danke dir auf jeden Fall, dass du auch dieses sehr komplexe Thema noch einmal kurz angerissen hast und uns einen gewissen Überblick darüber gegeben hast. Ich habe mir jetzt während des Interviews noch zwei kleine Punkte aufgeschrieben, die ich zumindest noch mal den Zuhörern mit auf den Weg geben wollte. Nämlich das eine ist, dass wer sich über ETFs informieren möchte, der das natürlich auch auf eurer Website machen kann, die in den Show Notes zu finden ist, aber es natürlich auch einen interessanten Autor hier aus Deutschland gibt, der da auch ein sehr spannendes Buch, wenn ich sogar die Leitbibel für ETF Investitionen geschrieben habe, das ist nämlich der Gerd Kommer und der hat ein Buch geschrieben, das auch zusätzlich zurzeit kostenfrei für, also kostenfrei für jenen, der es nutzt, weil Spotify als auch bei dieser zu hören ist, also wer da mal reinhören will, das ist eine sehr gute Ergänzung. Und was ich mir noch mit aufgeschrieben habe, sind die vermögenswirksamen Leistungen, weil das ist so ein Thema, was bei mir gerade sehr aktuell war, weil ich mal mit Vertrag gewechselt habe, von einem typischen Bausparvertrag, der ein damaliger Zeit aufgeschwatzt wurde, für den ich aber immer noch sehr dankbar bin. Es ist bei mir jetzt in einem ETF gegangen, weil auch die vermögenswirksamen Leistungen, auf die du bei vielen Arbeitgebern Anrecht hast, eben in einen ETF investiert werden können und diese beiden Tipps gebe ich auf jeden Fall von meiner Seite noch mal mit zum Abschluss weiter. Und dann bleibt mir nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du das alles so intensiv erklärt hast. Ich bin mir ziemlich sicher, es hat vielen weitergeholfen und wenn noch Fragen sind, stehen wir natürlich auch gerne zur Verfügung. Nun gehören die letzten Worte des Interviews dir. Hast du noch einen letzten Appell, einen letzten Tipp, ein paar letzte Worte, die du den Zuhörern, den Zuhörern mit auf den Weg geben möchtest? Ja, also nochmal Mirco, vielen Dank für die Möglichkeit. Macht mir immer sehr viel Spaß, über das Thema zu sprechen, weil es ist so ein bisschen wirklich meine Leidenschaft, das ganze Thema ETFs und wenn wir es schaffen, immer mehr Anleger von der Geldanlage mit ETFs zu überzeugen und zwar nicht, weil da tolle Renditen draufstehen, sondern weil es immer verbunden ist mit dem sinnvollen Umgang von Geld, mit dem sinnvollen Zusammenstellen eines Portfolios und die ETFs sind dann eigentlich wirklich nur das Vehikel, wie man es macht, dann bin ich schon zufrieden und ich hoffe, dass wir hier jetzt über diesen Podcast wieder ein paar Anleger zu dem Thema gewinnen konnten und wenn sie am Ende deine, meine Seite oder mein Podcast auch noch weiterhören möchten, wer es vertiefen möchte, würde ich mich natürlich super freuen, immer der großen Leidenschaft verbunden, sinnvoll, strukturiert, langfristig Vermögen aufzubauen. Und damit bleibt uns nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Vivid Money im Interview, Modernes Konto mit Broker und Cashback?
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Im heutigen Interview sind die Kollegen von Vivid Money zu Gast. Es wird erläutert, welche Vorteile und Funktionen die App von Vivid Money hat und was der Unterschied zwischen dem free und prime Modell ist. Aber auch stellen wir die Frage, die 10% Cashback, die sind natürlich eine sehr coole Sache. Doch a) wie lange bleibt das Ganze noch und b) wie finanziert sich sowas eigentlich? Gemeinsam werfen wir einen tieferen Blick in das Geschäftsmodell von Vivid Money und schauen uns an, was die nächsten Monate noch auf der Roadmap steht und welche Projekte für uns, für euch, für die Community geplant sind. Unter anderem kriegt ihr auch einen Einblick in meine ganz persönliche Strategie für Vivid Money, also wie ich das Konto benutze. Aber wir schauen auch da drauf, was kommt in der Zukunft und werfen einen genaueren Blick auf den Broker, auf das Trading-Modell und schauen uns das No-Commission-Trading an. Ebenfalls durfte ich die Frage stellen, wie die Expansionspläne aussehen und wann zum Beispiel Österreich oder die Schweiz ins Vivid Money-System integriert werden. Vivid Money lässt sich so zusammenfassen, dass alles was ums Thema Banking, Geld, Geld sparen, Cashback, Broker und alles was dazugehört, dass das alles ohne versteckte Gebühren in einer App sein kann. Und jetzt geht's los nach dem Intro. Viel Spaß! Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Folge, auf die ihr euch schon sehr lange gefreut habt, zu der ich bereits auch eine kleine Einzelepisode generiert habe, weil es eben bei euch im so großen Interesse war. Wir sprechen von Vivid Money und was Vivid Money ist, dafür haben wir heute einen Experten da. Wir begrüßen den Oliver. Hallo, wie geht's? Sehr gut, auf meiner Seite, ich hoffe auf deiner Seite auch. Oliver, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich? Ja, hallo, also ich bin Oliver Sachgau, ich bin ein Content Manager bei Vivid Money. Ich bin noch ganz neu in der Rolle, ich habe jetzt knapp einen Monat hinter mir in der Firma und mein Job ist es unter anderem unsere ganze Content Strategy aufzubauen, das heißt Blogs, Nachrichten, alles was so von uns extern kommuniziert wird, dafür bin ich zuständig. Wunderbar und du bist jetzt relativ neu bei Vivid Money, magst du uns mal ein bisschen was über dich persönlich erzählen und wie dein Weg an die Finanzwelt, an die Börsen eigentlich geschehen ist, was du so vorher gemacht hast? Klar, sehr gerne, also ich war bis vor kurzem ein Finanzjournalist, ich habe bei einer amerikanischen Nachrichtenagentur Bloomberg gearbeitet, die kennen manche hier, ist aber nicht so bekannt wie in Amerika. Ich war in München und mein Job war es hauptsächlich über Siemens und BNB zu schreiben und davor habe ich in Kanada gelebt, ich bin in Kanada aufgewachsen, obwohl ich in Deutschland geboren bin. Ich habe dann meine ganze Schulung, erst ein paar Jahre meine Karriere gemacht und bin erst 2016 wieder nach Deutschland eingewandert für den Job bei Bloomberg tatsächlich. Sehr spannend auf jeden Fall, ich habe persönlich noch gar keine Erfahrung mit Kanada, obwohl das bei mir sehr weit oben auf meiner Reiseliste steht, bist du denn selber auch Investor und hast mit Aktien zu tun? Vor allem jetzt mehr als vorher, als ich bei Bloomberg gearbeitet habe, da gab es ziemlich strenge Regeln, was wir handeln durften, was wir nicht handeln durften, was auch natürlich verständlich ist, weil wir haben da viele marktinterne Informationen gehabt, also da möchte man auch ganz genau aufpassen, dass man da nicht irgendwie gegen irgendwelche Regeln verstoßt oder so, aber jetzt seitdem ich bei Vivid Money bin, bin ich ein bisschen aktiver an meinen Investitionen und überlege mir auch schon meine nächsten Investmentstrategies und so. Sehr schön zum Thema investieren, können wir nachher hoffentlich auch noch ein bisschen mehr sagen, bevor wir jetzt aber allzu viel über Vivid Money verraten, verrat uns doch mal und jeden der noch nicht weiß, was das ist, was ist Vivid Money eigentlich und was macht ihr da? Vivid Money ist eine App, im Moment sind wir eine Banking App, das heißt du kannst durch uns ein Bankkonto öffnen, dein ganzes Geld verwalten, Sparziele setzen, Cashback kriegen und alles mögliches, du kannst uns genauso wie zum Beispiel eine N26, eine Revolut oder eine Monzo vorstellen, das Ganze ist appbasiert, wir haben keine physikalischen Filialen, sondern das Ganze passiert online. Und der Vivid Money Aspekt ist alles, also das ist der Bankaspekt und dann in der Zukunft wird dann hoffentlich noch mehr unter dem Vivid Namen rauskommen. Dazu kannst du uns nachher noch ein paar interessante Details erzählen, wie du mir im Vorgespräch schon erzählt hast, doch jetzt hast du auch gerade eben schon ein wenig Konkurrenz angesprochen, nämlich so zum Beispiel einige der Neobanken, wie zum Beispiel N26 oder Revolut Tomorrow, die zum Beispiel jetzt auch mit einer Holzkreditkarte tatsächlich rausgekommen sind, was ich ganz witzig fand, allerdings gibt es ja schon sehr viele Neobanken und es werden eigentlich auch immer mehr. Warum ist jetzt Vivid Money genau in dieser Zeit dazu gekommen und was unterscheidet euch wirklich von den anderen, dass ich sagen kann, hey, ich möchte mein Konto bei euch haben? Ja, das ist eine sehr gute Frage, weil ich meine ehrlich gesagt, das was fast alle Neobanken anbieten, das bieten wir auch an, ich meine, dass du ganz leicht dein Geld verwalten kannst, dass du dein Geld unterscheiden kannst in verschiedene Pockets oder Spaces oder wie du das auch nennen kannst, das machen wir alles natürlich auch. Was uns unterscheidet, ist, dass wir dann dir helfen, deine finanziellen Ziele zu erreichen und im Moment sind, ist das hauptsächlich durch unser Cashback Programm, das heißt immer, wenn du Geld ausgibst, kriegst du ein bisschen Geld zurück von uns und das Geld kommt in so eine Rewards Pocket nennen wir das, das ist ein kleiner Space, wo das Geld angesammelt wird, das kannst du dann auch mit einer Axt hier verknüpfen und dann wächst dein Geld auch und somit kannst du auch ein bisschen, jedes Mal wenn du Geld ausgibst, auch ein bisschen was sparen und zurückkriegen. Sehr schön, gerade Cashback ist so eine Sache, die mir persönlich ganz gut gefällt und deshalb nutze ich eben auch With The Money. Was ich auch cool finde, ist der Aspekt bezüglich des Rewards, wie du es gerade eben schon gesagt hast, also dass das Cashback in einer simulierten Aktie ja tatsächlich angelegt wird. Also du hast keine echte Aktie, kriegst leider auch keine Dividenden, eigentlich ganz schade, aber es ist ja trotzdem in Ordnung und deine Cashback verwandelt sich ja tatsächlich mit dem Kurs der Aktie. Ich habe da Tesla gewählt, du glaubst gar nicht, wie weit die Aktie inzwischen schon im Plus ist. Du hast Tesla gewählt, ja ich habe selber Moderna gewählt. Ja und das sind ja Aktien, wodurch das mit dem Cashback sparen ja nochmal richtig Spaß gemacht hat, weil das Cashback sich einfach teilweise auch verdoppelt hat und das bringt mich aber schon zu einer weiteren Frage. Ihr zahlt nämlich Cashback, teilweise gab es ja zum Beispiel wie bei Lidl als auch Aldi in einem gewissen Zeitraum, weil bei euch wechseln die Anbieter ja häufig, also alle drei Monate kriegt ihr ja glaube ich neue. Ihr zahlt Cashback und da kommt bei vielen Nutzern oder angehenden Nutzern natürlich die kritische Frage auch, wie finanziert ihr dieses ganze Cashback überhaupt, also wie verdient With The Money Geld? Das ist eine sehr gute Frage, kann leider nicht alles verraten, aber soweit also Cashback Programme normalerweise funktionieren, also ein Anbieter von Cashback hat normalerweise ein Deal mit einem Geschäft oder einem Händler, wo die sagen, hey wir geben euch Volumen und dafür können wir uns die Kosten von dem Cashback splitten oder ihr übernehmt das und ihr kriegt dadurch Volumen und wir kriegen dadurch auch Handelsvolumen. Es kann natürlich aber auch sein, vor allem wenn man eine junge Firma ist, dass man nicht die Verhandlungskraft hat zu einem großen Händler zu gehen und zu sagen, hey wollt ihr mit uns Cashback Programme machen, das heißt in einzelnen Fällen kann es auch dazu kommen, dass zum Beispiel ein Cashback-Anbieter sagt, ich übernehme die Kosten selber, um Kunden anzulocken und dann finanziere ich mir das ganze, indem ich mehr Handelsvolumen habe, weil so wie jeder oder wie jede Neobank kommt unser Umsatz hauptsächlich durch jedes Wahl, wenn jemand unsere Karte benutzt, da kriegen wir einen Bruchteil oder einen Bruchteilverfahren. Ein Bruchteil von einem Prozent von der Transaction und das ist so der das gängige Business Model für Neobanken. Der Rest kommt dann natürlich auch, wenn man zum Beispiel so ein monatliches Programm hat, N26 hat die Medal Card oder die U-Card, wir haben unser Vivid Prime Programm, dann natürlich kann man auch so damit Geld verdienen, aber für ein Cashback Programm hauptsächlich geht es darum, erst mal Volumen zu generieren und dann durch die kleinen Transaction Fees Geld zu gewinnen. Sehr gut, jetzt hast du gerade eben schon gesagt, ihr habt ein kostenpflichtiges Programm und für jeden, der es vielleicht jetzt gerade noch nicht zu 100 Prozent verstanden hat bzw. wo die Frage jetzt vielleicht auch noch offen ist, kann ich euch dann prinzipiell auch nutzen, ohne Geld zu zahlen, also habt ihr auch dieses kostenfreie Angebot oder muss ich irgendwann auf etwas kostenpflichtiges wechseln? Nein, nein, nein, absolut. Also das Vivid-Standard-Programm existiert. Es hat auch Cashback. Es hat auch alle möglichen Vorteile. Der Cashback-Limit ist ein bisschen kleiner als beim Vivid-Prime-Programm. Und die Anbieter, bei denen du Cashback verdienen kannst, sind auch ein bisschen geringer. Aber du kannst ganz kostenlos ein Vivid-Nutzer sein, ohne Probleme, ohne Frage. Und wir limitieren auch nicht zum Beispiel die Anzahl der Pockets, die du haben kannst als Standardnutzer. Du kannst genauso 15 Pockets haben wie ein Prime-Nutzer. Also das ist alles immer noch drin inklusive. Was sich halt ändert, ist, wie viel Cashback kannst du im Monat verdienen? Wie viel Bargeld kannst du im Monat maximal abheben? Und bei welchen Anbietern kannst du Cashback überhaupt verdienen? Ja, gerade auch das mit den Pockets finde ich eine sehr interessante Sache, weil mir sowas immer hilft. Das habe ich bei meinen aktuellen großen Banken, bei denen ich bin, halt nicht. Und so kann ich sowas immer ganz gerne zum Sparen benutzen, weil diese Pockets, diese Unterkonten, die haben ja tatsächlich, wenn ich das richtige in Erinnerung habe, ja auch sogar alle eine eigene E-Bahn. Und sie sind so separat auch nochmal zuzuordnen. Und ich habe mir dann halt so eine für Urlaub erstellt, eine für jährliche Kosten, die abgehen. Und da packe ich die Sachen halt einfach jeden Monat rein. Das hilft mir persönlich mal so ein bisschen beim Sparen. Nun seid ihr aktuell ja eine Bank mit Kreditkarte bzw. Debitkarte. Aber ihr habt ja auch noch Pläne für die Zukunft und ein großer Plan. Ich will es gar nicht vorwegnehmen. Du darfst gleich sagen, ihr wollt ja, weil ihr das mit den Aktien macht, in eine gewisse Richtung gehen. Was habt ihr da vor? Und wann habt ihr das vor? Genau, also ich will auch noch nicht zu viel verraten vorerst, aber es ist schon offen bekannt, wir planen Investmentprodukt zu haben. Das heißt, wir wollen Leuten die Möglichkeit geben, auch in Aktien und ETF Sparpläne zu investieren. Und da arbeiten wir gerade sehr eifrig dran, weil wir überall in Europa arbeiten. Heißt das, wir müssen wirklich jedes Land einzeln anschauen. Da gibt es immer wieder ganz verschiedene Regularien, die man erfüllen muss. Aber das ist so unser großer Plan, dass wir das also wirklich bald anbieten können. Dass man auch zusammen in der Banking App auch gleich investieren kann, Aktien kaufen kann, Aktien verkaufen kann und ETFs, Teilaktien, dass das alles in der gleichen App möglich ist. Was für mich auf jeden Fall sehr interessant klingt, weil wenn ich gleich auch eine coole App habe, auf der ich Banking machen kann, gleichzeitig Cashback kriegen kann und dann noch meine Aktien kaufen kann, finde ich das erstmal ganz gut. Ein wichtiger Punkt wäre da für mich aber natürlich noch der Punkt bezüglich den Kosten. Jetzt sind ja hauptsächlich in den letzten 1,5 Jahren sehr viele Broker auf den Markt gekommen, die kostenfreies Handeln ermöglichen bzw. für 1 Euro Ordergebühr das Ganze möglich machen. Wisst ihr schon so in etwa, wo die Preise bei eurem Broker sein werden? Ja absolut. Also es ist wirklich auch persönlich für mich sehr interessant, wie niedrig die Preise für investieren gegangen sind. Also vor 10 Jahren hat man noch sogar für einen ETF-Sparplan immer noch irgendwie seine 2% oder sowas gezahlt. Mittlerweile ist es so, du kannst bei den großen Apps fast überall No-Commission-Trading kriegen und genauso wird es auch bei uns sein. Das heißt es wird No-Commissions geben, weder für europäische noch für US-Stalks. Das einzige ist beim Währungswechsel, also wenn du z.B. einen US-Stock kaufen willst oder einen US-ETF, dann wechseln wir die Währung für dich und dann gibt es einen Währungswechsel für die 0,5% und da gibt es auch ein Maximum, was wir da auch verlangen. Also das sind kleine Beträge, aber wie bei allem, wir wollen erstmal Leute wirklich dazu bringen, dass die das ausprobieren, dass die es machen und wir wollen nicht irgendwie von Anfang an limitieren und sagen wir nehmen euch gleich das ganze Geld weg mit Commissions oder Fees oder so. Das klingt auf jeden Fall sehr cool. Ich weiß jetzt natürlich noch nicht inwieweit du mir auf die nächste Frage antworten kannst. Ich muss sie aber trotzdem stellen, weil sie auch mir gestellt wurde im Vorgang dieses Interviews. Wenn der Broker dann irgendwann kommt, wie groß wird denn da das Angebot? Also Aktien kaufen hast du schon gesagt, es gibt natürlich aber auch noch andere Produkte, sowas wie z.B. Derivate, aber es gibt ja auch Sparpläne und Sparpläne sind glaube ich die sehr interessanten Sachen und dann gibt es noch den Punkt Teilaktien kaufen. Kannst du uns da schon einen Einblick in das Produkt ermöglichen? Ja ein bisschen, das Problem ist, das Produkt wird unterschiedlich von Land zu Land sein, weil wie gesagt die regulären Regularien sind anders, jedes Land hat andere Regeln, andere Gesetze und so. Was ich sagen kann ist, wir werden uns auf Teilaktien fokussieren, das heißt das Produkt wird grundsätzlich ein Teilaktienprodukt sein, sogar wenn du eine ganze Aktie kaufst, kaufst du immer noch sozusagen ein Derivatenprodukt, was eine Aktie erfolgt. Aber du kriegst die vollen Benefits inklusive Dividende, wenn es irgendwie ein Merger oder eine Acquisition gibt, du kriegst den ganzen Benefit davon. Das einzige was du nicht haben wirst ist halt ein Stimmrecht mit deinen Investitionen, was für einen Großteil der Menschen glaube ich nicht das Interessanteste einer Aktie ist. Was man wirklich haben will, ist man möchte die Rendite haben, man möchte die Dividende haben und man möchte auch natürlich sehen, dass die Investitionen wachsen. Also das ist der Hauptteil des Produkts, ETFs ist ganz groß bei uns, das ist das gleiche, du wirst in alle möglichen verschiedenen ETFs investieren können. Der Fokus zum Anfang wird auf jeden Fall sein, dass man selber Aktien auswählen kann durch die Teilaktien und dann auch natürlich die ETFs. Und von den ETFs wird es also wirklich das ganze Sortiment geben und da wird es nicht nur die großen, die S&P 500 und so, sondern auch spezielle ETFs, das gibt alles von, wenn man irgendwie nur in grüne Firmen investieren will, Energie Sektor oder sowas, also da gibt es, da wird es ausreichend Möglichkeiten geben, irgendwie die Investing Strategy so anzupassen. Du hast gerade eben auch schon gesagt, euer Produkt wird sich je nach Land unterscheiden, jetzt seid ihr hier in Deutschland schon sehr aktiv, ich glaube in Frankreich seid ihr auch. Ich habe in der Community aber auch sehr viele Menschen, mit denen ich sprechen darf, die kommen zum Beispiel aus Österreich oder der Schweiz, wie sehen denn eure Internationalisierungspläne aus? Also wir sind sehr eifrig daran im Moment, ich glaube es gibt so zwei Sachen, die die Firma am meisten gerade beschäftigen, das eine ist das natürlich das Investmentprodukt und das andere ist die Expansion überall in Europa. Also wir bemühen uns, dass wir mindestens ein oder zwei weitere Länder im ersten Quartal 2021 dazu bringen können und danach, wenn immer mehr Länder dazukommen, natürlich auch im deutschsprachigen Raum. Ob die als erste dran sind, das kann ich genau jetzt nicht sagen, also wir wollen, es gibt noch ganz andere große Länder, die wir natürlich auch noch reinbringen wollen, aber wir haben auf jeden Fall einen Blick auf Österreich und die Schweiz. Sehr schön, das ist auf jeden Fall eine gute Nachricht für alle, die aus diesem Bereich kommen. Ich habe jetzt noch einige Fragen aus der Community, die noch so ein bisschen offen sind und wo tatsächlich die Wünsche der Nutzer hingehen. Ein ganz großes Thema ist, was wir nämlich von Revolut zum Beispiel kennen und ich glaube es ist aktuell neben, ich glaube, Deep Pocket und Rewire der einzige, der dir ein kostenfreies Top-Up per Kreditkarte auf dein Konto ermöglicht, also du füllst dein Konto bei Vivid dann auf mit einer Kreditkarte zum Beispiel. Habt ihr das auch schon? Ist es geplant? Hast du da schon eine Zukunftsaussicht für uns? Das ist eine sehr gute Frage und wir haben auch das mehrmals von der Community gehört. Die Antwort ist leider nicht einfach. Ich glaube, du weißt ja, wir sind ja auf der Solaris Bank Plattform, das heißt, wir haben noch keine eigene Banklizenz, genauso wie N26 am Anfang auch unter der Solaris Plattform war und dann eine eigene Banklizenz hatten. Das heißt, alles was wir machen, müssen wir mehreren Partnern abstimmen und auch schauen, dass das mit deren Plattform funktioniert, dass es mit deren Regeln funktioniert und das kompliziert manchmal, wenn wir zum Beispiel eine Feature haben oder eine gewünschte Feature haben, technisch zu implementieren, klar ist einfach, aber das dann erstmal zur Realität zu bringen, das erfordert dann immer ein bisschen mehr Arbeit. Die Top-Up-Frage ist genau so ein Thema, wo wir wissen, wie sehr das erwünscht ist und wir schauen uns das sehen auf jeden Fall sehr genau an und wir hoffen, dass wir dann mal gute Nachrichten von euch haben können, aber ich würde lieber weniger sagen, als zu viel zu versprechen zu wollen und an Leute enttäuschen zu wollen. Das wäre wahrscheinlich auch sehr vernünftig, denn wenn du es jetzt hier sagst und du es am Ende tatsächlich jetzt am Ende nicht einhaltest, dann ist es eine Enttäuschung, kann ich verstehen, dennoch nehme ich einfach mal mit, es steht irgendwo auf eurer To-Do-Liste, es steht irgendwo auf eurer Roadmap und ihr seid von euch aus bemüht, es zu machen, das habe ich richtig verstanden, oder? Ja, wir haben eine riesige To-Do-Liste, eine riesige Roadmap, ich habe selber mal ein Auge drauf geworfen, all die Sachen, die wir machen wollen und viele Sachen, wie gesagt, technisch möglich, absolut und dann wir arbeiten einfach dran zu schauen, wie können wir das irgendwie zur Realität zu bringen und die Hoffnung ist immer, dass das dann funktioniert, aber es kann immer was vorkommen, dass das wieder dann irgendwie entweder verschiebt oder noch schwieriger macht und so, aber wir arbeiten auf jeden Fall dran und wir wollen auch genau unserer Community das geben, nach was die fragen. Das freut mich auf jeden Fall sehr, das heißt, jeder, der in der Community jetzt auch zuhört, kann sich bestimmt an euch wenden und Feedback geben, aber natürlich auch die Möglichkeit, einfach mich auf Instagram, wenn ihr da schon folgt, einfach mal anzuschreiben, ich leite sowas mich auch immer ganz gerne weiter, jetzt hast du gerade eben schon von einer unglaublich großen Roadmap gesprochen und ich frage jetzt einfach mal ganz frech, wie viel davon kannst du uns denn schon verraten? Ich glaube, ich habe schon ziemlich viel verraten eigentlich, also das Investmentprodukt ist halt ganz an der Spitze, das ist für uns ganz wichtig, weil wir glauben wirklich, das wird so den größten Unterschied zwischen uns und unserer Konkurrenz machen, dass wir wirklich beides unter einem Dach verbinden. verbinden. Die Expansion in andere Länder ist natürlich ganz wichtig für uns. Und dann schauen wir, was Leute sich auch noch dann von uns erwünschen. Also wir hören auch immer auf Leute. Die Philosophie ist da immer, wir wollen Leuten wirklich das finanzielle Leben bisschen einfacher machen. Also es geht kurzzeitig um Sparen, um Geld verwalten. All diese Sachen, die sind immer noch sehr schwer. Die sind immer noch, man muss immer noch so viele Apps benutzen, um alles zu machen. Und wir haben die irgendwie vielleicht eine optimistische Hoffnung, aber wir glauben wirklich daran, dass es sollte möglich sein, dass alles in einer App machen zu können, ohne große Probleme, ohne irgendwie versteckte Fees. Und dass man auch, es sollte nicht so schwer sein, einfach sein eigenes Geld zu wachsen. Und da kommen noch viele Ideen dazu. Also der Fokus auf jeden Fall jetzt ist Investing, ist Expansion, dass wir unser Cashback-Programm noch fine-tune und erweitern und anpassen an unsere Community. Und dann schauen wir, was dann als nächstes kommt. Und da schauen wir, was dann als nächstes kommt. Das ist auch ein sehr gutes Stichwort für meine nächste Frage. Die geht mich wieder in Richtung, in Richtung des Cashbacks. Eine Frage, die aus der Community kommt, weil eure Cashback-Angebote sind ja bisher immer so für drei Monate da gewesen. Und dann wurden sie ausgewechselt. Das ist von Anfang an bekannt gewesen und auch immer zeitlich da gewesen. Aber gibt es da eine Art Rhythmus hinter, woher man auch weiß, wann vielleicht etwas, was man da besonders mag, wiederkommt? Oder vielleicht auch Angebote, die sehr gut ankommen, die tatsächlich für immer bleiben? Hintergrund der Frage ist nämlich, dass einige in der Community eben genau das als weniger gut markiert haben und sich tatsächlich bei ein paar Angeboten auch gewünscht haben, dass sie diese möglichst lange im Angebot haben, weil sie das halt echt abfeiern. Absolut. Ja, das ist auch eine sehr gute Frage und wir hören natürlich immer auf die Community. Das Ding mit dem Cashback-Programm ist, wir sind viel am experimentieren im Moment. Wir wechseln viel, wir ändern viel, weil wir gerade wirklich schauen wollen, was gefällt den Leuten am meisten. Das Ding mit solchen Änderungen ist, manchmal machen wir etwas, was Leuten mehr gefällt. Manchmal macht man auch etwas, was Leuten weniger gefällt. Aber der ganze Punkt ist, wir wollen zum Punkt kommen, wo wir dann ein Produkt haben, was allen gefällt und was Leute auch zufrieden macht. Das heißt, wir werden uns nochmal den ganzen Feedback anhören und wir schauen nochmal, was da getan werden kann. Aber der Punkt ist, wir sind immer noch ganz früh dran. Wir wollen noch ein bisschen experimentieren, wir wollen noch ein bisschen schauen, wo hier das beste Programm zustande kommen kann und wieder zustande kommen kann. Und wir werden weiterhin noch dran kurbeln. Und ich hoffe, dass das dann in naher Zukunft dann auch etwas kommt, was den Leuten dann wieder mehr gefällt. Ja, es sind auf jeden Fall ja schon sehr schöne gute Sachen immer mit dabei. Also an sich ist meiner persönlichen Meinung nach Vivid Money ein sehr gutes Angebot, weil es eben zum einen kostenfrei ist, weil es auf der anderen Seite eben Cashback gibt, weil ich meine Währungen tauschen kann, weil ich meine Unterkonten habe. Das sind für mich alles Dinge, die ich sehr cool finde. Es ist in einer App. Ich kann es einfach bedienen. Ich habe eine einfache Übersicht. Das sind Dinge, die gefallen mir, die gefallen aber auch der Community. Aber so kleine Wünsche gibt es natürlich immer. Und du hast schon sehr viel von dem Feedback der Community jetzt auch gesprochen. Unter anderem schicke ich euch gerne immer was zu. Unter anderem wird sich aber auch direkt gemeldet. Wenn sich jetzt jemand fragt, hey, ich möchte euch gerne meine Wünsche mitteilen. Was ist der beste Weg? Ihr könnt mich immer gerne persönlich emailen. Ich bin @osachgau@vivid.money. Ich lese jede E-Mail. Also wenn man mich da direkt irgendwie, wenn man mir direkt schreiben will. Also ich nehme gerne jedes Feedback an. Ich glaube, du hast da eine super Community, mit denen du gut vernetzt bist. Also ich bleibe immer auch gerne mit euch im Austausch. Also wenn du was hörst, dann rede ich immer gerne mit dir und ich hoffe, der Feedback kommt auch so gerne zu mir. Wir haben natürlich auch Feedback Tools auf unserer Webseite, wo man uns eine Nachricht schicken kann. Das lesen wir auch alles. Also ich glaube, der größte Teil unseres Teams liegt immer noch im Customer Care Bereich. Das heißt, Leute, die wirklich einfach zuhören und Probleme lösen und irgendwie mit allem helfen, was gerade unseren Kunden zu Herzen liegt. Also nicht nur irgendwie technische Probleme, aber auch wenn man eine Frage hat über wie funktioniert das Cashback Programm oder wie funktioniert irgendwie die Rewards oder wenn ich jetzt jemanden einlade, wie lange muss ich warten, bis ich mein Reward kriege und so. Also das sind alle Sachen, die beantworten wir gerne. Entweder ich persönlich oder durch deine Community oder durch unser Feedback Tool. Also wie immer ihr auch an uns rankommen wollt, also wir sind da und wir hören euch gerne zu. Ja und wer jetzt auch genau sich gerade die Frage nach den Rewards stellt und wie er den bekommt, aber auch wie man allgemein sich ein bisschen über euch informieren kann. Da packe ich einfach mal einen Link in den Podcast rein, die Show Notes rein zum Blog, wo ein recht ausführlicher Testbericht zu euch von mir schon veröffentlicht ist. Da sind alle Fragen von der Community, die jemals zusammengekommen sind, die sind da drinnen. Das heißt, jeder, der daran interessiert ist, kann da einfach mal ganz gerne reingucken. Und wir beide sind jetzt tatsächlich schon am Ende des heutigen Interviews angekommen. Ich fand das sehr interessant. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das war ein sehr kurzweiliges Interview und an der Stelle schon mal ganz herzlichen Dank für die doch sehr tiefen Insights in euer Geschäftsmodell als auch in das, was in der Zukunft alles noch so kommt und die letzten Worte des Podcast Interviews heute, die gehören dir. Magst du der Community noch irgendwas mit auf den Weg geben? Ja gerne. Also erstmal möchte ich allen bedanken, die uns schon so früh unterstützen. Ich weiß, das ist kein leichtes Ding, wenn man vor allem die Bank wechselt zu einer neuen Firma. Wir sind wirklich dankbar für jeden Kunden, der uns vertraut, der mit uns mitkommt und die uns sagen, dass die uns backen. Und ich hoffe, dass wir euch weiterhin irgendwie glücklich machen können und dass wir alle zusammen wachsen können. Ich bin auch selber erst ein Monat bei Vivint und ich lerne immer noch viel dazu. Aber ich muss sagen, es ist wirklich einer der ersten Male in meinem Leben, wo ich wirklich aufgeregt bin, für so eine Firma zu arbeiten und was aufzubauen. Und ich hoffe, dass unsere Kunden und unsere Community auch so ein ähnliches Gefühl habt, dass ihr wirklich, ihr seid wirklich am Anfang von etwas Großem dabei. Und ich hoffe, das gibt mich genauso viel Aufregung wie mir. Damit bleibt uns nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Vom Silicon Valley Unternehmer zum Vollzeit-Investor | Interview mit Stefan Waldhauser
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
In der heutigen Folge begrüßen wir Stefan Waldhauser. Nachdem Stefan seine eigene Firma Silicon Welle verkauft hat, hat er den Weg in die finanzielle Freiheit gemacht und ist inzwischen als Fulltime Investor tätig. Nebenbei hat er eine sehr interessante Beratertätigkeit bei einem sehr spannenden Fonds. Im heutigen Interview erfährst du, wie Stefan selber investiert, wie er es zum Beispiel mit dem Fonds macht und wie er es aber auch in seinem Wikifolio vormachen kann. Und obwohl es in seinem Wikifolio sehr viel um Hightech-Werte geht, geht es in seinen persönlichen Investitionen nicht nur um diese. Er spricht mit uns über wichtige Themen für Fortgeschrittene als auch für Anfänger. Stefan verrät uns, was seine allererste Aktie war, wie er zu Dividendenaktien und ETFs steht. Und nun viel Spaß mit dem Interview. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast Folge beim Finanz Illuminati Podcast. Heute begrüßen wir den Stefan. Stefan, grüße dich. Hallo, Mirco. Stell dich doch mal kurz vor. Wer bist du und was machst du eigentlich alles so? Hallo, mein Name ist Stefan Walthauser. Ich bin mittlerweile Fulltime Investor, 53 Jahre alt, war früher lange Jahre in der Softwareindustrie, da mein eigenes Unternehmen gehabt, dann verkauft und lebe heute mit meiner Familie zwei Teenagerkindern in Herzogenaurach im Frankenland, bin aber eigentlich ein Hesse. Sehr schön. Danke dir für deine Vorstellung. Und bevor wir jetzt mit dem eigentlichen Interview anfangen, kommt noch einmal die 60 Sekunden Challenge. Jeder Zuhörer, für den das nicht die erste Folge ist, der weiß auch bereits, was das ist, heißt eigentlich gleich läuft die Zeit innerhalb von 60 Sekunden. Du kriegst einen Begriff, den du in der Zeit dann einmal mit deinen eigenen Worten beschreiben kannst, erklären kannst, dazu sagen kannst, was dir dazu einfällt. Dein Begriff ist finanzielle Freiheit und die Zeit läuft jetzt. Finanzielle Freiheit. Das ist ein interessantes Thema für mich. Finanzielle Freiheit bedeutet ja wohl, dass man kein Geld mehr verdienen muss für seinen Lebensunterhalt. Und die habe ich wohl vor einigen Jahren erreicht mit dem Verkauf meiner Firma. Aber interessanterweise ist finanzielle Freiheit immer was, was in der Literatur und im Internet dargestellt wird als das, was man unbedingt erreichen sollte und erstreben sollte. So nach dem Motto und danach interessiert mich das alles nicht mehr und ich kann es mir einfach nur gut gehen lassen. Ich habe festgestellt, wer wirklich motiviert ist und vorher auch gerne arbeitet, für den ist finanzielle Freiheit eigentlich uninteressant. Zumindest war das für mich so. Für mich macht das gar keinen großen Unterschied. Ich habe früher gerne gearbeitet und habe jetzt natürlich das Glück gehabt, auch noch mein Hobby zum Beruf zu machen. Darüber reden wir ja später noch. Ich bin also jetzt Fulltime Investor, aber finanzielle Freiheit ist was, was mich eigentlich gar nicht interessiert. Hat mich aber auch nicht interessiert, als ich sie noch nicht erreicht hatte. Wunderbar. Damit sind wir mit 58 Sekunden auch super in der Zeit geblieben. Sehr schön. Jetzt hast du dich gerade eben schon so ein bisschen vorgestellt, erklärt, wer du so bist, was du so ein bisschen machst. Lass uns doch noch mal ein bisschen genauer darauf eingehen. Irgendwann hattest du ja deinen ersten Kontakt zu der Börse. Wann war denn das und wie ist es dazu gekommen? Ohje, erster Kontakt mit der Börse war 1984. Wenn ich mich richtig erinnere, da war ich 17 Jahre alt und auf Schüleraustausch in den USA. Und damals war so eine Phase an der Börse, wo auch insbesondere Technologieaktien ziemlich angesagt waren. Lustigerweise ähnlich wie heute. Und ich war ohne jedes Vorwissen als deutscher Schüler dann in USA und hatte eigentlich nichts mit den Leuten da zu bereden, weil die wollten mit mir erstmal über amerikanische Sportarten reden. Da hatten wir eigentlich keine gemeinsamen Gesprächsthemen, weil vom europäischen Fußball verstanden die nichts. Und ja, nachdem es da einfach schwierig war, auch aufgrund der Sprachbarrieren, habe ich gemerkt, die Leute wollen alle über Aktien reden. Und die haben mir alle erzählt, dass sie an den tollsten amerikanischen Technologiewerten der damaligen Zeit beteiligt sind. Und das war faszinierend für mich. Ich konnte zwar nicht mitreden, aber ich habe unheimlich gut zugehört. Und als ich dann nach Hause zurück bin, habe ich mit meinen Eltern gesprochen, ob wir nicht mal ein paar Aktien kaufen könnten, anstatt den typischen deutschen Bausparvertrag. Und das war gar nicht so einfach damals. Aber ja, mein Vater war nicht unbedingt dafür. Dann habe ich aber Wirtschaftsmathematik studiert und hatte so ein zweites Schlüsselerlebnis. Kurze Zeit später war ich also 19 oder so oder vielleicht 20. Da waren wir in der BWL-Vorlesung. Ich habe Wirtschaftsmathematik, wie gesagt, studiert. Und in der BWL-Vorlesung in einem Riesenhörsaal fragte der BWL-Professor, wer von Ihnen besitzt denn mindestens eine Aktie? Und kaum einer von den vielleicht 500 Leuten im Saal hat sich gemeldet. Und dann hat er gesagt, ja, wissen Sie, und genau das ist unser Problem in Deutschland. Wenn ich dieselbe Frage in den USA in so einem Hörsaal stellen würde, würden fast alle Hände hochgehen. Und das war so das Aha-Erlebnis, wo ich dann mein Sparbuch aufgelöst habe und die ersten Aktien gekauft habe vor weit mehr als 30 Jahren. Und seitdem bin ich von der Börse nicht mehr weggekommen. Weißt du noch, was deine erste Aktie war? Oh ja, das war Altana, ein deutscher Chemiewerkwert, der längst – ich weiß gar nicht mehr, was mit denen passiert ist – also irgendwie aufgekauft, fusioniert. Altana hieß die Aktie. Lass uns doch nochmal zurückgehen in die USA, weil das klingt sehr spannend. Und auf deinem Blog hast du ja auch schon ein bisschen über die USA und speziell das Silicon Valley gesprochen, unter anderem dort mit der Aussage, ich gebe sie jetzt nicht wörtlich wieder, weil sie mir nicht mehr wörtlich einfällt, dass wir in Deutschland uns zwar wissen, was das Silicon Valley ist, uns das aber gar nicht richtig vorstellen können. Und daher kommt ja auch so ein bisschen, wenn ich es richtig gesehen habe, auch dein Interesse zu den Tech-Werten. Was kannst du uns zu dem Thema so erzählen? Ich muss dazu sagen, als ich diesen Blog angefangen habe zu schreiben, hightechinvesting.de, war ich mit dieser Art des Investieren in Technologiewerte noch ein Exot im deutschsprachigen Raum. Kaum einer hat jetzt High-Growth-Werte angefasst. Man hat immer versucht, die zu bewerten mit klassischen Kennzahlen. Und ja, das funktioniert eben nicht. Man kann kein Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnen bei einem Unternehmen, das noch gar keinen Gewinn macht, zum Beispiel. Und ich habe versucht, dann das zu erklären und versucht, ja, so wie das Silicon Valley tickt, was ich da in meiner Zeit erfahren habe. Also ich habe meine Firma in Silicon Valley verkauft, habe dann noch fünf Jahre fast gearbeitet für dieses Silicon Valley-Unternehmen. Bin da immer hin und her gependelt zwischen meiner Familie in Deutschland und dem Headquarter im Silicon Valley und habe da natürlich mitbekommen. Wir haben damals mit dieser Firma auch den Börsengang angestrebt an der Nasdaq. Ist uns im Nachhinein nicht gelungen, war also nicht super erfolgreich, sondern nur einigermaßen erfolgreich. Die Firma ist dann an Private Equity-Firma verkauft worden. Ich habe da aber sehr, sehr viel gelernt, wie Investoren ticken, wie Technologiefirmen ticken, wie das Silicon Valley funktioniert. Und dann habe ich beschlossen, das auf meinem Blog aufzuschreiben, eine Strategie draus zu machen und zu versuchen, in Deutschland ein bisschen mehr zu vermitteln und da mal durch meinen Beitrag für die Aktienkultur zu leisten. Und ja, es ist einiges in Gang gekommen. Heutzutage investiert fast jeder in Technologiewerte, sodass es mir fast Angst und Bange wird, wenn ich auf die Bewerberungen schaue. Aber das ist ein anderes Thema. Danke dir. Und in der nächsten Frage, du hast gerade eben schon erwähnt, du hast dir eine Strategie dir zurechtgelegt. Wie ist denn deine persönliche Investitionsstrategie und was fallen da so für Assets rein? Sind das tatsächlich eher so Aktien oder gehst du auch in andere Bereiche wie Immobilien, Kryptos oder P2P, Kredite? Also ich bin wirklich klassischer Stockpicker. Ich investiere in Einzelaktien. Alles andere spielt kaum eine Rolle. In meinem privaten Vermögen habe ich noch zwei Immobilien, aber ansonsten bin ich an der Börse ausschließlich mit Einzelaktien unterwegs. Und da hauptsächlich tatsächlich im Bereich der Wachstumsaktien, der Technologieaktien, weil ich da auch einen gewissen Heimvorteil habe. Da kenne ich mich aus. Da habe ich auch ein großes persönliches Netzwerk. Also wenn ich da eine Firma analysiere, die aus dem Silicon Valley kommt, dann habe ich meistens irgendjemanden, den ich anrufen kann, der entweder da arbeitet oder als Partner für das Unternehmen gearbeitet hat, sodass ich durchaus etwas mehr Informationen bekomme, als das so aus dem Internet oder der Börsenliteratur der üblichen zu schaffen ist. Das ist ein gewisser Heimvorteil und da fühle ich mich wohl. Ich kann vor allen Dingen die Werte da beurteilen. Mir geht es immer darum, und insofern bin ich ein klassischer Value Investor eigentlich, welchen Wert hat das Unternehmen an sich und wie ist im Verhältnis dazu der Börsenkurs, also sprich der Enterprise Value. Und wenn ich da ein unterbewertetes Unternehmen finde oder etwas, wo ich der Meinung bin, in sagen wir mal fünf Jahren ist es wesentlich mehr Wert außerhalb der Börse, als es heute an der Börse kostet, dann steige ich ein. Insofern könntest du mich bezeichnen als einen Value Investor, der aber nach anderen Spielregeln im 21. Jahrhundert agiert, also nicht nach dem klassischen Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und solchen Kennzahlen arbeitet. Und wenn wir uns verschiedene Investitionsarten anschauen, dann gibt es in Deutschland auch jemanden, der für einen anderen Bereich der Investition bekannt ist. Das ist der Christian Röhl, der unter anderem mit dem Dividenden-Adel sehr bekannt ist. Aber das in Richtung Dividenden-Strategie, das kommt ja bei dir gar nicht vor, oder? Nein, das kommt bei mir überhaupt nicht vor. Auf Dividenden lege ich keinen Wert. Im Gegenteil, wenn eine Dividende ausgeschüttet wird, dann muss ich ganz genau hingucken, ob das Unternehmen sich die Dividende leisten kann. Das macht aber der Christian Röhl auch nicht anders. Da geht es ja auch nicht nur um die Höhe der Dividende, sondern um die Qualität der Dividende, Kontinuität und so weiter. Aber das ist ein anderer Ansatz. Mir ist im Zweifelsfall auch ein Aktienrückkauf lieber als eine steuerpflichtige Dividendenausschüttung. Aber meistens sind diese Unternehmen, mit denen ich mich beschäftige, von nachhaltigen Gewinnen und einer Dividendenzahlung noch relativ weit entfernt. Viel weiter jedenfalls als von einer Cashflow-positiven Bilanz. Und das ist vielleicht auch noch ganz wichtig zu sagen. Also die Kennzahl bezüglich der Profitabilität schlechthin bei mir ist der Cashflow und nicht der Gewinn, der unterm Strich steht. Jetzt mal eine Frage zu Einzelaktien an sich, weil du machst das ja, wenn ich das richtig verstanden habe, auch alles inzwischen in Vollzeit. Kannst du dich komplett mit dem Thema Investieren auseinandersetzen? Andere, gerade Kleinanleger, Privatinvestoren, die einfach nur ihr Geld anlegen wollen, meinetwegen eine 40-Stunden-Woche haben, dann vielleicht noch einen Nebenjob haben, zur Arbeit fahren müssen, zurückfahren, Nebenjob haben, Familie, Freunde. Da bleibt ja relativ wenig Zeit, um sich Quartalsberichte, fundamentale Daten, Jahresberichte anzuschauen. Meinst du, da eignen sich Aktien heutzutage als gute Anlage oder geht es vielleicht eher in Richtung ETF oder gar andere Produkte? Ich denke, da muss man unterscheiden, um was für ein Typ von Anleger es sich handelt und ob er sich gerne mit dem Thema Börse beschäftigt. Also jemand, der das so machen will wie ich, der muss sich erheblich damit beschäftigen und das muss Spaß machen. Bei mir ist es so, ich war Hobbybörsianer fast 30 Jahre lang und hab dann mein Hobby zum Beruf machen können. Ich glaube, wenn man sich nur ab und zu mal damit beschäftigt und dann auch es eher ungern tut oder sich vielleicht sogar dazu zwingen muss, jetzt muss ich doch mal wieder ins Depot reinschauen und jetzt gab es schon wieder neue Quartalszahlen und die muss ich jetzt eigentlich auch schon wieder anschauen und das will ich gar nicht. Wer so an die Sache rangeht, der sollte tatsächlich lieber entweder passiv investieren mit ETFs oder aber sich jemanden suchen, dem er vertraut und der sich um seine Geldanlage kümmert. Das gibt es ja auch heutzutage schon auch für kleinere Vermögen oder mit Fonds. Es sind ja nicht alle Fonds schlecht, aber das ist auch wieder ein ganz anderes Thema. Also jemand, der wirklich Stockpicker sein will, der muss meiner Meinung nach erheblichen Aufwand treiben. Entweder weil er das fundamental so genau analysieren will, wie ich das tue oder aber weil er ganz andere Ansätze verfolgt, eher kurzfristig agiert, dann eher Richtung Trading. Es gibt ja Beispiele, dass das tatsächlich funktionieren kann. Ich habe mittlerweile einige sehr, sehr gute Trader kennengelernt, die verdienen damit tatsächlich ihren Lebensunterhalt, aber weil sie es auch wirklich Fulltime machen und das ist ein Knochenjob. Also jeder, der da glaubt, der ist immer so ganz am Rande mit oberflächlichem Wissen und ein bisschen Zeit Investition erfolgreich ist, dem kann ich eigentlich nur davon abraten. Der sollte dann doch lieber in ETFs investieren und da möglichst breit in ETFs investieren. Also da kann ich auch nur davor warnen, dann zu versuchen, unbedingt die ETFs raussuchen zu wollen, die dann den Markt doch outperformen. Das kann ich mir vorstellen, dass das auf Dauer nicht gut funktioniert. Also gibt es auf meinem Blog auch einen viel gelesenen Artikel, warum Technologie ETFs eigentlich nichts anderes sind als riskante wetten, dass es mit Big Tech, sprich Microsoft, Apple weiter bergauf geht. Diese Technologie ETFs haben ja wahnsinnig gut funktioniert in den letzten Jahren, weil eben die Technologie-Riesen so durch die Decke gegangen sind und das kann nicht ewig so weitergehen. Diese Technologie ETFs sind aber unheimlich hochgewichtet in diesen großen Technologiefirmen. 35% oder so Gewichtung in Microsoft und in Apple muss man sich mal vorstellen. Das wäre in jedem aktiven Fonds gesetzlich gar nicht zulässig. So eine schlechte Diversifikation in diesen ETFs ist es aber so. Also wenn schon ETF, dann würde ich sagen wirklich einen breiten ETF über alle Branchen hinweg, MSCI World, S&P 500, irgendwie sowas. Aber nicht versuchen, hier jetzt die ETFs zu picken und selektiv auszusuchen, weil das, was da in den letzten Jahren funktioniert hat, glaube ich nicht, dass es in der Zukunft funktionieren wird. Und das Thema, was es in der Zukunft funktionieren wird, das ist sicher inzwischen auch ein sehr interessantes Thema. Also ich habe ja auch noch einen Hauptjob, in dem ich viel arbeite. Und da arbeiten wir seit diesem Jahr fast ausschließlich aus dem Homeoffice heraus, was natürlich eine große Veränderung auch für die Zukunft ist. Wir machen weniger Dienstreisen, was die nächste große Veränderung ist. Hast du diese Themen auch alle auf den Schirmen und wie stellst du dich darauf börsentechnisch ein? Ja, diese ganze Veränderung, von der du sprichst, kann man ja unter dem "Was wird der Digitalisierung irgendwo einordnen" zusammenfassen. Und die Digitalisierung ist ja offenbar die größte Veränderung unserer Gesellschaft, die wir bis jetzt erleben. Und die Corona-Pandemie hat eigentlich nur dazu geführt, dass diese Digitalisierung noch beschleunigt wird und noch schneller vorangeht. Und diese Digitalisierung wirkt in allen Lebensbereichen. Es gibt kaum eine Branche, die davon verschont bleibt. Ich glaube, nur in den wenigsten Fällen wird sich nach Ende der Corona-Pandemie die Welt wieder zurückdrehen auf den Stand, den sie vorher hatte. Wenn du sagst Homeoffice, ich bin davon überzeugt, dass Homeoffice wird bleiben. Das heißt zum Beispiel, dass es weniger Büroimmobilien braucht in Zukunft. Also das, was ehemals sichere Investments waren im Bereich Immobilien, ist nicht unbedingt gesagt, dass das in Zukunft auch so sein wird. Ja, und insgesamt glaube ich, die Digitalisierung ist nicht nur die größte Veränderung unserer Zeit, sondern auch die größte Investment-Chance unserer Zeit. Und dann kann man sich dann jetzt in Ruhe überlegen, wer profitiert denn von der Digitalisierung? Und dann kommt man drauf, es gibt in jeder Branche einen Digitalisierungsgewinner. Natürlich fallen einem zuerst die Technologiefirmen ein und die Cloud-Software-Firmen. Das ist ja offensichtlich, dass Zoom zum Beispiel oder Slack diese Tools, dass das Gewinner sind. Aber es gibt auch ganz, ganz andere in anderen Branchen, die einfach in ihrer digitalen Transformation besser sind als andere Unternehmen der Old Economy. Und ich denke, dass das die großen Gewinner sein werden. Und deswegen kann man durchaus ein diversifiziertes Portfolio über alle Regionen und Branchen hinweg haben, das ausschließlich aus Digitalisierungsgewinnern besteht. Und das ist im Endeffekt ja auch der Ansatz meines Investments und meiner Investment-Vehikel, die ich so habe. Genau. Und da gehen wir ja schon in eine ganz schöne Richtung rein, wobei ich tatsächlich auch das, was du jetzt zuletzt gesagt hast, da, als ich reingeschaut habe, ein bisschen erstaunt war, dass ich im Digital Leaders Fonds auch Firmen wie Walmart gefunden habe und das sogar unter den Top-Positionen. Was ist denn dieser Digital Leaders Fonds und was hast du damit zu tun? Ja, was habe ich damit zu tun? Ich bin ursprünglich immer sogar ein Kritiker der Fondsindustrie gewesen. Lustigerweise, als ich meinen Blog gestartet habe, vor mittlerweile dreieinhalb, vier Jahren, da einer der ersten und bis heute am meistgelesenen Artikel beschäftigt sich damit, warum Privatanleger, also private Stockpicker, bessere Renditen erwirtschaften als Fondsmanager. Und dafür gibt es gute Gründe, die vor allen Dingen in den Rahmenbedingungen zu sehen sind, die die Finanzindustrie schafft für Fondsmanager. Also es ist unheimlich schwer, als Fondsmanager bei einem großen Vermögensverhalter oder bei einer Großbank besser abzuschneiden als die Benchmark, als der Index, mit dem man so seinen aktiv gemanagten Fonds vergleicht. So, und dann habe ich mit einem Wikifolio, du hattest ja hier bei dir im Podcast auch schon den Andreas Kern, den Gründer von Wikifolio zu Gast. Wikifolio ist also so eine Social-Trading-Plattform, wo jeder Portfolio-Manager spielen kann im Endeffekt und das für sich ausprobieren kann, wie sich das anfühlt, das Geld anderer Leute zu verwalten. Da habe ich 2016 mit angefangen und habe nicht nur mein eigenes Vermögen verwaltet, sondern dann eben auch zunächst im kleineren Maße das Vermögen anderer Leute. Und es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auch die Verantwortung eigentlich nicht gespürt oder höchstens als Motivation verspürt, jedenfalls nicht als Belastung. Das war auch, nachdem das dann einige Millionen zumindest mal waren, immer eine schöne Erfahrung für mich. Und dann kam zwei Jahre später der Babi Baki-Ehrmark auf mich zu, der von der Deutschen Bank ausgestiegen war, in seinem früheren Leben auch Fondsmanager für Technologie schon war, so zu Neue-Markt-Zeiten. Und hat mich gefragt, nachdem er ja meine Investment-Erfolge gesehen hat, ob ich nicht zusammen mit ihm einen Fonds gründen möchte und da quasi ihm beraten und der Berater dieses Fonds sei. Und da habe ich dann überlegt, erst auch ein bisschen zurückgeschreckt und mich dann aber gerne überzeugen lassen. Und wir haben gemeinsam Anfang 2018 das Digital Leaders Fund gegründet und tatsächlich mit einem Konzept sehr, sehr breit in die Gewinner der Digitalisierung zu investieren und nicht nur in Tech-Werte. Unser wichtigster Aufgabe in der Öffentlichkeitsarbeit rund um den Fonds ist es, die Welt davon zu überzeugen, dass wir kein Technologiefond sind. Und das ist uns lange Zeit nicht so richtig gelungen. Jetzt aber zuletzt doch recht gut, als nämlich die Technologiewerte mal korrigiert haben und unser Fonds komischerweise nicht mit korrigiert hat, weil wir eben in sehr, sehr hochgewichtet mittlerweile in Werte investiert haben wie die BBVA, also die Spanische Bank, wie Walmart zum Beispiel, wie Disney. Ja, sogar im VW Konzern sind wir investiert und nicht in Tesla. Und da fragt sich natürlich jeder, wie kann denn das sein? Und dem entgegnen wir ja, weil ja nicht jede digitale führende Firma auch ein gutes Investment ist. Also wir sind der Meinung, Netflix ist kein gutes Investment zu diesen Preisen, aber Disney, die da das Feld aufrollen, was das Streaming angeht und die einfach die bessere Position haben, auch wenn sie natürlich jetzt von der Pandemie erheblich getroffen sind. Also der Digital Leaders Fonds ist seit fast drei Jahren jetzt. Es fehlen noch drei Monate, dann haben wir die drei Jahre voll am Markt. Und wir haben inzwischen auch 80 Millionen eingesammelt von vielen Privatanlegern, aber auch von Vermögensverwaltern. Und ja, macht viel Spaß. Ist ja meine zweite größere Unternehmensgründung in einem ganz anderen Bereich, nachdem ich lange Jahre in der Softwarefirma hatte. Und ja, ich fühle mich zwar immer noch nicht als professioneller Asset Manager im Sinne von ich fühle mich nicht so richtig zur Szene zur Asset Management Industrie dazugehörig. Aber ich glaube, das tut uns ganz gut, dass wir einen haben mit dem Baggier-Markt, der da wirklich ein Urgestein der Branche ist und dass ich mit einem Blick aus der Softwareindustrie kommend auf die Dinge schaue und dass mich manche Leute, manche Dinge da gar nicht so interessieren, sodass wir wirklich sehr, sehr unabhängig da agieren. Und ich glaube, das ist auch das Erfolgsgeheimnis, warum wir unsere Benchmark so weit outperformt haben bisher. Jetzt hast du gerade eben ja schon dein Wikifolio angesprochen und ich glaube, dein Wikifolio ist auch immer mit so der Grund, warum du dafür bekannt bist, dass du ein Depot nur aus Tech-Werten hast, was ja, glaube ich, gar nicht so ist, wie ich dich bisher verstanden habe. Warum hast du bei Wikifolio so einen großen Anteil jetzt auf diese Tech-Werte gelegt? Ja, mein Wikifolio, das sagt ihr schon, der Name ist Hightech Stockpicking. Das ist ein Branchen-Wikifolio. Also da ist von Anfang an, habe ich gesagt, ich investiere da in Technologie und auch nur in Technologie. Und jetzt kann man natürlich treffen, diskutieren, was ist überhaupt Technologie heutzutage. Früher hätte man gesagt, das ist Hardware, das ist Software und das sind IT-Service-Dienstleistungen. Ja, und dann kamen die ganzen Plattformfirmen auf und die digitalen Plattformen sind für mich auch Technologiefirmen. Also ich habe da im Endeffekt die Definition so breit gewählt, dass ich auch eine Facebook zum Beispiel drin habe, obwohl es ja kein reinrassiges Technologieunternehmen ist im engsten Sinne, sondern es ist ja eine Social-Media-Plattform, es ist ein Medienunternehmen. Im Endeffekt muss man konstatieren, es gibt ja kaum ein Unternehmen, was im 21. Jahrhundert gegründet ist oder im 21. Jahrhundert jetzt erfolgreich sein will in den nächsten 50 Jahren, was nicht zu einem erheblichen Anteil ein Technologieunternehmen ist. Da bin ich tatsächlich mittlerweile auch immer noch am überlegen, wie weit soll ich diesen Technologiebegriff eigentlich fassen. Aber Hightech Stock Picking Wikifolio bedeutet eigentlich wirklich, dass Stefan Walthauser seinen Heimvorteil im Bereich Software im Bereich Software as a Service Technologie ausnutzt, um solche Werte zu kaufen, mit denen er sich besonders gut auskennt. Und ja, deswegen ist das auch kein breit diversifiziertes Portfolio im Sinne von, da sind unterschiedliche Branchen drin, das ist auch ein ganz klarer regionaler Schwerpunkt im Silicon Valley und ist sicherlich nicht dazu geeignet, dieses Wikifolio, um jetzt hier einen Großteil seines Vermögens darin anzulegen bzw. dem Zertifikat, was da drauf ausgegeben ist. Es ist ja quasi ein investierbares Musterportfolio, so ein Wikifolio. Und ja, es ist reine Technologie Investments, da allerdings momentan recht konservativ aufgestellt. Du findest da kaum noch so abenteuerlich hoch bewertete Cloud Werte, weil ich der Meinung bin, da steht eine große Korrektur bevor. Okay, danke dir. Was machst du denn mit diesem Wikifolio so für eine Rendite? Also mal für jeden, der das jetzt nicht vor sich hat, der vielleicht gerade im Auto sitzt und im Podcast nebenbei hört. Was schaffen Tech-Werte da bzw. was hast du auch die letzten Jahre geschafft? Also meine Benchmark ist der Nasdaq Index dabei und der ist ja herausragend gut gelaufen seit 2016, seit ich das Wikifolio habe. Das Wikifolio hat bisher, seit der zweite Hälfte 2016 habe ich gestartet, eine Rendite von plus 190 Prozent erreicht ungefähr stand heute. Das ist aufs Jahr gerechnet 26,0 Prozent. Jetzt warne ich aber davor zu glauben, diese 26,5 Prozent ist das, was von mir zu erwarten ist, auch in den nächsten fünf Jahren. Das ist natürlich immer im Zusammenhang zu sehen, wie der Markt sich verhält. Die Nasdaq ist herausragend gelaufen. Ich habe die Nasdaq geschlagen in dieser Zeit. Das ist schon mal wirklich eine ganz gute Leistung, würde ich mal sagen. Und das ist der Anspruch von mir auch in schwächeren Börsenphasen. Also ich möchte immer mindestens fünf Prozent besser abschneiden als in jedem Jahr, als der Markt. Ein Jahr, in dem ich das geschafft habe, dem bin ich zufrieden. Also sprich, wenn die Nasdaq mal zehn Prozent performt, dann möchte ich gern 15 machen. Und umgekehrt, wenn die Nasdaq zehn Prozent nachgibt, dann wäre ich zufrieden, wenn mein Portfolio nur um fünf Prozent nachgegeben hat. Das habe ich über die letzten Jahre ganz gut geschafft. Und ich habe jetzt erst drei, vier Jahre als Fulltime-Investor hinter mir. Also ich muss mal sehen, inwiefern sich das, was ich so vorher erreicht hatte als Teilzeit-Investor, Hobby-Investor, noch verbessern lässt, dadurch, dass ich jetzt hier Fulltime investiere. Ja, schauen wir mal. Aber es ist einfach sehr, sehr gut gelaufen. Deswegen hat das mittlerweile, dieses Wikifolio ja auch, ist eines der erfolgreichsten Wikifolios. Viele tausend Privatanleger sind eigentlich fast nur Kleinerleger in diesem Wikifolio. Und trotzdem sind da schon zwölfeinhalb Millionen zusammengekommen, die ich da in einem Wikifolio verwalde. Was natürlich eine ganz schöne Summe ist und du hast es gerade eben schon einmal angedeutet, dass du mit der Verantwortung gar nicht so viele Probleme tatsächlich nicht hast. Aber wenn ich mir vorstelle, es gibt so viel Geld, was die anderen anvertrauen. Und wenn es dann tatsächlich immer nicht so gut läuft, also du vielleicht auch unter deinen Benchmarks abschließt, ist das denn etwas, womit du wirklich jederzeit gut schlafen kannst? Oder wie fühlt sich sowas an? Also es ist ganz erstaunlich, weil im Corona Crash zum Beispiel ist mein Depot und auch mein Wikifolio genauso mitgecrashed wie der Gesamtmarkt. Ich habe da nicht besser abgeschnitten, kurzfristig. Und ich war aber in dem Fall die Ruhe selbst. Ich habe sogar im Nachhinein ein sehr interessantes Webinar aufgezeichnet für Wikifolio, wo ich glaube über 500 Leute live drin hatte. Und irgendwie zwischen 5.000 und 10.000 Zuschauer haben dieses Video inzwischen auf YouTube angeguckt, wo ich die Leute beruhigt habe. Und für mich stellt sich das immer so dar, ich kaufe Unternehmensanteile. Und wenn die Aktienkurse fallen, dann haben sich diese Unternehmensanteile erstmal verbilligt. Deswegen sind die Unternehmen ja nicht weniger wert. Nur der Preis, also der Aktienkurs, das Preisschild, was an dem Unternehmensanteil hängt, der Preis ist geringer geworden. Insofern ist es durchaus etwas, worüber man sich auch freuen kann, dass man dann da nachkaufen kann zu günstigeren Preisen. Ist jetzt im Wikifolio natürlich nur dann möglich, wenn man eine Cash-Quote hat. Da hat es einen Privatanleger leichter, der kann ja vielleicht jeden Monat was sparen und dann aus seinem Ersparten günstiger einkaufen, wenn der Crash dann da ist. Ist im Wikifolio etwas schwieriger, aber ich hatte Gott sei Dank eine Cash-Quote und habe dann auch im Crash kräftig gekauft. Und dann ging es ja sehr, sehr schnell wieder bergauf, viel schneller, als ich das gedacht hätte. Insbesondere das Wikifolio hatte schon nach wenigen Wochen wieder einen neuen Höchststand erreicht. Und seitdem geht es ja sowieso nur noch bergauf, sodass es einem schon ein bisschen Angst wird. Aber ich habe für mich mitgenommen in dem Crash, dass es mir nichts ausmacht, auch dass ich die Verantwortung für das Geld anderer Leute zu tragen. Ich mache einfach mit diesem Geld das Beste, was ich tun kann. Ja, ist ja auch mein eigenes Geld drin. Und insofern, ja, ich bedanke mich für das Vertrauen dieser Leute. Aber ich denke, solange ich das Beste tue, ich kann ja nichts dafür, wenn der Markt abstürzt. Und ich habe natürlich auch das Selbstvertrauen mit meinen 53 Jahren und mehr als 30 Jahren Börsenerfahrung, dass ich weiß, dass ich es einfach auch besser kann, das Stockpicking, als all die jungen Leute, die ja noch nicht mal ihren ersten Bärenmarkt erlebt haben, weil der ist mittlerweile zehn Jahre her. Also mein Blog ist ja voll von Warnungen über überteuerte Kurse und dass die Leute ein bisschen vorsichtiger sein sollen und nicht übermütig auf keinen Fall Kredite aufnehmen, um damit zu spekulieren. Ja, viele denken sich ja der Waldhauser wieder mit seinen Warnungen. Es geht aber doch ja immer nur bergauf. Ja, irgendwann wird es mal nicht so sein. Und da wird auch ein solcher Crash nicht wieder innerhalb von wenigen Monaten ausgeglichen sein. Aber die jungen Leute haben das einfach nur nicht erlebt. Und da kann ich nichts anderes als warnen, in meinem eigenen Wikifolio entsprechend vorsichtig sein. Oftmals, also wenn ich kritisiert werde, dann immer dafür, dass ich zu vorsichtig bin. Also gerade jetzt wieder. Letzte Woche war The Trade Desk der dritte Ten-Bagger in diesem Wikifolio, also eine Aktie, die sich im Wert verzehnfacht hat innerhalb der seit 2016. Die ersten waren Shopify und Square. Und ich habe alle drei Werte im Endeffekt zu früh reduziert. Habe jetzt zum Beispiel noch drei Prozent Gewichtung bei The Trade Desk. Und natürlich, wenn ich das nicht reduziert hätte, wäre das Wikifolio noch viel, viel besser gelaufen. Und ja, dann heißt es immer ja, warum bist du so vorsichtig? Warum hast du nicht genug Mut oder was auch immer? Aber das ist halt mein Stil. Wenn ich der Meinung bin, Aktien sind zu teuer geworden, dann reduziere ich sie. Ich kann ja das Geld dann auch anders anlegen in Werte, wo ich mir mehr davon verspreche. Und im Zweifelsfall ist an Gewinn mit Namen noch niemand pleite gegangen. Das ist so meine Devise. Was auf jeden Fall auch sehr vernünftig klingt. Und auch wenn du jetzt die Aktie Trade Desk ansprichst, ich kenne da noch so ein paar andere. Bei mir ist immer so ein Indikator dafür, wenn ich auf Social Media, also Facebook und Instagram, auf einmal sehr stark mitbekomme, dass diese Aktie wirklich sehr stark im Fokus ist, dass ich dann auch ein bisschen vorsichtiger werde. Aber lass uns weitergehen zu deiner persönlichen… Mirco, das ist ein sehr, sehr guter Punkt. Also das ist tatsächlich ein Kontraindikator. Das machst du sehr gut. Also wenn auf Social Media und das Internet voll ist von solchen Analysen und Lobreisungen, dann kannst du davon ausgehen, jeder Kleinerleger hat jetzt diese Aktie im Depot und dann kann das zwar der Hype noch eine ganze Weile weiterlaufen. Also hier bei Tesla läuft der Hype ja seit wie vielen Jahren. Aber dann vorsichtig zu sein, das machst du ganz gut. Danke dir und freut mich natürlich, das auch so zu hören. Ein ganz krasses Beispiel war da jetzt ja natürlich auch der IPO und der Aktie Airbnb, die ja bereits sehr hoch angesetzt war, danach noch höher angesetzt war. Und ich habe auf einen Social Media Account zuerst einen Fremden gesehen, dann auf dem eigenen Account auch noch eine kleine Umfrage gemacht mit den Fragestellungen. Die erste Fragestellung war, würdest du diese Aktie zum IPO kaufen? Und die nächste Fragestellung war schon hingegen, hast du dich auch mit dieser Aktie beschäftigt? Und tatsächlich hatte die erste Umfrage fast 50% Zustimmung. Und die zweite Umfrage, also die Frage nicht, ob du kaufen möchtest, sondern die Frage, ob du dich damit schon beschäftigt hast, ganze 10% weniger. Und das fand ich dann tatsächlich schon recht krass. Ob wir in eine Aktie reingehen oder nicht, dafür benutzen wir Tools. Und ein Tool steht ganz besonders auch mit dir in Verbindung, das ist nämlich Aktien Guide. Und was ist denn das schon wieder? Ja, Aktien Guide ist auch noch so ein Herzensprojekt neben mir, eigentlich mein drittes Herzensprojekt neben dem Wikifolio und Digital Leaders Fund. Und Aktien Guide ist wirklich ein Tool für den Stockpicker, der sagt, ich möchte in Einzelaktien investieren. Und es ist so mein Radarschirm, um Investmentideen zu generieren, so würde ich mal sagen. Also vielleicht erzähle ich mal ein bisschen die Vorgeschichte, weil auch da bin ich ja nur ein Berater irgendwo im Hintergrund. Also es war so, ich habe meinen Blog gestartet, hightechinvesting.de und habe da im Laufe der Zeit immer mal meine Kennzahlen vorgestellt. Und da ist die Bewertung zum Beispiel wird gemessen nicht am KGV, sondern am Enterprise Value Sales Verhältnis. Dann spielt die Protomarge eine viel größere Rolle als die Netto Marge. Und insbesondere die Rule of Forty ist da eine ganz zentrale Bewertungskennzahl für Unternehmen. Vielleicht, wenn ich das ganz kurz erklären soll, das gibt da einen Score und der berechnet sich ganz einfach als Summe aus dem Umsatzwachstum und der Free Cash Flow Marge. Wird also ein Prozent ausgedrückt, stammt aus der amerikanischen Risikokapitalszene. Und alles, was da über 40 Prozent liegt, also zum Beispiel 20 Prozent Unternehmenswachstum und 20 Prozent Free Cash Flow Marge aufaddiert, werden dann 40. Und alles, was über 40 Prozent liegt, heißt, es ist ein sehr, sehr effizientes Wachstum. Also das ist ein gutes Unternehmen. So und da habe ich eine ganze Reihe von diesen Kennzahlen, die man jetzt nicht so in jedem 0815 Börsenbuch oder auf jeder 0815 Börsenseite findet, in meinem Blog zusammen geschrieben. Und ein Team in der Schweiz, der Gründer Tino Wendland steckt dahinter, der hat diese Blogbeiträge von mir genommen und daraus so einen Algorithmus gebaut, der da quasi einen Scoring ermöglicht und Listen von Aktien erstellt aus großen weltweiten Universen. Also 6000 Aktien werden da ständig analysiert auf diese Kennzahlen hin und dann werden da die nach diesen Kennzahlen besten Investmentideen ausgespuckt in diesen Top Scorer Listen. Und dann das war schon alles programmiert und hat der Tino mir das vorgestellt und ich war begeistert und konnte das für meine eigene Research Arbeit wunderbar benutzen. Und er hat mich dann infiziert damit und seitdem entwickeln wir das gemeinsam. Also ich spezifiziere das, wie man diese Plattform weiterentwickeln könnte und haben mittlerweile ein richtiges Team, was daran programmiert. Und ja, das macht sehr, sehr viel Spaß. Es ist vor allen Dingen für mich selber als Investor ein unheimlich nützliches Tool und es zur Refinanzierung bieten wir das tatsächlich jetzt auch privaten jeden privaten Anleger an. Das kostet ein paar Euro im Monat, wenn man es voll benutzen will. Also eine eingeschränkte Version ist auch kostenlos benutzbar. Und ja, also das ist jetzt noch kein profitables Geschäft irgendwie. Die Daten, die da verwendet werden, sind sehr, sehr, sehr teuer. Also momentan ist das ein Draufzahlgeschäft von Tino und mir. Aber da wir ja immer unsere eigenen Vermögen damit verwalten und ja, lohnt sich das. Und ja, wir haben jetzt 1000 zahlende Kunden dafür. Das Ganze wird erheblich ausgebaut in den kommenden Monaten, auch weil ich glaube, dass die Nische da ist, um sowas zu etablieren hier im deutschsprachigen Raum. Kein Mensch benutzt ja gerne diese diese ganzen werbeüberfrachteten alten Börsenportale wie Finanzen.net und Wall Street Online und wie die alle heißen. Und ich glaube, wir können dann moderne, frische Alternative völlig werbefrei, gut auf dem Handy zu benutzen und so weiter bieten. Kostet halt ein paar Euro im Monat, aber derzeit ist es wirklich ab fünf Euro im Monat. Kann man da meine meine Strategien folgen und ja, kommt ganz gut an. Und ich bin gespannt, wie das damit weitergeht. Ist ein schönes Hobby eigentlich von mir. Okay, klingt auf jeden Fall nach einem sehr schönen Hobby, also allgemein. Du hast sehr viele Hobbys, die mich wirklich sehr faszinieren, unter anderem natürlich auch dein Blog, auf den ich schon häufiger mal aufgeklickt habe. Ich erinnere mich jetzt gerade dran, weil du gerade doch ein paar mehr Kennzahlen genannt hast und wir unter den Zuhörern auch doch noch sehr viele Menschen haben, die sehr nah am Anfang ihrer Investment Karriere stehen. Du hattest da mal ein E-Book mit sehr vielen und mit sehr vielen Grundinformationen, dass du auch kostenfrei zum Download angeboten hast. Hast du das immer noch? Ja, ja, klar. Das ist was. Also ich habe mir irgendwann mal gesagt, also was ich auf keinen Fall möchte, das ist mein Wissen jetzt irgendwie vermarkten und dafür Geld zu verlangen, dass ich mein Wissen weitergebe. Ja, ich habe das große Glück, dass ich Wirtschafts- und Mathematik studiert habe, dann den 25-jährigen Umweg in der Softwareindustrie hinter mir habe und jetzt ja diese Skills zusammenbringen kann. Und das passt ganz gut. Und ich ja, wie gesagt, finanzielle Freiheit habe ich erreicht. Geld motiviert mich nicht mehr. Aber was mich motiviert ist, wenn ich einen Beitrag leisten kann, hier die Leute im deutschsprachigen Raum Hobby-Investoren aufzuschlauen und denen das beizubringen, denen das beibringen kann. Ja, wo sich mein Investment-Erfolg im Prinzip, wo die Basis liegt. Und der einen Punkt ist dieses kleine E-Book. Das sind 40, 50 Seiten, was ich irgendwann mal zusammengeschrieben habe, als ich gemerkt habe, ich habe inzwischen so viele Beiträge auf diesen Blog geschrieben, dass es für Anfänger gar nicht so einfach ist, sich auf den Blog zurechtzufinden. Deswegen werde ich zum ersten Mal meinen Blog besucht, das E-Book downloaden, das lesen und danach ist man eigentlich ganz gut gerüstet, glaube ich, dass man auch die ganzen Blogbeiträge lesen kann, weil da gibt es zum Thema Anlagestrategie noch viel mehr als jetzt in diesem kleinen E-Book drin ist. Wunderbar, das nehmen wir auch alles mal mit in die Show Notes des Podcasts, also sowohl alles, was wir in diesem Podcast jetzt erwähnt haben von Anfang an bis zum Ende mit dem E-Book, kommt alles mal rein. Es verlinkt, kann jeder aufklicken. Und wir kommen immer näher ans Ende des heutigen Podcast-Interviews. Bei mir steht noch eine große Frage offen, die ich ganz gerne stelle. Das ist nämlich die Frage nach deinem größten Learning-Erfolg, Misserfolg an der Börse. Was hat dich da wirklich nachhaltig weitergebracht? Ich denke, ich habe mich als Investor schon mindestens ein, zwei Mal neu erfunden in dieser Zeit, in diesen über 30 Jahren. Ich war früher der Meinung, als Privatinvestor könnte man sehr, sehr gut in kleine marktengen Nebenwerte investieren, die institutionelle Investoren nicht interessieren. Also alles, was so unter 50 oder 100 Millionen Mark Kapitalisierung ist, ist ja für institutionelle größere Investoren uninteressant. Und diese Firmen wenden sich mit ihren Aktien an Privatinvestoren. Ich habe in früheren Jahren viel, viel Zeit damit verbracht, mit Investor Relations Verantwortlichen zu reden und mir da Investment-Stories erklären zu lassen. Und habe dann immer versucht, einen Informationsvorsprung zu bekommen durch solche Gespräche. Und das war im Endeffekt naiv von mir, zu glauben, dass ich da irgendwas erfahren könnte. Das ist ja gar nicht zulässig, dass solche Firmenverantwortlichen hier mit irgendeinem Privatinvestor reden und da irgendwelche Informationen rauslassen. Würden die auch nie tun. Aber ich habe festgestellt, ich bin damals öfters mal wirklich belogen worden von diesen Leuten. Und wenn die einem irgendwas mitgeben, also ich habe damals schon eine Internetseite gehabt und habe meine Informationen gerne veröffentlicht. Und bin dann teilweise benutzt worden, um irgendwelche Gerüchte in die Welt zu setzen oder so. Ja, da bin ich jetzt sehr, sehr vorsichtig in direkten Kontakten und Gesprächen mit Unternehmen und Investor Relations Verantwortlichen. Also mir ist ein sogenannter Backdoor-Check, so nenne ich das, wenn ich irgendwo anrufe und mit einem Mitarbeiter rede, einem Normalen oder einem Partner von einem Unternehmen. Dann ist mir das lieber, als wenn ich mit dem offiziellen Investor Relations Verantwortlichen rede, der mir sowieso nur das Blaue vom Himmel erzählt und alles in den tollsten Farben malt. Insofern nicht immer alles glauben, was erzählt wird. Ein ganz gesundes Maß an Paranoia ist sicherlich hilfreich bei der Verarbeitung von Informationen. Und ja, immer Augen offen halten. Also gerade das Thema Wirecard, das finde ich sehr, sehr schade, dass da so viele Leute reingefallen sind. Weil wenn man wirklich mal genauer hingeguckt hat, dann war das eigentlich absehbar, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Und es ist schade, dass da so viele Privatanleger auf die Nase gefallen sind. Aber es sind ja nicht nur die Privaten. Es waren ja die Foremanager genauso. Ja, Wirecard ist natürlich ein sehr unschönes Thema dieses Jahr gewesen. Aber ansonsten finde ich dein Learning natürlich auch sehr interessant. Das erinnert mich so ein bisschen an das, was der Tim Schäfer zuletzt in einem Interview, ich glaube, bei den Investor Stories Podcast gesagt hat von Daniel Wagner. Nämlich hört nicht zu sehr auf die Hauptversammlungen, denn das sind reine Werbeveranstaltungen von den Firmen, bei denen sie dir natürlich erzählen, dass das Unternehmen großartig ist. Von daher finde ich dein Tipp super. Und wir nähern uns dem Ende des heutigen Podcast Interviews. Von meiner Stelle her bleibt nur noch zu sagen ganz herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast. Und ich hoffe, viele der Zuhörer können sehr gute Learnings jetzt mitnehmen. Die Abschlussworte des Interviews, die gehören jetzt dir. Ja, vielen Dank für die Einladung, Mirco. Hat mir Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich hier einigen noch unerfahrenen Leuten ein bisschen was mitgeben konnte. Das Allerwichtigste ist, würde ich sagen, wenn ihr euch entscheidet, in Einzelaktien zu investieren, dann fühlt euch bitte als Mitunternehmer. Und was ihr da kauft, ist nicht irgendein, ja, es ist natürlich eine Aktie, es ist ein Unternehmensanteil. Und ihr seid damit mitbeteiligt einem Unternehmen und versucht, das Ganze langfristiger anzugehen. Also ich halte sehr wenig vom Trading, weil das ist noch viel, viel schwieriger als das Investieren. Jeder, der in Wachstumsunternehmen wie ich investiert, für den die Zeit arbeitet für euch, weil diese Unternehmen ja im Laufe der Zeit, in dem sie wachsen, mehr wert werden. Und wenn ihr die zu einem vernünftigen Preis einkauft, diese Unternehmen, dann werdet ihr damit viel Spaß haben, wenn ihr die Geduld aufbringt, die Gefühle Furcht und Angst bewältigt und einfach diesen Unternehmen Zeit gibt, sich zu entwickeln, weil dann klappt es mit dem Aktienkurs meistens von ganz alleine. Dann ganz herzlichen Dank für deinen letzten Tipp und uns bleibt nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss! Schreibt uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Depot Performance per App und Web tracken? Interview mit Sumit Kumar von Parqet (ehemals Tresor One)
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Wenn es um das Thema Portfolio-Analyse geht, denn führt kaum ein Weg an die drei Programmen "Portfolio", "Performance", "Rentablo" oder "Treasure One" vorbei. Mit dieser Software, mit diesen Internetseiten, mit diesen Apps schaffst du es tatsächlich, die Performance deines Depots teilweise recht einfach, sehr komplex und sehr gut übersichtlich darzustellen. Und daher weißt du immer, wie sich dein Depot aktuell entwickelt und wie eigentlich deine eigene Depot-Rentite aussieht. Im heutigen Interview spricht Zoomet mit uns über die Software "Treasure One". Treasure One ist eine Software, eine Webseite, die du sehr gut inzwischen mobil benutzen kannst und eine sehr schöne und angenehme Grafik hat und zudem auch super einfach zu benutzen ist. Es gibt einen sehr hohen Automatisierungsprozess und welche Geschichten es hinter Treasure One gibt, was das Ganze eigentlich ist, wie es funktioniert, wie du dieses Tool kostenfrei nutzen kannst, um noch ein besserer Investor zu sein. Das ist heute das Thema, also lass dich überraschen, bleib dran und nach dem Intro geht es weiter. Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge. In heutigen Interview begrüßen wir Zoomet. Zoomet, grüße dich. Hi, danke für die Einladung. Schön, dass du da bist und schön, dass du diese Einladung auch angenommen hast. Für alle, die dich noch nicht kennen und deinen Namen jetzt noch nicht zuordnen können und vielleicht auch noch nicht dem entsprechenden Tool zuordnen können, stell dich doch mal ganz kurz vorher, wer bist du und was machst du so? Ja, mein Name ist Zoomet. Ich bin Programmierer vom Beruf her bzw. mittlerweile eher im Management, im Leadership Bereich von Programmierern und ich habe Anfang des Jahres, also Anfang 2020, ein Tool angefangen, um mein Portfolio zu tracken, weil ich ja einfach ein neueres Tool haben möchte. Und das ist, glaube ich, der Grund, warum ich hier eingeladen bin, denn das hat sich ganz gut verbreitet, ist gut gewachsen. Tresor One heißt das und es geht fleißig weiter und füllt meine Freizeit komplett auf aktuell. Sehr schön. Danke für deine Vorstellung. Bevor wir uns jetzt mal genauer anschauen, was Tresor One eigentlich ist, kommt nochmal die 60-Sekunden-Challenge. Das ist das, was du auf den Fragebogen schon einmal gesehen hast, wo dann noch stand, das Wort folgt noch. 60-Sekunden-Challenge heißt nichts anderes, als dass du gleich ein Wort von mir bekommst und innerhalb von 60 Sekunden dazu sagen kannst, was dir als erstes einfällt. Dein Wort lautet Karriere und los geht's. Ok, Karriere, für mich typisches Angestelltenverhältnis, bedeutet Einkommenswachstum, weiterentwickeln, weiter lernen. Die Karriereleiter hochgehend ist ganz klassisch, nicht unbedingt was, was für jeden erstrebenswert ist, glaube ich. Ich denke, Selbstständigkeit und Unternehmertum kann einen finanziell weiterbringen und hat nichts mit der klassischen Karriere zu tun, weil es keine Leiter ist, sondern mehr so eine Achterbahn. Aber ich denke, ja, in Deutschland werden wir zum Angestelltenverhältnis erzogen auf Schulen und im Studium und da gehört die Karriere dazu. Und wenn das der Weg ist, den man für sich wählt, dann gibt es viele schöne Tricks und Kenntnisse, glaube ich, um das zu beschleunigen. Und vor allem, was das Anlegen betrifft, ist, ja, schadet es nicht, wenn man das beschleunigt, um entsprechend mehr anlegen zu können. Ja, das war's schon. Wir kommen auch gleich zur ersten Frage. Und die erste Frage ist noch gar nicht, was Trezor One eigentlich ist, sondern du hast ja gesagt, du kommst aus dem Bereich Programmierung. Und da ist natürlich die Frage, was war zuerst Trezor One, das Ding, was du programmiert hast oder tatsächlich dein Interesse an der Börse? Und wie bist du eigentlich zum Investieren gekommen? Definitiv investieren war zuerst da, denn ich programmiere eigentlich, also wenn ich ein privates Projekt angehe, dann dann versuche ich da immer Projekte zu finden, die meine eigenen Probleme lösen. Also mit Trezor One habe ich versucht, Probleme, die ich selbst habe, zu lösen. Und die sind erst aufgetreten, nachdem ich eine Weile investiert habe. Ich habe 2018 angefangen, also knapp drei Jahre. Wie bin ich dazu gekommen? Ich habe gemerkt, dass mein Umfeld, mein Freundeskreis anfängt, Häuser zu kaufen und fünfstellige Beträge auf dem Konto gespart hat und so weiter. Und ich nichts. Also mein Geld ging rein und raus, am Ende vom Monat immer auf Null, obwohl ich einigermaßen anständig verdient habe, zumindest in meinem Umfeld und meinen sozialen Kreisen. Da habe ich gedacht, ja, da läuft irgendwas falsch, dass ich immer wieder auf Null bin. Also habe ich angefangen, mich mit Finanzen auseinanderzusetzen und zu bilden, meine Kosten ab, also zu prüfen und zu schauen, wo was reingeht und wie viel ich ausgebe. Und entsprechendes Mindset einfach aufgebaut und gelernt über die klassischen YouTube Kanäle, Bücher, was es da so gibt. Und dann war das nächste Okay, jetzt konnte ich mal 1000 Euro sparen oder 5000 Euro. Was macht man jetzt damit? Und neben dem Puffer, den man sich aufbauen sollte, um einfach als Fallback fürs Leben, ging es auch darum, anzulegen für die Zukunft und vielleicht sogar irgendwann ein passives Einkommen über Dividenden oder finanzielle Freiheit oder zumindest finanzielle Sicherheit zu erreichen. Und ich glaube, sobald man sich anfängt, in solchen Sachen zu bilden, ist investieren inevitable, also unausweichlich. Man kommt zwangsläufig drauf. Und so war das dann noch bei mir. Dann habe ich angefangen, in die Börse zu investieren und seitdem Strategie natürlich ein bisschen hin und her gewechselt. Mittlerweile läuft es ganz gut. Generell verkaufe ich eigentlich fast nie. Ich bin ein Käufer und ich halte Anfang 2020 oder Ende 2019 habe ich dann gedacht, was mein Tracking meiner Investments betrifft, hätte ich gerne ein paar andere Tools. Und so habe ich dann angefangen mit Resorber. Mal aus Interesse, wie alt warst du, als du angefangen hast, dich mit Finanzen und Börse zu beschäftigen? Und wie alt bist du jetzt? Dann muss ich kurz zurückrechnen. Also ich bin 33 jetzt, das heißt, so mit 29 habe ich erst angefangen. Also ich wünschte, ich könnte fünf oder zehn Jahre zurückreisen und das meinem Früheren nicht einprügeln. Das wird mein Leben jetzt anders aussehen. Aber in diesen drei Jahren hat sich schon so extrem viel getan für mich. Also 29, als ich angefangen habe, mich zu beschäftigen. Jetzt bin ich 33 und die Entwicklung, die sich in den drei Jahren gemacht hat, ist für meine Begriffe unfassbar eigentlich. Was das Finanzielle betrifft und deswegen mache ich mir, was das betrifft, auch keine Sorgen mehr für die Zukunft. Also das war das größte Achievement, dass ich finanziell mehr oder weniger sorgenfrei durchs Leben laufen kann, zumindest was die Grundbedürfnisse betrifft. Auf jeden Fall eine sehr schöne Sache. Jetzt hast du gerade eben schon deine Strategie so ein bisschen angedeutet, dass du zum Beispiel Käufer bist, keine Werte verkaufst. Gib uns und den Zuhörern doch mal einen Einblick in dein Depot, in weitestem Sinne, wie es irgendwie möglich ist. Was hast du da so drin? Sind das eher Aktien, ETFs? Kaufst du Immobilien? Ist Gold, Rohstoffe, Krypto, P2P? Was hast du alles so in deinem Depot? Okay, also mittlerweile hat sich meine Strategie oder mein Wunsch überwiegend auf Cashflow fokussiert. Das bedeutet, meine Sparpläne jeden Monat, die gehen in Einzelaktien und in ETFs, die ausschüttend sind. Manche ETFs sind fokussiert auf Dividenden wie der Vanguard All-World High-Dividend-Yield. Manche sind einfach nur ausschüttende Varianten wie der FTSE All-World zum Beispiel in ausschüttender Variante. Es gibt auch ein paar Einzelaktien, die typischen Verbrecher, Apple, Microsoft und so weiter, die ausschütten. Genau, die bespare ich jeden Monat. Ich habe aber auch über die Zeit ein paar Aktien gekauft, die nicht ausschütten, einfach weil ich von den Unternehmen überzeugt bin, von den Produkten, vom Management und glaube, dass die sich in der Zukunft und haben jetzt auch schon extrem im Value verbessern. Dazu gehört zum Beispiel Tesla oder Netflix. Die habe ich relativ früh gekauft und das hat sich bisher auch gut ausgezahlt, aber auch da. Ich denke eben nicht ans Verkaufen und deswegen ist diese Dividendenstrategie oder die Cashflow-Strategie für mich ganz angenehm, weil es wie ein, als ob ich eine Immobilie besitze, die Rental Income, Mieteinnahmen abwirft. Mein Traum wäre natürlich, dass ich irgendwann arbeite, um zu investieren, 100%, quasi, und von den Dividenden lebe. Dieser Switch, mal schauen, ob der irgendwann kommt, aber ich arbeite auf jeden Fall dran. Ansonsten Immobilien, ich habe Reets auch, das ist meine einzige Berührung mit Immobilien aktuell. Ich würde mir wünschen, dass ich auch mal echte Immobilien kaufe, aber das ist eben nicht einfach mal so. Auch das erfordert wahrscheinlich wieder jahrelanges Bilden und Probieren und Versagen und Besserwerden. Und da habe ich einfach aktuell nicht die Kapazität dazu. Stattdessen investiere ich aktuell Zeit in eben Nebenprojekte, die auch Cashflow aufbauen. Rohstoffe, Gold und solche Sachen, da lasse ich komplett die Finger davon auch. Options, Krypto, bei Krypto habe ich mal probiert, aber die Finger verbrannt, aber damals kannte ich mich auch nicht gut aus, was Strategien betrifft. Generell Aktien, ETFs, Reets und das war es eigentlich bisher. Und zum Thema Immobilien, hast du da so ein bisschen einen zeitlichen Horizont, wenn du dir sagst, das könnte vielleicht für dich interessant werden? Ich frage mich einfach mal so blöd, weil wenn wir gleich die Frage klären, was Treasure One eigentlich ist, wird im Nachgang bestimmt die Frage kommen, kann ich da auch Immobilien einbinden oder kommt tatsächlich irgendwann auch das Treasure One für Immobilien? Das ist eine gute Idee oder guter Punkt. Also ich persönlich, es gibt zweierlei Roadmaps, was meine Immobilien Sache betrifft. Das eine ist, wann kaufe ich mir selbst ein Haus? Das zähle ich aber nicht als Investment. Und das andere ist, wann investiere ich in eine Immobilie? In eine Immobilie investieren würde ich sehr gerne, aber ehrlich gesagt würde ich das, ich möchte es nicht alleine machen. Das heißt, ich schaue eher, dass ich mich da mit jemanden zusammentue, mit einer Person und wir dann gemeinsam investieren und uns gemeinsam austauschen und voneinander lernen. Einfach jemand, mit dem ich das auch durchdiskutieren kann. Spätestens dann wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass ich mich mit den bestehenden Tools auseinandersetze, die es auf dem Markt gibt, was Immobilien betrifft. Ich hoffe, das passiert in den nächsten zwei bis drei Jahren. Was Treasure One betrifft, können wir gleich noch quatschen, aber das ist so meine persönliche Roadmap, was Immobilien betrifft. Zwei bis drei Jahre und bis dahin will ich auch noch ein bisschen Eigenkapital aufsparen, ganz unabhängig davon, ob ich 100 Prozent fremdfinanziere oder nicht. Ich möchte ein bisschen Puffer auf der Seite haben, damit ich, sagen wir mal, Verhandlungsspielraum habe, bei was auch immer. Klingt sehr gut, klingt sehr spannend. Danke dir für deine Erläuterung und lass uns weitergehen zur nächsten Frage. Die ist nämlich, was ist Treasure One eigentlich? Treasure One ist aktuell ein Portfolio Tracking und Visualisierungstool. Bedeutet, ich habe Aktien und ETFs oder sonstige Börsengehandelte Wertpapiere und die kann ich einpflegen und visualisieren. Das ist mal so in einem Satz gesagt, was es ist. Okay, danke dir. Und wenn wir daraus vielleicht noch ein paar weitere Sätze machen wollen, was kann Treasure One denn alles so darstellen? Also wenn ich mir jetzt vorstelle, das, was du so gesagt hast, das klingt so ein bisschen nach Portfolio Performance, was kann Treasure One? Genau, Portfolio Performance ist so, würde ich sagen, der Platzhirsch. Das habe ich auch immer benutzt eigentlich in meinen Investments und erst als Treasure One so ein bestimmtes Level erreicht hat, bin ich komplett geswitcht und benutze nur noch Treasure One. Der Unterschied im Vergleich jetzt zum Beispiel zur Portfolio Performance ist, dass es online ist, auf dem Handy verfügbar und sehr viel einfacher Dinge einzupflegen. Das bedeutet, wenn ich jetzt sage, ich schmeiße meine PDF rein, weil ich bei egal Trade Republic eine Appl-Aktie gekauft habe, dann wird aus der PDF ausgelesen, was gekauft wurde. Also Apple, wie viel Stück, zu welchem Preis und dann legt Treasure One das Wertpapier an mit allen Daten im Hintergrund. Das bedeutet die Isen, die WKN, die Branche, das Land, das Logo, die Stammdaten, alles drum und dran wird automatisiert zusammengesucht und für den User dargestellt. Und die Visualisierungen sind die ganz typischen. Also es gibt eine Rendite-Tabelle, die Holdings, wie viel Gewinn ich in welchem Betrachtungszeitraum gemacht habe, also dieses Jahr oder seit Kauf oder wie auch immer. Ich habe Performance-Darstellungen, ein Dividenden-Dashboard, wo ich sehe, wie viel Dividenden habe ich bekommen, übers Jahr verteilt, akkumuliert, welche Dividenden kommen als nächstes, wer schüttet als nächstes aus. Ich habe eine Allocation-Ansicht, zum einen natürlich nach Kapital, also in welchen Aktien steckt am meisten Geld, aber auch nach Branchen und Ländern. Und dadurch, dass wir diese Daten alle haben und für die gesamte Userbase, können wir hier sehr schnell Visualisierungen bauen, weil die Daten eben alle im Hintergrund da sind. Also das ist schon, ich habe das Gefühl, die Entwicklung und die Arten der Visualisierungen, die beschleunigen sich immer weiter, weil dieser Grundstock an Daten eben mittlerweile da ist und sich die über die ganze Userbase verteilen. Das bedeutet, wenn ein User sich beschwert, dass, sagen wir mal, die Apple-Aktie, da ist das Land falsch, dann fixen wir das und dann ist es für die gesamte Userbase gefixt. Und das ist ein ganz, ganz großer Unterschied zu Portfolio Performance zum Beispiel, wo man es eben manuell für sich pflegen muss. Das dürfte so den groben Rahmen beschreiben. Es gibt einiges, an dem wir noch bauen, also es geht fleißig weiter. Das ist spannend. Wenn du sagst, es gibt einiges, an dem ihr noch baut, für jeden, der euren Namen vielleicht jetzt zum ersten Mal hört, wie lange gibt es Treasure One denn schon? Ich habe, wie gesagt, im Januar angefangen zu programmieren. Im März habe ich dann so eine Art Closed Beta gestartet. Das heißt, ich hatte ein Tool, das schon mal so weit funktioniert hat, dass man Aktien und ETFs einpflegen konnte und grobe Sachen oder Basis-Dinge visualisieren konnte. Dann habe ich es den ersten Usern oder den ersten Interessenten geschickt. Freunden, Verwandten habe ich gesagt, probiert es mal aus, schaut es euch mal an. April, glaube ich, war das Mai oder April, bin ich wirklich offiziell gelaunched. Das heißt, dann habe ich in ein paar Foren geschrieben, hey, ich habe hier ein Tool gebaut, schaut es euch mal an, gebt mir gerne Feedback. Das heißt, ich würde sagen, im April war ein offizieller Launch. Den hatte ich auch ganz öffentlich geteilt, kann man sogar noch anschauen auf YouTube. Das hatte ich damals live gestreamt. Seitdem baue ich das eigentlich in Public. Also ich bin ganz transparent, was ich mache, warum ich es tue, wie viel Geld es einnimmt, welche Kosten ich habe und so weiter. Ich würde sagen knapp ein Dreivierteljahr jetzt. Also es hat sich schon um einiges mehr getan, als ich erwartet hätte, sagen wir so. Okay, sehr schön. Jetzt hast du gerade eben schon so ein bisschen erklärt. Treasure One ist von der Funktion her ähnlich wie Portfolio Performance mit der einfachen Ausnahme, dass viel mehr Automatisierung möglich ist und es eben auch mobilfähig ist. Wenn du jetzt sagst, es ist mobilfähig, was bedeutet das? Seid ihr schon mit einer App im App Store und Google Play Store unterwegs oder wie darf ich mir das vorstellen? Also die Webseite ist aktuell responsive. Das bedeutet, auf jedem Gerät kann man es einfach aufrufen und das Portfolio anschauen, also mobile Webseite. Die Apps, die sind im Bau. Wir beta testen gerade die iOS App im Team und wir hoffen, dass die noch dieses Jahr, sagen wir mal, in die Community geht zum Beta testen. Also das wird auf jeden Fall kommen und danach auch Android, aber mit einem Freizeitprojekt und sehr begrenzten Ressourcen müssen wir priorisieren. Und die iOS App, damit fangen wir jetzt an, weil jeder, der aktuell mitmacht im Team, hat ein iOS Gerät. Deswegen hat er das jetzt einfach priorisiert. Ich kenne jetzt natürlich auch andere Apps und jetzt stelle ich mir vor, Treasure One funktioniert der größtenteils so. Ich nehme einen PDF und importiere es auf die Webseite von Treasure One und dann ist es dort in meinen Depot eingepflegt. Kann ich das dann auch irgendwann mit der App machen, also dass ich nur auf den PDF von zum Beispiel Trade Republic, Consus Bank, Comdirect gehe, über mein Handy darauf klicke und dann irgendwo auf ploppt importieren zu Treasure One? Genau, das ist unser Ziel. Also in der ersten Version wird es nicht sein. Die App wird erstmal Read Only im ersten Wurf. Aber genau diesen Use Case haben wir die ganze Zeit im Kopf. Wenn der Import dann in die App kommt, dann wirst du bei Trade Republic bei deiner Abrechnung auf Teilen drücken und dann im Share Sheet von iOS steht dann Treasure One als App und du drückst drauf und das Ding ist drin. Also wir wollen diese Imports und die Portfoliopflege immer weiter vereinfachen und automatisieren. Da gehört zwangsläufig auch dazu, dass du, wenn du möchtest, dein Portfolio an dein online Banking und dein Broker verknüftest und wir das einfach synchronisieren, dann musst du gar nichts mehr pflegen. Wir bieten alle Möglichkeiten für die User an, von manuell über PDF Import bis hin zu anbinden an die Banken. Also jetzt noch nicht, aber das wird kommen und so kann man sich eben auch aussuchen. Wir sind in Deutschland, Datenschutz wird hier groß geschrieben und ich kann das absolut verstehen, dass man vielleicht nicht immer sein online Banking an so ein Tool knüpfen möchte. Und dann ist so ein PDF Import, der komplett anonymes oder sogar manuelles Eintragen die attraktivere Variante und das soll auch alles in die App kommen. Wunderbar, damit hast du mich schon einer meiner weiteren Fragen beantwortet, weil das mit dem Automatisieren wäre auf jeden Fall noch gekommen. In der nächsten Frage wollte ich dich eigentlich nach deiner Motivation für Twitter fragen und herausfinden, was dich eigentlich wirklich motiviert, das Ganze zu machen. Ich habe aber eine Frage eingesendet bekommen, die ich jetzt ganz gerne gleich einmal abspielen möchte und die ich mit dieser Frage nach der Motivation sehr gut zusammenfassen kann. Die Frage kommt von Lisa von Aktiengramm und ich drücke jetzt mal auf Start. Hi Sumit, meine Frage an dich, was müsste passieren, damit du deinen Car-Sharing-Job kündigst und dich mit Tresor Run selbstständig machst? Okay, mein Car-Sharing-Job ist auch schon interessant. Ja, also ich habe das auch relativ offen gespielt, was erstmal finanziell notwendig ist. Also ich hatte damals ein Ziel angesetzt von, sagen wir mal, 10.000 Euro im Monat Umsatz des Tresor Run machen müsste, damit es eine Person Vollzeit finanziert, plus die ganzen Nebenkosten, die man eben als Unternehmen hat. Das wäre theoretisch der Punkt, wo das möglich wäre, aber es gibt einfach noch andere, sagen wir mal, Dinge zu betrachten, zumindest für mich persönlich. Die Frage für mich ist jetzt erstmal, wann wäre es möglich, sowohl finanziell als auch alles drumrum, wann habe ich die Freiheit, mir auszusuchen, arbeite ich jetzt Vollzeit an Tresor Run oder Teilzeit oder habe ich noch einen Teilzeitnebenjob oder was auch immer. Das ist das eine, dass es mir Freiheit bringt in gewisser Form. Und das zweite ist dann die Frage, mache ich es dann oder nicht? Also mein Ziel ist ganz klar, dass es ein Team gibt, das Vollzeit an Tresor Run arbeitet. Ob ich da selber dabei bin oder mal einen Monat dabei bin oder mal sechs Monate dabei bin und dann wieder nicht, das ist eine andere Frage. Aktuell kann ich sagen, es gibt noch Firmen auf der Welt, von denen ich extrem viel lernen kann, nicht nur was Programmieren oder Produktentwicklung betrifft, sondern auch was alles drumrum betrifft. Eine Organisation aufbauen, ein Unternehmen aufbauen, ein modernes und hoch high-performance Software-Team aufzubauen, Strukturen, Prozesse und und und. Ich habe noch ein bisschen was zu lernen. Also ich glaube nicht, dass ich das Angestelltenverhältnis jetzt, sagen wir mal, in 2021 komplett aufgeben werde. Aber wer weiß. Vielleicht wird es irgendwann Teilzeit oder wie auch immer. Das hängt alles von der Entwicklung in Tresor Run auch ab. Aber jetzt initial der nächste Malstunde, den ich erreichen will, ist erstmal die Möglichkeit, mich zu entscheiden, die Freiheit, mich zu entscheiden. Und da ist aber bei Tresor Run noch ein Weg zu gehen. Also verdoppeln müssen wir uns schon nochmal in Größe und Umsatz, würde ich sagen. Und seid ihr da auf einem guten Weg bzw. anders gefragt? Wie viele Mitglieder gibt es inzwischen und wie sieht denn das Mitgliederwachstum zurzeit so aus? Ja, wir sind auf einem sehr guten Weg, zumindest wenn man meine Erwartungen zugrunde legt, die ich hatte, als ich gestartet bin. Ich teile das ja auch ganz öffentlich. Also auf Twitter habe ich jeden Monat einen Tweet, was die aktuellen Zahlen betrifft. Und der nächste kommt ja demnächst. Also es ist jetzt Ende November. Also jetzt in den nächsten Tagen kommt der Report quasi für November. Den kann ich hier teilen. Das Wachstum war jetzt eigentlich in allen Mätriken zwischen 30 und 50 Prozent seit letztem Monat. Und wenn ich die Monate insgesamt betrachte, dann haben wir fast immer einen zweistelligen Prozent Wachstum, also zwischen 10 und 50 Prozent je nachdem. Also schon sehr nach oben geschossen. Was die Mitgliederzahlen betrifft, wir sind jetzt bei 4.300 registrierten Nutzern und wir haben so 400 Registrierungen pro Woche aktuell. Dementsprechend ist das Wachstum schon enorm, zumindest nach meinen Maßstäben. Eine Verdopplung in 2021, denke ich, wird passieren, wenn wir keine groben Schnitzer machen oder sich das in irgendeine blöde Richtung entwickelt. Bisher bin ich super, super zufrieden. Also alles positiv und im Prinzip jeden Monat Wachstum. Okay, diese Wachstumszahlen klingen relativ gut. Gerade zweistellige Wachstumszahlen sind was Schönes. Allerdings denke ich da jetzt gerade auch an eine andere Zahl, die wir in Deutschland haben. Das ist nämlich die Aktionärsquote, die in Deutschland nicht unbedingt besonders hoch ist, also das Wachstum vielleicht irgendwann auch in seinem Potenzial ausgeschöpft ist. Ich kann mir jetzt vorstellen, für Österreicher ist es momentan bestimmt auch interessant, weil es eben die gleiche Währung ist. Ich stelle mir schon gewisse Probleme bei Schweizer vor, weil es eben, wie gesagt, die andere Währung ist. Aber habt ihr auch Internationalisierungspläne oder bleibt TrezorOne in Deutschland? Das ist eine sehr gute Frage. Jetzt geht es sehr in Produktstrategie bzw. auch Unternehmensstrategie und ich kann zumindest so viel teilen. Die Aktionärsquote, sagen wir mal, es gibt 10 Millionen Aktionäre in Deutschland. Irgendwo habe ich diese Zahl mal aufgeschnappt. Und generell behalte ich TrezorOne so klein von den Ambitionen her oder von den Notwendigkeiten her, dass ich muss nicht den ganzen Markt beherrschen, um in Anführungsstrichen erfolgreich zu sein mit dem Unternehmen, damit es sustainable ist und Gewinn abwirft. Ich brauche ein paar Tausend paid Subscriber. Ich brauche keine Million oder 10 Millionen. Damit werden die Kosten schon mal gedeckt, sagen wir so. Und dieses Limit versuche ich unten zu halten. Das ist der Grund, warum ich da mein eigenes Geld investiert habe, meine eigene Zeit. Es gibt keinen externen Stakeholder, es gibt kein Venture Capital oder irgendwas im Hintergrund, was es notwendig macht, dass wir Riesengewinne machen oder irgendwie den halben Markt dominieren. Das ist das eine. Auf der anderen Seite sind Subscriber, also Endkunden, die das Produkt benutzen, nicht die einzige Monetarisierungsform. Also es ist klar, dass oder ich versuche es klar zu machen, dass der Kunde niemals das Produkt sein wird. Deswegen bezahlt man auch für eine Proversion von TrezorOne. Wir haben natürlich auch die kostenfreie Variante, aber es gibt keine Werbung. Wir verkaufen keine Daten, wir sammeln überhaupt keine Daten über eine Person oder die persönlichen Daten. Es ist alles anonym, was wir in der Datenbank haben. Aber es gibt nichtsdestotrotz weitere Monetarisierungsmöglichkeiten. Man denke an Portfolio Manager, die die Kunden haben und für die Visualisierungstool haben möchten. Da sind wir auch schon in Gesprächen. Es gibt Reports theoretisch. Wir haben schöne Daten, welche Broker sind am beliebtesten, welche Aktien werden wo gehandelt und in welchem Maß steben. Das sind alles anonymisierte Daten, die theoretisch mal einen Report zur Verfügung stellen könnten. Das sind nur Gedanken aktuell. Ein weiterer Punkt zur Visualisierung ist die Daten, die wir generell gesammelt haben mittlerweile. TrezorOne hat eine eigene Datenbank über Wertpapiere. Ich als Programmierer, der angefangen hat, so ein Tool zu bauen, weiß, wie nervig es ist, an solche Daten zu kommen. Wir haben jetzt eine sehr aktive Community, die uns hilft, diese Daten zu pflegen. Wir machen dann eine Art Crowdsourcing zusätzlich zu den Quellen, die wir so haben, um an die Daten zu kommen. Und was wir machen werden, ist eine API zur Verfügung zu stellen für andere Programmierer, egal ob Einzelpersonen oder kleine Start-up oder auch mittelständiges Unternehmen. Wir werden eine API bereitstellen, um an diese Daten, die wir im Datenbestand haben, zu kommen. Und damit monetarisieren wir wiederum auf B2B-Seite das gleiche Produkt, die gleichen Daten. Mit allem, mit dem ich bisher gesprochen habe, gab es dann vielleicht Zweifel, ob unser Fokus sich dann shiftet. Aber das ist nicht so, weil unsere Userbase, unsere Endkunden, das ist meine Vision und Mission, dass wir die Hürden an die Börse kleiner machen. Dass wir den Leuten Tools bereitstellen, damit jeder einfach investieren und tracken kann und einfach weiß, was los ist. Und das befeuert eigentlich alles andere. Dieser ganze Hype aktuell und die Community, die uns hilft, die Daten zu pflegen und alles, was da dazugehört, entsteht aus diesem Endprodukt. Also das bleibt nach wie vor die höchste Priorität. Und es gibt weitere Monetarisierungsmöglichkeiten, ohne dass wir User-Daten in irgendeiner Form verkaufen oder anzapfen müssten. Wie gesagt, da sind wir ganz strikt dagegen und deswegen fahren wir auch maximale Transparenz. Long story short, ich will damit sagen, die Aktienkultur in Deutschland, auch wenn ich der Meinung bin, dass sie wächst, diese Zahl wird nicht ausschlaggebend sein, ob wir erfolgreich sind oder nicht, sondern wie viele andere Businessmodelle, sage ich mal, wir abdecken können innerhalb von diesem Projekt. Okay, das klingt sehr vernünftig und beantwortet mir zum Teilen sogar schon die nächste Frage. Weil ihr seid ja nicht alleine, es gibt den Platzhirsch, wie du es gerade eben schon genannt hast, Portfolio Performance. Und es gibt zum Beispiel ja auch Rentablo. Und ihr drei seid ja so die Tools, die genannt werden, wenn die Frage nach Depot-Abbildung kommt. Da nochmal ganz konkret, was es vorhin schon ein bisschen angedeutet, aber ganz konkret, was unterscheidet euch denn von Portfolio Performance und Rentablo? Und warum sollte ich mein Depot bei euch eintragen und nicht bei einem von den anderen? Ich persönlich bin kein Fan von, dass sich jemand versucht zu überzeugen, sondern mein Ansatz was Tresor One betrifft oder eigentlich alle Produkte, die ich mache, ist, ich baue sie so gut und so stark ich kann und hoffentlich überzeugt das Produkt den User. Das heißt, wenn jetzt hier jemand zuhört und denkt, ich bin auf der Suche, dann würde ich sagen, probier es aus. Ich werde dir nicht versprechen, dass es das beste Tool ist und ich werde dich auch nicht überreden, dass du das Subscription Modell machst und dann zeige ich dir, welches Geld ich habe. Sondern wenn Tresor One für deinen Use-Case passt und du das gut findest, dann nutze es. Und wenn nicht, Portfolio Performance zum Beispiel ist ein mega Tool. Also ich finde es super, es ist super mächtig und wird seit Jahren von einer Open Source Community entwickelt. Ich habe da den tiefsten Respekt davor. Deswegen geht es mir nicht drum. Also ich sehe das nicht als Konkurrenz. Es ist einfach eine weitere Möglichkeit auf dem Markt. Ich versuche nicht großartig zu sagen, dass Portfolio Performance besser ist oder wir besser sind als Portfolio Performance oder so. Die Unterschiede sind in den Ansätzen. Portfolio Performance ist lokal, lokale Datenbank. Es geht fast nichts übers Netz, so viel ich weiß. Selber pflegen, man nimmt das alles in die eigene Hand. Und Tresor One soll es so einfach wie möglich machen. Es soll nicht kompliziert sein. Das Aufsetzen soll Minuten gehen. Ich schmeiße eine PDF rein und bin fertig. Das geht zwei Sekunden und die Einfachheit liegt im Fokus und auch das UI. Also das mag jetzt subjektiv sein, aber ich persönlich mir gefällt die Darstellung und das Design in Tresor One einfach sehr viel besser als Rentable oder Portfolio Performance. Das ist subjektiv. Das betrifft jetzt vielleicht nur mich, aber das ist mir persönlich sehr wichtig. Und der mobile Zugriff war mir super wichtig. Das sind so die vier Kernpunkte, warum ich angefangen habe. Immer verfügbar, mobil, die Visualisierungsmöglichkeiten und die Automatisierung. Und ich bin vielleicht ein schlechter Verkäufer, was das betrifft, aber ich suche immer nach Feedback. Das heißt, jeder User, der es nicht mehr benutzt, der sagt, er möchte seinen Account löschen. Das gibt es ab und zu oder ist aber beendet oder in unsere Community schreibt. Mit denen spreche ich. Wir haben regelmäßig User Interviews. Ich habe jeden Tag Dutzende E-Mails oder Nachrichten, wo ich mich mit Usern unterhalte, weil ich lernen will, was brauchen Nutzer und was gefällt ihnen, was gefällt ihnen nicht. Und so mache ich das Produkt besser. Und wenn ich ja mit den Usern mich aktuell unterhalte, dann glaube ich, Dinge, die sie überzeugt haben, waren die Visualisierung und das Design. Wie schnell ich Support gebe oder die Art von Support ist, glaube ich, sehr anziehend aktuell, wenn auch nicht skalierbar und einfach wie schnell wir auch umsetzen. Also wenn ein Bug reported wird oder irgendwas, dann ist das in Tagen online, der Fix. Da haben wir schon extreme Performance in der Entwicklung aktuell. Bin gespannt, ob wir das so aufrechterhalten können, aber das waren, ich glaube, das sind so mit Argumente, warum User sagen, hey, auch wenn Trezor One jetzt noch am Anfang steht, vertraue ich darauf, dass das schnell besser wird und ich bleibe dabei. Und eine Sache wollte ich noch sagen, weil du gesagt hast, Portfolie, Performance, Rentable und Trezor One werden empfohlen. Ich fühle mich da extrem geehrt, dass Trezor One jetzt schon in einem Atemzug mit diesen beiden Tools genannt wird. Nach einem Dreivierteljahr auf der Bühne, sage ich mal, oder auf dem Markt. Ich habe das noch nicht ganz realisiert, ehrlich gesagt, dass es wirklich so ist oder dass wir da mithalten mit den beiden anderen Tools. Das finde ich schön, dass du das sagst. Also demütig bedanke ich mich für dieses Kompliment. Das finde ich wirklich, wirklich toll. Das Kompliment kommt ja direkt aus den Communitys und aus der Community auf Instagram, auf Facebook. Und du wirst da einfach halt zusammen mit den anderen genannt und da auch sehr positiv genannt. Ich glaube, das ist auch einer deiner großen Vorteile, weil du eben eine sehr greifbare Person bist. Nun hast du gerade eben aber schon bei der Erklärung von Portfolio Performance gesagt, dass Portfolio Performance ja lokal speichert. Das ist ja auch absolut lokal. Du brauchst nicht mal einen Internetanschluss dafür. Du musst dir die Finanzdaten zwar irgendwo anders herziehen, aber Finanzdaten bringt mich halt auch schon zum nächsten Punkt. Weil Datenschutz ist ein wichtiger Punkt. Und du hast einen PDF-Uploader eingebaut bei Trezor One. Also ich gebe dir ja meine PDF-Datei, wo wirklich alles drauf steht und lade das da hoch. Und da muss ich ein Vertrauen haben. Ist das nicht eigentlich etwas Gefährliches oder wie sicherst du uns da ab? Das ist eine sehr gute Frage und auch eine, wo ich glaube, dass ich noch ein bisschen Transparenz schaffen muss. Ich plan aktuell eine eigene Seite auf der Webseite, wo ich das genau beschreibe. Zusätzlich zu allem, wo wir es bisher haben. Aber es ist, glaube ich, nicht visible genug, nicht sichtbar genug. Generell, wir speichern erstmal alles in Deutschland. Das ist das Erste. Das Zweite ist, es gibt drei wichtige Datensätze, die Trezor One hat. Das ist dein Login, also E-Mail und Passwort. Das ist, falls du ein Paid-Subscriber bist, also die Pro- oder die Plus-Version hast, deine Kreditkartendaten und dann dein Portfolio an sich. Diese drei Sachen werden alle komplett getrennt bei verschiedenen Anbietern gespeichert. Für die Payment-Daten sind wir bei Stripe, einem, ich würde mal sagen größter, erfolgreichster und sicherster Payment-Anbieter. Die haben diese Daten. Ich kann keine Kreditkarten sehen oder irgendwas. Das bedeutet auch, dass da Experten dran sind, die Bezahltaten zu sichern. Deine Login-Daten sind bei Auth0, einem Enterprise-Level-Authentifizierungs-Provider auch da. Ich kann keine Passwörter sehen. Das ist bei einem anderen Anbieter und auch dort sitzen Experten dran. Ich maße mir nicht an, eine Datenbank zu bauen, die nie gehackt wird und wo Passwörter niemals rauskommen. Deswegen überlasse ich das anderen Leuten und bezahle dafür. Also das ist ganz wichtig. Da sind wir, glaube ich, auf dem gleichen Stand wie so ziemlich jede andere App- oder internetbasierter Service. Und jetzt die wichtige Frage, die Finanzdaten. Die haben nämlich wir gespeichert. Und da ist ganz wichtig zu sagen, Nummer eins, es ist in Deutschland. Nummer zwei, es ist komplett anonym. Wenn man in unsere Datenbank schaut, steht da keine personenbezogenen Daten. Da steht keine E-Mail-Adresse drin. Da steht kein Name drin. Da steht gar nichts drin. Da stehen nur IDs und Zahlen. Das bedeutet eine Aktivität. Wenn du einen kompletten Datenabzug bekommen würdest, könntest du nicht rausfinden, zu welcher Person was gehört. Und dann kommen wir jetzt mal zu, also das ist der Hintergrund, sage ich mal, die Datenbank und das Backend. Was den User betrifft, was die PDFs betrifft unko, da ist wichtig zu wissen, die PDF wird nicht hochgeladen. Also die wird genauso lokal gepasst heißt das, also analysiert oder ausgelesen wie bei Portfolio Performance. Das bedeutet, wenn du deine PDF in den Browser ziehst, wird die nicht hochgeladen. Sondern der Browser, die Webseite in deinem Browser, die liest die PDF aus und liest dort auch nur die Aktivität aus und ignoriert alles andere. Und um hier maximale Transparenz zu fahren, haben wir den Import, der das macht, der ist Open Source. Das heißt, jeder kann gucken und schauen, wenn man sich mit Programmieren auskennt, kann man einfach nachgucken oder sogar mitentwickeln, was ausgelesen wird. Wir werden das beschreiben. Wir haben es auch im Impressum bzw. im Datenschutz steht es auch drin. Aber wie gesagt, das werde ich noch prominenter machen, was ausgelesen wird und dass es nicht hochgeladen wird. Auch das kann man im Browser prüfen. Es gibt im Browser einen sogenannten Network Tab. Da sieht man, welche Daten hier hoch und runter geladen werden von deinem Rechner, wenn du eine Webseite öffnest. Und die PDF ist da nicht dabei und da sind auch keine persönlichen Daten aus der PDF dabei. Deswegen, ich bin der Meinung oder ich stehe wirklich dahinter, dass wir Industriestandards und also das höchste an Industriestandards supporten, was Privacy und Datenschutz betrifft, erfüllen. Und wenn wir irgendwo irgendwelche Schwachstellen haben oder Dinge, wo wir nicht den Standards der Nutzer entsprechen, dann muss man da eigentlich nur einen Ton sagen und dann werden wir das tun. Deswegen, ja, es gibt ein paar Pläne, dass ich das transparenter mache. Wie gesagt, von der Umsetzung her ist es eigentlich schon maximale Transparenz, maximale Sicherheit. Sobald es noch mehr gibt oder wenn Ideen da sind, wie wir das noch transparenter machen können oder noch anonymer, dann einfach her damit und dann machen wir das. Ich bin da schon relativ stolz drauf, dass kein Nutzer sich Sorgen machen müsste oder muss, dass da irgendwelche Daten bei uns landen, die nicht bei uns landen sollen. Genau deswegen haben wir auch das Subscription Modell, weil dadurch verdienen wir Geld. Mich interessiert nicht, ob der User wie die I-Bahn ist oder das Depot, die Depot-Nummer oder whatever. Das war von Anfang an das Prinzip und das bleibt auch so. Okay, sehr schön. Das hilft natürlich dabei, das Ganze ein bisschen zu verstehen. Jetzt hast du vorhin auch schon gesagt, ihr wollt euch eventuell automatisieren, also direkt mit den Banken verknüpfen, was ja auch bedeutet, da werden wieder Login-Daten für gebraucht. Da vielleicht noch mal die gleiche Frage, welche Sicherheitsaspekte muss ich da bedenken? Ich habe mich noch nicht ausgiebig damit beschäftigt, also ich habe noch nicht rumprobiert, aber ich gehe schwer davon aus, alles andere wäre ehrlich gesagt lächerlich, dass man sich nicht bei uns einloggt. Also die Login-Daten zu deinem Online-Broker werden nicht bei Tresor One landen oder irgendwo anders, sondern das wird so laufen wie bei einem Login mit Facebook. Ich kenne auch nicht deine Login-Daten, wenn du dich mit Facebook einloggst. Das haben wir jetzt bei Tresor One nicht, aber wenn wir das hätten, ein Login mit Google oder Login mit Facebook und du würdest es tun, dann kommt eine Maske von Google oder von Facebook und dort loggst du dich ein. Und die Plattform, also Google oder Facebook in dem Fall, sagt uns, der Kollege ist eingeloggt, der heißt Matthias und das hier sind die Daten, die du brauchst. Und genauso funktioniert es bei der Bank. Also ich kann es nicht 100 Prozent sagen, aber alles andere wäre dumm. Deswegen, ich gehe schwer davon aus, genauso wird es laufen. Man wird zur Bank weitergeleitet oder zu einer Maske, dort loggst du dich ein, Tresor One kann nichts davon sehen. Und sobald du dich eingeloggt bist und der Bank sagt, erlaube Tresor One auf meine Portfolio-Daten zuzugreifen, dann schickt uns die Bank deine oder dann können wir die abgreifen. Ja, wie viele Aktien hast du und welche Aktien und so weiter und können die in Tresor One in deinem Portfolio pflegen. Und ja, ich glaube nicht, dass die Bank uns irgendwelche persönlichen Daten von dir gibt. Ja, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Und zusätzlich dazu muss man, um diese Schnittstelle zu benutzen, eine Lizenz kaufen oder eine Lizenz haben. Also keine Bankenlizenz, sondern ich glaube, es nennt sich P2D2-Lizenz oder irgendwie sowas. Und ich weiß es gerade nicht auswendig. Und diese Lizenz, die gehört damit dazu und da wird man auch geprüft und so weiter. Also auch da denke ich, sind die Standards geben die Banken vor, was das betrifft. Und wenn man der Bank da vertraut, dann glaube ich, kann das Vertrauen auch erweitert werden auf Tresor One, was das betrifft. Okay, sehr gut. Das hilft mir, das ganze Thema ein bisschen besser zu verstehen auf jeden Fall. Und damit hilft es hoffentlich auch den Zuhörern alles ein bisschen weiter zu verstehen. Wir nähern uns immer weiter dem Ende des Interviews. Haben jetzt schon viel darüber gesprochen, was Tresor One zurzeit kann und was auch in der Zukunft geplant ist. Trotzdem steht bei mir auf den Fragebogen immer noch die Frage, was für Projekte und Erweiterungen in der Zukunft kommen. Haben wir da schon über alles gesprochen oder hast du tatsächlich noch so den einen oder anderen Plan, den du uns schon mitteilen kannst? Ja, es gibt noch ein paar Dinge, die ich denke ich teasern kann. Es hängt alles damit zusammen, was brauche ich als Investor, als Anleger, um Investmententscheidungen zu treffen oder Erklärungen, um besser zu werden, um meine eigene Strategie zu entwickeln und und und. Wir machen keine Anlageberatung oder irgendwas, sondern wir wollen Tools und Wissen bereitstellen. Das bedeutet Tresor One hat angefangen mit einer Erwartungshaltung an meinen Wissensstand, weil ich es programmiert habe. Und es erweitert sich jetzt immer weiter Richtung Personen, die weniger Wissen haben als ich. Also Anfänger und Richtung Leute, die viel mehr Wissen haben als ich. Und so erweitert sich diese Use-Case-Spanne, sage ich mal. Und da kommen einerseits mehr educational Geschichten rein, also Erklärungen. Das erste waren jetzt Tooltips, aber es werden noch viel weitere Guides und sowas kommen, um Anfängern zu erklären. Was ist eine Aktie? Was ist eine Dividende? Was bedeutet Dollar-Cost-Averaging? Was ist ein ETF? Wie setzt sich der zusammen? Warum ist der gut oder warum ist er nicht gut und so weiter? Möglichst ohne Bewertung, sondern einfach nur Education. Das ist das eine. Auf der anderen Seite, was brauchst du denn als Anleger, wenn du jeden Tag in dein Portfolio schaust und schaust, wie es sich entwickelt? Du brauchst einen groben Überblick, was ist passiert, was ist seit gestern passiert, was ist in den letzten drei Stunden passiert. Also wir werden mehr Richtung Intraday gehen, Richtung Real-Time, was wir aktuell nicht sind. Wir werden versuchen, News mit reinzubringen und eine Gesamtübersicht des Marktes. Wie haben sich die Währungen entwickelt? Wie haben sich die großen Indizes entwickelt? Wir werden mehr Community-Diskussionen einbauen. Also nicht nur so, wie wir es jetzt haben. Du kannst in der Community über alles sprechen, Probleme, Tools, sondern auch direkt auf Wertpapierseiten, die publik verfügbar sind, kann die Community diskutieren über die Apple-Aktie oder über Events, die passiert sind und sich so austauschen und voneinander lernen. Wir werden die öffentlichen Portfolios, also man kann sein Portfolio öffentlich schalten, wenn man möchte, und einfach teilen. Auch das werden wir erweitern mit relativen Teilen, das heißt keine Euro-Werte, nur Prozentwerte oder privates Teilen. Du kannst deine Freunde einladen und mit denen diskutieren über eure Investmentstrategie, größere Vergleiche. Du kannst dein Portfolio gegen Indizes vergleichen, du kannst dein Portfolio gegen öffentliche Portfolios vergleichen oder sogar gegen eigene. Also da gibt es ganz, ganz, ganz viel. Es gibt viel mehr zu tun, als ich Zeit oder Ressourcen hätte. Auch wenn man Richtung Simulation denkt, was wäre, wenn ich statt in dieser Aktie immer zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Betrag in diesen Index gesteckt hätte? Wie würde mein Portfolio dann aussehen? Das nennen wir internen Simulation. Solche Tools, glaube ich, brauchst und sind sehr hilfreich und in diese Richtung wird es gehen. Ich habe jetzt hier mehrere Monate an Roadmap erzählt oder rausgehauen. Wir wissen nicht, wann wir zu was kommen. Das ist einfach zu schnelllebig und unplanbar. Aber das sind die Sachen, über die wir nachdenken, die wir im Kopf haben und auch ganz, ganz viele Kleinigkeiten einfach. Ressourcen soll Spaß machen, zu benutzen. Und da stecken wir halt auch Aufwand in Kleinigkeiten. Und wenn es nur eine Animation ist oder eine Transition oder ja, oder eine kleines Design-Goodie, das gehört auch mit dazu. Und da werden noch viele, viele spannende Sachen kommen. Freut mich sehr, das alles zu hören. Dadurch bin ich natürlich auch noch um einiges gespannter, wie sich das Produkt Trezor One demnächst so entwickelt, weil ich nutze es ja inzwischen auch selber, weil es für mich sehr einfach tatsächlich auch zu nutzen ist. Und ich dadurch auch meine Motivation habe, mir diese PDFs regelmäßig runterzuladen und auch zwischendurch zu speichern. Wir sind am Ende des heutigen Interviews angekommen. Bedeutet, ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, uns von Trezor One zu erzählen und uns diese doch recht tiefen Einblicke zu geben. Damit geht das letzte Wort des Interviews auch schon an dich. Du hast den Abschlusssatz. Die Abschlusssätze hast du zum Beispiel noch einen letzten Tipp für jeden angehenden Aktionär oder der, der es werden will, der sich mit der Börse beschäftigt für jeden Zuhörer. Magst du noch irgendwas mit auf den Weg geben? Ja, also ich weiß nicht, ob ich ein Anleger-Experte bin oder da jetzt eine Anlageberatung geben kann. Das werde ich nicht machen. Aber mein Tipp ist für jeden, der anfängt, das Wichtigste ist, anzufangen. Wartet jetzt nicht auf den nächsten Crash oder sonst irgendwas, sondern die Zeit, die ihr im Markt verbringt, ist wichtiger, als auf den perfekten Zeitpunkt einzusteigen, zu warten. Das habe ich gelernt und ich glaube, das wird jeder bestätigen, der länger an der Börse ist. Auf Englisch gibt es dieses Sprichwort "Time in the market, Trump's timing the market". Das ist, denke ich, der allerwichtigste Tipp. Und ansonsten möchte ich mich auf jeden Fall für die Einladung bedanken. Und sowohl von dir als auch von deiner Audience, von deinen Zuhörern ist jedes Feedback wirklich willkommen. Mein Ziel ist, ein Tool für euch zu bauen. Für mich ist es eigentlich schon zweckerfüllend. Und für jeden, für den noch irgendwas fehlt oder nicht ideal ist, schreibt es mir, schreibt es in die Community. Ich lese alles und das beeinflusst letztendlich, wie wir Tresor One weiterentwickeln. Deswegen danke euch schon mal dafür und ich freue mich aufs nächste Mal. Damit bleibt nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Vivid Money Cashback Erfahrungen, 10% Cashback im Test
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Ist Vivid Money eigentlich und wie schaffe ich es damit, 10% Cashback bei fast jedem Einkauf zu erhalten? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich und willkommen, mein Name ist Mirco und ich begrüße dich zu einer weiteren Folge. Heute schauen wir uns den Anbieter Vivid Money an. Vivid, das schreibt sich Vogel-V-I-Vogel-V-I-D und dahinter kommt noch mal Money, also das englische Wort für Geld. Und in der heutigen Podcast-Folge schauen wir darauf, was ist Vivid Money eigentlich und wie schaffe ich es damit, 10% Cashback bei fast jedem Einkauf zu erhalten? Auch gucken wir uns an, ob Vivid Money eine gute Alternative zu dem ehemals Boon Planet Revolut oder N26 ist. Ebenfalls findest du einen kleinen Vergleich zu der Payback American Express Kreditkarte und worin sich die beiden Anbieter unterscheiden. Auf der Liste der Vorteile sehen wir, dass Vivid Money dir ein kostenloses Konto anbietet. Vivid Money hat ja auch das kostenpflichtige Konto, allerdings ist das nicht unbedingt benötigt. Wenn du mit deinem 10% Cashback gut fahren möchtest und das ist der nächste Punkt, dann brauchst du das kostenpflichtige Konto nicht. Ebenfalls gibt es im Moment einen Neukundenbonus, dazu aber gleich noch ein paar Informationen. Du hast eine Einlagensicherung von 100.000 Euro gesichert durch die Solaris Bank sowie Unterkonten gibt es, es gibt über 100 Währungen, die du nutzen kannst. Und du hast den Vorteil davon, dass du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. Das Konto ist online, befindet sich in der Vivid Money App und du kriegst eine online Kreditkarte bzw. Debitkarte mit dazu. Die wird dir physisch auch noch mal als Metallkarte zugeschickt. Das heißt, es ist keine Kreditkarte aus Holz, ja, das gibt es tatsächlich auch und es ist keine ganz normale Kreditkarte, wie du sie sonst kennst, sondern es ist eine Metallkarte, wie du es auch von der American Express Platinum Karte kennst. Der Anbieter ist aus Deutschland und in der App kannst du Shared Pockets, also geteilte Pockets, geteilte Unterkonten nutzen. Für einige auch noch ganz wichtig, dass das Ganze voraussichtlich ohne Schufa ist, was heißt voraussichtlich, da gehen wir auch nochmal später drauf ein. Jetzt nochmal ein kleiner Hinweis zu den 20 Euro Neukunden-Bodus. Wenn du dich bei Vivid Money anmeldest und du meldest dich ganz normal an, dann kriegst du erst mal gar nichts. Wurdest du allerdings geworben von einem Freund, dann erhältst du einen Bonus von 20 Euro. Und hier steht dir in den Show Notes bzw. in der Beschreibung oder in dem verlinkten Blogartikel auch mein Einladungslink zur Verfügung. Damit erhalten wir beide 20 Euro. Von daher schon mal ganz herzlichen Dank, wenn du diesen nutzt. Um den 20 Euro Bonus zu erhalten, was musst du dafür tun? Du musst einfach mit der Karte einmal 20 Euro ausgeben. Die 20 Euro dürfen auch nicht geteilt ausgegeben sein. Das heißt nicht einmal 10 Euro und nicht nochmal woanders 10 Euro, sondern es müssen 20 Euro insgesamt sein. Und nachdem du das gemacht hast, erhältst du innerhalb von sieben Tagen deinen persönlichen 20 Euro Bonus. Solltest du diesen Bonus nicht bekommen, so schreib einmal den Support. Sollte auch das erfolglos bleiben, kannst du dich auch immer noch an mich wenden, denn ich habe da ganz gute Kontakte und versuche da mit dir eine ideale Lösung zu finden. Das bedeutet auch, wenn du jetzt Kritik an der App hast oder eben noch besser wünsche, dann gib mir gerne eine Information. Die Kontaktdaten, die findest du natürlich in der Videobeschreibung bzw. in den Show Notes vom Podcast. Dort sammel ich nämlich auch immer alle Feedbacks und gebe die auch gerne weiter. Und jetzt mal ganz blöd gesagt, was ist Vivid Money eigentlich? Wie funktioniert das Ganze? Vivid Money ist eine App, die kannst du herunterladen und diese App ist dein Bankkonto. Du eröffnest also ein Bankkonto. Das Bankkonto eröffnest du im Hintergrund bei der Solaris Bank. Solaris Bank steht auch hinter Anbietern wie Trade Republic oder Tomorrow. Dazu kriegst du eine Metallkarte zugeschickt. Das ist dann deine Kreditkarte bzw. deine Debitkarte, mit der du deine Einkäufe bezahlen kannst. Du kannst die Karte, nachdem du sie einmal auch physisch benutzt hast und mit der Pin aktiviert hast, auch bei Google Pay oder Apple Pay hinterlegen. Und mit der Karte kannst du auch Bargeld abheben. Apple Pay ist doch relativ neu. Du kannst natürlich auch die Karte hinter Curve, also C-U-R-Vogel-V-E, hinterlegen und dann alles mit Curve bezahlen. Das geht auch. Das mache ich mit meiner Amazon Visa auch. Und wenn du ein Curve-Neukunde bist, dann kriegst du ja auch die ersten drei Monate, also die ersten 90 Tage 1% Cashback on top. Und was ist jetzt das Gute? Wenn du mit der Vivid Money Karte bezahlst bzw. mit dem Konto bezahlst, dann bekommst du bei ausgewählten Anbietern 10% Cashback. Ausgewählte Anbieter können in diesem Fall Lidl oder Aldi sein. Das Ganze funktioniert online als auch offline. Offline kommt bei mir mehr als die Woche vor, also wenn ich bei Aldi oder Lidl einkaufen gehe, was meine beiden nächsten Supermärkte sind, dann nutze ich die Vivid Money Karte und bekomme 10% Cashback auf 25€, wären das also 2,50€, die ich zurück bekomme. Und das ist doch ein ganz netter Rabatt. Am liebsten kombiniere ich das natürlich auch immer noch mit der Lidl App. Die gibt es nämlich seit diesem Jahr auch und die bietet dir gute Rabatte bei Lidl, wodurch Lidl inzwischen auch wirklich mein favorisierter Supermarkt ist. Das ist meine ganz persönliche Meinung, keine bezahlte Werbung hier, sondern einfach nur meine Meinung. Das Cashback von Vivid Money ist auf 20€ im Monat begrenzt, heißt für dich also 240€ Cashback im Jahr, die damit problemlos möglich sind. Und ich stelle mir das Ganze immer so vor, hey, was kann ich mir eigentlich von 240€ kaufen oder wie lange müsste ich dafür arbeiten? Da kann schon der nächste, ja wirklich der nächste Urlaub mit drin sein, teilweise bezahlt für sein, Kurzurlaub bezahlt sein oder zumindest eine Anzahlung auf den Flug auf die Seychellen oder die Malediven mit ihren weißen Sandstränden und den wirklich kristallklar blauen Wasser. Also zusammengefasst, Vivid Money ist ein Konto, das du online auf dem Smartphone hast und für das du Cashback erhältst und das du auch per Kreditkarte bzw. Debitkarte nutzen kannst. So wie funktioniert das Ganze jetzt? Vivid Money ist ein bisschen anders als andere Anbieter. Warum ist es anders? Ganz einfach, du kriegst dein Cashback, sobald du bezahlt hast, du siehst das sofort in der App. Allerdings hat es die spielerische Ergänzung der Aktie, d.h. dein Cashback wird dir als Aktie ausgezahlt, keine Sorge bzw. vielleicht auch das Gegenteil von keine Sorge. Es ist keine echte Aktie, d.h. es werden dir keine Dividenden ausgeschüttet und ein Depotübertrag ist auch nicht möglich. Das Cashback bildet einfach nur den Wert der Aktie nach, d.h. wenn ich jetzt 10€ Cashback auf die Tesla Aktie nehme, Tesla gibt es dort übrigens, steht dort zur Verfügung, dann entwickelt sich mein Cashback genauso wie der Kurs der Tesla Aktie. Das Schöne ist, wenn Tesla steigt, steigt auch dein Cashback. Das weiterhin Schöne ist, wenn Tesla sinkt, kann dein Cashback nicht unter die originäre Summe fallen. Ist Vivid Money kostenfrei? Ja, Vivid Money ist kostenfrei. Es gibt zwei Varianten, das eine ist die Prime, die Premium Variante, das andere ist Vivid Money Free, die kostenfreie Variante und die 10€ Cashback bei z.B. Lidl, Aldi, die weiteren Anbieter folgen noch. Die kriegst du auch so, dafür brauchst du keine kostenpflichtige Variante. Die kostenpflichtige Variante würde im Moment 9,99€ im Monat kosten. Allerdings, wie gesagt, du brauchst sie nicht unbedingt. So, jetzt auf die große Frage, Vivid Money, wo gibt es überall das Cashback? Also prinzipiell erhältst du ein Minimum Cashback bei jedem Anbieter, also jedes Mal, wenn du die Karte benutzt. Aber es gibt eben die Spezialangebote, die auch in einen Quartalsturnus immer wieder durchwechseln, wobei Lidl und Aldi da schon die ganze Zeit mit dabei sind und hoffentlich auch noch bis zum Ende bleiben, weil das doch wirklich coole Angebote sind, aber die wechseln prinzipiell schon. Und so war z.B. auch schon mal Lieferando mit dabei. Inzwischen sind auch Anbieter wie Steam, Nintendo oder andere dabei. Die komplette Liste findest du natürlich in der App. Auf dem Blog versuche ich sie natürlich auch immer aktuell zu halten. Allerdings, da sich auch immer alles ändert, geht das nicht immer und manchmal findest du vielleicht auch noch den einen oder anderen älteren Wert. Momentane Anbieter sind z.B. Lidl, Aldi, einige Biomärkte und Bio-Einkaufsmöglichkeiten wie Alnatura, Bio's Company, Dan's Biomarkt und ähnliche. Du kannst aber auch bei Netflix, Spotify, Flixbus den unterschiedlichsten Scooter-Anbietern, also die, die in der Stadt rumstehen wie z.B. Tier, Mobility oder Voy Scooters. Übrigens bin ich erst gestern gefahren. Dort kannst du Cashback sammeln. Es gibt auch Playstation, Nintendo, Spotify und es gibt auch die Stromanbieter, also Eon, Wattenfall, Yellow und viele andere wie z.B. Enoji. Auch die Kontoeröffnung ist relativ schnell durch. Das Ganze ist innerhalb von 10 Minuten möglich. Das heißt, du klickst auf den Link von einem Freund, der dich wirbt, klickst darauf, gibst dort deine E-Mail-Adresse ein, füllst dann deine weiteren Daten aus, lädst die App runter bzw. letzten beiden Schritte einmal umgekehrt und dann kommt es auch schon zur Online-Verifizierung. Das heißt, du machst das Ganze online. Da startet ein Video-Chat, ähnlich wie wenn du bei einem Broker ein Konto, ein Depot eröffnest und dann bist du schon durch und hast Vivid Money, kannst es nutzen, deine Karte kommt innerhalb kürzester Zeit und daran nur noch einmal denken, die immer auch wirklich einmal zu aktivieren. Das heißt, zu aktivieren, wirklich in ein Terminal, ein Kassenterminal reinzustecken, mit dem PIN zu bezahlen und danach ist die Karte auch für NFC, also Near Feared Communication, möglich bzw. für Apple Pay und Google Pay. So, wie ist das mit der Schufa? Einige von euch fragen tatsächlich immer mal wieder, wie das mit der Schufa und Vivid Money ist. Die eigentliche Aussage ist dort immer, es ist alles ohne Schufa und schufafrei Schufa nicht relevant. Für mich ist das sowieso immer kein Punkt, auf den ich wirklich gucke, aber wenn es eben so ist, dann freue ich mich da auch drüber. Es ist ja auch nur eine Debit-Karte, die da mitkommt und keine direkte Kreditkarte. Im FAQ-Bereich der Webseite von Vivid Money findest du dazu folgende Aussage und die kann sich natürlich auch immer mal wieder aktualisieren. Im Moment ist sie in aktuell seltenen Fällen, können Kontoinformationen an Auskunft teilen, wie die Schufa weitergegeben werden. Die Zahl der Fälle kann sich zukünftig ändern. Das geht dann wahrscheinlich in die gleiche Richtung, wie wenn du versuchst dort ein P-Konto zu eröffnen bzw. dich im Fendungsschutzgebiet herumzutreiben. Von der ganzen Sache verstehe ich nicht besonders viel, also will ich auch gar nicht zu viel sagen, weil ich zum Glück damit auch noch nie zu tun hatte. Allerdings habe ich es in den Communities schon häufiger gelesen, dass immer wieder Personen versuchen, ihr Konto, also sie versuchen nichts, es ist nicht nur, sie machen es und wenn sie es wollen, dann muss der Anbieter dem auch nachkommen, in ein Fendungsschutzkonto, ein P-Konto umzuwandeln und ja, das funktioniert nur mäßig. Es wird zwar gemacht, allerdings ist die Erfahrung bei den meisten Solaris-Bank-Konten, dass diese Konten dann vom Anbieter der Solaris-Bank bzw. vom Anbieter, und da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher. Aber wie gesagt, ich will dazu auch gar nicht zu viel sagen, gekündigt werden und du eigentlich keine Möglichkeit hast, dieses Konto damit zu nutzen. Also wenn das dein Hintergedanke ist, dann in dem Fall ich persönlich würde es nach den Erfahrungen der Community lassen. Allerdings sind das auch nur meine kleinen Informationen. Wenn wir uns die App von VividMoney angucken, dann sehen wir ganz am Anfang meine Pockets, also die verschiedenen Pockets, die verschiedenen Taschen, die verschiedenen Konten, die alle ihre eigenen E-Buns haben und wir sehen unsere Stock-Rewards. Die Stock-Rewards sind das Cashback, die wiederum in einer Aktie angelegt werden. Ich habe meine zurzeit in NVIDIA teilweise auch vorher schon mal in Tesla gehabt, in anderen Aktien. Ich wähle hier natürlich immer Aktien, bei denen ich glaube, dass ordentliche Kurs-Gewinne möglich sind. Das Cashback kann ich mir tatsächlich per Knopfdruck auch sofort auszahlen lassen. Das bedeutet, ich drücke auf den Knopf, dann fragt er mich nochmal, willst du das wirklich machen und dann hätte ich mein Cashback auf dem Konto als richtiges Geld, kann es weg überweisen oder damit bezahlen. Zurzeit ist es noch nicht möglich, nur eine Teilauszahlung zu veranlassen, sondern du würdest gleich das gesamte Cashback auszahlen lassen. Als Aktien stehen dir zur Verfügung zum Beispiel Tesla, Zoom, Apple, Visa, die deutsche Börse, Moderna, NVIDIA, Adobe System, Marvel Technology Group, Microsoft, Facebook, Nike, Infineon, Target, Activision Blizzard, Mastercard, RWE, Puma, Vonovia und noch viele andere. Und was soll das mit den Aktien jetzt eigentlich, da das ganze doch nur ein Konto ist, aber doch gar kein Broker? Ja, ganz richtig vermutet, du denkst dir schon in die richtige Richtung. Vivid Money plant, ein großer Banking-Anbieter zu sein, ähnlich wie zum Beispiel Revolut. Revolut ist ja das Konto, was aus Großbritannien kommt, ähnliche Funktionen bietet, ähnliche es auch mit den Währungen bietet und dann irgendwann angefangen hat, auch die Möglichkeit des Aktienhandels einzuführen. Und genau der gleiche Plan ist auch auf der Webseite von Vivid Money bekannt gegeben worden. Das bedeutet im Moment ist das Ganze so Spielerei, um die Kunden von Vivid Money tatsächlich an das Thema Aktien spielerisch zu gewöhnen. Und ich finde den Gedanken eigentlich echt cool und bin gespannt, wie dann die Preisstruktur irgendwann vom Broker aussieht. Und wenn du jetzt noch Fragen hast, dann stell diese Fragen entweder über den Blog, dort findest du nicht auch meine E-Mail-Adresse und das Kontaktformular, oder am liebsten natürlich immer über Instagram, dort findest du mich unter "finanz.illuminati" und dahinter nochmal so ein Unterstrich. Ich nehme mir die Zeit, tatsächlich alles zu beantworten, was bei mir reinkommt. Sollte ich irgendwann mal nicht antworten, schreib einfach nochmal. Bei 15.000+ Followern kann natürlich immer meine Nachricht untergehen, aber eigentlich ist dem nicht so. Und damit bleibt mir auch nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören. Den Link, wie gesagt, findest du auf dem Blog bzw. in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung. Schonmal im Voraus vielen Dank fürs Benutzen des Links. Natürlich bin ich auch nicht böse, wenn du ihn nicht benutzt. Und damit bis zum nächsten Mal. Wenn dir das Video fast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
📈US-Wahlen, Tesla, Jobs an der Börse 📉 mit Andreas Lipkow und Markus Weingran
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Tesla, Wasserstoff und Wirecard. Im heutigen Podcast sprechen wir mit Andreas und Markus nicht nur darüber, wie wir an der Börse Geld verdienen können, sondern auch, wie wir an der Börse arbeiten können. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interviewfolge. Heute haben wir zwei Gäste zu Gast, die ihr vielleicht schon mal im Fernsehen gesehen habt oder vielleicht schon mal in dem ein oder anderen YouTube Channel oder Podcast gehört habt. Wir begrüßen Andreas und Markus. Grüßt euch. Hallo Mirco. Hallo. Schön, dass ihr beide da seid und den Weg hierher gefunden habt. Für alle, die euch noch nicht kennen, die die Stimmen jetzt noch nicht erkannt haben, stellt euch doch mal ganz kurz vor, wer seid ihr eigentlich, was macht ihr und woher kennt man euch sonst noch? Alter vor Schönheit, Markus, oder? Dann fangen wir an. Ich wollte gerade sagen Ladies first, aber dann fange ich mal an. Ja, ich bin der Markus Weingran. Mein Alter verschweige ich, jedenfalls zur 5 vorne. Und woher man mich kennt? Ja, vielleicht kennt man mich vom deutschen Anleger Fernsehen, da war ich mal. Dann war ich bei Bernecker und jetzt bin ich gelandet bei On Vista und bin da der Redaktionsleiter. Man kann den Podcast zusammen mit mir und Andreas hören im Camon auf den gängigen Seiten. Dann habe ich eine eigene Sendung auf dem YouTube Kanal. Die heißt Mahlzeit. Da gibt es mittags immer das Börsengeschehen mal auf eine etwas lockerere Art aufbereitet mit Nachrichten, Informationen, Muster, Depot und man kann auch Fragen stellen. Und ansonsten leite ich halt eben bei On Vista die Redaktion, steuer so ein bisschen den Content, den wir auf der Seite haben, kümmere mich um die Experten, die wir haben. Das sind so die Dinge, die ich mache. Dabei bin ich auf Andreas aufmerksam geworden. Dann haben wir uns zusammen telefoniert und haben gesagt, wir machen eben zusammen diesen Börsen Podcast Camon. Und jetzt Andreas, darfst du sagen, warum du der andere bist? Ja, warum bin ich der andere? Genau, also ich bin Andreas Lipko. Ich sage, mein Alter, ich bin 47 Jahre alt. Also ich bin unter der 50 noch jetzt bisher, aber irgendwann ist auch diese Zeit vorbei. Sehr, sehr Börsen interessiert, schon sehr lange. Freue mich auch immer wieder jeden Tag die ganzen Eigenes an den Börsen zu sehen und auch zu sehen, was die ganzen politischen Einflüsse, wirtschaftlichen Einflüsse, was das eben für Auswirkungen hat. So ein kleiner, wie soll man sagen, Nerd aus der Ecke komme ich auch. Ich habe mal Physik studiert, bin dann sozusagen an die Börse gegangen, also nicht ich selbst als IPO, sondern eher als Börsenmakler, weil so lange Zeit an den Börsen in Berlin und Frankfurt wirklich auf dem Parkett noch tätig, dann später im algorithmischen Handel, Hochfrequenzhandel. Bin dann in 2017 zur Commerzbank bald jetzt noch direkt gekommen und bin jetzt hier so ein bisschen am Marktexperte und versuche also die Expertise, die ich so habe, die wir aus der Bank haben, den Kunden oder beziehungsweise Börseninteressierten nahe zu bringen auf eine, sage ich mal, eher hemmsärmliche Art, die sich versucht dann schon, das alles ein bisschen runterzubrechen und plakativ bzw. einfach auch einfach zu erklären. Ja und mach mit Markus den Börsenpodcast, komm on. Finde den immer wieder sehr, sehr erfrischend, finde den gut. Wir beide haben oftmals verschiedene Meinungen, aber auch sehr, sehr oft und häufig gleiche Meinungen, aber beleuchten die dann eben auch von verschiedenen Seiten heraus. Und das finde ich immer wieder spannend, weil mir das auch immer wieder Neuimpulse gibt. Ich finde die Fragen toll, die wir reinbekommen. Ich finde es auch toll, dass diese ganze Finanzedukation zum Beispiel auch Mucko durch deinen Podcast jetzt einfach so eine schöne Bandreite bekommen hat. Früher war das alles so ein bisschen immer in diesem Bankenfinanzwesen so verankert. Da hat man dann Angst gehabt, wenn man den Bankmitarbeiter irgendwas fragt, was irgendwie Finanzedukation angeht, dann hat der gleich versucht, eine Lebensversicherung aufzuquatschen. Jetzt ist es irgendwie so, dass sehr, sehr viele Menschen da sind, die wirklich auch tiefgehende Meinungen haben, die tolle Meinungen haben, diese Recherchearbeit da reinstecken. Und das ist für mich also sozusagen als Börsenprofi auch immer wieder interessant, weil es eben wirklich ganz, ganz andere Sichtweisen gibt. Und deswegen freue ich mich bei dir im Podcast zu sein. Ja, danke für eure Vorstellungen. Das war auf jeden Fall schon mal sehr interessant zu hören. Und da mag ich doch ganz gerne noch mal ein bisschen nachhaken bei euch beiden. Denn die nächste Frage wird sein, wie seid ihr eigentlich genau zur Börse gekommen? Und da war es dann ja vor 47, beziehungsweise vor etwas über 50 Jahren so. Da wart ihr denn auf einmal da auf der Welt und seid so langsam aufgewachsen. Bekommt man denn da auf einmal die Idee zu sagen, so Börse damals ja noch ganz anders aufgestellt als heute? Das ist mein Lebenstraum. Da möchte ich hin. Oder wie sieht da so ein klassischer Weg aus? Ja, jetzt. Andreas, du? Ich? Ich kann kurz anfangen. Genau, also ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin nicht einer von denen, der schon mit zwölf Jahren die erste Aktie gekauft hat und sofort wusste, Börse hat mich infiziert. Ganz anders. Ich bin eigentlich wirklich über die Naturwissenschaft reingekommen. Ich wollte eigentlich mal Chemie und Ausbildung gemacht, habe dann später Physik studiert. Und damals war aber so die Zeit, das war so Mitte der 90er Jahre, wo man eben als Physiker wirklich sehr, sehr schlechte Aussichten hatte, außerhalb dieser Physik-Community überhaupt ein Studium oder beziehungsweise nicht ein Studium, sondern eine Anstellung zu bekommen. Und dann habe ich halt überlegt, okay, was liegt dann irgendwie so in der Nähe von Zahlen, Analysen, Analytik und so weiter? Und es war irgendwie die Börse. Deswegen bin ich dann zu einer Bank gegangen, damals noch die Dresdabank, die gibt es heute auch nicht mehr. Und das war eigentlich das erste Jahr wirklich ein Graus, also alles andere, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Und dann funkte aber so ein bisschen am Horizont da, wie gesagt, Wertpapierhandel, Wertpapieranalyse auf. Und da habe ich mich dann so ein bisschen festgefressen, habe dann eben dafür meine Liebe dann sozusagen zur Börse, aber eigentlich wirklich eher von der nördigen Seite, also Zahlen, was haben die für Einflüsse auf Börsen, wie kann man da mit Systemen vorgehen und so weiter eben so ein bisschen für mich entdeckt. Und so bin ich dann eben sozusagen dann eben direkt an die Börse gekommen. Und ja, der Rest ist sozusagen Geschichte. Ja, also ich habe auch nicht so meine erste Aktie mit ganz jungen Jahren gekauft, sondern habe erst mal mehr so ein bisschen dem Sport gefrönt und habe meine Schule gemacht. Dann habe ich angefangen zu studieren, weit weg von zu Hause und hatte da eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung bei meinem Jurastudium. Und da bin ich so ein bisschen zum ersten Mal mit Aktien in Berührung gekommen und habe angefangen, mich dafür zu interessieren. Und mein erster Gedanke war, wow, das ist manchmal teilweise ganz schön schwere Kosten. Ich glaube, das ist so was, was mich so ein bisschen geprägt hat, wo ich am Anfang gedacht habe, wow, was man sich da alles merken muss, welche Kennzahlen und wie viel Analysen es da alles gibt und was alles einem für Begriffe um die Ohren geschmissen wurde. Das war für mich dann so ein bisschen der Ansporn, auch sich da ein bisschen reinzuarbeiten. Und dann ist für mich immer so im Laufe der Jahre hinzugekommen, dass ich einfach gedacht habe, das muss man irgendwie auch ein bisschen einfacher gestalten können oder vielleicht auch mal den Leuten ein bisschen anders rüberbringen können, dass sie auch Spaß am Aktienhandel haben, dass das kein eben so trockenes Thema war. Von daher habe ich mich viel privat mit Aktien beschäftigt und von meinem beruflichen Werdegang habe ich eigentlich gar nicht so viel mit Aktien in dem Sinne zu tun gehabt, dass ich anderen Leuten meine Meinung dazu mitgeteilt habe. Das ist echt viel, viel später gekommen. Ich bin erst mal dann, habe eine Ausbildung zum Fernsehredakteur gemacht, habe viel Fernsehen gemacht und dann bin ich dann so langsam von da aus rübergekommen in den Bereich, dass ich auch Wirtschaft mache, dass ich auch mich mit Aktien beschäftige und auch den Leuten mal mitteile, was ich von Aktien halte. Deswegen das Deutsche Anleger Fernsehen. Danach habe ich mich dann immer so ein bisschen weiter entwickelt, bin wieder zurück in die Heimat, als geborener Düsseldorfer war ich ja lange Zeit dann im Asylbereich quasi in Bayern unterwegs und bin ich wieder zurückgekommen, war bei der Bernecker Verlagsgesellschaft und habe da auch viel mit Hans A. Bernecker zusammengearbeitet, was mich auch ein bisschen geprägt hat in meiner ganzen Struktur, in meinem ganzen Anlagehorizont, weil wenn der erst mal anfängt zu erzählen aus seinem reichlichen Börsenschatz, dann sitzt man schon mal ein Stündchen da und kommt manchmal aus dem Staunen nicht raus. Deswegen war es immer schön, wenn er auch Seminare gehalten hat und dann habe ich aber auch gedacht, ich gehe mal zur Unvista und mache das Ganze alles ein bisschen mal von der anderen Seite, dass es ein bisschen einfacher ist, dass man vielleicht auch Spaß an der ganzen Sache hat, dass man das ein bisschen runterbricht und auch ein bisschen anders präsentiert. Daher auch meine Sendung Mahlzeit, die jetzt nicht mit Hemd und Schlips ist, sondern eher mit Superhelden-T-Shirts und mit Fragen, aber eben auf ein bisschen Flapsiger präsentiert, weil ich auch lange Zeit als Sportreporter gearbeitet habe in meiner Zeit und vielleicht ist so die Mischung daraus entstanden, dass man eben nicht die typische Börsennachricht bei mir kriegt, sondern eben eine Art und Weise, die man einfach mögen muss. Und wenn man sie mögt, wenn ich solche Einträgen sehe, dann kommt da schon eigentlich ein bisschen mehr rum. Und das ist so mein Werdegang, wo ich jetzt gelandet bin, bei diesem Podcast und eben auch bei meiner YouTube-Sendung. Okay, sehr spannende Werdegänge auf jeden Fall. Und damit schließen wir einfach mal nahtlos an die nächste Frage an, weil in Deutschland, ihr habt es schon gesagt, ist das mit der Aktienkultur ja noch nicht ganz so groß. Nach dem letzten großen Wirecard-Skandal sieht es noch ein bisschen weniger schön aus. Ihr beide habt jetzt allerdings ja so etwas, was man entgegen des normalen Traders als gesellschaftlich anerkannten Job bezeichnen kann. Und da ist die Frage, wie reagiert denn euer Umfeld darauf, dass ihr tatsächlich mit der Börse, das was in Deutschland ja Teufelszeug ist, euer Geld verdient? Da hake ich vielleicht mal einen als erstes, dann kann Markus sich die Antwort überlegen. Also die Zeiten momentan sind sogar noch wesentlich besser als 2007/2008 nach der Finanzkrise, nach der großen Hypothekenkrise in den USA. Da warst du wirklich als Banker besser dran, wenn du gesagt hast, du bist Robben schlechter, Drogenschmuggler oder Waffenschmuggler. Also da hat man sozusagen der Banker, der war in der Hierarchie ganz, ganz unten. Also dieses Bild hat sich so ein bisschen gewendet. Und ich glaube, das hat eigentlich auch damit zu tun, dass eben das Verständnis generell für Kapitalmärkte, für Finanzmärkte natürlich viele Formate, wie zum Beispiel Podcasts und viele, viele YouTube-Formate, die es eben gibt und natürlich auch ganz, ganz unzählig viele Blogs, dass die natürlich auch dafür gesorgt haben, dass eigentlich die Ausgangssituation, die Waffengleichheit schon gegeben ist, also zumindest auf den ersten Blick. Ich glaube, früher war das immer eher noch so ein großes Geheimnis. Da war die Börse was ganz mystisches und keiner wusste, da sind irgendwas mit Insider-Tipps und da sind dann die Großen und die machen da so ihre Geschäft dort etc., pp. Aber eigentlich ist es halt so, dass wirklich, wenn man seine Nische findet und wenn man sich auch gut informiert und wenn man einfach Risiken begrenzen kann, dann hat an der Börse wirklich auch jeder seine Möglichkeiten, Geld zu verdienen und ich glaube, dass diese Sichtweise sich in den letzten Jahren massiv geändert hat. So dass ich eigentlich gar nicht mehr davon ausgehe, dass die Aktienkultur insgesamt so schlecht ist. Ich glaube einfach eher, dass viele sich dafür interessieren, aber einfach noch nicht waren, so den kleinen C mal ins Wasser zu halten. Den kleinen C reinhalten ist die eine Sache. Also ich muss auch sagen, dass ich am Anfang, als ich gesagt habe, wo ich mein Geld oder wie ich mein Geld verdiene, die Reaktion war, boah, das ist ja ganz schön schwere Kost, harte, langweilige Sachen. Wie kann man die überhaupt, wie kann man da einen Tag mit rumkriegen? Ich meine, man ist in dieses Klischee, wie Andreas schon sagte, so ein bisschen reingesteckt worden. Sobald man sagte, wie man sein Geld verdient, dann war man quasi, saß man für den anderen automatischen Büro, hatte eine Krawatte an, einen Sacko an und hat entweder telefoniert oder hat andere Leute davon überzeugt, Aktien zu kaufen. Vielleicht war es auch so ein Grund dafür, warum ich mich jetzt so ein bisschen auch in die andere Richtung entwickelt habe. Und ich muss auch feststellen, jetzt mittlerweile ist es tatsächlich so, dass die Stimmung so ein bisschen umgeschlagen ist. Dass viele jetzt noch mal so eine Chance sehen, jetzt nach diesem Crash, nach der Corona-Pandemie, die sagen, hey, das ist jetzt die große Chance, am Aktienmarkt noch mal zum Zuge zu kommen und dass jetzt die Leute nicht sagen, boah, was ist ein langweiliges Thema, sondern jetzt kommen direkt immer Aktientipp oder welcher Aktie würdest du denn jetzt kaufen, wenn man davon spricht oder andere sagen einem, ja, ich habe die und die und die Aktie im Depot, was hältst denn du davon und schon ist man irgendwie, geht der Beruf oder hört der Job nicht mehr mit der Uhrzeit auf, wo man den Stift beiseitelegt, sondern es geht auch weiter in den privaten Bereich rein. Also von daher wird da ein bisschen mehr diskutiert. Früher war es ja so tatsächlich, wenn es einer gesagt hätte, ja, hör mir auf damit, da habe ich so viel Geld verloren. Wenn man dann so ein bisschen auch gefragt hat, ja, welche Aktien hast du oder was hast du denn gemacht? Wieso hast du das Geld verloren? Woher kam der Tipp? Dann kam meistens so, ja, hat mir einer da und da erzählt und hat so und so und da merkte man schon, da steckt da auch nicht so die richtige Analyse hinter, sondern das war immer so eine Mund- zu-Mund-Propaganda, vielleicht am Stammtisch oder irgendwie und es ist klar, dass viele Leute da auch so ein bisschen dann auf die Nase gefallen sind. Wirecard jetzt ist natürlich auch so eine Sache, die so ein bisschen daran gekratzt hat, aber ich muss unter dem Strich sagen, wenn man sich so ein bisschen informiert und wenn man ein bisschen mit ganz normalem Menschenverstand eben an die Sache rangeht, dann ist es mit Sicherheit Wirecard ein ganz schlimmer Fall, der sich in der deutschen Aktienkultur einfach nicht wiederholen sollte, aber wenn man nicht so gierig war und da mit Oberlippe, Unterkante drin war und sondern sich eine ganz normale Position im Depot hatte, dann ist es im Grunde genommen, muss man sagen, vielleicht ein Verlust wie eine Sache, die man mit jeder anderen Aktie auch mal erleiden kann, wenn die Zahlen nicht mehr passen oder wenn ein Geschäftsmodell aus dem Ruder läuft oder sonst was. Kraft Heinz oder irgendwas, sind auch Beispiele dafür oder General Electric, wo die Aktie innerhalb von wenigen Tagen, Wochen, Monaten sich mehr als halbiert hat oder wo man auch sagen kann, da ist man quasi mit auf die Nase gefallen. Also von daher muss ich sagen, mittlerweile stelle ich fest, dass die Leute viel offener für das Thema Börse sind, weil sie sich auch ein bisschen um ihre Altersvorsorge kümmern möchten und dass Aktien da eine ganz gute Idee sind. Also das Bild an sich hat sich jetzt gedreht, obwohl ich auch trotzdem am Anfang, als ich meine Mahlzeitsendung aufgenommen habe und da ein paar T-Shirts saßen, alle gesagt haben, wie kann man sich mit seinem T-Shirt die Kamera setzen und er hat ja sowieso keine Ahnung. Zum Glück hat sich das mittlerweile auch geändert. Ja, das deckt sich natürlich so ein bisschen mit dem, was ich im Moment auf meinem Blog auch so mitbekomme, weil ich sehe seit März eine Besucherzahl, die doch tatsächlich explodiert ist, habe heute Morgen irgendwas gelesen von dieses Jahr innerhalb von kürzester Zeit 500.000 neue Anleger allein in Deutschland, die es gegeben haben soll. Jetzt habt ihr beiden natürlich sehr tolle Einblicke, einmal bei OnVista, einmal bei ComDirect. Wie sind denn da so eure direkten Erfahrungen, wenn ihr sagen würdet, ihr wollt das so ein bisschen in Prozenten oder vielleicht in einen anderen Maßstab einordnen, wie stark sich diese Krise denn wirklich ausgewirkt hat? Also ist das nur ein kleiner Schubs oder sehen wir in ein paar Jahren schon 50 Prozent Aktionärsquote in Deutschland? Also ich würde sagen, es ist schon ein bisschen mehr als ein kleiner Schubs, aber wir haben natürlich immer noch auch so, glaube ich, so ein Generationsproblem in der ganzen Sache. Die Älteren unter uns, wenn ich auch noch so auf meine Mutter oder gucke, dann denke ich mir manchmal auch, okay, man vergleicht sich oder man will ja immer nie so werden wie oder gewisse Marotten seiner Eltern übernehmen, wenn ich sehe, für die ist halt eben auch noch im Sparbuch ein Nonplusultra und was anderes gibt es nicht. Und für die ist natürlich Aktienhandel noch ein Teufelszeug, wo sie sich auch nicht mit auskennt und wo sie sich auch nicht reinarbeiten muss, was ich auch ganz okay finde. In ihrem Alter muss man jetzt auch nicht mehr sagen, okay, ich muss da jetzt unbedingt noch mit Aktien machen. Kann man auf den Sohn hören und sagen, komm, kauf dir mal die oder die Aktie, macht sie aber auch nicht, will sie nicht, ist alles okay. Ich glaube, dass wir in den jüngeren Generationen, wie ich jetzt so ein größeres Aktieninteresse dann doch haben. Ich denke, dass das nachhaltig ist, dass die Leute, die jetzt "gescheit", sage ich mal in Anführungsstrichen, damit anfangen, dass die auch ihr Leben lang quasi dann dabei bleiben. Wenn man da mit normalem Verstand, mit nicht zu hohem Risiko rangeht, wenn man so peu à peu seine Erfolge an der Börse sammelt, dann glaube ich, dass uns die junge Generation weiterhin erhalten bleibt und dass die vielleicht auch ihre Kinder daran führen. Dann denke ich, dass wir schon eine nachhaltige Entwicklung haben, dass mehr und immer mehr Leute auf Aktien setzen. Es gibt ja auch trotzdem immer noch wieder diejenigen, die dann sagen, okay, ich habe ein bisschen Geld geerbt, da hat mir einer erzählt, an der Börse, da kann man das ganz schnell verdoppeln und dann wird auf eine Aktie, wie zum Beispiel, dann nehmen wir halt auch Wirecard, eben das ganze Kapital auf Wirecard gesetzt, dann kommt so ein Fall und dann ist das Geld weg und die Leute gehen natürlich nie wieder an die Börse, die Leute sprechen nie wieder gut über die Börse, ist in einer gewissen Art und Weise auch verständlich, wenn man so eine Erfahrung gemacht hat. Aber auf der anderen Seite muss man auch sagen, wenn man ganz vernünftig an dieses Thema rangegangen wäre, sich informiert hätte, sich ein bisschen eingearbeitet hat, vielleicht ein paar verlässliche Quellen, wie eben die ganzen Angebote, die es gibt, die man hat und dann an die Börse gegangen wäre, sein Geld ein bisschen gestreut hätte und hier und da was gemacht hätte, dann wären auch solche Leute wahrscheinlich jetzt noch an der Börse und hätten auch ihren Spaß. Und ich glaube, dass die Jüngeren da ein bisschen bewusster an die Sache rangehen und dass das auf Dauer mehr Aktionäre bescheren wird. Genau und die gleiche Bresche kann ich sozusagen auch reinspringen, also auch was Mirco jetzt am Anfang gesagt hat. Es ist ganz klar ersichtlich, das sieht man zum Beispiel auch in den 6-Munder-Zahlen jetzt von der ComDirect, dass hier eine sehr, sehr starke Nachfrage, sowohl bei den Depots neuer Eröffnung natürlich insgesamt, als auch bei den Trading-Zahlen, das kann man ganz klar sehen und das färbt natürlich dann auch darauf ab, dass die Leute ein für Informationen suchen. Und was ich ganz wichtig finde, hier ist auch ein ganz, ganz großer Unterschied zu zum Beispiel den neuen Marktzeiten vor jetzt fast über 20 Jahren. Damals war das so, da ist wirklich die Gier hauptsächlich dafür verantwortlich gewesen, dass die Menschen an die Börse oder sich für Börse interessiert haben, nie richtig verstanden haben, aber Banken haben dann eben zum Beispiel oder Manfred Krug damals durch der Deutschen Telekom gesagt, ihr müsst die Aktien kaufen, die wärt ganz schnell reich, alles wird gut, alles ist schick, das ist heute anders. Heute sind wirklich die Menschen sozusagen auf die Banken, auf die Formate zugekommen, haben gesagt, ich möchte mich damit informieren, ich muss was für, zumal für die Zukunft tun, aber eben auch, ich möchte eben auch von diesen Großschwankungen profitieren und das ist ein komplett anderer Ansatz. Die Menschen sind viel aufgeklärter. Das, was Markus gesagt hat, ist auch vollkommen richtig. Ich habe auch beobachtet, dass sehr, sehr viele junge Menschen sich damit beschäftigen und wesentlich vernünftiger halt auch vorgehen. Das heißt, man sucht ja nicht die wirklich mega großen Chancen und investiert alles, sondern ich kriege ganz viele Fragen, dass immer wieder nach zum Beispiel Depotanteilen gefragt wird, dass danach gefragt wird, wo soll ich denn mein Stop-Loss setzen und das sind alles so Fragestellungen, die man in dem Vorfeld kaum gehört hat. Da ging es immer darum, ja, wie viel muss ich investieren und was für eine Co-Chance habe ich. Jetzt fangen aber die Leute wirklich an zu sagen, was ist denn sinnhaft zu investieren, um eben auch mein Risiko begrenzen zu können und dann will ich eben langfristig auch was machen. Sparpläne laufen, das war vorher alles so ein Ding, damit wollten sich Leute nicht beschäftigen. Klar, wie Markus gesagt hat, die wollten sich halt eine Aktie kaufen, dann ließen sie dann eine Woche verdoppeln, dann raus und das Ganze dann wöchentlich durchziehen, dass man sozusagen am Jahresende dann die Kündigungen zum Arbeitgeber geben kann, sondern jetzt ist es eben anders, jetzt wird langfristig gedacht, jetzt guckt man sich Unternehmen aus und das Witzige ist, dass diese ganze Hosse, die wir zum Beispiel bei Tesla, bei Apple sehen, das sind wirklich eben maßgeblich auch junge Anleger, die einfach die Aktien gekauft haben, weil die die gut finden und halten. Also das ist auch ein Phänomen. Viele Profis sind wirklich schon viel, viel früher ausgestiegen und haben eigentlich gar nicht den Großteil dieser Gewinne mitgenommen. Also man sieht schon, es ist hier ein komplett anderes Aktionärsumfeld momentan. Ja, dann bin ich jetzt wahrscheinlich der Dritte im Bunde, der das Ganze bestätigen muss. Ich musste immer daran denken, ich bin ja auch noch relativ viel auf Facebook unterwegs, ist zwar auch nicht mehr ganz so cool, aber da sieht man dann genau das, was ihr eben sagt. Wenn ich mir da die Werbeschaltung einiger Low-Cost-Broker ansehe und mir dann die Kommentare da unter anschaue, dann sehe ich auch, dass es eher ein älteres Publikum ist, was doch wirklich sehr hetzerisch gegen diese Angebote der Börse spricht, während ich auf meinem Instagram-Kanal eher mit jungen Leuten zu tun habe, die unter anderem im Vorfeld von diesem Interview auch eine Frage gestellt haben, nämlich was passiert eigentlich, wenn ich an der Börse anfangen möchte zu arbeiten? Kann ich da eine Ausbildung machen, eine Fortbildung, Weiterbildung? Ich habe da jetzt selber mal geguckt, aber nicht so wirklich was Interessantes gefunden und habe persönlich jetzt gerade so das Gefühl, dass man eher da als Quereinsteiger reinkommt, aber ihr habt in eurem Teams ja natürlich auch Leute, die eingestellt werden. Wie kommen die an die Börse und welche Qualifikation muss man da eigentlich mitbringen? Vielleicht kann ich da kurz als erstes darauf antworten. Ich bin natürlich auch darauf gespannt, was Markus gleich sagen wird, aber im Endeffekt ist es so, du musst natürlich schon das Interesse für Börse einfach haben, denn das ersetzt sehr, sehr viel, weil man lernt eigentlich mit der Zeit an der Börse. Man sollte vielleicht ein Grundverständnis haben und Interesse generell, wie wirtschaftliche Zusammenhänge miteinander correspondieren oder auch gegenläufig sind. Aber insgesamt ist es genau dieses Interesse. Man hat so an der Börse, wenn man sich mit Trading befassen will, wenn man das professionell durchziehen will, dann kann man ungefähr sagen, dass man so ein Senior Start ist, also wirklich sagen kann, man ist erfahren. Das dauert ungefähr sieben Jahre. Also dann macht man wirklich alles Mögliche mit. Man hat dann eben in der Zeit auch wirklich viele, viele graue Haare bekommen. Und das ist im Endeffekt wirklich die Zeit, die muss man sich nehmen. Und das gilt im Übrigen auch dafür, wenn ich sage, ich fange jetzt an zu trainen. Man darf nicht davon ausgehen. Klar, es gibt immer wieder auch so eine Geschichten, die sich mit den Train beschäftigen, innerhalb eines Jahres ein Vermögen verdienen und danach sagen, ich habe es geschafft, ich höre jetzt auf. Aber das ist wirklich nur die Minderheit. Man darf nicht vergessen, dass nach wie vor ungefähr 75 bis 80 Prozent der Neutrader am Jahresende gegen die Wand fahren. Das heißt, die haben dann wirklich kein Geld mehr. Die haben es dann komplett im Markt gelassen. Und das ist immer noch ein Phänomen, was sozusagen eigentlich zu bekämpfen nicht, aber da entgegen gegen anzugehen geht. Also dieses Verständnis einfach dafür, dass es eben Zeit braucht. Und das, was ihr auch schon gesagt hat, man muss sich mit Stop Loss, man muss sich mit Risikomanagement beschäftigen. Wenn man das tut, dann hat man auch durchaus als Seiteneinsteiger die Chance, zumindest bei den Banken anzukommen und angenommen zu werden. Das stimmt. Und ich glaube aber trotzdem, wenn man in den Bereich rein möchte, wir suchen übrigens gerade noch einen Volontär bei OnVista, also wer sich bewerben möchte, redaktion@onvista.de. Ich glaube, dass man an der Börse, ja, entweder macht man die klassische Banklehre oder an der Börse diese Traum, dass da die ganzen Broker sitzen und mit ihren Zettelchen wedeln, wie man es aus alten Filmen gesehen hat. Der Zug ist schon lange abgefahren. Ich glaube, man muss sich, wenn man sich mit der Börse beschäftigt, so wie ich es auch früher gemacht habe und wie es viele gemacht haben, die ich kenne, sehr viel, sehr viel selber erarbeiten, sehr viel rumprobieren und sehr viel seinen eigenen Stil da reinbringen. Wenn man sich danach dann die Anregungen holt, welche Aktie jetzt interessant ist oder sonst was, dann ist das völlig okay. Aber man muss selber für sich herausfinden, was möchte ich machen. Wenn jetzt zum Beispiel auch zu mir einer kommt und sagt, er möchte in den Aktienhandel einsteigen und wie kann man da vorgehen, dann ist für mich immer so die erste Frage, was ist deine eigene Zielsetzung? Und dann kommt man eben in vielen Fällen, wenn es ältere Leute sind, immer noch dem, ja, ich will mein Geld verdoppeln, warum, geht doch schnell oder es kommen halt die Leute eben, wo ich dann immer sage, ja, warum immer direkt alles so gierig und verdoppeln oder sonst was, warum ist es nicht einfach gut, wenn man seine 10, 15 Prozent mit einem gewissen Risiko per anno macht und damit ein bisschen auch vielleicht ein Dax outperformen, warum reicht das nicht? Da kann ich dann, je nachdem mit wie viel Startkapital, ich habe mir immer noch den Urlaub fürs nächste Jahr zusammen traden oder ich kann mir eine größere Anschaffung traden, aber ich muss ja nicht immer mein eingesetztes Kapital verdoppeln. Und wie man da vorgeht, wie man seinen Aktiengeschmack entwickelt, ich glaube, das ist eine ganz Sache, eine Sache, die man für sich selber herausfinden muss und auch für seinen eigenen Risikogeschmack. Zum Beispiel Andreas und ich, wenn wir uns über Tesla unterhalten, dann kann man ja, wenn man mit den altherkömmlichen Instrumenten, wie sie einem früher um die Ohren geworfen wurden, als ich angefangen habe, mich mit Börsenhandel oder mit Aktienhandel zu beschäftigen, kommt man ja gar nicht weiter, stand dann da irgendwie jemand im Anzug und hat einem den KGV erklärt, hat einem ein großes Gewinnverhältnis eben der, dann gesagt, das ist unter 10 hervorragend, alles, was über 10 ist, ist schon wieder ein bisschen schlecht, dann muss man aufpassen, wenn man das bei Tesla angewendet hätte, wäre man nie in die Aktie eingestiegen. Also von daher muss man auch jeder für sich selber so ein bisschen rausfinden, was ist mir wichtig, stelle ich die Story über alles, wenn Andreas und ich in Tesla sagen, wir auch, ich würde jetzt nicht mehr. Also wir haben ja schon bei 800 Dollar gesagt, naja, unbedingt rein muss man da auch nicht. Also ich zumindest habe es gesagt und lag damit ja komplett falsch, wenn man da sieht, dass eine Tesla mittlerweile ja gestern die Marke von 2000 US-Dollar geknackt hat. Also von daher glaube ich, man muss sich sehr, sehr viel selber beibringen und selber auch seinen eigenen Weg finden, wie man damit umgeht. Und auf diesem Weg wird man mit Sicherheit auch den ein oder anderen Rückschlag erleiden. Das gehört einfach jetzt zum Börsengeschäft dazu. Wer jetzt sagt, ich habe an der Börse nur Geld gewonnen, keine Aktie war jemals ein Minus, dann kann ich das nicht nachvollziehen und drehe mich einfach immer meistens rum und sage, nee, kann nicht sein. Und das ist dann für mich auch so ein Ansatzpunkt, wo man nicht weiter diskutieren muss, weil für mich gibt es das nicht. Jeder fällt mal mit einer Aktie auf die Nase. Und da muss man wirklich tatsächlich den Weg finden, den man selber hat. Man muss sich eine Strategie zurechtlegen und man muss die auch konsequent umsetzen. Fällt mir manchmal auch immer noch schwer, bei einer Aktie, wenn sie 30 Prozent im Minus liegt, die ich empfohlen habe, dann tatsächlich auch zu sagen, nee, jetzt musste ich zum Beispiel aus meinem Musterdepot einfach raus. Und natürlich dann auch, wenn man hier spricht, auch dann zuzugeben, ja, Entschuldigung, ich fand die Aktie super. Ich habe da und da drauf gesetzt, ist nicht eingetreten. Jetzt ist es tatsächlich an der Zeit, aber auch die Reißleine zu ziehen. Und wenn man das so ein bisschen konsequent umsetzt und sich da sein eigenes Deal angeeignet hat, dann glaube ich, dann ist man fit für die Börse. Sehr spannend. Mir war Tesla ja tatsächlich schon bei 250 Dollar zu teuer. Heute kann ich mir dafür natürlich ein bisschen in den Hintern weisen. Aber du hast gerade eben auch wieder was ganz spannendes gesagt, nämlich seine eigene Strategie finden. Und da ist meine Frage an euch beiden tatsächlich, wie ist dann bei euch die eigene Strategie einfach, um hier ein bisschen Inspiration zu bekommen? Also wie baut ihr eure Depots auf? Ist das eher buy and hold? Ist das eher Trading? Geht ihr eher in Richtung Aktien, ETFs, Immobilien, Gold, andere Rohstoffe, Kryptowährungen oder vielleicht P2P-Kredite? Markus, du darfst zuerst deine Schatztore aufmachen und die Glaskugel rausholen. Meine Glaskugel ist ja, im Grunde genommen bin ich lieber der Stockpicker. Aber ich glaube, das ist, wenn man auf lange Zeit guckt und auf lange steigende Märkte guckt, eher so vom Aussterben bedrohte Art, will ich mal fast sagen. Wenn die Börsen fallen, finde ich, gibt es nichts Besseres. Wenn die Börsen eine lange Zeit steigen, ist natürlich gegen den ETF überhaupt nichts einzuwenden. Natürlich muss man sich breit aufstellen. Ich finde es gut, wenn man zum Beispiel im Musterdepot verschiedene Säulen hat und verschiedene Strategien an sich umsetzt. Ich bin immer so ein Freund davon zu sagen, ich teile mir mein ganzes Depot ein bisschen auf. Ich suche mir für einen gewissen Anteil, wie jeder selber entscheiden muss. Bei mir sind es noch nicht mal 50 Prozent, wo ich sage, das sind für mich meine Säulen im Depot, wie jetzt eine konservative RWE oder jetzt mal als Beispiel genannt oder eine SAP. Das sind so Aktien für mich, wo auf lange Sicht eigentlich nichts schiefgehen kann, wo man auch mal so einen Corona Crash aussitzen kann, weil man weiß, dass die Aktien sich da irgendwie dann doch wieder erholen oder auch zu den Favoriten dann gehören. Dann habe ich so eine Spekulationsstufe, wo ich dann sage, okay, hier haben wir jetzt ein paar Aktien aus New Economy, wo die vielleicht auch am Anfang stehen, wo man sagt, da kann man ein paar Positionen auflegen. Und dann habe ich noch so ein bisschen, was ich immer unter die Rubrik Spielgeld einordne, wo ich dann tatsächlich auch mal auch für mich auf hoch riskante Werte setze, wo ich mir aber dann auch zu 100 Prozent bewusst bin. Das kann aber auch mal in die Hose gehen. Und deswegen sind die Beträge nicht so hoch. Deswegen ärgert man sich dann vielleicht ein bisschen, wenn es tatsächlich aufgegangen ist. Aber wie gesagt, unterm Strich bin ich nicht jemand, der am Ende des Jahres jedes Mal seinen Einsatz komplett verdoppelt haben muss, sondern ich bin dafür, solide wachsendes Depot, Musterdepot zu haben, wo man so vielleicht 10 bis 20 Prozent immer so als Zielsetzung per Anno hat. Und das habe ich halt eben durch die verschiedene Aufteilungen. Manchmal ist es halt so. Aber ein ETF oder so gehört auch ab und zu mal dazu. Wasserstoffwerte oder so, da sind natürlich im hochspekulativen Bereich und da kann man auch eben auch kein ETF oder so kaufen. Da muss man auch so ein bisschen Stockpicking betreiben. Am Ende des Tages ist es für mich natürlich schöner, wenn ich die ganzen Aktien selber gekauft habe und nicht gesagt habe, ich habe mir ein ETF geholt. Ja, da laufen ja auch nicht alle Aktien drin. Unterm Strich ist es natürlich wahrscheinlich, wenn die Märkte nach oben gehen, die risikoärmere Variante. Aber ja, ich muss halt manchmal für mich auch ein bisschen mehr Risiko haben, weil man ja auch natürlich meinte, man hat mehr Kenntnisse. Ja, ich habe gerade überlegt, weil bei mir ist ja auch schon eine Weile, ich bin ja sozusagen jetzt schon sehr, sehr lange auch mit Aktien und mit der Anlage generell beschäftigt. Jetzt habe ich gerade überlegt, wie kann man jemanden erklären, der sozusagen vielleicht gerade neu oder erst jung dabei ist oder der trotzdem Interesse hat, mal zu erfahren, wie man sowas machen kann. Also ich mache das persönlich so, dass ich mir natürlich von der Makro Ebene das erst mal gucke. Ich schaue mir die Gesamtsituationen an und überlege mir, welche Märkte, welche Branchen momentan zum Beispiel unter besonderer Mitleidenschaft sind, beziehungsweise sehr stark getroffen sind, aber welche eben auch vielversprechend sind. Und so baut sich das dann halt zum Beispiel die Länderebene auf. Also zum Beispiel, dass man einen Blick Richtung China wirft, dass man da eben sieht, dass die relativ schnell und besser aus der Corona-Krise rauskommen als andere Länder. Dann guckt man eben in Richtung zum Beispiel Europa, guckt sich da dann so ein bisschen an, welches Land ist denn hier wirklich die Lokomotive in Europa? Also wo könnte man denn da tendenziell eher darauf setzen, dass hier auch die Erholung wieder schneller eben stattfindet? Und wenn man dann in Richtung Nordamerika geht, dann kommt man hier doch ganz schnell darauf, dass zum Beispiel ja eigentlich nur fünf Unternehmen, S&P 500 das sagen oder beziehungsweise die Börsentendenz eben angegeben haben. Und da kann man natürlich dann auch überlegen, gehe ich jetzt eher marktbreiter rein oder gehe ich jetzt stark mit dem Fokus auf Technologie. Und wenn man sozusagen aus dieser Sicht schon mal so runtergeht, dann kommt man ganz schnell in so eine Basisstrategie, dass man sagt, zum Beispiel bespart die da mit ETF-Sparplänen oder kauft dann eben eine entsprechende ETF-Position, streut die dann über verschiedene Länder, wo man eben seiner Meinung nach die größten Chancen hat. Und die überprüft man dann erstmal. Man guckt also sozusagen vielleicht nicht wöchentlich, aber man kann dann eben in einem bestimmten Tonus immer wieder sehen, ist denn die Meinung, die ich hatte, als ich diese Position aufgebaut habe oder diese Sparpläne angelegt habe, ist die denn immer noch valide oder hat sich da was geändert? Und so fängt es eigentlich dann auch an, dass man so in dieses Tun kommt. Und dann kommt genau das, was Markus gerade gesagt hat. Dann fängt man so ein bisschen an, vielleicht auch ein bisschen Pfeffer rein zu bringen. Also eigentlich ist es wie eine Kochsendung, könnte man fast sagen. Man muss also erstmal das ganze Gemüse schneiden, packt man alles in den Topf rein und dann fängt man an zu würzen. Und dann kann man eben auch auf einzelne Aktien zurückgreifen, kann sich mal angucken, ob man eben ein Unternehmen, was vielleicht gerade Zahlen rausgebracht hat, vom Markt abgestraft wird, eine Kapitale irgendwann zieht, ob das vielleicht eine gute Einstiegsgelegenheit ist. Man beschäftigt sich mit Branchen, man beschäftigt sich einfach auch mit Unternehmen an sich. Wie stehen die in dieser Branche? Und so fängt es dann eben an, dass man sozusagen von den Größen, von der Makroebene auf die Mikroebene runtergeht, sich mit Unternehmen beschäftigt. Und wenn man dann noch mehr, ein bisschen Salz in der Subarmwebe, um noch mehr Geschmack zu haben, dann kann man natürlich auch wirklich das Trading praktizieren, dass man zum Beispiel über Termingeschäfte dann eben wirklich anfängt, in diese Momentum-Geschichten reinzugehen, dass man sagt, hey, jetzt habe ich ein großes Portfolio. Also ein Verhältnis kommt natürlich immer auf die Relation an, aber ich habe halt ein Portfolio, was sehr lastig zum Beispiel in deutschen Aktien ist. Ich will halt ein paar Positionen davon abhatschen, also ein Risiko rausnehmen. Dann kann man zum Beispiel über Putter-Strategien oder über Short Trading in eben versuchen, so ein bisschen das Risiko zu limitieren. Und so sieht man ganz schnell, dass man da dann auch so in das Tun kommt. Und da kann man, glaube ich, also schwer jetzt auch eine Generalanweisung geben. Aber so mache ich das halt. Und dann ergibt sich dann auch mal, dass man über das eine oder andere Unternehmen darüber stolpert, merkt, Mensch, das ist ja interessant, was sind da für Nachrichten? Wie sehen denn da im Peer Group, also die Vergleichsunternehmen aus? Gibt es da vielleicht günstigere? Und so baut man sich dann sukzessive ein Depot auf. Ich glaube, den größten Fehler, den viele machen, ist, dass man sagt, so ich habe jetzt die Summe X und ich möchte jetzt sofort, und zwar morgen, ein fertiges Depot haben. Das funktioniert in den seltensten Fällen, sondern hier muss man wirklich sukzessive anfangen. Und so habe ich es auch gemacht. Und das ist auch ein Prozess, wo man nicht sagen kann, man baut das einmal auf. Es gibt bestimmt welche, die das machen und lässt das ein Jahr oder fünf Jahre liegen, sondern man guckt natürlich immer wieder am Börse halt auch Arbeit. Anlegen ist Arbeit. Das muss sich jeder auch klar machen. Und ich glaube, das ist vielleicht ein ganz guter Hinweis an dieser Stelle. Und natürlich dann noch mal Kryptos. Du hast mich danach auch noch mal gefragt. Klar, ich meine, das ist ein Thema, das ist super interessant, muss aber auch klar sein, dass es sehr, sehr hoch spekulativ ist. Es heißt Bitcoin, Ethereum sind interessante Technologien, mit denen hatte ich auch schon mal zu tun gehabt, habe die auch schon mal selber besessen. Aber momentan fehlt mir wirklich dahingehend jetzt wirklich der richtige Durchbruch. Aber ich behalte auf jeden Fall Kryptowährungen, Cryptocurrencies insgesamt weiterhin auf der Watchlist. Und wenn sich da eben dann auch mal wirklich eine gute Technologie oder ein guter Coin eben zeigt, dann denke ich, ist das durchaus so eine interessante Beimischung. Ja super. Jetzt habt ihr beiden tatsächlich schon verschiedene Haken gesagt, wie man dann in so eine Aktie, die man sich ins Depot legen möchte, herangeht. Eine Frage, die mich häufig erreicht und euch wahrscheinlich auch ist die, wie wählt ihr denn für euch eine gute Aktie aus und definiert, dass das ein guter Wert zurzeit ist? Wenn das immer so einfach wäre. Es gibt verschiedene Methoden, wie ich ein bisschen an die Sache rangehe. Entweder guckt man sich, wie der Andreas schon sagte, erstmal jetzt grundsätzlich eine Branche an, wo man darauf aufmerksam wird. Wenn man zum Beispiel Wasserstoff nimmt oder da wird man darauf aufmerksam, dass eine Branche, die jetzt ein bisschen hip ist, da zieht mehr als eine Aktie nur an. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und wie man da investieren kann. Dann ist halt immer so erstmal der große Begriff, welche Branche läuft gerade, ob es jetzt Pharma ist oder sonst was. Dann gucke ich mir die ganze Branche in Ruhe an, gucke mir die Aktien an, gucke mir die Bewertung der einzelnen Aktien an und schaue dann, was sich daraus ergibt. Manchmal muss man ja auch die Bewertung außer Acht lassen. Wenn zum Beispiel, wie ich schon gesagt habe bei einer Tesla, wenn man da immer auf die Bewertung geguckt hat, hätte man die Aktie wahrscheinlich nie im Depot. Danach gucke ich mir die Story der einzelnen Unternehmen an, was die machen, wie die investiert sind. Dann gucke ich ein bisschen auch auf den Kundenkreis, wer jetzt da ordert oder mit wem die in Dialog stehen oder mit wem sie in Geschäftsbeziehungen stehen. Und daraus bilde ich mir dann so ein Gesamtbild, wo ich dann sage aus einer einzelnen Branche heraus oder so, das könnte jetzt mein Favorit sein. Die haben große Kunden an ihrer Seite. Die Geschäftsentwicklung ist ganz gut, obwohl man vielleicht dann noch keinen Gewinn schreibt. Also dann guckt man sich die Zahlen auch noch so ein bisschen an. Im Verlauf der Jahre, wie hat sich das Unternehmen entwickelt? Steigern die ständig ihre Kennzahlen oder haben wir da eine Delle drin oder sonst was? Das sind so die Entwicklungsstufen, die ich mir angucke. Und danach treffe ich dann eine Entscheidung, wer für mich gerade jetzt in der Branche der Favorit ist oder ob es eine Branche ist, die jetzt völlig neu ist. Zum Beispiel liegt man auch nicht immer richtig. Als Peloton rausgekommen ist, habe ich auch gesagt, ist mir viel zu teuer das Gerät und da würde ich glaube nicht, dass die Aktie jetzt tatsächlich durch die Decke geht oder dass sich das viele leisten können, sich so ein teures Fahrrad zu Hause ins Wohnzimmer zu stellen. Dann kam Corona und meine Aussage war wieder mal komplett daneben. Also da hat sich jeder jetzt ja mittlerweile fast so ein Fahrrad gekauft und die Aktie ist durch die Decke gegangen. Also es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man an die Sache rangeht. Aber egal, welche man da jetzt auswählt, ob man sich den Peer Group Vergleich macht und sich die ganzen Kennzahlen anguckt, ob man nur auf die Story guckt. Letztendlich unterm Strich muss man sich auch bewusst sein, dass man nicht die Garantie hat, dass das auch so aufgeht, wie man sich das vorstellt. Und das ist glaube ich, was bei vielen dann auch so ein bisschen zu diesen Misserfolgen führt, dass man sich nicht eingestehen kann. Man hat da tatsächlich falsch gelegen, weil es gibt immer wieder viele Sachen, die ich auch rausfinde, die für eine Aktie sprechen. Aber dann ist zum Beispiel passiert irgendwas oder irgendwas dreht eigentlich in der Stimmung oder sonst was und dann ist man mit dem Trade einfach daneben. Und dann muss man aber auch eben sagen, okay, hier lag ich daneben. Zum Beispiel auch wenn man bei Neil guckt, da die Aussichten waren ganz gut. Unternehmen ist immer gewachsen und dann auf einmal gab es einen Unfall an der Wasserstofftankstelle und die Aktie hat da eine ganze, ganze Zeit lang drunter geknabbert. Dann ist natürlich auch die Frage, gehe ich da raus, warte ich, ob sich die Aktie wieder erholt ist. Ich meine, nicht nur mit dem Kauf ist ja die erste Frage und danach kommen ja, das Fragen hört ja einfach, muss ich sagen, unterm Strich nie auf. Also von daher, so finde ich, es gibt nicht den einen Weg, wie man die Aktie oder wie man sich für eine Aktie entscheidet. Und vor allen Dingen aus Erfahrung muss ich sagen, auch wenn man 20 Dinge gefunden hat, die für eine Aktie sprechen, kann es manchmal auch sein, dass sie trotzdem nicht so läuft. Genau, da kann ich vielleicht auch noch mal eingerichtet. Ich denke auch, dass ganz wichtig ist, man muss einfach mit offenen Augen durchs Leben gehen und ein bisschen auch out of the box denken. Das heißt also wirklich überlegen, gucken zu diesen alten Peter Lynch Ansatz. Das war so ein Foremanager, der hatte damals genau das gemacht. Der hat sich halt angesehen, was ist denn momentan gerade hip? Was ist momentan in? Wenn er eben gesehen hat, dass seine Kinder unheimlich gerne zu McDonald's gehen wollten, hat er sich das Konzept angesehen, hat gesehen, Mensch, wie sind die denn bewertet? Hat die Aktien gekauft und damit auch relativ gut Erfolg gehabt. Starbucks, genauso ein Beispiel. Das heißt oftmals diesen Geheimtipp, den gibt es eigentlich gar nicht, weil oftmals passiert nämlich auch Folgendes. Wenn man Geheimtipp hat, der zu geheim ist, dann ist ja kein Umsatz drin. Das heißt, die Aktie kann ja gar nicht steigen, weil überhaupt keine Nachfrage da ist. Also das ist sozusagen auch immer schwierig. Das heißt, man muss ja eigentlich wirklich gucken, dass man ein Unternehmen findet oder beziehungsweise eine Unternehmung, die einfach auch so einen Trend herruft, vielleicht gerade wo so ein Momentum drin ist und dann fängt das Ganze an natürlich Spaß zu machen. Und ganz wichtig, Markus hat es gerade gesagt, es ist auch unerlässlich oder beziehungsweise man muss halt immer auch dabei bleiben. Das heißt, hat man einmal ein Investment getätigt, dann muss man eben oder sollte man eben auch sich weiter mit dem Unternehmen beschäftigen. Man sollte damit anfangen, einfach auch wahrzunehmen, ist die Technologie denn immer noch up to date oder ist die vielleicht schon veraltet und was bedeutet das denn? Was für eine Marktdurchdringung hat die? Und da wird man auch so ein kleiner Experte. Das heißt, eigentlich sind halt viele erfolgreiche Anleger und Investoren, so wie ich sie auch kennengelernt habe. Das sind wirklich teilweise Experten geworden auf ihren Bereichen, so wie Markus jetzt bei dem Wasserstoff unheimlich gut informiert ist und da einfach drinsteckt in der Materie. So gibt es eben doch andere, die können sich vielleicht mit Möbelhersteller, Autohersteller oder eben Wasserlieferanten aus. Und das sind eben genau dann eben deren Geheimtipps. Die kennen eben diese Perlen und wissen dann eben die Aktie, die steigt zwar nicht so stark. Das ist ein sogenannter Value Wert, eine hohe Dividenden Rendite, obwohl Value Wert kennen wahrscheinlich viele gar nicht mehr. Alle sind ja nur noch auf Growth Aktien aus, aber also Wachstumstitel gibt es wahrscheinlich auch Experten, die wissen ganz genau. Zum Beispiel guckt man den Gaming Sektor, das ist Electronic Arts, die sind eben besser als das Unternehmen CD Projekt oder sowas und das sind eben genau so eine Dinge. Deswegen hat ja auch jeder eine Chance an den Aktienmärkten zu überstehen und zu B stehen, weil man einfach Experte sein kann. Also hier kann wirklich jeder sagen, hey, die Firma, die macht ein tolles Produkt, die hat eine tolle Dienstleistung und ich kenne ganz viele Freunde, die nutzen die. Ich gucke mir mal an, Mensch, die Börse hat da noch gar nicht so darauf reagiert, ist ja auch klar. Analysten, Formanager, die sind alle in ihrem Mikrokosmos selber gefangen. Die gucken halt immer wieder auf ihre Depots, die gucken vergleichende Unternehmen miteinander, aber die kommen teilweise nicht aus ihrem eigenen, aus ihrer eigenen Situation heraus. Das heißt, die können gar nicht über den Tellerrand gucken. Die haben auch ganz andere Kriterien, die erfüllt werden müssen. Das hat mit Gewichtung zu tun, das hat mit Indexabbildung zu tun, etc. Reduzierung der Volatilität und deswegen haben eben gerade sehr oftmals auch Privatanleger wesentlich bessere Performance als zum Beispiel ein institutioneller Formanager. Über all solche Themen sprecht ihr allerdings ja nicht nur mit mir oder im Fernsehen oder woanders, sondern auch in eurem Podcast Come On. Jetzt ist es ja eigentlich noch gar nicht so üblich, dass das Instrument des Podcasts in den typischen Marketingmix von Unternehmen auftauchte. Wie ist es denn dazu gekommen und was ist da eure Intention? Na, dazu gekommen ist ganz witzig, vielleicht kann ich einen Haken. Wir wollten eigentlich erst einen YouTube-Verband daraus machen und dann hat sich aber irgendwann rausgestellt, dass es eigentlich als Podcast besser ist und ich will vielleicht auch mal dahingehend zu sagen, es ist eigentlich auch nicht ein wirkliches, wie soll man sagen, also ich verstehe es nicht wirklich als Marketing-Tool, sondern wirklich als Informationskanal, weil es einfach eine Möglichkeit ist, dass Markus und ich da einfach auch auf, ich formuliere es mal in so eine loppere Art und Weise, einfach auch mal Meinungen rüberbringen können, Einsichten, Ansichten, aber eben auch so ein bisschen in die Interaktion mit den Zuhörern gehen können. Das heißt also, Leute stellen uns wirklich auch Fragen und ich sehe das auch, die erreichen uns auch über sehr, sehr viele Kanäle. Das heißt dann entweder direkt über die E-Mail oder über Twitter oder LinkedIn oder was weiß ich. Also es gibt sehr, sehr viele Zuschriften, die mich dann eben auch erreichen und wirklich auch sehr, sehr interessante Fragen, tolle Unternehmen auch teilweise nachgefragt werden und das ist genau der Grund, warum dieser Podcast zumindest so viel Spaß macht. Ich glaube, das hört man vielleicht auch, wenn man den hört, weil es ihm wirklich nichts Gescriptetes so dahin geht, dass man sagt, wir haben das und das Ziel, das wollen wir erreichen, sondern wir beide sind aus meiner Sicht heraus wirklich da, weil wir beide Vollblutversioner sind, weil uns das einfach tierischen Spaß macht, auch mal ein kontroverses Thema zu diskutieren, wie auch oftmals nicht einer Meinung sind, gerade was so Marktphasen angeht, aber es ist ja eben auch spannend. Also das ist genau, glaube ich, auch das, was das Format uns macht. Ja, sehe ich ähnlich. Marketing ist natürlich eine Sache, die auch mit reinspielt, aber die Sache ist, dass es vielleicht beim Marketing sich bei uns tatsächlich einfach darauf begrenzt, dass man den Namen hat oder den Namen vielleicht über den Podcast ein bisschen bekannter macht. Wir haben aber eben auch nicht irgendwie irgendwelche Vorgaben, wo man jetzt sagen muss, okay, die Sendung muss irgendwie Geld einbringen oder die Sendung muss Trader bringen, sondern gar nicht, sondern wir beide, wie Andreas schon sagte, haben viel Spaß da dran. Wir möchten quasi den Zuhörern helfen und wir machen da auch nicht irgendwie eine Werbeveranstaltung draus und man sagt, naja, weil da kommt direkt gibt es jetzt so ein Angebot oder warum wisst ihr, wenn sie dieses Tool buchen, können sie sich besser über Aktien informieren oder sonst was. Das machen wir halt einfach nicht, das muss auch jeder eben auch für sich selber entscheiden, wie er an die Börse rangeht, welche Instrumente er nutzt und wie er sich auch eben informiert. Manch einer möchte kein Geld dafür ausgeben, dann kann er einfach den Podcast hören und manch einer möchte Geld dafür ausgeben, dann kann er es ausgeben, wo er möchte und eben einen Börsenbrief abonnieren oder was es alles im Angebot gibt. Wir haben also da keinen Druck, dass wir irgendwas quasi erreichen müssen, außer dass wir uns darüber freuen, dass wir tatsächlich feststellen, dass der Podcast immer beliebter wird, dass wir stetig die Zuschauerzahl steigern und das macht dann auf der einen Seite noch mehr Spaß, weil man merkt, das Produkt an sich wird sehr gut angenommen, dass man auch positive Kritik kriegt. Andreas und ich machen ja nicht nur den Podcast, sondern wir machen ja auch, aktuell ist es auf Eis gelegt, aber wir gehen ja auch viel auf Börsentage, wo wir zusammen quasi so was Ähnliches wie den Podcast machen, da aber eben vor Publikum und da auch dann hören immer viele sagen, ja, wir hören auch einen Podcast oder sonst was und das ist eine schöne Bestätigung, dass es den Leuten einfach gefällt. Ansonsten ist die Intention einfach nur, wir besprechen Teil 1 Makrothemen, wie sich der Markt entwickeln könnte, wo gerade die schwarzen Wolken sind, die über den Markt hängen oder was die Märkte beflügeln können. Wir gehen den Zuschauerfragen nach, die uns, wo wir uns fünf Fragen raufpicken, die meistens natürlich zu den Aktien sind, die im Fokus stehen und unseren letzten Teil des Podcasts stellen wir den Leuten vor, die Aktien, die besonders im Fokus stehen, bei der Com Direct und bei On Vista, weil wir so Tools haben, wo man eben gucken kann, welche Aktie gerade bei uns am meisten auf der Seite besucht wird oder welche Aktie halt bei der Com Direct am meisten getradet wird. Also wenn man den Podcast sich einfach anhört, bekommt man eine unverfängliche Flut an Informationen, die man vielleicht auch manchmal, wenn wir übertreiben und ein bisschen abschweifen, ein bisschen länger braucht, um die einzuordnen. Aber ich finde, das ist eine gelungene Mischung, ich sage mal Infotainment, Informationen, aber eben auch nicht so trocken, wie man es manchmal gewohnt ist. Den Namen und Link zum Podcast, den werden wir dann auch nochmal in die Show Notes reinpacken. Das heißt, unter dem Podcast wird das nochmal namentlich auftauchen und entsprechend verlinkt sein. In eurem Podcast sprecht ihr, wie du es gerade eben schon gesagt hast, auch über Themen, die momentan am Markt aktuell sind. Und da ist die Frage jetzt, was wird uns denn dieses Jahr an der Börse noch so alles beschäftigen? Wir haben natürlich in den USA die Präsidentschaftswahlen, die anstehen. Wir haben immer noch Corona, was uns weiterhin mitbegleiten wird. Aber wie ist denn da so eure Einschätzung, was wirklich die nächsten interessanten Events an der Börse sein werden? Ja, natürlich das Thema Konjunkturerholung, würde ich sagen. Also das ist ganz klar, das ist natürlich jetzt genau die Frage, die sich jeder stellt. Wann geht es wieder aufmerksam? Wir haben momentan eine Bodenbildung, eine Stabilisierung und dann vielleicht noch ein zweites Thema. Ich will Markus gar nicht alles wegnehmen, weil er hat ja auch natürlich seine Einschätzung dazu. Dann ein zweites Thema, würde ich aber jetzt auch sagen, dass der Auskonflikt insgesamt natürlich auch weiterhin noch auf der Agenda steht. Also hier muss man wirklich sehen, wie es dahinter auch weitergeht. Gerade Stichwort Rohölpreise, die an den USA einen enormen Druck auf die Rohölindustrie momentan aussehen, unter 50 Dollar. Da haben es wirklich viele Unternehmen schwer. Ich denke, aus meiner Seite heraus sind, oder von meiner Seite heraus sind das die beiden Themen, die erstmal wichtig sein werden. Und jetzt darfst du nachdenken, Markus. Ja, darf ich. Danke. Im Podcast lasse ich mir nicht so viel Zeit. Es ist hier Höflichkeit, weil wir woanders sind. Ich hab gelernt. Ja, du hast es gesagt. Für mich eins noch der Themen. Natürlich, wir gehen in die heiße Phase der Präsidentschaftswahl in den USA und ich bin gespannt, wie es wird. Was ich so ein bisschen festgestellt habe, ist, dass man früher ja ein bisschen aus diesen Wahlkampfthemen noch ein bisschen heraushören konnte, ein bisschen herausschließen könnte, wie sich vielleicht die Börsen entwickeln, wenn der oder der andere gewinnt. Mittlerweile muss ich sagen, ist der Wahlkampf einfach nur irgendwie recht schmutzig geworden, wo man nur versucht, den anderen zu diskreditieren und nicht irgendwie seine eigenen Stärken herauszuarbeiten. Deswegen ist es auch ein bisschen schwerer vorherzusagen, wie die Börsen da tatsächlich darauf reagieren. Vielleicht sehen wir jetzt in den USA so eine leichte Seitwärtstendenz, weil ich denke auch, dass die Fed, da haben wir im Podcast ja auch darüber gesprochen, ihre Rolle als Feuerwehrmann der Nation so ein bisschen jetzt in Frage gestellt hat. Dann ist die Frage, wie die Märkte damit umgehen, wenn eben eine totale Absicherung nicht da ist und dann die konjunkturelle Erholung, dieses viel berühmt-berüchtigte Corona-V, ob dieses tatsächlich berechtigt ist. Und ich glaube, das wird da. Das sind so die Themen, vielleicht gegen Ende des Jahres den Brexit nochmal. Nahe Osten hast du schon angesprochen, aber ich denke, dass jetzt erst mal dieses bestimmte Thema ist, ist die Börse tatsächlich schon ein Stück weit zu weit ins Positive gelaufen? Gerade der letzte Punkt ist, die Börse wieder zu weit ins Positive gelaufen ist auch eine Frage, die mich in der letzten Zeit auch häufiger erreicht hat. Und ich kann es dir nicht sagen, wir würden es wahrscheinlich alle nicht sagen können. Wir nähern uns aber auch schon dem Ende dieses Interviews, wo ich von meiner Seite aus sagen muss, das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich, dass ihr beide da gewesen seid und euch die Zeit genommen habt. Nun gegen Ende für jeden angehenden Aktionär, Aktionär, der es noch werden will, Aktionär, der es vielleicht schon ist. Das letzte Wort des Interviews gehört euch, welchen Tipp, welchen Appell mögt ihr noch mit auf den Weg geben? Auf jeden Fall informieren, informieren, informieren. Also das ist genau, hört Finanzilluminati, hört Common, hört Podcasts, lest viel, bildet euch weiter. Ich denke mal, das ist sowieso ein Investment, was man immer machen sollte. Viel in die eigene Bildung macht, seid möglichst breit aufgestellt, auch vom Wissen her. Denkt ein bisschen out of the box und beschäftigt euch mit Themen, die euch vielleicht hätte vorher nicht einfallen lassen können, weil so wird man auf lange Sicht nicht nur an der Börse erfolgreich, sondern wird auch vom Geiste her reger und hat eben auch die Möglichkeit, da entgehend ein bisschen weiter zu schauen. Ja, Mirco, erstmal noch vielen Dank, dass du uns überhaupt eingeladen hast. Wir haben eigentlich zu danken, dass wir in dem Podcast sind und mein Appell ist auch einfach klein an die Dinge rangehen, kleine Brötchen backen, nicht mit großen Erwartungen, mit großen, mit großer Euphorie, mit der Einstellung, man verdoppelt sein Geld. Natürlich was Andreas sagte, informieren, informieren, informieren, aber auch langsam anfangen. Sich kleine Ziele setzen, erst mal mit großen Aktien spekulieren und dann erst mal anfangen, ein bisschen vielleicht in kleinere spekulative Werte zu gehen. Einfach mal zu sagen, sich ein Ziel zu setzen, was klein ist. Wenn ich anfange mit fünf, zehn Prozent auf Jahressicht und ich übertreffe, das freue ich mich ja noch mehr wie Bolle anstatt mir zu sagen, ich muss in einem Jahr meinen Einsatz verdoppeln, weil das geht meistens in die Hose. Deswegen sage ich immer, mit viel, viel Demut an die Sache rangehen, vielleicht auch mit einem gewissen Understatement für sich selber zu sagen, okay, wenn ich jetzt da meine zehn, 15 Prozent mache, habe ich einen guten Job gemacht und ich glaube, dann hat man auch tatsächlich einen guten Job gemacht und wenn es am Ende mehr wird, weil die Märkte anziehen oder weil man sowas macht, dann ist es ja hervorragend. Von daher, kleine Brötchen backen und wenn die im Ofen viel, viel größer werden, dann einfach noch mehr freuen. Herzlichen Dank für die Abschlussworte. Damit bleibt uns auch nicht mehr zu sagen, als dass wir uns jetzt verabschieden. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Trading mit hoher Rendite? Interview mit wikifolio CEO Andreas Kern
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Gründer und CEO von Wikifolio Andreas Kern berichtet im heutigen Interview über seinen ganz persönlichen Weg an die Börse als auch die Gründungsgeschichte von Wikifolio. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du wirst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge. Heute haben wir einen ganz besonderen Gast da. Wir begrüßen heute Andreas Kern. Andreas, grüße dich. Ja, hallo, ich freue mich dabei zu sein. Ja, schön. Wir freuen uns auf jeden Fall auch. Der Andreas ist nicht nur der CEO, sondern auch der Gründer der Plattform Wikifolio. Und was das genau ist, das wird er uns nachher noch im Verlauf dieses Gesprächs alles erzählen. Aber bevor wir zu Wikifolio rüber gehen, Andreas, stell dich doch mal ganz kurz vor. Wer bist du und was machst du, was kannst du und was hat das alles mit technischer Mathematik zu tun? Ja, mal danke für die umfassende Frage. Was bin ich, was kann ich? Ich bin 47 Jahre alt, also im Bereich finde ich eigentlich schon ein Veteran. Bin im Grunde seit fast 20 Jahren in dem Thema Finanzen unterwegs, war bei einem Bildfunkbetreiber in Österreich tätig für Noncore New Business. Durfte eine Bank für Zahlungsverkehr gründen und nachleiten, war noch fünf Jahre Geschäftsführer der Paybox in Österreich. Einmal zum Thema Zahlen mit dem Handy. Hab dazwischen auch ein Start-up mitgegründet zum Thema Ratenzahlung, Rechnungskraft und Internet, das relativ rasch auch verkauft wurde und bin eben seit 2011 Fulltime am Projekt Wikifolio dran. Die Idee war schon nach 2008, das war genau zum Thema Lehmann-Pleite, die vorletzte große Finanzkrise. Da wollte dann keiner mit mir über Finanzinnovation reden und im 2011 habe ich es wieder aufgegriffen und bin jetzt bald im zehnten Jahr, wo ich das Projekt Wikifolio begleite und wie es ausschaut, wird es noch ein gewisses Stück länger dauern, das noch viel größer zu machen. Schöne Pläne, eine schöne Vergangenheit, die du da hast. Wenn du jetzt auch schon in die älteren Folgen von mir einmal reingehört hast, dann kennst du es auf jeden Fall schon. Es ist nämlich die 60-Sekunden-Challenge, die wir hier haben. Das bedeutet nichts anderes, die Zeit läuft, 60 Sekunden werden es sein und in der Zeit hast du Zeit, ein Wort, das ich dir dann mit auf den Weg gebe zu a) entweder erklären oder b) deine ganz persönliche Meinung dazu zu sagen, dein Wort ist Digitalisierung und deine Zeit läuft. Digitalisierung ist das Hauptthema, mit dem unsere Kunden und Trader in den letzten drei Monaten massiv Geld verdient haben. Wir waren davor schon sehr gut mit vielen Aktien in dem Bereich aufgestellt, aber es war nach der Krise allen Trädern klar, dass da jetzt ein Riesenschub kommt und es gab massive Umschichtungen zu großen und kleinen Unternehmen von Facebook, Google bis hin zu HelloFresh und das war mit ein Punkt, warum Wikifolio-Zertifikate jetzt in der Krise ein unglaublich gutes Vehicle haben im Bereich Investment. Also zum Geldverdienen war das das Thema und ich glaube auch gleichzeitig, wenn man jetzt auf die Gesamtgesellschaft schaut, Digitalisierung heißt für mich auch Nachhaltigkeit, weniger Reisen. Da kann man viele Punkte noch rauslesen, um das Thema Digitalisierung wirklich als Möglichkeit zu verbessern, auch zu begreifen. Ich finde das ein riesen positiver Trend, sowohl zum Thema Geld als auch zum Thema Gesellschaft allgemein und wir sind auch natürlich als Wikifolio mitten im Herzstück der Digitalisierung und haben auch entsprechend profitiert als Unternehmen von der großen Nachfrage in der letzten Zeit. Super, das waren jetzt anderthalb Minuten etwas über der Zeit, aber eine unglaublich schöne Erklärung, der wobei dir wahrscheinlich jetzt sehr viele auch zustimmen wollen. Wir wollen jetzt gleich wechseln zu der nächsten Frage, weil bevor wir dieses Interview gestartet haben, haben wir die Community auf Instagram einmal befragt und das sind inzwischen 12.000 Personen, die dort folgen, sodass wir doch einige tolle Fragen zusammen bekommen haben und die Community möchte dich ein bisschen näher kennenlernen und auch wissen, wie der Chef von Wikifolio jetzt investiert und die Frage geht damit an dich, wie investierst du denn privat an die Börse? Wie bist du eigentlich selber zum investieren gekommen und wie sehen so deine Depots aus? Sind da eher Aktien, ETFs drinne, Zertifikate, Gold, Krypto, P2P? Wie schaut das bei dir aus? Also wie kam ich zur Börse ist glaube ich eine ganz schöne Geschichte, nämlich auch gleichzeitig die Gründungsgeschichte von Wikifolio. Ich hatte überhaupt keinen Bezug zum Thema Geld anlegen, habe mich 2008 von meiner Bank beraten lassen, die haben mir ein Produkt nahegelegt, in den Aktien wurde die Letts Basket, ich habe mir den angesehen, nachgerechnet und kam zum Schluss, dass in den letzten 50 Jahren das Produkt nie Rendite abgeworfen hätte. Das hat mich damals massiv verwundert, verärgert und das war für mich der Anlass über das Thema Geld anlegen, nachzudenken. Einerseits wie sollen Finanzprodukte funktionieren und wie sollen die auch vertrieben werden? Und um da gleich ins Thema rein zu kommen, habe ich von Null weg die Börsehändlerprüfung gemacht an der Berlin, drei Wochen gepaugt und habe mich wirklich im Schnellschuss von Null auf ganz gutes Finanzwissen hochgebracht und habe dann begonnen an Wikifolio zu arbeiten. Zum Thema privates Anlegen habe ich leider viel zu wenig Zeit, das so ausführlich zu machen, wie ich gerne möchte. Ich habe auch eigene Wikifolios, die ich aber jetzt nur führe, damit ich die Plattform selber aus allen Ecken genau kenne. Was mein eigenes Geld betrifft, habe ich eine gute Mischung einerseits von ETFs und passiv breit gestrahlt anzulegen und zum zweiten habe ich neun oder zehn Wikifolio-Zertifikate gekauft, die ich zum Teil jetzt schon seit fünf oder sechs Jahren halte und das ist so mein Mix vom Kapitalstock. Was ich manchmal tue im Bereich Trading, ich bin gern ein Bad News Trader und ich kaufe da regelmäßig, wenn es Einbrüche gibt, typischerweise nach dem zweiten Einbruch bei einer großen Katastrophe. Also ich kann mir einen sehr großen Erfolg erinnern, bei Volkswagen, Dieselgate, da waren zwei Kurs-Einbrüche, habe dann unten gekauft und habe in kurzer Zeit mit einer Blue-Chip-Aktie eigentlich unglaublich viel gemacht. Also solche Bad News Trades mache ich ab und zu, aber ansonsten ist ETF Wikifolio-Mix mein größter Teil im Portfolio. Okay, das ist natürlich sehr interessant. ETFs sind eine sehr gute Wahl für deine Investition und gerade wenn du wenig Zeit hast, natürlich sehr interessant. Die Community ist hier aber tatsächlich noch ein bisschen genauer geworden mit ihren Fragen bezüglich deiner persönlichen Investition und zurzeit sind ja viele neue Aktionäre, viele neue Trader am Markt mit dabei und in aller Munde sind Themen wie Zukunftsthemen, Wasserstoff und allgemein, ich sage jetzt einfach mal Hypes und ohne dass wir hier jetzt eine Anlageberatung machen, weil das ja nur unsere persönliche Meinung ist, wie stehst du denn zu solchen Hype-Themen wie Wasserstoff? Also ich persönlich bin da sehr selektiv bei diesen Themen. Also Wasserstoff weiß ich, da haben wir sehr viele Wikifolios, die gut performen und da gibt es massiv Nachfrage danach. Also gerade heute wieder sind diverse Wasserstoff-Baskets ganz vorn dabei. Ich selber erkenne mich im Segment viel zu wenig aus und bin da jetzt nicht nicht aktiv. Was ich prinzipiell als Stil oder Schwerpunkt sehe für mich sind Small- und Mid-Caps. Nicht zuletzt auch wegen ETFs. Es sind sehr viele Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung überwertet, weil die Indizes sind alle market cap weighted. Man braucht sich mal anschauen, dass eine Apple-Aktie hat dermaßen viel Gewicht und Indizes dermaßen groß im market cap, dass Apple alleine mehr wert ist als alle Tagsunternehmen zusammen. Es gibt eine gewisse Blase bei Large-Caps und wenn man jetzt gezielt gute Unternehmen auswählt mit kleinerer Marktkapitalisierung, dann hat man glaube ich eine gute Chance den Markt auch zu schlagen. Und das Thema Mid-Cap schlägt Large-Cap ist auch in der Forschung einer der wenigen sehr standhaften Out-Performance-Faktoren, die auch an der wissenschaftlichen Prüfung standhalten. Aber das ist jetzt mein persönlicher Stil. Wenn man ein Trendthema mag, jetzt gerade das Thema Impfstoffe, haben wir einige Produkte. Das finde ich schon sehr spannend, weil Corona-Impfstoffe, da wird definitiv ein Riesenmarkt aufgetan und wenn man da bei einem auch Mid-Cap beteiligt ist, das einen zugelassenen Impfstoff hat, dann sind da schon unglaubliche Retiten drinnen. Da bin ich gerade ein bisschen auf der Suche für mich. Wenn du diese Punkte jetzt schon beschreibst, gerade Impfstoffe, gerade aber auch Mid-Caps, gibt es da schon Wikifolio-Trainer, die sich auch stark darauf eingeschossen haben? Ja, zum Beispiel bei den Impfstoffen haben wir jetzt gerade neu emittiert ein Wikifolio von sogar einem Vermögensverwalter. Also unser Schwerpunkt ist schon, dass private Träger ihre Strategien zeigen, aber viele gute Professionals tummeln sich auch bei uns. Und da haben wir den Wien Vermögensverwalter Centris Capital, die haben ein Wikifolio aufgelegt, Corona Vaccine Candidates, das knapp 50 Prozent Performance gemacht hat seit der Krise und das wurde jetzt frisch neu an der Börse gelistet, Anfang Juli und da sind schon über zwei Millionen Euro Kapital reingeflossen und da werde ich auch entweder dieses Wikifolio kaufen oder mir zumindest im Portfolio einen Überblick verschaffen und mir einzelne Aktien aussuchen. Das ist ja gerade auch die spannende an Wikifolio, dass alle Produkte in Echtzeit transparent sind. Das heißt, man sieht ganz genau, welche Impfstoffprodukte unternehmen wurden da ausgewählt und kann dann entweder das Wikifolio kaufen oder man schaut sich die Aktien an und redet dann die Einzelaktie selber. Da haben wir keine Schau, alles zu zeigen, was bei uns stattfindet. Dann werde ich mir genau dieses Wikifolio nach dem Interview unbedingt mal angucken, weil es auch für mich sehr interessant klingt, aber für alle die, die Wikifolio jetzt aber noch gar nicht kennen. Also mal angenommen, ich bin neuer Investor, ich bin gerade erst an die Börse gegangen, habe mir ein paar ETFs gekauft, traue mich so langsam an meine Einzeltitel ran und jetzt habe ich Wikifolio entdeckt, weiß aber noch gar nicht, was das ist. Was ist Wikifolio und wie funktioniert das eigentlich? Also Wikifolio ist Europas größte Social-Trading-Plattform. Was heißt es? Bei uns können erfahrene Anleger, private oder Professionals, ihre Anlagestrategie öffentlich machen, publizieren. Das heißt dann Wikifolio. Alle Nutzer sehen ganz genau, was macht dieser Trader, welche Aktien kommen rein, welche kommen raus und sobald zehn Nutzer ein solches Wikifolio mit einem Voting unterstützen, machen wir aus dieser Anlagestrategie ein börsengelistetes Finanzprodukt, ein Wikifolio-Zertifikat, listen das an der Börse Stuttgart und somit können Kunden im Grunde bei jeder Bank in Deutschland und Österreich und der Schweiz bei ihrer Hausbank einfach mit der E-Send des Wikifolios das Produkt bestellen und kriegen das ins eigene Depot geliefert. Und wenn Sie wissen wollen, was passiert, können Sie genau bei uns beobachten, sehen jeden Trade, sehen sämtliche Kommentare, sehen natürlich auch, wie viel Geld andere Anleger steckt da noch drinnen und können sich so in eine sehr dynamische Beimischung ins Portfolio holen. Das haben wir 2012 gestartet. Wir haben jetzt über 8000 solcher Wikifolios an der Börse gelistet. Also im Segment Anlageprodukte sind wir meistens die Nummer eins, oft gefolgt direkt von der Deutschen Bank. Aber was Produktanzahl betrifft, Vielfalt, sind wir ziemlich ungeschlagen und wir haben seit 2012 weit über 30 Milliarden Euro an Volumen über die Plattform abgewickelt. Das ist natürlich eine ordentliche Zahl, die jetzt dahinter steckt. Aber lass uns doch gerne nochmal zurückkommen auf die Gründungsgeschichte von Wikifolio. Also du hast, also wir sagen hier die ganze Zeit auch schon Wikifolio. Für mich interessiert jetzt so ein bisschen, wie bist du denn tatsächlich auf die Idee gekommen, Wikifolio zu gründen und wie ist die Geschichte dahinter? Aber auch woher kommt eigentlich der Name Wikifolio? Das war alles ganz pragmatisch. Nach diesem Erlebnis mit meinem Bankberater kann ich zum Schluss sagen, dass Transparenz ein Schlüsselerfolgsfaktor ist. Produkte müssen genau transparent sein, wie sie funktionieren. Sie müssen auch einfach strukturiert sein und tatsächlich ist ein Wikifolio ein relativ einfaches Produkt. Man sieht genau, was ist drinnen, welche Aktien sind drinnen und aus den Einzelpreisen der Aktien ergibt sich der Wert des Wikifolios. Da gibt es keine komplexen Bewertungsfragen wie bei Optionen usw. Das ist wirklich ein einfaches, verständliches Produkt. Aber der spannende Faktor ist ja auch, wie findet der Vertrieb statt? Und wenn man zu einer Bank geht, gibt es einen sogenannten Berater, der aber tatsächlich ein Vertriebsmitarbeiter ist, der Provision bekommt und der natürlich dazu neigt, solche Produkte zu verkaufen, die viel Provision abwerfen. Und das sind logischerweise solche Produkte, wo auch irgendwo hohe Gebühren drinstecken, weil es muss irgendwer die Provision zahlen. Und das führt dazu, dass in Wirklichkeit die teuersten Produkte vertrieben werden und nicht die besten. Und das ist quasi unser Ansatz. Wir sind eine neutrale Plattform. Jeder, der bei uns seine Strategie einstellt, wird radikal transparent gemacht. Da kann man auch nichts löschen. Man sieht wirklich lückenlos den Drag-Record. Und die Ranglisten sorgen dafür, dass die besten nach vorne kommen und nicht die teuersten. Man kann sich das als einen sehr brutalen Kampf vorstellen, dass sich die besten nur durchsetzen bei uns. Aber eben die besten nach Leistung, nach Performance, was sie an den Märkten erwirtschaften. Und damit sind wir im Grunde auch immer ein Gegenpol zu dem Vertriebssystem mit diesen sogenannten Bankberatern. Die dürfen in Deutschland so heißen. In UK musste auf der Visitenkarte "Restricted Advisor" drauf haben, um auch darauf hinzuweisen, dass der Advisor eigentlich ein Provisionsempfänger ist. Okay, also das ist eine sehr spannende Grundidee, die jetzt so dahinter steht. Jetzt haben wir unter der, in der Community aber auch den einen oder anderen Start-up-Unternehmer, jungen Unternehmer, der jetzt auch gerade vielleicht vor seiner großen Entscheidung steht, da reinzugehen, sein eigenes kleines Unternehmen aufzubauen. Und jetzt bist du ja wahrscheinlich eines morgens aufgewacht und hast dir gedacht, okay, Wikifolio, das möchte ich jetzt tatsächlich machen. Aber wie bist du denn da so vorgegangen? Was waren deine ersten Steps? Dann so ein kleiner Blick ins Impressum verrät mir ja auch, du stehst ja nicht ganz alleine hinter Wikifolio, sondern ihr habt ja auch ein großes Team. Wie hast du das denn die letzten zehn Jahre so aufgebaut? Also der Start war tatsächlich schwierig, auch deswegen, weil alle gesagt haben, das ist ja gar nicht möglich, was wir von der rechtlichen Seite vorhaben, das einmal so zu strukturieren, dass es wirklich völlig legal ist und allen Gesetzen entspricht. Und das haben wir von Anfang an anders gemacht als zum Beispiel in der Krypto-Economy, wo immer versucht wird, Regulierung zu vermeiden. Wir haben versucht, es so zu bauen, dass es wirklich gut reguliert ist mit dem Listing an der Börse. Alle sensiblen Sachen werden von renommierten Banken abgewickelt und wir als Wikifolio sind im Grunde ein echtes Fintech. Wir liefern die Technologie, wir besitzen die Marke, wir sorgen für die Qualität, aber es ist voll reguliert. Und das zu produzieren, also ich glaube, ich hatte über 40 Anwälte, die ich gesprochen habe. Und als Jungunternehmer kann ich nicht mit einem Millionen-Rechtsanwaltsbudget mir ein Gutachten kaufen und ich habe mich halt in der Startphase durchgehangelt und habe halt bei Rechtsanwälten angefragt zum Erstgespräch, mich zum Essen einladen lassen. Der hat mir was erzählt und dann habe ich das mit dem nächsten wiedergemacht, der hat mir ein bisschen was erzählt, was ich glaube, das geht. Der hat mir auch wieder ein bisschen was erzählt und 15 Mittagessen später wusste ich schon deutlich mehr. So von klein auf haben wir das Thema rechtliche Umsetzung gelöst. Wir haben uns massiv mit der Technik beschäftigt. Ich bin ja von der Ausbildung her eigentlich Techniker, habe auch mit ein, zwei Freelänzern und Prototypen gebaut und hatte dann das Glück mit dieser Kombination rechtliches Konzept und technischer Prototyp auch eine Forschungsförderung zu bekommen. Und so haben wir dann Schritt für Schritt Investoren aufgebaut, konnten die Verlagsgruppe Handelsblatt auch begeistern, bei uns einzusteigen als Shareholder. Damit haben wir auch weiteren Partnern glaubhaft machen können, dass wir die Vermarktung hinbekommen und dann wollten immer mehr und mehr Banken mit uns Sachen gemeinsam machen und darum gab es Co-branded Kampagnen mit sehr vielen großen Anbietern, mit der Börse, mit großen Medienpartnern, mit eigentlich allen relevanten Online-Brokern und so haben wir uns Schritt für Schritt eine sehr gute Marktposition in Deutschland auch erarbeitet. Aber es war schon eine anstrengende Zeit am Anfang. Ja, das glaube ich dir, das klingt auf jeden Fall auch nach einer sehr interessanten Geschichte, die dahinter steht. Jetzt sind ja schon einige Jahre seit der Gründung vergangen. Bei wie vielen Nutzern seid ihr zurzeit so? Und was mich jetzt gerade besonders interessiert, wie viele Nutzer sind denn so in den Monaten Februar, März und April dazu gekommen? Wir haben 240.000 registrierte Nutzer und ich habe jetzt die Zahlen direkt vorliegen, aber ich kann sagen, dass die Nahlkunden gewisse Heuer so stark war wie noch nie. Okay, also die Auswirkungen von Corona habt ihr auch deutlich auf der Plattform gemerkt. Genau, wir waren kurz schockiert auch von dem Markt-Einbruch, der stattgefunden hat und haben dann gesehen, dass die Wikifolios sich wirklich sehr gut schlagen im Vergleich zu den Märkten und dass die Anleger auch verstehen, dass das eine Jahrhundert-Chance ist, wieder einzusteigen. Auch solche Menschen, die über Jahre hinweg eigentlich schon immer wieder aufschieben und wissen, dass sie was machen müssen im Bereich Vorsorge, da haben auch sehr viele verstanden, das ist jetzt eine Chance. Wenn der Markt um 30 Prozent einbricht, dann kann ich jetzt um 30 Prozent billiger kaufen, dann muss ich rein. Und dass in der langen Frist die Aktien steigen, das ist für mich ein Naturgesetz, mindestens so stark wie die Schwerkraft, das ist einfach der Fall seit der Erfindung der Aktie irgendwann in Amsterdam im 16. Jahrhundert. Du hast jetzt gerade gesagt, eure Trader haben da auch sehr gut agiert. Wenn ich jetzt immer so ein bisschen in die Finanzliteratur reingucke und du machst es ja selber auch, dass du ETFs bespaßt, dann heißt es ja häufig, ETFs sind für viele auch wirklich die bessere Alternative. Aber ich sehe jetzt auch, dass viele ETFs noch nicht so weit zurück sind wie einige Wikifolios, die ich mir da bei euch angucke. Und da ist jetzt meine Frage so aktiv gemanagt gegen passiv gemanagt. Wie ist denn da deine Einstellung und wie haben die Trader bei euch reagiert? Wie haben die Trader es gemacht, dass sie das so gut überstanden haben, gibt es im Grunde zwei Komponenten. Zum einen auf die richtigen Themen zu setzen und zum zweiten auch auf die Cashquote zu achten. Und ein ETF kann das ja nicht, ein ETF ist ja meistens voll investiert, der nimmt den ganzen Markt mit. Und viele Trader haben bei den ersten Anzeichen der Krise gemerkt, jetzt kommt mehr Volatilität, sie müssen vorsichtiger werden. Und haben Reda de Frasch auch einen Cashbestand aufgebaut. Das ist auch was ein Aktienfonds nicht so einfach kann. Ein Aktienfondsmanager kann nicht von heute auf morgen auf 50 Prozent in Cash gehen, da wird er diverse Regularien verstoßen. Ein Wikifolios Trader ist ein Agita Schnellers Printer, der merkt, ich kenne mich gerade nicht aus, die Lage ist unglar, ich gehe zu 50 Prozent in Cash. Und dann waren die Trader eigentlich blitzschnell im Erfassen der Lage. Weil es ist alles eingebrochen, dass sich Unternehmen wie Netflix oder Cisco oder Microsoft, die digital Dinge anbieten, wo die Nachfrage eher nicht einbricht. Oder das Thema Zoom Team Viewer. Das ist völlig offensichtlich, dass eine Videoconferencing Lösung während der Krise explodieren muss. Da muss man kein schlauer Strategie sein, man muss eigentlich nur rasch entscheiden. Und genau das hat stattgefunden. Team Viewer, Netflix, Cisco, Microsoft waren die Aktien, wo die Trader mit dem Cashbestand massiv zugegriffen haben. Und das hat sich einfach gewaltig ausgezahlt. Also aktiv macht das meiner Sicht schon Sinn. Wobei man sagen muss, natürlich je aktiver man ist, desto mehr Wissen ist erforderlich. Ebenso wenn man kurzfristig tradet, braucht das meiner Sicht auch deutlich mehr Wissen. Und wer es einfach haben will, der soll es passiv machen und langfristig. Und wer sich besser auskennt, der kann durchaus mit kurzfristigen Themen punkten. Weil ich muss schon auch sagen, die Lage ist nicht immer so klar. Es waren alle Trader einig. Ich kann es auch im Nachhinein sagen, die Lage nach der Krise war ziemlich offensichtlich. Sie ist jetzt nicht mehr ganz so klar, weil sich natürlich viele Menschen diese Gedanken machen. Und wenn man sich die Bewegung anschaut von Google, Amazon, Tesla, die Aktien haben sich massiv bewegt. Ob es jetzt nur schlau ist, Tesla zu kaufen bei einer Bewertung von weit über 1000 Milliarden mittlerweile, ich müsste das mal nachlesen, bin ich mir nicht mehr so sicher. Aber es gibt solche Chancen, aber die muss man dann auch entsprechend kurzfristig nutzen. Und das ist auch genau die Sternstunde der Wikifolia Trader. Die sind rasch dabei und können das binnen Stunden entscheiden und reagieren. Und davon kann ich meinen Passivanleger, der zum ETF dazu vielleicht dann auch ein Wikifolio kauft, von einem Top-Trader, dem gefällt, weil er gut performt oder zu einem Trend-Thema wie Wasserstoff, wo er dran glaubt, dann ist das eine sehr gute Ergänzung für die jeweiligen Portfolios. Das klingt auf jeden Fall noch einen sehr guten Vorteil für Wikifolio. Wenn wir jetzt mal einen Blick auf vor- und aber auch die Nachteile werfen, was spricht denn für Wikifolio aus deiner Ansicht nach und was ist eher so auf dem Bereich der Nachteile anzusiedeln? Der große Vorteil ist, dass sich aus einer Riesenvielfalt an Anlageideen, die völlig transparent sind, ganz bequem was ins eigene Portfolio dazugeben kann. Und ich kann damit im Grunde auch eine weitere Ebenen der Diversifizierung aufmachen. Es gibt diese Aussage von Ökonomen, "there is no free lunch", es gibt nichts umsonst. Manche sagen, Diversifizierung ist das einzige free lunch, das es gibt, weil ich kann breiter aufgestellt sein, habe immer noch eine gute Rendite, aber ich bringe das Risiko nach unten, wenn ich zwei unterschiedliche Anlageprodukte kaufe mit einer gewissen erwarteten Rendite, ich streue es auf zwei, habe ich den Mittelwert der Rendite, den ich erwarten kann von diesen beiden Produkten, aber das Risiko geht definitiv nach unten und damit kriege ich eigentlich was geschenkt. Ich kriege, wenn ich diversifiziere, für weniger Risiko die gleiche oder höhere Rendite. Und das sehe ich als wichtigen Punkt, einfach Wikifolios als weitere Möglichkeit zu verstehen, zu diversifizieren und einen Teil des Geldes bei uns anzulegen, ohne dass ich das Geld zu einem anderen Anbieter schieben muss, sondern ich kann es bequem von der eigenen Bank ausmachen. Auf der Nachteiles Seite, es ist kein Risiko, keine Rendite gibt es ohne Risiko. Man muss sich ein bisschen damit beschäftigen, natürlich je mehr Renditeerwartung man hat, desto höherer Risiken muss man eingehen und darum sage ich, man muss eigentlich umdenken und nicht immer nur denken, Risiko ist etwas, was man sich vermeiden muss. Im Grunde ist Risiko das, was ich einsetze, mein Rohstoff, aus dem die Rendite gemacht wird. Darum wird jetzt das Thema Risiko von Minestieren nicht unbedingt als Nachteil sehen. Wikifolios sind als Zertifikate umgesetzt. Manche Leute mögen Zertifikate nicht, wobei ich da sagen muss, wir haben im Grunde beide Kritikpunkte von Zertifikaten außer Kraft gesetzt. Das eine wäre das sogenannte Emittentenrisiko. Zertifikate werden von jemandem gemacht, dem sogenannten Emittenten, das ist bei uns die Lang und Schwarz in Düsseldorf und im Prinzip, wenn der Emittenten zahlungsunfähig werden würde, dann wäre prinzipiell das Geld auch at risk. Was wir gemacht haben ist eine sogenannte Besicherungslösung. Das heißt, die Aktien, die im Hintergrund gekauft werden, kommen auf ein separates Konto als Besicherung und sollte der Emittent nicht zahlen können, gibt es einen Treuhänder, der dann die Aktien verkauft und damit die Forderungen der Kunden bedienen kann. Und eben der zweite Kritikpunkt von Zertifikaten ist, dass sie nicht transparent sind und ich glaube, das haben wir sehr gut illustriert, indem wir wirklich das gesamte Portfolio offenlegen in real-time und man sieht ganz genau auch jede Transaktion, jeden Bestand und kann den Produktpreis selber auf viele Nachkommastellen nachrechnen. Also den Kritikpunkt können wir eigentlich auch ganz gut entkräften. Ja, da hast du auf jeden Fall recht. Also ich finde das ja sehr interessant auf der Wikifolio Seite, dass wenn ich mir so einen Trader angucke, ich auch zuerst sein schlechtestes Wikifolio sehe, bevor mir sein Bestes angezeigt wird. Das fand ich auf jeden Fall von der Transparenz her ganz interessant. Du bist jetzt bei den Nachteilen schon auf Punkte eingegangen, die die User auch gefragt haben in den Umfragen, in der Umfrage, die wir für euch gemacht haben, weil da kam halt die Frage, was ist mit den Zertifikaten? Es sind keine Fondsanteile, wie ist denn das alles so? Was passiert, wenn lang und schwarz Pleite gilt? Was passiert, wenn Wikifolio Pleite geht? Aber es kam dann noch eine Frage, nämlich was ist, wenn ich mein Geld dort investiere und der Investor, der Trader, der das Ganze macht, der hat irgendwelche Probleme, setzt dich ins Ausland ab und du hörst nie wieder von ihm. Was passiert damit diesen Wikifolio? Also man sieht jetzt auf der Webseite auch den Last Login des Traders und natürlich wird das auch von uns beobachtet und wenn ein Trader länger nicht da ist, dann wird er auch von uns angerufen und sollte er nicht auffindbar sein, dann würden wir das Wikifolio kurzfristig übernehmen, würden alle Positionen verkaufen, es quasi glattstellen, wir nehmen alle Fees raus, das heißt das Wikifolio notiert dann Geldbriefkurs zu einem Letztkurs und man kann es dann einerseits jederzeit verkaufen und es gibt noch einen De-Listing Prozess, immer jährlich, wo wir dann diese Produkte rückabwickeln und dann bekommt der Kunde automatisch, ohne bei uns anzufragen, das Geld auf sein Depot wieder gut geschrieben. Aber wir sehen, dass die Trader extrem aktiv sind, man kann sie auch durchklicken und immer schauen bei den großen Wikifolios, wann war der Trader zuletzt da und da gibt es eigentlich kaum jemanden, der nicht innerhalb von wenigen Tagen oder am gleichen Tag auch sich um das Wikifolio kümmert. Und was wir auch raten, ist sich Alerts zu setzen, wir bewerten ja auch das Risiko eines Wikifolios laufend, da gibt es den Wikifolio Risikofaktor, der zeigt, wie viel Risiko geht der Trader jetzt gerade ein und man kann sich darauf auch einen Alert setzen, wenn man dann sieht, Risiko ist gerade bei 0,7, das heißt der Trader hat das Risiko im Vergleich zu einer Einzelaktie durch Bau eines Portfolios geschickt reduziert von 1 runter auf 0,7 und da kann man sagen, ich möchte ein Alert haben bei 0,9, wenn das Risiko steigt, dann kriege ich bei 0,9 ein E-Mail und kann entsprechend entscheiden, ob ich ja weiter dabei sein möchte. Also damit haben wir uns schon sehr gut beschäftigt und können die Anleger glaube ich auch einigermaßen schützen, dass sie, wenn sie Risiken eingehen, das zumindest bewusst tun und mit dem Ziel auch die entsprechende Überrendite für das Risiko zuzubekommen. Jetzt hast du gerade eben schon das Wort Fees gesagt, also Gebühren und das bringt mich zu der nächsten Frage, denn wie verdient ihr als Plattform denn eigentlich Geld und wie werdet ihr profitabel? Also wir haben zwei Gebührenelemente, das eine ist eine Zertifikategebühr von 0,95 Prozent pro Jahr, das ist für alle Wikifolios gleich und zum zweiten gibt es eine Performancegebühr mit einem High-Water-Markt-Prinzip, das heißt, wenn ein neuer Höchststand ein Gewinn erreicht wird, dann wird von diesem Gewinn ein Teil einbehalten und der wiederum wird geteilt zwischen dem Trader, der das Wikifolio macht und uns als Plattformbetreiber, das ist typischerweise so um die 10 Prozent, das heißt macht der Trader 30 Prozent Gewinn, werden 3 Prozent einbehalten und circa 1,5 davon bekommt der Trader und 1,5 bekommen wir und damit ist, also wir nennen es Anreizkompatibilität, das heißt nichts anderes, alle drei Betroffenen wollen das gleiche, nämlich möglichst neue Höchststände erreichen und damit sind alle an einem Strahlenhof, wir haben ein sehr faires Gebührenmodell, wo der Kunde dann zahlt, wenn er auch entsprechend Leistung bekommt und ganz wichtig noch ergänzend muss man darauf hinweisen, beim Tränen im Wikifolio gibt es keinerlei Transaktionsgebühren, das heißt, egal ob man jetzt als besonders aktiver Trader Day-Trading macht oder ob man ein Langfrist-Portfolio mit Rebalancing regelmäßig in kleinen Schritten anpasst, es gibt bei uns keine expliziten Handelsgebühren und wir bieten auch von den Preisen her die gleichen, wie am Referenzmarkt, ohne jede Börsegebühr und zum Teil sogar enger, also wir vergleichen oft auch für Aktien unseren Spread mit dem im Xetra-System und sind in der Regel etwas enger, etwas günstiger als Xetra, das heißt auch, dass Wikifolios, wenn es um aktive Strategien geht, tatsächlich in Europa der effizienteste Marktplatz ist, wirklich um aktive Strategien umzusetzen. Das wird jetzt ein bisschen quasi attackiert, diese einzigartige Position durch diverse Zero-Commission und Low-Commission-Broker, wie zum Beispiel Just Trade oder Trade Republic, die jetzt auch erstmals in Europa kostenlos oder billiges Trading anbieten, das habe ich jetzt noch zu wenig beobachtet bei uns, wie diese Broker damit umgehen. Ich glaube, dass die Asian Broker das wirklich gut und fair machen. Wenn wir jetzt zum Beispiel nach Amerika schauen, da ist Robin Hood, der Platz hier bei Zero-Commission Brokerage, da stand letzte Woche ein Business Insider, dass Robin Hood sichere Scheiben installiert, weil sich viele Kunden beschweren. Man sieht, dass Robin Hood da 90 Millionen US-Dollar pro Monat verdient an diesen kostenlosen Trades. Da stelle ich mir schon die Frage, wie denn das geht, dass der Kunde kostenlos tradet und trotzdem verdienen die 90 Millionen Dollar und da kann ich sagen, wir verdienen an der Transaktion, am Volumen genau gar nichts. Unser Modell ist nur an der Performance und dieser Zertifikatik ausgerichtet. Das war uns ganz, ganz wichtig, dass Gebühren durch Trading-Aktivität dann nie die Performance des Anlegers kaputt machen. Das sieht man auch im Ergebnis, dass sich die Wikifolter-Zertifikate im Vergleich zu Benchmarks wirklich extrem gut schlagen und da ist die effiziente Ausführung der Trades sicher ein maßgeblicher Faktor. Interessant, was du auf jeden Fall da zu Robin Hood, also der amerikanischen Variante, erzählst. Das habe ich bisher so noch gar nicht gehört, noch gar nicht mitbekommen. Ich finde es aber natürlich super interessant, hier in Deutschland, wenn wir so auf Trade Republic zurückgehen, dann ist es ja immer noch relativ klar kommuniziert, dass Trade Republic ja auch sagt, sie verdienen ihr Geld durch die Rückvergütung, die sie von Lang und Schwarz erhalten. Daher freut es mich eigentlich nur, dass ich mit Wikifolio und Trade Republic so günstige Anbieter habe. Wenn ich da kurz ergänzen darf dazu. Lang und Schwarz ist ja auch der Partner von Wikifolio. Das heißt, ich würde mal davon ausgehen, dass die Preisqualität bei uns exakt die gleiche ist, als die bei Trade Republic. Da habe ich bewusst auch die Entscheidung gemacht, dass das, was in Amerika stattfindet, vermutlich auch regulatorisch gar nicht möglich wäre in Europa. Und ich gehe schon davon aus, dass die Europäische Commission Broker gute Preisqualität anbieten werden. Wollte ich jetzt nicht zu kritisch zu den europäischen Partnern sein. Nein, auf keinen Fall. Also ich habe es auch nicht so verstanden. Ich sage es nur einfach noch mal, weil die Kritik gegenüber Discount Broker zurzeit ja doch im Internet immermals für Unruhen sorgt, obwohl das Geschäftsmodell, man kennt es ja vom ausländischen Anbietern wie Revolut, dass die Geschäftsmodelle da eigentlich recht klar sind. Trade Republic hat zurzeit so seine eine Einnahmequelle und ich bin mir ziemlich sicher, in näherer Zukunft wird es dann auch so etwas zu sehen geben wie die ganzen Extras, nachdem halt sehr viele Mitglieder da auf einmal on board sind. Aber da bin ich einfach gespannt. Einfach meine Vermutung von meiner Seite soll auch gar nicht hier das große Thema werden. Finde ich nur sehr interessant, dass du da auch ähnliche Themen auf den Schirmen hast. Eine weitere Frage, die wir aus der Community bekommen haben von jemanden, der Wikifolio noch gar nicht kennt, ist die Frage, was ist denn eigentlich die Zielgruppe von Wikifolio und für wen ist das geeignet und warum sollte ich nicht zu Konkurrenten wie zum Beispiel eToro gehen? Also unsere Hauptzielgruppe sind Selbstentscheider, die sich ein bisschen mit den Märkten auskennen, vielleicht selber ETFs aussuchen, ein paar Aktien handeln und eine smarte Beimischung suchen oder solche Nutzer, die auf dem besten Weg dorthin sind. Wir sprechen schon jene an, die sich mit Geldthemen aktiv beschäftigen wollen. Das muss jetzt kein Fulltime-Job sein, aber die über Chancen nachdenken, die sich eine Meinung bilden wollen. Ist jetzt Wasserstoff spannend? Sind Impfstoffe spannend? Will ich was machen in Amerika? Was denke ich zu Krypto? Jemand, der über solche Sachen nachdenkt, der ist bei uns gut aufgehoben, der findet viele Chancen und kann sich da Wikifolios aussuchen oder auch nur Ideen holen. Im Durchschnitt haben die Anleger bei uns zwei Wikifolios, die sie kaufen. Es gibt viele mit einem, viele mit zehn, aber im Schnitt ist es zwei und das Durchschnitt in West pro Anleger liegt etwa bei 10.000 Euro. So in diesem Segment sind wir tätig. Was wir in den nächsten Monaten und Jahren machen wollen, ist uns noch ein bisschen breiter aufstellen, das Produkt nochmals zu vereinfachen. Wir starten diese Tage ein eigenes Wikifolio, das heißt Top 50 Community Aktien, das die beliebtesten Aktien der Top Trader beinhält und was auch regelmäßig ge-rebalanced und aktualisiert wird. Das Produkt wird in den nächsten Tagen mit die Kommunikation dazu starten und das wendet sich an eine breitere Zielgruppe an Menschen, die schon das Thema Aktieninvestment gut finden, die sich aber nicht so stark und regelmäßig vielleicht wöchentlich mit Geldthemen beschäftigen wollen. Somit wollen wir uns Schritt für Schritt verbreitern. Ich sage immer als Vision, wir wollen Spotify auf Finance werden, so wie jemand, der sich mit Musik begeistern lässt, denkt jeder an Spotify oder iTunes und wir wollen auch dorthin, dass jeder, der über Geldthemen nachdenkt, jeder private Anleger, dass der an Wikifolio nicht vorbeikommt, zumindest bei uns mal schaut, was sind die Trendthemen und dann im besten Fall sich auch für 1, 2, 3 Wikifolios entscheidet oder einfach nur inspiriert davon geht und 1, 2, 3 Aktien selber genug hauft. Super, damit hast du mir tatsächlich schon so ein bisschen vorgegriffen, weil die nächste Frage tatsächlich in die Richtung geht, was uns beim Wikifolio denn die nächsten Monate aber auch Jahre so erwartet und wie dein ganz persönlicher Plan, deine Vision da ist. Also ich kenne Wikifolio, ihr seid aus Österreich, ich in Deutschland kann es benutzen, ich würde mal vermuten in der Schweiz geht es auch schon und ich denke mir da so vielleicht ist Internationalisierung für euch interessant, vielleicht ist es aber auch interessant bei euch eine Community aufzubauen, ähnlich als Konkurrenz zu den Facebook Gruppen, die dann in Wikifolio interagieren können und sich noch mehr austauschen können unter Gleichgesinnten, aber natürlich stelle ich mir dann auch die Frage, wenn ich ein Unternehmen sehe und du hast natürlich am Anfang schon gesagt, du hattest bereits schon mal ein Startup gegründet und dann verkauft. Wikifolio ist ja jetzt seit einigen Jahren, das hast du auf der Invest, das Jahr habe ich vergessen gesagt, rentabel. Möchtest du Wikifolio denn weiter treiben, in welche Richtung geht es oder wird das Unternehmen tatsächlich auch irgendwann verkauft und du bist in der finanziellen Freiheit? Also ich habe jetzt keine unmittelbar finanziellen Bedürfnisse, aber nicht, weil ich so reich bin, sondern weil ich nicht viel brauche, um glücklich sein. Also ich möchte schon diesen Weg weitergehen und Wikifolio nochmals auf die nächste Stufe heben. Wir sind nach wie vor jetzt mit Deutschland als Hauptmarkt sehr fokussiert. Wir haben uns mit dem Thema neue Märkte intensiv beschäftigt und haben gesehen, dass der Kapitalmarkt fürchterlich verflochten und abgeschottet ist, das heißt eine Abwicklung von solchen Finanzprodukten über Grenzen hinweg ist aus diversen Gründen unglaublich teuer und mühsam und das wollen wir eigentlich nicht gefährden, unsere jetzige sehr effiziente Position und haben dann gesagt, wir warten bis das Thema Crypteconomy, Tokenisierung von digitalen Assets weiter fortschreitet und dann glaube ich schon, dass man ein Produkt wie Wikifolio auch weltweit vertreiben kann. Da haben wir schon viele Konzepte gemacht, ich war auch selber im Beirat des Finanzministers tätig in Österreich, um das Thema Kryptoregulierung mitzugestalten, sind wir quasi in den Startlöchern und sobald sich da wirklich abzeichnet, wie digitale Assets künftig weltweit vertrieben werden, werden wir auch mit Wikifolio da aufspringen und dann einen größeren Schritt machen in viele neue Märkte. Das ist eine Stoßrichtung, die in der Zukunft liegt, ich traue mir jetzt nicht abschätzen, wie lange das noch dauert, dass man da wirklich eine Flächendeckung hinbekommt, aber ich würde sagen, die nächsten drei Jahre wird sich da einiges tun. Das Thema Mehreinrichtung, Social Media zu gehen, Social Plattform ist sicher ein spannendes Thema, wo auch in den nächsten Monaten ein paar Dinge von uns, ein paar neue Features kommen werden, um alle jene Menschen auch zu unterstützen, die im Grunde die gleiche Mission haben wie wir, mehr Leute für das Thema investieren zu begeistern. Also wir haben in Deutschland nach wie vor eine Aktienquote, die ganz brutal unter den anderen Märkten liegt, in Österreich ist das gleiche, und das ist nicht gut für die Gesellschaft. Ich glaube, wir müssen alle zu Kapitalisten machen, und darum finde ich auch die Zero-Commission-Broker als eine sehr willkommene Sache. Wir stehen da nicht in Konkurrenz mit dem Geschäftsmodell, wenn es da weitere Unternehmen gibt, die mit einem günstigen Offer erkunden, begeistern, die dann vielleicht mit kleineren Beträgen einsteigen, dann ziehen wir da dann an den Strang, und da alle mit ins Boot zu holen. Auch Leute wie dich, Mirco, die ja auch die Mission haben, Leute für das Geld, der Geldthemen zu begeistern, dass wir da gemeinsam die Aktienkultur drehen, das finde ich schon sehr attraktiv und interessant für die nächsten Jahre. Okay, danke da auf jeden Fall für deinen offenen und ehrlichen Einblick. Das finde ich persönlich sehr interessant. Du hast auch sehr viele interessante Punkte jetzt gerade angesprochen, zum Beispiel das Wort Tokenisierung. Da denke ich jetzt ein bisschen an Blockchain, aber das würde jetzt alles, glaube ich, den Rahmen der Zeit, die wir noch zur Verfügung haben, sprengen. Von daher hüpfen wir mal zur letzten Investorenfrage, die jetzt ein bisschen häufiger gekommen ist und die auch ein bisschen kritischer klang. Es geht nämlich um Dividenden von US- Unternehmen, bei der der Community interessiert ist, ob diese zukünftig wieder berücksichtigt werden und ob es da Probleme gibt und welche Lösungen Aussicht stehen. Ja, also das Thema ist, dass aktuell für US-Aktien, anders als bei deutschen und sonstigen Aktien, keine Dividenden gut geschrieben werden können. Aufgrund von sehr komplexen und anspruchsvollen Stahlreaktoren der USA, ist keine unserer bei uns beteiligten Banken in der Lage, das korrekt abzuwickeln. Also wir dürfen das nicht machen, weil wir sonst riesen Schwierigkeiten bekämen mit den US-Behörden. Das ist aber Gott sei Dank in der Praxis kein allzu großes Problem, wenn man sich ansieht, was die spannenden US-Unternehmen sind bei uns, bei den Tradern, wie eine Tesla zum Beispiel, wo eine Dividendenzahlung so gut wie keine Rolle spielt. Also in der Praxis ist es keine große Einschränkung. Wir arbeiten daran, gemeinsam mit den Bankpartnern eine Lösung zu bekommen, aber ich kann leider keinen Zeitplan sagen, wann das stattfindet. Aber es ist aufgrund der Aktien, weil Amerika schon sehr dominiert ist von Growth-Aktien und nicht von Dividendenwerten, spielt das für die Performance eigentlich kaum eine Rolle. Und bei deutschen und sonstigen europäischen Aktien werden Dividenden natürlich in der entsprechenden Höhe nach Abzug der Steuer voll gut geschrieben. Und es gibt genug Dividendenstrategien auf der Plattform, die auch das entsprechende ausnutzen. Ja, mit Alphabet, Amazon, Tesla, Facebook gibt es da wirklich unglaublich viele Wachstumsunternehmen aus den USA, die noch gar keine Dividende ausschütten. Und solange es da gute Strategien gibt, bin ich mal ganz gespannt. Wir nähern uns so langsam dem Ende des Interviews. Und bevor das letzte Wort gleich an dich gilt an dieser Stelle, einen ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, für die Zuhörer da zu sein, die Fragen zu beantworten. Mir hat das Interview unglaublich viel Spaß gemacht. Und jetzt geht das letzte Wort an dich. Vielleicht hast du ja noch so den einen oder anderen Tipp und Hinweis, den du unseren Zuhörern, die Trader-Investoren sind, die Menschen sind, die sich mit der Börse jetzt erst beschäftigen, seit Kurzem beschäftigen oder auch vor dem Schritt stehen, jetzt an die Börse zu gehen, den du denen mit auf den Weg geben magst. Also ich sag auch mal danke für das Interview. Ich hab es auch sehr kurzweilig gefunden. Was ich noch mitgeben möchte, ist eigentlich ein Plädoyer für die Aktien an sich. Ich meine, die Gefäule ist ja auch dominiert von Aktieninvestments, auch wenn es viele andere Möglichkeiten bei uns gibt bis hin zu Krypto. Aber Aktien steht bei uns im Vordergrund. Ich finde, die Aktie hat zu Unrecht in manchen Bereichen einen schlechten Ruf. Für mich ist die Aktie das demokratischste Element überhaupt. Die Zukunft der Welt wird gemacht von großen Unternehmen wie Tesla, wird gemacht von vielen innovativen Unternehmen. Und ich finde es ganz wichtig, dass diese Unternehmen auch den Menschen gehören. Und genau das findet der Stadt. Wer eine Aktie kauft, wird mit Eigentümer und profitiert dort, wo auch entsprechend der Zukunft gemacht wird und wo künftig Geld verdient wird. Man kann genauso auch wählen. Man kann zur Hauptversammlung gehen, kann seine Stimme abgeben oder man wählt dadurch, wie man investiert und drückt so seine Meinung auch aus bis hin zu den Unternehmen wie Nachhaltigkeit. Wir haben ja auch Wikifolios jetzt alle bewertet nach neun Dimensionen, ob sie nachhaltige Unternehmen investieren. Also da ist die Aktie ein unglaublich wichtiges Element der Gesellschaft und da sollten wir versorgen, dass mehr Leute die erfolgreichen Unternehmen besitzen oder mitbesitzen. Und gleichzeitig, wenn man sich anschaut, wie viel Rendite bekomme ich fürs Risiko, gibt es keine andere Assetklasse, die risikobereinigt und langen Frist nur nähungsweise an die Aktie herankommt. Man hat gute Rendite, man kann gut strahlen, man ist sehr liquide. Die Aktie ist im Grunde aus einem Portfolio nicht wegzudenken und je längerfristiger man denkt, desto noch deutlicher kommt der Vorteil der Aktie zum Tragen. Mein Privileg ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen, allgemein und am liebsten natürlich bei uns auf wikifolio.com inspirieren lassen. Okay, das war auf jeden Fall ein sehr schönes Schlusswort für alle, die diese Wikifolio gerne mal ausprobieren wollen. Die können das Ganze entweder bei Google eingeben oder wer es ganz bequem mag, der schaut einmal in die Show Notes des Podcasts beziehungsweise in die Videobeschreibung des YouTube-Videos und damit bleibt uns auch nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog finanz-illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Karriere, Börse und Finanzen für Frauen, Interview mit Inga von Casherella
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Börse und Finanzen im heutigen Interview erfährst du von Inga, wie sie ihren Weg an die Kapitalmärkte gemacht hat. Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einem weiteren Interview, zu einer weiteren Podcast-Folge. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Und wir sind nicht ganz alleine, nein, wir haben auch die Inga mit dabei. Die Inga ist zu Gast bei uns im Podcast, hat einen eigenen Instagram-Channel, hat eine eigene Website. Herzlich willkommen. Hallo, vielen Dank. Ja, schön, dass du heute da bist, dass du dich bereit erklärt hast, hier im Podcast mit uns zu sprechen und uns ein bisschen von deiner ganz eigenen, deiner ganz persönlichen Geschichte zu erzählen. Stell dich doch einmal ganz kurz vor, wer bist du eigentlich, was machst du, wie alt bist du, wo kommst du so her? Sehr gerne. Erst einmal vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, auch heute dabei zu sein bei dir im Podcast. Ich bin Inga, ich bin 29 Jahre alt, ich lebe momentan in Hamburg und bin tatsächlich nicht in der Finanzbranche tätig, sondern in der Modebranche. Habe aber Casharella ins Leben gerufen, um Frauen zu motivieren, sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen. Ja, sehr schön. All deine Kontaktmöglichkeiten, die kommen auch nochmal in die Show Notes ein, bzw. auf die Videobeschreibung bei YouTube, wer sich das Ganze dort anschaut, anhört. Wir machen jetzt gleich weiter, nämlich mit der 60-Sekunden-Challenge, bedeutet eigentlich, ich sag dir ein Wort, was irgendwie mit dem Thema Finanzen zu tun hat auf irgendeine Weise und du darfst innerhalb von 60 Sekunden das sagen, was dir dazu als erstes einfällt. Dein Wort ist Karriere und los geht's jetzt. Sehr spannendes Wort. Karriere ist vor allem, finde ich, für Frauen ganz besonders wichtig. Heutzutage gibt es manchmal ein bisschen Unterhand, die Karriere. Man startet irgendwie in seinem Studium, macht Abitur, hat das immer noch als Fokus und irgendwann kommt dann das Familienleben und dann geht das ein wenig unter. Und das finde ich persönlich sehr, sehr schade und möchte auch mit meiner Webseite, mit Casharella, irgendwie dazu ermutigen die Frauen, die Karriere nicht außen vor zu lassen, sich selber irgendwie in den Fokus zu rücken, zu sagen, okay, ich möchte eigenes Geld verdienen, ich möchte unabhängig sein und das schaffe ich mit einer Karriere. Natürlich ist es superschwer, Karriere und Familie unterhand hinzubekommen, aber ich glaube daran, dass wir Frauen das schaffen können, dass für mich einfach auch ein besonders wichtiger Aspekt ist. Ja, sehr schön. Ich habe jetzt auf jeden Fall vergessen, die Zeit zu stoppen. Machen wir ein bisschen weiter. Das waren sehr schöne Ausführungen zum Bereich Karriere und deine Einstellung dazu und auch sehr interessant. Vielleicht hören wir in dem Verlauf des Interviews auch noch ein wenig mehr dazu, denn die nächste Frage geht schon in die Richtung. Wir beschäftigen uns ja mit dem Thema Finanzen und Investieren. Wie bist du denn damals zum Thema Investieren angekommen? Ja, es ist eine ganz witzige Geschichte. Es ist auch noch gar nicht so lange her, ehrlich gesagt. Ich habe vor zwei Jahren, habe ich mich irgendwann mal mit meiner Mutter zusammengesetzt und habe mit ihr besprochen, was ich alles für Versicherungen habe, was ich für Verträge habe, etc., damit ich da einfach mal einen Durchblick bekomme. Und ich war voller Vorfreude, etwas Sinnvolles zu tun für meine finanzielle Zukunft. Meine Mutter kam mit einem Riesenstapel an Verträgen, etc. zu mir und Ordnern, wie sie mir in die Hand gedrückt hat und gesagt hat, hier, Kind, jetzt beschäftige dich da mal mit. Und da zu dem Zeitpunkt war ich immer noch motiviert, habe versucht, mir die Verträge durchzulesen, habe versucht, diese Ordner irgendwie durchzuwälzen und das alles zu verstehen und irgendwie Licht ins Dunkle zu bringen. Habe aber irgendwann gemerkt, okay, ich habe keine Ahnung, ich verstehe keine von diesen Verträgen. Ich weiß überhaupt nicht, von was die da alles sprechen, mal abgesehen vom Kleingedruckten und habe dann meinen Bankberater damals angerufen und gesagt, okay, ich würde gerne eine Finanzausstellung haben. Und der hat dann tatsächlich zu mir gesagt, normalerweise beschäftigen sich Frauen mit so etwas nicht. Und da war ich ein wenig vor den Kopf gestoßen und dachte, okay, jetzt ist recht. Und ja, dann ist ein Keschereller entstanden und ich dachte, okay, doch, wir Frauen wollen uns damit beschäftigen und wir wollen auch investieren und wir wollen für unsere Zukunft irgendwie sorgen und unabhängig werden. Und genau, so bin ich ein wenig zum Investieren gekommen. Okay, sehr schön. Da hast du ja auch gleich die unterschiedlichsten Themen mit daran gebracht von dem Bankberater, den typischen Bankberater, was wir irgendwie alles so kennen, die natürlich nur unser Bestes, nämlich unser Geld im Sinn haben, bis zu einer riesigen Flut an Verträgen. Was ist denn bei dir da so alles zum Vorschein gegeben? Also, erst einmal muss man dazu sagen, dass ich recht froh war, dass sich meine Eltern da tatsächlich auch für mich mit drum gekümmert haben, weil das gibt es ja auch nicht oft. Also, ich hatte diverse Verträge, die von meinen Eltern bespart wurden, worüber ich sehr glücklich war. Darunter waren unter anderem irgendwie zwei Bausparverträge, das ist typisch, was man halt irgendwie damals abgeschlossen hat bei der Sparkasse, glaube ich. Und genau, dann eine Lebensversicherung, all sowas, wovon ich halt damals wirklich keine Ahnung hatte. Den einen Bausparvertrag habe ich direkt dann aufgelöst, der andere läuft jetzt tatsächlich noch, da muss ich nochmal gucken, was ich damit mache. Und das Konto habe ich auch direkt dann damals gekündigt, weil mir dann die Kontoführungsgebühren ins Haus geflattert sind. Das habe ich dann nicht mehr eingesehen und habe da so ein bisschen einfach aufgeräumt. Also, ich bin dann zu einer Direktbank gegangen, habe meine Konten darüber gezogen, habe dann versucht, das selber alles irgendwie in den Griff zu bekommen. Wie gesagt, diesen Bausparvertrag aufgelöst, das Geld in etwas anderes investiert und so versucht das irgendwie anzugehen. Das hat auch relativ lange gedauert. Man denkt ja immer, das macht man so von heute auf morgen. Es hat aber auch irgendwie wirklich ein Jahr gedauert, dieser Prozess, weil das immer nicht so einfach war, sich dann die richtige Bank irgendwie auszusuchen etc. Aber das war für mich so grundlegend super wichtig, für mich erstmal einmal zu sehen, okay, was ist da, wo kann ich hin, was kostet überhaupt was, weil, wie du auch so schön gesagt hast, die Bankberater natürlich verdienen sie auch an dir. Dann gibt es da auch irgendwie Honoraure von sechs Prozent, die mir dann aufgefallen sind. Und ja, so bin ich überhaupt zu diesem ganzen Thema gekommen und gemerkt, sollte ich mich da nicht lieber irgendwie selber mit beschäftigen. Es ist nicht irgendwie einfacher und auch kostengünstiger im Endeffekt für mich, wenn ich mich da selber mit beschäftige. Und genau. Da wirst du wahrscheinlich auch die beste Entscheidung für dich getroffen haben, das Ganze nämlich in die eigenen Hände zu legen und dich darum zu kümmern. Jetzt hat dein Bankberater ja schon so schön gesagt, dass Frauen sich eigentlich damit nicht beschäftigen, was dann natürlich auch für dich gilt. Neben deinem Bankberater, wie reagiert denn jetzt dein Umfeld darauf, dass du so ein Finanzthema in die eigenen Hände nimmst, aber auch anfängst, an der Börse zu investieren? Tatsächlich gibt es da relativ große Unterschiede. Also mein Freund ist da sehr positiv gestimmt, weil er sich selber auch mit diesem Thema sehr auseinandersetzt und, glaube ich, sich dann freut, dass er auch mal mit mir darüber diskutieren kann, welche Aktien er jetzt kaufen sollte, welche ETFs irgendwie bespart werden und hat sich da mit mir auch zusammen dann irgendwie befasst und wir haben versucht, zusammen Informationen zu tragen und zu investieren. Andere, vor allem weibliche Freundinnen, sind immer sehr interessiert und fragen mich auch viel, weil sie merken, ich setze mich damit auseinander, tun dann aber selten etwas. Das ist mir aufgefallen. Also dieses Interesse ist da, man spricht dann auch darüber, aber dass diese Action danach kommt, ist ehrlich gesagt selten und das finde ich ein bisschen schade. Deswegen ist es für mich immer noch besonders wichtig, da irgendwie wirklich die Frauen nicht nur zu motivieren, sondern auch irgendwie heranzuführen und zu sagen, okay, man kriegt das hin, es ist alles nicht so schwer, es gibt genug Informationen, um das irgendwie selber hinzubekommen und ja, also es ist so ein bisschen Zwiegespalten. Also einerseits, klar sind sie interessiert, andererseits machen sie aber wenig, habe ich das Gefühl. Okay, sehr interessant, dass du das sagst, weil das Ganze ist in einem vorherigen Interview auch schon mal relativ ähnlich beschrieben worden und ich finde es da natürlich immer sehr interessant, woran liegt denn das, also woran glaubst du, dass das liegt, dass da nicht auf diesen Action-Knopf gedrückt wird und nicht angefangen wird? Ich glaube, dass das Thema an sich, es ist einfach super, ich nenne es immer unsexy, also ich glaube, Finanzen an sich ist für Frauen so etwas, was ganz, ganz weit weg ist und wo sie von auch ausgehen, dass es keine Materialien dafür gibt. Also ich habe das ja selber gemerkt, als ich damals vor zwei Jahren dachte, ich nehme gut, dann gucke ich mir jetzt irgendwie Videos an oder lese Bücher, kaufe mir Zeitschriften dazu und das ist schon alles sehr männerlastig, würde ich behaupten, also so ein Männagermagazin oder so, oder so Börse, das ist halt wirklich so mini klein gedruckt, sehr viele Bilder, sehr männerlastig und ich glaube, diese Hemmschwelle ist dann sehr groß, dass Frauen sagen, nee, also da habe ich jetzt irgendwie gar keine Lust, mich mit zu beschäftigen, das verstehe ich ja alles nicht, wo soll ich da anfangen, das ist irgendwie alles nicht frauenfreundlich gestaltet, ich brauche jetzt hier irgendwie, hört sich blöd an, aber manchmal brauchen die auch ein paar nette Bilder dazu und das ist glaube ich so ein bisschen das Problem und da fehlt auch der Mut und oft ist es auch so, das habe ich mitbekommen, dass sie sagen, naja, das macht ja jetzt mein Mann oder mein Freund oder mein Vater, wer auch immer, der kümmert sich da schon drum, der hat die Verträge abgeschlossen, das ist alles super, das läuft, warum sollte ich mich damit auseinandersetzen? Das glaube ich auch so ein häufiges Thema, was dazu führt, dass sie sich einfach dann nicht mit beschäftigen, was sehr, sehr schade ist, weil vor allem Frauen glaube ich selber gucken müssen, dass sie da selber irgendwie zum zukommen, weil es gibt so viele Sachen, wo Frauen irgendwie benachteiligt sind, sie kriegen beispielsweise irgendwie 21 Prozent weniger Gehalt im Durchschnitt für die gleiche Position, wahnsinnig krass ist auch, wenn man irgendwie die Rente betrachtet, was sie im Schnitt da bekommen, ich habe mal irgendwie eine Zahl gelesen im Jahr 2018, die haben Frauen im Schnitt 711 Euro, glaube ich, irgendwie so was war das, Rente erhalten und wenn man da drüber nachdenkt, dann ist es besonders wichtig, dass die sich da auch selber mit beschäftigen und sagen, okay, ich muss jetzt hier irgendwie vorsaugen, ich muss jetzt irgendwie investieren, anfangen zu sparen, genau, aber ich glaube, die Hemmschwelle ist noch ein wenig zu groß irgendwie. Sehr interessant, du hast da gerade auch viele wichtige Dinge gesagt, wie jetzt auch zum Beispiel die Gender Pay Gap, also gleiche Position, aber anderes Gehalt, meinst du, das kommt dann auch so aus der, also weil mich das Thema jetzt einfach so interessiert, meinst du, das kommt dann auch aus der gleichen Ecke, dass man sich da sagt, oh Gehalt, da will ich nicht so viel haben, also ich kenne es halt einfach aus der Position des Arbeitgebers, weil ich da in sehr vielen Bewerbungsgesprächen in meinem Berufsleben jetzt schon drin war, ich kann dir sagen, prinzipiell fordern Frauen weniger als Männer, ist das was, dass du das so bestätigen kannst? Ja, das glaube ich tatsächlich auch, also sie sind da weniger, ich weiß manchmal gar nicht, woran das liegt, ob sie sich weniger zutrauen wahrscheinlich, ob sie weniger von sich halten als Männer oder denken, sie leisten weniger, also Frauen sitzen da nicht, wie Männer sagen auch jedes Jahr irgendwie klipp und klar, hier, ich möchte jetzt 1000 Euro brutto mehr, sondern dann machen die das vielleicht irgendwie alle zwei Jahre nur, trauen sich das nicht, trauen sich auch gar nicht zu sagen, was sie irgendwie geleistet haben, da sind Frauen wahnsinnig zurückhaltend, habe ich immer das Gefühl, und eher darauf bedacht, dass irgendwie alles super läuft und sie immer irgendwie gute Leistung bringen, aber nie dafür etwas irgendwie einfordern oder sich sagen, das habe ich jetzt irgendwie verdient. Ich glaube auch, dass das Thema Gehalt eh so ein Tabuthema ist, also das versuche ich zum Beispiel auch unter meinen Freundinnen immer irgendwie zu etablieren, dass man darüber auch redet, weil sonst weiß man auch gar nicht, was verdient deine Freundin in der und der Position, was kann man verdienen, was ist irgendwie in der Branche üblich, ich finde es super wichtig, dass man darüber spricht, um zu gucken, okay was ist möglich, was kann man machen oder bin ich völlig unterbezahlt, das merkt man ja auch nur dadurch, dadurch, dass man mit anderen Frauen spricht oder gut, man kann es natürlich auch googeln, aber ich finde das sehr wichtig, dass man dieses Thema anspricht und das habe ich jetzt eigentlich relativ gut in meinem Freundeskreis etabliert, dass man merkt, okay es ist richtig und das Gehalt ist uns auch wichtig und das können wir auch verlangen in einem Gespräch, dass man da wirklich sich hinsetzt und sagt, ja ich habe diese Arbeit gemacht, ich habe diese Leistung gebracht, ich bin es wert diese diese Gehaltserhöhung zu bekommen. Da sind Frauen wahnsinnig zurückhaltend, sie reden weniger darüber, haben dann weniger wissen darüber, was sie verlangen können. Ja das sind glaube ich Punkte, die dazu führen, dass man halt im Schnitt wirklich 21 Prozent weniger Gehalt hat und dann ist es natürlich auch, dass Frauen sehr oft in Teilzeit arbeiten, weil sie sich beispielsweise um die Familie kümmern oder Care-Arbeit leisten für irgendwie Familienangehörige, für ihre Großeltern etc. und dadurch dann natürlich auch wieder kürzer treten, was das Gehalt angeht, das kommt glaube ich auch dazu. Auf jeden Fall alles sehr interessante Aspekte, aber auch Aspekte, die du natürlich angehst, weil du hast dir deine eigene Webseite gestartet, aber auch deinen eigenen Instagram-Channel und jetzt hast du schon sehr viel erzählt, aber lass uns da vielleicht noch ein bisschen genauer drauf eingehen, woher kommt die Motivation dafür, dass du dir wirklich die Zeit nimmst, Blogartikel zu schreiben, dass du dir dein Einmal-Eins für die Börse da gestaltest und dass du so häufig auf Instagram auch aktiv bist und da mit der Community in Kontakt trittst. Ja sehr gerne, das liegt mir einfach sehr am Herzen, dass man Frauen ermutigt oder bestärkt, sich irgendwie selber mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen und ja ich sag's immer Herr oder eigentlich Frau, ihre eigenen Finanzen zu werden. Ich möchte einfach nur Mut machen und eine Gesprächsgrundlage etablieren und inspirieren, dass dieses Thema auch tatsächlich Spaß machen kann und dass es halt auch irgendwie cool ist, wenn man sich ein eigenes Depot anlegt und dann seine eigene Aktie kauft oder in seinen eigenen ETF per Sparplan einen zahlt, dass es wirklich, dass es kein dröges, langweiliges und sexy Thema ist, sondern dass es wirklich cool ist und Spaß machen kann und dass es einem auch ein gutes Befür gibt, dass man irgendwie finanziell selber auf eigenen Beinen steht und dadurch unabhängig ist einfach auch ein Mann, beispielsweise sagt man ja so oft, man soll ein Mann nicht als Altersvorsorge sehen oder sein Partner als Altersvorsorge sehen und das ist mir irgendwie wichtig, den Frauen in dieser Welt zu zeigen und deswegen genau habe ich meine Website gegründet und schreibe Blogbeiträge, um dieses Thema einfach in die Welt hinauszutragen und um auch, wie ich ja gesagt habe, es gibt jetzt irgendwie nicht wirklich viele, also mittlerweile schon ein wenig weiblichen Finanzcontent, der irgendwie anspruchsvoll ist, aber auch irgendwie einfacher klärt trotzdem, wenn man sich damit nicht auskennt. Also wenn du nicht weißt, was eine Aktie ist, dann kannst du es halt einfach bei mir im Cash 1x1 nachlesen. Ich glaube, dass es da einfach erklärt für jemanden, der halt wirklich eigentlich leih ist von Anfang an und genau. Okay, sehr schön und für jeden, der dann trotz deiner Beschreibung immer noch nicht weiß, so hundertprozentig, was die Aktie ist und was da vielleicht noch die ein oder andere Frage mit sich auf hat, der kann dich natürlich auch immer ganz gut über Instagram erreichen, da gibt es ja die wundervolle Funktion der Direktnachrichten und wie gesagt, den Instagram-Account, den verlinken wir in den Show Notes beziehungsweise der Videobeschreibung, je nachdem, wo der Zuhörer, die Zuhörerin jetzt gerade zuhört. Und wir gehen jetzt auch schon weiter zur nächsten Frage, nämlich interessiert uns dein Depot. Es gibt ja jetzt natürlich Aktien, aber es gibt auch die von dir genannten ETFs. Wie ist da deine Strategie und wie setzt sich dein Depot zusammen? Ich habe tatsächlich momentan zwei Depots, also ich habe eins bei der DKB, wo ich, wie ich eben schon gesagt habe, verschiedene Sparpläne habe, noch keine Einzelaktien, das muss ich offen zugeben. Ich bin da gerade noch ein wenig am ausprobieren, habe ein Musterdepot oder eigentlich zwei Musterdepots, die ich mir angelegt habe, um das Ganze zu beobachten, weil ich tatsächlich auch nicht direkt ins kalte Wasser springen wollte und mir welche kaufen wollte, natürlich auch das Geld dafür erstmal sparen muss, damit ich dann mir im Endeffekt die Aktien kaufen kann, die ich möchte. Das beobachte ich gerade noch, um dann irgendwann hoffentlich welche zu kaufen und den Mut zu haben, einfach anzufangen. Und als zweites Depot habe ich schon Geld in einen Robo-Advisor investiert, weil ich mir gesagt habe, okay, ich möchte nicht nur meine ETF-Sparpläne haben, meine Aktien oder mein Aktien-Depot am Ende, sondern auch den Robo-Advisor als andere Quelle sozusagen oder Einnahmequelle und da möchte ich tatsächlich für die Rente sparen oder meine Rentenlücke mit, ja, wie nennt man das, mit Ausgleichen, genau. Okay, sehr interessant. Jetzt hast du neben den ETFs auch diesen Robo-Advisor gerade erwähnt und wir haben unter den Zuhörern und Zuhörerinnen bestimmt auch den ein oder anderen Neuling, der sich jetzt fragt, was ist denn das eigentlich? Tatsächlich, ja, das ist so ein Begriff, den man so wild um sich wirft und dann weiß immer keiner, was es ist. Das ist tatsächlich eine Firma, die ich mir da jetzt ausgesucht habe, die auch in ETFs investiert. Die macht das aber sozusagen, also man hat einen bestimmten Betrag, den man anlegen kann und die erstellen dann ein Portfolio aus ETFs für dich, was das Schöne daran ist, dafür zahlt man natürlich dann auch einen gewissen prozentualen Anteil, weil man es halt nicht selber macht, dass die anhand von deinem Risiko, was du vorher bestimmst, also du kannst deine Risikostufe zwischen 1 und 25 glaube ich da jetzt bestimmen, dieses Portfolio umschichten. Also wenn sie jetzt irgendwie merken, bei Staatsanleihen laufen überhaupt nicht oder Einzelaktien laufen überhaupt nicht, verkaufen sie einzelne ETFs und kaufen dann wieder andere ein, um diese Risikoeinstufung zu halten und auch natürlich um dann Rendite für dich zu erwirtschaften sozusagen und genau das machen sie halt für dich, dass sie halt diese Umschichtung, dass die stattfindet aufgrund deines Risikos, was du halt sonst selber machen würdest. Das kannst du natürlich, da kannst du natürlich genau die gleichen Anteile an ETFs kaufen in deinem Portfolio und würdest dann natürlich nicht diesen Anteil an die Gesellschaft oder das Unternehmen, was das für dich macht, zahlen. Ich habe mich jetzt aber dafür entschieden, dass ich das als weitere Quelle sozusagen bei meinen Investitionen hinzunehme und bin bis jetzt recht glücklich damit. Okay, klingt auf jeden Fall sehr interessant, weil ich selber habe keine Erfahrung mit Roboadvisern und kann daher jetzt sehr gut wahrscheinlich Fragen stellen, weil mir kommt jetzt so die erste Frage dazu, weil wir haben ja unter den Zuhörerinnen und Zuhörerinnen auch einige Neulinge wie gesagt, die jetzt erst bei Google wahrscheinlich eingeben Roboadvisor, welchen Haus fehlen, wie bist du denn da an die Wahl rangegangen, welchen hast du gewählt und warum den und nicht welche anderen? Ich habe mir mehrere angeguckt, da gibt es tatsächlich schon unterschiedliche, die auch in verschiedene Richtungen gehen, also es gibt auch welche, die irgendwie nur in nachhaltige ETFs investieren, etc. Ich bin bei einem dann hängen gebliebenen, das "scalable capital" heißen die, da habe ich mir dann auch live vor Ort, in Hamburg konnte man das, dieses Unternehmen angeguckt, das war also eine Vorstellung von denen, weil ich erst auch ein bisschen skeptisch war und dachte, naja gut, das sind ja jetzt auch irgendwie gefühlt Bankberater, die mich da irgendwie zu irgendwas zwingen wollen, die wollen dann natürlich auch irgendwie ihre Provisionen für haben und dachte mir, gut, dann höre ich mir das jetzt einfach mal vor Ort an und interview die da, was auch ganz cool war, weil es waren irgendwie nur 10 Personen, es waren drei von diesem Unternehmen da und die konnte ich dann tatsächlich mit meinen Fragen löchern, die haben das ganze dann vorgestellt, eine riesen PowerPoint Präsentation und ja genau, danach gab es eine Fragerunde, ich hatte vorhin einen Prospekt mir durchgelesen und fand das dann super interessant, habe danach dann auch da nochmal angerufen und genau, dann tatsächlich, man konnte mit 5000 Euro kann man da starten, man braucht ein Depot bei, ich glaube es ist die, also ich bin jetzt bei der ING, es gibt auch noch ein anderes Depot und darüber funktioniert das dann, dann investiert man diese 5000 Euro und die legen das für dich dann an in diese verschiedenen ETFs. Und auf jeden Fall danke für deine Ausführungen zu dem Thema, du hast jetzt gerade eben schon das schöne Wort "Nachhaltigkeit" erwähnt und was gerade in diesen Zeiten jetzt besonders natürlich immer sehr interessant ist, ist das Thema ethisches Investieren, also die Moral beim Investieren, du kommst ja jetzt selber aus der Modebranche hast du schon gesagt, da wird dir Nachhaltigkeit und Ethik wahrscheinlich sehr weit oben liegen, aber wie schätzt du das ganze Thema beim Investieren ein? Ich habe auch gemerkt, dass es in letzter Zeit immer mehr an Interesse geweckt hat, ich merke das ja auch bei meinen, bei den Followern, die dann irgendwie auch mal fragen, gut das ganze mit dem ETF, das sind natürlich viele Aktien, viele Unternehmen, die dahinter stecken, da kann jetzt auch noch ein oder andere dabei sein, was jetzt irgendwie nicht so das tollste Unternehmen ist, was wir unterstützen wollen, wo wir jetzt keine Namen nennen, aber das ist natürlich dann auch gegeben, wenn man bereit investiert in einen ETF beispielsweise und da ist mir auch aufgefallen, dass das wirklich auch vor allem bei der jüngeren Zielgruppe glaube ich immer wichtiger wird. Ich persönlich habe mich da jetzt noch nicht so richtig mit befasst, weil ich glaube es ist ja immer noch auch der Kapitalmarkt und es geht auch immer noch irgendwie um Geld und ich glaube, dass man das nicht nur auf ethische Weise hinbekommt, um ehrlich zu sein, also das ist meine Meinung. Ich hoffe, dass es in Zukunft zu sein wird oder dass es irgendwie in die Richtung geht, dass es immer weiterentwickelt wird, aber ich glaube man kommt heutzutage oder gerade jetzt in diesem Zeitpunkt noch nicht drumherum auch mal bei einem ETF zum Beispiel ein Unternehmen zu investieren, hinter dem man jetzt nicht komplett steht. Das ist meine Meinung dazu, aber ich würde es mir wünschen, dass es in Zukunft immer noch mehr an Bedeutung bekommt und dann auch immer mehr berücksichtigt wird auch am Kapitalmarkt. Ja sehr schön, da haben wir auf jeden Fall die gute Neuigkeit, dass viele der großen Anbieter ja tatsächlich auch immer mehr auf Nachhaltigkeit setzen, einfach weil die Nachfrage am Markt, also von den Investoren, von uns Privatanlegern da ist, in nachhaltige, in ethische Produkte zu investieren. Ganz groß dabei ist ja der norwegische Ölfond, der wirklich sehr strikte Regularien dafür hatte, wo er nicht reingeht von einer Boeing und Airbus, die halt mit ihren Atombombenbauern unterwegs sind bis hin zu, wie heißt jetzt noch mal, der Australia Rio Tinto und die kommen da auch nicht mehr mit rein, weil die einfach zu schmutzig sind. Wir kommen weiter zur nächsten Frage, die besagt Corona und heute, jetzt hast du natürlich auch, wenn du sagst, du bist schon zwei Jahre dabei, jetzt einen ersten Crash erlebt. Wie ist das für dich so gewesen, was ist da passiert und was sind deine bisherigen Learnings da draus? Genau das ist ein Learning, diesen Crash auszuhalten, glaube ich. Das war nämlich tatsächlich wirklich das erste Mal und ja, man hört es ja immer, man soll nicht so oft ins Depot gucken, man soll auch nicht so keine Panik bekommen, wenn das dann irgendwie in roten Zahlen ist und wenn man es dann tatsächlich mal erlebt, denkt man so auch wirklich erstmal, okay, da ist jetzt weniger Geld. Ich habe mir aber immer gesagt und ich glaube, das ist auch wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass solange du nicht verkaufst, hast du ja nichts verloren in dem Sinne. Von daher ist aushalten hier die Devise gewesen und ich habe das tatsächlich auch ganz gut hinbekommen nach dem ersten kleinen Schock bei den roten Zahlen, die natürlich auch in meinem Depot waren. Habe aber tatsächlich in dieser Zeit dann auch in diesen Robo-Advice investiert, was glaube ich gar nicht so der falsche Zeitpunkt war, wenn man dann natürlich mehr Anteile erhalten hat für sein Geld und habe das dann auch genutzt und ich glaube, so sollte man im Endeffekt auf die Corona-Krise natürlich wahnsinnig viele Schatten salten, wahnsinnig viele negative Aspekte, aber ich glaube, man kann auch ein paar Chancen da sehen und daraus ziehen, also wie zum Beispiel diesen Crash aushalten, zu sehen irgendwie, wie wichtig beispielsweise so ein Notgroschen in so einer Zeit ist, wie wichtig irgendwie die Digitalisierung ist, in der wir glaube ich in Deutschland noch ein wenig hinterher sind meiner Meinung nach und sich einfach zu besinnen auf das, was man hat und ich glaube, so sollten wir die Corona-Krise auch sehen und versuchen irgendwie da etwas Positives im Endeffekt herauszuziehen. Bezüglich der Digitalisierung in Deutschland, gebe ich dir auf jeden Fall recht, da sind wir noch lange nicht da, wo wir eigentlich als ein Land wie Deutschland sein müssten, gerade wenn wir jetzt nach China rüber gucken oder Abu Dhabi, aber vielleicht auch noch mal nach China, in Städten wie Shenzhen, also den wirklich großen Städten von China, da gibt es tatsächlich schon öffentliche Mülleimer, die melden, wenn sie voll sind und dann wird es jemand hingeschickt und dann gucken wir hier noch in Deutschland und man sieht meistens der Mülleimer ist unten einfach nur unten aufgeschraubt und die Leute werfen trotzdem Müll rein, aber das vielleicht einfach nur als kleiner Seitenausflug. Du hast jetzt schon viel über die Roboadvisor gesprochen, aber auch schon ein bisschen über ETFs und wenn jetzt jemand motiviert ist und anfangen möchte und sich so ein bisschen informiert und in den ersten ETFs investieren möchte, da gibt es inzwischen ja eine ganze Menge an ETFs und das ist total verwirrend. Wie war denn da deine Auswahlstrategie und für welches grobe ETF-Produkt hast du dich denn da entschieden? Ja, das war tatsächlich auch so ein bisschen das Schwierige an der Sache. Ich habe sehr viel Sachen vorher natürlich gelesen, also zum Beispiel, man kennt ja den berühmt-berüchtigen Gert Kommer und sein ETF-Buch, nenne ich es mal. Da habe ich natürlich einen Blick reingeworfen. Dann habe ich "Buch um Stadt Bali" gelesen. Es ist ein Buch, was vor allem, glaube ich, für Frauen geschrieben ist von der Natascha Wigelin, von Madame Manny Penny. Sie hat eine sehr gute Anleitung darin, wie man irgendwie beispielsweise diese ETFs auswählen kann, wie man da irgendwie vorgeht, Step by Step und genau, ich habe tatsächlich sehr viel gelesen, erst einmal, dann mich rangesetzt und was ich ganz gut fand, beispielsweise bei der DKB konnte man natürlich dann filtern, was, okay, welche Sparpläne gibt es, dann die einzelnen Komponenten, die man möchte irgendwie tesorieren, etc., die ich mir natürlich vorher irgendwie gesetzt habe. Dann war ich da schon ein bisschen weiter und hatte nicht irgendwie 1000 Ergebnisse, sondern lasse es 30 Ergebnisse sein. Dann bin ich natürlich im MSCI World ETF gelandet, den ich unbedingt haben wollte und habe dann am Ende auf die Kosten natürlich auch geschaut und habe dann am Ende gedacht, okay, du nimmst jetzt hier irgendwie ein, weil es gibt einfach so viele und habe mich dann tatsächlich für einen entschieden, den ich dann am Anfang bespart habe. Da gibt es jetzt leider gar keinen Sparplan mehr, der wurde jetzt abgeschafft, da musste ich mich wieder für einen entscheiden, was aber ganz interessant war, dann habe ich jetzt noch einen besseren gefunden und habe dann tatsächlich auch als Anfangsfehler erst einen Ausschüttenden genommen, habe dann gemerkt, okay, das ergibt gar keinen Sinn, ich möchte ja den Zinsenzinsinfekt mitnehmen, um hier meinen Sparplan irgendwie am Laufen zu halten, habe jetzt einen Tesorierenden genommen, wo das wieder eingezahlt wird und bin jetzt ganz glücklich damit. Aber es ist ein recht langer Weg auch gewesen, aber ich kann nur allen sagen, die jetzt zu hören ist, es hat irgendwann trägt es Früchte und man freut sich jedes Mal darüber, wenn man wieder reinguckt. Okay, sehr schön auf jeden Fall und eine sehr interessante Herangehensweise an die ETFs, auch interessant, dass du jetzt nochmal gesagt hast, was halt mit den Terrorisierern, also den wieder anliegenden ETFs und was mit den ausschüttenden ETFs, also die, die ihre Gewinne ausschütten an die Aktionäre, was mit denen so ist und was da deine persönliche Einstellung zu ist und wer trotzdem vielleicht einen Ausschütter kaufen möchte und das aber trotzdem sofort wieder reinvestieren möchte, da gibt es die Konsorsbank, das ist auch ein Depotanbieter und der bietet dir halt die Möglichkeit, dass die Ausschüttungen aus den ETFs auch direkt wieder reinvestiert werden, das ist eine ganz coole Sache, habe ich auch nur zufällig gemerkt, als mein ETF da auf einmal wieder automatisch angelegt wurde. Ja, auf jeden Fall sehr interessant das Ganze und es bringt mich auch gleich zu der nächsten Frage, weil du hast jetzt schon DKB gesagt und ING gesagt, was ist denn deiner Meinung nach so ein interessantes Depot, worauf muss man da achten und wieso hast du dich letzten Endes für deine Depotanbieter entschieden? Also für die DKB habe ich mich tatsächlich entschieden, weil ich da mein Konto damals von der Sparkasse hingezogen habe, weil es tatsächlich kostenlos war, weil ich mich entschlossen habe, okay ich brauche jetzt hier kein Bankperater, zu dem ich gehen kann, ich brauche auch keine Sparkasse, bei der ich irgendwie durch die Tour gehen kann, sondern eine Direktbank ist genau das wichtige für mich, ich bin sehr online-affin, ich möchte mich da irgendwie im Internet einloggen können, ich möchte eine App haben, das war für mich wichtig, eine TAN-App, nicht irgendwie so ein Zettel, wo ich die Tanz abschreiben muss, da bin ich dann, habe ich tatsächlich wahnsinnig viele im Internet gefunden, wahnsinnig viele Banken, die man da irgendwie natürlich wählen kann, bin dann aber im Endeffekt bei der DKB gelandet, weil ich auch Bekannte hatte, die dann gesagt haben, das würden sie mir empfehlen und ich bin bis jetzt da wirklich sehr sehr glücklich mit und bei der ING bin ich tatsächlich wegen des Robo-Advices gelandet, weil das ein Kriterium war und bin da bis jetzt aber auch sehr glücklich, also das ist auch sehr digital, ich habe alles als App und es funktioniert wahnsinnig schnell und ich finde auch bei den Direktbanken, was ich vorher nicht dachte, dass der Kontakt, den man trotzdem haben kann, auch wenn man keine Filiale vor Ort hat, vorhanden ist, man kann dort 24/7 anrufen, was ich auch tatsächlich des Öfteren getan habe, den eine Mail schreiben, man kriegt sofort bei der DKB beispielsweise eine Antwort, da bin ich sehr zufrieden mit den beiden. Wir nähern uns so langsam an den Ende des heutigen Interviews und meine Frage an dich ist da, hast du noch einen interessanten Tipp, einen wirklich wichtigen Ratschlag, den du jedem Neuaktionär, jeder Neuaktionärin mit auf den Weg geben möchtest? Einfach anfangen, würde ich jetzt direkt spontan sagen, weil das war für mich damals auch das Ausschlaggebende, man denkt immer, es gibt tausend Sachen, die man irgendwie noch machen muss, man muss noch so viel Wissen sich aneignen, aber manchmal ist einfach machen das Richtige, weil auf dem Weg lernt man. Ich habe jetzt auch schon Fehler gemacht, daraus habe ich gelernt, kann mich weiterentwickeln, weiß, wie ich das angehen soll beim nächsten Mal und ich glaube, starten ist das Wichtigste. Okay, sehr gut, also damit haben wir einen sehr wichtigen Tipp, einfach mal anfangen, sich vielleicht ein bisschen darüber im Anfang belesen, dafür gibt es ja mit deinem Blog und auch anderen Blogs die unterschiedlichsten Websiten und es gibt auch YouTube-Channel und es gibt auch Podcasts, auf denen das überall kostenfrei möglich ist, kurz ein bisschen informieren, das Depot eröffnen, den ersten ETF besparen und learning by doing ist eine ganz schöne Sache. Wir sind jetzt tatsächlich schon am Ende des heutigen Interviews angekommen, mir hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich, dass du heute da warst. Bevor wir uns jetzt verabschieden, das letzte Wort des Interviews geht nochmal an dich. Ja, vielen Dank, ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung und für dieses tolle Interviews, hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass man viele Frauen damit motiviert oder auch viele Männer, das ist ja nicht ausgeschlossen, sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen und unabhängig zu werden. Ja wunderbar, dann danke für das heutige Interview und an alle Zuhörer, Zuschauer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Mit 21 als dualer Student, Start-Up Gründer, Investor und Politiker unterwegs?
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Tim ist noch Student und sehr jung, hat es aber bereits geschafft, in seinen jungen Jahren sehr viel zu erreichen, hat seine ersten Business Ideen aufgebaut, macht damit auch fleißig weiter und ist zudem auch noch politisch aktiv. Was das alles bedeutet und was Tim so macht, erfahrt ihr hier und heute in diesem Interview. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen. Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview Folge. Heute geht die Leitung von Hannover nach Hannover. Wir begrüßen Tim, Tim seines Zeichens noch Student, aber bereits sehr viel erreicht. Tim, grüße dich. Grüße gehen zurück. Moin moin. Schön, dass es geklappt hat und schön, dass du die Zeit genommen hast, dich hier und heute dem Interview zu stellen. Jetzt für alle, die dich noch nicht kennen, die deine Webseite, deinen Podcast noch nicht kennen, stell dich doch gerne einmal kurz vor. Ja, wer bin ich? Ich bin Tim Sänger, bin 21 Jahre alt und mache diverse Sachen. Also hauptberuflich bin ich eigentlich noch dualer Student, bin jetzt da in meinem letzten Semester, bin schon während des Studiums, das ist ein duales Studium, bei der Hannover Rück tätig und werde da nach dem Studium auch bleiben und da als Beteiligungsmanager anfangen. Genau. Und nebenbei mache ich schon seit der Schule diverse Webprojekte und habe auch schon in der Schulzeit angefangen zu investieren. Genau, das war so grob, was ich so mache. So, wenn wir deinen Namen jetzt bei Google in eine Suchanfrage reinwerfen, dann bekommen wir relativ viele Ergebnisse. Du bist nämlich nicht nur politisch aktiv, sondern auch Unternehmer und Investor. Nimm uns da doch mal ein bisschen mit auf die Reise und erzählen uns von deinem Werdegang. Ja, also zuallererst würde ich sagen, dass ich mich nicht als Politiker betrachte. Da kommt zwar was dazu, weil ich mich ein bisschen nebenbei politisch engagiere. Genau, ich bin bei den jungen Liberalen aktiv, ebenso wie in der FDP, weil ich es einfach der Ansicht bin, dass man sich nicht immer nur aufregen darf, was andere falsch machen in der Politik, was da falsch läuft und dann irgendwie nichts selber dagegen tun. Und deswegen hatte ich mich ja kurz vor der Bundestagswahl 2017 dazu entschlossen, in der Partei beizutreten und da hatte ich mit der FDP die größte Schnittmenge. So, von Werten natürlich finde ich auch da nicht alles gut. Und ich finde vor allem auch in der letzten Zeit, dass die viele, viele Fehler gemacht haben, vor allem auch kommunikationsmäßig, aber von den Inhalten passt das schon relativ gut. Trotzdem zu mir. Und deswegen versuche ich da auf unterster Ebene. Also ich bin bei den jungen Liberalen im Regionsvorstand Hannover und bei der FDP bin ich im Bezirksvorstand. Ich glaube, das Bezirksvorstand, diese ganzen Einrichtungen haben alle ihre eigenen Namen. Teilweise steige ich da selber nicht mehr durch. Genau, bin also in der ganz untersten Ebene und mache da so ein bisschen Lokalpolitik beziehungsweise helfe dabei auch auf Landesebene Punkte, die mir wichtig sind, nach oben zu bringen. Weil jedes Mitglied ist natürlich antragsberechtigt und kann somit zu den politischen Positionen einer Partei beitragen. Genau so viel zur Politik. Was mache ich webseitenmäßig? Da habe ich relativ früh eigentlich angefangen. Ich bin mal per Zufall, weil ich aus Spaß früher Videos auf YouTube hochgeladen habe, wie ich Computerspiele gespielt habe, von so einem kleinen Hobby-Spielmagazin angeschrieben worden, ob ich nicht bei denen auch Inhalte mitschreiben wollen würde. Das hatte mir tatsächlich ziemlich viel Spaß gemacht. Ich habe auch nicht direkt dafür was bekommen, außer Spiele umsonst. Aber das fand ich damals halt schon extrem cool und bin so dann damit auch in Kontakt gekommen, wie eigentlich so eine Webseite aufgebaut ist und wie man da halt so Inhalte schreiben kann etc. Und nachdem dann dieses Magazin im Endeffekt aufgehört hat, hatte ich mit einem Kumpel aus der Schule mein erstes eigenes Magazin gestartet. Hieß eSport Mania. Es sollte ein eSport Magazin werden. Das haben wir nicht mal ein Jahr lang durchgehalten. Dann haben wir es verkauft und quasi die Kosten, die wir dafür hatten, wieder reingeholt. Das Magazin gibt es aber witzigerweise immer noch. Wenn man also eSport Mania googelt, findet man das sogar noch. Genau, aber das hatte auch weitere Erfahrungen gegeben, wie man am besten so eine Webseite aufbaut und was dabei wichtig ist, dass die halt auch im Internet gefunden wird und so weiter. Genau und dann hatte ich mit dem gleichen Kumpel das nächste Magazin gestartet. Easy heißt das. Easy mit einer 4 geschrieben. Und dort habe ich dann viele verschiedene Artikel mit meinen Freunden zusammen veröffentlicht über viele verschiedene Themen. Genau, das ist halt quasi ein komplettes Magazin. Also es ist jetzt nicht wirklich auf auf irgendein Thema begrenzt, sondern quasi so spiegelmäßig über alles, was es gibt auf der Welt. Und das coole daran ist nämlich auch, dass ich früher gar nicht mal Geld zwingend auch damit verdient hatte, aber natürlich Chancen hatte, auf Sachen an Sachen ranzukommen, wo ich sonst nicht so herangekommen wäre. Wie zum Beispiel, dass man halt Bücher umsonst bekommt für eine Buchrezension oder dass man auf Events gehen kann, wie irgendeine Messe oder so. Und man halt ja sonst keinen Eintritt dafür, also man müsste ja sonst Eintritt dafür zahlen. Und sonst kann man sich halt als Presse, die wir ja dann waren, dafür akkreditieren. Und konnte mir so dann die Kosten da sparen oder auch auf Konzerte oder so. Was natürlich gerade in der Schulzeit noch mal noch mal cooler ist. Genau, und dann ist das Ganze so ein bisschen gewachsen. Ich bin mit so verschiedenen Themen in Kontakt gekommen über die Zeit, weil ich mich natürlich auch informiert habe, wie ich die Webseite besser machen kann, wie man auch so Webseiten monetärisieren kann. Und da ist mir Affiliate-Marketing ins Auge geflogen. Und dann habe ich zwar auf Easy so ein paar Affiliate-Links eingebaut, aber, also, Affiliate-Links nicht kennt, das sind im Endeffekt Provisions-Links. Wenn man über diesen Link etwas kauft, einen Vertrag abschließt, etc., dann bekommt derjenige, der den Link gesetzt hat, eine Provision dafür. Genau, und ich hatte dann auf Easy zwar ein paar davon gesetzt, aber dadurch, dass das Magazin natürlich nicht so wirklich spezifisch ist, ist das sehr schwer damit was geeignetes anzusprechen. Und habe dann aber angefangen, eigene Seiten für eigene Themen aufzubauen. Einfach an den YouTube-Shop, den ich mittlerweile aber auch verkauft habe, so wie ein paar andere Seiten. Aber der YouTube-Shop war somit das erfolgreichste, was ich hatte. Da konnte man Tipps und Artikel finden, die man für die Erstellung von YouTube-Videos benötigt. Und habe dann da halt weitergeholfen, was denn so wichtig ist, was man bei der Beleuchtung beachten sollte und welche Softboxen zum Beispiel, also so Lampen, da geeignet sind. Und dann haben halt Leute über die Links auf diese Softboxen geklickt und diese gekauft. Und dann habe ich halt Provisionen damit gemacht und habe so dann angefangen, langsam nettes Taschengeld im Internet damit zu verdienen. Genau, und dann kamen auch so ein paar andere weitere Einnahmequellen dazu, wie halt so gesponserte Artikel, aber auch, ja, so verschiedene andere Kleinigkeiten, wie, dass man mich dann angesprochen hat, ob ich nicht auch für zum Beispiel die Mutter von einem Freund war Ärztin, dann habe ich für die auch Webseiten gebaut und so weiter. Ich habe ja auch schon gesagt, dass ich immer angefangen habe, früh zu investieren. Und wenn man noch jung ist, hat man natürlich nicht so viel Geld. Also wollte ich mehr Geld haben. Und deswegen habe ich dann halt angefangen, über diese ganzen Wege Geld reinzuholen, sozusagen. Wow, das klingt auf jeden Fall nach einer sehr spannenden Geschichte, die du bisher erlebt hast. Und ich finde es in jungen Jahren immer noch beeindruckender. Aber wenn du jetzt sagst, du hast sogar schon mal eine Webseite verkauft. Also ich hätte jetzt überhaupt keine Ahnung, wie ich das angehe. Wie verkaufst du eine Webseite und woher weißt du eigentlich, was dafür der richtige Preis ist? Ja, gerne. Also das Einfachste im Endeffekt, um etwas zu verkaufen, ist tatsächlich Facebook. Da gibt es verschiedene Gruppen. Ich bin da in so einer Gruppe drin, die heißt, glaube ich, Projekt An und Verkauf. Und dort bieten halt Leute ihre Webseiten an oder suchen halt sogar auch gezielt nach Themen von Webseiten. Genau, und dann klärt man halt quasi auf Facebook bilateral was ab, schickt sich vielleicht gegenseitig noch einen kleinen halbwegs zusammengeschriebenen BGB-Vertrag zu und verkauft dann tatsächlich darüber die Webseite. Wenn man größere Projekte hat, dann lohnt sich das teilweise auch über Dragonflip ist zum Beispiel so eine Seite. Da werden dann größere Seiten verkauft. Oder halt auch eBay wird auch öfters mal dafür benutzt. Aber das Problem bei diesen Seiten ist, dass halt immer eine Provision anfällig wird. Und gerade weil man ja da schon größere Summen teilweise je nach Umsatz der Seite bewegt, fällt so eine gerade eBay-10%-Provision dann doch schon ins Gewicht. Und deswegen fand ich die Facebook Gruppe eigentlich sehr attraktiv. Und das hat auch eigentlich ziemlich reibungslos geklappt. Ich war tatsächlich teilweise sogar erstaunt. Also vielleicht kann ich da auch als Tipp mit auf den Weg geben ein bisschen genauer die Webseiten zu prüfen, weil die Leute, die mir teilweise die Webseiten abgekauft haben, die haben ja gar nicht so eine richtige due diligence gemacht. Jetzt komme ich vielleicht so ein bisschen aus dem M&A-Bereich beruflich, hauptberuflich gesehen. Eine due diligence ist halt, dass man den Kauf eines Unternehmens halt auch anständig prüft. Und ja, ich habe teilweise da einfach nur Screenshots von meinen Einnahmen geschickt und war ganz verwundert, dass die irgendwie teilweise nicht mal einen Anruftelefonat mit mir wollten, um irgendwie noch mehr Informationen daraus zu bekommen. Weil das hätte ich eigentlich selber zumindest für ein Standard gehalten. Und würde da deswegen definitiv raten, dass man genau die Sachen prüft, vielleicht auch noch eine Skype-Session macht mit Bildschirmübertragung und dann guckt, wie die da live einmal durch die Webseite schalten würde, damit man sieht, dass das halt nicht so einfach, ja, so eine flache Webseite sozusagen gesehen ist und dass man da auch nicht irgendwie Luft kauft. Genau, und ich hatte dann einfach meine Webseiten eingestellt, weil ich nicht mehr so viel Spaß daran hatte, Artikel zu schreiben, weil für Webseiten braucht man halt immer ziemlich viel Text-Content. Und ich habe irgendwie so ein bisschen die Lust am Schreiben verloren. Und deswegen wollte ich dann meine Webseiten verkaufen, was im Nachhinein auch eine sehr, sehr gute Entscheidung war, weil gerade jetzt hatte Amazon angekündigt, also ich habe das meistens über Amazon monetarisiert, und Amazon hat jetzt angekündigt in Amerika, dass sie die Provision senken, und zwar ziemlich drastisch, also da würde ich sagen, hätten sich sonst die Einnahmen meiner Webseite mindestens halbiert. Und wenn so was in Amerika kommt, dann kommt das ein bisschen Zeit für Zögerung auch sehr wahrscheinlich bald in Europa. Und dementsprechend wären dann auch natürlich meine Webseiten deutlich weniger wert gewesen. Und wenn ich auch keine weiteren Texte geschrieben hätte, dann wären natürlich auch die Besucherzahlen runtergegangen und dementsprechend auch der Umsatz. Und auch dadurch wäre die Webseite dann weniger wert gewesen. Und deswegen ist es natürlich gut, wenn man solche Webseiten verkauft, wenn sie noch einen möglichst hohen Umsatz hat. Denn meistens nimmt man halt einen Multiplikator auf den Umsatz oder Dialöse. Also der Umsatz sind ja meistens dann direkt der Gewinn der Webseite, weil man hat ja bei einer Webseite jetzt nicht so viele Kosten direkt. Und dann nimmt man halt irgendwie den einfachen oder zweifachen Jahresgewinn im Schnitt. Und das ist dann der Preis für so eine Seite. Kann da natürlich ein bisschen rauf und runter handeln. Aber das ist im Endeffekt so der Weg, über den man eine Webseite verkaufen kann. Jetzt sind es natürlich sehr viele Aktivitäten, die du dabei alle nebenbei noch machst, neben dein Studium, neben deine Ausbildung, neben deiner Freizeit. Das kostet natürlich alles sehr viel Zeit. Woher kommt denn die Motivation dafür, genau so was durchzuziehen? Genau, die größte Motivation war, neben dem, dass ich halt mal meinen Kapitalstock sozusagen, um mehr investieren zu können, erhöhen wollte, einfach, dass mir die ganzen Sachen Spaß gemacht haben. Allen voran bei dem Magazin, dass man halt auch noch so nette Goodies oben drauf bekommt, wie dass man halt auf Konzerte kostenlos gehen kann und so weiter. Da hat man natürlich einen hohen immateriellen Wert auch nebenbei. Und mir hat es tatsächlich auch viel Spaß geschrieben, viel Spaß gebracht, Artikel zu schreiben und meine Meinung teilweise auch zu Themen auszudrücken. Genau, aus dem Grund hatte ich dann auch tatsächlich viel Spaß. Und ich hatte auch viel Spaß, diese Webseiten aufzubauen. Aber bei mir steht natürlich der Spaß auch wirklich, muss man sagen, relativ hoch im Vordergrund. Weil wenn es mir keinen Spaß macht, dann bringt auch das beste Geldverdienen dann nichts. Also ich hätte ja tatsächlich auch noch Artikel auf der YouTube-Seite zu dem Zeitpunkt schreiben können. Aber und damit die Einnahmen wieder ankurbeln, ja so einfach abgewogen. Ich könnte halt in der Zeit auch entweder was Neues anfangen, wo ich halt Spaß habe und daran Geld verdiene oder wo ich nur dran Spaß habe oder so. Und ja, deswegen hatte ich mich dann auch zu dem Verkauf entschieden. Weil ja, es bringt einem nichts, wenn man quasi seine Zeit verschwendet, wenn man Sachen macht, von dem man halt persönlich, finde ich, keinen Spaß mitnimmt oder ja, sich irgendwie davon einen auch persönlichen Wert erzielt. Jetzt machst du natürlich die unterschiedlichsten Projekte. Und von dem, was ich bisher in diesem Interview von dir so gehört habe, wirst du wie jemand, der sehr stark strukturiert ist und sehr gut durchgeplant ist. Wie bist du denn für die Zukunft aufgestellt? Und was erwartet uns von deiner Seite aus in der Zukunft noch? Ja, also dazu kann ich tatsächlich gar nicht so viel sagen. Also es sind auch wirklich unterschiedliche Sachen. Das eine wäre tatsächlich ein relativ größeres Startup im Finanzbereich, ein anderes wäre im Gastronomiebereich. Aber ja, die stehen halt noch in so einem frühen Stadium und bis auf die sozusagen Idee und den Umsetzungsplan steht da halt noch nichts. Und deswegen kann und will ich da auch noch nicht so wirklich viel zu sagen. Was aber in kleineren, größeren Projekten sozusagen jetzt läuft, dazu könnte ich sonst vielleicht noch mal was sagen. Also ich habe einen YouTube-Kanal nebenbei noch aufgebaut gehabt zu den Webseitenergänzen, wo ich mich auf die Nische Auslandsaufenthalt beschränkt habe sozusagen und gezielt halt für Au Pair FSJ Work and Travel Videos fabriziert habe. Der Kanal heißt Tim Ventures, ist wirklich ein sehr, sehr spitzes Thema. Deswegen hat er auch echt nicht viele Abonnenten und Aufrufe, teilweise je nach Videos auch schon ein paar mehr Aufrufe. Aber genau, den möchte ich zumindest so rundbringen, dass der so ein bisschen von alleine läuft. Ich produziere bei solchen Sachen immer extrem viel Content im Voraus vor, sodass diese Sachen dann mehr oder weniger von alleine laufen. Genau, dann habe ich einmal das. Dann habe ich jetzt letzten Monat tatsächlich, also im März hatte ich ein neues Projekt gestartet, was mir auch sehr viel Spaß macht, den Erfolgsgeschichten Podcast, wo ich auch tatsächlich ziemlich große Visionen habe. Ich habe meistens, wenn man ehrlich ist, immer sehr große Visionen und dann gucke ich einfach mal, wie weit ich komme. Es mag sich vielleicht für den einen oder anderen ein bisschen lächerlich teilweise anhören, wenn man so früh dann schon etwas größer denkt. Aber ich sage mal so, in diesem Podcast da interviewe ich halt auch diverse Persönlichkeiten, im Endeffekt, wie sie zu Erfolg gekommen sind und welche Geschichten sie erzählen können. Und versuche das Ganze natürlich auch möglichst praxisnah zu halten, so wie auch hier in deinem Podcast, sodass man auch gut was für sich mitnehmen kann. Und den würde ich tatsächlich ein bisschen weiter ausbauen und dann mit diesen Kunden, mit diesen Kunden sage ich schon, mit den Leuten in Interaktion zu treten und auch weitere Mehrwerte aus dieser Marke herauszuschaffen, wie dass man dann gegebenenfalls Online-Kurse zu bestimmten Themen anbietet, die teilweise noch nicht so behandelt wurden. Ich meine, das Internet ist ja schon vollgepflastert mit vielen Online-Kursen, aber zu manchen, vor allem von qualitativen, zu zenten Bereichen, gibt es dann auch noch nichts. Und der nächste Step danach wäre tatsächlich, dass ich auch einen großen Spaß dran hätte, daraus ein tatsächliches Event zu machen, dann irgendwie, weißte ich, man könnte es dann die Erfolgskonferenz nennen oder so. Und dann, ja, dann diese ganzen Speaker tatsächlich auch zu einem Real-Life-Event einlädt und dann auch gleichzeitig noch so eine nette Netzwerkveranstaltung reinhängt. Das wäre visionsmäßig auf jeden Fall was, was ich in der Zukunft ziemlich cool fänden würde. Ich habe auch schon mit anderen Projekten deutlich groß gedacht und die sind bislang noch nicht so groß geworden. Aber man muss sich ja irgendwie Ziele setzen und dann so ein bisschen tun, dass man auch dahin kommt, weil wenn man sich nicht anständige Ziele setzt, dann wird man auch immer nur bei den kleinen Zielen hängen bleiben. Okay, diese Projekte klingen ja jetzt natürlich auch relativ kapitalintensiv, gerade wenn du sagst, du möchtest natürlich auch ins Gastronomie-Gewerbe einsteigen. Wie gehst du denn da jetzt vor? Also bezahlst du das alles selber oder sprichst du da tatsächlich auch schon mit Banken? Genau, da muss ich leider sagen, habe ich nicht so viel Eigenkapital, dass ich das selber stemmen könnte. Also das da dann im Gastronomie-Bereich vielleicht, wenn ich noch ein bisschen spare etc. Beziehungsweise gegebenenfalls mal eine Aktie dafür verkaufen müsste, was ich aber eigentlich auch ungern machen würde. Genau, weil eins, wenn ich eins gelernt habe, ist, man wird über klassische Investments nicht wirklich... Ja, also man kann damit gutes Geld verdienen, aber man wird damit jetzt nicht direkt reich. Der Kern, der bei vielen Investoren immer den Unterschied gemacht hat, ist der Hebel. Auch bei Warren Buffett, der hat zwar sehr gut investiert, aber ohne den großen Kapitalebel, den er über das Versicherungskapital, was er quasi zinsfrei zur Verfügung gestellt bekommen hat, hätte er nie diese unfassbar hohen Renditen einfahren können. Und deswegen bin ich schon früh zu dem Entschluss gekommen, dass ich eigentlich immer von extern irgendwie Kapital benötigen werde, um halt auch in Sachen Wachstum so richtig zu beschleunigen. Da gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Man muss dann natürlich immer auch bei seinem Businesszweck gucken, was dazu passt. Also zum Beispiel für die Idee im Gastronomiebereich, das ist eine sehr standfeste deutsche Idee, würde ich jetzt mal sagen. Deutsche Investoren und deutsche Banken etc. haben immer einen sehr konservativen Blick. Sie gucken immer, kann das funktionieren, gibt es schon was, was so in der Art funktioniert etc. Und je nachdem bekommt man dann halt entweder einen Bankkredit oder auch Eigenkapital von Investoren gestellt. Und die einfachsten Quellen dafür sind für jeden zugänglich die KfW und die jeweiligen Landesbanken, also nicht Landesbanken, sondern Landesförderbanken. Also in Niedersachsen ist das zum Beispiel die N-Bank, in Berlin relativ bekannt, die Investmentbank Berlin oder in Schleswig-Holstein, Investmentbank Schleswig-Holstein. Genau und da kann man relativ günstige Zinsen für Gründungen bekommen, muss dann im Endeffekt vor diesen Förderbanken einen Antrag hinschicken, begründen. Meistens wird man dann auch noch eingeladen etc., gibt Nachfragen und so weiter. Und dann gibt es unterschiedliche Modelle, wie die sich daran beteiligen, teilweise auch per Eigenkapital, teilweise einfach nur per sehr günstigen Förderkredit, wo man zum Beispiel die ersten drei, fünf Jahre zum Beispiel auch tägungsfrei ist etc. und nur die Zinsen zahlen muss. Genau, das ist halt, wenn man ja ein Recht, eine Idee hat, die eigentlich sehr, ich sag mal jetzt konservativ, also jetzt nichts irgendwie "ich möchte das nächste Shuttle zum Mond bauen" mäßig ist. Genau, da kann man sich eigentlich sehr gut in Deutschland immer an diese Förderbanken wenden und muss sich halt wirklich, das ist dann der deutsche Teil, einen klaren Businessplan schreiben. Am besten auch mit schöner Finanzplanung etc. Das ist das, was die Leute sehen wollen. Und ja, wenn dann die Idee ist und der Plan gut ausgearbeitet ist, dann stehen die Chancen auch nicht schlecht, dass man da das Geld bekommt, was man möchte. Ein anderer Punkt ist natürlich, wenn man jetzt eine abgespacetere Idee hat, so wie die Idee, die ich da im Finanzbereich habe, das kann entweder sehr gut funktionieren, das kann aber auch höllig daneben gehen. Und deswegen würde ich auch selber mein ganzes Vermögen nie auf diese eine Karte setzen wollen. Muss ich natürlich zum Teil, wenn ich das dann durchziehen möchte, aber ja, es ist ein hohes Risiko und man braucht auch vor allem viel Kapital dafür. Und das ist was wirklich Neues und dann muss man halt an Venture Capital Investoren im Endeffekt rangehen, also Wagniskapitalgeber. Und da gibt es im Endeffekt ja die kleinere Variante, die Business Angels. Das sind dann einfach etwas vermögenere Privatpersonen, die gerne Startups Gründungen unterstützen möchten. Und wenn man die überzeugt, dann ja, dann bekommt man im Endeffekt Geld von denen meistens in Eigenkapitalform und kann dann damit arbeiten. Ist natürlich ein bisschen schwer, an solche Kontakte ranzukommen, wenn man jetzt, also ich habe jetzt nicht viele, ich kenne jetzt ehrlich gesagt nicht viele Leute mit viel Geld, die sowas unterstützen, eigentlich gar keine. Die Frage ist also, wie kommt man an solche Leute ran? Auch da sind wieder die Förderbanken tatsächlich ganz praktisch. Dann da gibt es nämlich auch verschiedene Netzwerke, Business Angel Netzwerke, über die man muss man einfach mal auf der Webseite gucken, die kontaktieren kann oder zumindest auf Netzwerkveranstaltungen dann auch mit eingeladen wird, wo man die dann zum Beispiel treffen kann. Aber insgesamt sind Veranstaltungen zu solchen Themen immer eine gute Sache, um irgendwie Kontakte zu knüpfen zu Leuten, die man braucht, denn im Endeffekt das Netzwerk, was man da hat, das ist dann unbezahlbar für die späteren Sachen, die man da benötigt. Und ja, wenn es dann ein bisschen mehr Geld sein muss, dann kommt man um Venture Capital, Fronx sozusagen nicht herum. Also das sind institutionelle Geldgeber, die für Pensionskassen, Versicherungen etc. ein Geld in Startups investieren. Und da gibt es tatsächlich auch im Internet große Listen von und da muss man dann natürlich ein bisschen gucken, wenn man jetzt ganz am Anfang steht, dann ist man in der Seed- bzw. Preseed-Phase. Wenn man ein bisschen weiter ist, ist man in der Series A Finanzierungsphase und dann kommt Series B etc. Und da muss man halt gucken, macht der Fond auch schon Anfangsfinanzierung oder steigt der erst später mit ein und dann habe ich jetzt zum Beispiel für meine Idee mir die Fronx, die thematisch zu mir passen. Also manche investieren zum Beispiel nur in Biotechnologieunternehmen, manche nur in Finanze etc. Muss man dann natürlich heraussuchen, welcher Fronx würde zu mir passen und vor allem auch finanzieren die auch schon frühe Runden. Genau, und dann sind die tatsächlich ziemlich unkompliziert, da sind meistens tatsächlich auch ziemlich junge Menschen drin und die sind auch ziemlich locker drauf und dann muss man die einfach mal anschreiben, den Mut zusammennehmen mit Businessplan etc. einreichen. Wichtiger bei VCs ist aber eigentlich der Pitch und wie man das Ganze verkauft. Genau, und dann muss man die einfach mal kontaktieren und ja, wenn denen die Idee gefällt, dann würden die auch in Finanzierungsverhandlungen einsteigen und wenn nicht, dann kriegt man trotzdem eigentlich wertvolle Tipps mit, was man da noch verbessern kann, sodass es dann beim nächsten Mal vielleicht klappt. Schwenken wir doch mal ein bisschen das Thema und gehen ein bisschen mehr in Richtung Investieren und Börse. Wie hat das bei dir denn eigentlich angefangen? Was war bei dir ausschlaggebend, um zu sagen, du möchtest an der Börse Geld investieren? Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. Also ich war früher immer ein großer Dagobert Fan, Dagobert Duck von den Comics und fand das immer cool Geld zu haben. Sein Geiz fand ich jetzt vielleicht nicht so cool, aber irgendwie fand ich es immer eine coole Vorstellung, einen Speicher voller Geld zu haben. Man gab es ja auch in den Comics schon immer so Szenen, wo er dann seinen Telefonhörer geblökt hat mit kaufen und verkaufen und dann hatte ich einfach glaube ich irgendwann mal meinen Vater gefragt sozusagen, was denn eigentlich Aktien sind und was da funktioniert und mein Vater konnte mir das auch so grob erklären und der hatte am neuen Markt auch ein bisschen damit rumgespielt, jetzt nicht wirklich langfristig und strategisch angelegt, sondern er hat einfach auf gut Glück Aktien gezeichnet und hat der Bank auch direkt gesagt, verkaufe die auch direkt wieder. Und wenn dann der Ausgabekurs geringer war als der erste Börsenkurs, dann hat er sozusagen Gewinn gemacht, hat er auch summa summarum, aber ist natürlich sehr spekulativ gewesen und jetzt nichts wirklich, wo er sich groß Gedanken dazu zu den Aktien etc. gemacht hat. Aber das war im Endeffekt so der erste Punkt, wo ich quasi erfahren habe, was das ist und wie man quasi damit Geld verdienen kann und dann habe ich lange Zeit irgendwie nichts dazu gemacht und dann in der Oberstufe so zehnte Klasse glaube ich war das, zehnte, elfte Klasse so ungefähr, bin ich irgendwie wieder auf das Thema gekommen, ich glaube durch ein YouTube Video oder so und habe mir dann gedacht, ja eigentlich kannst du jetzt ja auch mal damit anfangen, hatte dann zeitgleich auch, mussten wir ein Wirtschaftspraktikum machen in der Schule und da, weil mich das Thema Finanzen halt auch interessiert hat, habe ich mir gesagt, komm gehst du mal in eine Bank und habe dann schön bei uns im Nachbardorf in der Commerzbank-Fiale ein Praktikum gemacht und es war auch echt cool, also die Leute waren mega nett, hatte jetzt wenig mit Aktien zu tun, weil so eine ganz normale Bank-Fiale, da machen halt Kunden irgendwie nicht viel und auch damals ist auch das, das meiste natürlich schon online gelaufen, es waren wenn dann eher so Kreditsgespräche oder solche Geschichten, die man da erleben konnten, aber insgesamt fand ich es eigentlich ganz cool. Und die Beraterin hatte mir dann da erzählt, dass die halt auch so ein Starter-Depot für jüngere Leute anbieten, damals noch mit ziemlich geilen Konditionen, die es jetzt leider nicht mehr gibt, ja und dann hatte ich mein erstes Depot da direkt auch mal eröffnet in der Woche danach und habe angefangen Aktien zu kaufen. Nun ist die Börse in Deutschland ja absolutes Teufelszeug und gerade in jungen Jahren wirst du doch etwas schräg angeguckt, wenn du dann an der Börse unterwegs bist. Wie reagiert denn so dein persönliches Umfeld darauf, dass du an der Börse tätig bist? Also die meisten wussten das jetzt nicht, also eigentlich die einzigen Personen, die es jetzt so direkt wussten, waren halt irgendwie vielleicht meine Großeltern, meine Eltern und ja mein Vater hat, das war ein bisschen Ahnung von Aktien, meine Mutter jetzt nicht so wirklich. Ja und ich durfte auch selber noch nicht handeln, weil ich zu der Zeit noch unter 18 war und dann darf man das nicht von der Bank her. Auch wenn ich Zugangstaten hatte, um in mein Depot reinzukommen, ich konnte dann quasi nichts da machen, deswegen musste dann erstmal auch, als ich meine erste Aktie kaufen wollte, konnte ich die gar nicht kaufen, weil da die ganze Zeit ging es nicht weiter, dann habe ich bei der Bank angerufen, achso ja das liegt dann daran, sie haben gar keine Rechte dafür, toll. Ich hatte halt meinen Vater auch nochmal eigene Zugangstaten bekommen, ich habe dann natürlich mit den Zugangstaten von meinem Vater gearbeitet selber, aber pst, genau und dann konnte ich quasi selber damit was machen und ja mein Vater, der wusste ja jetzt auch, dass ich jetzt nicht direkt mein ganzes Geld da reinstecken würde, sondern quasi erstmal da rum probiere und hat mir deswegen auch quasi vertraut, dass ich das direkt machen kann. Also meine Mutter war nie wirklich davon überzeugt und ist es auch heute immer noch nicht, aber das Vertrauen meines Vaters sozusagen war da und lass ihn einfach mal machen und ja gut, meine Freunde hatten davon auch nicht wirklich was mitbekommen bzw. wussten auch nicht, was da gefühlt abgeht sozusagen und deswegen hatte ich da auch leider keinen, mit dem ich mich ja austauschen konnte, genau das ist dann alles erst so ein bisschen später über online gekommen. Die Konditionen, die du da nennst, die klingen ja wirklich sehr gut, hast du denn dieses Depot heute tatsächlich immer noch und dann auch zu diesen Konditionen oder musstest du dich da inzwischen anders orientieren? Ja, also das Depot habe ich tatsächlich immer noch, es ist nämlich kostenlos, deswegen brauche ich es in dem Sinne nicht kündigen, zumindest solange ich auf das reine Online Depot setze. Die Konditionen sind aber leider etwas schlechter geworden. Früher, das war das Schöne, deswegen konnte ich wirklich mit Spielgeldbeträgen darum spielen, hat man nur eine prozentuale Summe auf den Orderpreis gezahlt und wenn man dann über eine Börse wie Tradegate gehandelt hat, wo es keine Börsengebühr gab, hat man sozusagen nur diese prozentuale Summe gemacht. Sprich, wenn ich eine einzelne Shell Aktie für, keine Ahnung, 20 Euro gekauft habe damals oder so, dann habe ich halt irgendwie zwei Prozent Provision dafür gezahlt, das ist dann ja im Centbereich, das sind dann ja keine relevanten Kosten und so konnte ich einzelne Aktien mir schon kaufen, auch direkt streuen, ohne dass ich viele Gebühren dafür zahlen musste. Das wurde dann schlagartig irgendwann von der Commerzbank gestoppt, als sie dann eine Mindestgebühr eingeführt hatten irgendwann und dann saß ich auf einmal auf einem Haufen von kleinteiligen Aktien, die ich jetzt langsam, jetzt kommen wir zu meinem nächsten Depot, bei Trade Republic, alle transferieren werde und die nämlich rausschmeißen werde, die ich jetzt nicht weiter zukaufen möchte, weil es einfach auch abrechnungstechnisch einen ungeheuren Aufwand macht, so viele kleingestückelte Aktien zu haben. Deswegen verkaufe ich da den Großteil von, bis auf welche, wo ich quasi kontinuierlich zu gekauft habe. Ich habe dann noch ein weiteres Depot bei der Comdirect, wo ich mich auch über eine sehr gute Aktion angemeldet hatte, wo ich 25 Free Trades bekommen hatte. Ich glaube, ich hätte noch nie noch kein einziges Mal in meinem Leben eine richtige Ordergebühr zahlen müsste, weil ich immer in irgendwelchen Bonusaktionen noch drin bin. Ich hatte noch ein Depot bei der Tagobank tatsächlich aufgemacht, da hatte ich auch 10 Free Trades bekommen. Und genau deswegen muss ich nie wirklich eine normale Orderprovision zahlen. Also da kann ich auch als Tipp geben, immer die Augen offen halten. Es gibt da immer echt lohnenswerte Aktionen von Brokern, wo man sich echt eine Menge Geld sparen kann, indem man dann einfach ein Depot aufmacht und diese Free Trades dann ausnutzt. Und bei einem genauen Blick in dein Depot, was finden wir da so vor? Genau, und zu meinen Vermögenswerten, also ich kann sagen, ich bin hauptsächlich in Aktien investiert, da auch, also ich habe einen Teil ETFs, damit hatte ich auch angefangen, dann hauptsächlich dann, als ich erkannt habe, dass das mit den kleinen Teilen der Aktien ein bisschen unnötig ist, habe ich dann gesagt, solange ich jetzt nur kleineres Geld anlege, schiebe ich das erst einmal nur in ETFs. Das macht es abrechnungstechnisch und von der Summe her einfacher für die Verwaltung. Genau, und hatte dann dadurch einen ETF-Bestand aufgespart, der erhöht sich auch immer noch ein bisschen, dadurch, dass die vermögensrücksamen Leistungen von meinem Arbeitgeber über Finvesto auch in den MSCI World wandern. Und sonst habe ich ziemlich viele Einzelaktien, da auch jetzt nicht so großartig spezielle Titel, die meisten kennt man eigentlich, also von der British American Tobacco, na hallo verrückt, die ich über meine Mitarbeiteraktien gekauft habe. Bayer habe ich relativ viel gekauft, nachdem die so dermaßen gefallen sind, Fresenius hatte ich jetzt im Corona-Crash hinzugekauft gehabt, Broadcom und die Lever, genau da habe ich so relativ große Titel, Shell habe ich noch, CVS Health, jetzt nichts so dermaßen Spekulatives. Ein bisschen spekulativer wird dann ein Teil, ich schätze mal so 30%, vielleicht sogar 30% von meinem Geld liegen in P2P-Krediten. Mittlerweile ein bisschen weniger, muss man dazu sagen vielleicht, weil auch ich war leider in Group 4 investiert und die sind ja ausgefallen, wie diejenigen, die da aktiv sind, vielleicht mitbekommen haben. Ich habe das Geld auch definitiv schon für mich innerlich komplett abgeschrieben, ja aber da war jetzt auch nicht dermaßen hoher Betrag drin, also die relevanten Beträge liegen bei Mintos, Bondura, ein kleiner Teil liegt auch noch bei Crowdestor, ein paar Testbeträge liegen auch noch bei Via Invest, Ivovo und Swapper. Genau, ja dann habe ich noch, es ist eigentlich fast nicht nennenswert, ein paar Spielbeträge bei Bergfürst investiert, um das mal auszuprobieren, das sind so Immobilien, Misanin-Kapital-Investments. Also im Endeffekt, wo man halt einen Rang hinter der Bank steht und dafür halt ein paar Zinsen mehr bekommt, funktioniert eigentlich ganz gut, mir ist zum Glück auch noch nichts ausgefallen. Genau, ich habe auch noch ein paar Startup Investments über Companisto und Seedmatch getätigt, die habe ich aber innerlich, als ich die getätigt habe, auch schon von dem Geld abgeschrieben, weil das Ding ist natürlich auch höchst illiquide, wenn die Startups in sagen wir mal 10 Jahren verkauft werden, kann ich eh nicht so lange mit dem Geld rechnen, also kann ich das innerlich auch schon abschreiben. Und ja eins von den Startups ist pleite gegangen, da fand ich die Idee aber ziemlich geil, also da bin ich auch trotzdem, wäre ich damals wie heute Investor von geworden. Die anderen laufen weiter momentan, die meisten davon auch relativ gut, sind zwar nur Buchgewinne, aber von den darauf gefolgten Finanzierungsrunden habe ich auch die Verluste schon ausgeglichen, die da der eine Ausfall mit sich gebracht hatte. Insofern schaue ich da eigentlich noch ganz positiv in die Zukunft. Da hast du auf jeden Fall sehr viele verschiedene Investitionsquellen, sehr viele spannende Punkte, ich habe da ein bisschen was mitgenommen und magst du uns einmal deine Strategie dahinter noch ein bisschen genauer erläutern? Genau, die Strategie ist im Endeffekt eine Art Value Strategie, also sofern ich denke, dass ein Unternehmen unterbewertet ist, dann kaufe ich da sozusagen zu, um mir jetzt hier auch mal den Transparenz Hinweis zu geben. Ich sage damit keine insider Information, dass ich die nur verrückt für unterbewertet halte, ich kaufe die natürlich als Mitarbeiter mit einem ordentlichen Abschlag, was sie zum Börsenpreis natürlich unterbewertet macht. Genau, dann solche Geschichten wie die British American Tobacco, da wenn man sich einfach mal die Daten dazu anguckt, Umsatzgewinn steigen weiter, die Aktie fällt weiter, ist einfach eine Marktransferenz. Ich bin sogar der Ansicht, dass es durchaus sein kann, dass diese Aktie definitiv auch noch weiterfallen kann, aus dem Grund, weil in Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, dass weitere institutionelle Investoren ihr Geld in nachhaltig soziale Aktien, die diese Kriterien sozusagen erfüllen, verschieben, was mir aber insofern Schnuppe ist, weil es die Aktie für mich nur noch günstiger machen wird. Und solange sie ihre Dividende auszahlen, ist das okay, weil ich habe einen langfristigen Anlagehorizont und wenn man dann einfach die Dividende über einen längeren Zeitraum kassiert, dann kann man auch darüber seinen Gewinn einfahren und deswegen habe ich auch nicht prinzipiell den Ansatz sozusagen, das direkt wieder zu verkaufen, aber klar sollte die BRT auch wieder auf einen Preis von, weißte ich, 50 Euro steigen, würde ich sonst gegebenenfalls auch das wieder in Erwägung ziehen. Ähnliches bei Bayer, auch die sind, da ist natürlich die volle Wucht des Monsanto-Skandals eingepreist gewesen und auch immer noch eingepreist. Und ich bin eigentlich der Ansicht, dass durch den Vergleich sich das, auch wenn er jetzt verschoben wurde, sich das legt. Wir hatten auch schon gesehen, vor Corona war die Aktie eigentlich auch schon wieder auf eine gute Richtung nach oben gekommen. Ich habe jetzt deswegen auch in Corona nochmal dazu genutzt, nochmal ein bisschen nachzulegen, weil sie wieder unter den Kurs gefallen ist. Ich da auch langfristig von überzeugt bin, es gibt mit Bayer eigentlich nur einen wirklich weltweiten riesigen Marktplayer, der die Düngemittel, die Unkrautvernichter, etc. herstellt. Und genau, mit einem langfristig steigenden Weltbevölkerung und steigenden Hunger- und Nahrungsmittelbedarf ist quasi die Produkte, die Bayer herstellt, unverzichtbar. Genau, da auch jetzt ein letztes Beispiel, die Fresenius, sehr stark in der Corona eingebrochen. Es ist ein Krankenhausbetreiber, in der Zukunft werden auch weiterhin Krankenhäuser da sein. Und ja, diese Aktie wurde meiner Ansicht nach einfach zu unrecht gefertigt in dieser Krise runtergeprügelt. Weil ja, es werden relevante Operationen verlegt, durch die Fresenius das eigentliche Geld verdient. Aber relevante Operationen müssen halt trotzdem nachgeholt werden, also verschieben die sich auch nur in die Zukunft. Und ich habe die dann bei 25 Euro erwischt, als ich gesehen habe, dass da sämtliche Vorstände am Nachkaufen waren, was für mich auch immer ein sehr gutes Zeichen ist. Und dann habe ich da auch zugelangt und mir eine ordentliche… Jetzt ist im März natürlich etwas passiert, was viele von uns erwartet haben, aber nicht in der Zeit erwartet haben, in der es dann passiert, nämlich der Corona-Crash. Und da ist meine Frage, was hat das denn mit deinem Depot gemacht? An der Stelle auch gleich nochmal für jeden Zuhörer und der Hinweis, diese Folge wird nicht unbedingt dann aufgenommen, wenn sie tatsächlich auch ausgestrahlt wird. Ja, tatsächlich. Es ist ja auch schon in 2018, glaube ich, war das Ende 2018, da ist es ja auch schon mal ein ordentliches Stück runtergegangen, hat auch mal ein Depot. Ich würde sagen, ein bisschen weniger, aber fast im gleichen Maß runtergerissen gehabt. Ja, und eigentlich hat ich über die Zeit, hat mich das relativ kalt gelassen. Also ich muss sagen, es hat mich irgendwie gar nicht berührt. Ich schaue nur an guten Börsentagen ins Depot, freue mich dann. Und an schlechten Börsentagen schaue ich einfach nicht ins Depot, dann geht es mir nämlich auch nicht schlecht. Und auch sonst ignoriere ich sozusagen einen Teil, weil im Endeffekt, man guckt sich ja auch bei Immobilien etc. oder bei Private Equity-Unternehmen sozusagen nicht täglich die Börsenkurse an. Und wenn man eh den vorhat, die Unternehmen langfristig zu halten, dann macht es ja auch keinen Unterschied, welchen Preis das Unternehmen aktuell hat, weil man möchte nachkaufen. Und deswegen hat mich jetzt so psychisch der Crash an sich, also der Abstieg sozusagen gar nicht mitgenommen. Was mich viel mehr psychisch mitgenommen hat, ist tatsächlich die flötengegangenen Kaufchancen. Weil ja, ich habe ordentlich in der Corona-Krise investiert, aber nicht mein ganzes Geld sozusagen. Vielleicht geht es ja auch nochmal runter. Also ich bin auch definitiv der Ansicht, dass die Börse das Ganze etwas zu positiv sieht. Weil von 0 auf 100 kannst du nicht die Wirtschaft wieder komplett hochfahren, deswegen könnte es da auch durchaus nochmal zum Rückschlag kommen. Aber es macht mich trotzdem, in Anführungsstrichen, ziemlich fertig, dass ich, ja, ich habe nicht genug meiner Ansicht nach investiert. Ich habe mir zuerst eine Nachkaufstrategie gelegt, dass ich jetzt in diesem ersten Rutscher sozusagen 5000 Euro investieren wollte. Und habe dann zuerst nicht die vollen 5000 Euro investiert, sondern habe dann die nach und nach, als es schon weiter gestiegen ist, erst investiert und hatte nur irgendwie, sagen wir mal 2500 oder so, den ersten Kursrutsch investiert gehabt. Und das ist definitiv ein Fehler meiner Ansicht nach gewesen, weil ich damit gegen meine eigene Strategie, meine eigene Nachkaufstrategie verstoßen habe. Und das werde ich beim nächsten Mal definitiv nicht zu machen. Ich werde knallhart meine Limits einstellen und die werden dann entweder ausgelöst oder werden halt nicht ausgelöst. Ich habe zum Glück halt jetzt noch genug Geld auf der Seite sozusagen, dass ich halt, wenn es wieder runtergehen sollte, weiter nachlegen kann. Wenn es nicht weiter runtergeht, dann mache ich halt irgendwas anderes damit. Also ich werde schon eine Verwendung sozusagen dafür finden. Also ich sehe es jetzt nicht als negativ an, dass das Geld sozusagen investiert rumliegt. Aber dadurch, dass ich mir eigentlich bei dem anderen Teil des Geldes gesagt hatte, das möchte ich jetzt eigentlich an der Börse investieren, habe ich mich doch schon sehr geärgert, dass dann die Börse auf einmal schon wieder so schnell davongeeilt ist. Aber wenn man es mal eigentlich neutral und realistisch betrachtet, dann lieber so rum und man trauert vielleicht ein paar Chancen nach und hat fürs nächste Mal gelernt, dass man dann doch ein bisschen schneller und bewusster zugreifen sollte, als dass man da irgendwie aus Panik, wenn es runtergeht, irgendetwas verkauft. Wenn du jetzt auf der Suche nach tollen neuen Aktien bist, was ist da für dich denn wirklich relevante, um zu sagen, hey, diese Aktien lege ich mir in mein Depot, darauf kommst du mir an. Wie analysierst du deine Aktien? Ja, es ist immer so eine Mischung aus Kindheit basiert und ein bisschen Bauchgefühl, weil gerade so Sachen wie gute Expansionspläne, wie zum Beispiel bei Spotify, die lassen sich natürlich schwer in Zahlen fassen und sind natürlich auch sowohl in der Marktkapitalisierung, als auch in den Ist-Zahlen heute sozusagen nicht wirklich eingepreist und auch schwer zu bepreisen sozusagen, wie viel kommt denn dabei wirklich rum. Wenn man sich jetzt mal mit Ausnahme von so Wachstumsaktien, ja, sich Kennzahlen anguckt, dann bin ich davon fan, dass ich einfach unter dem Schnitt, den historischen Durchschnitts-KGV-Kurs-Gewinnverhältnis oder auch dem historischen Kurs-Cashflow-Verhältnis, je nach Geschäftsmodell, guckt man sich halt an, was davon ist stabiler gewesen. Ein gutes Tool dafür ist zum Beispiel der Aktienfinder, weil da kann man das eigentlich immer ziemlich gut einsehen und dann sieht man zum Beispiel, ja, das Unternehmen wurde in der Vergangenheit immer mit einem KGV von, sagen wir mal, 15 bewertet und ist jetzt aktuell nur bei 7 und dann kann man sich halt angucken, welche Gründe hat das. Jetzt zum Beispiel bei British American Tabacco erkennt man, okay, man finde das Geschäftsmodell einfach nicht mehr attraktiv, aber das Geschäftsmodell läuft halt noch und wenn dann das sozusagen das qualitative Urteil ist, dann ist das für mich ein Kauf. Wenn es jetzt so was ist wie, keine Ahnung, bei der Lufthansa, wo halt wirklich das operative Geschäft komplett wegbricht und auch generell Airlines immer das Problem haben, ja, dass sie langfristig nachhaltig nie wirklich viel Geld erzielen konnten, da der Wettbewerb in diesem Bereich extrem hoch ist, dann ist das für mich halt ein qualitatives Nein und dann bringt mir auch die niedrigere Bewertung sozusagen nichts. Langfristig steigende Gewinne, langfristig steigende Cashflows, das ist das, was ich sehen möchte. Genau, und dann gibt es halt noch so die Wackt zum Aktien, da kann man natürlich schwer mit Kennzahlen machen, auch bei Shopify. Das ist natürlich schwer, da kann man eher noch mal auf den Cashflow gucken, das konnte man bei Amazon immer ziemlich gut, die Gewinne haben sie immer ziemlich schön gedrückt, dadurch war das KGV immer sehr hoch, aber an den Cashflows konnte man sehen, dass dann doch ordentlich Cash ins Unternehmen gespült wird und dann kann man halt das als Bewertungsmaßlatte nehmen und dann vielleicht halt auch noch so qualitative Sachen wie, wie lang schätzt man, dass der Wachstumstrand anhalten wird und wenn man dazu der Erkenntnis kommt, das wird wohl langfristig noch so bleiben, dann ist das eigentlich auch zumindest ein guter Indiz dafür, dass man die Aktie eigentlich sich ins Depot legen kann. Jetzt hast du gerade ganz viele tolle Kennzahlen gesagt, die wir teilweise schon kennen, teilweise vielleicht der eine oder andere Hörer sie noch nicht kennt. Was benutzt du denn für Tools, um diese Kennzahlen herauszufinden? Genau, also um diese grafische Veranschaulichung ganz schön zu sehen und auch wenn da die Kennzahlen gut ausgerechnet, wie die Kursgewinnverhältnisse, Cashflow Stabilität etc., dafür eignet sich der Aktienfinder ganz gut. Genau für die Portfolioverwaltung, da benutze ich Portfolio Performance, einfach weil ich das sehr schön finde von den Grafiken, von der Aufbereitung her ist natürlich ein bisschen Aufwand, die ganzen Daten da auch einzuflegen und ich muss auch zugeben, dass wenn man mir jetzt auch noch einen Stundendohn dafür geben würde, die ganzen Sachen da einzutragen und ich mir den dann abziehen müsste von meinem Gewinn, dann würden die Gewinne deutlich niedriger bestimmt ausfallen, aber es macht mir einfach Spaß und deswegen mache ich das auch gerne und vor allem ist es auch eine schöne Möglichkeit, um sich selber zu kontrollieren, weil wenn man die nackten Zahlen eingibt, dann kann man sich nichts schön rechnen, sondern dann ist es halt wie es ist und daraus kann man auf jeden Fall sonst gegebenenfalls auch noch eine ganze Menge lernen, sodass man dann gewisse Fehler in der Zukunft nicht mehr macht. Genau, weitere Tools, ich nutze noch diverse Finanzseiten, um einfach gewisse Kennzahlen sonst noch einzugehen oder auch einfach nur um Gewinnverläufe anzugucken, sei es jetzt zum Beispiel Morningstar, die haben halt immer eine recht hohe Datenqualität und Datenverfügbarkeit. Die Kurse schaue ich mir meistens bei der Comdirect selber an, weil ich das schön übersichtlich finde und dabei nicht so aufgebläht mit Werbung ist. Genau, das war es im Endeffekt. Ich lasse mich noch in diversen Facebook-Gruppen inspirieren für neue Aktien, gucke da, worüber die Leute so schreiben, vielleicht ist ja die eine oder andere nette Idee dabei, ebenso gehe ich immer mit offenen Augen durchs Leben und wenn mir da ein Unternehmensname entgegenkommt oder ich ein Produkt irgendwie cool finde, dann gucke ich mal, von wem wird das eigentlich hergestellt und google das dann auch mal, ist das vielleicht Börsen gelistet, ist das vielleicht sogar attraktiv und dann lese ich mir mal einen Wikipedia-Artikel dazu durch, ob das nicht vielleicht ein interessanter Investmentcase sein könnte. Jetzt hast du an der Börse natürlich auch schon das ein oder andere erlebt. Was hast du denn für Fehler gemacht bzw. welche Learnings konntest du bereits mitnehmen? Also der größte Fehler, ich würde jetzt sagen, dass ich keinen riesengroßen Fehler gemacht habe, sondern eher so Kleinigkeiten, das war auch das Gute sozusagen, dass ich vor allem am Anfang auch mit kleinerem Geld angefangen habe, ich dachte mir so, es ist am Anfang gerne eine gute Idee, auch Anleihen mit ins Portfolio zu nehmen, weil man soll ja möglichst breit diversifizieren, da hatte mir dann ein ETF einfach ins Depot gelegt, einfach weil er eine schöne langfristige Performance hatte, sogar den MSCI World geschlagen hatte und zwar mit langfristigen Euro-Staatsanleihen, ja kein Wunder, weil die sind ja natürlich massig im Kurs gestiegen, dadurch, dass die Zinsen gefallen sind, wie ich jetzt weiß, allerdings hatte ich mich damals nicht genug mit diesem Produkt auseinandergesetzt und hätte ich das nämlich gemacht, hätte mir ja auch fallen müssen, dass es ja extrem schwierig sein wird, für diese Anleihen weiter zu steigen, weil dafür müssten ja die Zinsen noch weiter sinken und ich meine, wir sind jetzt aktuell schon im leicht negativen Bereich, also wenn es noch weiter geht, dann steht die Welt wirklich komplett auf dem Kopf, also mit so einem Investmentcase kann ich da eigentlich nicht rangehen und das ist ja eigentlich eher eine Spekulation, deswegen hätte ich das jetzt mit meinem Wissen nicht gekauft, das ist tatsächlich auch der einzige Titel, von dem ich mich bislang getrennt habe, das habe ich dann einfach wieder rausgeschmissen, weil das macht keinen Sinn, aber es war halt wirklich nur eine Spielinvestition mit 200 Euro, deswegen hat es mir nie wirklich wehgetan, größerer Fehler ist Ben dann eher Groupier, und zwar ist das natürlich keine groß relevante Nummer, sie tut mir jetzt nicht so hart weh, aber ist natürlich wirklich doof, und deswegen hatte ich für mich jetzt auch aus diesem Fehler als Learning zum Beispiel mitgenommen, dass ich nur noch in P2P Plattformen investiere, die geordert werden von einem Wirtschaftsprüfer und dann auch bitte einem relevanten Wirtschaftsprüfer wie die Big Four Gesellschaften, so Deloitte, Sunyang, KPMG oder wenn die von einem von denen geprüft werden, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen, klar, wenn es jetzt eine große regionale Wirtschaftsprüfungskanzlei gibt, das kann man ja recherchieren, dann mag das auch noch seriös sein, dann ziehe ich die vielleicht auch noch mit rein, aber generell deswegen, ja, das ist auf jeden Fall ein wichtiges Kriterium geworden, bzw. was jetzt ja auch bald eine Alternative sein könnte, ist, dass ja die offizielle EU-Regulierung kommt und viele Plattformen sich ja auch jetzt schon um diese Investmentbroker-Lizenz bewerben, ich denke mal mit so einer Lizenz werden die ja auch von der Finanzaufsicht da geordertet, insofern gibt einem das ja auch mehr Sicherheit, und genau diesen Fehler hatte ich nämlich bei Groupier gemacht, die hatten nämlich keine Abschlüsse veröffentlicht und wurden natürlich dementsprechend auch nicht geprüft, und da ist es natürlich dann für ein Unternehmen wie Groupier nicht schwer mit Scheinkonten, mit falschen Projekten, das Geld dann woanders hin zu verschieben, genau, das würde ich definitiv als Fehler und Learning betrachten. Wenn wir uns jetzt die Frage stellen, woher eigentlich dein Wissen zu der Börse kommt, was sind da denn für dich so die ausschlaggebenden Punkte gewesen, hast du eher Seminare und Schulungen besucht oder hast du unter anderem auch relativ viel gelesen, was war da so dein Bereich? Ja, auf jeden Fall, ich habe extrem viel gelesen, es gab auch immer wieder Zeiten, wo ich ein bisschen weniger gelesen habe, weil ich dann nicht mehr so die Zeit hatte und dann bin ich eher auf Hörbücher/Podcasts umgestiegen. Ein Buch, was mich am Anfang generell, also es war, glaube ich, mit das erste Finanzbuch, was ich gelesen hatte, ist "Der Komma". Mag von einigen als trocken beschrieben worden sein, aber ich habe mich für das Thema interessiert und konnte das deswegen auch ziemlich fix lesen und aufnehmen. Und ich finde, das klassische Komma-Buch "Souverän investieren", da kriegt man auf jeden Fall ein großes Gefühl über das, was für die Börse relevant ist und direkt nämlich auch ein Abrieb über die relevanten Theorien, weil egal, ob man sich als aktiver Investor versucht, besser als der Markt zu sein, man muss sich bewusst sein, dass es eine Effizienzmarkttheorie gibt und eine moderne Portfoliotheorie, die genau sagen, dass es extrem schwierig ist, langfristig den Markt zu schlagen und es vor allem auch gewisse Regeln beim Investieren gibt, die man nicht außer Acht sein sollte und man auf jeden Fall auf höchster Ebene gegen diese Regeln und gegen aktive, professionelle Investoren antritt, wenn man sich dazu entschließt, nämlich aktiv, so wie ich, zu investieren. Und sollte das auf jeden Fall, deswegen lohnt sich das Buch meiner Ansicht nach sowohl für Leute, die mit dem Investieren einsteigen wollen, vielleicht auch nur passiv, als auch für Leute, die aktiv investieren als generelle Grundlektüre, um einfach mal auch eine Retrospective über seine eigenen Entscheidungen einzunehmen. Für die Aktienauswahl selber würde ich es uns auch noch als Buch, das Buch von Peter Lynch empfehlen. Ich glaube, das heißt auf Deutsch "Der Börse, einen Schritt voraus" auf Englisch "One up on the Wall Street". Das ist, finde ich, einfach sehr schön geschrieben, sehr locker zu lesen und gibt einen, finde ich, auch genau die relevanten Punkte mit auf den Weg, über die man bei der aktiven Aktienauswahl achten sollte. Und eine letzte Buchempfehlung möchte ich noch geben, was mir in Sachen Mindset und mich so ein bisschen in Richtung "Ist es kein Problem, jeder kann Unternehmer werden" und man kann das auch ziemlich effektiv lösen, zeitintensiv muss das Ganze nicht sein, das ist das Buch von Timothy Ferriss "Die Vier-Stunden-Woche", auch ein wirklich sehr gutes Buch, wo er Beispiel von seiner Firma quasi, ja, er ist einfach irgendwann mal in den Urlaub gegangen und hatte vorher wirklich 24/7 für seine Firma gearbeitet und hat dann dadurch festgestellt, ja, eigentlich muss er ja gar nicht 24/7 für seine Firma arbeiten. Man hat dann noch mit Absicht ein paar Sachen automatisiert und ja, konnte dadurch dann deutlich mehr das Leben genießen und das fand ich eigentlich ein ganz schönes, inspirierendes Buch, was mir dann auch für die Schulzeit tatsächlich weitergeholfen hat, weil ich mit der gleichen Mentalität dann in der Schule weitergearbeitet hatte und mich definitiv von dem Prinzip, was ich da gelesen habe, also das Pareto-Prinzip kennen bestimmt auch einige, also 80/20, ja, das hat mir auf jeden Fall auch für die Schule geholfen, weil man muss nicht 100% des Stoxx verstehen, es reicht, wenn du 80% verstehst, weil die letzten 20% machen halt extrem viel, viel Aufwand und deswegen, ja, und dazu habe ich witzigerweise sogar auch mein eigenes Buch geschrieben "Per Minimalprinzip zum 1-Avitur", wo ich auch in einem ähnlichen Stil erkläre, wie man mit möglichst wenig Aufwand, ja, gute Noten in der Schule abräumen kann. Also vielleicht, wenn ihr noch zur Schule geht, ist das Buch auch ganz interessant für euch, ohne Eigenwerbung zu machen. Damit nähern wir uns auch schon den Ende des heutigen Interviews. Mir bleibt eigentlich nur zu sagen, das Interview hat mir wieder einmal sehr viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank dafür, dass du heute da warst. Das letzte Wort des Interviews gebührt dir. Ja, vielen Dank, also ich bedanke mich auch sehr für deine Einladung, mir sehr viel Spaß gebracht. Das ist tatsächlich auch mein erstes richtiges Podcast-Interview, genau, und hat mich deswegen sehr gefreut und ja, ich wünsche allen Zuschauern auch alles Gute. Man soll sich möglichst hohe Ziele stecken und nur dann kann man auch wirklich die großen Ziele erreichen, denn mit niedrigen Zielen wird das nämlich nix. Also geht raus und geht vor allem auch in die Umsetzung. Alles das findest du wie immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] [Sie schnüffeln sich.] -
16 Cashback Anbieter, wie du über 100% Cashback kriegen kannst
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Moin moin, 2439 Euro Cashback pro Jahr zurückbekommen, wie das Ganze geht, welche Tricks es gibt und wie du tatsächlich auch Artikel bekommen kannst, ohne dafür irgendwas zu bezahlen. Also, wie du von Gratis-Produkten und Cashback profitieren kannst, das erfährst du hier und heute. Herzlich willkommen beim Finanz-Illuminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich willkommen, liebe Leute. Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge hier bei Finanz-Illuminati. Mein Name ist Mirco und ich bin heute euer Gastgeber. Die Frage nach Cashback ist tatsächlich eine Frage, die ihr in der Community relativ häufig stellt, also neben den Aktien, um die es heute ausnahmsweise mal nur ein bisschen geht, weil es geht um Aktien, nur um das Thema "Wie kannst du mehr Geld zur Seite schaffen, um in Aktien zu investieren?" Und da ist Cashback eben eine ganz tolle Möglichkeit. Ich probiere das Ganze immer wieder, ich probiere immer wieder neue Anbieter aus, teste diese Berichte darüber und habe mir so inzwischen einen Pool von inzwischen 16 Cashback-Anbietern gesammelt, die ich euch hier und heute einmal vorstelle. Nachdem wir jetzt gleich die unterschiedlichen Cashback-Anbieter und dem auch Anbieter sind, bei denen du tatsächlich gratis Produkte und das sogar relativ häufig auch gratis erhalten kannst, gehen wir am Ende auch noch mal auf das Thema Steuern ein und hier gleich im Anfang schon einmal der Disclaimer. Alles, was du hier hörst, ist keine Anlageberatung, keine Steuerberatung, keine Rechtsberatung, kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstiger Aufrufe zu irgendwas, sondern einfach meine ganz persönliche und rein journalistische Meinung. In meinen Monatsberichten, da schreibe ich dir auch immer rein, wie viel Cashback ich in welchem Monat dann gemacht habe. Das sind manchmal zweistellige Beträge, das sind manchmal dreistellige Beträge und das sind auf jeden Fall Beträge, die in der Zukunft noch weit steigen, denn ich habe auch für mich ein paar neue Tools entdeckt, die echt gut funktionieren und mit denen ich meine Cashback-Beträge noch etwas mehr in die Höhe treiben kann. Und neben den Online-Umfragen, mit denen ich meistens so 28 bis 35 Euro pro Monat nebenbei verdiene, ist Cashback für mich eine weitere interessante Methode, um zumindest ein oder auch zwei Sparpläne finanzieren zu können. Ja, ganz kurz, was ist Cashback eigentlich? Cashback heißt nichts anderes als, dass du ein Artikel kaufst, dass du etwas kaufst, dass du in einen Laden kaufst und dafür Geld zurückbekommst. Das kann es zum einen bedeuten, zum anderen hast du natürlich auch die Möglichkeit über sogenannte Gratis-Produkte, auf die wir gleich auch noch eingehen, dir Produkte ins Haus zu holen, die du dann erst bezahlst und dir dann per Bon, per Beleg das Geld zurück auf dein Konto holst. Der erste Cashback-Anbieter ist ein Anbieter, den die meisten von euch eventuell kennen, eventuell bereits nutzen, aber auf jeden Fall schon einmal gehört haben. Wir sprechen nämlich von Payback. Payback ist wohl das bekannteste Cashback-Portal in Deutschland. Hier gibt es eine Webseite, einen Widget, würde ich mal sagen, für deinen Browser, aber auch eine App. Ich persönlich benutze hier nur die App und nutze jederzeit die bestmöglichen Coupons, mit denen eben auch mal 15-fach Punkte, 20-fach Punkte, 100-fach Punkte und all sowas möglich sind. Wenn ich etwas kaufe, gucke ich auf jeden Fall vorher, wo es da Cashback gibt und ob es bei Payback dadurch Rabatte gibt, weil du kaufst den Artikel sowieso und wenn du davor was aktivierst, nämlich den Payback-Coupon, dann bekommst du noch Geld zurück. Das sind bei mir inzwischen ganz nette Summen, die ich durch Payback zurück bekomme. Und was viele allerdings nicht wissen, Payback-Punkte, ja toll, die hast du dann gesammelt. Was machst du damit denn für irgend so ein blödes Ding ausgeben, was die da in ihrem Shop haben und dazu noch Geld bezahlen? Nein, es gibt bei Payback tatsächlich auch die Möglichkeit unter payback.de/bargeld, dir das Geld auf dein Girokonto auszahlen zu lassen und dadurch landen alle Payback-Punkte direkt auf deinem Girokonto. Solltest du miles and more Punkte sammeln, dann hast du auch die Möglichkeit hier deine miles and more Punkte einmal zu übertragen. Und das kannst du entweder einmal pro Jahr machen, indem du es fix machst oder du machst das einfach immer dann, wenn du möchtest. Ich persönlich würde auf dem Payback-Konto nie zu viele Punkte liegen haben, weil letzten Endes liegt da Bargeld. Und es passiert immer mal wieder, dass Payback-Konten gehackt werden und dann sind deine ganzen Punkte weg. Von daher, ich persönlich überweise einfach immer alles auf mein Girokonto. Der zweite wichtige Punkt ist Cashback mit Amazon. Bei Amazon bekommst du nicht nur eine Startgutschrift von 30 Euro und drei Prozent zurück. Und worauf bekommst du das genau auf alles, was du einkaufst auf Amazon oder eben nicht auf Amazon? Und das Ganze funktioniert mit der Amazon-Kreditkarte. Das bedeutet, ich für meinen Teil bezahle alles mit Kreditkarte. Zum einen benutze ich die von Amazon, zum anderen die von Miles and More und zum dritten die Payback American Express Kreditkarte. Denn auch die ist kostenfrei, gibt einen Anmeldebonus von 10 Euro, wenn du dich da anmeldest und alles, was du darüber bezahlst, wird vergütet. Auch Amazon bietet dir eine Kreditkarte an und wie gesagt, dort gibt es 30 Euro Startgutschrift. Du erhältst drei Prozent Cashback auf alles, was du bei Amazon kaufst, wenn du auch Prime nutzt. Das bedeutet also, du bekommst drei Bonuspunkte für jeden vollen Euro Umsatz. Und für alle Käufe außerhalb von Amazon erhältst du dann 0,5 Prozent, also einen halben Prozent Cashback. Und hier auch noch einmal Achtung, weil ja, ich finde die Kreditkarte cool, weil A) kostenfrei und B) eben echt cool durch das ganze Cashback. Aber bitte pass auf, Amazon wirbt mit bequeme Teilzahlung möglich. Das heißt, du gibst jetzt dein Geld aus und zahlst es über Monate zurück. A) sowas macht man als Investor nicht. B) in dem Fall fallen sehr, sehr hohe Gebühren an, weil die Zinsen darauf echt enorm hoch sind. Von daher würde ich das sofort ausstellen. Also normalerweise muss es im Anmeldeprozess auch ausgestellt sein, aber bitte achte ganz genau darauf, dass du die Teilzahlung nicht aktivierst, weil dann fallen eben Zinsen an und das wollen wir nicht, weil ansonsten diese Kreditkarte, die A) kostenfrei ist und B) die Geld zurückbringt, dann zu einer Kostenfalle werden könnte. Weitere Anbieter sind Schub bzw. Schub. Ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, wie ich das aussprechen soll. Also wer das weiß, sagt gerne Bescheid. Dann kann ich es nämlich beim nächsten Mal richtig aussprechen. Und ein Anbieter, der exakt das gleiche Geschäftsmodell hat, ist eGral. I-Gral, also auf jeden Fall I-G-R-A-A-L, sind beides Webseiten als auch Apps, bei denen du immer wieder tolle Rabatte, Gutscheine, Rabattaktionen und Cashbackaktionen miteinander kombinieren kannst. Bedeutet, egal ob du bei Lieferern eine Pizza bestellst, da gibt es meistens um die 5% Rabatte. Das ist sogar noch besser als der Rabatt, den du bei Payback bekommst. Es gibt Rabatte auf deine Übernachtung bei Booking, bei Sixt, bei den möglichen anderen. Und diese Rabatte gibt es zum einen, aber du bekommst auch unglaublich viel Cashback halt wieder. Und von daher, teste das doch gerne mal aus, wenn du daran interessiert bist. Ich mache es eigentlich so, wenn immer ich irgendwas buche, kaufen muss. Ich gucke mir vorher alle Cashback-Plattformen an und meistens findet sich dann irgendwas Schönes. I-Gral und Shope sind auch beide interessant, wenn es um das Thema Strom wechseln, Gas wechseln, Internetanbieter wechseln geht, weil auch meistens bekommst du dann da zum einen Rabatte, zum anderen aber auch Cashback. Der nächste Punkt ist Cashback mit der Payback-Kreditkarte. Ich habe es ja gerade eben schon gesagt, American Express. Das ist also nicht nur eine ganz tolle Aktiengesellschaft, nein, die gibt dir auch eine Kreditkarte aus. Und neben der Platinum-Kreditkarte, die hauptsächlich für den Bereich Reisen als auch Versicherungen, Geschäftsreisen sehr nützlich ist, und der Gold-Kreditkarte, die das gleiche wie die Platinum-Kreditkarte nur ein bisschen in Leiter und etwas mit weniger Kosten ist, gibt es auch noch die kostenfreie American Express Payback-Karte. Bedeutet, du kannst dann alles mit deiner Payback American Express Karte zahlen. Ja, ich glaube, hier wird jetzt der ein oder andere sagen, aber Payback, das nimmt doch keiner an. Also American Express, das nimmt doch keiner an. Doch, das ist in den letzten Jahren um einiges mehr geworden. Ich habe nur noch ganz, ganz wenige Läden, die tatsächlich meine MX nicht annehmen. Und von daher ist das gar keine so große Herausforderung. Ich freue mich dann einfach darüber, dass ich für jeden Euro auch Payback-Punkte bekomme. Und diese Payback-Punkte kann ich mir danach direkt wieder aufs Konto auszahlen lassen. Bedeutet also, egal was ich kaufe, ich bekomme auf jeden Fall Geld dafür. Und wie gesagt, der Link dazu ist in den Show Notes des Podcasts beziehungsweise in der Videobeschreibung. Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann müssten es 10 Euro Anmelde-Bonus auf deine Anmeldung sein. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Miles and More-Kreditkarte, also das Kundenbindungsprogramm der Lufthansa, der Star Alliance. Hier ist natürlich jetzt, nein, nicht die Frage, ob Lufthansa pleite geht, weil daran glaube ich ehrlich gesagt ganz und gar nicht. Zudem ist die Kreditkarte dann nochmal anders gelagert und anders beaufsichtigt. Von daher mache ich mir da gar keine Sorgen. Allerdings ist eine der Kreditkarten, die Geld kostet. Das heißt, in der großen Version sind es, glaube ich, 7 Euro pro Monat, in der kleinen Version 4 Euro oder 3 Euro pro Monat oder vielleicht auch 4,95. Ich bin mir da gerade nicht ganz sicher und müsste einmal nachschauen. Auf jeden Fall eine geringere Gebühr. Hier kannst du dann mit deiner Kreditkarte zum einen bei den Shell Tankstellen ordentlich Bonus machen. Aber auch bei allen anderen Einkäufen, die du machst, kriegst du dann Miles and More-Punkte dafür. Und für viel Flieger, die das interessant finden, kann das immer eine super Sache sein, weil du mit der Kreditkarte aber auch eben dafür sorgst, dass deine Miles and More-Punkte, die du auf deinen Dienstreisen vielleicht gesammelt hast, die du vielleicht auf deinen privaten Flügen gesammelt hast, nicht mehr verfallen. So und jetzt wird es so richtig interessant, denn es gibt die Webseite Sparwelt.de und es gibt auch andere Webseiten. Aber das sind inzwischen die Webseite, die ich persönlich am meisten nutze. Ich gucke gerade mal, was ich da sonst noch so habe, kostenlose Gratisartikel von Deal Doctor. Dann ist bei MyDeals immer noch mal ab und zu was, aber da bin ich nicht ganz so begeistert, weil die Übersicht dadurch sehr verzogen ist durch viele Computerspiele, Gratis-Downloads, die MyDeals einfach nur dafür nutzen, eine Werbeaktion bekannt zu machen und daraus versuchen, einen wirklichen Deal zu machen, wo eigentlich nur ein kostenloses Produkt hinter steht. Aber genau deshalb nutze ich auch gerne Sparwelt. Auf Sparwelt findest du nämlich verschiedene Angebote, die dir zeigen, hey, diese Firma macht jetzt dieses Produkt im Test. Das bedeutet, du als Endkunde kannst das Produkt kostenfrei testen, was du dafür machen musst. Das steht immer in den Bedingungen, ist dann aber meistens so, kaufe den Artikel, heb den Beleg auf. Entweder musst du dann noch eine Woche warten, weil du das Produkt testest oder du schickst den Beleg gleich rein. Dann kommst du auf die Website des Unternehmens, aber keine Sorge. Das steht alles auf sparwelt.de sehr detailliert beschrieben, wie du das machst. Und dann kannst du dir das Geld zurückerstatten lassen. Bedeutet, du legst das Geld einmal für drei bis sechs Wochen aus, solange dauert die Prüfung nämlich und bis das Geld zurückkommt. Und dann hast du die Artikel allerdings alle kostenfrei, weil du das Geld jetzt zurückbekommst und von Waschmittel, Lebensmittel, Mundspülungen. Also es ist wirklich verdammt viel Waschmittel immer mit dabei, sind aber die unterschiedlichsten Produkte mit dabei. Jetzt im Moment bietet zum Beispiel auch Nestlé an, Nesquik, Minis und Laienriegel zum Testen sind also kostenfrei. Jakobs Barista bietet kostenfreien Kaffee an, Finnish Quantum konntest du kostenfrei testen. Und dann diverseste Aufstriche und Joghurtwaren dort immer mal wieder per Woll. Auf jeden Fall auch wieder etwas aus der Waschmittel Sektion, die da echt gut vertreten ist. Dann, was ist das? Entweder ist es Fisch oder nee, doch Fisch, Matthias. Du konntest Fisch kostenfrei kaufen, du konntest Pickups gratis testen. Was haben wir noch? Wieder Waschmittel, Spülmittel, wieder Windeln. Auf jeden Fall, du merkst schon, es gibt die unterschiedlichsten Artikel, allerdings wirklich sehr viel aus dem Bereich Hygiene, die du dort kostenfrei erwerben kannst. Also das heißt, du kaufst sie einmal, reichst meistens den Beleg ein, eventuell auch noch ein Foto von dem Artikel und bekommst dein Geld dann zurück. Dann kommen wir so langsam zu den Apps, die ähnlich funktionieren, aber meistens eher ein Rabatt anbieten als tatsächlich gleich den ganzen Artikel kostenfrei zu machen. Das sind dann zum Beispiel die Apps Rebate als auch Skondo oder Skondu. Und auf den Apps kannst du dann jeweils vor deinem Einkauf, das ist wichtig, dass du es nicht danach machst, sondern wirklich davor sehen, welche Artikel sind jetzt wo gerade sehr günstig und wo gibt es welchen Cashback? Dann zeigt dir die App zum Beispiel an. Hey, bei Lidl ist jetzt einfach mal so gewählt, weil ich gerade aus meinem Fenster gucke und da ein Lidl sehe. Dann gibt es bei diesem Laden eine Pepsi, habe ich Pepsi gesagt, habe ich Cola gesagt? Dann nehmen wir auf jeden Fall eine Pepsi, die kostet meinetwegen 99 Cent und da gibt es da 50 Cent Cashback drauf. Und dann hast du tatsächlich die Hälfte deines Geldes gespart für den Fall, dass du sowieso eine Pepsi kaufen wolltest. Ganz witzig ist es auch manchmal, weil die App zeigt dir auch an, wo welche Artikel gerade im Angebot sind. Und dann ist die Pepsi eh schon runtergesetzt von 99 Cent auf 49 Cent und du kriegst 50 Cent Cashback. Dann hast du tatsächlich 1 Cent mit dieser Pepsi verdient. Und ja, tatsächlich so was passiert dann mal wieder. Die Apps zeigen dir dann auch regelmäßig mal Artikel an, die kostenfrei wiederum sind, wo du 100 Prozent Geld zurückbekommst. Aber meistens sind es so Rabatte zwischen 30 und 80 Prozent. Bis vor einer ganzen Weile war ich immer der Meinung, dass die Deutschlandcard doch verdammt langweilig ist. Inzwischen kann ich diese Deutschlandcard und da vielen Dank für diesen Tipp. Wer es gesagt hat, der weiß jetzt, wer gemeint ist. Und die Deutschlandcard, die kann ich inzwischen mit der Netto-App verbinden. Das bedeutet, für jeden Einkauf, für jeden Einkauf bei Netto kriege ich nicht nur einmal Punkte auf die Deutschlandcard, sondern kriege auch Direktrabatte, als auch Cashback, als auch Punkteverdoppler. Weiter geht es mit der Shell-App, weil auch die App von Shell und der Smart Club sind ein System, ein Cashback-System, ein Punktesammelsystem, ein Loyalty-Programm von Shell, bei dem du a) immer super günstig tankst und b) dafür auch noch Punkte sammelst. Auch die Meister der Pünktlichkeit, die Deutsche Bahn, hat ein Kundenbindungsprogramm. Ich finde persönlich kein ganz besonders attraktives Kundenbindungsprogramm. Allerdings ist es da und du kannst es nutzen. Und wenn du die Bahn sowieso nutzt, dann kannst du auch das Bahnbonusprogramm, das wirklich Bahnbonus einfach heißt, nutzen. Da sammelst du einmal 2000 Punkte, dann hast du deinen Sonderstatus und die Punkte kannst du natürlich auch immer noch einlösen gegen Premieren. Das Gleiche gilt dann auch für das treue Programm der Lufthansa, nämlich Miles & More, eben schon mal erwähnt, zusammen mit der Miles & More-Kreditkarte. Aber natürlich kannst du Miles & More auch ohne die Kreditkarte nutzen und dadurch sammelst du ähnlich wie bei Payback Punkte, weil Miles & More, davon musst du gar nicht fliegen, um das zu nutzen, die arbeiten genauso wie Payback mit ganz vielen verschiedenen Anbietern zusammen und dadurch hast du die Möglichkeit, Miles & More-Punkte zu sammeln, ohne überhaupt in der Luft gewesen zu sein. Wir sind immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Job gekündigt um finanziell frei zu werden, Dozent & Autor Nils Röwer im Interview
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Du bist jetzt 27, hast 2015/2016 mit deinem Immobilien angefangen, bist im öffentlichen Dienst und hast jetzt eine zweistellige Anzahl an Immobilien. Die Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge. Heute haben wir einen ganz besonderen Gast zu Gast im Podcast. Wir begrüßen Nils Röwer. Ja, hallo. Nils, grüße dich. Ja, wir beide sind in Kontakt gekommen über Instagram. Ich durfte da ja schon mal dein wunderschönes Buch lesen, zu dem du uns auch gleich noch ein bisschen erzählen kannst. Aber bevor wir auf dich, deine Investition, deine Selbstständigkeit, deine Tätigkeit als Autor eingehen, stell dich doch ganz kurz einmal vor, wer bist du und was machst du eigentlich? Ja, vielen Dank, Mirco. Ja, vielen Dank für die Einleitung. Genau. Du sagst ja, mein Name ist Nils Röwer. Ich bin 27 Jahre alt. Ich wohne und arbeite in Oldenburg. Ich bin Autor, wie du es gesagt hattest. Ich bin nebenberuflich als Dozent tätig und unterrichte Verwaltungsfachangestellte und andere Leute, die Umschulungen machen im öffentlichen Dienst in den Fächern BWL, Kostenleistungsrechnung, Buchführung und arbeite in Teilzeit 80 Prozent bei der Universität Oldenburg im Drittmittel Controlling. Da betreue ich Forschungsprojekte und nebenbei bin ich noch aktiv in der Immobilienbranche. Das heißt, dass ich Immobilien kaufe und vermiete. Ein wirklich toller und interessanter Background, der uns hoffentlich ein sehr schönes Interview beliefert. Jetzt kommen wir gleich zur 60 Sekunden Challenge. Die Zuhörer wissen auf jeden Fall, was das ist, weil das gab es in den Folgen davor schon mal. Es geht einfach nur darum, innerhalb von 60 Sekunden darfst du gleich zu einem Wort, das ich dir nenne, deine ersten Gedanken mal sagen. Und das Wort, in das wir für dich rausgesucht haben, ist das Wort Bank. In dem Fall nicht die Bank, auf die du dich hinsetzt, sondern das Geldhaus. Das ist ja ein spannendes Thema. Alles klar. Also Bank, das erste, was ich damit verbinde, ist, dass ich aus einem Bankerhaushalt komme. Mein Papa ist Banker. Ich wollte früher immer Banker werden. Ich habe mit 15 ein zweiwöchiges, freiwilliges Praktikum in der Bank gemacht, mit 17 über eine Schulform, Jahrespraktikum. Und dann habe ich festgestellt, das ist nicht so ganz das, was ich möchte, weil das, was ich da gelernt habe, war viel zu kurzsichtig. Ich habe zwar diese Finanzprodukte kennengelernt, aber gar nicht so richtig, wie sie funktionieren, was sie bringen, sondern es ging darum, sie zu verkaufen und Kundengespräche zu führen. Und jetzt wiederum lerne ich die Bank aus anderer Sicht kennen und zwar aktiv als Kunde. Und da merke ich, dass viele Dinge von früher wieder auf mich zurückkommen und dass ich gefordert bin, als Kunde oder vielmehr als Nutzer, mich selber zu informieren und selber zu wissen, was ich da kaufe als Produkt. Das ist vergleichbar, wie wenn ich zur Media Markt gehe und einen Fernseher kaufen möchte. Ich sollte mich vorher informieren, was ich kaufen möchte, denn dann weiß ich auch, dass ich am Ende das bekomme, was ich möchte. Das kann teilweise der Banker selber gar nicht wissen. Das ist so meine erste Gedanke, was ich mit einer Bank verbinde. Als zweites würde ich sagen, dass ich die Bank als guten Partner und mit sehr tollen Mitarbeitern, mit netten Menschen kennengelernt habe. Ganz exakt in den 60 Sekunden geblieben. Ich glaube, das hatte ich bisher noch nicht. Sehr schön. Da hast du jetzt schon ein bisschen was zu dir und deiner Vergangenheit erzählt. Lass uns da noch mal ein bisschen weiter mit reingehen, weil du hast ja auch gesagt, du hast schon im Immobilienbereich was. Aber du hast ja jetzt auch dein Buch bezüglich dem Thema "Die Wohlstands im Bibel" geschrieben. Und das alles hat ja mit dem Thema "Investieren" zu tun, ob jetzt im Immobilienaktien ETFs. Wie bist du dazu eigentlich gekommen? Ja, das ist eine sehr spannende Frage und auch ein sehr, sehr langer Prozess gewesen. Die Intention, ein Buch zu schreiben, die ist eigentlich erst zum Ende daraus entstanden. Ich kann im Prinzip nahtlos wieder anknüpfen an diese Praktikumszeit. Ich war früher bzw. heute immer noch, dass ich mich für diese Geldthemen sehr interessiert habe. Und dann habe ich natürlich auch gehofft, mir durch so ein Jahrespraktikum und durch meine allgemeine, ja, Neugierde an dem Thema Geld habe ich mir eingebildet, dass ich das kenne, dass ich das kann. Und am Ende, ich habe dann mit 18 duale Studien gemacht und in der öffentlichen Verwaltung gelandet, war mit 21 ausgelernt und habe dann als Beamter so über 2000 Euro netto verdient. Hab dann direkt das gemacht, was ich jetzt nicht mehr empfehle bzw. dass ich nicht mehr empfehlen würde und so nicht nochmal machen würde. Und zwar, ich bin direkt ausgezogen, habe mir ein Auto gekauft und irgendwann nach einem Dreivierteljahr habe ich so mal Resümee gezogen und habe das Gefühl, ey, von dem vielen Geld, was ich verdient habe, da bleibt irgendwie gar nichts übrig. Und vorher bin ich mit 900 Euro, 800 Euro in Hannover wohnt, mit eigener Mietwohnung ausgekommen und jetzt wohne ich bei mir zu Hause in einem kleinen Dorf, in einer eigenen größeren Wohnung und es bleibt nichts übrig. Dabei dachte ich ja eigentlich, ich habe in der Bank gearbeitet, mein Papa ist Banker, ich interessiere mich für das Thema, warum ist das so? Und daraus wuchs dann, sage ich mal, diese Wissbegierde zu sagen, das kann nicht sein und das darf so nicht sein, weil eigentlich habe ich ja den perfekten Background, dass ich es besser wissen müsste. Und ich habe mich im Studium auch schon immer sehr viel mit einem Kollegen über das Thema Geld ausgetauscht und wir haben beide das gleiche Problem gehabt und so sind wir am Ende dann losgezogen und haben uns informiert und sind erst auf die Börse gestoßen und letztlich, wenn man anfängt, Geld zu investieren, kann man das vorwiegend an der Börse mit seinem eigenen Geld. Und dann habe ich ja fast gedacht, ich habe ja gar keins und so bin ich angefangen zu sparen und habe das weiter gelernt, gelernt, mir überlegt, wie kann man denn sinnvoll sparen? Dann habe ich gemerkt, sparen heißt vielen Punkten auch oft verzichten, warum ist das so und warum muss das nicht so sein? Wie kann man sich da selber vielleicht auch ein bisschen austricksen, weil letztlich geht es ja auch immer um die persönlichen Gefühle, die persönliche Einstellung, die man dazu hat. Und dann bin ich von Aktien, Börse rübergekommen zum Thema Immobilien, um das mal ganz kurz dazu stellen und spätestens dann, wenn man seine erste Eigentumswohnung kauft, weil Aktien kann man für sich selber alleine kaufen, wenn man aber eine Wohnung kauft und auf einmal über Facebook eine Vermietungsanzeige aufgibt und sagt, hier, ich habe eine Wohnung zu vermieten, dann kommt auf einmal das Umfeld und spricht einen an und sagt, was machst du denn da und wie funktioniert das denn? Und ich hatte über ein Jahr mich informiert zum Thema Geld sparen, investieren und bin so von Börse über Immobilien dann gekommen und habe dann letztlich nach eineinhalb Jahren ungefähr meine erste Wohnung gekauft. Und in den Gesprächen mit meinem Umfeld hat sich dann ganz oft herauskristallisiert, die Leute wollten schon direkt anfangen mit dem Investieren sofort, ich habe ihr Geld gespart, ich möchte sofort loslegen. Und aus den Gesprächen ergab sich das dann, dass ich gemerkt habe, da fehlt ja wirklich, um mal bei diesen Immobilien zu bleiben. Die Leute wollten ihr Haus schon errichten, ohne überhaupt das Fundament dazu zu haben. Das Fundament ist bei mir dieses Wissen, das Wissen, wie funktioniert Geld, wie funktioniert Sparen, wie spare ich überhaupt sinnvoll, wie investiere ich, was sind die Gefahren, was ist Rendite, wie steht das in Bezug zu Risiken, also im Prinzip das Ganze von der Pike auf zu lernen. Und da war die Begeisterung bei den Leuten nicht da, weil sie es auch gar nicht besser wussten. So ist für mich dann die Idee gekommen, zu sagen, ich möchte gerne irgendwie anderen Leuten helfen da bei diesem Thema. Und für mich persönlich macht es mir auch sehr viel Spaß, vor anderen Leuten zu reden. Und ich wollte dann auch später Dozent selber werden. Ich habe diese Diskussion in der Universität sehr genossen. Und so habe ich dann an einem Seminarkonzept gearbeitet, wo ich diese ganzen grundlegenden Themen aufarbeiten wollte. Und am Ende habe ich dann überlegt, wie kann ich jedes Thema, sei es Zinsen, sei es Sparsysteme, wie kann ich das verknüpfen und anschaulich präsentieren? Weil so ein Finanzbuch, das kann wirklich sehr, sehr trocken sein. Ich habe sehr, sehr viele trockene Bücher gelesen und ich habe immer versucht, Geschichten aus dem Leben zu greifen. Und das wollte ich dann letztlich präsentieren. Und ich habe das so detailliert am Ende aufgeschrieben, dass ich gedacht habe, ich glaube, ich schreibe das mal auf und mache da ein Buch aus. Weil mir das Schreiben, dieser Gedankenprozess, der Schreibprozess auch so gut gefallen hat, dass am Ende dann in einer Arbeitsphase von eineinhalb Jahren am Ende dieses Buch entstanden ist. Und so ist es im Prinzip dazu gekommen. Jetzt hast du ganz viele verschiedene Themen schon angerissen, die auch alle sehr interessant sind. Dann lass uns da doch mal jetzt ein Thema nach dem anderen angehen. Ich gucke gerade parallel noch in dein Buch rein. Da heißt nämlich eines deiner Kapitel so schön "Der Bankberater, dein Freund". Und du hast jetzt gerade eben das Thema Immobilien erwähnt, was natürlich auch sehr interessant ist. Wie bist du denn da bei den Immobilien aufgestellt und wie hat das Thema bei dir eigentlich angefangen? Also bist du da zum Bankberater eben gegangen und hast mit dem das besprochen? Oder hast du dich in welchen Quellen, die für uns natürlich auch sehr interessant sind, belesen und bist dann eigenständig rangegangen? Wie fängt man an, wenn man sich sagt, ich möchte eine Immobilie zur Vermietung kaufen? Das ist eine sehr, sehr große Frage, Mirco. Und da gibt es wahrscheinlich unterschiedlichste Herangehensweisen. Bei meiner Herangehensweise ist es so gewesen, der erste Punkt, der wichtigste Punkt ist auch, welche Motivation ist da gewesen. Und ich habe ursprünglich ja gesagt, dass ich an der Börse meine ersten Erfahrungen gemacht habe. Und ich meine, es war die Aktie GoPro. Die habe ich mir damals gekauft und hatte dann innerhalb von drei oder vier Monaten, ich glaube, eine Verdopplung des Kurses, also quasi 100 Prozent Gewinn gemacht damit. Dann habe ich die verkauft und war total glücklich und habe dann festgestellt, dass sich diese Rendite hier immer nur auf mein Eigenkapital bezieht. So und ich hatte für 300 Euro diese Aktie gekauft, hatte am Ende 600 Euro verkauft und dachte, Mensch, ich hatte so einen Glücksgriff oder so, das lief so toll. Und da ist jetzt nur 300 Euro rumgekommen, das war irgendwie ein bisschen wenig. Und dann habe ich geschaut, wie geht so etwas, wie kann so etwas schneller gehen? Und so bin ich dann zu den Immobilien gestoßen, weil da kann ich mithilfe von Fremdkapital, das nennt sich Hebeln quasi, meine Eigenkapitalrendite stark steigern, indem ich halt eben Fremdkapital mitnehme. Und so war der Ursprungsgedanke. Und dann habe ich viele Bücher dazu gelesen. Ich habe mich viel mit Leuten umgeben, die das schon machen. Es gibt überall, Deutschland verteilt, Immobilienstammtische. Da kann man einfach mal fragen in Facebook, so habe ich es auch gemacht. Da kann man hingehen. Ich habe tatsächlich in Papenburg sogar selber eingegründet mit den Leuten. Wir hatten alle keine Immobilien, aber wir fanden das Thema so spannend. Und wie können wir das machen? Und tatsächlich weiß ich, dass einer von den Vieren ist Makler geworden und hat sich damit selbstständig geworden. Der andere hat 30 Einheiten, glaube ich, jetzt ungefähr. Der hat ganz viele alte Bauten gekauft und renoviert und vermietet. Und meine Wenigkeit, beziehungsweise der vierte, glaube ich, der hat dann einen Eigenheim gekauft, da ist leider nichts rausgewonnen. Und meine Wenigkeit, bei mir ist es jetzt auch so, dass ich mit jetzt so eine zweistellige Einheitenanzahl doch durchaus gut gewachsen bin in den vergangenen Jahren. Und dann habe ich viele Bücher dazu gelesen von Thomas Knedl. Das war das erste Buch, was ich gelesen hatte. Das war "Erfolg mit Wohnimmobilien", was ich auch wirklich sehr, sehr gut finde. Das erklärt wirklich dieses grundsätzliche Handwerkszeug. Wie läuft das allgemein mit Zinsen, Tilgung, die Inflation? Wie spielt die dazu ein mit der Vermietung, mit der Mieterauswahl? Das ist so ein guter, guter Rundumblick, wie man das ganze Thema angehen kann. Und dann wirklich ein springender Punkt. Ich habe drei Monate lang gesucht, ich habe zwei Immobilien besichtigt, beide nicht genommen, und die dritte dann wiederum. Dann ist es immer noch so, man besichtigt die, es ist alles noch sehr unverbindlich. Und tatsächlich war es dann ein großer Sprung zu sagen, ich mache das jetzt, ich probiere das aus. Und wenn man dann auf sein Umfeld hört, die alle keine Immobilien zur Vermietung haben, die alle sehr, ich sage mal, ich komme vielleicht auch aus einem etwas konservativen Haushalt, wo man dann auch lieber auf Nummer sicher geht, was ja auch letztlich bei vielen, auch bei vielen, der das Umfeld sagen wird, ich gehe lieber auf Nummer sicher und so viel Geld, so hohe Schulden. Wenn man sich informiert und wenn man diese Idee hat, diesen, ich nenne es mal dieses Ziel, diesen Traumat in der Immobilie zu kaufen und da sich hin entdecken möchte, dann muss man das auch beschützen, diese Idee und beschützen vor außen Stehenden, weil wenn die das nicht verstehen, dann gehen sie mit ihrem Blick der Realität daran und glauben, für sich ist das nicht realistisch und versuchen einen das dann auch auszureden. Ich hatte tatsächlich viele Leute, die mir davon abgeraten haben, auch aus dem nächsten Umfeld und weil ich aber gesagt habe, nein, ich möchte das und ich möchte das jetzt ausprobieren und ich will diese Erfahrung machen, habe ich mich dann am Ende dazu entschieden und habe dann tatsächlich 2016 an meinem Geburtstag im Oktober meine erste Eigentumswohnung gekauft und so habe ich das Ganze dann auch wirklich erleben können. Und das ist das, was ich auch jedem dann ans Herz legen würde. Man kann sich super viel informieren, wichtig ist letztlich, nicht kennst du das, sondern kannst du das und das Können, das läuft letztlich auch über die Erfahrung und wenn man einen relativ guten Job, einen sicheren Job hat, wenn jetzt jemand in einem Start-up ist, nicht genau weiß, wie seine Zukunft aussieht, dann würde ich vielleicht tatsächlich sagen, warte lieber noch ein bisschen ab, aber für mich öffentlicher Dienst, ich habe mich dann getraut und habe dann noch ganz viele Fehler, aber auch ganz viele tolle Erfahrungen gemacht und nur so kommt man letztlich ins Handeln und ist letztlich auch gezwungen, dass es dann funktioniert und dass diese Entscheidung nachträglich richtig wird. Und so war das letztlich bei mir und so habe ich dann zu den Immobilien hingefunden. Wie alt bist du jetzt? Ich bin 27 Jahre alt, ich werde im Oktober 28 und gestartet wie gesagt 2015, das machen immer alte Leute immer, die sagen immer, dass ja und nicht dann wie alt man war, mit 24, also auch mal mit 15. Ok, sehr interessant, das heißt, du bist jetzt 27, hast 2015, 2016 mit deinen Immobilien angefangen, bist im öffentlichen Dienst und hast jetzt eine zweistellige Anzahl an Immobilien, wozu man ja wirklich sagen kann, das ist nicht ganz normal, weil das hat nicht jeder, das ist schon außergewöhnlich. Ja, vielen Dank. Jetzt interessiert mich das natürlich, wie geht man denn da tatsächlich am Anfang vor, weil ich stelle mir vor, du hast dein kleines Eigenkapital, also ich sage jetzt einfach mal klein, dein kleines Eigenkapital, weil du musst ja viel mit Fremdkapital arbeiten. So eine Wohnung kann mal bis zu 100.000 Euro kosten, würde ich jetzt einfach mal sagen, ohne dann genau einen Ort zu nennen. Und dann gehst du zum Banker hin, sagst, ich will zehn Immobilien haben, ich brauche eine Million und der sagt ok. Ja, das ist natürlich nicht der Fall, das ist alles Step by Step. Und am Anfang sieht man diesen kleinen Samen und der fängt tatsächlich mit der Entscheidung an, zu sagen, ich informiere mich über dieses Thema und der wächst und gedeiht. Und wenn man den halt immer sich darum kümmert, dann wird das alles größer. Also ich muss dazu sagen, ich habe 2016 die erste Wohnung gekauft, habe dann, ich habe auch komplett die voll finanziert, also auch mit Nebenkosten. Jetzt im Nachhinein, ob das so clever war oder nicht, das weiß man nicht. Aber ich bin angefangen und dann habe ich ein Dreivierteljahr weiter ganz normal alles kennengelernt. Ich hatte Mieterauswahl, wo ich sehr viele Erfahrungen gemacht habe, wo ich auch sehr viel Ärger mit hatte am Ende und habe dann 2017 im späten Sommer meine zweite Immobilien gekauft und da war ich ja schon weiter vom Verständnis her und wusste, wenn ich jetzt noch mal mit meinem, ich nenne es mal mit meinem Gehalt von den 2000 Euro, noch mal so eine Eigentumswohnung kaufe und die voll finanziere, dann wird es schon sehr schwierig mit der Bonität, weil die Banken rechnen grundsätzlich nur 80 Prozent der Kaltmieter an, ziehen aber die vollen Kosten ab und dann überlegen sie auch, okay, was passiert, wenn die mal nicht vermietet ist und gerade wenn man ein, zwei Objekte hat, dann ist das schon sehr, sehr schwierig aus Sicht der Bank. Es gibt natürlich auch Banken, die sind da ein bisschen, ein bisschen, ich nenne es mal offener, nicht so konservativ, aber ich wusste, okay, ich muss da gucken, was ich für ein nächstes Objekt kaufe und das nächste Objekt, was ich dann gefunden habe, ist ja nicht so, dass ich losgehe und sage so, ich kaufe jetzt die, die und die Immobilie, sondern ich habe selber über ihre Kleinanzeigen eine Anzeige geschaltet, wurde dann von einem älteren Ehepaar angerufen, die ein kleines Mehrfamilienhaus in Ostfriesland verkaufen wollten mit drei Einheiten, das heißt, ich habe das Offmarket, so nennt sich das, bekommen, also war da aktiv, bin losgegangen, ich habe natürlich sehr lange gesucht und habe auch viele Gespräche geführt, wo es am Ende nichts geworden ist, aber die haben mich angerufen, habe direkt gesagt, ich komme vorbei und gucke mir das Ganze an. Ich habe mir dann, auch weil es auch eine größere Nummer war, einen Fachmann dazu geholt, der Bauarchitekt und Ingenieur ist, habe mit dem das Haus auf Herz und Nieren überprüft und bei mir in meiner speziellen Situation war es so, ich habe 2017 am 2. Januar, am ersten Werktag mein Beamtenverhältnis gekündigt sozusagen, ich habe beantragt, dass ich entlassen werde, obwohl ich im Sommer dann verbeamtet worden wäre auf Lebenszeit, was natürlich aus Immobilieninvestoren Sicht so ein bisschen der goldene Schein ist, also eine Verbeamtung auf Lebenszeit ist, ich glaube, besonders die beste Bonität, die man vorweisen kann, aber für mich hatte sich das nicht so entwickelt, wie ich das gerne hätte bei der Arbeit, ich wollte mich gern persönlich weiterentwickeln, habe noch ein Nebenberuf dieses Studium angefangen, was irgendwie nicht so gut passte und habe dann diese Entscheidung getroffen, zu kündigen und dann war es so, dass ich die Immobilie finanzieren wollte und ich bin dann, ich wollte mir überlegen, ich hatte am 1. April meinen letzten Arbeitstag, war dann drei Monate in Liverpool, weil ich unbedingt mal wieder Fußball gucken wollte, ich bin eigentlich Liverpool-Fan und tatsächlich haben sie mir damals bei der Arbeit auch mal einen Urlaub bestrichen, weil so viel zu tun war, wo ich eigentlich nach Liverpool wollte und dann war ich drei Monate im Ausland und bin dann in Oldenburg im Controlling angefangen bei der Universität und war dann auf einmal von einem Beamten runtergestuft worden, auf einen Angestellten im öffentlichen Dienst, im Probezeit und dann war es sehr schwierig mit der Finanzierung, hat dann aber zum Ende hin geklappt und das sind alles so Punkte, die man dabei beachten muss, also es ist nicht so, dass man einfach hingeht zur Bank und sagt, ich hätte jetzt ganz gerne eine Million, um Gottes Willen, dann werden viele auch sagen, wie sind denn Ihre Referenzen, also kennen Sie das denn überhaupt, sondern man wächst peu à peu und so war es dann mit den drei Immobilien, dann waren es ja in Summe vier, also einmal eine Eigentumswohnung mit großer Gemeinschaft und dann letztlich ein Dreifamilienhaus, also mehr Familienhaus, wo ich alles selber geregelt habe, was nochmal wieder eine ganz andere Erfahrung ist. Wenn das Dach kaputt geht, ich bin absolut alleine verantwortlich. Wenn ich eine Eigentumswohnung kaufe, ich gehe in eine bestehende Gemeinschaft rein, wo andere Parteien seit Jahren das Objekt überwachen, schauen, wo muss was gemacht werden, es gibt eine professionelle Verwaltung, die sich um vieles kümmert und sollte mal was passieren, verteilt sich die Last auf mehrere Schultern und ich würde jedem empfehlen, wer anfangen möchte, klein an mit einer Eigentumswohnung, so um die 100.000 Euro, schaut, dass es irgendwie möglich ist, das ist natürlich jetzt ein sehr gefragter Markt, auch mit der Corona-Krise wird das Geld am Ende wieder in Immobilien landen, ist es in jeder Krise eigentlich so gewesen und da müssten wir mal gucken, ob man ein bisschen aufs Land geht, das habe ich bisher auch gemacht und so bin ich dann gewachsen, dass es dann vier waren und jetzt tatsächlich habe ich erst in 2020 das erste Mal wieder neue Immobilien gekauft, weil ich jetzt mit meinem Studium letztes Jahr im Sommer fertig gewesen bin, ich habe das Buch veröffentlicht und habe vor allen Dingen Geld gespart, habe Erfahrungen gesammelt und habe dann seit letztes Jahr Sommer wieder geguckt oder ja, Frühling ungefähr und habe Anfang des Jahres ein Fünf-Familienhaus gekauft und jetzt ist noch ein Zweiparteienhaus dazugekommen und tatsächlich habe ich nächste Woche Mittwoch noch einen Notartermin hier in Oldenburg für die erste Eigentumswohnung hier in Oldenburg und vorherige Immobilien sind alle im Amstland, Ostfriesland, mehreren ländlichen Regionen, also da sind die Preise dann auch dementsprechend nicht so hoch gewesen. Das ist so die Entwicklung, die bei mir gewesen ist und ich finde im Nachhinein kann man da eigentlich sehr schön sehen, wie sich sowas ganzes entwickelt und wenn man so eine Entwicklung auch einem Banker zeigen kann, dann arbeitet man auch auf einem Niveau, wo man sich gegenseitig schätzt und wo man auch gegenseitig Erfahrungen hat und auch vergewissern kann, dass man das erfolgreich durchführen kann, weil letztlich, man versucht immer so die Finanzierung irgendwie zu bekommen, aber man muss mal, wenn man mal so ein bisschen das reflektiert, mir gibt eine Institution mehr als den Hauptteil, im Prinzip fast alles, was ich brauche, um an meinem Vermögensaufbau zu arbeiten und wenn man sich mal überlegt, würde man das bei jemand anderen machen? Sehr schwierig diese Vorstellung und dementsprechend versuche ich mich dann in die Lage zu versetzen, dass ich überlege, würde ich mir selber das Geld leihen und wenn ich denke, ja, ich würde das, ich habe so eine Motivation, ich habe entsprechende Erfahrungen, ich habe mir das Wissen angeeignet und bin bisbegierig und habe Lust auf dieses Thema, dann merkt das auch ein Banker und dann kann man auch über andere Summen oder weitere Finanzierungen sprechen und dann funktioniert auch alles wesentlich einfacher und wesentlich schneller, wie ich jetzt festgestellt habe. Von der sonnigen Seite der Immobilien, lassen wir uns doch noch ganz kurz auf die Risiko-Seite gehen und ich meine damit noch gar nicht so den Extremfall des Mietnomadens, was sicherlich auch keinen Spaß macht, aber so auf der Risiko-Seite, ich kenne es ja selber als Hotelbetriebswirt, weiß ich auch, wie die Hotelgesellschaften hier in Deutschland und international aufgestellt sind, jetzt hast du gerade eben schon das schöne Wort Wohnungseigentümergesellschaft gesagt in einer größeren Verbund, dass auch Lasten auf mehrere Schultern verteilt werden und gerade in der Hotellerie, da funktioniert es auch unter anderem mit der Wohnungseigentümergesellschaft und da ist jetzt zu der Corona-Zeit halt wegen vielen geschlossenen Hotels zu extremen Nachschusspflichten gekommen. Gibt es dann ähnliche Risiken bei dir als Immobilienvermieter? Auf jeden Fall, Mirco. Letztlich gehen Risiko und Rendite immer Hand in Hand und wenn ich höhere Renditen erzielen möchte, muss ich auch bereit sein, höhere Risiken in Kauf zu nehmen und meine Erfahrung ist bei Immobilien, wenn ich gewisse Kompetenzen zueinander bringen kann und gewisse Synergieeffekte erzielen kann daraus, dass ich dann auch die Möglichkeit habe, höhere Renditen einzufahren, aber grundsätzliche Risiken, ich nehme mal die ganz aktuelle, da wird auf einmal per Gesetzesbeschluss beschlossen, dass Mieter die Möglichkeit haben, wenn sie von der Corona-Krise betroffen sind, ihre Miete mal für zwei, drei Monate auszusetzen. Ich bin davon nicht großartig betroffen, also bisher sind alle Mieten ganz normal gekommen, habe auch schon Gespräche geführt dahingehend, habe auch meine Bereitschaft erklärt, dass ich Hilfe anbieten würde, aber wenn ich jetzt neu starte und auf einmal, ich sage mal, ich kaufe zwei Wohnungen und bin da entsprechend nicht so liquid, also habe nicht so viel Geld auf der hohen Kante und mir brechen auf einmal für drei Monate die Mieten weg, dann habe ich ein sehr großes Problem, weil die Bank möchte nach wie vor, dass der Kredit weiterhin bezahlt wird. Es gibt zwar die Möglichkeit, auch hier Stundungen zu vereinbaren, aber ich bin der Meinung, dass das immer noch wieder zeigt, dass ich nicht die entsprechenden Risikopuffer hatte und da sieht man mal, wie schnelllebig auch solche Risiken entstehen können. Ansonsten haben wir natürlich noch die grundsätzlichen Risiken. Im Prinzip haben wir bei Immobilien immer drei Pfeiler, das eine ist das Objekt als Seuche. Wenn man da in einer Eigentumswohnung kauft, in einer großen Gemeinschaft, dann wie gesagt, das Dach, die Fenster sind sogar dabei, der Hausflur, der Keller, das Grundstück, alles verteilt sich auf mehrere Personen, da haben wir eine Risikominimierung, aber gleichzeitig sind bei solchen Objekten die Renditen auch meistens niedriger eben wegen dieser Risikoverteilung. Also es geht um die Objektprüfung. Wenn ich die Immobilien, diese Mehrfamilienhäuser geprüft habe, dann habe ich mehrere 100 Euro in die Hand genommen und habe mir einen Experten, einen Fachmann mitgenommen, um eben seine Kompetenz miteinfließen lassen zu können, um das Objekt entsprechend bewerten zu können. Das kann dann auch mal sein, dass man ein paar 100 Euro in den Sand setzt, aber man muss sich mal überlegen, wie viel Geld hätte man sonst in den Sand gesetzt bzw. Probleme gehabt, wenn man das nicht getan hätte. Also wir haben immer den Bestandteil des Objekts, dann haben wir als zweites die Finanzierung, das ist auch so die chronologische Hereinfolge, da geht es immer um gewisse Zinsrisiken, jetzt sind die Zinsen ja wirklich historisch niedrig, die Frage ist, wie sieht das Ganze in zehn Jahren aus? Wie sieht das Ganze in 15 Jahren aus? Das ist ein Risiko, was man hat. Ansonsten, um das mal ein bisschen kurz zu halten und um den nächsten Baustein zu kommen, das dritte natürlich, was sehr im operativen Bereich ist, die Mieterauswahl. Das ist der dritte Baustein, also was für ein Mieter, was für ein Klientel hole ich mir in meine Wohnung? Passt das in das Gesamtkonstrukt mit den anderen Parteien? Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit, die Kompetenz von jemand anderes einzukaufen, von Hausverwaltungen, die dort Erfahrungen haben, die wiederum dann sich bezahlen lassen und einen Mieter für einen aussuchen. Das ist wieder die Möglichkeit, das Risiko zu minimieren, gleichzeitig bezahlt man wieder Geld, was die Rendite wiederum sinkt. Das heißt, wenn ich die Möglichkeit habe und gut vernetzt bin, sage ich mal, in einem Ort, dass ich vielleicht auch eigenständig eine gewisse Prüfung durchführen kann, vielleicht konzentriere ich mich auf ein gewisses Mieterklientel, es gibt Sozialwohnungen, wo man investieren könnte, wo die Miete vom Amt kommt, da wäre die Mietzahlung relativ sicher. Dann ist natürlich die Frage, passt das im Gesamtkonstrukt des Hauses, passt das Klientel da rein, passt eine Familie da rein, passen vielleicht Haustierer da rein, das sind ganz viele Fragen, das ist ein sehr, sehr lebendiges Geschäft. Und zwischen allen drei Bausteinen ist der wichtigste, oder was alle drei verbindet, finde ich immer noch der Punkt, dass Immobilien zwischen Menschen gehandelt werden und Finanzierungen zwischen Menschen ausgemacht werden und Vermietungen zwischen Menschen passiert. Das heißt, der größte Risiko und gleichzeitig Renditefaktor ist eigentlich, wie gehe ich mit Menschen um und wie kann ich Probleme lösen, wie kann ich kommunizieren, das ist so ganz viel, was ich lerne, wie kann man vielleicht auch vermitteln bei unterschiedlichen Interessen, das ist eigentlich der größte Erfahrungswert, den ich im Immobilieninvestment gemacht habe und auch hier, bzw. hier ist es schwieriger, sich Kompetenzen einzukaufen, aber wiederum gibt es hier ganz tolle Bücher, ganz tolle Seminare, was ich gelesen habe und eigentlich jedes Jahr mehrfach als Hörbuch höre, ist "Wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie, was einen sehr, sehr hilft im Umgang mit Menschen, auch andere Menschen zu verstehen und gerade auch zum Beispiel mal die Brille des Mieters oder des Bankers aufzusetzen und so kann man gewisse Risiken schon im Voraus erkennen und entsprechend minimieren und wenn ich Risiken minimieren kann, dann wiederum kann ich auch Renditen einfahren. Das ist im Prinzip bei jedem Investment das gleiche. Das Buch von Dale Carnegie übrigens ist ein sehr interessantes Buch, packen wir am besten auch mal in die Videobeschreibung bzw. in die Show Notes vom Podcast. Wer das Ganze haben möchte, kann es natürlich entweder kaufen oder zurzeit eben kostenfrei bei Spotify hören, das ist auch immer ganz cool. Gehen wir weiter zum nächsten Thema. Wir haben nämlich jetzt schon das Thema Buch gesagt und da wird in den Show Notes nicht nur das Buch vom Dale sein, sondern auch dein Buch. Dein Buch nennt sich nämlich "Deine Wohlstandsbibel, der Schlüssel zur finanziellen Freiheit ist Bildung" und damit hast du ja einen weiteren Aspekt geöffnet. Du bist nämlich Autor, hast ein Buch geschrieben, hast, wie du gesagt hast, anderthalb Jahre daran geschrieben. Hol uns doch zu dem Thema noch mal so ein bisschen ab. Wie wird man eigentlich ein Autor und was treibt einen da voran? Wie schreibt man so ein Buch? Ja, vielen Dank für die Vermarktung, also für die Verlinkung. Wie wird man Autor? Das ist eine sehr spannende Frage. Ich glaube, das entwickelt sich. So ist es zumindest bei mir gewesen. Ich habe für mich ganz individuell, ich habe immer in der Universität und gerade als ich im Studium gewesen bin und dann auch im Masterstudium habe ich das immer sehr genossen, mit anderen Leuten zu diskutieren, weil ich dabei immer auf ganz andere Ideen gekommen bin und ganz andere Gedankengänge möglich waren. Und ich habe so ein bisschen dieses kreative Denken wieder zurückgefunden, als mein Studium dann vorbei war, beziehungsweise ich wieder zu Hause gewesen bin, es ist ja ein Fernsteam gewesen, beim Schreiben ist mir das ganz oft wiedergekommen. Und das macht letztlich auch Spaß, weil letztlich ist es ja nichts anderes, als würde ich einen Dialog führen, nur dass ich meine Seite schon vorher führe. Das heißt, wenn ich ein Buch lese, ich lese auch gerne Biografien, dann habe ich das Gefühl, dass ich mit dieser Person ein Gespräch führe und dass sie mir irgendwie sagen möchte, pass mal da auf, überleg mal daran oder hast du vielleicht das schon mal aus diesem Blickwinkel gesehen. Und so ist das im Prinzip ein Dialog, den jeder mit mir führen kann, wo ich schon meinen Teil dazu beigetragen habe und letztlich, natürlich das schwierig ist, der andere seinen Teil dann dazu beiträgt. Aber wenn irgendwer Fragen hat, Ideen hat oder sowas, freue ich mich über jede Nachricht. Und ja, so setzt man sich irgendwann hin und wenn man das Gefühl hat, es macht einem Spaß, man schreibt da was auf und es kommen neue Ideen beim Schreiben, dann ist man, wie man sich versieht, ein Autor. So ist es bei mir ungefähr gewesen. Ja, es ist spannend und sehr interessant, weil wir haben ja auch unter den Zuhörern und Zuhörerinnen immer so den einen oder anderen Unternehmer, Kleinunternehmer, Kleinstart-Up-Menschen, der auch immer aus dem Hamsterrad gerne ausbrechen möchte und auch schon vielleicht daran gedacht hat, sein eigenes Buch zu schreiben. Nachdem wir jetzt also wissen, okay, Inhalt, wie kommt das Ganze so in das Buch rein? Wo kommt der eigentliche Text her? Wie geht es denn danach weiter? Ich sehe hier natürlich ein gedrucktes Buch vor mir, das heißt, das Buch muss geschrieben werden, dann muss ein Layout reingepackt werden, da muss noch jemand drüber lesen, also irgendwie eine Art von Lektorat, das kann man sich jetzt vielleicht über Fiverr einkaufen oder irgendwo anders professionell über einen Verlag reingehen. Dann muss es irgendjemand drucken, sich um den Versand kümmern und Marketing, Vertrieb, das gehört ja auch noch mit dazu. Wie sind denn da die Schritte? Genau, das ist jetzt so das klassische Handwerkszeug. Richtig, am Anfang hat man ein sehr langes Wortdokument und das letztlich muss man in dieses Buch irgendwie reinbekommen, denn genau wie du sagst, du hast jetzt ein fertiges Buch in der Hand und nicht diese auf gedruckten Seiten, rein von der redaktionellen Sicht. Ich habe mein Schwester studiert Germanistik und Religion in Münster und ich habe mit der natürlich eine super Lektorin, sage ich mal, die auch super toll dieses Thema angeht, die wirklich einsame Spitze da ist, was diese sprachliche Ausdrucksweise angeht. Ich habe mit meinem Papa eine weitere Person, die sehr schöne Gedankengänge, sage ich mal, auch aus finanzieller Sicht nachverfolgen kann, auch an Formulierungen sehr viel mitgewirkt hat und letztlich, als das Manuskript dann fertig war, habe ich es auch an acht Personen zum Testlesen gegeben. Ich glaube, das Manuskript war vier Monate vor Veröffentlichung schon fertig, habe denen über einen Monat oder fast zwei Monate Zeit gegeben, habe deren Feedback nochmal umgesetzt, so ist das Ganze dann letztlich entstanden und bei der Vermarktung und letztlich auch beim Versand, also das Ganze, wie kommt das Buch letztlich zum Kunden hin, bin ich allgemein und auch speziell in diesem Fall großer Fan von Pareto, das heißt, so 20% Aufwand, 80% Ertrag und mit Amazon, jetzt muss ich überlegen, das heißt KDP, Kindle Direct Publishing, gibt es eine Plattform, wo man die Möglichkeit hat, sein Buch, inklusive Cover, das letztlich habe ich auch dann über einen professionellen Designer erstellen lassen, hochladen kann und das Buch wird, das nennt sich Print-on-Demand, das heißt, wenn jemand das Buch in Amazon bestellt, dann wiederum wird das erst gedruckt und wird versendet und das alles erfolgt von Amazon, die lässt sich sich dafür auch bezahlen lassen und ich bekomme ein Stück Verdienst, das nennt sich Tantime pro verkauftes Exemplar und da gibt es dann ein Portal, wo ich die Verkäufe nachverfolgen kann und ich bekomme dann einmal im Monat eine Summe von Amazon überwiesen über die letztlichen Buchverkäufe, dann kann ich mein Buch noch als Kindle einstellen, was ich auch gemacht habe, also an alle Kindle-Leser, es ist sogar bei Kindle Unlimited gelistet, das heißt, man kann sich das ausleihen, kostenfrei und dann lesen, das gibt es alles diese Parameter, die man da auch freischalten kann und so letztlich hat man dann ein Full-Filmen-Paket, also jemand, der sich um alles kümmert und letztlich bin ich nur der, der die geistige Arbeit getan hat und dieses Manuskript dort, oder ich sage mal nicht Manuskript, sondern dieses fertige Buch dort hochgeladen hat als PDF-Datei und das Cover als PDF-Datei, den Produkttext dazu entwickelt hat und dann das Produkt freigeschaltet habe und alles andere läuft über Amazon und ich kann mich wiederum anderen Dingen hinsetzen, wie beispielsweise ein neues Buch schreiben oder letztlich hat es angesprochen, dieses Seminarkonzept dann auch irgendwann tatsächlich in die Tat umsetzen. Was waren denn so deine größten Hürden als Autor, wo du dir wirklich sagst, ok, das war schwierig, da hatte ich Learnings und das war vielleicht noch ganz interessant, um abschließend zum Thema Buch noch ein bisschen was zu sagen. Das ist natürlich eine Schwierigkeit über einen so langen Zeitraum, letztlich wächst das Buch ja auch mit, teilweise habe ich mehrere Wochen nicht dran geschrieben und hatte dann eine Idee zu einem Punkt, der mich ja auch selber betrifft, das was ich im Buch schreibe, das lebe ich ja auch, das setze ich ja auch selber um, letztlich um kurz auf den Inhalt einzugehen, es ist das Fundament dieses Handwerkszeug, was man selber braucht, worauf man jedes Mal wieder bei einer Investitionsentscheidung drauf aufbaut und ich kann jedes Mal wieder, wie ich meiner Meinung nach, kann ich bei jedem Thema auf gewisse Grundsätze immer wieder zurückgehen und einen dieser Grundsätze hatte ich schon genannt, Risiken und Rendite gehen Hand in Hand. Das heißt, wo entsprechende Renditen sind, sind entsprechende Risiken und jedes Mal wieder, wenn ich zu diesem Punkt zurückgekommen bin, aus meinem aktiven Investoren-Dasein, kam mir vielleicht eine Geschichte dazu oder ein Punkt oder ich konnte es verknüpfen mit etwas und dann wiederum habe ich mich hingesetzt und das weitergeschrieben, also immer da am Ball zu bleiben, die Motivation aufzubringen, auch wenn man mal nicht weiß, wie gehe ich jetzt mit diesem Thema um, wie kann ich das verpacken, da einfach diese Gelassenheit zu entwickeln, zu sagen, ich gebe mir Zeit, ich nehme mir diese kreative Pause, auch wenn es sich nicht nach einer wohl überlegten Pause anfühlt, sondern sich eher anfühlt wie eine, ich komme nicht weiter, was mache ich jetzt, im Unterbewusstsein, im Hinterkopf funktioniert das weiter und der Kopf arbeitet weiter dran und dann habe ich gelernt, mir die Zeit zu nehmen und zu sagen, ich lasse die Dinge jetzt mal fließen und schaue, was ich an Input reinbekomme, um den letztlich wieder zu transferieren und daraus dann weiter im Buch zu schreiben und das war ein großes Learning, was ich hatte, das zweite war dann letztlich auf der Zielgeraden, wenn wir wieder zu Parite zurückgehen, 20% Aufwand, 80% Ertrag, das grobe Manuskript hatte ich relativ fix fertig, aber dann diese letzten Geschichten, das letztliche Umsetzen und diese Zielgrabe, gerade ich veröffentliche es jetzt, ich hatte vorher mit kaum jemandem darüber gesprochen, nur mit meinem engsten Kreis und dann auch teilweise Freunde von mir oder ältere Bekannte, Leute, mit denen ich lange Zeit nichts zu tun hatte, hatte ich dann kontaktiert, auch Bekannte über Bekannte, die dann diese Testleser waren, damit ich wirklich ein neutrales Bild bekomme, aber dann zu sagen, ich mache jetzt diesen Schritt, ich gehe in die Öffentlichkeit, ich veröffentliche dieses Buch, das war für mich das größte Learning, weil für mich hatte ich Angst, dass ich einen Rechtschreibfehler drin habe, das was irgendwie grammatikalisch nicht richtig ist, in einem Gespräch, wie oft habe ich mich in diesem Gespräch verhasst, wie oft haben wir es im Nachhinein rausgeschnitten oder wie auch immer, das ist alles kein Problem und letztlich ist es auch beim Lesen kein Problem, aber man selber fängt dann an in diesen Perfektionismus zu verfallen und das ist eine sehr große Gefahr, denn wenn ich Angst davor gehabt hätte, dass Leute sagen, der kann ja nicht mal richtig Deutsch und will mir hier was über Geld erzählen, dann hätte ich vielleicht mich das gar nicht getraut, dann hätte ich vielleicht nie getraut, mir eine Immobilie zu kaufen, aber letztlich macht man Fehler und letztlich habe ich mehrfach das Buch nochmal überarbeitet, nachdem es veröffentlicht war, weil mir Leute auch geschrieben haben, hier ist ja ein Rechtschreibfehler, hier ist ja ein Rechtschreibfehler und da diese Gelassenheit und das Selbstvertrauen zu entwickeln zu sagen, ich stelle mich damit hin, ich positioniere mich in der Öffentlichkeit und sage, das sind meine Gedanken und die möchte ich der Außenwelt mitteilen, es gibt immer Leute, denen gefällt das nicht so gut und immer wenn man was macht, dann kann man kritisiert werden, nur wer nichts macht, kann nicht kritisiert werden, aber was ist das denn, was hat man am Ende, wenn man nichts macht und wer möchte man sein, möchte man jemand sein, der nichts macht, das ist mein größtes Learning gewesen, würde ich zu sagen, es gibt immer Leute, die es kritisieren, bei irgendjemandem wird man immer doof sein oder einen Fehler gemacht haben, das ist leider so, aber dann zu sagen, ich ziehe für mich daraus, dass das meine Gedanken sind, die möchte ich gerne mitteilen und wem ich helfen kann, dem helfe ich und ich glaube, kurz vorm Schluss habe ich mir gesagt, wenn ich auch nur eine Person damit weiterhelfen konnte, dann hat sich das Ganze für mich gelohnt und mit diesem Mindset, was ich jeden Tag wieder aufs Neue mir versucht habe einzutrichten, dann bin ich losgezogen und ja und das verfestigt sich dann irgendwann, dann entwickelt man auch dieses Selbstbewusstsein und das war das, woran ich am meisten gewachsen bin, an diesen zwei Punkten während des Prozesses des Buchs veröffentlichen. Wird es dein Buch auch irgendwann als Hörbuch geben, planst du auch sowas? Tatsächlich habe ich die Frage schon häufiger bekommen, ja klar, das ist noch nicht geplant, aber warum nicht? Also ich müsste mir das mal angucken, was werde ich auch tun, was nehme ich auch mit, da einfach mal zu schauen, inwiefern kann ich das als Hörbuch anbieten, ja das nehme ich mit, setze ich um, ich habe schon ein Buch veröffentlichen können, ich weiß nicht, wie das funktioniert, aber ich werde es herausfinden und dann werde ich das versuchen umzusetzen und dann versuche ich das so gut wie ich kann zu machen und dann werde ich lernen daraus und dann werde ich vielleicht das nochmal neu aufnehmen, das ist so, weil du sagst dieses Learning, das nehme ich ja mit für die Zukunft, das ist ja die Erfahrung, die ich gemacht habe und die mich letztlich auch macht, dass ich sage, ja das ist eine gute Idee, warum eigentlich nicht? Und das wiederum zeigt sich dann auch in der Zukunft, dass ich diesen Weg gegangen bin und dann dieses Learning daraus mitnehme. Neben dem Hörbuch, ich habe noch eine Frage dazu, wie sahen denn so die Reaktionen aus deinem Umfeld aus, als du gesagt hast, ich habe hier ein Buch veröffentlicht, weil du hast es ja wie gesagt, du bist zum Schluss an sich geheim gehalten und einen kleinen Bekanntenkreis bekannt gegeben, dass du das überhaupt machst, wie hat denn dein Umfeld darauf reagiert, dass du auf einmal gesagt hast, hey ich habe hier ein Buch? Ja sehr gemischt würde ich einfach mal sagen, die größte Reaktion war eigentlich die, wie was? Wann hast du das denn gemacht? Also wenn man, normalerweise ist es ja bei vielen Leuten so, man erzählt, man möchte was machen und dann wissen alle schon Bescheid und dann setzt man sich selber ja auch unter Druck, dass man das macht, aber ganz oft bleibt es ja auch dabei, dass man eben das dann nicht umsetzt und es ist eine sehr coole Erfahrung, wenn man wirklich erstmal etwas macht und dann am Ende das auch geschafft hat und dann sagt hier, ich habe da was auf die Beine gestellt, ich habe da etwas umgesetzt, ja die meisten fanden das sehr cool, fanden das sehr interessant, Leute die das nicht interessiert haben, von denen hört man dann natürlich nichts, was auch vollkommen legitim und in Ordnung ist, ich würde es vielleicht revidieren von dem, was ich am Anfang gesagt habe, die Reaktion war schon eher positiv und viele Leute, die mich dann auch angeschrieben haben, auch vor allen Dingen viele Leute von früher, mit denen man nicht mehr so viel Kontakt hatte, haben sich dann gemeldet und gesagt, das ist ja eine sehr coole Sache und ich habe für mich noch so das Gefühl, dass ein Buch zu veröffentlich auch etwas ist, was wirklich sehr unüblich ist und ich glaube, das hat sich dann auch in den Reaktionen gezeigt, dass teilweise auch die Frage war, wie geht das denn überhaupt, wie kann man denn überhaupt selber ein Buch veröffentlichen, also dass man diesen Prozess dahinter gar nicht kennt und das ist natürlich super schön, wenn man so vieles positives Feedback bekommt, was einen letztlich dann ja auch bestätigt. Okay, sehr schön, also positives Feedback, das gefällt uns ja allen wahrscheinlich sehr gut, ich finde es auch ein sehr interessantes Buch und es hat mir auch Spaß gemacht, da einmal durchzulesen, weil es eben auch für den Anfänger sehr gut aufgebaut ist und ich finde, eine sehr gute Gliederung durch das ganze Buch hat, also du kannst zum Wohl das Buch von Anfang bis Ende durchlesen, aber auch wenn du danach immer nochmal was nachschauen möchtest oder vielleicht schon ein bisschen weiter bist, hilft gerade halt das Inhaltsverzeichnis auch ganz gut dabei, die Themen für dich zu finden, die da sehr interessant sind, nachdem du jetzt positives Feedback bekommen hast, welche Pläne hast du da noch für die Zukunft, also kommen die nächsten Bücher, wirst du jetzt der nächste Meisterautor, wo geht das hin, also was ist geplant? Ja, vielen Dank Mirco, das freut mich sehr, das zu hören, geplant ist Folgendes, ich habe selber schon mal testweise zwei Seminare hier an der Universität gegeben und da habe ich versucht, viele Inhalte aus dem Buch letztlich über das persönliche Gespräch zu übermitteln und habe dabei festgestellt, dass mir das ein bisschen zu wenig ist, einfach mit denen dieses Frontalmäßige den Leuten entgegenzubringen, deswegen arbeite ich gerade daran, ein 6 Wochen oder 8 Wochen Programm auszuarbeiten, wo ich mit wirklich einer beschreckten Anzahl von Teilnehmern, ich sage mal so 10 Leute, digital wollte ich das Ganze machen, dass es auch wirklich nicht nur Leute aus der Umgebung teilnehmen können, sondern wirklich dann im deutschsprachigen Raum möchte ich über ein mehrwöchiges Programm eben entsprechende Inhalte aus dem Buch vermitteln und wirklich die Leute kennenlernen und mich auf die persönlich individuell einstellen können, ich glaube der größte Mehrwert ist, jeder von uns kennt, dass man liest ein Buch, man findet tolle Ideen und dann versucht man es umzusetzen oder schon beim Lesen, wie ist es denn hiermit mit diesem einen Punkt oder man hat gewisse Rückfragen und das ist mir auch so als Feedback zum Buch dazu gekommen, dass viele Leute da nochmal gewisse oder ein Buch kann immer nur einen gewissen Informationsgehalt weitergeben und es liegt letztlich an der Person selbst das umzusetzen und jeder macht das individuell und über dieses Seminar möchte ich versuchen diesen Weg der Umsetzung zu begleiten und da für Fragen zur Verfügung zu stehen, Impulse geben zu können und letztlich auch den Leuten die Hilfestellung zu bieten, sich selber anhand der eigenen Persönlichkeit herauszufinden, welche Investmentform passt denn jetzt zu mir und meinem Lebensstil und auch zu meinem geplanten Lebensstil, weil letztlich wird jeder, der erfolgreich ist in einer gewissen Branche, sagen ihr Investment ist das Beste, Aktien wird ein Trader sagen ist das Beste, Immobilien wird jemand sagen ist das Beste, weil die sich immer nur darauf konzentrieren. Ich finde, dass man eigentlich in einem gut auch gestellten nachhaltigen Depot, Depot sag ich schon Portfolio, man wirklich ein Risiko streuen sollte und das auch über die Assets verteilt und ich versuche jetzt gerade in Form eines Buches und dann letztlich auch im Coaching System über dann Einzelgespräche die damit verbunden sind, über die Persönlichkeit, aber auch die Lebensumstände, was für einen Job hat man, was für eine Zukunft hat man, die sieht beispielsweise Familienplanung aus, was für Investmentsformen passen da zu einem. Bei mir ist es mit dem öffentlichen Dienst im Background, ich bin jetzt schon in Teilzeit, ich arbeite als Dozent auch freiberuflich, das heißt ich kann da auch ein bisschen die Zeit steuern, bieten sich die Immobilien sehr an. Wenn man wiederum ich sag mal Steuerberater werden will oder unternehmensberatungsmäßig unterwegs ist, sehr viel in Deutschland durch die Gegend turnt, sehr hohes Gehalt hat, dann wäre vielleicht meine Strategie, wie ich umgehe mit meinen Investments, mit Immobilien, eine Buy and Hold und eine Cashflow orientierte Investmentform, gar nicht das passende. Da wäre vielleicht eine langfristige Buy and Hold Aktienstrategie mit vielleicht zwei Neubauwohnungen sehr interessant. Dass man das herauskitzelt und herausfindet, das ist so ein bisschen der Inhalt der nächsten, ich sag mal der nächsten Punkte, die ich so ausarbeite, ist dann mal dieses Seminar im persönlichen Gespräch und dann arbeite ich noch an einem Buch, wo man quasi selber das für sich herausfinden kann. Wir nähern uns so langsam dem Ende des heutigen Interviews, es waren sehr viele spannende Minuten wieder mit dabei und das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. Bevor wir jetzt tatsächlich zum Ende kommen, noch einmal die Frage an dich, an jeden da draußen, der jetzt irgendwie damit anfangen möchte, irgendwo zu investieren, irgendwas zu machen, was außerhalb des neun bis fünf Uhr Jobs ist, hast du da noch einen Tipp? Und dann gehört das letzte Wort des Interviews dir. Ja, vielen Dank, Nico. Mein Tipp, jetzt ist ein bisschen allgemein gehalten und ich möchte da gerne eine Metapher aufgreifen und zwar, wenn man sich mit gewissen Investmentformen beschäftigt und mehr machen möchte. Ich würde immer hinterfragen und das ist auch das Leitbild oder ich sage mal der Leitspruch von meiner Arbeit und von meinen Büchern, gibt mir jemand da einen Fisch und stillt kurzfristig meinen Hunger damit oder lernt mich jemand das Fischen, dass ich wirklich auch nachhaltig, eigenständig damit weiterarbeiten kann oder bekomme ich hier ein vorgefertigtes System vorgegeben, was auch gar nicht in die Zukunft denkt oder variabel ist oder wo ich nicht mit weiterarbeiten kann. Das würde ich immer versuchen zu hinterfragen und auch immer eine gewisse Distanz aufzubauen, denn letztlich gibt es gewisse Grundsätze, Risiko, Rendite und Co., die man immer berücksichtigen sollte und wenn man da gut aufgestellt ist und diese Grundsätze, diese Grundpfeiler beherrscht, dann steht einem die Welt offen, sich so zu befinden, wie man das gerne sein möchte und man kann innerhalb von fünf Jahren komplett alles verändern und bei mir ist das 2015 Dezember der Startschuss gewesen und jetzt haben wir 2020 im Mai und gefühlt bin ich ein ganz anderer Mensch mit einem ganz anderen Wohnort und einer ganz anderen Persönlichkeit wie noch vor fünf Jahren und das kann alles sehr, sehr schnell sein und im Nachhinein ergeben die Punkte dann wirklich Sinn und jeder Misserfolg, den man erlebt, der bringt einen weiter und im Nachhinein, wie gesagt, dann lernt man auch, warum musste man diese Erfahrungen machen, um später dann noch größere Ziele erreichen zu können und das wünsche ich eigentlich oder das wünsche ich einfach jedem Zuhörer und ja, bedanke mich auch bei dir Mirco für das für das tolle Interview und damit wäre dann das Schlusswort getätigt. Ja, sehr schön, ein sehr schönes Schlusswort gegen Ende nochmal. Damit sagen wir zu allen Zuhörern, allen Zuhörerinnen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Eigene Immobilie mit 23? Melanie im Interview über Aktien, Börse und finanzielle Freiheit
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Bereits mit 23 Jahren hat Melanie ihre erste Immobilie gekauft. Doch neben den Immobilien stehen noch weitere Investments in ihrem Portfolio. Was genau und was Melanie uns so schönes zu erzählen hat, das erfährst du nach dem Intro. Herzlich willkommen beim Finanz-Illuminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati-Podcast, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge, zu einem weiteren Interview. Heute begrüßen wir eine weitere Investoren, eine Instagramerin, eine YouTuberin. Wir begrüßen Melanie. Melanie, herzlich willkommen. Hallo und vielen Dank, dass ich hier mit dir das Interview machen darf. Ja, schön, dass du da bist. Schön, dass du zugesagt hast. Das freut uns alle, dass du da bist. Und jetzt haben wir natürlich die ersten Fragen, denn stell dich doch einfach mal ganz kurz vor. Wer bist du? Was machst du eigentlich? Und erzähl doch mal so ein bisschen was über dich. Also mein Name ist, wie gesagt, Melanie. Ich bin 23 Jahre alt und seit letztem Jahr beschäftige ich mich sehr intensiv mit meinen Finanzen und auch mit dem Investieren. Und aus dem Grund habe ich eben jetzt auch auf Instagram und YouTube begonnen, andere von dieser Faszination anstecken zu wollen. Es hat damit angefangen, dass ich letztes Jahr zu arbeiten begonnen habe. Und das war der letzte Anstoß, dass ich mich jetzt wirklich um meine Finanzen kümmere. Ja, sehr schön. Das klingt doch ganz gut. Der Start in die Berufswerte sehr interessant. Bevor wir jetzt noch ein bisschen weiter auf deine eigentlichen Motivationen zurückgehen, weshalb du angefangen hast zu investieren, haben wir noch die kleine 60-Sekunden-Challenge bedeutet ganz einfach. Du hast 60 Sekunden Zeit, kriegst einen Begriff und darfst den zum einen erklären, zum anderen deine persönliche Meinung dazu sagen, das Ganze ein bisschen durchmischen. Da gucken wir, was passiert. Dein Begriff ist die Dividenden-Strategie und los geht's jetzt. Den Dividenden kann ich sagen, dass ich vor zwei Jahren noch nie etwas von Dividenden gehört habe. Deswegen ist es kein Problem, wenn man das vorher nicht weiß. Dividende bedeutet eine Gewinnausschüttung von Aktien. Der Aktienkurs verringert sich um diesen Wert der Dividende. Und es bedeutet quasi, man bekommt wieder Cash aufs Konto, ohne Aktien verkaufen zu müssen. Und wenn man die Dividenden-Strategie verfolgt, dann kann eine Motivation sein, dass man so viel Vermögen in Aktien besitzen möchte, dass man von den Dividenden-Auszahlungen irgendwann seinen Lebensunterhalt bestreitet. Ja, sehr schön. Damit sind wir auf jeden Fall unter den 60 Sekunden. Top, wunderbar. Dividenden-Strategie ist mal ein ganz tolles Wort, ganz viele Auslegungsmöglichkeiten. Und es klingt doch erst mal sehr schön, Dividenden zu bekommen und davon irgendwann leben zu können. Also nicht unbedingt leben zu müssen, weil entweder will man noch weiter arbeiten oder andere Sachen machen. Aber zumindest die Möglichkeit zu haben, nicht mehr auf das Haupteinkommen vom Arbeitgeber angewiesen zu sein, ist doch eine ganz coole Sache. Und vielleicht sind die Dividenden ja auch eine Motivation bei dir gewesen. Denn die nächste Frage ist, wie bist du denn eigentlich zum Investieren gekommen? Und was waren da so deine genauen Beweggründe, Hintergründe, vielleicht auch Zweifel? Und wie ist deine Geschichte? Also mein erster Berührungspunkt, dass ich irgendwie mich um meine Finanzen kümmern sollte, war der Begriff der Rentenlücke. Da die Renten ja nicht wirklich sicher sind beziehungsweise nicht sonderlich rosig sein werden, wenn wir einmal in Rente gehen werden. Mit der Beschäftigung mit diesem Thema bin ich dann eben auf private Altersvorsorge gekommen, welche man über Versicherungsprodukte aber eben auch wirklich privat machen kann. Das heißt über Aktien und ETFs, die man selber anlegt. Und das war meine allererste Motivation. Bei der weiteren Recherche bin ich dann auf Themen wie Minimalismus, Frugalismus und finanzielle Freiheit gekommen. Und finanzielle Freiheit ist ein extrem großer Begriff, was aber eigentlich bedeutet, dass man finanziell so abgesichert ist, dass man nicht auf das Haupteinkommen angewiesen ist oder auf das aktive Arbeitseinkommen angewiesen ist. Und das ist für mich eine wunderschöne Motivation, mich um meine Finanzen zu kümmern. Ja, sehr schön. Diese Motivation kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Jetzt hast du aber gerade schon zwei wunderbare Worte genannt. Neben der eigentlichen finanziellen Freiheit gibt es auch diese schönen Worte Minimalismus und Frugalismus. Für jeden, der vielleicht diesen Podcast das allererste Mal hört und über die Dividenden oder Aktienbörsenschiene hier drauf gekommen ist und diese Worte noch gar nicht zuordnen kann. Was ist denn das und betreibst du das eigentlich selber? Also Minimalismus bedeutet, dass man Konsumgüter auf ein Minimum reduziert, dass man sich bewusst wird, was benötige ich wirklich an Konsum und an Material, listischen Dingen in meinem Leben. Und Frugalismus ist quasi die Kombination aus Minimalismus und dem Ziel der finanziellen Freiheit. Man lebt sparsam, man lebt genügsam und kommt so seinem Ziel der finanziellen Freiheit deutlich schneller näher. Persönlich würde ich sagen, ich bin kein wirklicher Frugalist, da ich im Vergleich zu anderen Frugalisten nicht so sparsam lebe. Zum Thema Minimalismus kann ich sagen, ich möchte gerne weiter auf dem Weg sein, ich konsumiere schon deutlich weniger als früher. Aber im Vergleich zu anderen Minimalisten und Frugalisten bin ich das nicht wirklich. Sehr schön, also ich finde das ja selber immer ganz interessant, weil Minimalismus habe ich vor einer Weile, also inzwischen zwei Jahre ist das Ganze auch her, die ersten Dokumentationen gesehen, fand es auf der einen Seite sehr extrem, auf der anderen Seite aber auch sehr motivierend. Und nachdem ich das erste Mal so ein paar Sachen, Kleidungsstücke, aber auch Bücher und andere Sachen, die wirklich rum standen, im Weg standen, aussortiert habe, fand ich das ein sehr schönes Gefühl, weil du einfach ein Stück weit freier warst. Also ich zumindest von meiner persönlichen Empfindung, obwohl ich mich weder als Minimalist noch Frugalist sehe. Wenn du jetzt sagst, du gehst in die Richtung Minimalismus schon rein und machst da schon so ein bisschen was, andere Sachen aber auch noch nicht, was sind denn da so für dich die ersten Schritte gewesen? Also zum Beispiel, was konntest du gut einsparen, wo konntest du darauf verzichten und was war gar nicht so schlimm, darauf tatsächlich zu verzichten? Und wo kannst du so überhaupt nicht verzichten? Also so die ersten Punkte, mit denen ich sogar schon vor Jahren angefangen habe, dass ich Kleidung beispielsweise selten neu kaufe. Ich habe immer noch einen wahnsinnig großen Kleiderschrank, aber misste ihn regelmäßig aus und verkaufe viele Dinge wieder und hinterfrage viel öfters, welche neuen Kleidungsstücke möchte ich, brauche ich und versuche diese dann möglichst gebraucht zu kaufen. Das Gleiche ist mit Kosmetik. Mittlerweile kaufe ich nur noch ganz ausgewählte Stücke, welche vegan und tierversuchsfrei sind, möglichst plastikfrei. Und das waren so die ersten Punkte. Im Badezimmer zum Beispiel war es für mich sehr einfach, deutlich minimalistischer zu werden, da mir dort auch der Punkt der Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Und aus dem Grund sind dort extrem viele Konsumprodukte jetzt einfach verschwunden. Auf Dinge wie beispielsweise mein Auto möchte ich nicht verzichten, da das für mich auch ein sehr großer Punkt der Freiheit ist. Und das ist ja oft ein Thema, was bei Minimalismus und Frugalismus thematisiert wird, dass man eben kein Auto benötigt. Aber das ist etwas, darauf möchte ich nicht verzichten. Kommen wir mal vom Minimalismus und Frugalismus zurück zu der Börse. Oder vielleicht bleiben wir auch so ein bisschen bei Minimalismus und Frugalismus und nehmen das einfach mit rein und gehen zu dem Thema Börse. Denn du hast ja jetzt angefangen zu investieren, aber hast auch einen minimalistischeren Lebensstil. Wie hat denn dein persönliches Umfeld darauf reagiert? Also auf das Thema mehr über den Konsum nachdenken, Minimalismus, hat mein Umfeld extrem positiv reagiert. Da besonders in meinem Freundeskreis extrem viele auch in diese Richtung tendieren und sich sehr um Nachhaltigkeit kümmern. Das heißt, hier haben wir ein großes, breites gemeinsames Interesse. Zum Thema Börse muss ich sagen, dass ich mein Umfeld nur in sehr geringen Teilen für die Börse interessiert. Mit meiner Familie war es so, dass sie es sehr skeptisch gesehen haben. Aber durch viele Gespräche wissen sie einfach, ich habe mich informiert und ich habe mittlerweile genug Wissen, dass ich investieren kann. Deswegen vertrauen sie mir da, dass ich weiß, was ich tue. Und in meinem Freundeskreis ist es so, dass ein paar wenige ebenfalls sehr interessiert sind. Mit denen tausche ich mich dann auch extrem viel aus. Und mit allen anderen habe ich andere Gemeinsamkeiten und andere Themen, über welche ich mich mit ihnen austausche. Okay, sehr schön, sehr schön, sehr schön, sehr schön. Dann gehen wir mal weiter, weil du hast ja jetzt gesagt, du hast einen kleinen Teil in dein Freundeskreis, mit dem du dich darüber austauschst. Aber wir haben ja alle immer so das Bedürfnis, uns vielleicht ein bisschen mehr über das Thema auch mit anderen auszutauschen. Und das machst du ja auch unter anderem mit Instagram und dein YouTube-Kanal. Wie ist es denn jetzt dazu gekommen? Für mich haben diese beiden Kanäle, Instagram und YouTube, ja sagen wir drei Hauptfaktoren und Hauptmotivatoren. Zum einen möchte ich generell meinen Weg an der Börse und beim investieren, dokumentieren und einfach anderen aufzeigen, welche verschiedenen Wege man gehen kann, dass jeder seinen Weg finden kann. Ein zweiter sehr großer Punkt ist, dass ich aufklären möchte, motivieren möchte und vor allem jedem an die Hand gehen möchte, er sollte sich um seine Finanzen kümmern. Jeder ist für sich selbst und für seine Finanzen verantwortlich. Und aus diesem Grund ist dieses Wissen einfach extrem wichtig. Ob man sich dann entscheidet, zu investieren oder nicht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber diese Entscheidung zu treffen, das würde ich jedem raten. Und der dritte Punkt, welcher mir persönlich sehr wichtig ist, ist eben auch besonders Frauen auf das Thema Finanzen und Börse aufmerksam zu machen. Da hier in Deutschland sowieso extrem wenige Personen investiert sind und davon prozentual noch viel weniger Frauen. Gleichzeitig ist beispielsweise die Rentenlücke bei Frauen viel größer als bei Männern. Und das sind alles Punkte, warum ich besonders Frauen dafür sensibilisieren möchte, dass sie sich um ihre Finanzen kümmern und ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen. Okay, ja auch ein sehr interessantes Thema wiederum, Frauen und Investieren. Also wenn ich so ein bisschen vergleiche, dann habe ich unter der Followerschaft auf Instagram noch verhältnismäßig viele Frauen auch mit unterwegs. So wundert mich dann auch immer so ein bisschen. Aber ich freue mich über jeden Follower, der da ist und der Inhalt ist ja wirklich für beide Geschlechter geeignet. Aber warum glaubst du, dass tatsächlich so wenig Frauen investieren? Also was ist deine Vermutung dahinter? Ich glaube, es sind natürlich extrem viele Faktoren. Ein Faktor, den ich sehe, ist, dass man sicher viel an Vorbildern orientiert. Und wenn man nun eben sieht, die extrem erfolgreichen Investoren sind meistens Männer, die Leute, die investieren, sind meistens Männer, dann ist es extrem schwierig als Frau ein weibliches Vorbild an der Börse zu finden. Gleichzeitig ist es oft so, dass sich Frauen besonders in Bezug auf Zahlen und Mathe weniger zutrauen. Ob das begründet ist oder nicht, ist ein ganz anderes Thema. Aber wenn man sich weniger zutraut, ist das eine extrem große Hemmschwelle, dass man sich mit Finanzen auseinandersetzt. Und als nächsten Punkt würde ich auch sehen, dass das Risikomanagement oder der Wunsch nach Risiko bei Frauen tendenziell geringer ist als auch bei Männern. Ob das natürliche Natur ist oder von der Gesellschaft aufgesetzt, das ist wieder ein ganz anderes Thema. Aber diese geringere Bereitschaft, um Risiko einzugehen, ist natürlich eine weitere Hemmschwelle, um zu investieren, da ganz oft Aktien und die Börse ja als total risikobehaftet verschrien ist. Je nach Strategie ist es natürlich mit extrem viel Risiko oder mit weniger risikobehaftet. Aber das ist ein Punkt, dass man dieses Risikomanagement mit einbezieht und so mehr Frauen an die Börse bekommt. Okay, sehr schön. Da gibt es in Deutschland natürlich schon sehr viele Vorreiterinnen. Also zum einen gibt es ganz unabhängig von den Ländern natürlich auch die Susanne Levermann, von denen die meisten Investoren ja schon mal gehört haben, weil die hat ja auch ein sehr interessantes Buch geschrieben. Der entspannte Weg zum Reichtum und der Levermann-Score ist ja auch sehr interessant, um Aktien zu bewerten. Aber es gibt ja inzwischen auch in Deutschland mit der Natascha von Madame Moneypenny, aber auch der Jenny von Aktien für Frauen, sehr große Accounts und es kommt immer mehr hinterher. Wir hatten ja auch zuletzt die Franzi erst im Interview. Ich finde das Thema nur gerade sehr interessant. Glaubst du denn, Frauen interessieren sich insofern dafür, dass sie schon schauen und sich informieren, was überhaupt geht oder fehlt da bereits der Anreizpunkt? Und wo hört das dann tatsächlich auf? Also wo ist da im Moment immer noch so der Knackpunkt? Vielleicht weißt du das ja auch noch so ein bisschen von dir selber, warum du auch erst vor Kürzerem angefangen hast, zu investieren und nicht schon vor fünf Jahren? Na also zum einen kann ich sagen, dass die genannten Accounts von ihr, denen folge ich auch sehr gerne und ich finde das eine wahnsinnig schöne Bewegung, dass es eben mittlerweile auch Frauen als Vorbilder an der Börse gibt, was ich extrem toll finde. Der Knackpunkt, wo die Umsetzung dann scheitert, ist glaube ich wirklich dieser erste Schritt, dass man sich traut. Ich denke, mittlerweile gibt es wirklich viele Kanäle, in denen man sich informieren kann. Das heißt, wenn diese erste Hürde genommen ist, okay, ich kümmere mich um meine Finanzen, dann ist es denke ich mal extrem einfach, sich zu informieren, was ja auch in deiner Followerschaft beispielsweise sich widerspiegelt, wenn dort extrem viele Frauen sind, was ein wahnsinnig positives Zeichen ist. Und dann ist ja der nächste Schritt vom sich informieren, dann wirklich ein Depot zu eröffnen und zu investieren. Ich denke, dass diese Hürde auch gerne noch hinausgeschoben wird, wenn noch ein bisschen Perfektionismus hinzukommt, dass oft ja die Tendenz dazu besteht, dass man sagt, okay, erst wenn ich alles perfekt weiß, dann fange ich an es umzusetzen, was bei der Börse ein extrem großer Hemmschwerde sein kann, da man nicht alles über die Börse wissen kann und nicht die perfekte Aktie direkt finden kann. Und aus dem Grund ist es glaube ich wichtig, dass man gleichzeitig die Message sendet. Es ist okay, wenn man sich informiert hat und noch nicht alles weiß, aber genug, um anzufangen und dass man dann bereits anfangen soll, um dann weiter zu lernen und sich weiter zu informieren und dann weiter zu wachsen. Und ich glaube, dass diese Hemmschwerde Männer wieder vor Frauen gehen. Und deswegen ist es für mich auch besonders wichtig, eben diese Angst weiterzunehmen, dass es nicht schlimm ist, wenn man am Anfang noch Anfängerfehler macht, da man meistens am Anfang ja auch nicht mit extrem großen Summen einsteigt. Wenn man einen monatlichen Sparplan von 25 oder 50 Euro hat und der geht in die Hose, dann ist das ärgerlich, aber es ist kein totaler Verlust des Vermögens. Und aus dem Grund ist das für mich eine sehr wichtige Message. Okay, ja, sehr spannend, weil das war bei mir, glaube ich, damals von der Risiko-Seite halt auch eher so. Ich habe mich zwar informiert, auch vieles durchgelesen, dann aber auch gleich das erste Depot tatsächlich eröffnet. ETF-Plan rein damit und steuern damit. Darum kümmere ich mich dann später irgendwann, wenn es relevant wird. Ist dann natürlich auch im Learning irgendwann passiert, aber an sich machen die deutschen Broker das ja eh alles automatisch. Und du musst gar nicht so viel beachten, also versuchen wir hier einfach mal festzuhalten. Kurz informieren, Depot eröffnen, vielleicht den ersten ETF reinlegen und dann learning by doing. Das klingt auf jeden Fall für mich sehr interessant. Gehen wir doch mal weiter vom allgemeinen Investieren auf dein ganz persönliches Investieren. Ich habe mir deinen Instagram-Account schon so ein bisschen angeschaut und du bist da ja auch ein bisschen breiter aufgestellt als nur das typische Investment an der Börse. Aber erzähl doch mal den Zuhörern, was hast du da eigentlich alles so drinnen von ETFs, Immobilien, Gold, Rohstoffe, Krypto, P2P, was es da alles gibt? Was füllt dein Depot? Genau, also aktuell besteht mein Depot zu circa 50 Prozent aus Einzelaktien. Da für mich eben der Reiz darin besteht, dass ich mir wirklich einzelne Unternehmen raussuche und verschiedene Sektoren, Übergewichten und Untergewichten kann. Als Basis habe ich auch noch 10 bis 20 Prozent ETFs, wirklich breit MSCI World, MSCI Emerging Markets im Depot. Da für mich die breite Weltwirtschaft wirklich eine solide Basis für mein Depot darstellen soll. P2P ist noch mal ein weiterer Faktor, welchen ich im Depot habe, welchen ich sobald circa 10 Prozent im Depot belassen möchte. Da es für mich einfach ein weiterer Baustein in meinem Depot sein soll. Für mich ist P2P deutlich risikobehafteter als große, solide, bewährte Unternehmen in Form von Aktien. Aber das ist genau dieser kleine, rendite Schub, welcher einfach regelmäßiger auszahlt. Ich bekomme monatliche Auszahlungen von P2P und bisher bin ich damit sehr zufrieden. Ein weiterer Baustein, welchen ich vielleicht sogar dieses Jahr noch mit in mein Portfolio aufnehmen möchte, sind Immobilien. Da ich das als weitere Diversifizierung meines Depots sehe. Und Immobilien für mich noch mal eine andere Form von Hebelwirkung für den Vermögensaufbau darstellen können. An Kryptos habe ich mich bis jetzt noch nicht herangewagt, da ich da einfach noch zu wenig gelesen habe und noch nicht genug darüber weiß. Aber es ist durchaus eine Option, dass irgendwann auch Kryptos in mein Depot kommen. Und eine Cash Reserve für mein Notgroschen und als Cash Reserve zum weiteren Investieren ist auch ein fester Bestandteil in meinem Depot. Andere Materialien wie Gold beispielsweise sind auch noch nicht vorhanden. Aber besonders im langfristigen Aufbau durchaus eine Überlegung, diese mit beizumischen. Okay, ja, sehr spannend, interessantes Portfolio. Also Krypto habe ich auch keine Ahnung von. Ich mache das jetzt trotzdem einfach mal mit der Bison App, weil die relativ entspannt ist. Da musst du gar nicht so viel machen. Es ist halt eine App aus Deutschland von der Börse Stuttgart. Da packe ich ab und zu ein paar Euro rauf und gucke, was passiert. Vielleicht bin ich am Ende am Plus, vielleicht eben auch nicht. Und das Wissen kommt dann halt nebenbei. Jetzt hast du gerade eben schon das Wort P2P erwähnt. Vielleicht gehen wir da noch mal ein bisschen genauer drauf ein und vielleicht magst du das den Zuhörern, die es vielleicht noch nicht kennen, ein bisschen erklären und vielleicht auch sagen, auf was für Plattformen du dich dann rumtreibst. Sehr gerne. P2P steht für P2P. Also es bedeutet, dass man von anderen Privatpersonen Kredite vergibt. Das heißt, ich gebe Geld für einen Kredit für eine andere Person und bekomme dies mit verhältnismäßig hohen Zinsen zurück. Dies mache ich auf der Plattform Mintos, welche quasi zwischen anderen Kreditinstituten und mir als Anleger vermittelt. Das heißt, ich kann dort verschiedene Kreditinstitute auswählen, verschiedene Risikoklassen auswählen und auch verschiedene Kredite mir auswählen. Ob es ein Kredit für ein Auto ist oder ein Verbraucherkredit oder für ein Immobilie, bin ich völlig frei, mir diese Kredite auszuwählen. Und dort gibt es eben verhältnismäßig hohe Zinsen von acht bis aktuell während Corona sogar über 25 Prozent. Und da ist es wieder so, je höher die Zinsen sind, je höher die Zinsen sind, desto höher ist natürlich auch das Risiko. Und in Mintos ist noch ein schöner Vorteil, dass es eine Rückkaufgarantie für viele Kredite gibt. Diese greift aber natürlich nur so lange, solange der Kreditgeber und der Geber dieser Garantie selbst liquide ist. Weil bis jetzt habe ich mit Mintos und P2P nur gute Erfahrungen gemacht. Ich bin sehr gespannt, wie sich Corona weiterhin auf diese Plattform auswirkt, da besonders Verbraucherkredite eben nun deutlich risikobehafteter sind. Ja, sehr interessant. Auf Mintos treibe ich mich ja selber ebenfalls rum, ist inzwischen mit auch an meiner größten Plattform mit dabei neben Crowdestor, was halt aber noch eine ganz andere Richtung, nämlich dass eigentlich Crowdwest hingeht. Ich habe leider sogar schon negative Erfahrungen gemacht, also nicht mit Mintos, auch wenn die Kredite eigentlich nie pünktlich bezahlt werden, besonders die aus Spanien, dann kommen die trotzdem irgendwann zurück und da kriegst du trotzdem deine Zinsen und teilweise ja auch mit Verzugszinsen. Ich bin allerdings auch auf der Plattform Group Peer unterwegs gewesen. Allerdings zum Glück auch nur mit einem sehr kleinen Betrag, weil die Plattform noch relativ neu und damals schon ein bisschen intransparent war. Und das ist ja jetzt voll in die Hose gegangen und man muss da gucken, was da noch passiert. Aber so an sich habe ich das Geld da eigentlich abgeschrieben. Ja, wir bleiben also dabei P2P, höchst risikoinvestment. Und das sollte aber eigentlich auch klar sein, wenn wir hören bis zu 25 Prozent Rendite, denn Rendite kommt von Risiko. Jetzt hast du gerade eben noch ein spannendes Investment, noch ein spannendes Investment Case genannt, nämlich eine eigene Immobilie, die dich auch interessiert. Was hast du denn davor? Möchtest du ein Haus kaufen, eine Wohnung kaufen, eigenen Garagen bauen? Was hast du da Spannendes mit den Immobilien? Also aktuell ist mein Ziel der Immobilie, eine ein bis zwei Zimmerwohnung zu kaufen, welche ich dann vermiete. Und die Idee dahinter ist quasi durch einen sehr großen Hebel mit der Bank, das heißt, durch sehr viel Fremdfinanzierung dieser Immobilie, möglichst wenig Eigenkapital einsetzen zu müssen und dann diese Finanzierung durch die Mieteinnahmen zurückzubezahlen. Natürlich stecken da noch viel, viel mehr Kennzahlen dahinter wie Rücklagen für Währungen, für Reparaturen an der Immobilie, Steuern auf die Mieteinnahmen und all sowas. Aber der Grundgedanke ist, dass ich mir das Geld von der Bank leihre und durch die Mieteinnahmen diesen Kredit zurückbezahle. Das heißt, ich nehme quasi das Risiko auf, dass die, dass der Wert dieser Immobilie eventuell sinken könnte, beziehungsweise dass eben mehr Reparaturen anstehen, als ich an Gewinnen und Rendite bekomme. Und gleichzeitig ist quasi die Option, dass ich diese Immobilie durch die Kaltmiete abbezahlt bekomme. Das ist so dieser ganz grobe Gedanke. Ich denke mal, über Immobilien kann man einen weiteren Podcast füllen. Aber für mich ist wirklich einer der Hauptpunkte, dass Immobilienkredite wahnsinnig günstig sind, wenn man beispielsweise dies vergleicht mit Krediten für Wertpapiere, sind diese deutlich höheren Zinsen versehen. Und da Immobilien für mich ein Langzeitinvest sind und da dann eben wieder der Zinseszins zum Tragen kommt und die Inflation eben in dem Fall noch für mich als Kreditnehmer mir in die Karten spielt, finde ich Immobilien extrem interessant. Ein Nachteil dabei ist natürlich, dass man am Anfang hohe Kosten in Form von Kaufnehmkosten hat. Das heißt, der Notar muss bezahlt werden, der Markt klar, der Grundbucheintrag, all sowas. Aus diesem Grund sind Immobilien auf jeden Fall ein langfristiges Investment, aber für mich extrem spannend. Ein anderer Punkt ist natürlich, dass die Immobilienpreise die letzten Jahre wahnsinnig gestiegen sind und es aktuell verhältnismäßig schwierig ist, ein gutes Investment zu finden, da doch extrem viele Wohnungen wahnsinnig übertreuert angeboten werden. Und aus dem Grund bin ich aktuell auf der Suche nach einem guten Immobilieninvestment, aber das kann durchaus noch ein wenig dauern, bis ich wirklich dieses gute Investment gefunden habe. Okay, sehr schön. Das heißt, wenn einer der Zuhörer, einer der Zuhörerinnen gerade eine Immobilie verkaufen möchte, die kriegt natürlich auch die Möglichkeit, die bei Instagram zu schreiben, weil wir deinen Channel sowie also dein Instagram-Channel, als auch dein YouTube-Channel da einmal verlinken werden. Also für jeden, für den das interessant ist, der kann das natürlich vielleicht einmal probieren. Wir gehen weiter von der eigentlichen Investition zur nächsten Frage, die jetzt ein bisschen angesetzt ist an das, was du vorhin schon gesagt hast. Du hast nämlich bei deinen Konsumeinkäufen davon gesprochen, dass du sehr viel auf Nachhaltigkeit und Ethik achtest, also keine Tierversuche bei Kosmetik. Wie sieht denn das bei den Investitionen aus? Das Stichwort ethisches Investieren. Das ist auf jeden Fall ein sehr gutes Stichwort, denn auch beim Investieren ist mir das ethische Investieren und meine moralischen Ansprüche sind mir dort extrem wichtig, denn persönlich fände ich es sehr scheinheilig, wenn ich in meinem Alltag darauf achte, dass ich mich vegetarisch vegan ernähre, dass ich meine Flüge kompensiere, dass ich meinen Tier-2-Ausstoß das Jahr über kompensiere und dass ich all dies mache und beim Investieren dann auf keine moralischen Standards achte. Und aus diesem Grund habe ich für mich selbst ein paar Richtlinien gesetzt, an welche ich mich halte, dass ich beispielsweise nicht in Airlines investiere, nicht in Öl investiere, genauso eben alles, was mit Öl zu tun hat, Tankstellen, all sowas, und dass beispielsweise Konzerne wie Nestlé oder Tabak für mich nicht in Frage kommen. Das sind so ein paar Grundsätze, an die ich mich halte in ETFs, die sind natürlich immer ein bisschen dabei. Das ist auch ein Punkt, warum ich aktuell meine Einzelaktien deutlich größer und schneller wachsen lasse als die ETFs, da ich eben diese Branchen, genauso wie Rüstung beispielsweise, eben möglichst gar nicht und wenn, dann nur einen sehr kleinen Ballmenschung in ETFs in meinem Depot haben möchte. Okay, sehr spannend auf jeden Fall von den ethischen Investitionen, bei denen jeder natürlich selbst für sich diese Maßstäbe definieren muss. Gehen wir weiter auf deine eigentliche Strategie, denn wie sieht die Strategie beim Investieren aus und was hast du dir da für Richtlinien gesetzt? Dadurch, dass ich ja noch relativ am Anfang bin mit meiner Investitionskarriere, würde ich sagen, baue ich meine Strategie gerade erst noch auf und ich gehe auch stark davon aus, dass ich diese in den nächsten Monaten und Jahren einfach noch festigen und verändern werde. Aber aktuell strebe ich an, dass im Bezug auf Einzelaktien, ich ca. 60% an großen, soliden Dividendenzahlen im Depot haben möchte und ca. 40% Wachstumsaktien, d.h. Aktien, dass eben 40% keine hohe Dividendenrendite haben, im Normalfall sogar 0% Dividenden ausschütten, dafür aber einen extrem hohen Wertzuwachs die nächsten Jahre hoffentlich voraussichtlich haben werden. Gleichzeitig ist eben meine Strategie durch Dinge wie Immobilien zusätzlich, dass ich mich möglichst breit aufstellen möchte und nicht nur auf Immobilien oder nicht nur auf Aktien setzen möchte. Interessante Strategien zeigen sich natürlich bekanntlich in den Krisen immer und da wird gezeigt, hält man auch an seinen Strategien fest oder eben nicht. Nun ist vor einer ganzen Weile inzwischen der Ausbruch vom Corona passiert und da vielleicht für alle Zuhörer den kleinen Hinweis nehmen, wir nehmen diese Folge am 14.05. auf, das ist aber nicht der Tag der Veröffentlichung. Was ist denn da mit deinem Depot so passiert und wie hat das dich in deiner Strategie verändert oder gefestigt? Durch Corona gab es ja eine versetzte Auswirkung auf die Aktienmärkte. Mein Depot wurde davon selbstverständlich auch stark getroffen bzw. mit 20-25%, was ja noch im Vergleich zu anderen Krisen verhältnismäßig gering ausfällt. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass mich dieses Minus wirklich nicht sonderlich gestört hat. Natürlich ist es schade zu sehen, ok, der Buchwert meines Depots sinkt jetzt ab oder fällt in den Keller. Aber dadurch, dass ich weiß, dass ich diese Aktien ja jetzt nicht verkaufen möchte, war es für mich nicht so schlimm. Und ich habe gemerkt, dass jetzt hier wirklich der Zeitpunkt ist, um nachzukaufen, dass ich die Aktien nachkaufen kann, welche ich sowieso schon im Depot habe, welche ich ausbauen möchte, dass ich neue Aktien ins Depot legen konnte. Und da war eben dieser erste Einsturz der Aktienmärkte für mich eine extrem schöne Motivation, einfach noch mehr Einzelkäufe zu tätigen. Ich habe nämlich vorher schon einen typischen Anfängerfehler gemacht, dass ich bevor Corona losging, eine sehr volatile Aktie im Depot hatte. Diese dann, nachdem sie gefallen ist, verkauft habe, dann ist sie wieder gestiegen, dann habe ich sie gekauft und dann ist sie natürlich wieder gefallen. Das heißt, ziemlich alles falsch gemacht, was man bei so einer Aktie machen konnte. Aber das war ein Learning, was ich relativ früh hatte und was sich dann eben durch diesen Corona Crash für mich wirklich ausgezahlt hat, weil ich da gemerkt habe, ok, wenn die Aktienmärkte fallen, dann sollte ich kaufen und nicht, wenn sie direkt danach wieder steigen. Aus dem Grund hat es mich gefestigt in meiner Strategie, dass ich Buy and Hold betreiben möchte. Das heißt, ich möchte Aktien kaufen und sehr, sehr lange halten. Das ist eine Haltendauer von 10, 20, 30, 40 Jahren. Und kurzzeitiges Trading bzw. Hebelprodukte in Aktien mache ich aktuell noch nicht, da das wieder der Punkt ist, da habe ich noch zu wenig Wissen darüber, als dass ich das jetzt schon umsetzen möchte. Kommen wir jetzt gleich zur nächsten Frage und die ist besonders hilfreich für alle, die gerade vor der Entscheidung stehen, möchte ich jetzt eigentlich anfangen zu investieren oder eben nicht? Und wenn ja, wie kann ich damit anfangen? Nämlich die Frage geht in Richtung, ich erinnere mich nämlich bei mir noch daran, ich hatte früher ein Konto bei der Sparkasse, für das ich sogar Gebühren zahlen musste, bis ich dann endlich mal einen Wechsel gemacht habe und hatte auch gar keine Ahnung, wo ich eigentlich ein Depot eröffnen soll oder kann. Und wie bist du an das Thema rangegangen? Was war für dich wichtig bei Sachen wie Bankkonto, aber auch Depot? Und wo bist du da letzten Endes gelandet? Ich kann auf jeden Fall schon mal sagen, mein erstes Konto hatte ich ebenfalls bei der Sparkasse. Zum Glück nie mit Gebühren, aber trotzdem bei einer Sparkasse. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich persönlich nicht bei meinen Hausbanken das Depot eröffnen möchte, da diese relativ häufig oder Depot-Führungsgebühren haben. Was ich empfehlen kann, dass man wirklich unabhängig von der Hausbank oder von der Bank, wo man sein normales Shirokonto besitzt, verschiedene Broker vergleicht. Aktuell nutze ich verschiedene Broker, das heißt, ich bin bei OnVista, ich bin bei Comdirect und bei Trade Republic. Aus diesem Grund, da jeder dieser drei Broker seine eigenen Vorzüge hat. Bei Trade Republic kann man beispielsweise für nur einen Euro Ordergebühr Aktien kaufen und verkaufen. Bei OnVista gibt es Sparpläne für einen Euro Ausführungsgebühr. Und bei Comdirect gibt es Sparpläne für 1,5 Prozent der Anlage-Summe. Das heißt, je nachdem, ob man Einzelkäufe tätigen möchte, einen Sparplan mit relativ hohen Summen möchte oder einen Sparplan mit geringen Summen, hat jeder dieser drei Broker seinen persönlichen Vorteil. Und aus diesem Grund würde ich empfehlen, dass man sich zuerst überlegt, wie hoch soll denn meine Investitionssumme sein? Wenn diese beispielsweise unter 50 oder unter 100 Euro liegt, dann würden sich Broker anbieten, welche Sparpläne mit 1,5 Prozent Ordergebühr anbieten oder wenn man eben schon etwas höhere Anlage-Summen jeden Monat hat oder diese alle drei Monate ausführt, dass man dann einen Broker wählt, welcher eben diesen festen 1-Euro-Ordergebühren hat. Aber da ist auch gleichzeitig zu sagen, niemand hält einen davon ab, mehrere Depots für diese verschiedenen Strategien zu haben. Das heißt, man sollte einfach mal ein Depot mit relativ geringen Gebühren öffnen und dann die ersten Sparpläne, die ersten Käufe tätigen und erst mal schauen, ist das dann überhaupt die Strategie, die ich weitermachen möchte? Und wenn nicht, lässt sich ein Depot auch wieder schließen oder nicht weiter besparen und ein neues öffnen. Das sollte man natürlich nicht auf die Spitze treiben und jeden Monat ein neues Depot eröffnen. Aber für den Anfang zum Ausprobieren ist es überhaupt kein Problem, mal ein, zwei, drei Depots zu eröffnen und diese vielleicht auch alle parallel zu besparen, weil man eben diese drei parallelen Strategien verfolgt und verschiedene Aktien an verschiedenen Depots haben möchte. Okay, auch eine sehr interessante Herangehensweise. Ich kann das auf jeden Fall auch unterschreiben, weil ich selber bin inzwischen mit vier Depots, die ich zeitgleich nutze unterwegs, hat halt einfach den Hintergrund, dass es bei den Sparplan-Depots wie Comdirect und Konsorsbank unterschiedliche Angebote an ETFs und Aktien gibt, was für mich sehr interessant war. Und aber auch Trade Republic, da bin ich ja auch unterwegs. Aber wenn ich auch mal einen anderen Handelsplatz haben möchte, dann nutze ich ja auch noch den Smart Broker. So oder so schmeißen wir alles mal in die Videobeschreibung beziehungsweise in die Show Notes von dem Podcast und kommen zur nächsten Frage. Du hast dich sehr viel zum Thema Börse informiert. Wie hast du das Ganze gemacht? Also sind das unter anderem Bücher gewesen, in die du reingeschaut hast? Oder war da viel Internet mit dabei? Und wenn ja, wo warst du da überall und welche Bücher waren das? Ich muss gestehen, ich habe bis jetzt noch kein Buch zu diesem Thema gelesen. Ich habe von ganz vielen Büchern gehört, welche sehr zu empfehlen sind, aber ich habe noch keins selber gelesen. Deswegen kann ich hier auch noch nicht aus persönlicher Erfahrung ein Buch empfehlen. Ich habe mein Wissen tatsächlich ausschließlich online und durch ein paar Gespräche mit Freunden bekommen. Und online kann ich sagen, dass YouTube für mich eine extrem große Wissensquelle war. Und dort habe ich mich ganz am Anfang beispielsweise bei Finanzfluss eben über diese ganzen Basics informiert, bin dann sehr schnell bei Instagram auch aktiv geworden und habe da angefangen, Finanzaccounts zu folgen, um einfach mal diese ganzen Grundzüge zu verstehen. Was ist denn überhaupt eine Aktie? Was ist eine Dividende? Was ist ein ETF? Und als ich dann diese Grundzüge verstanden habe, dann bin ich auch weiter eingetaucht in verschiedene Fonds, Wertpapierforum und habe dort einfach Diskussionen mitgelesen und habe Diskussionen von anderen verfolgt. Ich habe mir auf YouTube Diskussionen zwischen verschiedenen Investoren angeschaut und so einfach ganz viele Meinungen aufgesogen und aus diesen Eindrücken habe ich dann meine persönliche Strategie geformt. Und da kann ich jetzt schon sagen, dass deine Count auf Instagram auch schon sehr früh ein sehr großer Teil meiner Wissensquelle war. Denn dort gibt es wirklich extrem hochqualitative Informationen und daraus ziehe ich immer noch extrem viel mehr Wert. Da kann ich mal ein kleines Danke einwerfen. Oh, das freut mich natürlich sehr und ansonsten kann ich dich auch sehr verstehen. Weil YouTube fand ich auch sehr interessant. Also ich persönlich bin ja damals vor langer, langer Zeit über den Moment Senn Depot vom Holger Grete dazugekommen. Aber ich weiß gar nicht, ob es den Blog immer noch so in der Form gibt, wie er damals unterwegs war. Und YouTube ist ja auch eine unglaublich große Wissensquelle, gerade mit Finanzfluss. Die, glaube ich, jede jede Anfängerfrage, die es irgendwie gibt, die kannst du bei YouTube eingeben und du wirst da deine Antwort darauf finden. Und ja, damit haben wir jetzt schon ein bisschen besprochen, wo du dich informierst. Aber wenn du dir zum Beispiel so eine Aktie anguckst, um zu entscheiden, kommt die in mein Depot oder eben nicht, gibt es da bestimmte Tools, die du nutzt? Tools für Aktien sind beispielsweise Finanzen.net. Dort kann man so ziemlich alle Kennzahlen, die für mich jetzt aktuell relevant sind, von verschiedenen Aktien anschauen. Das heißt, dort gibt es aufgeteilt über die letzten Jahre sämtliche Kennzahlen der Veränderung, beispielsweise die Marktkapitalisierung, die Eigenkapitalquote, die Dividendenausschüttung und all sowas. Das heißt, das ist ein Faktor, welcher für mich relevant ist. Dann, wenn es beispielsweise um ETFs geht, da gibt es Just ETFs, wo man wunderbar ganz viel vergleichen kann, in welche Region möchte ich investieren? Welche Replikationsmethode möchte ich und welchen Anbieter des ETFs? Das heißt, das sind beispielsweise zwei Webseiten, wo ich für ETFs und Einzelaktien Informationen rausziehe. Aber falls ich dort einmal nicht finde, was ich brauche, dann Google ich ganz einfach die Aktie und die Kennzahl oder den Wert, den ich brauche. Wenn ich mir Aktien anschaue, das erste ist, ich muss natürlich wissen, um was es geht. Wenn ich mir auf Wikipedia durchlese, um was geht es in diesem Unternehmen, wenn es eben kein bekanntes Unternehmen wie Amazon oder Apples, dann ist das einfach mal dieser erste Anhaltspunkt, um was geht es überhaupt? Und dann kann man weiterschauen, okay, möchte ich mich weiter mit der Aktie beschäftigen? Welche Kennzahlen brauche ich und interessiert es mich überhaupt noch, mich weiter mit dieser Aktie zu beschäftigen? Eine interessante Seite, gerade Finanzen.net, ist, glaube ich, die Nummer eins Anlaufstelle für jeden, der irgendwie eine Aktie interessant findet. Und da findest du auch die meisten Informationen, die du suchst. Kommen wir schon zum Ende des heutigen Interviews. Inzwischen sind einige Minuten vorbei, die Stunde haben wir noch nicht ganz geknackt, aber das ist so vollkommen in Ordnung. Wir hatten ein sehr spannendes Interview, ein sehr spannendes Gespräch. An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank dafür, dass du da warst und das letzte Wort des Interviews gehört dir. Magst du vielleicht auch noch den ein oder anderen, den wichtigsten Tipp mit auf den Weg für unsere Hörer geben? Vielen Dank. Wenn ich einen Tipp an alle hier rausgeben kann, dann ist es traut euch, traut euch selbst was zu und traut euch vor allem, eure Finanzen in die Hand zu nehmen. Es gibt so viele Informationsquellen, dass man auch die kleinste Frage, die für einen vielleicht peinlichste Frage online finden kann. Das heißt, kümmert euch um eure finanzielle Bildung und dann fangt auch an, dieses Wissen anzuwenden. Sucht nicht erst den perfekten ETF oder die perfekte Strategie, sondern wenn ihr ein solides Wissen habt, dann fangt an zu investieren, wenn investieren zu euren Zielen passt und zu eurer grundlegenden Strategie passt. Denn damit lernt man erst wirklich, wie man selber mit Krisen umgeht. Damit lernt man erst selber, wie man mit roten Zahlen im Depot umgeht und welche Strategie man vielleicht langfristig wirklich verfolgen. Ja wunderbar. Und dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Endlos Flatrate traden mit dem Scalable Capital Broker, Erfahrungsbericht und Meinung
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Unbegrenzt Flatrate-Traden, das ist möglich mit dem Broker von Scalable Capital, entweder per Flatrate oder nur 99 Cent pro Kauf oder Verkauf von Aktien, das Ganze klingt zu schön um wahr zu sein. Was steckt dahinter? Worauf musst du jetzt achten? Welche Vor- und Nachteile gibt es beim Broker von Scalable Capital hier und heute? Meine persönliche Meinung, meine Erfahrungen und die Antworten auf eure häufigsten Fragen. Herzlich willkommen beim Finanzilluminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Die neuen Broker Scalable Capital an. Der Anbieter Scalable Capital ist dem meisten bisher, wenn bekannt, dann bekannt als ein Robo-Advisor, also automatisches Anlegen. Inzwischen macht der Broker allerdings auch Anbietern wie Trade Republic, dem Smart Broker oder dem Gratis Broker ordentlich Konkurrenz, denn sie sind mit einem neuen Angebot an den Markt gekommen. Es wird geboten eine Webseite, eine App, ein Broker, ein Depot und hier kostet der Kauf von Aktien gerade einmal 99 Cent. Ebenfalls ist die Führung des Depots kostenfrei und es fallen auch keine weiteren Kosten an. Wer jetzt keinen Bock drauf hat, bei jedem Kauf und Verkauf 99 Cent zu bezahlen, sondern einfach nur relativ viel traden will, der hat die Möglichkeit über die Flatrate, also eine Gebühr von zum Beispiel 2,99 Euro pro Monat, so viel zu traden wie er möchte. Und was das jetzt alles im Detail bedeutet, das gucken wir uns jetzt einmal etwas genauer an. Auf dem Instagram-Account, den findet ihr übrigens genauso wie den dazugehörigen Blog-Artikel in der Videobeschreibung bzw. in den Show Notes des Podcasts. Auf dem Instagram-Account habe ich bereits einmal eure Fragen sammeln dürfen, die mitnehmen können und ich stehe auch mit Scalable Capital in Kontakt, wodurch sich inzwischen auch die erste positive Nachricht abzeichnet. Bisher war bei der Depoteröffnung, damit du gleich anfangen kannst zu traden, sobald dein Konto öffnet, eine Ersteinzahlung von 1000 Euro notwendig, damit du dieses Depot eben öffnen kannst. Inzwischen, und da habt ihr mir das zurückgespiegelt und ich habe es zurückgespiegelt an Scalable Capital, habe dann tatsächlich heute am 01.07. auch die Mitteilungen bekommen, dass es jetzt möglich ist, eben ohne diese 1000 Euro einzuzahlen, das Depot zu eröffnen, du brauchst lediglich ein Euro Minimum einzubezahlen, kannst natürlich aber auch deinen gewünschten Betrag mit einzuzahlen, um, wenn du anfängst zu traden, dann auch gleich loslegen zu können. Ja, wer kennt es nicht, vor einiger Zeit ist die Broker-Welt, die Welt der Depots erschüttert wurden durch den Anbieter Trade Republic. Innerhalb von kürzester Zeit ist dann auch etwas wie Smart Broker und Gratis Broker hinzugekommen. Und was bedeutet das eigentlich? Es gibt im Banken, es gibt Depots, da zahlst du noch 15 Euro pro Kauf oder Verkauf oder sogar noch mehr. Und die neuen Anbieter gehen ganz stark in den Bereich der Discount Broker, ähnlich wie in den USA Robinhood. Und hier wird mit relativ günstigen Angeboten geworben. Das bedeutet, du hast zum einen keine Depotgebühren und die Trades sind relativ günstig. Und das Ganze passiert dann eben mit einem Verrechnungskonto und einem Depot, das du ganz normal hast, so wie bei jeder anderen Bank eben auch. Und da stellen wir uns jetzt ein paar Fragen. Unter anderem gucken wir uns an, was ist Scalable Capital eigentlich? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie funktioniert das? Gibt es die Möglichkeit eines Depotübertrags? Wie sieht es mit der Gesamtkostenstruktur an? Also fallen wirklich vielleicht doch noch irgendwo versteckte Kosten an? Gibt es eine gute Alternative sonst auch noch dazu, wenn ich da keinen Bock drauf hat? Gibt es eine App? Gibt es eine Webversion? Wie sieht es aus mit Sparplänen? Gibt es die für Aktien? Gibt es die für ETFs? Und wenn ja, was kostet der ganze Spaß? Wo stehen vielleicht doch noch versteckte Kosten hinter? Welche Bank steht hier im Hintergrund? Und wie ist das eigentlich mit dem Konto geregelt? Und das gesamte Angebot? Was ist das eigentlich? In aller Kürze, Scalable Capital ist eine Website, ist ein Anbieter, der genau zwei Sachen anbietet. Das eine ist der Robo-Advisor, den ihr schon von früher kennt. Also die Möglichkeit, sich über ETF-Vermögensverwaltung automatisch anlegen zu lassen. Da bin ich persönlich immer nicht so der Fan von, weil wenn ich ein ETF möchte, dann kann ich auch selber in diesen investieren. Und wenn ich anlegen möchte, dann kann ich das auch selber machen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Vielleicht ist der ein oder andere von euch mit einem Robo-Advisor auch um einiges zufriedener. Aber worum es heute auch wirklich gehen soll? Das andere Angebot von Scalable Capital ist der Broker. Und der Broker heißt einfach nur, hier gibt es einen Zugang zu deinem Depot, das du dir aufmachen kannst. Der Link zur Depoteröffnung ist übrigens ebenfalls genauso wie der dazugehörige Blog-Artikel und mein Instagram-Account, bei dem du mich eigentlich auch alles fragen kannst, was du gerne möchtest in der Videobeschreibung bzw. in den Show Notes vom Podcast. Bedeutet, egal wo du hörst, Spotify, Apple, Deezer, Google, da gibt es überall Show Notes. Klick also gerne mal rein. Ich freue mich darauf, mit dir auch über Instagram in Kontakt treten zu können. Und genau dieser Broker, der dir jetzt angeboten wird, der hat eigentlich eine relativ einfache Kernaussage. Bedeutet, hier hast du die Möglichkeit, ein kostenloses Depot aufzumachen. Das bedeutet, dafür gibt es keinerlei Gebühren. Du hast die Möglichkeit, einen kostenlosen ETF-Sparplan anzulegen. Und du hast die Möglichkeit für ETFs und Aktien, da kannst du handeln, da kannst du kaufen, da kannst du verkaufen. Da kostet dich der Trade 99 Cent oder eben eine Flatrate von 2,99 Euro. Das Ganze nennt sich dann Prime Broker und dann kannst du pro Monat so viel handeln, wie du gerne möchtest. Wenn du das Depot aufladen möchtest, das fand ich auch mal ganz interessant, funktioniert das Ganze nämlich nicht über Überweisung, sondern tatsächlich über eine Lastschrift von deinem Konto. Und sowohl in der App als auch auf der Plattform im Web gibt es eine relativ gute Bedieneroberfläche. Also ich habe da ja schon die unterschiedlichsten Broker gesehen und finde, Scalable hat dabei wirklich eine eher der besseren Bedieneroberfläche, wodurch ich das Ganze doch recht gut finde. Dein Verrechnungskonto selber liegt bei der Baader Bank und da hier gelegentlich auch mal Fragen kommen, weil zum Beispiel der große Anbieter Trade Republic, der hier auch in der Konkurrenz steht, der hat zum Beispiel seine Konten bei der Solaris Bank. Da hat jeder Nutzer eine virtuelle E-Bahn, die dann wieder auf einen gesamten Trade Republic Sammeltreuhandkonto bei der Solaris Bank liegen. Bei Scalable Capital ist das Ganze ein bisschen anders. Da hast du nämlich dein physisches Verrechnungskonto, was dann auch getrennt von den anderen Konten ist. Wer sich jetzt fragt, okay Trade Republic, was Sammelkonto, was soll das, ist das schlimm? Nein, ist nicht schlimm, ist einfach nur eine andere und eine sehr kostengünstige Form der Verwaltung. Musst du dir keine Gedanken machen. Allerdings kam die Frage und die sollte hiermit auch beantwortet sein. Dadurch, dass hier eine deutsche Bank im Hintergrund steht, sind deine Einlagen auf dem Verrechnungskonto auch weiterhin bis zu 100.000 Euro abgesichert. Achtung, das ist nicht dein Aktienwert, weil deine Aktien gehören dir sowieso. Die stellen eine ganz besondere Form des Vermögens da und sind von der Bank eh anders darzustellen bzw. gar nicht da. Die werden in der Lagerstelle gelagert und damit sind die Aktien safe. Aber auch auf deinem Verrechnungskonto bist du eben durch die Banklizenz der Baader Bank geschützt. Als Orderform stehen zum Beispiel zur Verfügung eine Limit Order, eine Market Order, aber auch Stop Loss Order, all das gibt es. Das heißt, jeder Trader sollte hier zufrieden werden. Ich persönlich handele sowieso nie mit Market Orders, sondern nur mit Limit Orders. Ganz einfach deshalb, wenn da ein bisschen mehr Volatilität im Markt ist, dann kann das manchmal ein bisschen unangenehm werden. Von daher setze ich sowieso immer eine Limit Order rein. Der Börsenhandel ist möglich von 8 bis 22 Uhr, hat den Hintergrund der Handelsplätze. Dafür zum Beispiel der Kollege Trade Republic auf die Hamburger Börse Lang und Schwarz setzt. Wird bei Scalable Capital auf das Münchner Gegenstück gesetzt, nämlich die Online-Börse Getex. Und dadurch haben wir hier jetzt einen Handel von 8 Uhr bis 22 Uhr. Einzahlung, Auszahlung, das ist auch immer mal wieder eine Frage von euch. Klappt alles ganz problemlos? Selbstverständlich, weil es steht ja auch eine Bank mit dahinter. Und innerhalb von kürzester Zeit ist das Geld entweder auf deinem Verrechnungskonto oder eben wieder auf deinem eigentlichen Girokonto. Ein weiteres Thema ist in Richtung Steuern und das ist gerade für die Einsteiger immer relativ interessant. Wer schon lange mit dabei ist, der kann sich das dann immer so ein bisschen daran erklären, dass es eine deutsche Bank im Hintergrund ist, die dann eben auch automatisch an das Finanzamt die Steuern abführen kann, die eben auf Kapitalerträge entstehen. Das Ganze ist natürlich auch hier bei Scalable Capital der Fall. Also es gibt eine ganz normale Abführung der Abgeltungssteuer, der Quellensteuern. Es wird alles ganz automatisch abgeführt. Es gibt ebenfalls Kirchensteuer und Soli. Das sind Dinge, um die du dir keine Sorgen machen möchtest. Und damit bist du ebenfalls bei Scalable Capital relativ gut aufgehoben. Ja, die große Frage nach den versteckten Kosten, die kommt dann doch immer mal wieder. Das habe ich auch früher bei der Eröffnung von Trade Republic relativ häufig gehört und gelesen. Wurde mir zugetragen. Ja, ein Euro, die holen sich das Geld irgendwo anders wieder. Ja, so ein Broker holt sich das Geld wieder und zwar in Form der Rückvergütung, die sie von der entsprechenden Börse, also im Falle Trade Republics von Lang und Schwarz bekommen. Oder eben im Falle von Scalable Capital, die werden das Ganze dann von GetEx bekommen. Also die haben schon ein Geschäftsmodell, was dahinter steht. Zudem solche Anbieter wie Trade Republic, Robinhood, Scalable Capital. Und das vermute ich einfach nur, das ist natürlich so, dass ich nicht in diesem Unternehmen drin bin. Ich weiß nicht, was da passiert, aber wir sehen es auch bei vielen anderen Dingen. Wir sehen es zum Beispiel auch bei Revolut. Erst mal gibt es da eine Art von Konto, die möglichst kostenneutral, kostenklein ist, das nicht viel kostet und dadurch eine große Anzahl von Nutzern anlocken kann. Und dann sehen wir zum Beispiel bei Revolut jetzt, das war anfangs auch nur ein kostenfreies Konto, über das du sehr viele tolle Sachen machen konntest und inzwischen kannst du darüber auch Aktien handeln. Du kannst Versicherungen abschließen und mit diesen ganzen Nebenprodukten wird dann irgendwann sehr gut Geld verdient. Wenn du dir sagst, du möchtest einfach nur günstig handeln, dann sind solche Anbieter natürlich super. Und wenn du dieses Nebenangebot ausblenden kannst, dann ist das Ganze natürlich umso besser für dich. So Vorteile, Nachteile und Fazit. Wir haben eigentlich schon gehört, es gibt einen Broker, der ist relativ günstig. Das macht ihn gut. Es gibt ETF-Sparpläne, wovon der erste im Monat für dich kostenfrei ist. Alle weiteren kosten 99 Cent, es sei denn du bist eben in der Flatrate. Dann sind tatsächlich alle kostenfrei, also kannst du auch mal dagegen rechnen. Was gibst du eigentlich bei der Consos Bank aus? Was gibst du bei der Comdirect aus? Momentan sind eben nur die ETF-Sparpläne verfügbar und leider noch keine Aktiensparpläne. Allerdings denke ich, dass eben auch genau das irgendwann dann nochmal kommen wird. Und wenn du hier auch in der Sonderedition bist, also in der Flatrate drin bist, deine 2,99 Euro im Monat bezahlst, dann sind eben nicht nur die Trades kostenfrei, sondern auch die Sparpläne sind allesamt kostenfrei, wo du wirklich für dich dann einfach mal gegenrechnen musst. Was gebe ich so bei einem anderen Broker aus? Und was finde ich da interessant? Vorteile haben wir also jede Menge. Es ist günstig, es ist per App bedienbar, es ist per Web bedienbar. Du hast keinen Stress mit dem Steuern. Du hast eine gute Bedieneroberfläche, eine hohe Nutzerfreundlichkeit. Du hast ein physisches Verrechnungskonto bei der Baader Bank. Du hast lange Handelszeiten und damit ein rundum interessantes Angebot. Aber da, wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Also kommen wir auf die Seite der Nachteile. Was ist der größte und einzig wirkliche Nachteil, der dadurch immer entsteht? Wir waren vorhin schon so ein bisschen beim Thema versteckte Kosten. Da hat sich der ein oder andere vielleicht schon mal gedacht, hey, was ist eigentlich mit dem Spread? Ja, Spread gibt es. Spread gibt es überall. Solange Xetra auf hat, zählt immer der Referenzwert von Xetra. Da orientieren sich dann auch die Spreads dran. Und wenn du jetzt nicht zu sehr im Bereich der Exoten tätig bist, dann sind auch die Spreads relativ gering. Natürlich gibt es auch Exoten. Und da musst du dich halt fragen, möchte ich das bei diesem Broker kaufen oder fahre ich nicht sowieso eine Mehr-Broker-Strategie, wo ich dann halt mal bei einen anderen halt diesen einen Wert mache? Das habe ich zum Beispiel auch mit meinen Aktien von EPR Properties gemacht, weil das an der Börse von GetEx eben Schweine teuer war. Und dann bin ich halt über einen anderen Broker gegangen. Dadurch entsteht allerdings auch der Nachteil. Wir haben eben nur einen Handelsplatz und das sehen wir leider auch bei Trade Republic. Ab und zu fällt der Handelsplatz auch aus für kurze Zeit. Das ist nie besonders lange. Das sind immer nur wenige Minuten. Wenn sowas tatsächlich mal passiert, das passiert nicht häufig, aber es kann passieren. Und da ist halt die Frage, bist du wirklich ein Hardcore-Trader, der sehr viel unterwegs ist, dann stört dich das wahrscheinlich mehr, als wenn du ein Buy-and-Hold-Anleger bist. Und der Tatsache, musst du dir einfach bewusst sein, es ist eben nur ein Handelsplatz, genauso wie Lang und Schwarz der einzige Handelsplatz bei Trade Republic ist. Und dementsprechend musst dir das einfach nur bewusst sein. Damit kommen wir denn nach dem eigentlichen Fazit auch nur noch zu euren Fragen, die außerhalb meiner ganz normalen Rahmenstruktur, wie ich so einen Artikel aufbaue. Und da wird in nächster Zeit auch noch das ein oder andere mehr kommen. Eure Fragen, die über Instagram gekommen sind, viele wurden schon mit beantwortet. Auf einige gehen wir trotzdem nochmal ein. So, erste Nachricht, beste, ja, kann ich sagen, ist auf jeden Fall ein guter Anbieter. Nächste Frage, Kosten bei Aktien-Sparplänen sind zurzeit halt noch nicht vorhanden. Gibt eben nur die ETF-Sparpläne zurzeit. Ich hoffe einfach mal, das Ganze kommt noch. Welche Aktien kannst du da handeln? Versuche ich dir auch mal eine Liste auf dem Blog mit draufzulegen. Wie gesagt, alle Links findest du in den Show Notes, beziehungsweise in der Videobeschreibung. Es gilt halt bei GetX hauptsächlich auch das Angebot, das GetX eben listet. Wie bewertest du den Nutzen des Robo-Advisors? Ja, kann ich gar nichts zu sagen. Ich habe da einfach mal auf die gängigen Vergleichsportale geschaut, die das Ganze bewertet haben. Da waren die Bewertungen des Robo-Advisors jetzt nicht so die besten. Allerdings musste es auch immer nichts heißen. Die waren zum einen etwas älter und zum anderen finde ich Robo-Advisor für die Zielgruppe, die hier auf diesem Podcast ist, sowieso nicht so interessant, weil wir hier ganz gerne über einen Broker anlegen und entweder über ETF-Sparpläne, ETFs gehen oder über Aktien in der Einzelanlage. Wie seriös ist das Ganze? Ja, die Frage kann natürlich kommen, wenn du in der Broker-Welt noch ein bisschen neuer bist. Da ist halt die Sache, du weißt nie, wie seriös etwas ist. Das haben wir auch zuletzt jetzt wirecard gesehen. Auch ein börsennotiertes Unternehmen kann dich über den Tisch ziehen. Das sehe ich so aber beim Scalable jetzt nicht, genauso wie bei Trade Republic eben auch nicht. Es ist ein Unternehmen, das von der BaFin überwacht wird. Es ist ein Unternehmen, das börsentechnisch überwacht wird. Es hat Partner wie zum Beispiel die Baader Bank, wo dein Verrechnungskonto liegt und deine Aktien liegen sowieso noch einmal ganz woanders. Von daher ist das für mich immer so eine Sache. Ich sehe das als sehr safe an, gebe da aber natürlich nie meine feste Garantie drauf. Würdest du Scalable Capital bevorzugen oder lieber Trade Republic? Ja, ist eine ganz schwierige Frage, nicht ganz einfach zu beantworten. Ich würde einfach mal die Gegenfrage stellen, warum nicht einfach beides? Denn Trade Republic hat eben den Handelsplatz Lang und Schwarz. Scalable Capital hat den Handelsplatz GetEx. Und da bist du mit zwei Handelsplätzen auf jeden Fall schon mal doppelt so gut aufgestellt wie nur mit einem, da das Ganze eben auch über eine App funktioniert, über Web verfügbar ist, ist das auch ganz interessant. Und vielleicht sind beide für dich interessant, wenn nichts von beiden für dich interessant ist. Und damit schließen wir die Fragerunde dann auch schon ab. Wenn es weitere Fragen gibt, immer her damit. Und wie gesagt, wenn beides für dich nicht interessant ist und du wirklich was anderes möchtest, schau auch einfach mal auf den Blog in die Depot-Vergleiche rein. Da werden nämlich alle Depots miteinander verglichen. Und dann ist vielleicht so etwas wie der Smart Broker, Consos Bank oder Comdirect für dich interessant. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. SWR 2020 -
Wasserstoff Aktien, Hype oder Chance, worauf Anleger achten sollten
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Wasserstoffaktien. Was ist eigentlich mit Wasserstoffaktien? Ist das ein Hype? Ist es eine Chance? Ist es eine Möglichkeit Geld zu verdienen oder tatsächlich eine Möglichkeit einfach nur ganz viel Geld zu verbrennen? In welche Unternehmen soll ich hier eigentlich investieren? Welche bieten sich dafür an? Welche Unternehmen gibt es eigentlich und wie entwickelt sich deren Geschäft? Was machen die eigentlich? All diese Fragen werden wir hier jetzt einmal angehen und dann bist du am Ende nach einer kleinen Einordnung von meiner Seite aus hoffentlich ideal dazu aufgestellt in deine ganz persönliche Anlagestrategie zu investieren. Hier dann natürlich auch gleich noch mal der Hinweis auf den Disclaimer, den ihr sowohl auf dem Blog seht, aber auch in der Videobeschreibung von YouTube oder eben in den Show Notes des entsprechenden Podcasts. Denn all das was ihr hier hört ist meine ganz persönliche Meinung. Es ist ein rein journalistischer Inhalt. Auf keinen Fall findet hier eine Art der Anlageberatung oder sonstige Beratung statt und ebenfalls handelt es sich nicht um einen Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Ja, bei den Wasserstoffaktien, da gibt es so ein paar Aktien, von denen hat eigentlich schon jeder gehört und wer ein bisschen weiter ins Thema reingeht, der stellt sich dann die Frage, okay, welche Aktien gibt es da noch und wo kann ich jetzt eigentlich investieren? Sprechen wir also zuerst einmal über die Aktien, die wir hier kennen und was die eigentlich machen. Gerade nachdem die Bundesregierung jetzt erst gestern darüber gesprochen hat, was mit Wasserstoff passiert, dass Wasserstoff eben auch die Technologie der Zukunft mit sein soll, ist der Hype um die Wasserstoffaktien natürlich noch ein bisschen größer geworden. Welche Aktien haben wir hier? Wir haben natürlich die Aktie vom Norweger Neil Asa, im Übrigen eine Aktie, die im letzten Jahr 184 Prozent Kursgewinn gegeben hat. Eine weitere Aktie, die die meisten von uns kennen, ist Bellert Power, eine Aktie, die ebenfalls im Kurs im letzten Jahr sehr stark angestiegen ist, nämlich auf 204 Prozent gestiegen ist. Dann geht es weiter mit Fuel Cell Energy, also ebenfalls noch mal eine Aktie mit einem enormen Kurswachstum, gerade im letzten Jahr 556 Prozent zugelegt. Weiter geht es mit der Aktie von Heliocentris, ebenfalls eine Aktie, die im Kurs enorm zugelegt hat, nämlich um 547 Prozent. Eine Aktie, die noch richtig winzig ist, eine ganz kleines Unternehmen ist, ganz kleine Umsätze hat, ist die Aktie von ITM Power, hatte dafür im Kurs allerdings 746 Prozent im letzten Jahr zugelegt. Danach geht es in Richtung Power Cell, also ein weiteres Unternehmen, mit einem Kursgewinn im letzten Jahr von knapp 231 Prozent. Als ich das letzte Mal recherchiert hatte, da gab es dann auch noch die Aktie von Hydrogenics, inzwischen eine Aktie, die keine Aktie mehr ist, da das Unternehmen komplett aufgekauft wurde und inzwischen zu einem anderen Unternehmen gehört. Und vor ganz kurzer Zeit gab es nicht Tesla, sondern Nikola Motors, also Nikola Tesla, daher natürlich auch der Name in diesem Fall Nikola Nikola Motors, eine Aktie, die erst seit kurzem an der Börse ist, sich sehr hohe Ziele gesetzt hat, die natürlich noch mit keinen Lieferungen oder Umsätzen wirklich belegen kann. Und es ist eine Aktie, die hat seit ihrem Börsengang fast 400 Prozent an Kursgewinn mit dazugenommen. Die für mich interessanten Aktien kommen jetzt gegen Ende, nämlich da gibt es Air Liquide, ein Unternehmen aus Frankreich, also eine sehr unangenehme Quellensteuer, die da in diesem Fall anfällt, aber dennoch ein sehr großes Unternehmen, einer der Big Player eines der Unternehmen, bei dem ich mit die größere Zukunft im Bereich Wasserstoff sehe. Und ja Air Liquide ist im letzten Jahr um 19,1 Prozent im Kurs gestiegen. Ebenso hat das deutsche Unternehmen Linde, das kennt ihr, wenn ihr zum Beispiel auf Baustellen euch mal die Gasflaschen anguckt, da steht nun nicht häufiger Linde drauf. Und das Unternehmen hat im letzten Jahr 7,4 Prozent im Kurs zugelegt. Es stellt sich natürlich die Frage, wie kann das sein, bis zu 700 Prozent Kursgewinn in so geringer Zeit? Womit ist das Ganze begründet? Welche Aktien sind hier interessant? In welche ist das vielleicht nur ein riesiger riesige Blase, die sich da so langsam aufbläht und darauf wartet, zu platzen und alle Aktionärsgelder, die da drin versammelt sind, einfach nur zu vernichten? Denn wenn wir uns fundamental die Zahlen angucken, und da gucken wir gleich auch noch einmal ein bisschen hin, dann sehen wir einige dieser Unternehmen sind seit 20 Jahren nicht wirtschaftlich, verbrennen seit 20 Jahren Geld und haben trotzdem Kurse, die besonders innerhalb der letzten zwei Jahre ordentlich zugelegt haben. Um diesen Podcast jetzt nicht in der Länge komplett eskalieren zu lassen, haben wir die Fragen, nämlich was ist eigentlich Wasserstoff? Wie wird das Ganze hergestellt und wie funktioniert das? Wie funktionieren die Brennstoffzellen, die zum Beispiel Ballard Power benutzen? Diese Fragen, die findet ihr auf dem Blog-Artikel verlinkt. Das bedeutet, schaut mal in den Show Notes. Die Show Notes, die gibt es sowohl bei Apple, bei Spotify, bei Google, bei dieser und bei jedem anderen Dienst, über den ihr guckt. Manchmal sind die Show Notes etwas versteckt, aber es gibt sie auf jeden Fall, also schaut da gerne einmal rein. Da ist nämlich der Blog-Artikel verlinkt zum Thema Wasserstoff und da findest du dann die Information zum wissenschaftlichen Teil über Wasserstoff sehr anschaulich dargestellt. Bevor wir uns jetzt noch einmal die einzelnen Aktien ein bisschen genauer angucken, stellt sich die Frage, welche Arten von Wasserstoffaktien gibt es eigentlich? Und das sind natürlich zwei verschiedene. Es gibt einmal die Aktien, die in die Richtung Wasserstoffproduktion gehen und einmal die Aktien, die in die Richtung Wasserstoffzubehör und Infrastruktur gehen. Wenn wir uns jetzt das erste Unternehmen angucken, das kommt nämlich aus Norwegen, Neel Asa. Ein Unternehmen, das sitzt in Oslo, hat zurzeit knapp 300 Mitarbeiter, ist also sogar in der Mitarbeiterzahl etwas gestiegen. Dennoch ein Unternehmen, das nur 300 Mitarbeiter hat, ist sehr, sehr klein. Ja, das Unternehmen hat einen Umsatz, den es macht, es hat einen Gewinn, den es macht. Den gucken wir uns gleich noch einmal an. Da haben wir in den letzten Jahren auf jeden Fall Steigerungen gesehen. Allerdings, im Gewinn steht immer noch eine Minus mit davor. Das heißt, der Gewinde, der gemacht wird, ist ein Verlust. Seit einer Weile gehören auch weitere Unternehmen mit zu Neel, nämlich zum Beispiel die Wasserstofftankstellenhersteller H2Logic sowie auch seit 2017 der US-amerikanische Elektrolyse-Spezialist Proton On-Side. Und eines der von Neel am größten avisierten Projekte ist die Inbetriebnahme des ersten komplett auf Wasserstoff betriebenen Zuges. Also ein sehr spannendes Projekt, das auch sehr viel Fantasie hier fliegen lässt. Allerdings gehören auch Kunden aus der Landwirtschaft zu Neel, weil auch hier bietet Neel seine Elektrolyse-Geräte an, weil diese Dinger werden gebraucht, um in der Landwirtschaft Dünger effizient herstellen zu können. Ja, und ich habe mir jetzt tatsächlich mal die fundamentalen Daten von Neel hergezogen. Wir schauen uns die Zahlen an 2003 bis 2019. In den ersten Jahren wurden so gut wie gar keinen Umsatz gemacht. Da sind Umsätze gefallen von 0,04 Millionen Euro, also nicht besonders viel. Erst 2010 ist die Umsatzzahl das erste Mal in dem Millionenbereich gekommen, ist dann allerdings ein paar Jahre später wieder extrem zusammengebrochen, bevor es 2015 so richtig in den Anstieg ging. Inzwischen ist Neel von 88 Millionen, 98 Millionen, 286 Millionen, 453 Millionen auf 519 Millionen Euro Umsatz hochgeklettert. Genauso wie der Umsatz allerdings hochklettert und das ist in der Rahmen einer Expansionsstrategie, die noch nicht unbedingt auf Gewinnfokussierung aus ist, das war bei Amazon damals genauso. Die wollten gar kein Gewinn machen, die wollten Expansion betreiben und mussten dann irgendwann aufgrund der Schreie der Aktionäre tatsächlich umstellen, sind langsamer expandiert, dafür aber wirtschaftlich expandiert. Das könnte für Neel natürlich auch sehr interessant sein, aber genauso sieht es hier eben auch aus. Genauso wie die Umsätze steigen, steigt auch der Verlust von Jahr zu Jahr. Im letzten Jahr 2019 ein Verlust von 269 Millionen Euro. Ebenfalls sehr beliebt ist die Aktie von Ballard Power, also ein Unternehmen, das wir auch sehr viel auf Social Media sehen und auch Consos Bank und Comdirect findet ihr übrigens auch die entsprechenden Links zu in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung. Auch diese Depotanbieter sind auf den Zug mit aufgesprungen und bieten ambitionierten Aktionären die Möglichkeit, hier jetzt ihre Sparpläne auf genau dieses Unternehmen durchzuführen. Ballard Power beschäftigt sich mit Brennstoffzellen und ist ein kanadischer Hersteller. Das Unternehmen ist mit knapp 600 Mitarbeitern tatsächlich doppelt so groß wie Neel Asa, wurde allerdings um einiges später gegründet. Neel, ein Unternehmen, knapp 100 Jahre alt. Ballard Power existiert jetzt seit 1979. Und wer gehört zum Kundenkreis von Ballard Power? Das sind zum Beispiel Unternehmen wie der belgische Hersteller Van Hool oder das polnische Unternehmen Solaris. Hier werden Brennstoffzellen für deren Busse geliefert. Und ganz große Aufregung machte die Nachricht, dass ab 2021 die Brennstoffzellen von Ballard Power auch in den Zügen von Siemens zum Einsatz kommen soll. Siemens, deutsche Bahn, Züge. Hä, was haben wir denn da jetzt nicht verstanden? Hier geht es genauer gesagt um die Züge der Mireo Baureihe von Siemens. Wenn wir jetzt auch hier einen Blick auf die fundamentalen Daten werfen, dann sehen wir, dass auch Ballard Power von der reinen Profitabilität noch sehr weit entfernt ist. Das Unternehmen ist inzwischen bei einem Umsatz von 141 Millionen Euro angekommen und schreibt einen Verlust von 37 Millionen Euro im eBit und einen Gesamtverlust von 51,82 Millionen Euro. An dieser Stelle unterbrechen wir den Podcast für eine kurze Werbeeinspielung von unserem Partner Blinkist. Denn Informationen über Wasserstoff, das findest du nicht nur hier auf dem Podcast, sondern ebenso in der App von Blinkist. Blinkist ist eine App, mit der du die Kernaussagen von über 3000 Sachbüchern dir innerhalb von 15 Minuten aneignen kannst. Und hierbei gibt es nicht nur die Bücher zum Thema Wasserstoff, nein es gibt Bücher aus insgesamt über 25 Kategorien. Was bedeutet, egal ob Produktivität, Psychologie, Wissenschaft oder persönliche Entwicklung, hier kann für jeden das Richtige dabei sein. Besonders gut ist die App dann, wenn du dir innerhalb von kürzester Zeit, nämlich in 15 Minuten, einen Überblick über ein spezielles Thema oder Buch verschaffen möchtest. Und alle Hörer des Finanzielluminati Podcast dürfen sich jetzt freuen, nämlich auf einen ganz großen Rabatt. Ein Rabatt von 25 Prozent auf das Jahresabo von Blinkist. Du kannst das Ganze natürlich im Voraus sieben Tage lang ausgiebig testen und danach entscheiden ist das was für dich oder eben nicht. Und wie kommst du an diesen tollen Rabatt? Ganz einfach in den Show Notes von diesem Podcast. Da ist nicht nur beschrieben, wie sich Blinkist eigentlich schreibt, sondern da ist auch der Link hinterlegt, mit dem du zu diesen 25 Prozent Rabatt einkaufen kannst. Und ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich der Wasserstoffaktien ist das Unternehmen ITM Power, also ein Unternehmen, das aus England kommt und sich im Bereich der Wasserstoffenergieanlagen herumtreibt. Hier hat es unter anderem auch bereits mit der Royal Dutch Shell, also Shell, dem Dividenden, den nicht mehr so ganz großartigen Dividendenunternehmen zusammengetan. Und was haben sie hier gemacht? Sie haben die erste Wasserstofftankstelle in England gemeinsam eröffnet. Also auch hier ist sehr viel Potenzial gegeben und diese Aktie ist sehr beliebt bei Anlegern. Ich kann es noch nicht ganz nachvollziehen, weil der Gesamtumsatz 2011 war er sehr sehr gering bei 0,01 Millionen Euro. Und wenn wir die Millionen in so einer Komma-Konstellation sehen, dann ist es keine besonders gute Zahl. Wir haben hier einen Jahresumsatz 2019 von 4,59 Millionen Euro, also nicht einmal 5 Millionen Euro. Und der Verlust liegt tatsächlich bei 10 Millionen Euro, also ein Umsatz von nicht mal 5 Millionen und dafür ein Verlust, der doppelt so hoch ist. Ja, ein weiterer Überflieger an der Wasserstoffaktienbörse ist das Unternehmen Nicola Motors. Ich denke mal, die meisten Anleger haben tatsächlich, so habe ich es leider in der einen oder anderen Facebook-Gruppe immer mal wieder mitbekommen, die Leute haben erst investiert und dann angefangen sich zu fragen, was macht das Unternehmen eigentlich? Und das ist natürlich nicht der richtige Weg. Nicola Motors, ein Unternehmen, das erst seit kurzem, ganz ganz ganz kurzem, seit ein paar Tagen an der Börse ist, in der Zeit seinen Börsenkurs vervierfacht hat, was natürlich eine sehr gute Zahl für Trader ist, also jeder, der reingegangen ist und damit Kohle verdient hat, meine herzlichen Glückwunsch. Nicola Motors beschäftigt sich mit der Herstellung von Wasserstofflastwagen. So gibt es zurzeit Modelle wie den Nicola Zero, müsste Zero heißen, den Nicola One, Nicola Two, Nicola Three und den Nicola Badge und zusammen mit Nail, also das Unternehmen, das wir hier ganz am Anfang vorgestellt haben, zusammen mit dem Plan Nicola, die Eroberung der USA. Es möchte die gesamte USA mit einer Infrastruktur ausstatten, nämlich an Wasserstofftankstellen und dieses Geschäftsfeld erobern. Zu weiteren, diese Aktien, die hier bisher genannt wurden, aber jetzt noch nicht weiter im Detail erläutert worden, da versuchen wir einfach in der Zeit mal ein bisschen weniger zu machen. Bedeutet also, wenn du daran immer noch interessiert bist, dann schau gerne auf den Blog vorbei, der wie gesagt in den Show Notes des Podcasts bzw. in der Videobeschreibung von YouTube verlinkt ist. Und solltest du so richtig dolles Interesse daran haben und sagen, du willst unbedingt ganz genau wissen, was die anderen auch noch machen und auf die eigentlichen Wasserstoff Aktien, da hast du so richtig Bock drauf und willst dazu auch noch ein bisschen mehr hören, wie das Geschäftsmodell genau funktioniert, wie die Pläne sind, dann lass mich das gerne wissen und wir produzieren daraus noch mal eine gesonderte Folge. Doch jetzt kommen wir zu der Frage, ist das Ganze mit dem Wasserstoff eine Wahnsinnschance oder einfach nur ein Risiko, bei dem wir massiv Geld verlieren können und ist das Ganze einfach nur total überhyped? Ich persönlich bin auf jeden Fall der Meinung, dass Wasserstoff eine Technologie ist, die zukunftsfähig ist, die einen großen Teil der Zukunft ausmachen kann. Gerade im Bereich der Lastkraftwagen ist Wasserstoff eine sehr interessante Antriebsmöglichkeit. Vielleicht sehen wir auch irgendwann mal wieder Zeppeline, die wurden natürlich damals auch schon nicht mit Helium betrieben, nein, sondern mit Wasserstoff. Einziger Nachteil bei der Sache ist, das Ding zündelt halt ganz gut und dementsprechend sehen wir jetzt nicht mehr so viele Zeppeline am Himmel. Und doch, was wir jetzt über alle diese Unternehmen bisher gesehen haben, sind ein paar Fakten, nämlich sie machen alle nur sehr wenige Umsätze. Sie machen keinen Gewinn, sondern schreiben herbe Verluste, teilweise im Mehrfachen des gesamten Jahresumsatz. Sie haben alle große Pläne, aber auch sehr wenige Mitarbeiter, weil eben die meisten Unternehmen zwischen 70 und 300 Mitarbeitern herumtingeln und das bringt mich schon zum ersten Punkt, nämlich dem Punkt der Skalierbarkeit. Also wenn du etwas hast, wenn du etwas groß machen möchtest, du wirst das nicht mit 100 Mitarbeitern schaffen. Da musst du sehr gut aufgestellt sein, du musst expandieren können. Expansion kostet Geld und es kostet sehr viel Manpower, eine Power, die eben diese kleinen Unternehmen nicht haben, also entweder auf Übernahmen angewiesen sind oder auf Kooperationen angewiesen sind. Das werden sie nämlich nicht aus der eigenen Kraft heraus alleine stemmen können. Sie müssen sehr viel in Kooperationen gehen und Kooperation bedeutet immer Kompromisse zu schließen. Ob das für die Aktionäre besonders gut ist, das wissen wir nicht. Der zweite Punkt ist das Thema der Übernahme, denn wenn so ein Unternehmen irgendwann mal in die Richtung der Profitabilität geht, dann ist es natürlich auch für die großen Player, auf die ich in diesem Fall einfach setze, wie zum Beispiel Linde, wie zum Beispiel Air Liquide oder vielleicht auch Shell, die sich eben auch in diesem Bereich rumtreiben. Irgendwann ist es dann für die die Möglichkeit zu sagen, okay das Unternehmen wird interessant. Wir sehen so langsam, es kristallisiert sich draus. Welche dieser ganzen Unternehmen das Rennen machen wird, die kaufen wir jetzt einfach mal auf und betreiben das ganze selbst und die Möglichkeit gibt es dann natürlich auch. Die Frage ist nur zu welchen Kurs wirst du dann aus dieser Aktie heraus gebombt und das kann natürlich nicht unbedingt, also es kann natürlich ein guter Kurs sein, aber es kann auch ein Kurs sein, der vielleicht aufgrund von schlechten Nachrichten oder ein Unternehmen, das dann doch mal etwas distressed ist, ja nicht mehr ganz so attraktiv für dich ist und vielleicht gehst du dadurch in die Verlustzone. Und hier haben wir auch etwas, was wir in einigen Büchern schon häufiger gehört haben, nämlich den Survivorship Buyers. Wir gucken immer nur auf die erfolgreichen Unternehmen wie zum Beispiel Google und Amazon, aber gerade Google, Amazon, Facebook und alles was mit dazu gehört, das sind Unternehmen, die haben in einem Markt überlebt, in dem Tausende, Zehntausende andere eben nicht überlebt haben. Es ist ein Markt, in dem es heißt "the winner takes it all", der Gewinner nimmt sich alles mit und auch zum Beispiel Google war erst die dreizehnte Submaschine und hat mit einer sehr aggressiven Strategie ist sie groß geworden, hat die Konkurrenten niedergemetzelt und alle anderen sind inzwischen so gut wie nichts mehr wert. Nur noch Google ist da und das Gleiche kann auch im Bereich Wasserstoff passieren. Es ist also keinesfalls gesagt, dass ein Unternehmen wie Nail das rennen macht oder dass es Bellat Power ist, dass es ein anderes ist, dass es ITM Power ist. Jedes dieser Unternehmen kann in die Pleite gehen. Jedes dieser Unternehmen kann tatsächlich auch übernommen werden. All diese Möglichkeiten gibt es und wir wissen auch zum Beispiel von Unternehmen wie Apple, die jahrelang richtig scheiße liefen, bevor es irgendwann wirklich mal gut lief. Es war sehr oft kurz vor der Pleite und irgendwann kann so ein Unternehmen auch in die Pleite reingehen. Dann kommt vielleicht noch mal eine globale Krise mit dazu und dann ist so ein Unternehmen weg. Das kann tatsächlich alles passieren. In keinster Fall möchte ich, dass du jetzt das Gefühl kriegst, ich möchte dir das Ganze schwarz malen. Ich möchte dich nur dafür sensibilisieren, dass in dieser großen Chance, in diesem großen Hype tatsächlich nicht auch ein auch ein Risiko liegt. Das ist aber normal, denn Erendite kommt von Risiko. Hier ist nur die Frage, wie stellst du dich auf und mit welcher Strategie stellst du dich auf? Denn eins muss klar sein, wir sind hier nicht beim Roulette, wir sind nicht im Casino und setzen nicht nur auf schwarz oder rot. Wenn du dir ein Unternehmen eine solche Spekulation anguckst, dann solltest du das Unternehmen bewerten können, dann solltest du die Kennzahlen bewerten können, du solltest den Markt bewerten können und das erfordert Kenntnisse, die viele von uns nicht haben, die ich selber auch nicht so in diesem Maße habe und mich deshalb auch von den kleinen Unternehmen einfach fernhalte. Und wenn du eben die Unternehmen nicht so gut bewerten kannst, denn es ist halt die Frage, möchtest du da wirklich draufsetzen, ohne eine fundierte Meinung dazu gebildet haben können, weil was bitte nicht passieren darf ist, dass du siehst oder hörst, Facebook in jeder Gruppe wird es empfohlen, Instagram, jeder postet es, das muss doch einfach gut sein und quasi blindlings gekauft haben, das ist meistens eine schlechte Idee. Und was dann natürlich auch noch zu jeder Strategie mit dazu gehört, keiner rennt einfach so aufs Feld raus, auf ein gefährliches Feld, in dem jederzeit Bomben explodieren, ohne einfach nur zu wissen, wie komme ich von diesem Feld runter, denn was du auch brauchst ist eine ganz klare Exit Strategie, das heißt, wenn der Kurs fällt, wenn das Unternehmen in Richtung Pleite geht, wie lange bleibst du drin, sowas solltest du im Vorfeld alles bedacht haben und wenn du diese Strategien alle hast und davon überzeugt bist, dir die Unternehmen angeguckt hast, dann wünsche ich dir den allergrößten Erfolg mit diesen Spekulationen und hoffe, dass du eine fette Vendite ausbeutest, ich persönlich bleibe in diesem Fall bei Unternehmen wie Air Liquide, die übrigens sehr, sehr aktionärsfreundlich sind und die unterschiedlichsten Methoden haben, um Buy and Hold Anleger zu motivieren, wenn du auch dabei noch ein bisschen interessiert bist, ein bisschen mehr über Air Liquide und deren aktionärsfreundliche Kultur zu hören, sag gerne Bescheid und dann wird das Ganze auch noch eine weitere Sonderfolge. Damit nähern wir uns auch schon dem Ende des heutigen Podcasts. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen, einen kleinen Einblick in das Thema Wasserstoff geben. Viele weitere wichtige Informationen, interessante Informationen, die findest du jetzt alle auf dem Blog. Der Link ist wie gesagt in der Videobeschreibung beziehungsweise in den Show Notes vom Podcast und wenn du dann noch Bock hast, ein bisschen mehr zu hören oder eben deine Wünsche auch direkt an mich zu tragen, dann kannst du das natürlich auch über den Blog machen oder was mich immer besonders freut, trete doch unser Facebook Community der Finanz Allianz bei oder besuche mich auf Instagram. Damit vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Lisa im Interview, von selbst generierten Bitcoins und Bestattungsunternehmen
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Von daher finde ich es ein super interessantes Unternehmen. Glauber unter den Zuhörern kannst du den ein oder anderen, die es gerade zum Herzinfarkt gebracht haben. Na, das hoffen wir mal nicht. Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcast, herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge. Heute haben wir zu Gast die Lisa. Lisa, grüße dich. Hallo, freut mich dabei zu sein. Ja, sehr schön. Schön, dass du da bist. Schön, dass es geklappt hat. Auch wenn wir an einen so sonnigen Tag vielleicht ganz gerne auch noch andere Sachen machen, haben wir uns beide jetzt die Zeit genommen für dieses Interview. Und da kommt gleich die Frage an dich. Stell dich doch ganz kurz einmal vor. Wer bist du und was machst du eigentlich? Ja, ich bin Lisa, bin 28 und ich arbeite als Fachinformatikerin für Systemintegration, mache da im Prinzip die IT-Betreuung, also First- und Second-Level-Support. Und ja, bin schon seit ein paar Jährchen an der Börse, also schon seit 2011 im Geschäft mit drin quasi und habe jetzt Anfang des Jahres ein Instagram-Channel erstellt, Aktiengramm. Und darüber teile ich so meine ganzen Erfahrungen und auch ein bisschen was ich so kaufe, was ich so beobachte. So kam ich auch zu diesem Podcast. Ja, sehr schön. Ganz spannend ist natürlich auch, dass du auf deinem Instagram-Account auch deine Dividenden teilweise mit uns teilst. Da kommen wir später nochmal zu, weil das sind ja auch schon ganz ordentliche Werte, ganz spannende Werte. Und das finde ich immer unfassbar motivierend zu sehen, was denn da alles mit der Börse möglich ist. Wir kommen zur nächsten Frage bzw. Herausforderung. Das ist nämlich die 60-Sekunden-Challenge. Das hast du jetzt im Vorgespräch noch nicht mitbekommen, soll nämlich nur eine kleine Überraschung sein. Heißt nichts anderes als, dass ich dir gleich ein Wort sage und du darfst innerhalb von 60 Sekunden das Wort entweder einmal so erklären oder aber auch, und wenn du das Wort hörst vielleicht, was du damit für eine eigene Verbindung hast. Dein Wort ist Hauptversammlung und los geht's. Okay, Hauptversammlung ist im Prinzip auch der Auslöser, warum ich überhaupt zur Börse kam. Ich habe meine Ausbildung in einem börsengeführten Unternehmen gemacht. Und damals war das so, dass die Auszubildenden auch an der Hauptversammlung teilhaben durften. Und wir haben da auch quasi geholfen. Also da gab es verschiedene Jobs, so mit Eingangskontrolle oder auch die IT im Hintergrund betreut, wo ich dann war. Und so kam das eigentlich, dass ich das Interesse entwickelt habe, weil das war schon ziemlich beeindruckend, dieses ganze Erlebnis mal zu erfahren in diesem Alter, sage ich mal. Und ja, dann gab es auch noch die Möglichkeit, dass man Mitarbeiteraktien bekommen konnte zu einem günstigeren Preis. Und so kam ich dann dazu, mir ein Depot zu öffnen und habe das halt auch immer in Anspruch genommen. Und ja, dann kam so der Weg an die Börse für mich. Also eigentlich hat es tatsächlich mit Hauptversammlungen bei mir begonnen. Ja. Okay, ja wunderbar. Dann stoppen wir die Zeit gleich auch mal wieder und gehen weiter zur nächsten Frage, die jetzt auch inhaltmäßig sehr gut passt. Denn die nächste Frage ist, wie bist du eigentlich zum Investieren gekommen? Dazu hast du jetzt ja schon ein bisschen mit der Hauptversammlung erzählt. Aber vielleicht möchtest du da noch ein bisschen aufrollen und deine ersten Schritte an der Börse uns ein bisschen näherbringen. Ja, also das war im Prinzip so, dass ich am Anfang gar nicht so richtig wusste, was das überhaupt ist. Also was ist die Börse? Was sind Aktien? Und dadurch, dass ich dann eben die Möglichkeit hatte, da Aktien vom Unternehmen zu bekommen, habe ich mich auch einfach informiert. Also ich habe ziemlich viel einfach gelesen, sei es jetzt Wikipedia oder diverse Artikel, die es so gab zu dem Thema. Und ja, dann habe ich eigentlich, ich hatte immer schon ein bisschen Geld gespart so und habe dann halt in der Ausbildungszeit auch ja mein eigenes Geld verdient. Und dann hatte ich eine gewisse Summe und habe einfach angefangen zu investieren. Also im Prinzip relativ spontan war das und ich bin dann eigentlich auch dabei geblieben, weil es einfach super spannend war, was es alles für Unternehmen gibt, wo man alles, in welche Bereiche man rein kann. Und ja, so würde ich sagen, ist es gekommen. Okay, ja, auf jeden Fall eine sehr schöne Geschichte. Und ich habe jetzt mal ein bisschen rumgerechnet, weil du hast gesagt, seit 2011 bist du jetzt schon an der Börse. Und zudem hast du gesagt, du bist mit 28, also bist du jetzt 28. Wenn wir das mal voneinander abziehen, dann warst du damals ja noch relativ jung, als du mit dem Investieren an der Börse begonnen hast. Wie hat denn damals so dein persönliches Umfeld auf diese Entscheidung reagiert? Ich muss sagen, ich habe das eigentlich nie kommuniziert in meinem Umfeld. Also das war eher so ein Ding, was ich so für mich gemacht habe. Das war auch ganz lange noch so. Also eigentlich bis vor, ja, bis zu dem Zeitpunkt, als ich mit meinem Instagram-Account jetzt angefangen habe, war das eher so ein Ich mach das so für mich. Und ich habe da eigentlich nie groß mit Leuten drüber geredet. So Freunde hat das, glaube ich, auch nicht unbedingt interessiert. Zumindest war das war eigentlich immer so eine Sache, die ich so für mich als Hobby gemacht habe, ohne da groß mit anderen drüber zu reden. Okay, auch natürlich sehr interessant und ein sehr spannendes Hobby, weil ein Hobby, das einen regelmäßig wieder Geld aufs Konto raufbringt und nicht das Geld abzieht, ist mal was ganz anderes. Ja, das stimmt. Nun hast du anfangs aber auch gesagt, du hast einen Instagram-Account, also Axiengramm, den packen wir auch in die Videobeschreibung und in die Show Notes mit rein, so dass jeder, der interessiert ist, da sich auch gerne mal hinklicken kann und da folgen kann, darf, möchte. Wie ist es dann zu diesem Instagram-Account jetzt gekommen? Also du machst das Ganze jetzt seit 2011. Und was war da jetzt die Motivation für diesen Schritt? Also im Prinzip hat, ich habe auch noch einen privaten Instagram-Account und habe mit dem schon längere Zeit, also bestimmt schon zwei Jahre oder so, so ein bisschen diese Finanz-Accounts verfolgt. Und irgendwie kam es dann, ich kann gar nicht genau sagen warum, dass ich so die letzten Monate einfach immer mehr noch mich damit beschäftigt habe und fast nur noch Finanz-Accounts gefolgt bin und einfach so viel da konsumiert habe, dass ich dann halt, ich weiß nicht, ich dachte irgendwie, ich könnte das auch und hatte auch irgendwie wieder ein bisschen Freude daran oder dachte mir, es würde mir Spaß machen, Grafiken zu erstellen und so ein bisschen dieses Design-mäßige auch zu machen und das zu verbinden. Und ja, so war eigentlich eine relativ spontane Entscheidung, dass ich mir einfach dachte, das ist ein Thema, das ich gut rüberbringen kann und wo es auch Spaß macht, irgendwie dieses, ja dieses mit anderen Teilen so zu haben, dass man mit Accounts interagieren kann, die das ganze Thema auch behandeln, also dass man quasi so einen Austausch hat mit Leuten, wo man weiß, die interessieren sich auch dafür, also so ganz das krasse Gegenteil zu meinem privaten Umfeld, wo das überhaupt kein Thema ist, das so ein bisschen da dann mal zu haben, das war so ein bisschen der Grund glaube ich, ja. Okay, sehr interessant, der Grund für die Eröffnung deines Instagram-Accounts und der läuft ja inzwischen auch schon relativ gut, also du bist ja noch gar nicht mit so lange dabei, hast allerdings schon ein paar tausend Follower, ich will die Zahl jetzt gar nicht heute sagen, weil das Interview wird erst in einem Monat online kommen und da hat es sich wahrscheinlich dann schon wieder verdoppelt, also wäre das ganze hinfällig. Jetzt hast du aber gesagt, du hast auch schon von deinem privaten Account aus immer den Finanz-Accounts gefolgt und dich auch sehr gerne mit der Börse beschäftigt, wie darf man sich denn das so vorstellen, also was guckst du dir so gerne an, liest du da Geschäftsberichte, bist du auf Wikipedia unterwegs, chattest du mit den anderen Instagram-Accounts oder ja, was machst du da so und wie viel Zeit kann sowas eigentlich in Anspruch nehmen? Also bevor ich den Account erstellt hatte, war das eher so ab und zu mal, also da war es jetzt nicht so, dass ich sagen kann, dass ich regelmäßig einmal am Tag eine Stunde mich mit Finanzen und Instagram beschäftigt habe, da war das eher ja am meisten so am Wochenende, wenn man irgendwie sich da ein paar Artikel durchgelesen hat, oder auch über YouTube ein bisschen was geschaut hat und mittlerweile ist es schon erheblich mehr geworden, weil man ja, weil man halt zwangsläufig einfach viel mehr sich anschaut und da finde ich gerade dieser, also es gibt so einen Account, der macht relativ oder der macht Unternehmensvorstellungen von kleineren, unbekannteren Unternehmen oder nicht unbedingt kleineren, aber einfach die, die nicht so in den Medien sind oder nicht so präsent sind, das finde ich immer super spannend. Da habe ich jetzt auch die Tage noch ein Unternehmen entdeckt, was ich mir auch schon gekauft habe, das finde ich ganz, ja ganz interessant, weil man da einfach noch Sachen abseits von den normalen Medien findet und sich dann einfach darüber weiter informieren kann. Und ich finde es auch einfach spannend zu sehen, was andere so gekauft haben oder den einfach so diesen Weg mit zu verfolgen und gerade eben auch dieses Thema mit, was für Einnahmen die Leute oder welche Strategien die Leute verfolgen. Es gibt ja auch einige, die dann noch in Immobilien investieren oder noch verschiedene Bereiche abdecken und das ist auch so ein bisschen inspirierend auf jeden Fall und auch extrem motivierend, weil ja, weil man einfach so viel mehr über den Tellerrand schauen kann durch das Beobachten von Investitionen oder von Tätigkeiten von den anderen und das gefällt mir ziemlich gut, das macht Spaß. Okay, sehr schön. Wir machen jetzt mal so ein bisschen ein auf unbezahlte Werbung. Du hast an mich gerade etwas ganz Spannendes gesagt, ein Account, der kleinere Unternehmen, die nicht ganz so bekannt sind, vorstellt. Ja, das ist der Aktienentdecker nennt er sich. Der macht im Prinzip, also genau das ist sein Fachgebiet, dass er Unternehmensvorstellungen zu solchen Themen und Gebieten bringt, die man eben jetzt oder die ich meistens nicht so kenne oder die irgendwie gerade bezogen auf die aktuelle wirtschaftliche Lage oder sowas spannend sind. Ja und der macht da einen ziemlich guten Job, würde ich sagen und das finde ich mal ganz cool. Ja, sehr schön. Also auf jeden Fall ein Grund mehr, sich mit Instagram zu beschäftigen. Jeder unter den Zuhörern, der jetzt noch keinen Instagram-Account hat, hier auch noch mal unbezahlte Werbung auf zu Instagram und ihr dürft jedem dieser tollen Accounts einmal gerne folgen. Wir kommen zur nächsten Frage. Du hast mich gerade eben schon das Stichwort Immobilien gesagt und Immobilien sind ein Asset, das du auch in deinem Depot, also in deinem Portfolio haben kannst. Da könnten unter anderem aber auch Aktien rumliegen. Es könnten Gold, Rohstoffe, Krypto, P2P, ETFs, all das kann da reingehen. Wie ist denn dein Depot, dein Portfolio so aufgestellt? Also aktuell habe ich Aktien, ETFs und Fonds im Depot und das Thema Immobilien ist schon seit mehreren Jahren immer so in meinem Kopf, also so ein bisschen im Hinterkopf. Ich bin mir aber unschlüssig, wie ich das am liebsten machen würde. Also es gibt so die eine Seite diese Expertenmeinungen, die eher so diese Strategie verfolgen, dass man kleinere Wohnungen kauft und die vermietet und dadurch so einen Einkommensstrom schafft. Und dann gibt es halt auch so dieses andere Denken, dass man Eigentum kauft und das selbst bewohnt. Und ich muss sagen, da bin ich noch nicht so richtig sicher, was mir da zusagt, aber es ist auf jeden Fall ein Feld, mit dem ich mich noch beschäftigen will, weil ich es schon super spannend finde. Ja und sonst, also P2P habe ich ganz am Rande mal gemacht jetzt vor ein paar Monaten, mich mal bei, darf man das sagen, bei Mintos angemeldet. Da habe ich aber bisher kaum mich mit beschäftigt. Also ich habe mir im Prinzip das Modell durch angeschaut und mich informiert, wie das funktioniert und so weiter. Aber jetzt gerade auch mit der Corona Situation finde ich es einfach nicht so interessant, dass ich eher meinen Fokus auf die Aktien gelegt habe und ja Gold Rohstoffe noch überhaupt nicht. Also auch kriegt man jetzt auch im Moment ein bisschen mit, dass Thema Gold gerade wieder spannend wird. Aber da habe ich auch noch keine Erfahrung mitgemacht. Dann wäre noch das Thema Bitcoin. Da habe ich eine lustige Story zu und zwar mit Bitcoins habe ich mich vor ungefähr zehn Jahren, so ungefähr als ich mit meiner Ausbildung auch angefangen habe, mal sehr beschäftigt. Zu dieser Zeit, da war das noch so, dass man mit einer relativ guten Grafikkarte, die selbst mit seinem PC generieren konnte. Also man konnte die berechnen. Und ich war zu der Zeit auch noch mehr auf diesem Gaming und PC Trip, sage ich mal, und hatte halt auch einfach gerade eine ziemlich gute Grafikkarte. Und so kam das dann, dass ich selbst die Bitcoins generiert habe mit meinem Rechner und hatte dann am Ende so, ich glaube 1,2 Bitcoins in meine Wallet drin. Und der Grund, warum ich das dann aufhören musste, der war, dass mein damaliger Partner sich über die Strobrechnung beklagt hat und dann musste ich das unterlassen. Also wer weiß, wenn ich damals weiter die Bitcoins generiert hätte, hätte ich jetzt noch mehr Geld zum Investieren. Aber gut, so war das dann. Okay, das klingt auf jeden Fall sehr spannend, weil das habe ich noch nie gehört. Du bist tatsächlich auch der erste Interviewgast, der ein bisschen mehr auf das Thema Bitcoins eingeht. Und ich habe ja fast keine Ahnung davon, außer dass ich die Bison App von der Börse Stuttgart benutze und da den ein oder anderen Bitcoin, also nicht Bitcoin im Großen, dafür reicht das Geld, auf dem ich auf Krypto noch nicht rumliegen habe. Was heißt denn das genau so, Bitcoin generieren? Hast du da quasi einen auf Notenbank gemacht und Geld gedruckt? Nee, im Prinzip gab es damals, also es gab fertige Programme. Das ist im Prinzip so eine Kommandozeile, die man einfach nur ausgeführt hat. Und da hat man dann im Prinzip diese Blockchains mit seiner Grafikkarte berechnet. Also das war relativ unspektakulär. Also man hat da eigentlich auch nichts Großes gesehen. Also man kann sich das eigentlich vorstellen wie ein schwarzer Bildschirm. Da stehen irgendwelche Zahlen und Prozente und du hast halt gesehen, wann der quasi eine Berechnung erfolgreich gemacht hat. Aber im Prinzip war das nur das Programm starten, laufen lassen, deine Wallet ID eingeben, wo das dann hin transferiert wurde. Und ja, viel mehr war das nicht. Also zu der Zeit, da war es noch so, da hatten auch viele diese Raspberry Pis gebaut oder gekauft und sich daraus so ein Cluster gebaut und damit das dann auch betrieben. Weil zu der Zeit konnte man das halt auch echt noch privat machen mit seinem eigenen PC oder mit einem Server, sodass das dann ziemlich an den Anfängen noch relativ ertragreich sein konnte, wenn man das gemacht hat. Aber ich glaube, das war auch innerhalb von, ich weiß nicht, ein paar Monaten wahrscheinlich schon nicht mehr möglich, weil das Netzwerk dann so groß war, dass diese Berechnungen immer länger gedauert haben. Und man dann auch einfach viel mehr Rechenleistung oder Grafikleistung gebraucht hätte, wodurch das dann irgendwann nicht mehr ging. Also das war, okay, wahrscheinlich wäre der Grund, warum ich aufgehört hätte, früher oder später dann auch nicht nur die Stromrechnung gewesen, weil mein PC wahrscheinlich auch nicht so lange mehr mitgemacht hätte und man dann sich was anderes überlegen müsste. Aber es war auf jeden Fall ziemlich spannend und vor allem auch, wenn man das heute betrachtet, so zu dem Zeitpunkt, da waren die Bitcoins bei, ich weiß gar nicht mehr, ich glaube 30 Cent oder sowas. Und heute sind die auf, auf was sind die gerade, 6000 Dollar? 6000, 8000, dürfte ein ganz guter Kurs gerade sein. Ja, so war das. Okay, sehr spannend. Gut, nehmen wir das Thema Bitcoin mal mit und vielleicht kommen wir da später nochmal drauf zu, weil jetzt schauen wir uns deine Investitionsstrategie an. Und da du jetzt ja schon eine ganze Weile an der Börse bist, bin ich da mal ganz gespannt und die Zuhörer bestimmt auch, was so deine Strategie ist und welche Werte du reingehst, warum du das machst. Ich glaube, ich habe schon bei dir auf dem Account auch schon Ausschüttungen gesehen von einigen interessanten Unternehmen, bekannten Unternehmen, aber auch einigen, bei denen man vielleicht mit dir diskutieren möchte, warum du die im Depot hast, wie zum Beispiel, ich weiß gar nicht mal, ob es Gladstone Commercial oder Prospect Capital war, auf jeden Fall so in die Richtung hatte ich da mal gesehen. Wie schaut denn da deine Strategie aus und was legst du dir da gerne in dein Depot rein? Also meine Strategie am Anfang war eher so, dass es keine richtige Strategie war. Da habe ich einfach irgendwas gekauft, also eigentlich eher nur Aktien. Und über die Jahre kamen ja dann so die Themen ETFs und Fonds immer mehr, dass ich mich da informiert habe und dann auch ein bisschen verschiedene Sachen mir angeschaut habe, ich auch ein paar Fonds gekauft habe. Und das hat sich eigentlich so entwickelt, dass es eher dieses typische Buy and Hold wurde. Und so vor drei, vier Jahren kam ich dann auf diesen Dividendentrip so ein bisschen, dass ich das so motivierend fand bei anderen, dass die halt monatlich einfach richtig viel Dividenden immer bekommen haben und ich das so ein bisschen mir dann auch so ein bisschen angeschaut habe und dann auch viel über Sparpläne gemacht habe. Also ich habe dann, ich glaube ja fast nur die amerikanischen Unternehmen über Sparpläne regelmäßig halt gekauft und dann kam das halt, dass dieser regelmäßige Eingang mich dazu noch mehr motiviert hat und dass es dann immer so weiter ging im Prinzip. Also ich würde sagen größtenteils Buy and Hold und ein bisschen auch so in die Richtung, ja, dass man ein bisschen jetzt gerade so zockt, auch Thema Corona eben ein bisschen Unternehmen kauft, wo man denkt, okay, die werden bestimmt nochmal steigen. Ja und was ich vor oder relativ am Anfang auch häufig gemacht habe ist so dieses, ja, buy the dip. Also wenn das Unternehmen gerade richtig am Boden war, das hatte ich einmal mit Volkswagen, als der Diesel-Skandal ziemlich, die Aktie ziemlich krass gestürzt hat, da habe ich Volkswagen gekauft und habe damit relativ gut Gewinn gemacht und mit RWE war es das Gleiche, wobei ich die aktuell auch noch im Depot habe. Also die habe ich, oh wann war das, es gab irgendwann mal so eine ziemliche RWE-Krise, als es auch hieß, dass der Staat vielleicht eingreifen muss und so weiter und zu dem Zeitpunkt habe ich die gekauft, weil ich einfach irgendwie, ich weiß nicht, ich dachte irgendwie, dass die wieder steigen werden und dann war das ein relativer Glücksgriff und ja, das war so ein bisschen die Strategie. Okay und das ist auf jeden Fall eine sehr interessante Strategie, gerade alles, was in Richtung Dividenden geht, also Einnahmen, die regelmäßig wieder auf dein Konto kommen, ist ja etwas, das sich dem immer mehr der Beliebtheit in Deutschland erfreut. Gibt es denn bei der Aktienauswahl bei dir Grenzen, wo du sagst, das würdest du niemals kaufen, zum Beispiel so in Richtung Ethisches investieren, wenn wir uns Unternehmen wie Raytheon oder Locket Martin anschauen? Ja, gibt es schon. Ich muss sagen, das habe ich auch in der Vergangenheit. Also ich habe auch zum Beispiel Altria im Depot, die finde ich jetzt selber gerade auch nicht mehr so gut, dass ich die gekauft habe. Das war halt dann auch eher so dieses Dividenden-Ding, als ich mir die zugelegt habe. Ich würde auch wahrscheinlich nichts mehr in Richtung Ölkonzerne und sowas kaufen und dann eher die Alternativen, also die grünen Alternativen tatsächlich mir anschauen, die vielleicht da mithalten können oder ansatzweise mithalten können. Und ja, Thema Rüstungsindustrie finde ich auch, also ich finde es auf der einen Seite super spannend und interessant, aber ich glaube, da würde ich jetzt nicht gerade zugreifen. Beziehungsweise gibt es einfach andere Unternehmen, die mir da eher zusagen, als dass ich die jetzt bevorzugen würde, einfach nur, weil es vielleicht ein paar Prozent besser aussieht oder sowas. Da würde, glaube ich, mein Gewissen dann eher sagen, kauf besser das grüne Ding. Okay, also sehr spannend. Es gibt ja auch im grünen Bereich so einige interessante Aktien, die man sich da immer mal anschauen kann. Vielleicht noch ganz kurz für die Zuhörer als Hinweis bezüglich der Äußerung zu den Ölkonzernen. Da ist vielleicht ganz interessant zu wissen, dass gestern am Zeitpunkt der Aufnahme auch erst die Info rauskam, dass jetzt Shell seine Dividende massiv eingestrichen hat, was natürlich auch eine sehr interessante Sache ist, die wir da vorher nie so wirklich auf den Schirm hatten. Und neben dem, was bei Öl passiert ist, passiert zurzeit ja noch etwas anderes. Hier aber nochmal den Hinweis, die ihr hört, dieses Interview jetzt einen Monat nachdem es aufgenommen wurde. Das andere, was passiert ist, ist Corona. Was ist denn in der Corona-Zeit so mit deinem Depot passiert? Also zu Anfang war es schon ziemlich im Minus, ich glaube, um die 20 Prozent sogar. Aktuell sind wir so bei minus 14 Prozent, was aber auch damit zusammenhängt, dass ich einfach ziemlich viele Aktien von Daimler besitze und Daimler einfach extrem abgeschmiert ist, muss man sagen. Wobei ich das eigentlich relativ entspannt sehe. Also ich betrachte das eher als Chance und finde das jetzt gar nicht mal so schlimm, weil es halt im Prinzip auch das Geld ist, was ich jetzt nicht brauche. Also ich habe halt im Prinzip da Geld investiert, was mir nicht fehlt und was ich sonst nur gespart hätte. Und von daher bin ich da der Meinung, dass man das gut aussitzen kann. Und mich schockiert das jetzt nicht so wirklich. Also ich finde es eher schon ziemlich spannend und auch irgendwie aufregend, das mal so mitzubekommen oder so eine Krise mal mitzuerleben aus Sicht des Aktionärs quasi. Also bisher war das in meiner Laufbahn jetzt auch noch nicht so schlimm, wie es jetzt gerade aktuell ist. Und auch die Finanzkrise und das Ganze war ja vorher, sodass es jetzt die erste Krise ist, die man mitbekommt aus Investoren Sicht. Und ich sehe es halt wirklich eher als Chance und einfach entspannt bleiben und abwarten. Und dann denke ich, dass das auch wieder bergauf geht auf jeden Fall. Langfristig geht die Börse natürlich irgendwie immer noch oben. Zumindest ist das ja bisher so passiert. Und die Hoffnung haben wir alle natürlich auch, wenn wir jetzt weitere Aktien kaufen. Nachdem Corona deinen Depot jetzt auch so ein bisschen nach unten gedrückt hat. Wie bist du denn damit umgegangen? Hast du tatsächlich gut nachgekauft? Und was machst du in der Zukunft noch? Ja, ich habe auf jeden Fall nachgekauft ein paar ETFs. ETFs habe ich auch so im Sparplan immer über die Jahre bespart. Und aktuell kann ich die im Prinzip wieder zum Einstiegspreis kaufen. Also da habe ich meine Sparrate ein bisschen erhöht, sodass ich da prozentual ein bisschen günstiger gerade ein paar nachkaufen konnte. Und dann habe ich noch sowas wie Tui gekauft jetzt gerade, weil ich das so ein bisschen als Chance sehe. Also klar kann auch total schief gehen, weiß man noch nicht. Aber das fand ich halt einfach so, gerade was das Thema Reisen und sowas angeht, da war jetzt auch Lufthansa interessant. Wobei Lufthansa kam, glaube ich, heute eine Info, dass die vielleicht vom Staat Hilfe brauchen oder vom Staat übernommen werden könnten, wie auch immer, weiß man jetzt noch nicht. Aber die hatte ich auf jeden Fall auch beobachtet und habe mich aber für Tui entschieden. Und ja, wer weiß, wie das jetzt in einem Monat vielleicht aussieht. Ob es klug war, sehen wir dann. Aber da gibt es gerade, also meiner Meinung nach gibt es da gerade einfach viel, was ziemlich, ziemlich günstig zu haben ist und einfach eine extrem hohe Rendite in zwei, drei, vier Jahren abwerfen könnte. Und das ist gerade eine gute Chance auf jeden Fall. Okay, sehr spannende. Mit der Tui Aktie wirst du jetzt für den Podcast wahrscheinlich das ein oder andere Gemüt erregt haben. Weil wenn ich mir zum Beispiel die Facebook-Gruppen im Moment angucke, dann ist da Tui unten durch und zwar ganz weit unten zusammen mit den Autoherstellern. Ich persönlich habe da eine ganz eigene Meinung. Deshalb gibt es auch eine Aktienanalyse bei mir auf dem Blog, wo sich jeder mal das eigentliche Geschäftsmodell von der Tui anschauen kann. Das ist ja schon lange nicht mehr so, wie es mal früher war. Also sie sind weg vom eigentlichen Reiseveranstalter mit den schlechten Margen hin zum Betreiber von eigenen Kreuzfahrtschiffen, Airlines und eigenen Hotels, die sich wirklich komplett im Eigentum befinden. Und das Unternehmen ist ja auch sehr gut diversifiziert und geht mit Volldampf das Thema Digitalisierung an, um auch da immer mehr in Richtung Plattform ähnlich einer Booking oder dem neuen Geschäftsmodell von Ryanair zu kommen. Von daher finde ich es ein super interessantes Unternehmen. Ich glaube aber unter den Zuhörern kannst du den ein oder anderen jetzt gerade zum Herzinfarkt gebracht haben. Das hoffen wir mal nicht. Schauen wir mal weiter. Du hast jetzt den ersten kleinen Aktientipp, ohne dass wir das wirklich ein Tipp nennen wollen. Wir besprechen hier ja nur unsere eigene Meinung und alles, was wir hier sagen, ist ja ein rein journalistischer Inhalt, also keinerlei Empfehlung. Hast du noch so andere Unternehmen, auf die du jetzt gerade vielleicht noch schielst? Ja, ich habe gerade gestern ein Unternehmen gekauft, was jetzt vielleicht auch extrem makaber klingen könnte in der aktuellen Corona-Zeit. Und zwar ist es ein Bestattungsunternehmen. Das ist in Texas das größte Bestattungsunternehmen, nennt sich Service Corporation International. Die habe ich jetzt die Tage gefunden. Ich glaube, kann auch sein, dass ich es bei Instagram sogar gesehen habe irgendwo. Und ich fand das einfach einen extrem spannenden Bereich, weil ich zu so einem Thema noch überhaupt nichts im Depot hatte und auch gar nicht so richtig wusste, ehrlich gesagt, dass es Bestattungsunternehmen an der Börse gibt. Und ja, ich habe mir da, ich sage mal, mit meinen üblichen Tools das Unternehmen angeguckt und es steht echt gut da. Und da dachte ich mir, okay, ich investiere da mal. Und ja, wahrscheinlich wird es sogar auch im Hinblick mit Corona zusammen steigen in Zukunft. Und das fand ich einfach, ja, ich fand es super interessant, dass ich das gefunden habe und dachte mir, das ist bestimmt ein gutes Investment. Ja, auf jeden Fall sehr spannend. Bestattungsunternehmen sind ja nicht unbedingt die Unternehmen, die so viele von uns im Depot haben. Wobei es da ja auch, also es gibt ein großes, sagen wir mal, Geschäftsfeld, weil die Bevölkerung, wir werden ja immer mehr auf der Erde und von daher sterben leider auch immer mehr Menschen. Aber so ist eben der Kreislauf des Lebens. Das passiert ja ebenso. Ich glaube, in den UK gibt es auch noch ein ganz spannendes Bestattungsunternehmen, von dem ich immer wieder den Namen vergessen habe. Also wer es weiß, darf es mir gerne sagen, dürfte tatsächlich eine ganze Kette sein, die dort auch die Konkurrenz regelmäßig aufkaufen und verdrängen. Und so gibt es da ganz interessante Geschäftsfelder bei allem, was rund um Bestattung so passiert. Also super interessantes Thema. Jetzt hast du aber gerade eben auch schon gesagt, mit deinen Tools guckst du dir die Aktien an, die du kaufen möchtest. Und das bringt mich zu zwei Fragen, nämlich A, wie wählst du die Aktien für dich aus, die wirklich gut sind? Und B, welche Tools benutzt du denn dafür? Ja, also zu A erstmal, es sind meistens Aktien, mit denen ich ja nicht mich identifizieren kann, aber die ich schon in gewisser Weise interessant finde und auch verstehen kann. Also ich habe größtenteils halt schon Unternehmen, die ich irgendwie entweder im alltäglichen Leben oder die mir irgendwie bekannt sind schon. Also ich denke jetzt zum Beispiel an den Technologiebereich, wo es sowas ist wie Cisco oder Nvidia, diese ganzen Themen, die man so kennt oder diese Bereiche. Und dann schaue ich mir im Prinzip Bereiche an, die mich interessieren, was es da für Unternehmen gibt. Und dann kommt irgendwie so eins zum anderen, dass man überlegt, ja ok, Nvidia Grafikkarten kennste, findest du gut oder findest du eben nicht gut oder auch Intel und AMD oder sowas. Also es ist viel so, was mich privat auch interessiert oder beschäftigt, dass ich mir da was anschaue. Ja, das ist so meistens der Initiator. Wobei jetzt mittlerweile auch, dass man halt einfach bei Instagram zum Beispiel oder bei anderen Seiten irgendwelche Unternehmen liest und sich dann darüber informiert. Und so war es halt jetzt auch hier mit diesem Bestattungsunternehmen, dass ich einfach so gut fand, dass ich mich da eingelesen habe und mich dann auch dafür entschieden habe. Und das ist dann im Prinzip der zweite Schritt, dass ich ein Tool benutze. Also meistens benutze ich tatsächlich dieses Aktientool von TraderFox. Das wurde glaube ich auch schon mal von jemandem hier im Podcast erwähnt, dass ich da das Unternehmen suche und mir dann die Kennzahlen anschaue. Die haben ja auch, ich sag mal für faule, so diese Qualitätsbewertung, dass sie ein Punktesystem haben und dann vergeben die anhand der Kennzahlen einen Wert von 0 bis 15 oder 1 bis 15. Und ja, das ist so das Hauptanalyse-Tool. Und ansonsten schaue ich mir bei Finanzen.net noch ein bisschen was an oder gucke auch häufiger mal einfach, dass man es bei Google eingibt und schaut, was die Google News sagen. Was so aktuell vielleicht an Nachrichten zu einem Unternehmen veröffentlicht wurden. Und da kommt dann irgendwann die Entscheidung, ob ich es kaufe oder eben nicht. Okay, auch auf jeden Fall sehr spannende Tools packen wir auch mal mit in die Videobeschreibung, falls jemand noch nicht TraderFox zum Beispiel kennt und sich das gerne mal anschauen möchte. Jetzt hast du schon ein bisschen von den Unternehmen erzählt, die du so persönlich aus dem Alltag kennst. Jetzt bist du ja ITlerin seit vielen Jahren. Du bist PlayStation-Besitzerin und Grafikkartenbesitzerin in dieser ganzen Branche, die du da so verstehst. Hast du da so eine Aktie, wo du sagst, okay, das ist die Zukunft, die werden es machen, sei es eine Microsoft, sei es Nintendo. Siehst du da in dieser Branche, die ich überhaupt nicht verstehe, ein sehr großes Potenzial? Ja, auf jeden Fall sehe ich ziemlich viel Potenzial in Microsoft. Also das ist eh schon die letzten Jahre oder das hat sich eh schon bestätigt und gehe auch davon aus, dass es weiterhin so laufen wird, weil die alleine, was Betriebssysteme angeht, einen verdammt großen Markt haben und einfach auch so sehr vertreten sind. Gleichzeitig dann auch Apple als Konkurrenz irgendwie, aber irgendwie auch nicht, weil die gerade hier Thema iPhone und sowas extrem weit oben sind und ich würde fast sagen, beide Unternehmen haben ein extremes Potenzial noch. Und ja, tatsächlich würde ich auch Cisco dazu nehmen, weil ich die auch so kenne als qualitativ einfach ziemlich, ziemlich hochwertig und die sind also im Prinzip, wenn man einen Cisco Switch in der Firma hat, dann ist das was Vernünftiges, dann weiß man einfach, okay, der läuft und den kannst du konfigurieren. Und da gibt es einfach Mitbewerber, wo man da andere Meinungen haben kann oder andere Meinungen bekommt, wenn man damit mal arbeitet. Ja, so ist es eigentlich, dass sich dann für mich da so eine Meinung bildet, dass ich einfach davon ausgehe, dass es durch die Marktanteile einfach wahrscheinlich weiterhin ziemlich gutes Potenzial hat zu steigen. Okay, also sehr schön und sehr spannende Lärte mit dabei. Nun gehen wir noch einmal in Richtung deines Depots, weil da hast du uns jetzt schon ein bisschen was über die Aktien erzählt, die da drin sind. Gibt es für dich zwecks Diversifikation dann so eine Zahl, wo du sagst, das will ich Minimum im Depot haben und diese Anzahl an Aktien wäre mein Maximum? Eigentlich nicht unbedingt Zahlen, also ich habe aktuell so was zwischen 40 und 50 verschiedenen Positionen, also mit ETFs und Fonds eingerechnet. Ich glaube, für den Überblick würde ich jetzt nicht mehr als 90 bis 100 verschiedene Werte haben wollen, wobei es auch jetzt schon relativ viel ist, muss ich sagen. Also ich habe auch immer oder ich bin immer so ein bisschen am Überlegen, ob ich da ein bisschen reduzieren soll. Auf der anderen Seite gibt es aber auch so viele spannende Sachen, dass es mir schwer fällt, da jetzt was rauszuwerfen und es halt nicht direkt wieder durch irgendwas zu ersetzen, was ich auch schon auf der Watchlist habe oder auch schon beobachte. Und mir dann denke, ach, jetzt ist ein Platz frei, dann kann man ja jetzt was Neues kaufen, so nach dem Motto. Also aktuell finde ich die Größe ganz gut. Ich glaube, 30 Unternehmen mehr oder 30 Anteile mehr wäre jetzt ein bisschen too much und so wie es gerade ist, ist es ganz okay. Ja, kann sich aber auch ändern. Also das ist immer so ein bisschen, ja, kommt ein bisschen drauf an. Ich habe auf jeden Fall keine konkrete Zahl, wo ich jetzt sage, das will ich nie im Leben übersteigen oder unterschreiten. Und ja, ich denke, so wird sich das wahrscheinlich auch weiter durchziehen. Okay, wunderbar. Dann kommen wir nochmal in Richtung Broker, weil du bist ja schon eine ganze Weile an der Börse. Und mich reicht zumindest die Frage von Anfängern und Einsteigern relativ häufig. Hey, welches Depot kann ich da eröffnen? Es gibt so viele. Ich habe keine Ahnung, wo ich achten soll. Jetzt, nachdem du ja seit 2011 an der Börse bist. Welches Depot hast du da für dich gewählt? Und was war da ausschlaggebend für? Also ich habe mein Depot bei der Comdirect Bank gewählt damals und bin tatsächlich auch bis heute noch da. Ausschlaggebend war eigentlich, dass mir die Seite ganz gut gefallen hat. Man konnte, glaube ich, damals auch so eine Art Muster Depot schon anlegen. Und ich fand es relativ übersichtlich und auch ziemlich einfach vom Verständnis her. Also dass ich mir das angeschaut habe und halt einfach verstanden habe, okay, so mache ich eine Order und so. Hier stelle ich die Werte ein oder auch die Sachen wie Steuerfreibetrag, wo man das einrichtet und so diese Sachen. Das war für mich ziemlich, ja ich sage mal, selbsterklärend. Und ja, so kam das dann, dass ich einfach da das Depot eröffnet habe und da auch zufrieden war und das seitdem eigentlich benutze. Ich habe jetzt vor einer Woche oder so habe ich mir bei Trade Republic auch mal ein Depot angelegt, weil das schon relativ attraktiv ist mit den geringen Ordergebühren. Und werde vielleicht jetzt in Zukunft da mal noch ein bisschen was an Geld hin überweisen und dann da vielleicht auch mal ein paar kleinere Positionen halten oder ein bisschen, ja vielleicht auch ein bisschen so was wie dieses Zocken eher mit dem Depot dann machen, weil man da einfach ja für günstiger fair und einkaufen kann. Aber ansonsten bin ich eigentlich bei der Comdirect Bank ziemlich zufrieden, muss ich sagen, ja. Ja, kann ich sehr gut verstehen. Comdirect ist ja auch mein erstes Depot gewesen, was ich von Anfang an hatte. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es damals gar nicht so viel Konkurrenz gab und sie seitdem auch einen super Job machen und irgendwie auch wenn da mal ab und zu ein bisschen Kritik gerechtfertigt ist an sich, das eine super tolle Sache ist, die auch gerade für Einsteige viele Möglichkeiten hat. Trade Republic bin ich ein absoluter Fan von. Seitdem sie eigentlich hier in Deutschland sind, habe ich da auch ein Depot und finde das klasse, auch wenn ich damit vielleicht nicht in der großen Masse stehe, aber gerade wenn du nur ein Euro pro Order bezahlst, das ist halt super und ja, coole Sache auf jeden Fall. Die nächste Frage, die ich an dich habe, weil du eben schon so lange an der Börse bist, ist, was ist denn dein größtes Learning bisher gewesen? Auf jeden Fall, dass man sich vor einem Kauf ausreichend informieren sollte. Also ich habe schon hin und wieder erlebt, auch an mir selbst, dass man sich extrem beeinflussen lassen kann. Also zum einen war das jetzt in letzter Zeit ganz häufig das Thema Shell Aktien und auch Wirecard Aktien, wo ich jetzt im Nachhinein, also Shell jetzt mal aus und vor, aber auch bei Wirecard ganz froh bin, dass ich nicht auch eingestiegen bin, zumindest wie es gerade aktuell aussieht. Also es kann natürlich auch sein, dass es jetzt im Laufe des nächsten Monats wieder extrem nach oben geht, aber allein dieses Nervenkostüm, was man haben muss, wenn man jetzt wirklich eine große Summe da reingesteckt hat, weil es einfach so präsent war in den Medien, also nur ausschließlich deswegen. Und dann wäre das auf jeden Fall die Sache für mich persönlich, mir zu sagen, okay, ich würde es jetzt nicht nur kaufen, weil gerade alle darüber reden, so nach dem Motto, und auf jeden Fall ist das Wichtigste, dass man sich ausreichend informiert über das Unternehmen, über die Zahlen und dass man einfach versteht, was man da kauft. Also dass man nicht blind irgendeiner Empfehlung folgt, sondern sich auf jeden Fall seine eigenen Gedanken macht und vielleicht auch mal eine Nacht drüber schläft, auch wenn das aktuell vielleicht ein paar Euro kosten kann, wenn man einen Tag zu lange wartet, sage ich mal, aber so zum Einstieg wäre das auf jeden Fall der Tipp, den ich da geben würde. Okay, damit hast du auf jeden Fall auch einen sehr guten, sehr interessanten Tipp gegeben, denn Aktien, die muss man sich ganz genau angucken, bevor du sie kaufst, vielleicht nicht zu lange, wenn es so deine erste Aktie ist, dann guck sie dir an, guck, wenn so eine Google oder Procter and Gamble oder Unilever irgendwie so was ist, pack das Ding einfach in den Depot rein, würde ich tatsächlich fast mal sagen, bei den Zockerpositionen vielleicht nicht, aber ansonsten ja, schau dir unbedingt eine Aktie an. Wirecard finde ich da auch relativ interessant, weil ich gehöre eher zu denen, die Wirecard dann einkaufen, wenn sie so niedrig sind, wie es jetzt ist, jetzt habe ich sie nämlich auch wieder gemacht und hoffe, das funktioniert schon wieder. Vor allem den letzten Mal nämlich ganz interessant, Wirecard ist ganz weit oben und dann ist die Euphorie immer groß und alle sind die großen Wirecard-Fans, dann fällt es wieder nach unten und alle sagen, habe ich dir doch schon gesagt, konnte nicht gut gehen und alle haben schlechte Stimmung, das hat sich jetzt drei, vier Mal tatsächlich schon wiederholt und ja, ich bin eigentlich noch ganz zufrieden damit, gucken wir mal. Ja, wir nähern uns immer mehr dem Ende des heutigen Interviews und da kommt noch die Frage an dich, bei all dem, was du bisher so gelesen hast, gab es da vielleicht auch Bücher, die du sehr interessant findest und den Zuhörern mit auf den Weg geben möchtest? Ich muss sagen, dass ich, was das Thema Aktien und Investieren betrifft, eigentlich nicht wirklich viele Bücher lese oder jetzt auch nicht unbedingt eine Empfehlung habe, weil ich mir selbst, ich schaue mir tatsächlich eigentlich viel auf YouTube an, also ich schaue mir zum Beispiel Markus Koch oder Tim Schäfer relativ häufig an und da auch immer so diese regelmäßigen Sendungen, wo einfach so ein bisschen kompakt alles zusammengefasst wird und ja, also irgendein Buch empfehlen kann ich tatsächlich gar nicht, weil ich da mir nicht unbedingt eins bisher zugelegt habe, also ich kenne viele Empfehlungen und habe auch schon von vielen gehört, dass zum Beispiel "Rich Dad, Poor Dad" oder sowas, dass die extrem gut sein sollen, aber ich glaube für mich ist es eigentlich schon zu spät jetzt noch so ein Buch zu lesen, weil ich es einfach damals nicht gemacht habe, also zu der Zeit war das irgendwie noch nicht so präsent für mich, dass man sich auch da Bücher kaufen kann und sich da einlesen kann, weil das eher so ein Internetding irgendwie war und ich mich im Internet informiert habe und das mir gereicht hat, so, wobei ich es jetzt nicht ausschließe, also ich würde vielleicht mir auch mal eins zulegen, aber aktuell habe ich da keine Empfehlung. Okay, auf jeden Fall auch sehr interessant und wenn du dir keins zulegen möchtest, dann ist vielleicht Spotify mal ganz interessant, weil da ja auch immer so das ein oder andere Hörbuch wie zum Beispiel auch "Rich Dad, Poor Dad", was ein super Motivationsbuch halt auch ist, kostenfrei gibt und du es dir zumindest als Hörbuch angucken kannst, einfach mal als Tipp an alle Zuhörer, die das vielleicht noch interessant finden. Ja, ansonsten sind wir jetzt auch am Ende des heutigen Interviews und ich freue mich ganz doll, dass du heute hier warst. Ich hoffe, die Zuhörer hatten eine genauso schöne Folge erlebt, wie ich es auch habe. Das letzte Wort des Interviews gebührt dir und vielleicht hast du noch ein paar Abschlussworte oder auch noch einen Abschlusstipp, den du mit auf den Weg geben möchtest. Ja, freut mich auf jeden Fall auch sehr, dass du mich gefragt oder eingeladen hast zum Interview. War auch für mich jetzt echt mein erster Podcast. Ich habe das noch nie gemacht vorher und war auch ein bisschen aufgeregt, aber ich glaube, es war ganz cool. Ja, also mitgeben, im Prinzip würde ich gerne oder ich erhoffe mir davon eigentlich, dass das ganze Thema investieren, Aktien und so weiter einfach mal noch eine breitere Masse gerade in Deutschland trifft und man mit unseren Tätigkeiten, also die Accounts und dieses ganze Drumherum, die Blogs, dass man damit vielleicht so ein bisschen diese Aktienkultur fördern kann und einfach aufzeigen kann, dass es nicht an der Börse nur um Zocken geht oder nur um das schnelle Geld, sondern dass es ein langfristiges Ding ist, auch mit der Altersvorsorge und so weiter. Ja, und das ist so ein bisschen, ich weiß nicht, unsere Mission, würde ich fast schon sagen. Also jetzt nicht übertrieben gesprochen, aber das wäre so ziemlich cool, wenn das gerade die jüngere Generation mitbekommt, dass es eben auch super spannend sein kann, dass man teilhaben kann an den wirtschaftlichen Ereignissen und dass man eben auch vielleicht ein Interesse weckt, was gerade die jüngere Generation anspricht und die dann einfach klügere Entscheidungen treffen, als ihr Geld nur auf dem Sparbuch liegen zu haben. Das würde ich mir wünschen. Ja, sehr schön. Das ist auf jeden Fall ein super Abschluss, Wunschabschluss. Anforderung, Aufruf, Appell an alle möglichen Anleger, denn das Anlegen ist eine super Sache. Und ich glaube, jeder, der das Interview bis hierhin gehört hat, der ist jetzt entweder eh schon mit dabei oder spätestens jetzt super motiviert. Wir sagen jetzt einfach mal Tschüss, bedanken uns fürs Zuhören und sagen bis zum nächsten Mal. Bis dann. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Sparpläne durch Online Umfragen finanzieren? Entscheider Club Review
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Wie du dir mit dem Ausfüllen von Onlineumfragen ganz entspannt deine Sparpläne finanzieren kannst, das erfährst du hier. Also bleib dran, nach dem Intro geht es gleich weiter. Herzlich willkommen beim FinanzIlluminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich willkommen. Mein Name ist Mirco von FinanzIlluminati und ich darf dich wieder ganz herzlich willkommen heißen zu einer weiteren Podcast-Folge. Heute geht es um das Thema online-Umfragen und damit nebenbei Geld verdienen. Ist das eigentlich möglich? Ist das Abzocke und was kann ich da so verdienen? Wer mir auf meinem Instagram-Account folgt, der weiß, dass ich online gerne mal Umfragen mache und mir damit den ein oder anderen Euro nebenbei verdiene. Wer mir noch nicht auf Instagram folgt, der hat jetzt natürlich die Möglichkeit, weil der Link zum Instagram-Profil in den Show Notes beziehungsweise der Videobeschreibung ist. Und damit wollen wir uns mal die drei großen Anbieter angucken, die ich benutze und dann auf einen dieser drei ganz genau eingehen. Denn heute geht es um den Entscheider-Club. Neben dem Entscheider-Club benutze ich noch die Google-Umfrage-App, mit der ich auch nebenbei ein bisschen Geld verdiene. Keine online-Umfragen, was es immer noch ein bisschen schwierig macht, mit dieser App Geld zu verdienen. Weil so eine Umfrage in drei Wochen ist nicht ja nicht unbedingt förderlich, aber es ist halt möglich. Und da die Bezahlung gerade bei Google-Umfragen sehr gut ist, nehme ich das einfach mal mit. Irgendwann gibt es dann auch eine Auszahlung, wenn das Guthabenden irgendwann mal so weit ist. Eine weitere App, die ich benutze, die heißt Appinio, also A-P-P, wie die App I-N-I-O. Und das ist eine App, da kannst du sehr viele Quickie-Umfragen machen, mit denen du Punkte verdienst. Und umso höher dein Level an Punkten ist, umso mehr und umso besser wirst du bei den eigentlichen Kurzumfragen vergütet. Die Kurzumfragen von Appinio gehen bis zu, ja, die fangen an bei fünf Sekunden und gehen dann so hoch bis eine Minute, maximal zwei Minuten, und dann wirst du mit einem entsprechenden Beitrag vergütet. Doch meine eigentliche Lieblingsplattform ist der Entscheiderklub. Warum der Entscheiderklub? Darauf gehen wir jetzt gleich ein. Den Entscheiderklub benutze ich inzwischen seit acht Jahren, bin da immer mehr oder weniger aktiv. Also vor acht Jahren war ich sehr aktiv, habe da wirklich jede Umfrage mitgemacht, habe eine ganz lange Pause gemacht und habe jetzt vor einer ganzen Weile auch wieder damit angefangen, Umfragen beim Entscheiderklub auszufüllen. Hierbei nehme ich allerdings nicht jede Umfrage mit, das möchte ich inzwischen zeitlich auch gar nicht mehr machen, weil Umfragen binden natürlich auch immer so ein bisschen an Zeit. Auf der anderen Seite vergüten sie dich aber auch. Und so schnapp ich mir ganz gerne die Perlen unter den Umfragen raus und mach da wirklich die interessanten Umfragen mit. Der Entscheiderklub ist eine Plattform, auf der dir aufgrund deines eingegebenen Profils, also deiner Werte, für die du stehst, was du machst, was du gerne kaufst, welche Aktivitäten du durchführst. Aufgrund dieser Stammdaten werden dir Umfragen zur Verfügung gestellt und auf dem Entscheiderklub werden dir dann zwei bis drei Umfragen pro Woche zur Verfügung gestellt. Das können mal mehr sein, das können mal weniger sein. Diese Umfragen werden mit 50 Cent bis 2,50 Euro vergütet und nehmen eine Zeit von 5 bis 20 Minuten in Anspruch. Wäre das alles, wäre die Plattform für mich wahrscheinlich gar nicht so interessant. Allerdings kommen auch immer mal wieder Spezialstudien und Sonderumfragen und Produkttests und das Ganze macht die Plattform dann um einiges interessanter. So war bei mir zum Beispiel mal eine Umfrage mit 65 Euro dabei, die hat ein Potenzial bis 80 Euro, aber irgendwie scheint es bei mir nicht ganz gereicht zu haben. Aber hey, einfach mal so fast 80 Euro, also 65 Euro, in meinem Fall aus Konto gut geschrieben zu bekommen, ist doch eine richtig coole Sache. Inzwischen wurden bei mir knapp über 264 Euro bei dem Entscheiderklub vergütet. Also diese Zahlungen kommen monatlich, die erreichen dich monatlich auf dein Konto. Wenn du mindestens 10 Euro in diesem Monat erreicht hast, solltest du nicht auf die 10 Euro gekommen sein. So verfällt dein Guthaben nicht, so wie bei anderen Plattformen. Nein, es bleibt einfach bestehen und irgendwann, wenn du die 10 Euro erreicht hast, kommen die sind dann halt zur Auszahlung. Bei mir war das im letzten Monat, da bin ich jetzt stand heute bei 33 Euro und das ist für mich eine ganz ordentliche Summe. Da war auch wieder so die ein oder andere schöne Umfrage mit dabei und einiges an normalen Umfragen. Der Link zum Entscheiderklub, den findest du übrigens in den Show Notes beziehungsweise der Videobeschreibung, volle Transparenzen. Das ist mein Freunde Werbelink. Wenn du das Ganze nicht möchtest, dann musst du das auch nicht machen und kannst einfach Entscheiderklub bei Google eingeben und dich auf die entsprechende Anmelde-Seite navigieren. Ja, was kann ich beim Entscheiderklub eigentlich verdienen? Das ist relativ unterschiedlich. 50 Cent ist das geringste, was ich bisher gesehen habe. 2,50 Euro sind dann mit so die höchsten, ja die höchsten Vergütungen pro normaler Umfrage und der Mittelwert ist irgendwo zwischen 1 Euro und 1,80 Euro. Die Dauer der Umfragen ist tatsächlich auch unterschiedlich. Das kann man dauern vier Minuten, kann man dauern 20 Minuten und damit ist es eigentlich eine ganz coole Sache, gerade so für nebenbei. Da du die Umfragen auch auf dein Mobiltelefon durchführen kannst, ist es auch eine ganz coole Sache, um nebenbei, zum Beispiel im Zug, in der Bahn oder in irgendeiner Wartezeit, einmal eine Umfrage zu machen und damit Geld zu verdienen. Gelegentlich kommt auch mal die Anfrage an mich hier angetragen, hey, da kommen so wenig Umfragen. Was ist denn los? Das kann natürlich sein, dass in deiner Anmeldewoche vielleicht einfach gerade nicht ganz so viel los ist oder jetzt eben auch in dieser Corona-Zeit, die Marketing-Budgets von den großen Firmen etwas erschöpft sind oder erstmal on hold sind. Das wirkt sich natürlich auch auf die Umfragen aus. Im Normalfall sind es halt diese zwei bis drei Umfragen pro Woche. Solltest du dennoch Probleme damit haben, ja dann guck dir doch einfach noch einmal deine Stammdaten an und schau dir an, was du da eingetragen hast, weil ich versuche sie mal aus der Seite zu sehen. Ich gebe da meine Stammdaten an, so wie es ist, keine Frage, nur vielleicht ist bei der Interpretation mancher Punkte unter der Berücksichtigung, dass da natürlich kein Frugalist drin sich stellen sollte, weil da natürlich die Anfragen der Unternehmen ja eher in Richtung Konsumenten gehen, also du natürlich auch eine gewisse Offenheit zeigen solltest dafür, dass du gerne Sachen konsumierst. Was wir denn häufiger noch als Frage bekommen, ist ja ist der Entscheiderklub eigentlich seriös, ist das Fake, ist das Abzocke, das kann doch nicht richtig sein, dass ich da einfach so Geld bekomme nur für das Ausfüllen von Umfragen, das ist doch gar keine richtige Arbeit und was zum Teufel ist eigentlich diese GEPFISH GmbH? Zur zweiten Frage GEPFISH GmbH, das ist die Firma, die dir dann am Ende das Geld auf dein Konto überweist und das ist die Firma, die hinter dem Entscheiderklub steht. Zur Frage der Seriosität, also ich mache das Ganze inzwischen seit acht Jahren und habe damit eine achtjährige Erfahrung mit dem Entscheiderklub, bei mir ist bisher immer alles pünktlich ausgezahlt bekommen und wirkliche Probleme, ja von denen kann ich eigentlich nicht berichten und das auch ohne das wirklich und ohne das eigentlich, weil es gibt keine Probleme, mir ist da bisher noch nichts mit aufgefallen und ich habe mich da auch mal bei Trustpilot, also der Internetbewertungsseite für eigentlich alles möglich umgeschaut, hier hat der Entscheiderklub mit 1850 Bewertungen eine durchschnittliche Bewertung von 4,5 Sternen. In der heutigen Zeit kommt sehr häufig die Frage danach, kann ich den Entscheiderklub auch als App benutzen und wer schon mal den App Store dann reingeguckt hat, der wird gesehen haben, es gibt eine App für den Entscheiderklub, ich glaube die hat eine Bewertung von einem Stern und diese Bewertung würde ich in dem Fall auch teilen, weil diese App ist für mich nicht geeignet gewesen, sie ist nicht besonders gut gewesen, sie unterbricht die Umfragen, manchmal wird neu geladen und viele Funktionen der Umfragen funktionieren in der App einfach nicht, das bedeutet du kannst das Ganze, die Umfragen trotzdem auf dein Handy nutzen, allerdings nicht per App, sondern du klickst einfach auf den Link, den du per E-Mail bekommst, hey hier ist eine neue Umfrage, klick mich und dann gehst du darauf und machst das Ganze über den Internetbrowser deines Smartphones. Ab wie vielen Jahren kann ich mich beim Entscheiderklub anmelden, der Entscheiderklub steht jedem zur Fügung, der das 14. Lebensjahr erreicht hat, also musst du nicht einmal volljährig dafür sein, sondern es reicht das 14. Lebensjahr erreicht zu haben. Wie ist das Ganze mit den Steuern natürlich immer, wenn du Einnahmen hast, dann müssen diese auch versteuert werden, beim Entscheiderklub ist es bei den meisten von uns so, wenn wir das nicht wirklich exzessiv machen, dass wir das nicht versteuern müssen, eben weil es unter einem sehr großzügigen Freibetrag fällt, da ich hier allerdings keine Rechtsberatung geben will und auch nicht darf, findest du in den Show Notes in der Videobeschreibung dazu jetzt einmal einen Link und der Link führt dich zu meinem Blog und auf dem Blog wieder unter dem Thema Steuern findest du das kleine Wort Passus als Link markiert und wenn du darauf klickst, dann kommst du auf eine Seite, die von Juristen betreut wird und die haben dazu Auskunft gegeben. Meine persönliche Meinung zum Entscheiderklub solltest du inzwischen mit herausgehört haben. Ich bin der Seite sehr wohlgesunden, sehr offen gegenüber und freue mich über jede Einnahme, die ich dort generiere, jede Umfrage, die ich da machen kann. Ich nutze die Seite, wie gesagt, seit acht Jahren und das ist bisher eine ganz tolle Sache gewesen, um nebenbei ein bisschen Geld zu verdienen, weil hey, wenn ich so aktiv weiter mache wie jetzt, dann sollte im Jahr vielleicht so ein kleiner Urlaub dadurch tatsächlich drin sein. Ja und damit endet auch die heutige Podcast-Folge bereits. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Interview mit Finanzexpertin Franzi
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Finanzexpertin Franzi stellt sich heute dem Interview und spricht mit uns über spannende Investitionen, wie zum Beispiel in das Unternehmen Uber, aber auch das allgemeine Investieren in der Corona-Krise. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcast, herzlich und willkommen zu einer weiteren Interview-Folge. Heute haben wir die Franzi zu Gast. Franzi ist Finanzexpertin, ist auf Instagram unterwegs und betreibt einen kunterbunden Newsletter, der meiner Meinung nach ganz schön viel pinkert, aber den ich sehr gerne lese. Franzi, herzlich willkommen! Hallo! Danke, dass ich hier sein darf. Ja, schön, dass du heute da bist. Stell dich doch ganz kurz einmal vor, wer bist du und was machst du eigentlich? Hi, ich bin Franzi, ich bin 24 Jahre alt. Ich mache jetzt seit ungefähr vier Monaten meinen Blog bei Instagram und ursprünglich komme ich aber aus der Steuerberatung, da mache ich gerade auch meinen Bachelor, bin jetzt auch fast fertig. Also, wenn der Podcast veröffentlicht wird, dann bin ich hoffentlich schon fertig und hab es bestanden. Ansonsten beschäftige ich mich halt super viel mit Finanzen, vor allem halt mit Investieren, mit Aktien, mit ETFs und das auch schon seit geraumer Zeit, also seit fünf Jahren jetzt ungefähr, also seit ich 19 bin und das ganze Thema liegt mir halt mega am Herzen, auch dass halt vor allem Frauen sich endlich mal trauen, mehr zu investieren, weil da ist ja einfach noch die Lücke riesengroß. Ja, sehr schön und die meisten unserer Zuhörer, die wissen schon, was die 60-Sekunden-Challenge ist. Du weißt es noch nicht, weil ich das in dem Vorbereitungsgespräch noch gar nicht gesagt habe, die 60-Sekunden-Challenge ist einfach nur, ich sage dir ein Wort und du darfst in 60 Sekunden dieses Wort aus deiner Sicht einmal beschreiben. Das Wort ist "finanzielle Freiheit" und deine Zeit läuft jetzt. Finanzielle Freiheit, okay, ich sehe das Ganze so, dass finanzielle Freiheit keine bestimmte Zahl ist, zumindest nicht bei mir, also ich habe jetzt nicht das Ziel einer bestimmten Summe, zum Beispiel irgendwie ein oder zwei Millionen auf dem Konto zu haben, sondern finanzielle Freiheit ist für mich, dass ich in dem Moment, in dem ich quasi lebe, von den Erträgen leben kann, ohne zusätzlich arbeiten gehen zu müssen. Das heißt, wenn ich jetzt in Aktien und ETFs investiere und die Dividenden oder die Rendite ist halt groß genug, dass sie meine ganzen Kosten aus dem Leben bezahlt, dann ist das für mich finanzielle Freiheit und weil einfach das Leben so kunterbunt ist und sich ständig ändert, kann ich da auch keine gewisse Zahl daran festmachen, ab wann ich jetzt tatsächlich finanziell frei wäre. Ja super, damit sind wir auf jeden Fall unter den 60 Sekunden geblieben. Die Stoppe ursagt mir gerade 42 Sekunden, hat das Ganze gedauert. Wunderbar, schöne Einstellung zum Thema finanzielle Freiheit, die ja wahrscheinlich bei vielen von uns auch das Ziel ist und finanzielle Freiheit bringt mich auch gleich schon zum nächsten Thema, nämlich du bist schon eine ganze Weile unterwegs mit den Themen Geld und Finanzen. Wie hat das bei dir eigentlich angefangen und wie bist du zum Thema Investieren gekommen? Das hat tatsächlich alles in der Kindheit angefangen, also man muss dazu sagen, ich finde auch Psychologie sehr spannend, ich habe mich da sehr viel mit auseinandergesetzt, deswegen weiß ich einfach ganz stark, dass dieses Sicherheitsbedürfnis, was Geld angeht, in meiner Kindheit einfach wurzelt, das liegt daran, dass meine Eltern sind ja aus Russland damals gekommen und ich bin kurz darauf dann auch hier in Deutschland geboren und wir hatten dementsprechend nicht viel Geld, meine Eltern konnten kein Deutsch und so ist das dann halt gewesen, dass wir halt immer wenig Geld zur Verfügung hatten und ich auch schnell gemerkt habe, dass selbst wenn es mehr Geld wurde und meine Eltern dann halt irgendwann mal mit dem Studium fertig waren, dass es trotzdem immer irgendwie am Geld gehapert hat, zum Beispiel im Urlaub war ich das erste Mal, als ich tatsächlich ausgezogen bin und ihn mir selber finanziert habe, mit meinen Eltern war ich nie im Urlaub, weil wir uns das einfach nie leisten konnten und als ich dann ausgezogen bin, habe ich dann gesagt, okay so möchte ich halt nicht sein, ich möchte halt Geld haben, ich möchte mit meinem Geld gut umgehen können, sodass ich mir auch immer das leisten kann, was ich gerade möchte tatsächlich und so hat es dann halt angefangen, dass ich mit Finanzen halt ganz anders umgegangen bin als meine Eltern und mein Vater hat mich dann, nachdem er halt selbst mit Aktien angefangen hat, also sich damit zu beschäftigen, hat er mich dann halt mehr oder weniger gezwungen, hat dann mir mit ich glaube 17 oder 18, hat er mich dann angerufen und gesagt, so Franzi, du eröffnest dir jetzt ein Depot, ich überweis dir da Geld drauf und dann machst du einfach mal und ja, so als Studentin, da sagt man natürlich nicht nein zu Geld für Lauf, habe ich dann direkt angenommen und habe mich dann angefangen mit Aktien und ETFs zu beschäftigen. Ich habe damals über den Blog Rente mit Dividende angefangen, da hat er ja auch so eine kleine Rubrik, wo alles so ein bisschen zusammengefasst ist und ich habe schnell gemerkt, obwohl ich vom Fach bin und Steuern studiere und diese wirtschaftlichen Themen eigentlich gut kann, habe ich schnell gemerkt, dass diese ganzen Begriffe trotzdem irgendwie so schwer und kompliziert dargestellt werden, dass ich gedacht habe, so nee, das ist nichts für mich, damit möchte ich mich nicht auch noch in meiner Freizeit beschäftigen, habe es dann aber irgendwie doch gemacht und habe auch gemerkt, dass man das Ganze auch leicht darstellen kann und so bin ich dann im Endeffekt von dem Beginn, also von Sparen und dem Investieren halt auch dazu gekommen, dass ich halt anderen Leuten auch da helfen möchte, das ganze Thema einfach leichter anzugehen und halt nicht so wie ich damals so vor tausend offenen Fragen zu stehen und irgendwie keinen richtigen Anlaufspunkt zu haben. Ja, das geht tatsächlich ja vielen von uns so. Wir haben alle am Anfang sehr viele offene Fragen gehabt und hatten sehr viele Worte gelesen, sehr viele Zusammenhänge gelesen, ohne das wahrscheinlich so direkt verstehen zu können und von daher ist das ein super Ansatz da einfach sehr erklärend und sehr einfach heranzugehen, weil eigentlich ist das Thema gar nicht so kompliziert und jetzt hast du ja bereits gesagt, du hast mit 18 dein erstes Depot aufgemacht und angefangen zu investieren, jetzt sind die meisten Menschen, die mit dem Investieren anfangen, die in Deutschland ja nicht mal so viele an der Zahl sind, ja nicht so jung, wenn sie tatsächlich anfangen, ihr Geld in Aktien reinzustecken, wie reagiert denn dein Umfeld darauf? Also meine Mama hat erstmal Panik geschoben und meinte dann halt so dieses typische Vorurteil, das ist doch nur Zockerei, damit verlierst du nur dein Geld und mein Gott mach es bloß nicht. Mein Vater hat das total unterstützt und mein Freund, mit dem ich auch damals schon zusammen war, der hat das Ganze halt so ein bisschen belächelt, er hat es nicht so richtig verstanden, mittlerweile steht er halt voll und ganz hinter mir und unterstützt das auch finanziell halt auch total, aber das war damals tatsächlich ein bisschen schwerer, wobei ich das heutzutage noch mal schwieriger finde, dadurch dass ich jetzt auch öffentlich auftrete, auch über diesen Instagram-Kanal und eigentlich mein ganzer Freundeskreis davon weiß, es ist halt manchmal schwierig, weil die Leute dann halt auch nur über dieses Thema mit mir reden wollen und ich quasi nur noch, die nennen mich immer Financi, dass ich jetzt nur noch Financi bin, da muss man sich halt schon viel anhören, vor allem immer diese Vorurteile, dass Aktien halt nur Zockerei sind und damit kann man eh nur Geld verlieren und ob ich das nicht lieber irgendwie in Gold anlegen möchte oder sowas, was jetzt per se nichts Schlimmes wäre, aber es ist manchmal schon, ich sag mal anstrengend, seine Meinung einfach verteidigen zu müssen, auch dass viele den Zinseszinseffekt einfach nicht verstehen und ich sie dann halt einfach auf meinen Blog verweise und sage ja, lest es da einfach nach, ich kann es jetzt euch nicht tausendmal erklären, es ist manchmal ein bisschen anstrengend, aber es macht Spaß. Okay, sehr schön. Dann kann ich sehr gut verstehen, weil es mir natürlich ähnlich geht, im Moment fangen viele in meinem Umfeld auch damit an mich aktiv darauf anzusprechen, weil sie mehr und mehr mitbekommen, was ich da eigentlich mache. Jetzt hast du ja schon gesagt, du machst das nämlich auch auf Instagram und mit deinem Blog und zusätzlich hast du ja deine Newsletter. Wie ist das denn eigentlich dazu gekommen und welche Motivation steckt dahinter? Okay, dann muss ich jetzt mal kurz überlegen. Also ich habe ja bis jetzt nur diesen Instagram-Blog und habe dann schnell gemerkt, dass dieses Thema halt, also der Blog war erstmal aus privaten Gründen quasi gegründet, ich hatte einfach Lust, so meinen Weg zu dokumentieren, wollte damals eigentlich mich fokussieren, so was ich an Dividenden oder in Rendite allgemein erwirtschafte, habe dann aber halt gemerkt, wie schnell ich einfach anklang bei den Leuten gefunden habe, weil der Wachstum auf meinem Kanal ist ja wirklich schon sehr groß für den Finanzkanal vor allem und da habe ich halt auch schnell gemerkt, dass halt auch viele Leute mich anschreiben und dann halt fragen ja Franzi, bietest du auch Coachings an und am Anfang war ich immer so, nein, warum und das war irgendwie so für mich so, warum fragen die Leute mich, ich habe ja eigentlich was anderes studiert und das Ganze hat dann aber irgendwie bei mir gefruchtet in meinen Gedanken mit diesem Thema Coaching und dann habe ich mich auch natürlich mit Marketing auseinandergesetzt, wie man das Ganze natürlich richtig vermarktet und bin dann halt schnell darauf gekommen, dass man natürlich einen Blog braucht, der jetzt gerade auch in Bearbeitung ist, ich weiß noch nicht genau, wann er online kommt, aber es wird auch einen ganz normalen Blog geben und dazu halt auch diesen Newsletter, weil man dadurch einfach nochmal eine stärkere Bindung zu seinen Followern aufbaut und das merke ich halt auch jetzt schon stark, auch wenn mein Newsletter noch nicht so wahnsinnig groß ist, es ist einfach, die Kommunikation zwischen mir und meinen Newsletter Abonnenten ist eine ganz andere als zwischen meinem Instagram und Abonnenten und mir, das ist irgendwie nochmal eine ganz andere Basis, vor allem mein Newsletter richtet sich ja fast nur an Frauen, es sind ungefähr 80% Abonnenten sind ungefähr Frauen von meinem Newsletter und da kommen nochmal ganz andere Fragen auf, da kommen nochmal andere Schwerpunkte auf, da haben die Leute irgendwie nicht so die Hemmungen, mir irgendwelche Fragen zu stellen, die sie vielleicht irgendwie als blöd erachten oder denken, das wäre jetzt irgendwie eine dämliche oder so eine Babyfrage, sagen die gerne mal und da ist halt einfach eine ganz andere Verbindung und über diesen Newsletter kann man dann halt einfach diese Gemeinschaft leichter aufbauen finde ich, sodass ich dann auch später, wenn ich mein Coachingprogramm fertig habe, was jetzt tatsächlich gerade im Aufbau ist, möchte ich das dann natürlich mit meinen Newsletter Abonnenten vor allem teilen, weil da einfach die Basis eine so harmonische ist und das einfach einem, finde ich, irgendwie mehr Kraft gibt, wenn man so persönlich irgendwo unterstützt wird und nicht einfach nur so bei Instagram eine von irgendwie 5000 ist, als was ich meine. Ja, ich kann das natürlich super verstehen, bei mir gibt es ja auch den Newsletter, da ist der Zuwachs zwar noch ein bisschen kleiner, aber jeden Tag kommt irgendwie ein bisschen was rein und die, die dabei sind, die bleiben tatsächlich auch, also ich habe bisher noch keinen einzigen, der das ganze deabonniert hat, von daher verstehe ich dich da wirklich sehr gut. Ja, bei Instagram ist es immer noch ein bisschen anders, da sind es wirklich sehr viele Menschen mit auch sehr vielen kurzen Fragen und mir ist es immer persönlich lieber auf Instagram antworten zu können, weil da kann ich tatsächlich eine Sprachnachricht verschicken. Wie das per E-Mail geht, habe ich auch nicht gelernt, aber auf jeden Fall klingt das sehr interessant, was du da alles machst und der Link sowohl zum Instagram-Profil und wenn du es irgendwie geht auch zum Newsletter, finden die Zuhörer dann auf jeden Fall in den Show notes dieses Podcasts, beziehungsweise wer auf YouTube zuhörte, das Ganze in der Videobeschreibung. Wir nähern uns dann einfach mal der nächsten Frage, die geht nämlich schon direkt in die Richtung deines Depots, denn was ist da eigentlich so drinnen? Du hast jetzt schon ein bisschen was von Aktien und ETFs erzählt, aber es gibt ja auch noch Immobilien, Gold hast du schon genannt, Rohstoffe, es gibt noch Krypto, P2P, wie stellst du dein Depot auf? Ich bin tatsächlich im Moment nur in Aktien und ETFs investiert, also Kryptos, Gold, Rohstoffe, das habe ich alles noch überhaupt nicht angepackt. Kryptos, weil ich mir da einfach nicht sicher bin, ob ich das tatsächlich als Investition beurteile oder ob das für mich mehr so eine, ja doch so ein bisschen schon so eine Währungsspekulation ist, ob das jetzt als Währung sich tatsächlich durchsetzt, das ist halt noch mal, das ist so ein bisschen dahingestellt, ich meine ja, es kommt jetzt langsam, dass man immer so ein bisschen mehr mit Kryptos oder irgendwie zum Beispiel Bitcoins zahlen kann, aber ich weiß halt nicht, ob sich das so komplett durchsetzen wird, deswegen ist das für mich eher im Moment noch eine Spekulation und wenn ich spekuliere, dann lieber mit Aktien, weil da verstehe ich das Prinzip dahinter, bei Bitcoins selbst mit Fortbildungen bin ich da irgendwie immer noch nicht so richtig hinter gestiegen, wie das alles jetzt tatsächlich funktioniert und bei Aktien verstehe ich halt wirklich, was ich mache und ich kann Bilanzen lesen, dadurch, dass ich ja Steuerrecht studiert habe, da ist das halt irgendwie, ist das einfacher für mich. Von Rohstoffen halte ich jetzt persönlich auch nicht so viel, das ist für mich auch kein Investment, deswegen bin ich einfach ganz klassisch bei ETFs und Aktien geblieben, da ist bei mir im Depot ungefähr so eine 50/50 Aufteilung, das schwankt immer so ein bisschen hin und her, im Moment überwiegen bei mir Aktien ein bisschen mehr, jetzt durch den Crash habe ich da ein bisschen nachgekauft, aber grundsätzlich so ungefähr 50/50 immer. Okay, das ist auf jeden Fall auch mal wieder eine sehr interessante Aufteilung, zum einen die ETFs, die natürlich das sichere Produkt sind und natürlich auch auf der anderen Seite die Aktien, die jetzt besonders gerade durch Corona eher sehr interessant geworden sind, bei Krypto sehe ich das ein bisschen ähnlich wie du, also ich habe zwar auch so ein paar Kryptowährungen oben liegen, also ich benutze ja Visa und die App der Börse Stuttgart dafür, weil das das Einzige ist, was ich bis dahin verstanden habe, ich sehe es glaube ich auch eher als Spekulation und noch gar nicht so stark als eine Währung, weil jeden den ich bisher gefragt habe, sag mal, willst du mit Kryptowährungen eigentlich etwas bezahlen oder willst du damit Geld verdienen, da war die Antwort ganz klar, ich will damit Geld verdienen, also es ist wahrscheinlich noch nicht so richtig die Währung, nachdem du uns jetzt schon erzählt hast, was in dein Depot so drinnen ist, ist mir ein ganz interessanter Post auf deinem Instagram Kanal aufgefallen, der ging nämlich in die Richtung ethisches Investieren, was kommt denn so an Aktien oder ETFs auch in dein Depot gerade auch so im Hinblick auf ethisches Investieren, ist das für dich interessant und wenn ja auch warum vielleicht? Ja, ich hatte den Beitrag ja vor kurzem erst gepostet tatsächlich, da ging es mir auch größtenteils tatsächlich um die Zuschauermeinungen, wie die dazu stehen, weil bei mir ethisches Investieren jetzt nicht so sehr im Vordergrund steht, also ich fokussiere mich jetzt nicht so total drauf und nehme jedes Unternehmen so richtig bis ins kleinste unter die Lupe, ob da auch jetzt alles irgendwie grün läuft und so was, ich habe tatsächlich, dass ich nicht in Unternehmen investiere, die irgendwas mit Waffen oder Atomwaffen zu tun haben, damit möchte ich nichts zu tun haben und ich bin auch strikt gegen Nestle, einfach mit dieser Privatisierung vom Wasser, das ist ja einfach, das möchte ich nicht unterstützen, auch wenn man über Aktien nicht direkt die Unternehmen unterstützt, das wurde auch heiß diskutiert unter dem Beitrag, möchte ich das trotzdem nicht in meinem Depot haben, damit würde ich mich einfach nicht wohlfühlen, aber man muss halt auch ganz klar sagen, es kann durchaus sein, dass ich bestimmt irgendeine Aktie habe, die jetzt nicht ganz so sauber ist, einfach weil da jetzt nicht mehr ein Fokus draufliegt, so immer komplett grün zu investieren, das ist irgendwie so ein bisschen, ich sag mal, ein Nebeneffekt, wenn ich so ein bisschen mich mit den Unternehmen auseinandersetze, dann gucke ich da auch mal schon ein bisschen hin, aber jetzt nicht so mit Fokus drauf gelegt. Okay, ist auf jeden Fall eine sehr interessante Einstellung zum Thema, geht mir ja ähnlich, Boeing und Airbus, also die Atombombenbauer sind bei mir auch nicht im Depot und ansonsten Waffen kenne ich da auch noch nicht, die in meinem Depot sind, wenn, sind sie mir noch nicht aufgefallen, die Meinung deiner Zuhörerschaft, deiner Zuschauerschaft, deiner Followerschaft auf Instagram ist da relativ interessant, auch bei der Frage, ob du damit die Unternehmen unterstützt, bei mir fällt da immer so ein ganz interessantes Beispiel ein, weil du bist als Aktionär ja auch tatsächlich immer Eigentümer, Miteigentümer von diesen Unternehmen und bei mir ist die Meinung relativ klar, du unterstützt damit genau das, weil du eben Eigentümer von diesem Unternehmen und nicht von einem anderen bist, da hatte die deutsche Regierung vor einer Weile auch mal die Frage gestellt, weil sie eben auch Kriegswaffen in Kriegsländer liefern, ja wenn wir es nicht machen, dann machen es halt andere, also wo ist der Unterschied? Der Unterschied ist ganz klar meiner persönlichen Meinung nach da drin, dass wir es eben nicht machen und das ist immer so mein kleines Statement dazu, aber ich finde in deiner Meinung dazu auf jeden Fall sehr interessant und vom ethischen, was schon ein bisschen mit der nächsten Frage zu tun hört, gehen wir jetzt direkt zu dieser nächsten Frage, die nämlich sagt, wie ist denn so allgemein deine Strategie beim Investieren? Die Strategie, ja das ist im Moment alles noch ein bisschen immer wie so ein Flow, also ich hab jetzt nicht, dass ich sage, okay so und so viele Dividendenaktien, so und so viele Unternehmenswerte, Wachstumswerte, sondern es ist immer so ein bisschen in Entwicklung, ich guck mir einfach die Unternehmen an, die ich neu dazu finde, also da lasse ich mich von allem inspirieren, sowohl von meinem Vater, der halt mir ständig irgendwelche neuen Unternehmen schickt und sagt Franzi guck dir das mal an, als auch von irgendwelchen anderen Instagram Blogs, ich lese total gerne alleaktien.de und wenn mir da ein Unternehmen gefällt und ich die Bilanz sauber finde, mir die Kennzahlen gut gefallen, dann nehme ich das auch ins Depot mit rein. Also ich hab da jetzt nicht, dass ich dann sage, okay nur die Branchen oder nur die Länder oder sowas, da kommt es halt wirklich aufs Unternehmen an, ob ich das Unternehmen verstehe, ob ich finde, dass das zukunftsträchtig ist und da ist quasi einfach nur die Strategie, Unternehmen verstehen und deshalb kaufen. Okay, also auf jeden Fall auch eine sehr interessante Strategie, weil allein der Punkt Unternehmen verstehen und dann erst kaufen ist ein sehr wichtiger Punkt, womit du halt schon den Großteil der Anleger wahrscheinlich um einiges voraus bist, natürlich nicht den Zuhörern von diesem Blog und auch nicht deiner Follower schafft, weil die machen das natürlich alle, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir gehen jetzt zur nächsten Frage, die heißt nämlich der Corona Crash, den du eben schon erwähnt hast, der ist ja bereits passiert und was hat das eigentlich mit deinem Depot gemacht? Oh, das war ganz schön ein Minus. Das hat sehr runtergerissen, das war am Anfang wirklich, ich war am Anfang wirklich geschockt. Also erstmal war ich geschockt, als die ganze Corona-Krise angefangen hat, haben die Aktien ja erstmal gar nichts gemacht. Die sind ja einfach erstmal weiter hochgegangen, da war ich erstmal verwirrt und habe gedacht, okay, was geht denn jetzt ab? Das hat für mich in meinen Augen einfach keinen Sinn gemacht, als die ganzen Läden angefangen haben zu schließen, die Produktion runtergefahren wurden und der Aktienmarkt ging weiter hoch, war ich erstmal verwirrt und dann kam ja dieser richtig krasse Crash, wo ein Gefühl innerhalb von zwei Tagen einfach alles im Minus war und das hat mein Depot einfach, ich glaube, teilweise bis zu 40-45% ins Minus gerissen in der Zeit. Habe ich aber keine Panik bekommen, also nicht im Sinne von, oh mein Gott, ich verliere jetzt all mein Geld oder sowas, da hatte ich gar keine Angst vor. Ich hatte eher diese Fear of missing out, dass ich gedacht habe, so verdammt, ich möchte jetzt mehr Geld haben, um mehr investieren zu können. Das war so mein Grundgedanke, vor allem hatte ich ja kurz vorm Crash noch Geburtstag und habe da ziemlich viel Geld auch zum Geburtstag geschenkt bekommen und das ganze Geld natürlich in die Unternehmen investiert, die ich zu dem Zeitpunkt kaufen wollte und genau danach ist es dann halt gecrashed und dann habe ich halt echt gedacht, so das kann doch jetzt wirklich nicht wahr sein. Da nimmt man einmal so viel Geld in die Hand und dann kommt's, dann fällt alles runter. Jetzt mittlerweile ist mein Depot wieder im Plus, nur ganz leicht, ich glaube, mit ein oder zwei Prozent, aber dafür, dass meine ganzen ETFs, weil ich habe jetzt auch den Vergleich, weil ich habe ja 50/50, meine ETFs sind alle noch im Minus, teilweise 14 bis 20%, meine Aktien reißen das Ganze jetzt aber wieder nach oben aus. Also da habe ich ein paar, die machen wirklich im Moment gute Rendite, da ist zum Beispiel TeamViewer, die sind bei mir gerade mit 60% im Plus und das zieht dann natürlich meine Werte alle mit nach oben. Okay, das ist natürlich auch sehr interessant, auch sehr spannend, dass da direkt vor dem Crash du noch mal gekauft hattest und dann ging es runter. Letzten Endes, ich glaube, über viele Jahre wird das alles wieder nach oben gehen und das fällt gar nicht so stark ins Gewicht, aber ich glaube, das tut ordentlich weh. Nachdem du hier jetzt das mit Corona erlebt hast und dazu vielleicht der kleine Hinweis, wir nehmen heute am 26.04. auf, das ist aber nicht das Datum, an dem dieser Podcast auch erscheint. Wie gehst du weiterhin mit der Corona-Situation um? Also anlagetechnisch verändere ich gar nichts. So wie ich vorher angelegt habe, vor dem Crash, so werde ich auch jetzt anlegen. Viele sind ja jetzt mit der Strategie gefahren, dass sie jetzt angefangen haben, Cash aufzubauen für genau solche Situationen. Meiner Meinung nach ist es nicht der richtige Weg, zumindest nicht für mich. Ich würde mich nicht wohlfühlen mit so viel Geld auf dem Tagesgeldkonto. Ich bin lieber mit meinem Geld immer voll investiert und wenn es crasht, dann crasht es halt. Ich lasse ganz normal meine Sparpläne weiterlaufen bzw. tätige meine Einzelkäufe auch weiterhin normal. Also da durch den Crash hat sich gar nichts geändert. Das hat mich eigentlich nur in meiner Meinung jetzt noch mal bestärkt, dass ich es richtig mache, so wie ich es mache. Okay, auch sehr schön. Das ist eine sehr vernünftige Strategie, geht mir halt ähnlich so, immer weiter investieren und letzten Endes werden wir in vielen Jahren dadurch sehr stark profitieren. Jetzt hast du ja schon gesagt, Sparpläne und Einmalkäufe als Finanzexpertin. Für welche Depots hast du dich denn eigentlich entschieden? Bei den Einzelkäufen bin ich bei Trade Republic. Also mit ein Euro pro Kauf, das ist für mich unschlagbar, da kann man ja wirklich überhaupt nicht meckern. Klar haben die zwischendurch mal technische Probleme, was ja oft bemängelt wird. Für mich ist das aber absolut nicht schlimm. Das ist ja noch ein relativ junges Startup, da sind technische Probleme normal. Da habe ich kein Problem mit und da ich jetzt auch nicht versuche den Markt irgendwie zu timen, finde ich es auch nicht schlimm, wenn ich mal ein, zwei Tage gerade nicht kaufen kann, weil die Server überlastet sind. Deswegen bin ich da ganz klar pro Trade Republic. Da habe ich auch meine ETF-Sparpläne drüber laufen und ansonsten bin ich bei der Comdirect für die Aktien-Sparpläne. Das ist damals einfach, habe ich ein bisschen rumgegoogelt gehabt und bin bei Comdirect schnell gelandet und bin da jetzt auch dran hängen geblieben. Ich wollte jetzt auch mal die Konsorsbank ausprobieren, da hört man ja auch super viel Gutes von. Bis jetzt hatte ich nur noch keine Motivation. Ja, die Motivation die kommt dann vielleicht irgendwann und mit Comdirect und Trade Republic hast du ja auch zwei interessante Unternehmen, die du als Depot nutzen kannst. Gerade Trade Republic kann ich dich halt vollkommen verstehen. Also es gab die letzten Wochen einen ordentlichen Shitstorm, ich glaube aber auch einfach nur, weil eben so viele neue Nutzer tatsächlich da waren und viele von denen auch das allererste Mal an der Börse tätig waren. Also ich habe ja bei fast jedem Anbieter an Depot und auch bei den anderen Depot-Anbietern hat es immer mal wieder gekracht während des Corona-Crashs und zum Beispiel die amerikanische Version von Trade Republic. Also die haben nichts miteinander zu tun, aber dieses Robin Hood, was in den USA halt relativ groß ist, das ist teilweise tagelang ein Down gewesen und von daher die eine Stunde am Tag, die dann halt ab und zu mal passiert ist, hat mich auch nicht gestört. Jetzt haben wir schon besprochen, was deine Investitionsstrategie ist und mit welchen Depots du das machst und du hast uns aber auch schon gesagt, dass du Bilanzen lesen kannst. Jetzt finden wir es natürlich allen ganz interessant. Wie wählst du denn diese Aktien für dich aus und auf welche Kennzahlen achtest du denn da? Ich bin jetzt einfach mal ganz ehrlich. Ich kann Bilanzen lesen, einfach weil ich es gelernt habe. Ich bin ja Steuerfachangestellte, ich bin Steuerberatungsassistentin, das ist mein Beruf. In meiner Freizeit möchte ich mich nicht noch zusätzlich mit den ganzen Bilanzen beschäftigen. Ich gucke meistens einmal kurz grob drüber, gucke mir aber lieber eher vermehrt die G&V an als die Bilanz. Das finde ich persönlich spannender zu sehen, wie die Einnahmen und Ausgaben bei den Unternehmen aufgebaut sind, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie die mit dem Geld wirtschaften für diese ganzen Bilanzkennzahlen, ob die jetzt gut oder schlecht sind, da ziehe ich am liebsten einfach alle Aktien zu Rate. Also weil die haben das da alles schön aufbereitet, direkt alles auf einen Blick. Ich finde deren Strategie gut, also das Bewertungssystem von denen finde ich gut, damit kann ich mich identifizieren. Und ich denke mir halt einfach, wenn das schon mal jemand analysiert hat vor kurzem, mit genau den Kennzahlen, die ich auch in der Hand habe, warum sollte ich das nochmal nachprüfen quasi, wenn ich da schon Experten habe, die das tagtäglich nichts anderes machen. Deswegen greife ich da gerne bei Kennzahlen auf alle Aktien zu und bei der G&V gucke ich selber mal rein, aber das meistens auch nur so Stichprobenartig, um einfach nur ein Gefühl dafür halt zu kriegen, wie gesagt, wie die Unternehmen halt mit dem Geld wirtschaften. Okay, sehr schön. Klingt für mich auf jeden Fall sehr interessant, dass du gleich von der Bilanz auf die G&V übergesprungen bist. Da haben wir halt jemanden vom Fach, sehr schön. Und die Unternehmen, die du dir jetzt anschaust, ohne dass wir hier irgendeine Form der Anlageberatung machen wollen, weil genau das machen wir nicht. Wir tauschen hier nur unsere persönliche Meinung aus, aber zur aktuellen Zeit und da wieder der Hinweis aufs heutige Datum, was eben nicht der Tag der Veröffentlichung ist. Aber was hast du da so für heiße Unternehmens-Tipps mit dabei? Ich bin riesiger NVIDIA-Fan. Also die Kennzahlen von NVIDIA, die finde ich Bombe. Es ist einfach für mich so ein Zukunftsunternehmen, mit dem man einfach, glaube ich, in Zukunft viel Rendite erwirtschaften kann. Dann ist für mich natürlich ein bisschen dem Frausein geschuldet. Louis Vuitton, die Akte, die finde ich top. Eingekauft wird immer und geschoppt. Und gerade so Luxusartikel sind ja auch jetzt zum Beispiel in Schwellenländern oder in China zum Beispiel auch einfach im Common. Das wird immer vermehrt gekauft. Dann sowas wie Activision Blizzard. Das ist für mich auch einfach so Gaming-Aktien, sind einfach für mich Zukunftsunternehmen, weil einfach vermehrt einfach immer mehr gezockt wird. Auch mit diesen ganzen E-Sport-Themen, dass da jetzt irgendwie diese ganzen Olympiaden und sowas mittlerweile schon durchgeführt werden. Das finde ich halt wahnsinnig. Ich glaube, mit solchen Unternehmen hat man in der Zukunft echt Spaß. Was vielleicht so ein bisschen umstrittener ist, ist zum Beispiel auch Uber. Da ernte ich immer viel Kritik für Uber, wenn die Leute merken, dass ich das im Depot habe. Aber ich glaube einfach, dass Uber auch ein Unternehmen ist, was in Zukunft echt durchstarten kann. Weil die sind ja nicht nur im Bereich Taxifahrten unterwegs, sondern die machen auch viel Logistik. Diese Logistik-Nische ist bei denen halt im Moment auch stark im Common, was die meisten Privatanleger halt im Moment noch nicht im Blick haben. Auch mit dem ganzen Uber Eats, was ja ein bisschen Konkurrenz zu Lieferando und sowas darstellt. Das ist ja jetzt in Deutschland noch nicht, aber jetzt in Nachbarländern wie zum Beispiel Belgien ist Uber Eats auch schon ganz normal. Da fahren die mit dem Fahrrad auch wie Lieferando auch rum. Ich glaube, das ist ein Unternehmen, mit dem werde ich in Zukunft noch Spaß haben. Okay, sehr spannend. Ich habe gerade ganz viel Neues über Uber erfahren, was ich vorher noch nicht wusste. Vielleicht ist das auch für den einen oder anderen Zuhörer ganz interessant. Nachdem du uns jetzt gesagt hast, was für Unternehmen für dich spannend sind und dass du ja auch diverse Aktien im Depot hast, was ist bei dir so eine Mindestgrenze und Obergrenze von Aktien? Also der Christian W. Röhl hat ja glaube ich um die 100 Aktien im Depot. Ist dir das schon zu viel und wo fühlst du dich wohl? Ich weiß gar nicht, ob ich da so eine genaue Zahl habe. Also ich habe jetzt im Moment um die 25 Einzelaktien, glaube ich, ungefähr im Depot. Damit fühle ich mich wohl. Ich wüsste jetzt nicht, ob ich da irgendwie so eine Obergrenze habe, weil es einfach, wenn man langfristig von einem Unternehmen überzeugt ist und sich halt bestimmte Werte rausgepickt hat, nach dem man halt investieren möchte, dann ist ja auch eine große Anzahl an Aktien, sage ich mal, nichts Schlimmes, weil man schaut sich ja nicht wirklich jeden Quartalsbericht an. Also ich zumindest nicht. Mich interessieren die Quartalsberichte überhaupt nicht. Mich interessiert jetzt auch nicht, wie das in einem Jahr performt hat, sondern es gibt immer mal ein schlechtes Jahr, es gibt immer mal ein schlechtes Quartal. Deswegen denke ich mir halt selbst, wenn ich jetzt 100 Unternehmen hätte und die alle paar Jahre mal checke, ob da noch alles gut läuft, ist das jetzt nicht so viel Aufwand, dass ich davon irgendwie überfordert wäre. Also, weiß ich nicht, vielleicht werden es irgendwann mal mehr, vielleicht bleiben es auch diese 25. Das kann ich jetzt noch nicht so genau sagen. Sehr interessant auf jeden Fall. Bei den Quartalsberichten gebe ich dir vollkommen recht. Also die Börse tickt zwar irgendwie so, dass die super interessant sind und kurz darauf, kurz davor verändern sich immer nochmal die Börsenkurse recht extrem sogar. Ich finde das gar nicht so interessant. Mein bestes Beispiel ist da immer TUI, weil da am Anfang halt nun einmal der Winter ist und im Winter wird nicht viel gereist. Irgendwann kommt der Sommer und da wird das Ganze, das Meiste gemacht. Von daher ist es gar nicht so interessant, da nur auf ein einzelnes Quartal zu gucken, weil wenn, dann sollte man sich schon den gesamten Baum angucken. Also von daher finde ich es sehr interessant, was du da gerade gesagt hast. Nach all den Erfahrungen, die du bisher so mit den Finanzen und der Börse gemacht hast, was ist denn da bisher dein größtes persönliches Learning gewesen? Einfach machen. Gar nicht die Angst haben, irgendwas falsch zu machen, irgendwie großartig Geld zu verlieren, sondern einfach machen. Learning by doing. Man kann sich jahrelang auf alles Mögliche vorbereiten, alles Szenarien durchkauen und weiß ich nicht, alles versuchen durchzukalkulieren und im Endeffekt fängt man dann nie an. Deswegen denke ich halt einfach immer einfach machen, einfach starten, sich irgendein ETF raussuchen, zum Beispiel irgendwie ein MSCI World oder sowas und halt einfach anfangen und dann parallel dazu ein bisschen weiterbilden, gucken mit was man sich wohlfühlt und wenn man halt seine Taktik hat, seine Strategie, dann dabei bleiben und dann muss man sich ja auch gar nicht mehr damit großartig beschäftigen. Deswegen jeder, der noch nicht angefangen hat, einfach machen. Okay, sehr schön, finde ich einen super Tipp, unterstütze ich so, unterschreibe ich auch so. Jetzt hast du schon gesagt, weiterbilden, das Thema kann man natürlich sehr gut machen neben dem man bereits angefangen hat, also Depot aufmachen, ersten ETF vielleicht einlegen, um ein super Gefühl für die Börse und diese Schwankungen, die damit verbunden sind, zu bekommen. Doch weiterbilden, wie machst du das? Machst du das zum Beispiel auch über Bücher und wenn ja, welche haben dir da weitergeholfen? Ich lese tatsächlich eigentlich gerne und sehr viel. Jetzt in dem letzten halben Jahr ist es ein bisschen runtergegangen, halt wegen der Bachelorarbeit. Wenn man da den ganzen Tag schon über der Bachelorarbeit hängt, hat man keine Lust danach noch irgendwas anderes zu lesen. Grundsätzlich habe ich jetzt zuletzt Think and Grow Rich gelesen. Das fand ich am Anfang sehr gut, das Buch, wobei das ein bisschen mehr so Money Mindset und Einstellung zum Unternehmertum einfach nur ist. Also im Thema Investieren hat mich das jetzt nicht so weitergebracht. Was ich damals wirklich klasse fand, war von Gerd Kommer, Souverän investieren. Das war eins der ersten Bücher und das ist immer noch das Buch, was ich wirklich jedem empfehlen würde, weil ich das einfach so grandios fand. Der hat ja wirklich alles einmal umschrieben, auch in einem Deutsch, so dass man das wirklich tatsächlich verstehen kann. Also das war wirklich klasse. Und dann halt so ein Bodo Schäfer zum Beispiel, der ist super für die Motivation. Also der Bodo Schäfer mit "7 Jahren zur ersten Million", das war das erste Buch, was ich zu dem Thema gelesen habe. Und da hat es halt einfach so dermaßen Klick gemacht, wo ich nur gedacht habe, genau das will ich auch. Das hat irgendwie so motiviert. Jetzt ist das inhaltlich, also fachlich nicht so, dass ich sagen würde, ich habe da jetzt gelernt, wie man investiert. Aber es hat auf jeden Fall den nötigen Arsch Tritt gegeben, sodass ich wirklich auch dann angefangen habe und mir kurz daraufhin einfach den ersten ETF auch ins Depot gelegt habe, so wie es auch jedem empfehlen würde. Und dann habe ich nämlich erst Gerd Kommer angefangen zu lesen. Aber ich würde es auch jederzeit genau so wieder machen. Also da bereue ich wirklich gar nicht. Okay, das sind sehr schöne Tipps, die du mit dabei hast. Kommen auch alle in die Show Notes beziehungsweise die Videobeschreibung. Und du hast ja schon gesagt, Gerd Kommer, der hat auch eine einfache Sprache für die, die das vielleicht immer noch ein bisschen zu kompliziert oder einfach nur zu zäh ist, weil das kann bei Finanzbüchern ja ganz schnell mal der Fall sein und das Thema sein. Dafür gibt es auch inzwischen das Buch mit dem gleichen Titel, also "Souverän investieren" und so weiter. Für Einsteiger ist es ein bisschen kürzer und ist noch ein bisschen in vereinfachter Sprache gehalten. Also vielleicht auch ganz interessant. Kommen wir auch schon so langsam zum Ende von diesem Interview. Ich habe noch die Frage an dich. Du hast ja bereits alle Aktien erwähnt als ein Tool, das du benutzt. Benutzt du da noch andere Tools, die du den Zuhörern gerne mit auf den Weg geben möchtest? Jetzt, Aktienanalyse eigentlich nichts mehr so genau. Also ich google schon mal einfach nur ein bisschen und schaue, ob es halt vielleicht noch irgendwelche anderen Portale gibt, die dann genau die Aktie ausgreifen, die ich jetzt halt interessant finde. Was ich sehr praktisch finde, ist Portfolio Performance. Da tracke ich halt meine ganzen Käufe und die Denden, die man erhalten hat. Das Tool finde ich wirklich sehr praktisch, aber ansonsten arbeite ich eigentlich viel mit Excel. Also wenn es darum geht, irgendwie mein Haushaltsbuch zu führen oder Ähnliches, dann mache ich eigentlich alles mit Excel. Okay, sehr interessant. Wahrscheinlich ist Excel auch für viele mit die beste Lösung und ich glaube, du hast am Anfang ja auch schon den Alexander erwähnt von Rente mit Dividende. Der hatte auch ein paar tolle Vorlagen bei sich auf der Webseite. Also vielleicht ist das ja auch interessant für den ein oder anderen. Portfolio Performance kommt natürlich auch mit in die Videobeschreibung einfach mal als Verlinkung, ist ja eine kostenfreie Software. Ich nutze da immer Rentablo, weil ich zu faul bin, da selbstständig einzutragen und Rentablo zieht sich das ja immer direkt von den Depots mit raus und das erleichtert mir so ein bisschen das Leben. Wir haben damit alle Fragen durch. Damit ist das Interview vorbei. Ich freue mich, dass du hier warst, bedanke mich ganz herzlich dabei und hoffe, sowohl den Zuhörern gefällt das Ganze so gut, wie es mir gerade eben gefallen hat. Das letzte Wort des Interviews geht an dich. Hast du noch einen Tipp oder ein Abschlusswort für das heutige Interview? Ich möchte dir natürlich erstmal danken, dass ich da sein durfte. Es hat mega viel Spaß gemacht und einfach als letzter Tipp, fangt einfach an, macht einfach. Man kann nicht so viel falsch machen, wie die meisten Leute denken. Solange man da jetzt nicht das Spekulativste vom Spekulativsten kauft, sondern einfach ein Blue Chip oder ein ganz normalen ETF, damit macht man im Grunde eigentlich nichts falsch. Also einfach machen, sich trauen und zur Not bei Mirco oder mir melden. Ja wunderbar und alle deine Kontaktdaten, die du veröffentlichen möchtest, die kommen ebenfalls auch in die Videobeschreibung und die schauen uns rein. Nicht nur zu spekulativ kaufen, das heißt wahrscheinlich, wer jetzt anfängt, sollte nicht nur TUI, Lufthansa und Carnival ins Depot legen. Wir beide verabschieden uns jetzt. Einfach mal sagen, bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. Ciao. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Corona Watchlist, Welche Aktien sind jetzt interessant?
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Seit mehreren Wochen hält die Corona-Krise uns alle ganz fest im Griff und es erreicht mich immer häufiger die Frage, hey, welche Aktien soll ich jetzt kaufen, in welche Werte soll ich reingehen und was sind wirklich interessante Aktien, um zum einen langfristig dabei zu sein und zum anderen aber auch ordentlich Geld zu verdienen. Herzlich willkommen beim Finanzilluminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Podcasts, zu einem weiteren YouTube-Video. Heute bearbeiten wir die Frage "Welche Aktien soll ich eigentlich während der Corona-Zeit kaufen? Was ist da interessant?" Und ganz am Anfang hier natürlich der Hinweis auf den Disclaimer, denn das hier ist keine Anlageberatung, es ist kein Aufruf zum Kauf oder zum Verkauf von Wertpapieren, sondern einfach meine ganz persönliche Meinung, die natürlich auch komplett falsch sein kann. Das bedeutet, für deine Investmententscheidungen bist immer noch du ganz alleine verantwortlich und ich kann hier keine Haftung übernehmen. Worauf du dich heute in diesem Podcast, in diesem YouTube-Video freuen kannst, ist tatsächlich die Tatsache, dass wir uns verschiedene Aktien angucken und ein bisschen genauer beleuchten, was die eigentlich machen und inwiefern sie von Corona betroffen sind. Und zudem ordnen wir die Aktien einem gewissen Risikoprofil zu, also welche Aktie hat welches Risiko und da gehen wir nach einem ganz bestimmten Muster vor. Covid-19 bzw. Corona, das Ganze beschäftigt uns ja jetzt schon ein bisschen länger, nämlich tatsächlich schon seit Dezember 2019, ich erinnere mich noch relativ gut daran, denn auf einmal stand in den Nachrichten, seltsames Lungenvirus in China entdeckt und ich dachte mir eigentlich, ja gut, interessiert mich nicht, so haben wahrscheinlich auch die meisten von uns gedacht, selbst als dann irgendwann im Januar, Februar die Situation sich schon ein bisschen mehr zugespitzt hat, haben wir alle die ganze Corona-Situation, die Covid-19-Situation ja noch sehr auf die leichte Schulter genommen und das Ganze nicht ausreichend ernst genommen, bis die Situation dann im März richtig eskaliert ist und es dann auch final zum Shutdown z.B. in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern gekommen ist. Inzwischen Stand 11.5. steht die Wirtschaft so langsam wieder auf, es fängt an sich zu und entgegen der Meinung vieler Crash-Propheten bin ich natürlich der Meinung, dass wir uns sehr schnell wieder erholen können, die ganze Wirtschaft wächst wieder an, wir sehen erste Beispiele in einem bärenstarken China, das natürlich ein richtig großes Wirtschaftswachstum heranbringen kann, das Land ist bärenstark, hat eine bärenstarke Wirtschaftsmacht, wir sehen die USA, die zurzeit noch sehr stark gefesselt ist, das haben wir jetzt in einem der letzten Podcasts auch ausführlich mit dem EPR Properties-Analyse besprochen, allerdings auch die USA, das ist ein Land, das hat auch Warren Buffett wieder gesagt, dass sich nicht einfach so unterkriegen lässt, keine Chance, die USA hat ihren Colt am Gürtel und zwar geladen und ist bereit wieder zuzuschlagen, sobald die Situation es zulässt und auch da wird die Wirtschaft dann wieder hochfahren, wir warten jetzt alle nur noch auf das Gegenmittel, freuen uns allerdings auch schon sehr darüber, dass es inzwischen sehr schnelle Tests gibt, die innerhalb von wenigen Minuten dir anzeigen können, ob du Corona-verdächtigt bist oder eben nicht und allein das ist schon eine riesige Hilfe, nicht nur für die ganz normale Industrie, sondern eben auch für die ganz stark angeschlagene Industrie rund um den Touristikbereich herum, also sowohl Kreuzfahrtschiffe werden sehr schnell wieder möglich sein, aber auch Flüge, ETH und Emirates haben es vorgemacht und jetzt ziehen die Hotels langsam nach, da werden wir überall auf staatliche Genehmigungen und auf Grenzöffnungen warten müssen, aber wir werden es Step by Step wieder sehen, dass auch die, die am weitesten runtergekommen sind, wieder zurückkommen, unterschiedliche Unternehmen starten jetzt so langsam ihre Kampfansagen und sagen, hey ab diesen Zeitpunkten machen wir wieder auf, es wird wieder eine Perspektive gegeben, eine Perspektive für den Urlaub und ich bekomme es aus meinen eigenen Erfahrungen mit, aber eben auch aus den Erfahrungen, die ich mit meinem Instagram-Kanal habe, da habe ich ja eine sehr große Reichweite und darf mit vielen von euch auch täglich über diverse Themen sprechen, was für mich ein sehr, sehr spannender Austausch ist, also wenn du noch nicht dabei bist, komm gerne mit vorbei, der Link zu Instagram ist wie immer in den Show Notes mit drin und dann freuen wir uns jetzt auf ein paar sehr interessante Corona-Werte aus meiner Covid-19 Watchlist. Doch wie bewerten wir diese Unternehmen dann, da gibt es ein paar Faktoren, die ich sehr interessant finde, davon ist wirklich also einer, nein einen oder zwei Faktoren sind da tatsächlich sehr ausschlaggebend und die anderen sind ein gewisses extra. Einer der Punkte ist zum Beispiel, wie viel Cash hatte das Unternehmen schon vorher, wir haben ja jetzt gesehen, einige Start-ups sind schon zu Beginn der Corona-Krise weg gewesen, einfach deshalb, weil sie erst vor kurzem aufgemacht hatten und für sich in einem sehr harten Marktumfeld waren, aber wenn wir betrachten, dass wir die letzten Jahre doch wirklich in einen sehr starken Bullenmarkt waren und die Börsen eigentlich nur eine Richtung kannten, nämlich dauerhaft nach oben, wirklich sehr weit nach oben, die gesamte Wirtschaft wirklich auf einen sehr goldenen Weg war, dann müssen wir sehen, das war halt eine sehr positive Zeit und wer bereits in dieser guten Zeit liquide Probleme hatte, Probleme mit seinem Geschäftsmodell hatte, der hat es in einer Krise dann noch schwerer und so haben wir gesehen, dass bereits einige Unternehmen von der Corona-Krise aussortiert wurden und das ist für mich auch ein wichtiger Punkt, nämlich wie stand das Unternehmen vor der Corona-Krise da. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich, was macht Corona mit dem Geschäftsmodell, also ist es zum Beispiel so wie die Läden, die ich hier vor der Haustür habe, Lidl zum Beispiel, Aldi, Rewe, Edeka, all diese Läden, die machen natürlich weiter, die verkaufen weiter Lebensmittel, davon profitieren Unternehmen wie Unilever, Nestlé, Danone und viele weitere, während wir auf der anderen Seite natürlich den gesamten Touristikbereich haben, sowas wie zum Beispiel Marriott, Hilton, Carnival, D2E, das sind alles Unternehmen, die haben gar keine Geschäftsgrundlage mehr, selbst Booking.com, ein Unternehmen, das wir bereits an anderer Stelle einmal sehr ausführlich analysiert haben, ist ein Unternehmen, das von 100% auf 15% seiner Buchungszahlen gefallen ist und das ist doch wirklich ein sehr geringer Wert, der auch sehr alarmierend ist. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, und danach, also wie lange dauert es, bis sich so ein Unternehmen nach der Corona-Zeit wieder regeneriert, bis es wieder auf den vollen Stand ist, da sehe ich gerade im Urlaubsbereich, das könnte eine ganze Weile dauern, weil zum Beispiel in den ersten Ländern, in denen jetzt gestartet wird, da wird mit einer maximalen Auslastung von 60% gestartet, auch im Frühstücksbereich kann nicht so viel gemacht werden, auch die Restaurants haben erhöhte Kosten überall, weil sie erhöhte Hygienemaßnahmen haben, es dürfen nicht so viele Tische gleichzeitig besetzt sein, das Restaurant darf nicht ganz voll gemacht werden, es gibt erhöhte Kosten für die Lüftung, da gibt es unglaublich viele Punkte, die beachtet werden müssen, die den Restaurantbetreiber, die den Hoteliers aufgebürgt werden und dann ist natürlich auch noch eine gewisse Angst in der Bevölkerung da, wobei ich im Moment eher das Gefühl habe, die Angst in der Bevölkerung ist zu gering, das soll es tatsächlich auch geben, da hatte ich auf Instagram vor einer Weile auch ein bisschen was zu geschrieben, was mir doch sehr große Sorgen gemacht hat, aber das ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, denn was passiert nach der Corona-Krise und wie lange braucht das Unternehmen, bis es danach tatsächlich wieder so funktioniert, wie es vor der Krise funktioniert hat und die wichtigste, der wichtigste Aspekt ist wohl die Liquidität, also wie viel Kohle hat das Unternehmen, wie macht es sein Cashmanagement, was geht rein, was kommt raus, gerade bei Unternehmen, wo gar nichts im Moment reinkommt, wie zum Beispiel Karneval, also klar, da sind natürlich auch irgendwo Einnahmen für Reisen in der weiten Zukunft, die jetzt zu guten Preisen gebucht werden, allerdings ist das nur ein ganz kleiner Anteil von dem, was so ein Unternehmen braucht, um seine hohen Kosten zu decken und daher ist natürlich auch immer die Frage nach dem Financial Outlook, nach dem finanziellen Ausblick, wie wir ihn zum Beispiel bei EPR Properties sehr gut gesehen haben, also wie lange hält das Unternehmen durch mit den Mitteln, den es hat oder den Mitteln, den es gestellt werden kann, weil wenn das Unternehmen in die Insolvenz geht, dann haben wir ein Problem und dann ist unser Geld im schlimmsten Fall verloren. Ja wer kennt es nicht, wir kommen zum Unternehmen Nummer eins, das ist 3M oder auch MMM, wenn du es dir ganz einfach machen möchtest, das Unternehmen, wofür steht das 3M, Minnesota Mining and Manufacturing Company, ein sehr altes Unternehmen, ein Unternehmen mit sehr viel Historie, ein Unternehmen mit sehr viel Patenten und sehr vielen verschiedenen Produkten, 3M macht eigentlich alles, was klebt, ich war jetzt gestern, nein tatsächlich heute, erst wieder beim Netto-Laden, habe da eingekauft und dachte mir, nun brauchst du noch vielleicht Klebeband und was sehe ich da drauf, auch da steht 3M, auch die Lichter, die ich hier in der Wohnung habe, also es gibt so Lichter, die kannst du dir per Batteriebetrieb an die Decke kleben, da haben wir ein paar dunkle Bereiche in der Wohnung und die sind auch von 3M, also der ganze Klebebereich und auch wenn du zum Zahnarzt gehst, wirst du sehr häufig Produkte von 3M sehen, das ist wirklich ein Unternehmen, das ist überall und das ist ein Unternehmen, das hatte schon Schwierigkeiten vor der Corona-Krise, meiner Meinung nach gar keine so gravierenden Schwierigkeiten, allerdings sind es halt Schwierigkeiten, das ist ein Dick-Schiff, dieses Dick-Schiff muss gewendet werden auf eine neue Strategie und das dauert nun mal ein bisschen, Corona hat den Kurs noch weiter einbrechen lassen und daher ist es auf jeden Fall sehr interessant, hier 3M im Blick zu halten. Ein weiteres spannendes Unternehmen, das gibt es halt Johnson & Johnson, also ein medizinischer ETF, ein Gesundheits-ETF, also es ist kein ETF, aber es ist ein Unternehmen, das so groß ist, dass es so gut in sich diversifiziert ist, dass es schon einen kleinen, ja tatsächlich einen kleinen Gesundheits-ETF sehr nahe kommt, es ist ein Unternehmen, das steht jetzt vom Kurs irgendwo bei 100, ja wo war es, ist mal wieder hochgekommen auf 145, ist jetzt wieder ein bisschen runter von dieser Spitze, dürfte irgendwo bei 135, 136 sein und war im März tatsächlich runter gepurzelt auf 105, 106 Euro, ein wirklich tiefes Tief, das es auch für Anleger sehr interessant gemacht hat, Johnson & Johnson ins Depot zu legen. Große Veränderungen im Geschäftsbetrieb gibt es eigentlich nicht, natürlich muss auch da aufgepasst werden, dass es den Mitarbeitern gut gibt und es gibt natürlich gewisse Herangehensweisen, wie man da ins Büro geht, wenn man da ins Büro geht und auch Kantinen und so weiter im Unternehmen, all sowas, auf das muss geachtet werden, allerdings sind die Auswirkungen auf den Außenverkauf doch wirklich sehr gering, wodurch Johnson & Johnson ein sehr spannendes Unternehmen ist, das unbedingt auf meine persönliche Watchlist gehört. Ein weiteres Unternehmen, das wir auch schon einmal vorgestellt haben auf dem Blog ist Mowee. Mowee ist nämlich ein Unternehmen aus Norwegen, es züchtet Lachs, es schlachtet Lachs, es verkauft Lachs und dieser Lachs wird auf der ganzen Welt verkauft. Mowee bietet noch sehr große Chancen, gerade im asiatischen Bereich, im asiatischen Raum werden nämlich, ja wird immer Fisch einfach immer weiter nachgefragt und Mowee ist hier bereits ein sehr großes Unternehmen, das allerdings bisher kaum nach Asien liefert und das ist etwas, was ausgebaut wird und auch in der Zukunft, also es wurde bereits ausgebaut und es wird in der Zukunft auch noch weiter ausgebaut. Mowee ist als ein Zykler im Moment sehr weit unten von dem, wo es schon mal war, das kann das Unternehmen ein bisschen interessant machen. Nicht ganz so schön ist die Dividendenhistorie, da dort teilweise auch schon halb mal gestrichen wurde oder halt einfach nur reduziert wurde, das ist nicht ganz so schön. Eine vollständige Analyse zu Mowee findest du, wenn du auf den Blog gehst oder im Podcast ein bisschen weiter nach unten scrollst, weil auch dort eine Analyse zu Mowee vorhanden ist. In der dreifachen Krise ist tatsächlich gerade das Unternehmen Gazprom. Gazprom war um dreifache Krise, zum einen haben wir die Corona-Krise, zum anderen haben wir natürlich die Tatsache, dass der Ölkrieg immer noch wütet und sich auch auf die Gazprom-Aktie ausgewirkt hat, weil natürlich alle Versorger hier betroffen sind, wenn eine Energiequelle so krass abgeht, wie das Öl im Moment tut, dann tut das der ganzen Branche nicht gut. Gazprom hat zusätzlich natürlich auch noch die Tatsache, dass sie knapp 500.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die genaue Zahl kannst du noch mal nachlesen. Gazprom-Analyse, die du ebenfalls auf dem Blog findest oder wenn du sehr weit runter scrollst zum Podcast, auch dort noch einmal findest. 500.000 Mitarbeiter, damit ist Gazprom der größte Arbeitgeber in ganz Russland. 500.000 Mitarbeiter, die müssen natürlich, da muss aufgepasst werden, dass da nicht zu viel Corona irgendwo mit reingeschleppt wird und sich das ganze Unternehmen nicht gegenseitig ansteckt. Das ist natürlich noch mal eine sehr hohe Verantwortung für das Management in dieses Unternehmens. Gazprom an sich ist ein Erdgas-Riese und hat zudem natürlich auch noch das Problem mit Nord Stream 2. Also warum das Nord Stream 2 Problem? Ganz einfach, Gazprom baut eine Erdgasversorgung hin nach Europa, eine weitere direkt dem Nord Stream selber, also der ersten Versorgung. Damit tritt es natürlich in Konkurrenz zu den USA, die viel teureres Gas haben, als es Gazprom hat. Was möchte Europa? Natürlich das günstige Gas aus dem schönen Russland, aber das gefällt Donald Trump nicht. Er geht dagegen und sanktioniert die Projekte. Dadurch hat sich der Bau, der eigentlich Anfang 2020 irgendwann hätte durch sein müssen, sehr stark verzögert. Und ich glaube erst, wenn Gazprom mit Nord Stream 2 durch ist, dass sich die Aktie auch wieder stärker erholt. Die Aktie ist jetzt irgendwo bei 4,50 Euro. 4,64 Euro waren sie gestern und kamen von knapp 8 Euro runter. Ich habe mir so ein langfristiges Kursziel gesetzt für Gazprom von 15 Euro und bin mal ganz gespannt, was da passiert. Ein weiteres Unternehmen, das ebenfalls von vor einer ganzen Weile ganz stark runtergekommen ist, ist die Aktie von Striker. Striker ist ein Unternehmen in den USA, das Krankenhäuser mit medizinischen Equipment versorgt. Das ist sehr wichtig gerade zu Zeiten von Corona. Man sollte eigentlich meinen, dass der Kurs ansteigt. So stark ist er gar nicht angestiegen. Aber das operative Ergebnis wird sich wohl kurzfristig per Sondereffekt natürlich verbessern. Wir haben auf dem Blog ebenfalls hier eine Analyse zum Unternehmen Striker. Die kannst du dir gerne mal angucken, an Hören ist auf dem Podcast verfügbar, ist auf dem Blogartikel verfügbar und ist auf YouTube verfügbar. Sonderlich viele Dividenden gab es hier nicht, aber ich würde das Unternehmen auf jeden Fall im Auge behalten. Gerade zur Corona-Zeit, als alles so richtig eskaliert ist im März, fiel das Unternehmen von 170 Euro auf 117 Euro und kletterte in der gleichen Zeit relativ schnell wieder nach oben und hat damit eine sehr schöne Kaufchance geboten. Neben Nestle, Unilever und Procter und Gamble gibt es noch einen weiteren spannenden Player am Markt der Konsumgüter. Hier reden wir von der hochprofitablen Aktie von Danone. Danone ist ebenfalls in diesem Bereich tätig und verdient kräftig Geld und das Unternehmen hat neben einer ganz soliden Bilanz auch eine sehr schöne Liquidität und ist auf jeden Fall sehr interessant für deine Corona Watchlist. Ein Unternehmen mit etwas mehr Risiko ist dann schon Booking.com, die Booking Holdings, ein Unternehmen, das tatsächlich nicht nur Booking.com drin hat, sondern auch ganz viele tolle andere Unternehmen, ein Unternehmen, das immer mehr Unternehmen dazukauft, aber auch ein großer Konkurrent von Google ist vorbei. Warum bin ich gerade ins Stocken gekommen? Im Moment ist Google keine Konkurrenz vor Booking.com, aber Google probiert es natürlich auf jeden Fall und Booking ist sehr stark von den Suchmaschinen natürlich abhängig und damit ist das Unternehmen, das jetzt halt auf 15 Prozent seiner eigentlichen Buchung zu sonstigen Zeiträumen gefallen ist, ein Unternehmen, das jetzt auch sehr günstig ist, also mal wieder einigermaßen günstig ist und wo, wenn du überzeugt bist, du auf jeden Fall über den Einstieg nachdenken kannst. Volles Risiko, volle Rendite, das ist das Motto für alle, die sich EPR Properties ins Depot legen wollen. EPR Properties ist ein Ride, ein Read, ein REITS. Wenn man es halt so aussprechen möchte, da ist jeder frei sozusagen, wie er gerne möchte. EPR Properties ist ein Unternehmen, das im Corona Crash auch ordentlich nach unten gegangen ist und zeitweise eine Dividendenrendite von 19 Prozent hatte. Das ist wirklich sehr stark. Die Dividende wurde inzwischen ausgesetzt, einfach deshalb, weil das Unternehmen vermietet seine Objekte, seine Mietobjekte an Unternehmen aus der Freizeitbranche. Mit Freizeit ist im Moment nicht viel. Es gibt aktuell keine Kinobesucher. Es gibt keine anderen Freizeitaktivitäten. Skifahren ist im Moment auch nicht. Casino-Rotellerie wirst du wahrscheinlich auch nicht sehen und auch die Privatschulen, die dort im Eigentum sind, die laufen im Moment wohl auch nicht so gut. Und damit hat das Unternehmen natürlich allerlei Gefahren von Corona, die es irgendwie realisieren muss und mit denen es umgehen muss. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen auch einen Finanzausblick gegeben und mit der jetzt gestrichenen Dividende ist das Unternehmen sehr gut gewappnet. Und ich freue mich darauf, dass die Dividende irgendwann zurückkommt. Und wenn du daran Lust hast, dieses Unternehmen dir genauer anzugucken, auch da gibt es eine Aktienanalyse hier auf dem Blog, Podcast und YouTube. Wenn du Bock hast, schau gerne vorbei. Gegen Ende sollen hier noch einmal sortiert werden die und die einzelnen Unternehmen, nämlich in ihre eigentlichen Risikoprofile. Da gibt es Unternehmen, die jetzt interessant sind, ein wirklich sehr geringes Risiko haben. Diese Unternehmen sind eine ganze Weile endlich mal wieder einigermaßen fair bzw. teilweise auch günstig zu haben. Und schau doch gerne mal rein, ob da was interessantes für dich dabei ist. Da haben wir zum einen natürlich Johnson & Johnson, die wir gerade eben schon vorgestellt haben. Wir haben Microsoft, die erstaunlicherweise auch abgestraft wurden. Ein absolutes Tech-Unternehmen, das überall mit drin ist. Es gibt die MS Office Produkte, es gibt den Konkurrenten zu Zoom, von denen ich ehrlich gesagt ganz wenig halte, nämlich Microsoft Teams, eine sehr gute Software, die jetzt verwendet wird. Es gibt LinkedIn, das soziale Netzwerk, es gibt die Cloud-Sparte, es gibt wirklich so viele Bereiche, mit denen Microsoft Geld verdient und eigentlich gar nicht von Corona betroffen ist und trotzdem abgestraft wurde. Eine hohe Dividende wirst du hier wahrscheinlich nicht erwarten können. Allerdings ist das Unternehmen super interessant, was potenzielles Wachstum angeht. Dann geht es weiter mit 3M, die wir eben schon genannt haben. Unilever, Danone, es gibt auch das Unternehmen SAP hier aus Deutschland, es gibt das Unternehmen Striker eben auch schon genannt, es gibt Waste Management, also Müllverwaltung des Unternehmen aus den USA, was sich darum kümmert, den Müll in vielen Bereichen abzuhören, also die moderne Müllabfuhr ist mit angebundener Entsorgung ebenfalls. Auch ein sehr spannendes Unternehmen, für mich ein typisches Sparplan-Unternehmen, allerdings eine sehr geringe Dividendenrendite. Werfen wir den Blick nochmal neben SAP nach Deutschland, denn sehen wir auch E.ON, also den Versorger, ein Unternehmen, das sein eigentliches Geschäftsmodell von vor früher umgebaut hat. Ich weiß noch, damals in meiner zweiten Ausbildung, nein, tatsächlich in meiner ersten Ausbildung zum Technischen Assistenten für regenerative Energietechniken und Energiemanagement haben wir auch mal E.ON besucht, uns die Atomkraftwerke angeschaut. Davon ist E.ON ja weg inzwischen und sie sind einfach nur noch Versorger und sie sind Netzwerkbieter und das ist ein sehr spannendes Unternehmen, das irgendwie auch auf den Deckel bekommen hat und wo du dir Gedanken machen kannst über einen möglichen Einstieg, wenn das Unternehmen denn für dich interessant ist. Weiter geht es mit Coca Cola, die mit über 500 Marken doch wirklich sehr stark diversifiziert sind, die inzwischen auch im Wasserbereich sehr stark sind, also nicht nur die typischen Softgetränke haben, die ihre eigene Tee Marke haben, die ihre eigene Kaffeemarke haben, die zu knapp 20 Prozent auch an Monster Beverage, also die Energy Drinks mit beteiligt sind und damit ein sehr interessantes Unternehmen bilden, das ich mir auch zeitweise angeguckt habe, weil Coca Cola mit über vier Prozent Dividendenrendite ist schon echt ganz nice. Gegenüber von Coca Cola gibt es dann auch Pepsi Cola, nämlich das Unternehmen, das da die Konkurrenz bietet, ebenfalls einige Produkte hat, einige sehr interessante Produkte hat, nicht ganz so breit aufgestellt ist in den Getränkeprodukten, dafür allerdings auch noch mit den Chips, die ja die Snackline nebenbei hat und auch da ordentlich Kohle mit verdient. Schauen wir noch mal nach Deutschland, bin ich nicht unbedingt begeistert, aber hey, in der Vollständigkeit halber es gibt die Vonovia, also das Unternehmen, das in Deutschland die meisten Wohnungen vermietet, bleiben wir auch einfach dabei und wenden den Blick weiter in Richtung Frankreich und wir schauen nämlich auf den Nachbarstaaten und sehen, es gibt eine Alternative zu Neel, also den Wasserstoffunternehmen und Bell Art Power, es gibt nämlich Air Liquide, ein Unternehmen, das langfristige Anleger wirklich sehr belohnt und was auch sehr interessant werden kann, ein Unternehmen, das durch die Corona-Krise auch wieder ein bisschen nach unten gekommen ist und jetzt sich aber auch schnell wieder gefangen hat, weil eigentlich ist bei Air Liquide nichts los, wodurch das Unternehmen von Corona eigentlich nicht so stark tangiert wird. Ein weiteres spannendes Unternehmen, das allerdings momentan für mich auf der einen Seite denke ich immer, ist mir viel zu teuer, also bei mir ein Sparplan-Kandidat, wir reden von Amazon, also das Unternehmen, das dir alles Mögliche nach Hause liefert und auch zurücknimmt, solltest du es nicht haben wollen, das geht inzwischen ja auch ganz bequem mit, ich sehe es jeden Tag aus meinem Homeoffice-Bürofenster mit DHL-Packstation, das ist eine super Sache, aber Amazon ist natürlich in vielen Ländern vertreten und damit wirklich sehr interessant, ich denke mir hier immer, boah der Kurs ist so hoch, da lohnt sich ja gar nicht da noch einzusteigen, aber ich bin mir sehr sicher, dieses Unternehmen wird seinen Wachstumskurs fortsetzen und von daher für mich ein typischer Sparplan-Kandidat. In der Kategorie die goldene Mitte, so la la, Medium-Risiko, Medium-Chance fallen Unternehmen wie zum Beispiel Walt Disney, Disney natürlich ein Unternehmen, das ich glaube die letzten zwei Jahre besonders über Social Media extrem gehyped wurde jetzt mit Disney+, das übrigens ein ultra kleines Angebot hat, auch mit Serien und Filmen die eigentlich zu Disney gehören, trotzdem nicht so super aufgestellt ist, weil sie einfach nicht alles reinstellen, aber es gibt auch noch nicht wie zum Beispiel bei Magstone die Möglichkeit, die Staffeln und die Filme, die dort nicht so nicht verfügbar sind, oder wie bei Amazon zum Beispiel, die dazu zu kaufen, nein die Möglichkeit gibt es nicht, es ist ein unfassbar kleines Angebot und Walt Disney wurde sehr gehyped, Walt Disney kassiert, aber auch ordentlich in der Corona-Krise, weil eben aufgrund der ganzen Freizeitparks, aufgrund der Kreuzfahrtschiffe, aufgrund der anderen Freizeitaktivitäten wirklich sehr viel Umsatz gerade flöten geht und das geht natürlich, wenn man die Kosten nicht bremsen kann, auch ganz stark in den Gewinn beziehungsweise sogar doppelt stark in den Gewinn und von daher kassiert Walt Disney im Moment wirklich sehr stark, hat die Dividende ausgesetzt, die eh nicht hoch war und da musst du dich jetzt fragen, ist das für mich interessant? Ich persönlich glaube, wir werden uns niemals eine Welt ohne Walt Disney vorstellen können, allerdings hat das Unternehmen auch früher schon gezeigt, dass es Probleme haben kann, das auf Probleme nicht gut reagiert und ohne zum Beispiel Apple und Steve Jobs würde Disney, so wie es heute ist, nicht existieren. Ein weiterer spannender Wert ist Realty Income oder auch O, also einfach wirklich nur O, weil wenn du das eingibst bei zum Beispiel Portfolio Performance, da hast du nämlich gleich den Ticker und dieses Unternehmen hatte halt einfach nur einen Buchstaben, es ist The Monthly Dividend Company, also das Unternehmen, das monatlich Dividende bezahlt und im Moment auch sehr stark tatsächlich dasteht, es ist ein Immobilienunternehmen, es vermietet Immobilien und damit macht es ordentlich Geld, es ist unglaublich groß, gut diversifiziert und für meine Verhältnisse finde ich sogar sehr gut aufgestellt, bei mir im Moment allerdings eher ein Sparplan Kandidat, weil ich die gute Chance verpasst habe und damit kommen wir auch schon weiter, wir bleiben im Bereich der Reiz, ach nein Quatsch, da steht ja noch ein Unternehmen dazwischen, wir gehen erstmal zu, wir bleiben auf jeden Fall bei den Monatszahlern, übrigens zu den Monatszahlern auf dem Blog auch ein eigener Artikelpodcast und YouTube Video, da kommt aber auf jeden Fall noch mal eine Fortsetzung, Main Street Capital, im Übrigen das Unternehmen, dessen Aktie ich heute auf Instagram angefangen habe zu verlosen und die Verlosung, das Gewinnspiel geht sieben Tage, heute ist der 11.5.2020. Main Street Capital macht eigentlich nichts anderes als Unternehmen zu finanzieren, also Startups zu finanzieren, denen Geld zu geben, dafür hohe Zinsen zu nehmen und das Ganze gut zu diversifizieren, damit ist im Moment eine Dividendenrendite von 10 bis 12 Prozent drin und wenn das Unternehmen, das von allen BDCs im Moment am besten meiner Meinung nach aufgestellt ist, durch die Krise kommt, dann war auch das für mich ein tolles Investment. Jetzt kommen wir aber tatsächlich zu den Reiz, also wir bleiben zum einen bei den Reiz, bleiben bei den Monatszahlern, wir haben EPR Properties, also ein Unternehmen, das erst vor kurzem auf meinem Blog Podcast YouTube Channel vorgestellt wurde und gerade eben auch schon etwas genauer beleuchtet wurde, deshalb müssen wir hier gar nicht so viel sagen, genauso wie zum nächsten Kandidaten, nämlich Moe, ja was ist das nächste Unternehmen, Dear, also John Dear, tolles Unternehmen, spannendes Unternehmen, im Moment aber eher so als Lala einzustufen und vielleicht ist das ja für dich interessant. Wir schauen weiter zu Starbucks, Starbucks wirklich ein Unternehmen mit einer unglaublichen Geschichte, war nie geplant in diese Größe zu kommen, in der es jetzt ist, wurde dann halt, wurde dann halt unter neuen Managementen neu aufgestellt und ähnliche starke Expansionsgeschichte wie bei McDonalds, das ist tatsächlich Starbucks, McDonalds, das sind so Unternehmen, die finde ich super spannend was Unternehmertum angeht und wenn du hier in Deutschland bist, dann siehst du ja meistens in den Starbucks gar nicht so viel, wenn du da das deutsche Land mal wiederverlässt, ich kenne es zum Beispiel aus New York, wo ich jetzt vor inzwischen auch schon anderthalb Jahre, doch anderthalb Jahre das letzte Mal war, ehrlich gesagt auch das erste Mal war, da ist Starbucks in New York an jeder Ecke und das Ding ist immer voll, es ist teuer, der Kaffee schmeckt nicht mal so gut, aber irgendwie ist es was besonderes bei Starbucks zu sein und hier kaufen wir eine Marke, ich persönlich bin bei Marken und Luxus immer so ein bisschen vorsichtig, unterschätze aber auch persönlich das Potenzial, das hier drin steckt. Ein weiteres spannendes Unternehmen ist Yum Brands, also YUM, ein Unternehmen, das mehrere Fastfood Unternehmen unter sich bündelt, so zum Beispiel Taco Bells, aber auch Pizza Hut und das dritte habe ich gerade schon wieder vergessen, aber vielleicht mag es mir jemand in die Kommentare schreiben, damit die anderen es auch lesen können oder ich google es einfach mal. Ja tatsächlich das letzte Unternehmen, das hinter Yum Brands steht, ist KFC. Yum Brands, sehr interessantes Unternehmen, im Moment auch richtig kassiert, also es ist schon vor Corona ein bisschen runtergekommen, hat jetzt noch ein bisschen mehr bekommen, finde ich persönlich sogar ein bisschen interessanter als McDonalds, aber das ist meine ganz persönliche Meinung, weil ich lege da eh kein Geld rein, kaufe da keine Aktien, weil es eben Fastfood ist und ich mich in diesem Bereich nicht ganz so sicher fühle, weil ich hier doch zu sehr auf den Gesundheitstrend setze, aber auch witzig, dass es jemand der British American Tobacco und Imperial Brands im Depot hat, wobei ich das Ganze noch mal anders sehe, allerdings im Moment sehe ich bei mir keine Neuzugänge im Bereich Fastfood. Wenn wir uns der absoluten Zockerei nähern und hier bitte noch mal der Hinweis auf den Disclaimer, weil ich übernehme keine Verantwortung, wenn du hier irgendetwas kaufst, es sind deine ganz persönlichen Entscheidungen und alle Informationen, die du hier hörst, die sind nach besten Gewissen recherchiert, können aber auch komplett falsch oder gar unvollständig sein. Welche Unternehmen haben wir hier? Wir haben zum einen die TUI, also den weltweit größten Reisekonzernen, inzwischen auch der einzig verbliebene große Player, nachdem Thomas Cook weg ist, wobei Thomas Cook und TUI nicht wirklich vergleichbar sind, weil Thomas Cook schlechte strategische Entscheidungen, wie zum Beispiel der Kauf einer riesigen Reise pro Kette in einer Zeit, in der alle anderen inzwischen auf das Internet gesetzt haben und zudem hat das Unternehmen eine unglaublich hohe Verschuldung gehabt, dessen Zinslast das Unternehmen gegen Ende auch erdrückt hat. TUI persönlich kaufe ich tatsächlich auch immer mehr Aktien nach, finde das Ganze sehr interessant, gehe auch nicht davon aus, dass dieses Unternehmen pleite geht, das wird meiner Meinung nach nicht passieren. Wie das Ganze mit einer zweiten Corona-Lockdown-Shutdown-Phase aussieht, da wage ich keine Prophezeiung mehr zu geben, weil da sehe ich den Tod von vielen Unternehmen. Das ist das einzige, was wirklich nicht passieren darf, von daher sollte bis zum Herbst nach aller Ideale ein Impfstoff da sein, weil ansonsten gehe ich persönlich noch mal davon aus, dass wir Probleme kriegen. Steht der ganzen Sache allerdings auch sehr positiv entgegen, einfach weil ich ja weiß, auf der ganzen Welt sind intelligente Menschen mit dabei, die alle daran arbeiten, Corona zu besiegen. Dann haben wir noch das Unternehmen Carnival. Carnival, also die, die hinter AIDA stecken, die viele Schiffe haben, ich glaube es sind 160 Schiffe, die hinter AIDA stehen, beziehungsweise hinter der ganzen Carnival-Gruppe stehen. Carnival, also Kreuzfahrt hat jetzt bekannt gegeben, sie wollen ab August mit den ersten Schiffen wieder in See stechen. Ich bin mal ganz gespannt, im Moment taumelt die Aktie, glaube ich, gerade bei 11 Euro, 12 Euro rum, war im Tiefstpunkt mal auf 8 Euro, ist eine ganz gute Chance sich da einzukaufen, 100 Aktien mal zu kaufen, um auch den Bordbonus zu bekommen, also ein Bordguthaben zu bekommen. Das ist nämlich so ein aktionäres Vorteil bei Carnival, allerdings natürlich sehr stark im Bereich der Zockerei anzusehen. Ebenfalls aus der gleichen Ecke kommen Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line als weitere Anbieter von Kreuzfahrten, wovon einer von beiden, und ich habe wieder vergessen welcher, würde aber fast sagen, es war Norwegian Cruise Line, gesagt hat, sie sind sich nicht sicher, ob sie Corona überleben. Letzten Endes, also die Aussage hat die Börse tatsächlich ein bisschen härter aufgenommen. Eigentlich bin ich aber der Meinung, von all diesen Zockerpapieren kann keiner im Moment zu 100 Prozent sagen, dass sie Corona überleben werden, und von daher ist das die Tatsache, dass sie sagen, sie sind sich nicht sicher, ob sie überleben werden. Eine ganz normale Aussage, die natürlich unter Anlegern, aber ganz anders aufgefasst werden kann. Ebenfalls in diesem Bereich, und da war ich mir gar nicht sicher, packe ich den Wert in die Lala-Bereiche, eröffne ich noch eine weitere Kategorie, oder bleibt es bei der Zockerei, ist das Unternehmen Sixty. Ich würde es fast von diesen ganzen vorgestellten Unternehmen mit am stabilsten ansehen, weiß aber auch Sixty hat Probleme. Sixty hat eine unglaublich hohe Unterstützung unter Privatanlegern in Deutschland, zumindest im Bereich des Social Media, da das noch nicht wirklich die Gefahr gesehen worden ist. Ich sehe das ja immer ein bisschen anders, aber letzten Endes, ich glaube auch nicht, dass ein Unternehmen wie Sixty weggeht, weil sie sehr schnell wieder reagiert haben, weil es halt immer noch ein Familienunternehmen ist, ein Unternehmen ist, das sehr gut reagieren kann, aber auch ein Unternehmen ist, das in einer sehr hohen Gefahr schwebt. Gehen wir weiter und gucken uns an, es gibt noch die ganzen Airlines, darunter fällt natürlich Ryanair, die ich von den Airlines zusammen mit Lufthansa, die ich nicht kaufen würde, die aber auch auf dieser Liste sind, am wenigsten gefährdet sehe, da kommen auch mit dazu Delta Airlines, es kommt American Airlines und eigentlich kannst du ja jede Airline mit reinpacken, weil die haben alle eine Gefahr und da bin ich mal wirklich gespannt, was passiert. Wir sehen pro Jahr sowieso 20 Airline Pleiten, was eine ganze Menge ist, der Markt ist zu groß, der wird sich konsolidieren, es wird immer mehr zusammengefasst und die Welt nach Corona wird im Reisemarkt anders aussehen, anders ist nicht unbedingt immer schlecht, anders ist einfach nicht mehr das, was es halt heute ist und ich bin mal gespannt, welche Airlines sich durchsetzen und wie das Geschäftsmodell in der Zukunft aussieht. Kommen wir noch einmal zu den Hotels, dann haben wir natürlich Marriott und Hilton. Hilton fand ich gerade vor ein paar Wochen super interessant für den Kauf, ist ja auch so eine Geschichte. Hilton, ein Unternehmen, das eigentlich schon kurz vom Bankrott vor der Pleite steckte, dann ist Warren Buffett mit reingekommen, hat noch mal richtig kassiert und inzwischen, also kassiert im positiven Sinne diesmal tatsächlich und inzwischen ist Hilton wieder um einiges größer, stärker und auch eine sehr interessante Hotelkette. Damit sind wir auch schon beim Ende der heutigen Podcast-Episode des heutigen YouTube-Videos. Noch einmal ganz herzlichen Dank fürs Zuhören, schön, dass du da warst. Wenn du noch nicht mit dabei bist, komm entweder zu uns in die Facebook-Gruppe "FinanzAllianz" oder eben zu Instagram, da kannst du mir auch gerne folgen unter "FinanzIlluminati" und am Ende ist noch so ein Unterstrich und dazwischen ist ein Punkt, steht aber auch alles in der Videobeschreibung und vielleicht sehen wir uns auch da weiter und können dort weiter quatschen und zu guter Letzt besteht auch immer noch die Möglichkeit des Newsletters, der geht mehr oder weniger regelmäßig raus, halt immer dann, wenn ich der Meinung bin, ich habe tatsächlich mal was interessantes zu erzählen und ja, was ist daran besonders? Zum einen sind es exklusive Inhalte, zum anderen bin ich tatsächlich jemand, der auf die Antworten auf die Newsletter tatsächlich noch versucht, nach bestem Wissen und Gewissen zu antworten. Vielen Dank fürs Zuhören, schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der "FinanzIlluminati" Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören! -
Kommt EPR Properties durch die Krise? Aktienanalyse
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
EPR Properties, ein Dividendenwert mit 20% Dividende. Kann das sein? Und wie sicher ist das Ganze, das erfährst du hier in diesem Podcast. Also bleib dran, nach dem Intro geht es gleich weiter. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich willkommen zu einem weiteren Podcast. In der heutigen Podcast-Folge besprechen wir die Aktie von EPR Properties. Eine Aktie, die wir uns jetzt im Rahmen dieser Aktienanalyse auch angucken und besprechen, warum ich mich jetzt dafür entschieden habe, diese Aktie mit 52 Aktien in meinen Depot zu legen. Das allererste Mal habe ich von der Aktie von EPR Properties, die im Übrigen ein Reit, also ein Immobilien beziehungsweise ein REIT oder ein R-E-I-T-S darstellt, habe ich da vor einem Jahr einmal gehört und seitdem immer mal wieder von der Aktie gehört. Damals war sie mir aber immer so ein bisschen suspekt und auch noch zu teuer. Und ja, jetzt im Rahmen der Corona-Krise hat sich das Ganze geändert. Hier am Anfang vielleicht auch nochmal der Hinweis auf den Disclaimer, den ihr in der Videobeschreibung und in den Show Notes, sowie auf dem Blog lesen könnt. Das hier ist keine Anlageberatung, keine Beratung für Kauf oder Verkauf, auf gar keinen Fall auch ein Aufruf zu einen dieser beiden Sachen. Und alle Inhalte, die ihr hier hört, stellen meine ganz persönliche Meinung dar und sind ein reinen journalistischer Inhalt. Heute haben wir den zweiten, fünften und gekauft habe ich vor einigen Tagen die Aktie von EPR Properties und das war am Montag. Da war der Kurs noch relativ günstig. Jetzt ist er ein bisschen nach oben gegangen, aber auch wieder ein bisschen nach unten gegangen und geht jetzt wieder ein bisschen nach oben und ging dann wieder ein bisschen nach unten. Also das versucht sich gerade so ein bisschen einzupendeln. Für mich sieht es aber relativ gut aus, weil die Aktie eigentlich seitdem ich sie gekauft habe diese eine Woche und das muss wirklich dazu gesagt sein, weil es ist nur diese eine Woche bisher wirklich durchgehend in einem sehr schönen Plus war. Leider gab es die Aktie von EPR Properties nicht bei Trade Republic, welcher ja sonst mein ganz normaler Standard Broker ist, sondern ich musste hier auf die Comdirect umswitchen, weil Comdirect zum einen hatte die Aktie in seiner Produktpalette und hätte ich noch gewartet, bis ich mein Geld vom Comdirect-Verechnungskonto auf mein Smart Broker Depot, was sonst mein Zweitdepot ist, hinüberwiesen hätte. Bis dahin wäre der Kurs wahrscheinlich wieder explodiert und ich wäre zu einem schlechteren Kurs eingestiegen, also habe ich die schlechten Gebühren vom Comdirect in Kauf genommen und habe 15,30 Euro glaube ich tatsächlich an Gebühren gezahlt, um mir halt diese 52 Aktien ins Depot zu legen. Wer von den ganzen Brokern, die ich jetzt gerade eben genannt habe, noch nie gehört hat und da zum einen entweder Infos möchte, die gibt es auch in der Videobeschreibung und in den Show Notes oder zum anderen auch sagt, ich möchte deinen Kanal unterstützen, habe ich noch nie gehört, danke für die Empfehlung, ich möchte dich unterstützen, den Anmeldelink gibt es auch in der Videobeschreibung bzw. in den Show Notes oder auf dem Blog. Ja, kommen wir zu den Quick Facts vom Unternehmen EPR Properties. Das Ganze ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus der Stadt Kansas City. Vom Typ her ist die Aktie ein Ride. Vom Typ her ist die Aktie ein Ride. Ride hat eine WKN, hat eine Eason, die findet ihr allerdings im Blog-Artikel, der überall verlinkt ist. Der Preis ist jetzt so in etwa bei 27 Euro. Das Symbol ist EPR, also ganz praktisch, ganz einfach zu merken. Ja, wie sieht es mit der Dividende aus? Als ich gekauft habe, war die noch irgendwo bei 17, 18 Prozent Dividendenrendite, was halt einfach damit zu tun hat, dass der Kurs enorm abgestürzt ist und wenn wir uns das Geschäftsmodell angucken, dann werden wir auch verstehen, warum dem so ist. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von zuletzt 2019 654 Millionen US-Dollar und hat ein Asset Value von 6,5 Milliarden US-Dollar. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1997 und dann der Spitze als CEO, Chief Executive Officer, steht Greg Silvers. Wenn wir jetzt einen Blick auf den Chart werfen, sehen wir, die Aktie ist eigentlich mal ganz hoch gestartet, war immer so zwischen 60 und 70 Euro, hat sich dann ein bisschen nach unten korrigiert und dann kam Corona und das hat sich extrem nach unten korrigiert, hatte teilweise einen Tiefstand von unter 20 Euro, hat sich dann eine Weile auf 20 Euro. Knapp über 20 Euro herum tangiert und steigt jetzt so langsam, hatte tatsächlich am Donnerstag auch noch einen Wert von 31 Euro und damit seht ihr bereits, ich war teilweise schon mit der Aktie, mit 52 Aktien, mit einem Einsatz von 1200 Euro auf einmal 400 Euro plus und habe mir dann gedacht, jo, echt cool läuft. Werfen wir jetzt einen Blick auf das Geschäftsmodell von EPR Properties. Ja, was machen die eigentlich und wie verdienen die ihr Geld? Ja und wenn wir uns dieses Geschäftsmodell jetzt eben angucken, dann werden wir auch verstehen, warum der Kurs mit nach unten gegangen ist. EPR Properties vermietet nämlich seine Objekte, seine Immobilien an seine Mieter und unter diesen Mietern sind unter anderem eben auch Kinos. Es sind eigentlich nur Freizeiteinrichtungen und Schulen unter den Mietern und da verstehst du natürlich, zu Zeiten des Coronavirus haben die alle dicht und haben die Miete halt dicht und haben die nicht ganz so viel Geld. Dann fallen natürlich Mieten aus, Mieten verschieben sich nach hinten. Mieten können nicht komplett bezahlt werden. Das ist gar nicht so bei all den Mietern von EPR Properties, weil auch im April eine Miete von bisher 15 Prozent eingegangen ist von den Gesamtmieten und damit sieht es noch gar nicht so schlecht aus. Und da gehen wir allerdings gegen Ende noch mal ein bisschen genauer ein. Zuerst fangen wir mit dem Geschäftsmodell an und dann sprechen wir darüber, wie ist eigentlich der finanzielle Ausblick und welche Argumente haben mich davon überzeugt, jetzt zu kaufen. Der amerikanische Rite unterteilt sich in drei Segmente und die Segmente sind Education, Recreation und Entertainment. Die Immobilien des Unternehmens sind an sich sehr gut diversifiziert, bedeutet also, das Unternehmen EPR ist tätig in 40 Staaten in den USA sowie in Kanada und findet inzwischen bei über 200 Mietern knapp 370 Immobilien in seinem Eigentum. Ja und was sind das für Unternehmen? Wir haben unter anderem Skigebiete, wir haben Golfplätze, also aber nicht mal so Golf wie du es hier aus Deutschland kennst, 18 Loch und ein lahmes Clubhaus mit dazu. Nein, wir haben da relativ spannende Anlagen, die wir uns gleich im Detail auch noch ein bisschen genauer angucken. Zudem haben wir auch noch Kinos und Theater im Angebot und alles weitere bezieht sich ebenfalls in dem Bereich der Freizeiteinrichtungen. Ja nun hat EPR Properties seine großen drei Bereiche, die wir gerade eben schon genannt haben und in diese Bereiche unterteilen sich dann nochmal in Subbereiche. Und in diesen Subbereichen haben wir unter anderem auch das Kinogeschäft und im Kinogeschäft hat EPR Properties aktuell 20 Mieter und diese Mieter haben 179 Gebäude, die sie von EPR Properties mieten und haben da halt Kinogeschäft drin. Da sind unter anderem auch große Ketten mit dabei und eine dieser Ketten ist auch mit und mit 18 Prozent der Gesamteinnahmen auch mit dabei und relativ stark. Ja okay, Kinos wird weniger, nein und Kinos okay, die sind ja zu, also werden die pleite sein, also wird das auch nicht so sein, auch nein, aber da gehen wir später noch einmal ein bisschen genauer drauf ein. Die Betriebe der Kinos, die verteilen sich aktuell in den USA auf 37 Staaten und bieten auch dadurch eine gewisse geografische Diversifikation. Aus der Kategorie Entertainment gehen wir in die Subkategorie Eat and Play, da befinden sich nämlich 55 Objekte drinnen, die insgesamt neun verschiedene Mieter haben. Und was haben wir da drin? Ich habe euch ja gerade eben schon erzählen dürfen, dass wir hier unter anderem auch Golfanlagen drin haben. Wer zum Beispiel jetzt mal Top Golf googeln möchte, der kann finden, was das Ganze ist. Heißt also, wir haben da meistens so eine Abschlagmatte, die wird bewirtet, also da gibt es Getränke, da gibt es Essen, da gibt es zusätzliche Services, die du noch buchen kannst. Du kannst auf eine Art Driving Range mit aktiven Zielen abschlagen und das macht relativ viel Spaß und so lässt sich Geld verdienen. Das gibt es in Deutschland noch nicht ganz so stark. Was da am ehesten in Deutschland rankommt, ist wenn du, ich weiß nicht, schon mal Golfschläger in der Hand gehabt hast und schon mal in Hamburg warst, da gibt es die Golf Lounge Hamburg. Und ja, das wäre ein Beispiel dafür. Des Weiteren befinden sich in dieser Kategorie auch noch Bowlinganlagen, Gamingstätten und ähnliches. Im Bereich Attraktionen befinden sich zum Beispiel Vergnügungsparks und Wasserparks, also ganz tolle Freizeitobjekte, die jetzt leider auch geschlossen haben. Im Moment gibt es dort 18 verschiedene Objekte, die sich auf sechs verschiedene Mieter aufteilen. Kommen wir in den Skibereich, denn ob Schlitschow, Skilift, Skigebiet oder Rodeln im Schnee, mit vielen dieser Aktivitäten lässt sich ordentlich Geld verdienen. Und so ergibt es natürlich auch Sinn für EPR Properties, hier seine Objekte zur Verfügung zu stellen. Das macht das Unternehmen an aktuell fünf Mieter und das sind inzwischen 13 Objekte. Der nächste Aspekt ist Experiental Lodging, heißt also eigentlich nur, in diesem Subbereich befinden sich aktuell zwei Mieter und sechs Objekte. Das ist Lodging, wer das Wort vielleicht noch nicht 100 Prozent zuordnen kann, bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass da Übernachtungen stattfinden. Und der Zusammenhang mit Experiental ist halt einfach, dass du da deine Erfahrungen machen kannst. Und das können zum Beispiel Hotels sein, die an Freizeitparks angeschlossen sind. Im Bereich Gaming gibt es aktuell einen Mieter, den EPR Properties unter Vertrag hat und der fällt in die Kategorie von Casino Hotellerie. Hier kommen wir also sehr nah an das eigentliche Las Vegas. Kommen wir am nächsten Step in den Bereich der Kultur hinein. Der beste Vergleich ist hier wahrscheinlich das Hamburger Dungeon, das wir haben, oder auch ein Wachsfigurenmuseum oder die Feno in Wolfsburg. Also solche Objekte befinden sich in dem Bereich Kultur drinnen, da gibt es aktuell drei Mieter und drei Mietobjekte heißt also auch, jeder Mieter hat ein Objekt. Ganz klassisch gibt es dann auch noch den Bereich Fitness und Wellness. Ja, der Bereich ist an sich nicht ganz so spannend, weil da auch nicht ganz so viel Geld mehr kommt. Es gibt dort zwei Mieter, die haben sieben Objekte und es handelt sich hierbei um Fitnessstudios. Kommen wir in den Bereich Education, der unterteilt sich nochmal in zwei Unterbereiche. Das eine sind nämlich die Privatschulen, die sich auch sehr gut inzwischen im Portfolio von EPR machen und was auf jeden Fall ein sehr spannender Bereich ist, der meiner Meinung nach auch ganz stark ausgebaut werden könnte. Hier hat das Unternehmen aktuell vier Mieter und jeder dieser vier Mieter hat nochmal vier Objekte, wodurch wir auf 16 Objekte im Bereich Privatschulen kommen. Der nächste Subbereich aus dem Bereich Education ist Early Childhood Education, also blöd gesagt ein Kindergarten. Und von diesen Objekten gibt es aktuell 13 Mieter und 72 Mietobjekte. Gucken wir uns den aktuellen Revenue Split an, also den Umsatz vom Unternehmen, wie verteilt der sich? Ja, es gibt im Bereich Theater, also Kino hat 45%, es gibt im Bereich Eat and Play 23%, Attractions 6%, Ski 8%, Lodging macht 3%, Gaming macht 2%, Cultural macht 1%, Fitness macht 1%, die Privatschulen beteiligen sich mit 6% im Umsatz und der Kindergarten, der Early Childhood Education-Bereich macht 5% aus. Ja, jetzt habe ich gerade eben auch schon gesagt, es gibt ja immer noch diesen relativ starken Kinobereich, der auch mit 45% der Gesamtumsätze halt relativ stark auffällt und der Key Account von denen, also der Hauptkunde von denen, ein Kino-Kettenbetreiber, der ist nochmal mit 18% an Gesamtumsatz beteiligt, also ist ein relativ wichtiger Mieter von der Firma. Und da stellen wir uns natürlich zwei Fragen, nämlich a) wie stark ist das im Moment, b) wie stark ist dieser Hauptmieter belastet und c) wie ist das eigentlich mit Kinobesuchern? Ist das noch ein Bereich, in dem wir Zukunft haben oder sollten wir ganz schnell Abstand halten? Und dazu gibt es eine relativ interessante Studie, die nennt sich "The Relationship Between Movie, Theater, Attendance and Streaming Behavior". Also die Beziehung zwischen Kinoverhalten und Streamingverhalten, also was passiert mit den Menschen, die Netflix gucken, Amazon Prime gucken, Disney Plus gucken, gehen die häufig ins Kino oder nicht? Wie hat sich das Verhalten von denen über die Jahre verändert und wie ist es mit Leuten, die das weniger machen? Die Studie erschlüsselt das relativ interessant auf und besagt eigentlich, hey, die Leute, die viel streamen, also gerade von denen du ja eigentlich denkst, das sind die Leute, die streamen jetzt nur noch und gehen nicht mehr in die Kinos, sind auch genau die Leute, die umso viel lieber immer noch in die Kinos gehen, weil das Ganze mit so einem Kino auch eine echt geile Atmosphäre hat. Und von daher kann ich da bisher noch zumindest keine Zahlen bestätigen, die einen Negativtrend in den Kinos anzeigt. Zudem dürfen wir hier natürlich auch gucken, es handelt sich hier nicht um Deutschland, weil wir beziehen sowas natürlich ganz gerne immer auf unsere heimischen Kinos, die inzwischen übrigens auch immer günstiger werden. Wir hier in Hannover haben jetzt teilweise wieder Kinopreise von 5 bis 6 Euro, also vor Corona, und danach gucken wir mal. Aber so an sich, ja, ist das eine ganz schöne Sache. Und was es da zu sagen gibt, ist, Deutschland ist nicht die USA. Es gibt ja ein ganz anderes Käuferverhalten und dementsprechend auch ein ganz anderes Verhalten in den Kinos. Auf dem Blog findest du jetzt auch noch mal eine Karte, nämlich eine Karte darüber, wo sich die ganzen Unternehmen eigentlich befinden. Und die Karte zeigt dir halt, zum einen ist es in Kanada, zum anderen die ganze Westküste entlang, zum anderen die Ostküste ist sehr stark bevölkert mit Mietobjekten. Auch in Miami ist relativ viel, dann die Küste entlang, also von Miami Richtung Westen, dann müsste, ja, was kommt denn da so langsam? Miami. Und dann geht es so langsam in Richtung Arizona hin bis zu Texas. Und die ganze Gegend da, die ist voll mit Mietobjekten von EPR Properties. Und zudem gibt es auch noch ein Objekt auf Hawaii. Zahlen, Daten, Fakten gucken wir uns die fundamentalen Zahlen von dem Unternehmen an. Ja, wie heißt es da? Wir haben ein Betriebsergebnis, das eigentlich ganz okay aussieht. Wir haben einen Umsatz, der mehr oder minder stabil um die 600 Millionen Jahresumsatz ist, also nicht gerade viel wächst, auch nicht viel sinkt. Der war zum Beispiel im Jahr 2017 knapp unter 600 Millionen, ist ja jetzt im letzten Jahr bei 640 Millionen gewesen, also gibt es da immer ein Potential für Wachstum. Was wir dabei natürlich auch berücksichtigen müssen, ist immer, wie viele neue Objekte gibt es, wie viele sind rausgegangen, was hat sich da vielleicht in der Struktur verändert, was hat sich im Asset Value verändert. Und so kam zum Beispiel auch im Jahr 2018 zu 2019 wieder ein Plus von 12,1 Millionen US-Dollar, die aus Mieteinnahmen generiert wurden. Wer von euch jetzt vielleicht gerade nebenbei bei TraderFox oder einer anderen Plattform unterwegs ist und sich da fragt, Gewinn, Dividendenausschüttung, wie sieht denn das Ganze aus? Ja, da müssen wir nochmal sagen, es handelt sich hierbei um einen Reit, also ein Immobilienunternehmen. Immobilienunternehmen haben große Abschreibungen, diese Abschreibungen tauchen in der Bilanz auf und drücken den Gewinn. Worauf gucken wir, welche Kennzahl ist tatsächlich wichtig? Das ist der FFO, also eigentlich nichts anderes als der freie Cashflow. Schauen wir uns den Aspekt der Dividende an, wie sieht die aus? 2010 war die Dividende noch bei 2,60 Dollar, hat sich inzwischen sehr stark erhöht, mit einem Durchschnitt von 6 Prozent pro Jahr, ist auch eine sehr schöne Steigerung, die wir da immer haben, hat sich erhöht von 2,60 Dollar auf 2,80 Dollar, 3 Dollar, 3 Dollar 16,3 Dollar 42, bis heute halt 4 Dollar 58. Wo liegt der freie Cashflow, den wir gerade eben schon erwähnt haben? Der liegt mit Blick auf den Aktienfinder bei freier Cashflow, 440 Millionen US-Dollar, davon Dividende, was geht ab? 367 Millionen US-Dollar. Kommen wir von den fundamentalen Daten zu den weiteren Finanzdaten, nämlich wie sieht das jetzt mit Corona aus? Das Ganze, es hat sich hier relativ viel verändert, weil viele der Unternehmen halt ihr Hauptgeschäft, was eben die Freizeitaktivität ist, im Moment nicht ausführen können und im Moment nicht ausführen dürfen. Und da ist die Frage, hey, wann macht das Ganze auf? Wann geht es weiter? Wann lässt sich mit den weiteren Mieteinnahmen rechnen? Wann kommen die endlich? Und was passiert mit dem Unternehmen EPR Properties? Dazu lässt sich auf jeden Fall sagen, ein Investment in dem Bereich ist erstmal als hohes Risiko anzusehen. Also wir haben hier keinen relativ entspannten Wert, sondern wirklich einen risikoreichen Wert, weil es eben genau das Geschäftsmodell ist, was jetzt betroffen ist und wir nicht wissen, was passiert. Zudem ist EPR Properties mit knapp 60, 70 Mitarbeitern auch ein relativ kleines Unternehmen. Werfen wir einen Blick auf die letzte Pressemitteilung und den letzten Finanzbericht des Unternehmens, bin ich zumindest relativ beruhigt gewesen und das war für mich auch der ausschlaggebende Punkt, jetzt diese Aktien zu kaufen, weil ein Finanzausblick gegeben wurde, wie lange das Unternehmen eigentlich noch aushalten kann mit seinen aktuellen liquiden Mitteln und wie lange es auch aushalten kann, wenn es eine Dividende zahlt und wie es aktuell mit den Mietern umgeht. Zudem wurde über ein Aktienrückkaufprogramm informiert, das jetzt gestartet wird. Das sind 150 Millionen US-Dollar und das ist natürlich auch wieder ein Zeichen von entweder absoluter Stärke oder absoluter Blödheit. Wenn wir den Blick jetzt in die Liquiditätsanalyse rein errichten, dann sehen wir, es gibt ein Cash Balance, eine Liquiditätsanalyse von es gibt 1,125 Milliarden US-Dollar, die verfügbar sind. Davon sind bereits bestätigt, wie gesagt, davon sind bereits bestätigt für das Aktienrückkaufprogramm 150 Millionen US-Dollar und für Investitionen, die natürlich auch getätigt werden müssen, weil es lässt sich nicht alles verschieben, sind 81 Millionen US-Dollar bestätigt, womit noch knapp unter 1 Milliarde US-Dollar, nämlich 994 Millionen Dollar, überbleiben, mit denen das Unternehmen sich weiter finanzieren kann. Bedeutet also, hier ist noch ordentlich Cash in the Cash, wie man so schön sagt, und wie lange reicht das? Wir haben eine Cash Burn Rate von 51 Millionen Dollar pro Monat, wenn die Dividende halt komplett so weitergezahlt wird und keine Einschränkungen hat. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass das unbedingt so passiert. Da wird jetzt wohl abgewartet werden müssen, was da passiert. Ich rechne allerdings eher mit einer Reduzierung, die nach der Krise dann wieder angepasst wird. Das ist für mich allerdings auch vollkommen in Ordnung, weil ich hier auch einen sehr schönen Einstandskurs erwischt habe. Wie lange hält das Unternehmen aus? Wenn ab jetzt 0% Miete reinkommt, dann hält das Unternehmen noch 19 Monate aus, bevor es kein Geld mehr hat. Kommen nur 15% Miete rein, was zum Beispiel jetzt im April der Fall war, dann reicht es noch für 23 Monate, und das sind ja fast 2 Jahre. Bei 25% reicht es noch für 26 Monate, und bei 50% der Mieten kommt das Unternehmen noch weitere 40 Monate klar. Gucken wir uns ein anderes Modell der Berechnung an, das streicht nämlich die Dividende komplett. Muss nicht heißen, dass das jetzt passiert oder passiert ist, aber es kann passieren, dass auch hier die Dividende reduziert wird, gestrichen wird, was auch immer. Dann hält das Unternehmen bei 0%, weil das ist einfach mal eine fiktive Rechnung, und bei 0% der Mieteinnahmen wird das Unternehmen dann noch 43 Monate aushalten, weil der ermittelte Cash Burn zurzeit 23 Millionen US-Dollar beträgt. Bei 15% der Einnahmen, was wie gesagt zum Beispiel die Aprilzahlen waren, würde das Unternehmen noch 65 Monate aushalten, und das sind schon einige Jahre. Haben wir 25% der Einnahmen, hält das Unternehmen 99 Monate aus, und bei 50% der Mieteinnahmen hält das Unternehmen komplett aus, kann also laufen, wenn es keine Dividende zahlt. Ja, wie gerade eben auch schon gesagt wurden, im April 15% der Mieten bisher gezahlt, einiges kommt noch, anderes wurde halt gestundet, aber gestundet heißt nicht, dass es nie bezahlt werden muss. Der Zeitraum der Zahlung wurde einfach nur verschoben, und das ist ja auch eine relativ gesunde Möglichkeit, und das ist auch gut, dass EPA Properties das seinen Mietern so angeboten hat. Große Verbindlichkeiten stehen auch erst wieder 2022 an, also gibt es noch einiges an Zeit, die vergeht, bis tatsächlich wieder großes Cash aus den Unternehmenskassen fließt, und solange ist da erstmal entspannt. Was jetzt heute Morgen, und zwar am 2.5. noch als Meldung reinkam, ist Moody's, also die Rating Agentur, hat das Rating gleichgelassen, allerdings den Outlook, den Ausblick auf negativ geändert, unter der Begründung, dass diese ganzen Risiken, die ich euch jetzt eben gerade auch schon gesagt habe, weil eben die Geschäfte zu haben, das wollen sie mehr in den Vordergrund rücken, und deshalb haben sie gesagt, ja, können wir mal den Outlook auf negativ rücken. Und entsprechend ist der Kurs auch wieder ein bisschen zurückgekommen, für mich nicht ganz so wild, ich bin da immer noch im Plus, und ich bin da auch relativ entspannt, allerdings bietet es vielleicht wieder die ein oder andere gute Einstiegschance. Was ist also mein Fazit zu der Aktie, kannst du dir eigentlich schon denken, weil ich habe diese Aktie ja gekauft, du musst das komplett selbst für dich entscheiden, weil das hier ist keine andere Beratung oder sonstige Beratung, es ist ganz allein deine Sache, was du aus diesen journalistischen Informationen machst oder eben nicht machst. Ich für mich habe das Unternehmen mit einer Dividendenrendite von 17, 18 Prozent in mein Portfolio gelegt und hoffe, dass es da über die nächsten Jahre und vielleicht auch Jahrzehnte sehr gute Dividenden für mich erwirtschaften wird. Wenn das Unternehmen so durchläuft, wie ich es mir vorstelle, dann ist in bis drei bis vier Jahren ist alles wieder drin, dann habe ich meine Investitionen wieder raus und ab dann ist das einfach nur noch eine Cash-Generierung. Auf der anderen Seite lässt sich natürlich auch sagen, dass hier enorme Risiken halt bestehen, weil eben das Publikum halt dicht hat, Umsätze fallen aus, die wird es nicht wiedergeben und von daher muss hier ganz klar auf das Risiko hingewiesen werden. Damit kommen wir auch schon zum Ende der heutigen Podcast-Episode, der heutigen Aktien-Analyse des heutigen YouTube-Videos. Mir bleibt nur noch zu sagen, vielen Dank, dass du da warst, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. Copyright WDR 2021 -
Wie investiert der Geschäftsführer des DivTimer? Lukas Knapp im Interview
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Im heutigen Interview stellt sich Lukas Knapp, Geschäftsführer der DivTimer App, vor, erklärt die neuesten Neuerungen zur DivTimer App und seine persönliche Investitionsstrategie. Herzlich willkommen beim Finanz-Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Liebe Hörer des Finanz-Illuminati Podcasts, es ist wieder soweit. Wir haben einen weiteren Mittwoch, ein weiteres Interview. Heute bin ich also nicht ganz alleine, denn dann geht das mit den Interviewen mit sich selber halt nicht. Wir haben einen weiteren Gast, den Lukas von der App DivTimer. Lukas, grüße dich. Hi Mirco. Ja, schön, dass du da bist. Schön, dass das geklappt hat. Für alle, die dich noch nicht kennen, du bist das Gesicht hinter der App DivTimer. Stelle dich doch ganz kurz einmal vor. Wer bist du und was machst du eigentlich? Ja, gerne. Also erstmal vielen Dank auch von meiner Seite oder von unserer Seite fürs Team. Ich bin Lukas. Du hast gerade gesagt, wir haben mit unserem Team die App DivTimer ins Leben gerufen. DivTimer, für die, die es nicht kennen, ist ein Tool für Aktionäre, um Dividenden, Auszahlungstermine und verschiedene Auswertungen zu Dividenden für sein individuelles Depot zur Verfügung, um das zur Verfügung zu stellen, bekommen. Okay, ja, sehr schön. Jetzt habe ich persönlich die App DivTimer ja auch. So ist der Kontakt ja ein bisschen gekommen, weil ich die App selber schon eine ganze Weile nutze, weil ich es echt interessant finde, da meine Aktien, die ich neu gekauft habe, einfach einzutragen und dann zu sehen, wie viele Dividende ich in den nächsten Monaten so bekomme. Und das finde ich persönlich immer eine sehr motivierende Sache. Jetzt hast du ja schon ganz kurz angerissen, dass ihr ein ganzes Team seid, was hinter dieser App steht. Als ich jetzt mal auf eure Webseite geguckt habe, da war ich dann ein wenig erstaunt tatsächlich, wie viele Leute ihr seid. Vielleicht magst du ja ein bisschen mehr zu euch als Team sagen und welche Möglichkeiten es in eurer App sonst noch so gibt. Ich habe zum Beispiel gesehen, bei der Quellensteuer-Rückerstattung, da bietet ihr einiges an Hilfen an und vielleicht magst du da ein bisschen was zu erzählen. Gerne, ja. Also grundsätzlich, oder ich erzähle vielleicht einfach mal so grundsätzlich, wie es zur dieser ganzen, zu diesem ganzen Thema kam. Und zwar sind wir alle, sieben sind wir jetzt mittlerweile alle aus mehr oder weniger unterschiedlichen Bereichen zusammengekommen. Wir haben alle festgestellt irgendwann, dass wir uns für das Thema Börse, für das Thema Aktien und Dividenden interessieren. Und ganz ursprünglich, die ganz ursprüngliche Idee kam zwischen uns als Kumpel, sage ich mal, so zustande und hat sich dann einfach dahingehend entwickelt, dass wir gesagt haben, hey, wir sind an dem Thema interessiert und haben einfach damit angefangen, uns mit dem Thema Aktien zu beschäftigen und haben dann irgendwann festgestellt, dass es auch meine persönliche Strategie über das Thema Dividendeneinkommen ein bisschen was zu machen und haben dann einfach festgestellt, hey, ich bekomme bei keinem Tool, das es irgendwie am Markt gibt, so wirklich angezeigt. Wann bekomme ich denn von welchem Unternehmen eine Ausschüttung? Und mein Gedanke dahinter ist so ein bisschen, dass ich einfach für mich sage, ich möchte so ein, ich nenne es mal passives Einkommen längerfristig für mich haben. Und dafür ist es, haben wir dann gesagt, ist es ja irgendwo wichtig, dass ich so ein bisschen planen kann, was kommt wann auf mein Konto und dass ich da einfach so ein bisschen auch die Entwicklung sehe. Wie war es letztes Jahr? Was ist dieses Jahr? Was ist nächstes Jahr? Und haben daraus aus diesem Gedanke ist dann einfach diese App Diff Time entstanden für alle so im Nebenberuf. Genau, haben dann einfach aber gemerkt, hey, das ist doch mehr Arbeit als wir ursprünglich mal angenommen haben. Und so ist das Team dann einfach ja nach und nach gewachsen. Wie gesagt, mittlerweile sind wir jetzt sieben Leute, wo jeder so ein bisschen seinen Verantwortungsbereich hat, dass das halt alles seinen Weg nimmt. Genau. Okay, sehr schön. Da natürlich haben wir auf jeden Fall mal so einen kleinen Einblick bei euch bekommen. Und du hast auch gesagt, ihr habt das ganze nebenberuflich gestartet. Ist das mit dem Nebenberuf dann immer noch so oder ist es teilweise schon so, dass ihr da jetzt auch in Vollzeit dran seid? Oder ist es weiterhin das nebenberufliche Hobby-Business, was ihr dort habt? Nee, also es ist tatsächlich so, dass es für alle momentan noch im Nebenberuf läuft. Das wird wahrscheinlich nicht mehr so arg lang möglich sein, weil ich habe es gerade gesagt, weil es einfach viel ist, was an Arbeit ansteht. Und ist aber momentan tatsächlich so, dass wir es alle im Nebenberuf machen. Genau, ja, wie gesagt, ich habe es gerade gesagt gehabt, jeder hat so ein bisschen seinen Bereich. Das sieht man auch. Du hast gerade unsere Homepage angesprochen, unsere Website. Da hat jeder so seinen Aufgabenbereich vom Thema Marketing über das Thema Datenverwaltung, über das Thema Programmierung. Jeder bisher noch im Nebenberuf quasi als Hobby. Jetzt müssen wir halt einfach mal schauen, wo sich das Ganze hin entwickelt. Es kann sehr gut sein, dass das Ganze aber längerfristig dann einfach auch als Hauptjob, sage ich mal, wird. Wunderbar. Danke für diesen Einblick. Jetzt stelle ich mir natürlich so ein paar Fragen. Ich sehe ja immer die App und ich sehe natürlich als Nutzer nur, was kann ich in der App machen und sehe nicht die ganze Arbeit, die dahinter steckt. Wenn ich in so einen App Store reingucke, dann unterschätze ich und das höre ich immer beim Frank Thelen. Wir unterschätzen alle, was für eine Wahnsinnsarbeit dahinter so einer App liegt. Aber vielleicht kannst du uns da so ganz bildlich nochmal mitnehmen auf so einen typischen Arbeitstag, wenn du dann für Difftimer tätig bist. Was macht ihr da eigentlich? Also sitzt ihr da den ganzen Tag und tragt händisch die Dividendenzahlen der Unternehmen ein? Oder wie sieht das bei euch aus? Lustig, dass du es ansprichst. So ist nämlich tatsächlich das Ganze ursprünglich, ganz ursprünglich mal entstanden, dass wir, ich habe es gerade gesagt, aus dieser Grundidee das Ganze rausentstanden ist. So haben wir tatsächlich angefangen. Also wir sind wirklich da geguckt und haben uns angeschaut, einfach mal den DAX durchgeschaut und haben mal geguckt, hey wann zahlt eine BAFD Dividende aus? Wann ist das Ex-Date? Und wie sieht das bei der Allianz aus und so weiter. Und haben das tatsächlich ganz am Anfang für uns erstmal händisch aufgeschrieben und haben dann aber relativ schnell auch gemerkt, dass das nicht funktioniert. Langfristige Lösungen. Und dann ist es ja auch so, dass es nicht nur beim DAX bleibt, sondern dass man einfach als Aktionär auch viele Aktien hat, die nicht nur in Deutschland sind, sondern eben in einem anderen Land. Und mittlerweile sind wir, wie gesagt, dann davon weggekommen, dass wir das alles händisch machen, sondern kaufen diese Daten von gängigen Datenanbietern einfach zu. Also bekommen die bereitgestellt. Und dann ist es so ein normaler Arbeitstag. Ich habe es gerade gesagt, wir haben alle jeder so seinen Bereich, in dem er zuständig ist. Und dann gibt es zum einen die Coder, die Programmierer, die App programmieren, neue Features, neue Funktionen einbauen. Dann haben wir jemanden, der für das Thema Datenmanagement zuständig ist. Also wie kommen die Daten von unseren Datenlieferanten in die App, in die Datenbank rein? Für die, die dann ab und zu eine Änderung haben. Jetzt ist es ja relativ häufig vorgekommen, auch während der Corona-Zeit, dass einzelne Unternehmen die Dividende geändert oder teilweise auch ganz gestrichen haben, dass solche Änderungen dann schnell auch in der Datenbank drin sind. Und dann bekommen wir auch relativ viele Kundenmails, wenn mit verschiedenen Anliegen. Also wann gibt es welches neue Update? Teilweise dann einfach auch, dass mal eine kleine Abweichung in der Datenbank drin ist, dass die korrigiert wird. Wir sind aber auch offen dafür, wenn ein Kunde uns sagt, hey, liebes Team, ich habe das Unternehmen XY in meinem Depot. Das finde ich in Difftimer nicht. Könnt ihr das bitte mal hinzufügen? Genau. Und da gibt es einfach diese Bereiche, um die wir uns kümmern. Genau. Okay. Ja, vielen Dank für den Einblick in euer tägliches Doing. Das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Und mal wieder merken wir, hinter so einer App steckt doch eine ganze Menge an Arbeit. Nun habe ich natürlich auch noch die Frage, weil ich nutze die App jetzt ja auch schon eine ganze Weile und habe auch schon so das ein oder andere Update dort mitbekommen. Also ich freue mich ja inzwischen in der App auch darüber. Und alle anderen Nutzer tun das auch, dass wir nicht nur unsere Dividendenzahlungen sehen, sondern auch sehen können, was fällt da eigentlich an einer Steuer an? Vielleicht magst du uns mal so ganz kurz erzählen. Wann wurde ihr eigentlich gegründet und was ist seitdem so passiert? Also wie hat sich eure Arbeit für den Nutzer dahingehend verändert? Also ich hat es gerade gesagt, ich habe diese ganz ursprüngliche Idee. Das war wirklich, ja, da haben wir, wie gesagt, angefangen, das ganze händisch zusammenzuschreiben. Das war wirklich nur ganz, ganz basic, das wir gesagt haben, Unternehmen XY zahlt dann und dann aus. Und das war es im Prinzip. Und dann haben wir das. Das ist jetzt circa zwei Jahre her, dass diese ganz ursprüngliche Version veröffentlicht wurde und haben danach und nach verschiedene Features dazu gebaut. Du hast gerade das Thema Steuer angesprochen, das bei uns implementiert wird. Und hier ist es auch so. Das ist relativ kompliziert gewesen, das zu implementieren, weil wenn das Thema Steuern integriert wird, dann müssen wir hier, wenn man jetzt nur mal in Deutschland bleibt, da ganz, ganz viele Dinge berücksichtigen. Also das ist das Thema Quellensteuer. Dann ist davon ein Teil anrechenbar, ein Teil rückforderbar. Dann ist es das Thema Freistellungsauftrag, der individuell von Person zu Person unterschiedlich ist. Dann ist es das Thema Kapitalertrag, Steuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, die alle in irgendeiner Weise in dieser Berechnung berücksichtigt werden müssen. Das heißt, das war ein Update, das uns relativ viel Zeit gekostet hat. Und dann haben wir wie gesagt einfach um diese Idee drum herum, wann zahlt welches Unternehmen aus, ganz viele Dinge mit eingebaut. Also es ist mittlerweile auch beispielsweise so, dass Extates berücksichtigt werden. Das bedeutet, wenn ich in der App auch eintrage, ich habe erst danach einem Extate eine Aktie gekauft, dann wird diese Auszahlung nicht mit angerechnet. Und genau, wir arbeiten jetzt grundsätzlich momentan auch an einem sehr umfangreichen Update, das verschiedene Funktionen nochmal beinhalten wird. Zum einen wird es Verbesserungen beim Thema Design geben. Also wir haben grundsätzlich gesagt, wir wollen diese einfache, strukturierte Übersicht beibehalten. Haben aber, denke ich, auf jeden Fall nochmal ein Design von der Bedienung her, nochmal ein super Upgrade damit. Haben dann das Thema, das ist uns sehr wichtig, das Thema Login-Funktion jetzt mit eingebaut beziehungsweise Cloud-Funktion bedeutet, es werden künftig, momentan ist es ja so, dass du die App nur auf einem Endgerät nutzen kannst. Und künftig wird es so sein, dass du dich in der App einloggen kannst, ich sag mal wie zum Beispiel bei Instagram, keine Ahnung, und deine Daten da einpflegst und dann von einem anderen Gerät auch drauf zugreifen kannst, dass du damit dann einfach ein Backup hast und die App dann geräteübergreif nutzen kannst. Genau, und was wir jetzt auch noch einbauen werden, ich will auch nicht zu viel verraten, aber was im neuen Update auch mit dabei sein wird, ist eine Filter-Funktion, dass du dir als Aktionär quasi filtern kannst, hey mein Depot besteht momentan aus dem, dem und dem. Hier passt meiner Meinung nach ein Unternehmen, ich mach ein Beispiel, ein Unternehmen aus den USA rein, aus dem Bereich Pharma und ich möchte aber nur Unternehmen ab einer Dividendenrendite von drei Prozent pro Jahr. Das ist genau auch noch ein Thema, das eingebaut werden wird und noch ein paar Kleinigkeiten, wie gesagt ich will auch nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich glaube das auch bei unseren Nutzern, die das Update auf Anklang treffen wird. Ja, für mich klingt das Ganze auf jeden Fall sehr interessant, weil ihr löst damit ein Problem, nämlich das Problem, ich möchte meine Dividenden sehr übersichtlich und einfach zum einen filterbar haben, zum anderen natürlich aber auch dargestellt haben und da seid ihr glaube ich auf dem deutschen Markt tatsächlich mit einer App auch komplett alleine, also ist ein relativ konkurrenzloses Modell und von daher denke ich das wird auch einen sehr großen Anklang kriegen. Jetzt haben wir wahrscheinlich viele von uns gemerkt, dass während der Corona-Zeit, du hast ja jetzt gerade schon mal angesprochen, auch im Finanzbereich um einiges mehr los war, gewisse Artikel wurden häufiger aufgerufen, viel mehr Menschen haben ein Depot eröffnet, habt ihr dann bei euch auf der App auch einen größeren Zusturm gemerkt an begeisterten Investoren? Wir haben tatsächlich in den letzten Wochen gemerkt, dass wir mehr Kunden haben, wir waren uns noch nicht zu 100% sicher, ob das nur am Thema Corona lag. Ich denke, dass es auch mit dem Thema war, dass einfach viele jetzt mittlerweile sagen oder ja viele im Homeoffice sind oder in Kurzarbeit oder keine Ahnung, zu Hause einfach sind und mehr Zeit haben, sich mit solchen Themen zu beschäftigen und dann einfach durch Recherche oder Empfehlungen oder wie auch immer auf unsere App aufmerksam geworden sind und das einfach mal ausprobiert haben. Also tatsächlich ja, ich glaube schon, dass das eine Auswirkung für uns gehabt hat in der Nutzerzahl. Okay, sehr schön, freut mich natürlich, weil dann bin ich nicht ganz alleine in der App und habe ein paar Leute, mit denen ich mich darüber austauschen kann. Jetzt ist es in Deutschland natürlich so, dass viele Gründer, die jetzt ein Unternehmen halt auch gründen, auch den schnellen Exit suchen und gar nicht so lange in ihrem Unternehmen bleiben wollen, sondern einfach nur teuer verkaufen möchten. Wie ist denn dabei euch so die mittelfristige bis langfristige Planung, also zum Beispiel, wo seht ihr euch in fünf Jahren, was darf vielleicht in zehn Jahren sein? Gibt es da schon Pläne? Die Gedanken haben wir uns tatsächlich gemacht, auch wenn diese Grundidee einfach als, ja, ich sage mal als Hobby entstanden ist, haben wir dann einfach nach und nach festgestellt, hey, dieses Thema, das wollen ganz, ganz viele nutzen. Und wir haben trotzdem gesagt, wir möchten das jetzt nicht zu, oder die App zu wahnsinnig viel Geld am Markt anbieten, sondern haben auch bewusst gesagt, wir wollen und das ist immer denke ich auch ein relativ günstigen Preis für die App verlangen, einfach so, dass wir sagen, es kostet einfach Geld, diese Daten zu pflegen, diese Daten zuzukaufen und haben dann für uns gesagt, wo soll das Ganze hingehen? Wir möchten das auf jeden Fall am Markt so etablieren, dass es unter Investoren oder ich sage mal, ja, vor allem für Dividendeninvestoren, aber einfach für Aktionäre grundsätzlich einfach ein hilfreiches Tool ist, mit dem ich, ich habe es gerade gesagt, diese Filterfunktion, die muss ja jetzt nicht nur für einen Dividendeninvestor interessant sein, sondern das kann ja auch jemand sein, der eine ganz andere Strategie verfolgt, aber nach gewissen Kriterien der Aktie sich sucht und der dieses Tool dann trotzdem nutzt. Also das ist so unsere Planung, dass wir sagen wollen, wir wollen dieses Tool einfach für Aktionäre grundsätzlich am Markt etablieren und können uns aber auch durchaus vorstellen, dass wir das Ganze längerfristig machen. Also unser fester Plan ist jetzt nicht, dass das Ganze in drei, vier Jahren verkauft sein muss, sondern uns macht das Spaß, was wir tun. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Kunden und das freut uns natürlich auch, wenn uns jemand schreibt, hey, genau das habe ich lange gesucht, super Arbeit, was ihr da macht, da freuen wir uns wirklich drüber und von daher ist das jetzt nicht die einzige Möglichkeit für uns, dass wir sagen, in drei Jahren wird das Ganze verkauft, sondern wir können uns auch vorstellen, das Ganze längerfristig zu machen. Wie gesagt, nachdem wir dann hier dieses Produkt mal etabliert haben, werden wir dann auch mal sicherlich schauen, ob wir das Ganze auch in Österreich, in der Schweiz oder vielleicht auch noch größer in anderen Ländern auch etablieren können. Schön, freut mich natürlich zu hören und freut wahrscheinlich auch jeden Schweizer und jeden Österreicher zu hören, dass er da auch entsprechende Möglichkeiten haben kann. Damit hast du mich auch gleich zur nächsten Frage gebracht, ich selber kenne es ja natürlich auch, weil ich das hier von sich mit einem Podcast mache, ja auch als Unternehmer mache und ich bin da schon in Deutschland so auf die ein oder andere Herausforderung gestoßen und habe auch Freunde, die international in anderen Ländern halt tätig sind und da vom Staat her ganz andere Vorgaben haben. Wie ist denn das so aus deiner Erfahrung? Du vertrittst ja bei euch den Posten des Geschäftsführers eurer App, eures Unternehmens. Wie ist denn Deutschland so als Land für euch? Ist das ein tolles Land, in dem man gründen kann? Was gibt es da so für Herausforderungen, mit denen ihr während eurer Gründungszeit eigentlich zu tun hattet? Schwierige Frage, da hat es eine gute Antwort drauf zu geben. Also ich muss sagen, für uns war es am Anfang sehr, sehr viele Dinge, die es zu beachten gibt. Sehr, sehr viel Bürokratie, also von Verträgen, die erstellt werden mussten, über Finanzamt, Steuerberater, Notar, ganz, ganz viele Kleinigkeiten, die es da zu beachten gibt, bis hin zu einer Gesellschaftsversammlung, die man da einfach tun muss und die, ja, einfach einen relativ hohen bürokratischen Aufwand für uns dargestellt haben. Also ganz easy, wie ich es mir vorgestellt habe, war es nicht. Aber im Nachhinein auch umso interessanter, weil man natürlich auch extrem viel lernt und ja, letztendlich mir persönlich geht es so, dass ich bei den ganzen Themen… Ja wunderbar, dann klingt alles so nach Themen, die mir relativ bekannt vorkommen. Das ist nicht immer ganz so einfach, aber letzten Endes immer noch eine schöne Sache, dass wir hier auch so einfach und viel gründen können. Bevor wir jetzt auf dein persönliches Investitionsverhalten wechseln, eine letzte Frage zum eigentlichen Unternehmer tun. Wenn da jetzt jemand herangeht und auch in jungen Jahren ist, so wie wir es jetzt auch sind und so richtige Gründerlust hat, was würdest du ihm als Tipp, als Rat mit auf den Weg geben? Leute ansprechen, die das schon geschafft haben und dann seine Idee einfach umsetzen. Ich glaube, dass ganz, ganz viele Ideen daran scheitern, dass sie einfach nicht umgesetzt werden. Und ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass ich Leute, die schon selbstständig sind oder selbstständig waren, einfach angesprochen habe, mir von denen, mit denen ins Gespräch gekommen bin, hey, was lief gut? Was muss ich beachten? Und dann einfach meine Idee umsetzen. Ärmel hochkrempeln, hinsetzen und das Ganze in Angriff nehmen. Okay, sehr schön. Das ist auf jeden Fall ein sehr guter Rat, den würde ich und werde ich auch so eins zu eins unterstützen, so weitergeben. Und denke mal, das ist auch ein Rat, den kannst du so jedem halt mit auf den Weg geben, weil es ist halt einfach so häufig, wenn sich sehr viele Gedanken um Themen gemacht und eigentlich kommst du dadurch halt nie um die Umsetzung. Und wahrscheinlich ist schon so ein oder andere wirklich tolle Ideen niemals umgesetzt worden. Jetzt wechseln wir ein bisschen vom Diff-Timer zu deiner ganz persönlichen Anlagestrategie. Was war denn für dich damals ausschlaggebend, dass du gesagt hast, so Aktien, Börse, das ist ein interessantes Thema, das will ich jetzt machen. Bei mir war es tatsächlich auch letztendlich der berufliche Hintergrund. Und zwar habe ich ein BWL-Studium gemacht mit Fachrichtung Banking und habe mich dann hier gezwungenermaßen, ist jetzt vielleicht falsch, aber habe mich hier einfach im Studium auch mit dem Thema Wertpapiere, Börse, Aktien und so weiter auseinandergesetzt und habe dann ja während dem Studium relativ am Anfang schon gleich festgestellt, hey, das ist ein cooles Thema, das interessiert mich, da will ich mich auch privat mit beschäftigen. Und das hat dann angefangen mit zu Themen neben der Vorlesung, dass ich mal so ein Planspiel gemacht habe irgendwo und dann einfach irgendwann gesagt habe, hey, ich nehme jetzt mal einfach Geld in die Hand, suche mir eine Aktie raus und investiere dieses Geld da einfach mal. Und da habe ich dann ja gute Erfahrungen letztendlich mitgemacht gehabt, habe gemerkt, mir macht das Thema Spaß, ich finde es interessant und so kam dann einfach eins zum anderen, genau, dass sich das einfach immer weiterentwickelt hat bei mir und habe mich dann immer weiter spezialisiert, auch im Studium, als man dann irgendwann seine Vertiefungsrichtung wählen konnte, habe ich mich dann auch, gab es für mich gar keine andere Überlegung, das war für mich auch klar, ich gehe in Richtung Wertpapiere, genau und so hat sich das ganze bei mir entwickelt gehabt. Okay, sehr spannend natürlich und gerade bei dir stellt sich mir diese Frage noch ein bisschen mehr als bei anderen, ich stelle die Frage ganz gerne im Podcast, in den Interviews, weil ich das immer für sehr interessante Antworten dann auch halte, was dann kommt, wie reagiert denn dein persönliches Umfeld darauf und vielleicht nehmen wir mal die Leute, die nicht am Diftheimer mitarbeiten, also so Familie, Freunde, Bekannte darauf, dass du an der Börse tätig bist? Gute Frage, also da gibt es sehr geteilte Meinungen, glaube ich, also es gibt viele, die sagen hey cool, erzähl mir mehr darüber, das finde ich interessant, weil ich glaube mittlerweile ist auch bei denen, die sich wirklich extrem gegen die Themen Bank und Geldanlage sträuben, ich glaube mittlerweile ist auch bei denen angekommen, dass es nichts mehr am normalen Zinsmarkt zu holen gibt und ja, wie gesagt, also sehr geteilt, manche sagen hey cool, das ist interessant, erzähl mir mehr darüber, aber es gibt auch viele, die sagen tu, da lasse ich eher die Finger davon, da spielt dann so ein bisschen diese, sag mal die deutsche Mentalität ein bisschen mit, wo viele einfach sagen hey, ich habe Angst davor, da könnte ich doch Geld verlieren und solche Themen dann einfach, also sehr Zwingspalten. Ja, da geht es dir wahrscheinlich wie den meisten von uns, vielleicht hilft es bei dir so ein bisschen dabei, dass du dann immer noch sagen kannst, du hast das ganze studiert und vielleicht sieht das ein bisschen besser aus, aber nachdem du das jetzt auch studiert hast, interessiert die Zuhörer sehr, was ist denn so dein Depot, wie ist das aufgestellt, was hast du da so drin, sind das Aktien, Anleihen, Rohstoffe, sind das eher ETFs, Kryptowährungen, P2P, Immobilien, worin investierst du? Bisher sind es fast ausschließlich Aktien bzw. ja genau, fast ausschließlich Aktien, hat einfach den Hintergrund, dass ich, ja ich habe so eine kleine oder große Watchlist mit Unternehmen, wo ich gesagt habe, an diesen Unternehmen wäre ich gerne beteiligt und da die noch nicht abgearbeitet ist, gibt es momentan auch noch relativ wenige andere Investitionen. Das heißt, bei mir ist es so grob zwei Themen, also es ist eines in Aktien bzw. Aktienfonds und das Thema Immobilien, wo ich auch langsam so nach und nach angefangen habe und habe mich zunächst im Bereich Aktien auf Unternehmen spezialisiert, ich hatte es vorhin glaube ich kurz gesagt gehabt, die eine hohe Dividendenrentite haben oder von denen ich auch in Zukunft einfach ausgehe, dass die auch in schlechteren Zeiten ihre Dividende auszahlen. Genau, also das hat sich eigentlich mit meinem, seit ich angefangen habe, immer so rauskristallisiert, dass ich ja eigentlich fast nur Unternehmen kaufe mit einer hohen Dividendenrentite, um mir, wie ich gesagt, so ein bisschen, ich sag mal, so ein passives Einkommen irgendwo aufzubauen und genau, ja. Okay, das klingt sehr spannend, also Einkommensinvestitionen sind ja ganz cool und wenn die Dividenden dann so aufs Konto prasseln, ich persönlich finde das ja auch eine ganz tolle Sache, die mir sehr stark auch gerade in Anfangsmonaten dabei geholfen hat, am Ball zu bleiben, weil das doch ein sehr schönes Gefühl ist und auch gut für die Psyche ist, wenn man dann sieht, aus dem Geld, das du ausgegeben hast und nicht nur Quatsch ausgegeben hast, kommt auf einmal Geld zurück. Diese Dividendenaktien, du hast ja jetzt schon gesagt, du schaust auf eine gute Dividende, wie wählst du die denn im Detail aus, also worauf schaust du vielleicht noch, was ist dir dabei wichtig bei der Aktie hinaus? Also ich sag mal, die natürlich die Dividendenrendite ist nur das einzige Kriterium. Für mich ist das Thema Dividendenrendite ein Kriterium, dann haben wir einfach das Thema, schütten die oder wie lange schütten die schon aus, ich sag mal Stichwort Dividendenaristokrat nach Möglichkeit, dann schaue ich mir aber einfach auch an, hey ist das überhaupt ein gesundes Unternehmen? Das trifft nicht immer auf alle Unternehmen zu, die ich kaufe, aber wo gehen diese, die Megatrends hin, profitiertes Unternehmen, dass ich da kauf, langfristig davon. Genau, das sind so die Themen, worauf ich vor allem achte. Ja wunderbar, das klingt doch sehr gut. Jetzt hast du vorhin aber auch schon gesagt, du hast eine relativ lange Watchlist und ich frage ganz gerne, ohne dass wir hier jetzt irgendeine Art von Anlageberatung machen, wir sprechen hier einfach unsere persönliche Meinung aus, aber wenn du dir jetzt gerade auch die Corona-Zeit anguckst, dann ist für viele natürlich sehr interessant, was könnte ich kaufen und was doch eher nicht. Hast du da etwas, was so in Richtung Aktientipp geht, so eine richtig heiße Aktie, bei der du dir denkst, ja das könnte meine nächste Aktie im Depot sein? Also tatsächlich jetzt die letzten Tage konnte ich nicht widerstehen oder ja die letzten Wochen, zieht sich jetzt schon ein bisschen länger, konnte ich nicht widerstehen bei der Royal Dutch und bei der Imperial Brands. Ja, ich persönlich habe es gerade gesagt gehabt, ich schaue auf verschiedene Kriterien und auf meiner Liste stehen dann relativ, meiner Meinung nach, relativ konservative Unternehmen auf der, jetzt weiter oben. Ich sag mal als Beispiel eine Unilever oder ja, muss man mal schauen, wo jetzt die Kurse demnächst mal hingehen. Ich meine, wenn es noch mal ein Rücksetzer macht, wäre für mich auch mal eine Visa, die hat zwar eine etwas niedrigere Dividendenrentite, aber sowas oder eine Microsoft, wäre für mich auch mal interessant. Okay, auch wieder sehr spannende Unternehmen, gerade Royal Dutch, Imperial Brands sind auch Unternehmen, die bei mir im Depot im Moment noch sehr stark gewichtet sind, was bei der Dividende natürlich auch nachvollziehbar ist und sehr viel Spaß machen kann. Bei dem Rücksetzer glaube ich persönlich ja, so die neun Euro werden wir bei Shell jetzt wohl nicht noch mal sehen, aber das ist so ein persönliches Gefühl, aber die habe ich leider nämlich auch verpasst. Jetzt haben wir schon so ein, zwei Aktien besprochen. Wie viele Aktien holst du denn prinzipiell so in dein Depot rein? Also gibt es da so ein Maximum und ein Minimum in Aktien, dass du für deine Diversifikation und deinen Wohlfühlfaktor brauchst? Für mich, also es gibt relativ viele Unternehmen, wo ich gesagt habe, da würde ich mich gerne beteiligen. Von daher, also ich möchte jetzt nicht mein Depot unendlich ausweiten, aber ich sage mal, irgendwo so eine Richtung sind bei mir irgendwo 30, 35 Unternehmen, sage ich mal. Sowas in der Größenordnung. 35 Unternehmen klingt nach einer sehr schönen Depot-Größe, die man auch immer noch gut im Hoge behalten kann. Jetzt kommen wir zur nächsten Frage und die ist auch meistens sehr interessant. Es geht nämlich um dein größtes Learning. Also, dass du an der Börse schon mal gemacht hast, hast du tatsächlich schon mal so einen Fehler gemacht, bei dem du dir denkst, oh shit, was ist denn da passiert? Oder vielleicht auch eine Erfahrung in die andere Richtung, also eine sehr positive Erfahrung, wo du sagen kannst, das war jetzt so ein Learning, bei dem es wirklich Klick gemacht hat? Ich habe also jetzt so dieses, ich sage mal, so ein Negativ-Learning, wenn ich es mal so formuliere, gab es bisher tatsächlich noch nicht bei mir. Ich glaube, es liegt mit daran, dass ich jetzt keine, ja ich sage mal, hochspekulativen Unternehmen kauf oder bisher gekauft habe, sondern eher etwas, in der Regel etwas konservativere Unternehmen und habe jetzt dann aber die Erfahrung gemacht, dass ich zum einen über regelmäßiges Sparen, aber zum anderen auch, glaube ich, dass ich davon jetzt einfach profitieren werde. Wenn ich zum Beispiel eine Royal Dutch als Beispiel nehme, die ja jetzt relativ deutlich an Wert verloren haben, glaube ich, dass man hier durch das günstige Nachkaufen und nicht in Panik verfallen, davon einfach langfristig extrem profitieren wird. Ja, das hoffe ich natürlich auch mal, weil ich habe ähnliche Unternehmen wie du tatsächlich auch im Depot und ich werde mich da in Zukunft wahrscheinlich auch sehr freuen, dass die Kurse da noch umgehen und weiterhin schöne Dividenden kommt. Wir nähern uns jetzt so langsam dem Ende dieses Interviews und daher kommt noch die Frage, als du dich dann angefangen hast an der Börse zu informieren, haben dir da so die ein oder anderen Bücher tatsächlich weitergeholfen, die du den Hörern noch empfehlen kannst? Dadurch, dass ich relativ viel auch im Studium dazu gemacht habe, habe ich ja relativ wenig nur zum Thema oder relativ wenige Bücher, die nur das Thema Aktien behandeln gelesen, was ich aber unabhängig davon, was ich denke, was mich persönlich viel weitergebracht hat, war die Buchreihe von Robert Kiyosaki, die Rich Dad Poor Dad Bücher, die fand ich richtig gut, die habe ich alle gelesen. Aber wie gesagt, so ein Aktienbuch, nenne ich es mal, an sich, gab es relativ wenig, was ich da gelesen habe. Okay, mit den Büchern von Robert Kiyosaki hast du da auf jeden Fall schon mal sehr schöne Bücher mit erwähnt. Wer das Ganze vielleicht sich noch mal angucken möchte von der Zuhörerschaft, der findet das neben den Link zur Div Timer App auch noch in den Show Notes, also einmal den Link auch noch zu den Büchern. Wer eher so der Hörbuch-Fan ist, das Ganze gibt es im Moment auch noch zu großen Teilen kostenfrei auf Spotify und auf Deezer, also vielleicht ist das auch interessant und damit kommen wir auch schon zum Ende des heutigen Interviews. Ich freue mich ganz doll, dass du heute hier warst und hoffe auch, der ein oder andere konnte den ein oder anderen Mehrwert aus diesem Interview mitnehmen und das letzte Wort des Interviews gebührt dir. Ja, vielen Dank, Mirco, dass du uns und mir hier die Möglichkeit gegeben hast, uns mal ganz kurz vorzustellen. Hat mich sehr gefreut, hier daran teilzunehmen, also vielen, vielen Dank. Ja, und für alle, die irgendeine Frage zu Div Timer haben, können sich jederzeit gerne an uns oder an den Support wenden und wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr unsere App einfach mal ausprobiert. Für jeden Kunden gibt es eine kostenfreie Testwoche innerhalb der, die die App jederzeit wieder gelöscht werden kann. Wenn sie nicht gefallen sollte, gerne einfach ausprobieren und für Rückmeldungen oder Rückfragen einfach auf uns zukommen. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ja, sehr schön. Gut, damit machen wir auf das heutige Interview auch einen Deckel drauf. An alle Zuhörer, schön, dass ihr wieder mit dabei wart und bis zum nächsten Mal. Wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog finanz-illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Stryker Aktienanalyse mit Tobias
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Wir merken uns Stryker ein sehr interessantes Unternehmen und ein bisschen teuer, wenn wer von euch da gerne noch ein bisschen mehr lesen möchte. Herzlich willkommen beim Finanz-Illuminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati-Podcast, heute ein weiterer Aktienanalyse, allerdings, die findet nicht ganz alleine statt, sondern heute haben wir einen Gast da. Ihr kennt ihn bereits, den Tobias von Finanzen.ig. Tobias hat sich bereits einmal vorgestellt, war zum Interview hier auf dem Podcast-Kanal, doch falls du die Folge verpasst hast, erst einmal grüße dich, Tobias, und magst du dich vielleicht gleich einmal in ein paar Sätzen vorstellen? Genau, wie du meintest, das habe ich ja schon mal. Ich heiße Tobias, bin 20 Jahre jung, bin Student in Wien, ich studiere BWL und habe eben jetzt meine Leidenschaft beim Thema Börse gefunden. Betreibe deinen Instagram-Kanal, der heißt Finanzen.ig, also Instagram, und einen YouTube-Kanal, nämlich Tobias Finanzen, ja, und mache halt nebenbei sowas wie Aktienanalysen, schreibe Gastbeiträge für Blogs, und bin einfach sehr überzeugt von diesem Thema und vom Kapitalismus. Ja, sehr schön, und heute bist du ja mit dem Vorschlag auf mich zugekommen, dass wir uns doch mal eine sehr interessante Aktie anschauen wollen, die vor einer kurzen Weile auch im Kurs tatsächlich sehr weit gefallen ist und damit tolle Chancen, würde ich erst mal sagen, geboten hat, das ist eine Aktie, die stellt unter anderem auch Fahrtragen in Krankenhäusern her, aber jetzt zu dir, welche Aktie hast du uns denn heute mitgebracht? Genau, das wäre die Striker Corporation, also die Striker Aktie, die kennen vermutlich die allermeisten jetzt schon, die war ja in den letzten Wochen sehr in aller Munde, kann man sagen, weil die eben ein großer Profiteur vom Corona-Crash ist. Warum das ist, darauf komme ich gleich zu sprechen. Ich würde zunächst auf die Geschichte eingehen, wenn das recht ist, und dann eben Schritt für Schritt auf die Daten. Das Unternehmen hieß früher mal der Orthopedic Frame Company, und das war eben der Vorläufername, und wurde dann am 20. Februar 1946 von Romare Striker gegründet. Ja, das klingt erst mal nicht ganz so spannend, und sein Sohn, der Lee Striker, der wurde dann Firmenpräsident 1969, der starb dann auch acht Jahre später beim Flugzeugabsturz, und sein Nachfolger, das war dann der John W. Brown, der ging dann zwei Jahre später 1979 an die Börse damit. Das heißt, das Unternehmen Striker ist seit 1979 an der Börse und verschafft seit daher eben sehr schöne Kursgewinne, zumindest allen, die eben schon seit damals da investiert sind. Was macht Striker? Striker ist im S&P 500 gelistet, also eines der größten 500 Unternehmen in Amerika, ist dementsprechend auch in Michigan ansässig, also in Amerika, und ist im Bereich Gesundheit tätig. Das heißt, wir sind hier in der Gesundheitsbranche und ganz detailliert in der Medizintechnik. Das Ganze kann man sich jetzt eben wie so einen GesundheitsETF fast vorstellen, denn man hat hier ganz, ganz viele Produkte und ist vorwiegend im Bereich Implantate, Gelenkersatz und Traumoperationen tätig. Was man noch macht ist zum Beispiel die Entwicklung von chirurgischen Ausrüstungen, das heißt sowas wie Bohrer und generell so Überwachungs- und Kommunikationssysteme, das schauen wir uns gleich noch auf der Homepage an, und die sind auch im Bereich Endoskopie ganz, ganz oben mit dabei und machen, wie du schon angesprochen hast, sowas wie Krankenbetten und Rollstühle. Ja, soviel mal zur Geschichte, die vertreiben dann aussehen auch ihre Produkte in über 100 Länder und das per Direktvertrieb, das heißt, das wird nicht über Mittelsmänner getan, sondern die vertreiben direkt an Ärzte, Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Es gibt da zwei Genitler in jedem Land, also zum Beispiel in Österreich, da wäre ich dann auch schon auf der Homepage, und wie gesagt, da gibt es eben in jedem Land den eigenen Sitz und da werden die Produkte ganz spezifisch auf das jeweilige Land eben vertrieben. Ok, sehr schön, ich bin jetzt auch mal auf die Webseite von Striker gegangen und gucke mir die an, das sind ja eine ganze Menge Länder, die da tatsächlich gelistet sind, da ist es natürlich interessant, wie funktioniert so ein Unternehmen wie Striker, also wie sie tatsächlich bei denen, klar, du hast gesagt, sie verkaufen ihre Artikel direkt an die Krankenhäuser, wie sieht denn bei denen ganz konkret das Geschäftsmodell aus, also was haben die für Produkte und wo stellen die das eigentlich her, wie liefern die das Ganze, nimm uns doch mal mit auf die Reise von so einem Striker Produkt. Also die Produkte sind wie gesagt sehr, sehr vielfältig, man hat zum Beispiel Bettgestelle, man hat Rollstühle, man hat Notfalltragen, die könnten ja im Krankenfahrzeug, man hat dann aber auch sowas wie zum Beispiel Infrastruktur, also Krankenhausbetten und diese ganzen Zapfsäulen, was es da alles gibt und auch die Kommunikationsgeräte, also das ganze Navigationssystem, wenn man das eben bei der Operation braucht, so, dann steht da die Anzeige und all die ganzen Geräte, die hier eben im Krankenhaus verwendet werden, das heißt prinzipiell könnte alles, was in den USA da im Krankenhaus verwendet wird, irgendwie von Striker stammen, das steht meistens auch groß drauf, nämlich Striker eben, und 70% des Umsatzes wird eben auch in den USA gemacht, nur 30% dann eben in anderen Ländern. Außerdem gibt es da elektrische Werkzeuge, das heißt sowas wie Bohrer, also wirklich ganz, ganz heftige Sachen für eben Operationen und für die Chirurgie. Er wird das vertrieben, wie gesagt durch Direktvertrieb, das heißt Striker geht her oder die Krankenhäuser gehen her und beauftragen Striker, dass sie zum Beispiel 100 Krankenhausbetten fertigen. Diese Betten werden dann gefertigt und ohne Mittelsmann, also von Striker selbst, von dem privaten Lieferdienster an die Krankenhäuser verteilt und dementsprechend spart man sich da auch ein wenig Kosten für die Mittelsmänner. Also so ist prinzipiell der Produktweg und das klappt eben sehr gut und klappt auch relativ billig, wie man sich vorstellen kann. Okay, da hast du jetzt schon wieder was gesagt, klappt auch relativ billig. Können wir das Ganze ein bisschen konkreter fassen und da in die Zahlen gehen? Was hat Striker so als Unternehmen, was hat das so für Kosten, wie viel nimmt das Unternehmen eigentlich ein und was bleibt da am Ende für uns Aktionäre, aber auch im Unternehmen eigentlich hängen? Ja, also um mal auf die Zahlen zu sprechen zu kommen, da könnte man sich den Gewinn, den Umsatz und den Cashflow mal anschauen. Da sind natürlich die aktuellen Zahlen nicht ganz so relevant, denn wenn man jetzt den jährlichen Zuwachs des Gewinns schätzt, da gibt es ja Prognosen, dann sind die eben deutlich höher als sonst. Da wird beispielsweise ein Gewinnzuwachs von ungefähr 37 Prozent zugesprochen dieses Jahr. Das ist natürlich komplett irreal, weil das in anderen Jahren ohne Corona-Krise eben nicht der Fall sein kann und zum Glück auch nicht ist. Ansonsten sprechen wir von ungefähr 6 Prozent Gewinnzuwachs über die letzten zehn Jahre und beim Cashflow von ungefähr 4 Prozent, also ein sehr, sehr stetiges, aber doch konstantes Wachstum und dementsprechend eher ein konservatives Investment. Was haben wir beim Umsatz? Die Umsatzaktie, der war 2013 bei ungefähr 23,6 Dollar und ist 2019 bei ungefähr 40 Dollar. Das heißt, die Umsatzaktie hat sich fast verdoppelt über diesen Zeitraum von sechs Jahren und das ist wirklich gigantisch, kann man fast sagen. Umsatzerlöse waren wir 2013 bei 9 Milliarden und sind wir 2019 bei 14 oder fast 15 Milliarden. Also auch hier haben wir eine Vereinung Halbfachung und das ist wirklich sehr, sehr gut. Das sind sehr, sehr gute Zahlen. Das liegt eben auch daran, dass die Leute älter werden, dementsprechend aber eben auch mehr Verpflegung brauchen, vor allem gesundheitlich. Ja, da kommt Strike eben sehr, sehr gelegen. Mitarbeitertechnisch sieht es auch gut aus, da haben wir seit 2013 einen Anstieg, da hatten wir 25.000 Mitarbeiter und aktuell haben wir 40.000. Also doch ein deutlicher Anstieg von auch 15.000 in sechs Jahren. Das ist schon eine enorme Summe, dementsprechend kann man ja von stetigen konstanten Wachstum ausgehen, auch über die nächsten Jahre und vor allem jetzt eben in diesen schwierigen Zeiten. Das ist auf jeden Fall schon mal ein sehr interessantes Zahlenwerk. Ich habe mir das gerade auf TraderFox auch nochmal nebenbei aufgemacht und sehe ja diese Umsatzentwicklung von 2010 bis 2019, die ja wirklich sehr, sehr stark angestiegen ist. Nun haben wir natürlich als Investoren noch so eine weitere kleine Zahl, die wir sehr interessant finden und das ist zumindest bei mir im Depot so und ich glaube bei dir ja auch. Das ist die Dividende. Wie ist denn Striker da so aufgestellt und ist das für uns Dividendeninvestoren ein interessantes Unternehmen? Also Striker könnte man, wenn man jetzt irgendwie zwischen Aristokrat, zwischen Wachstumswert und Hight Dividend Dealt Aktie unterscheiden möchte, dann wäre man hier im Bereich der Wachstumsaktie. Das heißt wir haben hier starkes Dividendenwachstum, über die letzten zehn Jahre gerechnet ungefähr 14 Prozent pro Jahr. In diesem Jahr aktuell knapp 8 Prozent, zumindest wird das geschätzt, also die Steigerung nimmt ein wenig ab, aber wird auf jeden Fall, wenn das ebenso weitergeht mit dem Gewinnwachstum, auf jeden Fall auch weiterhin steigen. Dividende gibt es aktuell 1,2 Prozent, also wirklich noch sehr, sehr gering. Dafür hat man aber auch Ausstattungsquoten von 40 Prozent auf den Gewinn und 54 Prozent auf den Free Cashflow. Das heißt da ist noch sehr, sehr viel Platz nach oben und wir haben schon eine Dividendensteigerung seit zehn Jahren und die Dividende wurde eben auch seit diesen zehn Jahren nicht gesenkt. Das heißt nicht Senkung seit zehn Jahren und Steigerung auch seit zehn Jahren. Das sind eigentlich ganz gute Werte für den Wachstumswert, für den Dividendenwachstumswert und bei der Payout Ratio sieht es eben auch noch sehr, sehr gut aus. Ok, schön, also das heißt als so einen defensiven Dividendenwert kann ich mir den also gerne ins Depot legen. Ich gucke da jetzt mal eine Spalte weiter nach rechts, da steht nämlich das KGV und das sieht für mich relativ hoch aus. Ist das denn jetzt eine teure Aktie oder ist das tatsächlich ein Schnäppchen geworden? Wie wir später sehen werden, war die Aktie im Corona-Crash ein Schnäppchen, da habe ich auch zugeschlagen, da kommen wir aber auf ganz, ganz spezielle Zahlen noch später bei der Analyse zurück, da habe ich nämlich ein 8-Punkte Schema, das wir später ansprechen werden und da kam für mich ein ganz klarer Wert, aus dem ich kaufen möchte, ja, habe ich auch getan. Aber aktuell finde ich die Aktie persönlich auch etwas teuer mit einem Kurs von 170 Euro, also da gab es schon deutlich geringere Preise, man muss aber eben auch dazu sagen, die Aktie hat jetzt in 5 Jahren fast 100% Kursgewinn, in 10 Jahren über 200%, das heißt die Aktie entwickelt sich weiterhin sehr, sehr gut, da hat man wirklich eine Verdoppelung alle 5 Jahre, zumindest war es jetzt bis jetzt so. Ja, also ich glaube, dass es auch so weitergeht, da ist nämlich noch ganz, ganz viel Potenzial und wie du schon angemerkt hast, gewinnt die Aktie, steigt Umwirt, steigt und generell gibt es da eigentlich nichts zu meckern. Okay, also das heißt für uns, wir merken uns, die Aktie ist im Moment ein bisschen teuer, allerdings sehen die Zahlen sehr interessant aus, dann kommen wir nochmal zurück ein bisschen mehr in Richtung Geschäftsmodell und da hast du natürlich gesagt, mit einer immer älter werdenden Bevölkerung haben wir da auf jeden Fall das Potenzial für weiteres Wachstum, welche Chancen siehst du denn dabei, das Striker Aktie noch so? Naja, zumindest bei uns in Europa ist es ja so, ich habe da jetzt keine klaren Zahlen für Amerika, dass aber immer mehr Krankenhäuser gebaut werden, das sehe ich bei uns in Österreich, das sehe ich generell, es werden mehr Pflegeheime gebraucht, mehr Pflegefachkräfte, da habt ihr in Deutschland auch ganz, ganz massiven Mangel und dementsprechend schließe ich eben auch aufgrund dieser sehr, sehr, eigentlich simplen Annahme darauf, dass die Leute einfach älter werden, dass mehr Leute bei Pflegung brauchen und das Striker da ganz, ganz heftig daran profitieren kann. Gerade in den USA jetzt vor allem, da gibt es ja Studien, da können sich die Leute keine 400 Euro Rechnung kaufen, äh leisten, also auf einmal und da komme ich schon in Straucheln, da ist es dann wirklich so, vermutlich, dass die Leute da auf private Altersvorsorge irgendwann umstellen müssen, also dass man nicht nur auf den Staat hofft, klar, in Amerika ist es sowieso nicht so, aber auch in Europa und das dann auch vielleicht auf private Altersvorsorge gesetzt wird und die, die Krankenhäuser, die Ärzte, die setzen eben alle auf Striker-Produkte, also mehr kranke Leute, mehr Altleute, mehr Krankenhäuser und dementsprechend auch mehr Krankenhausprodukte, mehr Krankenbetten, mehr, ähm ja, generell mehr Rollstühle, all das wird eben einen Auftrieb finden, zumindest bin ich da in der Meinung und generell wird die medizinische Versorgung auch fortschreiten, also da ist ja noch ganz, ganz viel unentdeckt, da gibt es noch ganz, ganz viel Potenzial und da sehe ich mit Striker ganz gute Chance für mein Depot, dass man da eben mitverdienen kann. Ja, sehr schön, da wo allerdings Chancen sind, da sind auch Risiken, wie sieht denn das mit der Risiko-Seite von Striker aus, also was kann diesen Unternehmen eigentlich gefährlich werden und gibt es da speziell in der USA, wo sie ja relativ stark sind und auch ein Löwenanteil des Ergebnisses herkommt, gibt es da nennenswerte Konkurrenz? Ja, also Konkurrenz gibt es eigentlich überall, wo Chancen gibt, da hast du recht, aber wir haben es schon angesprochen, das Unternehmen ist sehr, sehr breit aufgestellt, wir haben hier von Bettgestellen bis hin zu Kommunikation im Grunde alles, also auch Werkzeuge und generell Notfallbetten, da ist wirklich ein sehr, sehr breites Angebot, man spricht hier auch von einem Medizintechnikfonds fast, also wirklich sehr breit gefächert, ähnlich eben wie Chancen & Chancen in der Pharma-Branche und ich denke, dass da nur Konkurrenz kommen könnte oder nur Risiken entstehen können, wenn jetzt zum Beispiel mal ja eine Art von Krankenhausbett irgendwie funktionsuntüchtig ist, wenn da irgendwas kaputt geht und dann alle Krankenhausbetten irgendwie unbrauchbar wären, dass dann die Krankenhäuser sagen, ja Striker-Produkte wollen wir nicht mehr, wir suchen uns einen kleineren Anbieter, der eben das Ganze ja vielleicht ein bisschen teurer macht, aber dann auch besser, aber nachdem Striker vermutlich nicht die Qualität runtersetzen wird und dementsprechend auch die Krankenhausbetten nicht nachgeben werden, gehe ich da ja nicht in der Ahnung, dass da irgendwie besonders hohe Risiken entstehen könnten in den nächsten Jahren. Ok, sehr schön, das spricht ja schon wieder für einen sehr defensiven und vermeintlich, man will das Wort sicher jetzt ja immer so ungern verwenden, aber doch eher ein vermeintlich sichereres Unternehmen, ein vermeintlich sichereres Investment, vielleicht können wir ja auch einen kleinen Blick auf das Management werfen, das ja die Zukunft dieses Unternehmens sicherstellen soll und die Vision bereitstellen soll, dass das Unternehmen auch weiter expandieren und weitermachen kann, wie ist ein Striker rein vom Management her aufgestellt? Man hat eine gute Verteilung zwischen Männern und Frauen kann man sagen, also da gibt es Führungspositionen, knapp 10 Stück und da sind eben sieben davon Männer und drei Frauen, das heißt, man hat hier auch einen kleinen Anteil an Frauen mit dabei, der Vorstand, der Vorsitzende, der Chef, Exekutivoffizier, das ist der Kevin A. Lobo, der ist schon etwas alt kann man sagen und ja, ich weiß nicht was passiert, wenn der eben abgelöst wird, aber die Leute unter ihm, zum Beispiel die Jen Becker oder der Dean Berge, die sind noch etwas jünger, die haben da auch irgendwie Potenzial und wenn man sich die eben so durchschaut, da sind auch ein paar junge Hüpfer dabei, die eben das Unternehmen ganz gut führen könnten. Der Michael Hutchinson, den sehe ich hier gerade, das ist der Vizepräsident und beratete CEO, der dürfte in seinen 40ern sein, das heißt noch sehr, sehr jung eigentlich für einen Vizepräsidenten und ich denke eben nicht, dass der das Unternehmen ja in die Pleite rutschen sehen möchte, dementsprechend wird alles dafür tun und wenn man noch so jung ist, dann hat man da auf jeden Fall auch noch zukunftsträchtigere Aussichten als wenn man schon irgendwie 80 ist und sowieso noch etwas konservativer denkt. Also ich glaube, das Unternehmen ist im Management technisch recht gut aufgestellt, das kann man natürlich nie wissen, das wusste man auch bei Kraft Heinz nicht, dann kam es eben zu diesem Zusammenschluss und dann war Ende im Gelände, aber die haben das Management auch umgebaut, also das kann man nie wissen, aber ich glaube, dass die schon recht gut und vor allem auch ein bisschen jugendlich, kann man fast sagen, aufgestellt sind. Okay, sehr schön, das heißt also wir haben noch ein recht junges, ein recht spannendes, recht dynamisches Management, das die Chancen des Marktes nutzen möchte, um zu expandieren. Gibt es denn da von Unternehmen, wenn wir uns zum Beispiel Geschäftsberichte angucken, klare Expansionsstrategien und wo das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren vielleicht auch stehen möchte? Dazu muss ich gestehen, habe ich keine Infos. Ich denke, man geht hier vor allem aktuell auf die Festigung des Geschäftes in Amerika, um eben diese Risiken ganz auszuschalten. Also diese Risiken, dass man da irgendwie mal übermahnt wird, dass man da irgendwie mal nur zweiter Platz sein sollte bei der Auswahl von Krankenhausbetten, also ich glaube nicht, dass da jetzt der große Fokus auf Expansion steht, wie gesagt 70% werden aktuell in den USA verdient, aber ich kann mir schon vorstellen, wenn man da mal jüngeres Management hat, das irgendwie auch globalisierender denkt, dass man dann auch Europa irgendwie für sich gewinnen möchte oder da etwas mehr Umsatzanteile erhaschen möchte, also das glaube ich schon. Aktuell habe ich dazu keine Infos, muss ich gestehen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ja, sehr schön. Also das bedeutet dann jetzt, wir haben ein Unternehmen, tolles Management, es hat eine gefestigte Strategie, es hat wenige Risiken, einige Chancen, es profitiert von einer immer älter werdenden Bevölkerung, doch wenn ich mir jetzt als Anleger die Frage habe, kann ich mir dieses Unternehmen ins Depot legen, wann kann ich mir dieses Unternehmen ins Depot legen, auf welche Zahlen muss ich da blicken, wie stehen die und was ist da für mich wichtig? Ja, also zum einen müssen die Margen relativ hoch sein, das ist natürlich immer unterschiedlich, man könnte jetzt zum Beispiel keinen Pharmaziekonzern mit Netto-Margen von 30% mit einem Einzelhandels-Kaufladen wie zum Beispiel Rostores vergleichen, weil die haben eine Marge von 5% und das ist schon gut, also da muss man differenzieren, Strike ist ungefähr in der Mitte, die machen ja Privatvertrieb, das ist auch ein bisschen billiger und dementsprechend haben sie eine Netto-Marge von 26% und eine operative Marge von 23%, also sehr, sehr gute Werte, das umbestritten. Und hier auch, wie gesagt, was haben wir schon angesprochen, ergeben Sie Aktien, das ist eigentlich von links unten nach rechts oben steigend, mit ein paar Aussetzern, zum Beispiel 2014, und auch solche Dinge wie die Verschuldung, die werden eigentlich ja doch im Blick behalten, jedoch ist das so das kleine Manko von Striker, denn wir sprechen hier von einer aktuellen Verschuldung von 57,55%, das hört sich jetzt noch nicht ganz so viel an, aber das ergibt eben eine Zielungsrate von knapp 23 Jahren, um die gesamten Schulden abzubauen, das heißt, man hat hier doch einen Haufen Schulden, der abgebaut werden muss, das ist so ein kleines Manko möchte ich es mal nennen, also das müsste man noch loswerden, aber das wäre mal so eine Kennzahl, die ich für sehr spannend halte, was haben wir noch, vielleicht die Eigenkapitalquote, die ist für mich immer recht am Aussagekräftig, die liegt aktuell bei 42%, das ist seit 2013 der niedrigste Wert, 2013 waren wir noch bei 60%, also die nimmt ab, aber eben sehr sehr langsam, und wir haben keine Eigenkapitalquote von nur 15%, wie eben teilweise der Technikkonzerne, sondern wir sind doch sehr konservativ eben aufgestellt. Ja, für mir ist alles über 30% gut, zumindest bei der Eigenkapitalquote, auch das natürlich immer ein bisschen ja unterschiedlich von Branche zu Branche, aber das muss man sich auf jeden Fall auch mal anschauen, der Enterprise Value, das sagt vielleicht jetzt viel nichts, der ist auch für mich immer ausschlaggebend, der liegt aktuell bei 76 Milliarden US Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 71 Milliarden US Dollar, das heißt der ist ungefähr 5 Milliarden Dollar drüber, und der Enterprise Value, der sagt einfach aus, also das ist eine Messgröße für den Wert eines Unternehmens unabhängig eben von der Finanzierung, dementsprechend wird er berechnet, dass man die Marktkapitalisierung nimmt und zusätzlich diese Schulden und den Kassenbestand und andere aktiver eben abzieht, das heißt das ist eigentlich so der echte Wert, der echte Wert des Unternehmens, und der liegt eben aktuell 5 Milliarden Dollar über dem, über der eigentlichen Marktkapitalisierung, was schon ja zumindest in meinen Augen für eine Unterbewertung spricht, aber wir haben ja schon angeseutet, das Unternehmen ist dennoch etwas zu teuer, darauf kommen wir gleich bei meinem 8-Punkteschema noch zu sprechen, und ich würde jetzt weiter geht es zu den Scores, wenn du eben da nichts einzuwerfen hast, gut dann würde ich mal anfangen mit dem Altmann Z-Score, oder auch Bankruptcy Risk Score genannt, den kennen viele leider nicht, der gibt so ungefähr die Insolvenzwahrscheinlichkeit oder die Prognose für eine Insolvenz, das heißt da haben wir 3 Stadien, nämlich Distress, das wäre schlecht, dann wäre das Unternehmen insolvent gefährdet, wir hätten Caution, das wäre die Grauzone, da ist im Grunde, ja so eine Grauzone eben, also nicht schlecht und nicht gut, und ab einem Wert von 3 hätten wir einen Safe Score, Safe Score bedeutet, dass das Unternehmen nicht insolvent gefährdet ist, zumindest von der Wahrscheinlichkeit nicht, und wir sind hier bei einem aktuellen Score bei Striker von 4,09, also auf jeden Fall im sicheren Bereich, und das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, dann haben wir den Petrovski F-Score, der sagt dann schon mehr Leuten was, da haben wir, ohne weiter darauf einzugehen, 5 von 9 möglichen Punkten, da würde ich dich einfach bitten, ja einfach mal reinzuschauen, wenn dich das interessiert, da gibt es zu viele Punkte, die wir jetzt besprechen müssten, deswegen sage ich ja einfach den N-Score, auch beim All-Aktien-Score haben wir 10 von 10, also alle Punkte, auch sehr sehr interessant, kann man sich gerne mal anschauen, auch hier auf aktie.tradervox.com, kostellos möglich, den Dividenden Adelscore von Christian B. Röhl, den haben wir auch hier, da gibt es zwei von vier möglichen Punkten, obwohl es drei von vier sein müssten, denn die Dividenden-Kontinuität, die liegt bei 10 von 10 Jahren, also alles was über zehn Jahre die Dividende erhöht hat, das kriegt einen Punkt mehr, und da sind wir halt bei 10 von 10, also den Punkt gibt es Abzug, aber das Wachstum, das Dividenden-Wachstum, das konnte eben für dieses Jahr nicht prognostiziert werden, dementsprechend gab es hier 0 Punkte, also wären wir eigentlich, wenn man es genau nimmt, bei drei von vier Punkten, was haben wir noch? Wir haben den Trader Fox Score, der liegt bei 13 von 15 Punkten und der bezieht sich grundlegend auf Wachstumstabilität, auf die Profitabilität und auf die Kursentwicklung sowie eben auch die Verschuldung, da haben wir 13 von 9 Punkten, weil die Verschuldung aktuell relativ hoch ist und weil die Stabilität des EPS-Wachstum in den letzten fünf Jahren etwas geringer war, also das sind so kleine Mankos, also die Verschuldung und das manchmal das Wachstum etwas zu langsam geht, kann man sagen, sowohl bei der Dividende als eben auch beim Gewinn und beim Umsatz, aber grundlegend ein sehr konservatives Investment und durchaus sehenswert. Was sagt die Frau Levermann, also die Levermann-Analyse, die kennen auch viele, da gibt es das bekannte Buch von der Frau Levermann, die war Vormannagerin und die hat sich dann zur Ruhe gesetzt und Buch geschrieben und die hatte eine 13-Punkte-Analyse-Methode, da kriegt man minus ein Punkt, null Punkte oder einen Punkt für jeden Wert, wie zum Beispiel ein Kapitalrendite oder auch EBIT-Marge und so weiter und so fort und da hätte Striker zumindest laut dem Stand vom März minus drei Punkte bekommen, also einen sehr, sehr schlechten Wert und dementsprechend einen verkaufen. Woran liegt das? Das liegt einfach daran, dass der Kurs zu diesem Stichtag, 20.03.2020, sehr schlecht war, da waren wir gerade im Corona-Crash, da gab es Punkteabzug, dann gab es Punkteabzug aufgrund schlechter Quartalszahlen oder eben schlechter Reaktion drauf und auch die Analysten, die sind positiv gestimmt, stimmt, das mag die Frau Levermann nicht, dementsprechend gab es da auch einen Punktabzug, außerdem ist das KGV zu hoch, also über die fünf Jahre und das aktuelle, die sind hier viel zu hoch, dementsprechend gab es auch da einen Punktabzug. Das heißt, wenn man diesen Corona-Crash rausrechnen würde, dann wäre laut dem Levermann-Score Striker ungefähr auf dem Haltenwert, also ungefähr bei null Punkten und auf jeden Fall auch einen genauen Blickwert. Okay, das sind auf jeden Fall alles sehr interessante Zahlen, die du hast und es bringt mich zu einer weiteren Frage, weil du jetzt gerade auch beim Levermann-Score gesagt hast, da war gerade der Corona-Crash in vollen Gange, wie wirkt sich denn die Auswirkung von Corona auf das Unternehmen Striker aus? Also hat das das aktuelle Geschäft stark reduziert, erhöht, in welche Richtung geht das da und wie ist die Einschätzung im Zusammenhang mit dem Covid-19? Also das sind natürlich nur kurzfristige Schwankungen, wie man sich vorstellen kann, aber das Unternehmen hat gut davon profitiert, nämlich sogar sehr gut, das habe ich im Anfang schon angesprochen, wir haben hier eine Prognose des Gewinnzuwachsers von ungefähr 37%, das ist gigantisch, wenn man eben auf 10 Jahre von 6% Gewinnwachstum ausgeht, also krass und der Cashflow, der soll dieses Jahr sogar um 56% ansteigen, der war auf 10 Jahre gerechnet ungefähr bei 4% jährlich und dieses Jahr einfach auf 56%, also die profitieren aktuell massiv von diesem Corona-Crash und deswegen ist der Kurs jetzt eben nach dem Verfall auf ungefähr 115€ wieder bei 170€, weil hier eben auch die Börsianer, also die Aktionäre gecheckt haben, dass der Kurs einfach viel viel zu billig war und jetzt sind wir eben ein bisschen schon wieder über dem fairen Wert, den können wir auch noch mal kurz ansprechen, denn wir hätten hier einen fairen Wert von hier KGV von ungefähr 131€ und sind aktuell bei 170€, also deutlich drüber, darauf kommen wir aber gleich in Analyse noch zu sprechen. Ok, sehr interessante Werte sind das auf jeden Fall alles und auch eine schöne Einschätzung zum eigentlichen Coronavirus, also für jeden, der dann bei so 115€, 117€ irgendwo eingestiegen ist, der hat wahrscheinlich erstmal sehr viel Geld verdient, in dem Sinne auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch, wenn ich jetzt aber für mich meine Entscheidung fällen muss, ob die Striker-Aktie reif ist für meine persönliche Watchliste, wie kann ich denn da in der Schnellanalyse mal rangehen und wie sollte ich da entscheiden? Also erstmal Dankeschön für die Glückwünsche, denn ich habe 118€ gekauft, also dieses Geld verdienen das stimmt auf jeden Fall und ich bin hier mit meiner persönlichen 8-Punkte-Analyse angegangen, die kann ich auch jedem ans Herz legen, die kann man auch irgendwie verlinken oder so, das ist einfach ein Präsentations-Sheet, wo ich dann Zahlen eintrage, das beruht auf den Kriterien Dividendenwachstum, Payout-Ratio, Erhöhung in Jahren, also Dividendenerhöhung, Dividendenstabilität, Eigenkapital, Gewinnstabilität, Fair Value, KGV und Kursgewinn. Das heißt, wenn das Dividendenwachstum zwischen 0 und 10% ist, über die letzten 10 Jahre, dann gibt es 0 Punkte, bei 10-15% 1 Punkt und über 15% 2 Punkte, also das sind da so ungefähr die Werte und da, wenn man das alles eingibt, kommen dann ungefähr 14 Punkte raus, also bis zu 14, bei der Payout-Ratio muss dann halt irgendwie der Wert zwischen 30 und 60% sein für 2 Punkte und wenn man nur bei 0-30% gibt es 1 Punkt, wenn man hier über 60% ist, dann gibt es gar keinen Punkt, also das sind so die Zahlen und dann kommt man bei Striker, wenn wir hier nicht näher drauf eingehen, das kann man wie gesagt verlinken, kommt man bei Striker auf 13 Punkte von 14, also sehr, sehr gut und das ist einfach top. Und dann habe ich das gemacht, also das mache ich bei jeder Aktie, dann habe ich das Fair Value KGV genommen, das liegt ungefähr bei 140 Euro, ich habe hier jetzt mal 142,11 stehen und habe für mich eine persönliche Sicherheitsmarge abgezogen, das heißt, ich rechne für mich ungefähr je nach Unternehmen 10-20% weniger von diesem Fair Value KGV, dann kommt mein persönlicher Kaufkurs raus, bei Striker habe ich 15% genommen, das ist ungefähr ein Mittelwert, weil das Unternehmen doch sehr gut aufgebaut ist, aber eben aufgrund dieser hohen Verschuldung habe ich 15% und nicht 10% genommen, wenn man diese 15% abzieht, dann kommt ein persönlicher Kaufkurs von 120 Euro und 79 Cent raus, bei diesem Kurs würde ich kaufen und ich persönlich wie gesagt habe bei 118 Euro gekauft und das hat, wie du schon angedachtet hast, wunderbar geklappt, ich bin da irgendwie 40% im Plus, also ja, kann man auf jeden Fall nicht meckern. Ja, sehr schön, wenn so eine Aktie erstmal 40% oder noch am Plus ist, dann ist das immer ein sehr schönes Gefühl, wenn du dann tatsächlich in dein Depot schaust, wie schön das Ganze dann explodieren kann, von daher haben wir uns jetzt auch die Striker Aktie, die wirklich eine sehr interessante Aktie ist und einen sehr interessanten Markt mit sehr hohen Chancen, sie jetzt auch mal sehr ausführlich angeschaut, ich für mich bin mit meinen Fragen zu der Striker Aktie jetzt so weit durch und glaube, dass ich da alles verstanden habe, hast du jetzt gegen Ende noch ein paar Worte, die du an die Community richten möchtest, noch etwas, was du zu Striker gerne ergänzen möchtest? Also für mich ist Striker ein guter Dividendenwachstumswert hier im Bereich von konservativen Investments, also wer ein bisschen auf sichert setzen möchte im Bereich Medizintechnik und dazu noch ganz gutes Dividendenwachstum möchte auf vielleicht 10, 20 Jahre, der ist mit Striker ganz gut bedient, zusätzlich hat man auch noch Kurswachstum, also wie gesagt, die Aktie hat sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt und in den letzten 10 Jahren sogar verdreifacht, also das sind echt Topwerte und wer hier meine persönliche Analyse auch noch durchlesen möchte, der kann das ja auf seinem Blog tun, denn hier hat man dann auch nochmal meine 8-Punkte-Kriterien, mein 8-Punkte-Schema und kann sich alles nochmal ganz, ganz in Ruhe ansehen, auch sowas wie den Betroffs-GF-Score, den ich ja nur sehr schnell abgehakt habe, damit wir nicht noch morgen sitzen. Ja, das alles kann man sich ja dann auf dem Blog durchlesen und ich denke, das war es dann auch von meiner Seite. Sehr schön, also wir merken uns Striker ein sehr interessantes Unternehmen, ein bisschen teuer, wenn wer von euch da gerne noch ein bisschen mehr lesen möchte, schaut gerne auf den Blog, da ist auch gleich der YouTube-Channel vom Tobias und der Instagram-Channel verlinkt, schaut da gerne mal vorbei, denn da gibt's auch regelmäßig ganz tolle Inhalte und dann bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, wir machen hier auf die Striker Aktienanalyse einen Deckel drauf, verabschieden uns und sagen bis zum nächsten Mal. Tschüss. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Judith im Interview, Frugalismus, Minimalismus und FIRE
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
"Financial independence, retire early, Frugalismus und Minimalismus und was das Ganze für Sie selber bedeutet", das erzählt uns Judith im heutigen Podcast Interview. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcasts, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge und heute bin ich nicht ganz alleine. Wir sprechen über das Thema Formalismus, wir sprechen über das Thema Minimalismus und wie wir es dennoch schaffen, gut zu investieren, da ich davon aber eigentlich fast gar keine Ahnung habe, haben wir heute ein Gast da. Judith, stell dich doch mal ganz kurz vor. Herzlich willkommen. Hallo, schön, dass ich dabei sein darf. Ich bin die Judith, ich bin 24 und Studentin und ja, das ist meine erste Erfahrung bei einem Podcast und genau, vielen Dank, dass ich dabei sein darf, hier auf Finanz-Illuminati. Ja, schön, dass das Ganze so spontan geklappt hat. Wir beide haben uns ja auf Instagram schon ein bisschen hin und her geschrieben und so auch herausgefunden, dass du dich ganz gerne mit dem Thema Minimalismus, Frugalismus und so weiter beschäftigst. Doch, womit wir zuerst anfangen möchten, ist dieses eigentliche Investierenthema, weil damit hast du natürlich auch vor einer ganzen Weile inzwischen angefangen und wie bist du eigentlich zum Investieren gekommen? Also grundsätzlich war bei mir schon immer, um auch vielleicht auf dieses Frugalismus-Thema kurz zu kommen, das Sparen schon immer sehr zentral, auch obwohl wir Taschengeld bekommen haben als Kinder, ich und meine Brüder, wollte ich das irgendwie nie ausgeben und habe insgeheim eigentlich immer gehofft, dass ich irgendwann genug Geld zusammen habe, dass ich da mal was investieren könnte. Aber natürlich ging es mir auch so wie vielen, dass ich das Gefühl hatte, dass in der Schule da viel zu wenig über die Börse und so gelehrt wird und habe dann wirklich da vor sechs Monaten richtig proaktiv angefangen, das alles selbst in die Hand zu nehmen und mich finanziell zu bilden. Genau, und da bin ich zu diesem Thema immer mehr gekommen. Und ja, soll ich noch ein bisschen dazu erzählen, wie bei mir wirklich die Anfänge waren mit dem Investieren eben, oder? Ja, sehr gerne. Ich war im Dezember 2019 dann kurz davor erstmalig zu investieren, habe das dann damals aber nicht gemacht, weil ich wirklich so viele andere Sachen in dem Moment zu tun hatte. Und dann hatte ich durch Glück mehr oder weniger wirklich Anfang März 2020 mein Depot bei Comdirect eröffnet und konnte so erstmalig Mitte März zum Corona Crash investieren, was natürlich das größte Glück für mich eigentlich hätte sein können, dass das so perfekt dann aufeinandertrifft, weil natürlich jeder Krise eine riesen Chance bietet und ich die somit perfekt nutzen konnte, mit dem, was ich mir durch meinen Frugalismus in den vielen Jahren davor auch erspart habe. Genau. Ja, sehr schön. Das Ganze klingt doch sehr spannend, gerade auch wenn du sagst, damit investieren hast du jetzt vor kurzem angefangen, aber der Frugalismus, der begleitet dich schon eine ganze Weile länger. Wie ist es denn dazu gekommen? Oder vielleicht fangen wir erstmal damit an, Minimalismus, Frugalismus, das sind zwei Wörter, die haben wir beide in diesem Podcast jetzt schon sehr häufig benutzt, obwohl er doch noch recht kurz ist. Was ist das eigentlich? Also Minimalismus für mich selbst bedeutet, dass ich versuche, möglichst wenige Dinge zu besitzen, die mir persönlich keine Freude bereiten. Natürlich muss man da sagen, eine Mülltonne braucht jeder, das ist natürlich klar. Die bereitet einem vielleicht auch nicht unbedingt Freude, aber sie ist nötig. Aber alles andere drum rum, was nicht unbedingt nötig ist, betrachte ich wirklich sehr skeptisch immer und frage mich auch selbst, brauche ich das, will ich das, bringt mir das Freude? Und wenn mir ein Gegenstand keine Freude bringt, dann sortiere ich den auch sehr gerne aus und fühle mich dadurch in meinem Umfeld doch ein Stück wohler wie davor. Oder ich kaufe den auch erst gar nicht. Okay, das klingt auch sehr interessant. Ich versuche mir das jetzt natürlich gerade ein bisschen bildlich vorzustellen. Also du sortierst Sachen aus und willst gewisse Sachen nicht da haben. Jetzt hast du wahrscheinlich einen Raum, in dem du wohnst. Wie sieht denn der so aus? Also finden wir da tatsächlich Sachen wie eine Couch, einen Fernseher? Gibt es da ein Bücherregal oder sind so was Sachen, die wieder aussortiert werden? Wie darf ich mir denn tatsächlich so einen Lebensraum von einem Minimalisten oder Frugalisten vorstellen? Also derzeit bin ich daheim, aber ich nehme jetzt zum Beispiel mal mein Zimmer, wo ich eigentlich am meisten wohne. Das ist mein WG Zimmer in der Stadt, wo ich studiere. Da habe ich keinen Fernseher. Natürlich schaut man manchmal doch vielleicht irgendwie eine Serie mit Freunden. Da schaue ich aber auch sehr viel mit meinen Mitbewohnern und muss mich dadurch auch nicht um einen Bildschirm oder so kümmern. Und eine Couch habe ich mir wirklich zum Studienanfang sogar gekauft. Aber der Hauptgrund war wirklich, dass ich da eben Freunde, die spontan übernachten wollen, da eben mit mir mitholen kann und die halt nicht mehr irgendwie eine halbe Stunde durchs Dunkel allein gehen müssen, nach dem Feiern gehen oder so. Oder auch Freunde aus dem Ausland, dass sie zu mir kommen können. Das war für mich der Hauptgrund. Und da habe ich mir auch wirklich halt eine sehr günstige Couch gekauft, die man ausklappen konnte. Und genau, also ich bin natürlich schon ein bisschen ein Sparfreak, aber ich will diese kleinen Luxusmöglichkeiten, die man dann auch anderen bieten kann, auch für mich schon haben. Und Bücherregale habe ich hier, wo ich eben im Moment bin und auch in meinem WG Zimmer, weil ich wirklich Bücher liebe. Und ich finde persönlich, die beste Investition, die man wirklich machen kann, ist in die eigene Bildung zu investieren. Und das lebe ich auch. Also ich wünsche mir eigentlich auch immer Bücher und wird mir, wird das so, wie ich mir das jetzt gerade denke, eigentlich den meisten Sachen vorziehen. Was man sich denn zum Beispiel zum Geburtstag wünschen könnte, wären immer Bücher bei mir. Wird hoffentlich auch immer so sein. Okay, wunderbar. Das heißt, jeder, der dir irgendwann mal ein Geschenk geschenken möchte, hat in diesem Moment jetzt die perfekte Idee gehabt. Jetzt hast du aber einen weiteren spannenden Punkt gerade eben schon genannt, nämlich wenn Freunde nach dem Feiern bei dir bleiben und auf der Couch übernachten. Damit kommen wir ja in diesen ganzen Freizeitsektor, den wir da tatsächlich auch haben. Und Frugalismus, Minimalismus, da ist ja ganz schnell mal der Gedanke gefasst, dass das absolutes Sparen ist, kein Rausgehen mehr, keine Freunde mehr treffen, keine Hobbys mehr, kein Kino, kein Theater, was noch alles mit dazu gehört. Wie sieht denn so ein Freizeitleben in Lebensstil, Minimalismus, Frugalismus aus? Wie kann ich mir das vorstellen? Kannst du, willst du, darfst du ins Fitnessstudio gehen? Wie sind Sachen mit Kino und allgemein, ja, Feierei hast du auch schon gesagt, aber so Freizeitaktivitäten, wie ist es denn darum bestellt? Also grundsätzlich gehe ich sehr, sehr gerne wandern. Da kann man sich natürlich kein sehr viel günstigeres Hobby aussuchen. Also in die Natur gehen und da was erleben, ja, auch der Sport machen ist eigentlich für mich so das, wo ich am glücklichsten bin. Und da ist es natürlich auch so, dass man da ja eigentlich so gut wie nie Geld ausgeben muss. Und dadurch kann man sich auch ein Fitnessstudio eigentlich sparen. Genau. Und beim Feiern gehen ist es auch so, wenn man das bisschen plant, dann kann man das sehr günstig machen. Es gibt in der Stadt, wo ich studiere, auch sehr viele Leute, die rumgehen und so Zettelchen verteilen. Wenn du dann mal in der Bar bist, dann gönne ich mir auch gern mal ein Bierchen natürlich. Aber dann kann man da auch oft so eben durch diese Zettel den kostenlosen Eintritt in den Club erhalten und da wunderbar feiern gehen. Und ja, wenn man zum Beispiel auch sagt, dass man vielleicht davor zu Hause schon ein Bierchen trinkt, dann ist das natürlich gleich ein ganz anderer Kostenfaktor, wie wenn man da in der Bar fünf Bier bestellt. Ich würde jetzt nie so viel trinken, natürlich, aber da gibt es natürlich schon Leute, die da sehr schnell sehr viel Geld ausgeben und ja, da habe ich natürlich auch kein Problem damit. Aber ich persönlich plan das lieber und komme auch mit ja gar keinem oder sehr wenig Alkohol aus. Genau. Das ist jetzt natürlich ein ganz anderes Thema. Aber ja, genau. Okay, sehr spannend. Ich glaube, das Thema habe ich jetzt verstanden. Also allgemeine Lebenssituation, aber auch Freizeitsituation. Wenn wir das Ganze jetzt aber mal versuchen, in fiktive Zahlen, also wir müssen es nicht unbedingt auf dich ummünzen, aber so auf den typischen Frugalisten. Wo sind da die Ausgaben? Also das heißt wahrscheinlich muss da ja wie bei jedem andere Miete gezahlt werden. Lebensmittelkosten gibt es da. Die typischen Kosten rund um Strom, Internet und so weiter. Vielleicht muss auch ein Auto da sein. Es gibt gewisse Versicherungen. Wo sind überhaupt in unserer heutigen Gesellschaft aus deiner Sicht die größten Sparpotenziale? Ich persönlich sehe die größten Sparpotenziale wirklich beim Wohnen. Denn wenn man sich Statistiken ansieht, dann sieht man sehr stark die Entwicklung von der Anzahl an Wohnraum zu der Anzahl an Personen, die da wohnen, dass die extrem, also der Wohnraum ist extrem gestiegen, den jede einzelne Person für sich beanspruchen kann in den letzten Jahrzehnten. Und ich persönlich finde auch, man braucht gar nicht irgendwie eine riesengroße Wohnung, um glücklich zu sein. Man kann auch sehr, sehr gut Strukturen innerhalb von kleineren Bereichen sich schaffen, damit man vielleicht Freizeit von Arbeiten trennen kann. Und bei mir ist es eben auch so, ich wohne in einer 7er-WG, also wir sind sieben Leute. Und das sind natürlich sehr, sehr viele Leute, aber wir, also ich schätze das auch sehr, wir haben eine super Gemeinschaft und da hat natürlich nicht jeder so viel Glück, aber dadurch kann ich sehr viel Geld sparen. Und das andere ist, dass diese 7er-WG auch in einem Haus ist, wo zusätzlich insgesamt circa 21 Studenten wohnen und wir uns unter anderem auch das Internet teilen und die ganzen Nebenkosten werden auch, also viele Nebenkosten werden auf uns alle umgelegt. Das heißt, in Summe ist das alles immer sehr günstig und vor allem beim Internet wirklich, da zahle ich glaube ich pro Monat 2, 3 Euro und dann hat sich das auch schon erledigt. Also da kann ich sehr, sehr viel sparen zum Beispiel. Und genau, ich persönlich glaube, dass man heutzutage gar nicht mehr dieses große Ziel an viel Wohnraum als Luxus anstreben muss, sondern viel mehr dieses, wie kann ich den Raum, den ich persönlich habe, für mich am besten nutzen und dadurch auch in diesem Raum am glücklichsten sein. Und da kann man sich sehr, sehr viel Geld sparen, wenn man wirklich strukturiert überlegt und vielleicht auch wirklich schon bei der Wohnungssuche einen Blick mehr auf günstigere Aspekte, also auf günstigere Wohnungen oder wie geht's immerlegt, genau. Okay, sehr schön. Also wir nehmen uns die Lektion mit. Guckt ganz genau bei euren Wohnraum. Braucht ihr wirklich genau diese Größe oder tut es vielleicht nicht auch eine kleinere Wohnung? Da ist es wahrscheinlich auch sehr spannend, sich vorher erst mal Gedanken zu machen, wie viel Wohnraum benötige ich eigentlich, sich das mal hochzurechnen und erst dann auf die Suche zu begeben. Nur nachdem du jetzt gesagt hast, wo ist jetzt tatsächlich das größte Sparpotenzial gibt, gibt's natürlich auch eine andere Frage, nämlich die Frage, wo würdest du denn auf keinen Fall sparen? Ich denke da gerade zum Beispiel an den Bereich, wenn ich mit Freunden spreche, höre ich sehr häufig Restaurantbesuche, gutes Essen. Und dieses Thema ist auch auf dem Frugalisten-Blog von Oliver Nölting, der ist ja wahrscheinlich einer der bekanntesten oder der bekannteste Frugalist hier in Deutschland, schon sehr hochgekocht mehrmals und weil er einfach mal geschrieben hat, ich glaube, und die Zahl kann jetzt um 50 Euro hoch oder runtergehen, dass er mit knapp 100 Euro für Lebensmittel im Monat auskommt. Was ist denn so bei dir? Einmal so ein Lebensmittel technisch kann man da viel sparen, aber auch was ist bei dir so ein Bereich, wo würdest du nicht sparen wollen? Also um ehrlich zu sein, tue ich mich gerade schwer, einen Bereich sofort zu wissen, wo ich nicht sparen wollen würde, weil ich auch festgestellt habe, dass dieses Optimieren von dem, wo ich überlege, Geld auszugeben und dieses Reflektieren, wo es mir wert Geld auszugeben, dazu geführt habe, dass ich wirklich rauskristallisieren kann, was mir wichtig ist und dadurch schon sehr, sehr viel minimiert habe. Grundsätzlich, wie auch schon erwähnt, spare ich jetzt zum Beispiel bei Büchern nicht wirklich, weil ich sehr, sehr viel Wert daraus ziehe, dass ich markiere und dass ich mir Notizen mache und habe auch schon festgestellt, dass man, wenn man das Buch zwei Jahre später nochmal liest, einfach auch sieht, wie man sich weiterentwickelt und mir persönlich macht das sehr viel Freude. Deswegen, ich persönlich kaufe mir auch noch wirklich Bücher, da spare ich jetzt nicht. Wo ich schon sehr, sehr viel sparen kann, ist unter anderem auch bei Lebensmitteln, weil ich da wirklich gut plane und wie bei vielen Aspekten auch, wenn man gut plant, kann man sehr viel sparen und wie du auch gesagt hast, mit dem Essen gehen, mit Freunden, bei uns, das ist auch ganz normal unter uns Studenten, wir, also wenn wir sagen, machen wir Essen oder gehen wir essen, also die Formulierungen sind bei uns schon ganz anders, wir sagen eigentlich, magst du zu mir kommen und wir kochen was. Und so ist es grundsätzlich auch immer. Wir treffen uns und wir kochen zusammen und das ist ja auch eine super Erfahrung und dementsprechend muss ich auch sagen, gehe ich eigentlich so gut wie nie essen und habe dadurch im Monat eine Lebensmittelrechnung von ungefähr 120 Euro. Ja, die könnte man weiter minimieren, auf jeden Fall, aber ich fühle mich sehr wohl damit und bin auch immer sehr begeistert, wenn man mit Freunden kochen kann. Okay, auf jeden Fall ein Punkt, bei dem du wahrscheinlich sehr viel sparen kannst, gerade wenn wir uns die Durchschnittswerte für Lebensmittel-Ausgaben so angucken, dann bist du mit 120 Euro ja wahrscheinlich sehr weit darunter. Jetzt haben wir viel über den eigentlichen Frugalismus und Minimalismus gesprochen, doch wie reagiert denn dein eigentliches Umfeld da drauf, also was sagt denn deine Familie dazu, dass du diesen doch teils vielleicht extremen Lebensstil eingeschlagen hast und wie reagiert dein Umfeld da drauf? Also grundsätzlich merke ich auch zum Beispiel von meiner Mama schon immer wieder, dass sie sagt, ach kauf dir doch mal was Schönes, du hast doch so wenig Kleidung und das stimmt nicht. Also ich könnte noch so viel mehr aussortieren und ich habe auch Kleidung, wo ich mir auch behalten habe, auch unter dem Hintergrund, dass ich vielleicht sage, vielleicht streiche ich mal die Wände, dann kann ich die anziehen, dann muss ich mir da nicht irgendwie einen Kittel kaufen oder so. Aber ja, auf jeden Fall höre ich das schon immer wieder, gönn dir doch mal ein bisschen mehr, kauf dir mal ein bisschen mehr. Ich persönlich sage dann immer, wenn es mir keine Freude bringt, warum soll ich das denn dann tun? Und ja, man stößt da schon ein bisschen auf Gegenwind manchmal, weil zurzeit oder ja, wirklich in den letzten Jahrzehnten einfach diese Konsum, dieses Konsumverhalten sich so extrem entwickelt hat und ja, das ist natürlich auch ein Zeichen von Wohlstand ist, wenn man sich viel kaufen kann, dann macht man das meistens und ja, ich persönlich habe da halt sehr viel reflektiert und festgestellt, dass ich mit meinen Lieblingssachen so viel glücklicher bin, wie wenn diese tollen Sachen irgendwie von ja, zu viel anderen Gegenständen erdrückt werden. Und ja, ich kann das auch verstehen, dass andere Leute gerne viel konsumieren. Ich persönlich für mich habe mich aber eben dagegen entschieden und bin da sehr glücklich. Genau und ein anderer Aspekt ist natürlich auch, wo ich unter anderem nicht spare, ist, dass ich manchmal Freunde, wenn man dann doch irgendwie wen in einer anderen Stadt besucht, wo man nicht kochen kann, auch zum Essen einlade. Das mache ich schon sehr gerne oder auf einen Kaffee oder so, weil es da einfach irgendwie ja, diese gemeinsame Zeit ist mir da sehr wichtig und dann freut mich das auch, wenn ich da auch mal ein bisschen was geben kann. Genau. Ja, schön und gut, dass du den letzten Satz auf jeden Fall noch erwähnt hast, weil das bringt mich nämlich zu einer weiteren Frage. Frugalismus, da kriegst du natürlich in der Öffentlichkeit, wenn sich vielleicht jemand auch noch nicht ganz so stark mit dem Thema beschäftigt hat, auch gerne mal das Wort Geiz um die Ohren gehauen. Wo differenzierst du denn da zwischen Frugalismus? Was ist Frugalismus und was ist Geiz? Bei mir persönlich ist eigentlich das größte Ziel, das hinter dem Frugalismus auch steckt. Also neben dem, dass es mich sehr glücklich macht, minimalistischer zu leben, ist das große Ziel eben, dass mehr Geld einem sehr viele Freiheiten eröffnet. Und diese Freiheiten, die machen mich auch sehr glücklich, dass ich da wirklich spüre, dass ich immer mehr selbst wirklich mein Leben in der Hand habe und immer mehr entscheiden kann, was ich denn machen will. Wenn es in der Zukunft mal passiert, dass ich in einem Job bin, der mir keinen Spaß macht, dann wird wahrscheinlich mein Ehrgeiz erstmal durchkommen und ich werde versuchen, das Beste draus zu machen und irgendwie auch wieder da Glück drin zu finden. Aber im Endeffekt hätte ich dann wirklich die Möglichkeit zu sagen durch meine Rücklagen und eben auch Investitionen, notfalls könnte ich wirklich sagen, ich höre jetzt auf in diesem Job und suche mir einen neuen. Oder auch mit dem Ziel der finanziellen Freiheit, ich persönlich glaube nicht, dass ich jemals aufhören werde wirklich zu arbeiten, weil da zieht man so viel Energie auch draus, auch aus dem, dass man wirklich innerhalb von einer Firma was weiterbringen kann und das Team einfach was schafft. Also ich würde jetzt nicht direkt zum Arbeiten aufhören wollen, aber ich hätte die Möglichkeit, mich mehr ehrenamtlich zu engagieren und mich da wirklich frei zu entscheiden, wo ich eben meine Zeit und Energie investiere und für mich bedeutet eben das finanzielle Freiheit. Finanzielle Freiheit oder auch das Thema Feier, die eigentliche Feierbewegung und damit reden wir jetzt nicht vom Thema Feuer, es brennt, sondern Financial Independence Retire Early, also finanziell unabhängig, geh früh in den Ruhestand, dazu hast du jetzt schon einiges gesagt. Und das Ganze machst du mit finanziellen Rücklagen, jetzt haben wir diese finanziellen Rücklagen nur noch nicht so genau uns angeguckt, aber da gibt es natürlich eine ganze Palette an Dingen, die du machen kannst, um diese Rücklagen zu bilden. Das kann zum einen das Girokonto sein, das kann das Sparbuch sein, aber es gibt natürlich auch viele Möglichkeiten, wie ETFs, Aktien, Immobilien, Gold, Rohstoffe, Kryptowährungen, P2P. Wie stellst du dich da auf? Also die letzten Jahre habe ich sehr, sehr viel gespart und mir dann eben erst mal zum Ziel gesetzt, mich wirklich finanziell zu bilden, weil das leider eben im Schulwesen zu wenig meiner Meinung nach eben zum Thema kommt. Und genau, an dem Punkt, wo ich dann das Gefühl hatte, dass ich genug finanzielle Bildung habe, habe ich angefangen zu investieren. Ich teile mein kleines Vermögen als Studentin eben auch im Moment auf, auf mein ganz normales Sparkassenkonto, wo ich eben mein Girokonto und mein Tagesgeldkonto habe. Auf meinem Tagesgeldkonto habe ich eben meine, ja, meinen Notkroschen, durch den ich, den natürlich jeder selbst festlegen muss, aber durch den ich mich eben sicher genug fühle, dass ich investieren kann und dadurch natürlich auch das Risiko ja extrem minimiert wird, dass ich im Notfall auf irgendwelche Investitionen zugreifen müsste und die dann vielleicht eben mit einem Verlust aus der Börse ziehen müsste. Und bei meinem Depot habe ich angefangen mit dem Erz zu investieren. Im Moment ist es natürlich noch sehr, ja, also von der Breite der Investitionen noch sehr gering, aber es ist stark diversifiziert dadurch, dass ich mich auf die zwei ETFs fokussiere, die auch sehr, sehr viel eben zur Sprache kommen und zwar ist das einmal der MSCI World und der MSCI Emerging Markets. Und da habe ich ungefähr so eine Aufteilung von 70/30, also 70% MSCI World und 30% MSCI Emerging Markets und bin auch weiterhin dabei zu recherchieren, welche zusätzlichen ETFs denn da noch sinnvoll wären. Genau, aber im Moment ist das so mein Grundstock und den will ich mir wirklich so als Basis aufbauen und mich dann mit weiterer Bildung vielleicht auch in andere Sachen investieren. Okay, danke für den Einblick in dein Depot. Das war auf jeden Fall sehr interessant da mal ein bisschen was zu hören. Jetzt hast du schon gesagt, du hast dich sehr viel informiert über das Thema "Investieren", als du neu warst an den Börsenmarkt. Jetzt gibt es unter der Zuhörerschaft natürlich auch die ein oder andere Person, die noch gar nicht mit dem Investieren angefangen hat und die jetzt sich gerade auf den Weg macht, diese Informationen herbeizuschaffen. Wie hast du dich denn damals informiert? Welcher Quellen hast du herangezogen und wie bist du da vorgegangen? Also grundsätzlich kann ich verstehen, dass viele Menschen sehr, sehr viel Respekt vor dem Thema haben. Auch in Deutschland ist es wirklich meiner Meinung nach ein Problem, dass da zu wenig informiert wird und die Leute dadurch zu viel Angst davor haben, weil man natürlich immer nur die großen Horrorgeschichten hört. Für mich war einer der einfachsten Wege, mich ranzutasten, wirklich zu schauen auf YouTube, weil man da wirklich sagen kann, es braucht relativ wenig Energie, diese Hürde zu überwinden, dass man sagt, jetzt fange ich an und nehme meine finanzielle Bildung selbst in die Hand. Und genau, bei mir waren das vor allem Finanzfluss und Aktien im Kopf, die beiden YouTube Kanäle haben mir sehr, sehr viel geholfen, einen guten Grundstock eben an finanzieller Bildung da aufzubauen und deshalb auch auf eine sehr spielerische Art und Weise, die einem nicht allzu viel Energie auch in seiner Freizeit abverlangt. Und ja, dadurch habe ich sehr viel Begeisterung entwickelt und bin auch weiterhin da unterwegs und auf der Suche nach vielen neuen Quellen, wie ich meine finanzielle Bildung noch vertiefen kann. Okay, sehr schön. Also YouTube ist natürlich eine super Quelle, um dich über Aktien zu informieren. Es gibt sehr viele kompetente, große Kanäle, das teilweise auch schon seit vielen Jahren, die dir dadurch auch sehr viele Videos zur Verfügung stellen. Und eigentlich ist jede Frage schon einmal irgendwo beantwortet worden. Jetzt ist neben diesen ganzen Informationsquellen in den letzten Monaten aber auch einiges an neuen Brokern, also Depotführern in diesem Fall, auf den Markt gekommen. Und wie bist du denn da vorgegangen? Das sehe ich in letzter Zeit sehr viel in den gängigen Facebook Gruppen. Es wird viel gefragt, hey, wo soll ich mein Depot eröffnen? Dann kommt der ein oder andere Vorschlag. Und teilweise sind da auch sehr unseriöse Angebote mit dabei. Wie hast du dich denn da entschieden und darüber informiert? Also grundsätzlich bin ich jemand, der sehr, sehr, ja, ich will nicht akribisch sagen, dass er sehr, sehr viele Details erst mal wissen will, bevor er sich für eine Sache dann entscheidet. Beim Depot war es aber wirklich jetzt mal wieder für mich an der Zeit zu sagen, ich suche mir, ich recherchiere. Aber ab einem gewissen Punkt muss ich aufhören, denn man kann sich mit jeder Sache zu Tode recherchieren. Und ich habe mich im Endeffekt für Comdirect eigentlich entschieden, weil es ein sehr, sehr großes Unternehmen ist, das eben diese Depots anbietet und sehr positive Bewertungen auch hat und sehr, sehr viele Möglichkeiten bietet. Zum Beispiel wie diese vielen Sparpläne, die man da eben, in die man eben einzahlen kann. Und ja, im Endeffekt war das für mich wirklich einer der Punkte, wo ich dann gesagt habe, jetzt muss ich mich für was entscheiden. Ich hatte auch Anfang März das Gefühl, dass ich jetzt wirklich schneller ein Depot endlich haben muss, weil es sein könnte, dass da jetzt viele Leute auf die Idee kommen, die sich schon länger in die Richtung informieren, aber noch kein Depot haben, dass sie jetzt auch eins wollen. Und natürlich wird dann auch diese Zeit, die man braucht, bis man durch diesen zum Beispiel eben Video-Ident oder Post-Ident sein Depot eingerichtet hat, die wird ja dann immer länger, vor allem in Zeiten, wo eben so ein Börsencrash gerade passiert oder bevor er steht. Und ja, das war natürlich auch ein bisschen der Druck dahinter, der mich zu dieser schnellen Entscheidung bewegt hat. Aber ich bin sehr glücklich und im Moment habe ich da wirklich noch nichts zu beanstanden. Sehr gut. Mit der Comdirect hast du da auf jeden Fall ja auch ein sehr schönes Depot mit dir gegriffen. Auch eines meiner ersten Depots, die ich mir, also tatsächlich auch mein allererstes Depot war bei der Comdirect, finde ich neben der Konsorsbank noch mit eines der interessantesten Depots für Einsteiger, eben aufgrund der ganzen Sparpläne, die es da auch ab so geringen Summen bereits gibt, aber auch einfach deshalb, weil dort große seriöse Banken mit jahrelanger Erfahrung im Hintergrund stehen. Jetzt hast du aber nicht nur angefangen zu investieren und du hast auch nicht nur den Frugalismus in dein Leben, sondern seit einer Zeit lang bist du jetzt auch auf Instagram unterwegs und versuchst andere Menschen dazu motivieren, auch sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen. Was ist denn deine Motivation dahinter? Also grundsätzlich war das eigentlich eine spontane Entscheidung von mir, dass ich mir einen Instagram-Account erstelle, eigentlich nur zu diesem Thema, Finanzen, Frugalismus und auch Minimalismus. Und ja, der Hintergrund ist wirklich, dass ich es liebe, andere Leute zu motivieren, anderen Leuten Ideen zu zeigen, die ich entdeckt habe. Und ja, ich persönlich habe leider auch in meinem Umfeld nicht wirklich viele Kontakte, die an der Börse so interessiert sind wie ich. Und ja, ich freue mich über jeden, der mir eben schreibt auf Instagram und über die ganzen unterschiedlichen Gespräche, die da schon entstanden sind. Sehr, sehr viele tolle Menschen. Und ich würde mich freuen, wenn ich da so nach und nach so einen kleinen Bereich des Internets für mich aufbauen könnte, wo wir alle einen sehr positiven Austausch haben, uns alle gegenseitig helfen und Ideen teilen und uns immer, immer mehr mit unserer finanziellen Bildung beschäftigen und teilen, wie wir denn an der Börse vorgehen. Genau. Okay, sehr schön. Also ist es, können wir wahrscheinlich sagen, wir wollen alle die Aktienkultur so ein bisschen fördern, aber finden es auch sehr schön, dort weitere Gespräche zu haben, weil ich bin persönlich auch immer wieder sehr positiv darüber überrascht, was die Finanzcommunity auf Instagram gerade für eine tolle, nette und hilfsbereite Community ist. Weil du wirst hier wirklich, ich habe es bisher noch nicht erlebt, also sage ich einfach mal nie bis selten blöd angemacht. Für deine Fragen ist sehr häufig Platz. Du kriegst viele Antworten, viele verschiedene Meinungen. Und das hilft dir natürlich auch deine eigene Investitionsstrategie zu festigen oder zu erweitern. Ist dir denn genau das auch schon passiert, dass du jetzt sagst, okay, ich habe bisher die Investitionsstrategie der ETFs. Ich habe einen World ETF, einen Emerging Market ETF und damit möchte ich erst mal anfangen. Aber hast du auch eine Strategie, die darüber hinausgeht? Denkst du zum Beispiel in fünf Jahren über eine erste Immobilien nach möchtest du Einzelaktien mit den Jahren hinzuziehen? Zu meiner weiteren Strategie, ich bin mir relativ sicher, dass ich ab einem gewissen Punkt auch in Einzelaktien investieren werde. Im Moment liegt es aber noch wirklich relativ weit in der Zukunft, weil ich erst, ich vermute mal zwei Jahre das wirklich beobachten will, wie denn die Leute da vorgehen und was es da für unterschiedliche Strategien gibt, wie man das da auch macht mit der Diversifikation und genau. Also im Moment stelle ich mir das vor, dass das ein sehr kleiner Prozentanteil meines Depots sein wird, mit dem ich mich vielleicht ein bisschen spiele und der mir nicht allzu sehr weh tut, wenn ich da auch mal Verluste erleide. Und im Bezug auf Immobilien habe ich auch wirklich in den Monaten vor meiner Investition auch sehr viel recherchiert, weil das natürlich auch ein sehr tolles großes Ziel ist, dass man sich setzen kann, damit man sich einfach motivieren kann. Ich finde, man muss sich immer die Ziele vorstellen und die wirklich fühlen. Da kommt auch dieses Gesetz der Anziehung ein bisschen rein, das vielleicht viele kennen. Denn erst wenn man sich das wirklich richtig vorstellt und sieht, was man sich denn damit aufbaut, hat man die Motivation, wirklich zielstrebig auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Und deswegen habe ich mich auch viel über Immobilien informiert, habe aber wirklich dann Anfang März, wo klar war, dass es vielleicht mit der Wirtschaft nicht so gut weitergeht, mich dazu entschieden, das Thema erst mal auch vom Investitionsfaktor komplett wieder aus meinen Ideen rauszunehmen und mich erst mal auf die Börse zu fokussieren. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich in einigen Jahren, wenn ich auch dann wieder eine Phase habe, wo ich mich sehr viel darüber informiere, dass ich dann wirklich auch eventuell in eine Immobilie oder so investieren werde. Okay, sehr schön. Also das heißt, auf jeden Fall Immobilien findest du interessant, Aktien auch. Allerdings hast du bei Aktien auch gerade das Wort Verluste schon in den Mund genommen und das ist natürlich so ein Wort, das mag eigentlich kein Anleger gerne hören. Und jetzt haben wir ja auch die Corona-Krise hier in Deutschland, aber auch international. Wie hat denn die Krise rund um das Coronavirus bei dir dein Mindset dahingehend verändert? Also grundsätzlich vom allgemeinen Learning aus der Corona-Krise muss ich sagen, ich hatte auch Phasen in den letzten Wochen, wo es mir von der Motivation her richtig schwerfiel. Aber ich denke, das ist auch normal. Man muss nur den Punkt finden, wo man einfach sagt, ab jetzt lebe ich, als würde es diese Krise nicht geben. Natürlich alle Vorschriften, die Gesundheitsvorschriften einhalten, auch zu Hause bleiben weiterhin, aber sich nicht ständig mit den Medien beschäftigen und auch mal Phasen finden, wo man rauskommt aus dem Ganzen und ein neues Thema findet und wirklich lernt weiter zu denken und die Chancen der Krise zu erkennen. Und da bin ich auch im Moment sehr stark dahinter, dass ich sage, ich lebe jetzt einfach, als würde diese Krise nicht passiert sein, also würde die nicht gerade passieren und versuche trotzdem weiterhin an meinen kleinen Projekten von zu Hause aus motiviert weiter zu arbeiten. Genau, es passiert natürlich unglaublich viel Schlimmes und man muss sich auch grundlegend informieren, aber für einen persönlich und für die Psyche ist es wirklich wichtig, dass man sich weiterhin Ziele setzt und weiterhin sein Leben so glücklich wie möglich gestaltet. Okay, sehr schön. Jetzt hast du ja schon ein wenig von der Psyche und den Learnings der Krise gesprochen und an deine Investitionszeit, die ist jetzt natürlich noch relativ überschaubar, aber das wird natürlich noch einen sehr langen Zeitraum hinter sich ziehen. Deine Zeit im Frugalismus ist da schon etwas länger. Hast du da so ein wirklich interessantes Learning, das irgendwann im Kopf wirklich mal Klick gemacht hat und dir gesagt hast, wow, das war jetzt ein sehr gutes Learning? Also grundsätzlich, was mir auch mit dem Frugalismus noch mal einen Boost gegeben hat, war dieses Buch, das inzwischen auch in Deutschland sehr, sehr viele kennen. Ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt, das ist von Marie Kondo "The Magic Power of Tidying Up". Das hat mir sehr viel geholfen, weil die einfach sagt, jeder Gegenstand, der uns umgibt, ist ja auch irgendwie mit Energien verbunden. Und wenn wir Gegenstände um uns herum haben, die uns keinen Nutzen bringen und die uns negativ beeinflussen, warum sollten wir die denn dann haben? Also die kann man ja dann auch sehr gut aussortieren. Und im Moment während dieser Krise vermute ich auch, dass viele Leute eben genau das machen. Genau, während dieser Krise glaube ich, dass auch vielleicht viele Leute das mehr feststellen, dass sie glücklicher sind, wenn sie weniger überflüssige Gegenstände um sich herum haben. Und mir geht es auch so, wenn ich eben nach Hause komme und alles ist aufgeräumt und sauber, dann setze ich mich motivierter hin und entweder ich bilde mich weiter oder ich mache irgendwas Produktives, was mich glücklich macht. Das mache ich viel mehr, wenn ich einfach wirklich alles ordentlich auch habe. Und das fällt einem, also viele kennen das wahrscheinlich, wenn man nach Hause kommt und man hat irgendwie eine Bergwäsche oder so, dann hat man oft doch auch diesen Faktor, dass man sich hinsetzt und einfach Videos schaut und dann ist auf einmal der Tag vorbei. Genau, und da kann einem Minimalismus und auch der Fugalismus, der zusätzlich eben mit dem Finanziellen dann zusammenhängt, sehr viel bringen, dass man wirklich lernt, das zu schätzen, was man hat und mit weniger Sachen glücklich zu sein. Das kann ich voll und ganz nachvollziehen, weil ich kenne es ja selber, wenn ich hier ein bisschen nur Staub putzen möchte oder ein bisschen aufräumen möchte. Bevor ich Staub putzen kann auf der Fensterbank, muss ich erstmal Deko wegräumen und das kostet mich doppelt Energie, weil ich muss es wegräumen, dann muss ich putzen oder muss ich es wieder wegräumen und das gleiche Problem mit der Wäsche, wie du auch schon gesagt hast, ich kannte das, bevor ich auch ausgemistet habe. Ich sehe mich persönlich nicht als Fugalisten und nicht als Minimalisten, habe aber auch irgendwann mal ausgemistet und dann war das Thema mit der Wäsche waschen um einiges einfacher, weil es einfach weniger Sachen sind und von daher ist das ein sehr interessantes Learning, was du unserer Zuhörerschaft hiermit auf den Weg gegeben hast. Anstatt Videos zu schauen, hoffe ich natürlich auch, der ein oder andere gehört immer mal gerne wieder an Podcastern, das freut mich ganz besonders. Und wir kommen zur nächsten Frage, nämlich du hast schon gesagt, du möchtest deine Kosten und du machst es auch schon, deine Kosten optimieren, immer wieder angucken. Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage und den ein oder anderen Zuhörer bestimmt auch, wie machst du das dann, also führst du da ein Haushaltsbuch, in dem du, dass du alles handschriftlich einträgst, gibt es da spezielle Apps, spezielle Tools, die du empfehlen kannst? Meine Strategie persönlich, ich mag es immer ganz gern, wenn ich Sachen einfach halte, ist wirklich, dass ich mich trainiert habe, jede Ausgabe zu hinterfragen und dadurch kann man auch sehr, sehr schnell und zügig feststellen, dass man etwas gar nicht kaufen braucht. Und ja, also zu optimieren war zum Beispiel für mich auch so ein kleiner Punkt wirklich, ich höre auf Plastikflaschen zu kaufen oder Glasflaschen und kaufe mir eine wiederverwendbare, richtig hochwertige Trinkflasche und trinke seitdem auch wirklich sehr, sehr gerne Leitungswasser. Wir haben in Deutschland so gutes Leitungswasser, ich habe schon in anderen Ländern gelebt und da kannst du wirklich teilweise auch, oder wo ich im Urlaub war, teilweise das Leitungswasser nicht mal beim Zähneputzen trinken oder im Mund haben, weil wir Europäer das uns Probleme bekommen würden. Also wir müssen wirklich dankbar sein, dass wir auch unter anderem so tolles Leitungswasser haben. Und das sind halt auch diese kleinen Aspekte, die wo sich manchmal wirklich aufsummieren, die mir persönlich keinerlei Lebensqualität nehmen und sogar geben, weil ich keine Flaschen mehr rumtragen muss, also für mich ist das viel einfacher und trotzdem wirklich in kleinen Beträgen zum Sparen beitragen. Und so hinterfrage ich wirklich alle Bereiche und kann dadurch immer mehr Stück für Stück sparen und ja, bin aber wirklich auch bereit in Bereichen, die mir sehr, sehr viel bringen, dann doch wieder ein bisschen Geld zu investieren. Okay, auf jeden Fall auch eine sehr gute Herangehensweise an das Thema. Ich persönlich benutze für Ausgaben eine App und habe mir da ebenfalls antrainiert, nach jedem Einkauf auch direkt die Kosten mit aufzuschreiben, weil gerade wenn du etwas kaufst, wo du dir in dem Moment vielleicht auch noch denkst, dann brauche ich das wirklich oder vielleicht auch nicht und dann hast du es gekauft und dann zwingst du dich dazu, du musst in die App eintragen. Hilft dir das tatsächlich dabei, also mir zumindest dich darauf zu trainieren, nicht mehr so viel unnötiges in Geld auszugeben. Du hast jetzt gerade eben allerdings schon ein tolles Buch erwähnt, das ist nämlich "Magic Power of Tidying Up", wie du gesagt hast. Gibt es denn noch andere Bücher, die du den Zuhörern jetzt vielleicht mit empfehlen möchtest? Also im Bezug auf Geld wieder habe ich zum Beispiel sehr, sehr viel aus dem Buch "Rich Man, Poor Dad" von Robert Kiyosaki gezogen und auch aus dem Buch "Der reiche Mann von Babylon", das ist glaube ich George Clayson. Diese zwei Bücher haben meine Einstellung zu Geld auch sehr verändert und in eine sehr, sehr positive Richtung verändert. Denn so, wie es auch wahrscheinlich sehr vielen Zuhörern geht, war es bei mir auch so, man hat seine Glaubenssätze im Bezug auf Geld und die muss man verändern. Denn auch in Deutschland habe ich das Gefühl, denken sehr, sehr viele "Oh, der ist reich, der muss irgendwie blöd sein" oder so. Das stimmt aber nicht. Es gibt unglaublich viele Leute, die sich ein Reichtum oder halt ein kleines Vermögen erwirtschaftet haben und aufgebaut haben, die so viel Gutes tun und die stehen halt oft auch nicht im Vordergrund. Und diese zwei Bücher haben mir eben sehr geholfen, dass ich eine ganz andere Sichtweise auf Geld bekommen habe. Und ja, das hat mein Leben schon verändert und ich glaube, dass mir das auch weiterhin sehr, sehr viel bringen wird. Okay, auf jeden Fall eine interessante Einstellung. Wir nähern uns in diesem Interview auch immer mehr dem Ende, wenn die Zuhörer dich jetzt erreichen wollen, weil sie sagen "Hey, das war ein sehr interessantes Interview. Ich habe da aber noch so die ein oder andere Frage. Wie können Sie das am besten machen?" Ihr könnt mich auf Instagram finden unter "finanzen_mit_judit" und könnt mir dort auch jederzeit Fragen stellen. Ich freue mich über jeden, der bei mir vorbeischaut und genieße wirklich den tollen Austausch, den man da eben haben kann. Und genau, wenn ihr Fragen habt, genau, also ich würde mich freuen, wenn ihr bei mir vorbeischaut und ich poste dort auch täglich. Okay, sehr schön. Das heißt, wenn irgendjemand den Kontakt zu dir sucht, dann ist der Link dazu in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung auf dem dazugehörigen YouTube-Video und damit kommen wir auch immer näher zum Ende. Das letzte Wort in diesem Interview gehört dir. Gibt es noch eine Message, die du mit auf den Weg geben möchtest? Also, das, was mir am allermeisten am Herzen liegt, ist wirklich nehmt eure finanzielle Bildung selbst in die Hand. Wir lernen in der Schule sehr, sehr viel und jeder beschwert sich immer, dass die finanzielle Bildung irgendwie hinten bleibt. Das stimmt meiner Meinung nach auch, aber man hat trotzdem die Tools mitbekommen, sich zu bilden, sich weiterzubilden, sich zu informieren. Und gerade heutzutage gibt es so viele tolle, unterschiedliche Möglichkeiten, diese finanzielle Bildung wirklich selbst in die Hand zu nehmen. Also, schaut euch YouTube-Videos an. Wie gesagt, zu empfehlen, Finanzfluss und Aktien im Kopf haben mir da spielerisch sehr, sehr viel weitergeholfen und danach kann auch jeder selbst entscheiden, wie viel er wirklich an Zeit investieren will. Aber dieser Grundstock an finanzieller Bildung, den muss sich jeder selbst aufbauen und der wird einem auch unglaublich viel bringen im Leben. Genau, also ich freue mich sehr, dass ich hier dabei sein durfte. Es war mein allererster Podcast. Ich hoffe, ihr hattet Spaß und ja, wirklich ein sehr, sehr interessantes Gespräch. Vielen Dank, dass du denn heute da warst. Ich freue mich genauso darüber. Es war ein sehr interessantes Gespräch und auch den Zuhörern hoffe ich, hat es sehr stark gefallen. Von daher vielen Dank, dass du heute da warst und wir hören uns dann beim nächsten Mal wieder. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
[i] Immobilien, Aktien und Familie, Interview mit Felix
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich und willkommen, liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcasts. Es ist wieder so weit, es gibt eine weitere Folge hier auf dem Podcast. Und wie du bereits im Titel der Podcast-Episode hören konntest, steht davor wieder ein "i". Das "i" steht für Interview und heute begrüßen wir Felix von Finanzen kann jeder. Felix, grüße dich. Hallo Mirco, vielen Dank für die Einladung. Ja, schön, dass du da bist. Wir beide kennen uns ja jetzt auch schon wieder ein bisschen länger, schreiben schon seit Längerem auf Instagram herum. Ich schaue mir gerne deine YouTube-Videos an. Doch die Zuhörer und Zuhörerinnen, die kennen dich ja noch nicht. Wenn du einmal so lieb bist, stell dich doch einmal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich? Mein Name ist Felix, ich bin 29 Jahre alt, zweifacher Familienvater, wohne in Frankfurt, bin Angestellter und habe das Finanzieren oder Investieren eben grundsätzlich als Möglichkeit für mich entdeckt, auch mit Spaß und Freude daran zu gehen und eben auch mein Wissen ein wenig weiterzugeben und die Leute auf die Reise mitzunehmen, eben mit YouTube und Instagram als Möglichkeit der Kommunikationswege und das läuft natürlich auch seit Kurzem dann. Ja wunderbar, damit hast du auch schon ein ganz tolles Wort gesagt, nämlich das Wort "investieren". Zu Beginn des Podcasts haben wir immer eine kleine 60-Sekunden-Challenge, was heißt 60-Sekunden-Challenge? Ich stoppe die Zeit und du darfst ein kleines Wort, eine kleine Frage definieren, Frage beantworten. Wie würdest du das Wort "investieren" erklären? Die Zeit läuft jetzt. Investieren ist Zeit oder Geld, das geht beides, in eine Sache zu investieren, wie der Name sagt, oder reinzustecken, um eben davon auch langfristig und mittelfristig Sachen davon wieder zurückzubekommen, sei es jetzt die bedienten Ausschüttungen bei Aktien oder ETFs oder auch das Wissen, was man aufsaugt durch Bücher oder Kurse oder sonstiges, was man eben erst mal investiert und danach eben dann wieder auch ein Ergebnis daraus resultierend sich ziehen kann und das Ergebnis dann auch seine Früchte trägt sozusagen und man eben auch was mitnehmen kann und für die Zukunft daraus lernen kann. Okay wunderbar, sehr schön. Damit bleiben wir auf jeden Fall voll in der Zeit, das klingt doch sehr gut und wir bleiben allerdings auch beim Thema "investieren". Du hast jetzt schon so ein bisschen gesagt, wer du eigentlich bist und dass du das Thema "investieren" für dich entdeckt hast. Nun interessiert uns alle natürlich sehr brennende. Wie hast du dieses Thema entdeckt und wie bist du zum "investieren" gekommen? Die Frage ist eine sehr spannende und wahrscheinlich auch eine sehr lustige für manche zu hören. Das ganze hat angefangen Ende 2017, wo es diesen riesen Bitcoin-Hype gab, der in allen Medien überall vertreten war, hol dir Bitcoin, das ist das neue Ding, investiere da rein, was ich vorher noch nie gemacht hatte bis dahin und hat man dann anderthalb Monate alle möglichen Artikel dazu durchgelesen und dann einfach mal Ende Dezember 2017 zum Allzeithoch, also bei Höchststand bei 16.000 Euro, wo der Bitcoin da mal stand, habe ich da schön mal 300 Euro investiert und danach ging es dann ganz relativ schnell abrupt bei minus 80 Prozent zwischenzeitlich rein, was mich dann etwas wachgerüttelt hat und auch so das mit das größte Learning war einfach stumpf mit dem Hype mitzugeben, ohne sich da groß Gedanken zu machen oder sich zu informieren, was dann natürlich dazu geführt hat, dass man da einiges an Geld jetzt zwischenzeitlich kursmäßig verloren hat und bin dann danach darüber gegangen und habe dann zwei Monate mich intensiver mit weiteren Anlagemöglichkeiten beschäftigt, eben gerade dann auf ETFs gestoßen und Aktien in der Thematik, mich da mehr eingelesen, das Ganze dann irgendwann auch verstanden, wie das funktioniert und dann die ersten Schritte mit einem Sparplan auf den damals noch MSCI World und Emerging Markets ganz klassisch mehr oder weniger gestartet mit 75-25 Prozent Verteilung, mit 100 Euro monatlich Anfang 2018 im Februar und habe das Ganze dann nach und nach eben dann erweitert, die Sparrate erhöht und bin aktuell sogar dazu übergegangen, primär noch in Einzelaktien zu investieren, weil das Ganze eben noch ein wenig mehr Kick an der Sache gibt, muss ich gestehen für mich, also mehr Abwechslung bietet als reinen ETF ganz stumpf zu investieren und natürlich auch die Möglichkeit nutzen zu können, das investierte Kapital auf das monatliche, die Investitionen bließt einfach zu steigern nach und nach und auch jetzt dieses Jahr steht auch wieder ein größerer Schub an und viel mehr Einzelaktien monatlich permanent gespart und dann natürlich auch mit der Dividendenstrategie, die ich für mich entdeckt habe als Cashflow-Modell sagen wir mal, natürlich auch sehr viele oder fast ausschließlich Dividendenaktien im Depot habe, die mir dann eben einen monatlichen Cashflow in zwischen bescheren, der sich ab dem nächsten Monat dann ab den oder über die 25 Euro jeden Monat bewegen wird und sich somit mit einem zusätzlichen Sparplan rein aus den Dividenden schon wieder investieren kann. Wo man auch eingangs durch die Definition für das Investieren bei mir sieht, dass das natürlich jetzt schon seine Früchte trägt, ohne dass man mehr Geld investieren muss, dass man jetzt schon mehr Geld investieren kann, weil dann die Refinanzierung oder Reinvestition der Dividenden natürlich dann dazu führt und dass man noch breiter und noch schneller wachsen kann mit der Zeit. Das ist der Zinsseffekt, der jetzt im winzigen kleinen Ausmaß bisher funktioniert und sich dann nach und nach natürlich deutlich ausweitet, um auf mein langfristiges Ziel zu kommen, das aber später wahrscheinlich nochmal erwähnt und finden wird, wie das ganze stattfinden soll und wie das aussieht. Soviel erstmal dazu der Geschichte, wie ich zum Investieren kam, was ich gemacht habe, wo ich auch meine Learnings rausgezogen habe und wie es jetzt aktuell der Stand ist, wo ich natürlich auch meine ganzen Erfahrungen und auch die Updates dazu monatlich bringe und auch alle Leute dann transparent daran teilhaben lassen. Super, das klingt doch auf jeden Fall nach einer sehr interessanten Geschichte. Du bist auch einer der wenigen, von denen ich persönlich gehört habe, die über Bitcoins den ersten Kontakt hatten. Ich persönlich hatte selber ja damals über ETF-Produkte den ersten Kontakt. Das war damals noch der Holger Grete vom Zen-Depot, wo ich wirklich mal erstmalig an das Thema Investierung rangekommen bin. Aber das klingt auch schon sehr interessant, was du da gesagt hast. Und du hast auch schon etwas gesagt, nämlich Leute in dein Umfeld haben über Krypto gesprochen. Und da ist meine nächste Frage, wie reagiert denn heutzutage dein Umfeld darauf, wenn du ihnen erzählst, dass du an der Börse investierst? Die Erfahrung hat jetzt gezeigt, dass es auf jeden Fall sehr unterschiedliche Meinungen sind, die da zurückkommen. Wenn man jetzt da sagt, man investiert in Aktien, einige sehen das als zocken oder man kann ja nur Geld verlieren oder die haben damals mal irgendwann in irgendwelche Fonds investiert und waren froh, dass sie irgendwann mal genug Geld wieder raus hatten, um gerade zu einer schwarzen Null rauszugehen oder mit Verlust. Oder es gibt auch die anderen, die das selbst auch machen oder wo ich auch gerade jetzt in meinem letzten Jahr schon, nennendes mal, ein paar Leute dazu ermutigen konnte, auch sich jetzt frühzeitig schon jetzt nicht wie ich erst in Mitte 20 überhaupt dazu beginnen, sondern eben auch schon mit Anfang 20 oder mit 18, 19 sogar, gerade so frisch aus der Schule quasi raus. Und dann fangen die Leute schon mal an, jetzt zu investieren, dass man ihnen also zeigen konnte, was es dann wirklich bringt und ein paar dazu reden konnte, auch wirklich was zu machen. Sich jetzt schon mit der Altersvorsorge zu beschäftigen. Also da spreizt die Meinung, wir gehen da sehr weit auseinander. Auch meine Eltern oder meine Frau muss ich davon erst mal überzeugen, warum denn Aktieninvestitionen jetzt nicht einfach reine Spekulation oder zocken ist, man eh alles verliert. Und mittlerweile, nachdem man auch nachweislich zeigen kann, wie das natürlich letztes Jahr zumindest dann auch sich gut entwickelt hat oder auch jetzt mit dem Crash trotzdem gelassen bleibt mit den Werten, auch wenn man jetzt eine negative Zahl im Depot stehen hat, wo man jetzt weniger Wert hat, als investiert wurde, was sich aber langfristig natürlich sowieso wieder ausgleichen wird. Demzufolge habe ich da die einige Skeptiker zumindest dann positiv überzeugen können inzwischen. Ja, sehr schön. Das kenne ich natürlich auch, dass Menschen nicht sofort begeistert sind von der Altersvorsorge. Ich kenne allerdings auch das wunderschöne Gegenbeispiel, nämlich, wenn du dich selber einfach mit diesem Thema beschäftigst und das so einen stillen Kämmerlein für dich machst und jeder guckt dich an, wie du dich damit beschäftigst, dass die Menschen irgendwann sogar damit anfangen automatisch Interesse daran zu entwickeln und dann damit anfangen, fand ich auch eine ganz spannende Situation, weil das ist bei mir persönlich passiert, das ist in meinem Umfeld, wenn ein paar Leute damit angefangen haben. Hast du denn da so eine krasseste Anti-Bewegung schon mal kennengelernt, also von wegen, dass jemand gesagt hat, das ist das Schlimmste, was es überhaupt gibt? Gab es da schon mal so richtige Negativerfahrungen im Umfeld oder ist es wirklich bei den leichten Meinungen geblieben? Also sagen wir so jetzt, extreme Gegenbewegungen oder Gegenwinde habe ich da jetzt nicht bekommen, aber natürlich gab es da schon ein paar, die etwas andere Meinungen sind, sage ich mal dem Kapitalismus gegenüber, wie es jetzt funktioniert von der Sache, die dann da eher sozialistisch beantragt sind, die dann gesagt haben, warum die ganzen, oder dass es so böse ist, was die ganzen großen Firmen machen, wie Apple, dass sie fast keine Steuern zahlen und so weiter und so fort, also da habe ich schon ein bisschen mehr Gegenwind an mancher Stelle bekommen, aber insgesamt muss ich sagen, waren das immer nur ein paar Argumente, die mal so an den Kopf geworfen wurden, die man dann aber auch relativ schnell entkräften kann oder halt gesagt hat, natürlich gibt es auch Leute, die Geld verlieren an der Börse, aber wenn man sich damit befasst und es auch hobbymäßig natürlich vertieft, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit da wieder herum, wenn man jetzt auch nicht nur auf die kleinen Pennystocks geht, eben mit so lieben Unternehmen, die auch ein bewährtes Geschäftsmodell haben und daran investiert, sodass ich da bisher auch viele Leute zumindest besänftigen konnte, was die Meinung angeht, die dann zwar auch selbst für sich sagen, ich möchte das nicht, aber die dann immerhin sagen, okay, gut, dass du das machst und wir wünschen dir das Beste, so nach dem Motto. Die Erfahrung habe ich eigentlich jetzt überwiegend gemacht, sage ich jetzt mal. Toll, das sind ja auf jeden Fall sehr gute Erfahrungen, die du dann gemacht hast und du bist ja nicht nur so unterwegs, dass du in deinem persönlichen Umfeld die Leute vom Thema über das Thema Börse und Finanzieren aufklären darfst, sondern du bist ja auch unterwegs auf Instagram und auf YouTube und ist es natürlich auch eine ganz interessante Sache, dass sich da jemand vor die Kamera stellt und alle paar Tage mal einen Post bringt und sich da wirklich so viel Mühe gibt. Wie ist es denn da zugekommen und welche Motivation steckt da bei dir hinter? Die Frage ist auch eine sehr treffende, die sich auch hier eben entwickelt hat, also wie bei vielen Sachen, man macht seine ersten kleinen Schritte. Ich habe dann auch angefangen, um damals im Nähkästchen zu plaudern, relativ vielen verschiedenen Finanz-YouTubern, gerade die größeren bekannten deutschsprachigen Raum, die kennen wahrscheinlich alle, die muss jetzt nicht wie erwähnen, aber hat man denen gefolgt und dann ist man da auch nach und nach ein bisschen mit aufgesprungen oder hat sich mitreisen lassen von der Sache her, einfach mal durch die Fragen, was mache ich eigentlich, wie mache ich es und wofür vor allem, also für wen und da habe ich nämlich auch dann wiederum gemerkt, wie ich jetzt dazu gekommen bin, überhaupt auch zu sagen, hier ich mache YouTube-Videos und lade die hoch und stelle mich vor die Kamera und erkläre den Leuten auch was mit einem persönlichen Gesicht, was sie dann auch sehen können und nehmen sie auch transparent mit. Das war eben auch, als ich dann nach und nach eben mit ein paar Leuten Gespräche hatte und gesagt habe, hier, wenn du Lust hast, guck dir das an mit Aktien, grundsätzlich ist ja keine verkehrte Sache, du musst ja nicht komplett jetzt dein ganzes Erspartes da auch einmal reinhauen, aber man sollte auf jeden Fall sich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen und selbst etwas machen, auch wenn es im Kleinen ist, dass man dadurch auch, oder ich zumindest auch gemerkt habe, wenn man drei, viermal immer dieselben Sachen den Leuten immer wieder erklärt, habe ich mir dann auch gedacht, hey, die anderen machen es doch auch und die sagen doch auch, hier, du kannst einmal ein Video aufnehmen, du stellst es online und das kann sich jeder zu jeder Zeit angucken, das ist ja der eine Vorteil grundsätzlich, wenn es im Internet ist und du musst dich nicht immer wiederholen für die Basics zumindest, also die allgemeinen Sachen. Natürlich findet man das auch bei anderen YouTubern, da bin ich jetzt nicht der eine, der alles nur bei sich jetzt drauf auf dem Kanal hat, aber diese Anregung grundsätzlich überhaupt, sich erstmal Gedanken über seine eigenen Finanzen zu machen, die Aufstellung des Kontenmodells zum Beispiel, das auch ein Video oder ein Haushaltsbuch zu führen, das sind eben so die Basics, die erstmal am Anfang stattfinden müssen, um dann eben mit dem Investieren überhaupt starten zu können, wenn man dann einen finanziellen Überblick verschafft, den nämlich viele oder einige sage ich mal gar nicht haben oder nicht so richtig, sondern immer nur sagen, ein bisschen Geld bleibt da mal über oder auch nicht und das Ganze zu strukturieren, das ist eigentlich mal eine Grundmotivation zu sagen, ich möchte einfach mein Wissen den Leuten einen Preis geben und da bietet sich eben YouTube oder auch Instagram eben mit den Posts, die man da auch hochladen kann, weil veröffentlichen kann natürlich super an als Medium und das Ziel ist natürlich, ehrlicherweise auch mit YouTube zumindest dann auch Geld zu verdienen, wenn man dann eben soweit ist, dass man den Kanal dann auch monetarisieren kann und dann eben auch da ein bisschen, weil das ist die Zeit, die man jetzt investiert, von der Definition erspiegelt sich das einfach auch wieder, die ganze Zeit, die man jetzt in die Videos, in die Produktion, in die Veröffentlichung steckt, zu was jetzt kein Geld wiederbringt, auch dieses Equipment, was man sich da kauft, das wünscht man sich auch, dass es ein bisschen refinanziert wird, was dann dafür wiederum die Bezahlung ist, dafür, dass man eben auch einen Wert schafft und die Leute dann auch davon profitieren können natürlich. Also das sind meine haupts motivierenden Beweggründe dafür, das Ganze zu machen und das bringt persönlich einen viel weiter voran, wenn man sozusagen auch das Präsentieren lernt, man guckt nur die Kamera an, aber hat trotzdem vor Augen, dass sich viele Leute diese Videos angucken und dass man denen eben was vorträgt, also wäre das jetzt ein Referat wie in der Schule damals oder in der Uni oder auf der Arbeit eine Präsentation, weil das sind Sachen, die auch die Softskills einfach trainieren und wo man sich dann auch wohler fühlt. Auf jeden Fall, also da hast du viele tolle Punkte genannt, zum Beispiel, also sich auf jeden Fall damit einmal zu beschäftigen, das ist eine ganz tolle Sache, weil sowas lernst du tatsächlich in der Schule nicht, da hältst du zwar deine Referate, wenn du sie hälst und dein Hausabkommen nicht vergessen hast und dann ist es eine ganz andere Sache, weil in der Schule lernst du nicht dieses Präsentieren, wie du es tatsächlich lernst, wenn du einen eigenen YouTube-Channel hast, ich kenne das ja, weil das ist jetzt mein dritter Account, den ich jemals gemacht habe, vor dem Mikrofon stehe, vor der Kamera stehe und da sagst du eine ganz tolle Sache. Zudem hast du auch gesagt, du bist nicht der Einzige, der das auf YouTube macht, allerdings hat dein Account ja auch so ein paar tolle Sachen, die nicht unbedingt jeder Account hat, weil ich auf deinen Account ganz stark sehe, dass da auch eine großes Erklärungspotenzial für Portfolio-Performance, also das Tracking-Tool für deine Aktien da ist, also da bist du wirklich sehr, sehr ausführlich mit und was jetzt auf deinem Kanal ja auch erscheint, sind die Immobilien und Immobilien bringt mich gleich zu der nächsten Frage, du hast jetzt am Anfang schon ein bisschen was zu deinem Depot gesagt, aber lass uns da doch mal ein bisschen näher darauf eingehen, zum Thema Aktien, ETFs, Immobilien, Gold, Rohstoffe, Krypto, P2P, was ist da eigentlich alles in deinem Portfolio vertreten? Also rein von den Essen-Klassen her kann man sagen, besteht mein Portfolio jetzt eben zu einem minimalen Anteil an Kryptowährungen, wobei ich die gar nicht wirklich ehrlich gesagt mit erfasst habe in meinen monatlichen Übersichten, deswegen sagen wir mal, es besteht zu grundsätzlichen Sachen aus Einzelaktien, ETFs, P2P-Krediten mit einer Gewichtung bis zu zehn Prozent von dem Investmentanteil und eben jetzt auch frisch Immobilien, also wirklich physische Immobilien, wo man dann eine eigene Wohnung hat, die ich jetzt auch Anfang des Jahres, im Februar gekauft habe beim Mutal mit dem Unterschreiben des Kaufvertrages und jetzt seit diesem Monat, April, dann auch wirklich vermiete, wo ich dann auch die ersten Mieteinnahmen erziele, einfach auch als weitere Klasse oder als weitere Investitionsmöglichkeiten, um sich zum einen breiter aufzustellen, mehrere Einkommensströme zu haben oder zu generieren und auszubauen über die Jahre natürlich und auf der anderen Seite eben auch verschiedene Bereiche kennenzulernen, weil auch da ist natürlich diese Entwicklung, wie man auch immer so schön sagt, ein lebenslanges Lernen, spiegel sich eben da auch wieder. Man hat immer mal Lust, Neues zu probieren oder auch Neues kennenzulernen, dementsprechend sind Immobilien zulässig mit eingekommen, was aber gar nicht vertreten ist, derzeit sind Rohstoffe oder Gold, Silber jetzt auch physisch, was jetzt bei vielen auch noch als Beimischung mit drin ist, das sehe ich jetzt ehrlich gesagt bei mir bei der aktuellen Portfoliogröße noch gar nicht so relevant, das wird vielleicht erstmal wirklich realistisch, wenn ich im 6-stelligen Bereich mal mich bewege, eine Beimischung wiederum sein, um das ganze Risiko etwas zu streuen, um da eben gerade in einer Crashphase, wie wir sie jetzt vor kurzem erlebt haben, wo dann von der Börse aus natürlich jetzt Auswirkungen zu spüren sind, dass Dividenden gekürzt werden, wenn man damit plant, in Zukunft seinen Lebensunterhalt auch mitbestreiten zu können, von Dividendeneinnahmen, Mieteinnahmen und den P2P-Zinsen, die es da gibt zum Beispiel auch, um halt auch den Wert zu stabilisieren grundsätzlich, würde sich dann, wie gesagt, auf dieser Depotgröße geschätzt jetzt erstmal dann ein wenig Rohstoffe für mich dann interessanter werden, bis dahin werde ich aber meinen anderen Essensklassen natürlich weiter ausbauen. Ja sehr schön, das ist doch ein sehr gut gemischtes Portfolio, mit dem du wahrscheinlich auch sehr gut aufgestellt bist, jetzt hast du zwei Assets noch genannte, die wir in diesem Podcast bisher noch nicht so stark thematisiert haben, und da hast du unter anderem auch die Kryptowährungen genannt, also von Bitcoin, Ethereum und wie sie alle heißen. Bist du da tatsächlich noch aktiv? Machst du da noch was? Und wenn ja, wie machst du das? Also nutzt du da zum Beispiel die Bison-App von, ich glaube, der Börse Stuttgart oder wie kauft man Bitcoins? Ja also bei den Kryptos muss ich gestehen, da bin ich auch ein bisschen von zurückgegangen, dass ich da nach meiner einmaligen Investition von den 300 Euro Ende 2017 nichts mehr weiter gemacht habe. Damals hatte ich das über Coinbase gekauft, das ist eine online Wallet mit Sitz in Großbritannien, wo man da eben relativ simpel Bitcoin kaufen konnte, in dem Sinne, dass man da einfach Geld hin überwiesen hat, so wie man es auch sonst bei anderen Banken macht, da quasi Geld einzuzahlen auf sein Konto virtuell und hat dann da im Gegenwert dann eben 0,00 irgendwas Bitcoin eben dafür bekommen und hatte es dann auch mit Litecoin und Ethereum, wie du es erwähnt hast, oder Ripple, hatte ich da auch jetzt genutzt, aber aktuell mache ich da sonst nichts, also die Bison-App nutze ich da nicht oder auch sonst liest da kein weiteres Geld mit rein, weil ich da einfach mich nicht näher mit befasst habe und das Ganze nicht so verstehe, dass ich sage, ich würde da jetzt, ich investiere da nicht rein, weil ich da jetzt für mich persönlich nicht so viel Mehrwert rausziehe oder jetzt sage, das ist das Investment für mich, wo ich jetzt wirklich dran glaube, wie das sich Ganze entwickeln wird. Dementsprechend fällt das erstmal für mich hinten runter und beschäftige mich auch nicht viel weiter mit, außer dass ich ein wenig mitverfolge, wie der Markt allgemein sich weiter bewegt, aber da fließt jetzt auch zukünftig kein Geld irgendwie groß rein, deswegen lade ich die Kryptos auch für mein Portfolio außen vor und nehme es als lessons learned mit, aber vertiefe da die Investitionen nicht oder weiter sie. Okay, sehr schön. Dann hast du noch als zweites Asset dazu gesagt Zinsen aus P2P, vielleicht magst du ganz kurz für die Zuhörer, die P2P auf der einen Seite tatsächlich noch nicht kennen, einmal kurz sagen, was das ist und auf welchen Plattformen, du wirst dir erklären, dass es irgendwas mit Plattformen zu tun hat, wer du dich darum treibst und warum vielleicht. Genau, also P2P Kredite sind so gesehen Privat Kredite von privaten Leuten an private Leute, so kann man das sagen. Also man gibt Geld und jemand anderes als privater Investor nimmt dieses Geld und zahlt dann dementsprechend das Geld plus Zinsen zurück. Da ist natürlich dann wohlgemerkt ein Hinweis, dass es eine hochrisikoreiche Investition ist, weil da eben gerade weil man von Privat zu Privat sich Geld leiht, sozusagen, ist natürlich an einer Stelle eine Ausfallrate auch nicht ganz zu vermeiden oder zu vermeiden, sage ich jetzt mal. Das heißt, grundsätzlich ist auch die oberste Regel beim Investieren, investiere wirklich nur das Geld, was du eben nicht brauchst, also wo du eben zehn Jahre lang darauf verzichten kannst oder am besten halt das Geld grundsätzlich, wo du sagst, wenn ich das Geld jetzt auch nicht mehr habe und alles verlieren sollte, lebe ich trotzdem noch normal und glücklich weiter und gerade nicht in eine Schuldenfalle oder sonstiges. Das sollte einfach nur schon mal vorweg gesagt sein und da gibt es natürlich mehrere Plattformen, die diese Möglichkeit eben bieten, wo man dann einmal Bondora wahrscheinlich ziemlich wieder, die grundsätzlich in dem Bereich schon mal einfach gemacht haben, die Plattform Canon. Dort nutze ich persönlich nur Go and Grow, was eine Art passives Investieren ist, in dem Sinne, dass man einfach Geld investiert in diesen Privatkreditmarkt, wo jetzt vorzugsweise bei der Plattform in Spanien, Estland und Finnland die Kredite vergeben werden und man kriegt pauschal 6,75 Prozent Zinsen pro Jahr dort auf der Plattform bisher ausgezahlt und das funktioniert soweit gut, ist eben gedeckelt mit den Zinsen, dafür hat man das Geld eben sehr verfügbar, also liquide und kann das quasi jeder Zeit wieder abziehen und ist eben nicht an die Kreditlaufzeit gebunden, wie es jetzt zum Beispiel bei der nächsten Plattform, wo ich investiert bin, Mintos, die wahrscheinlich auch einen Großteil kennen werden, was mit einem Platz zielisch ist eben, weil sie über 200.000 Investoren weltweit haben und auch weltweit die Möglichkeit bieten zu investieren. Allerdings ist da eine gewisse Besonderheit, dass man das Geld nicht direkt anderen Privatpersonen gibt, sondern man leit sein Geld anderen Banken oder Finanzinstituten, die das Geld wiederum weiter verleihen an private Leute, die dann da eben dann die Zinsen zahlen und wo dann eben die Bank natürlich auch in gewisser Hinsicht mitverdient. Somit ist es ein anderes Modell, wo ich auch gesagt habe, ich fokussiere erstmal da meine Investitionen derzeit, weil ich da sage, man hat viele Darlehensanbahner, wie es dort heißt, also die Banken letztlich, in die man sein Geld mit investiert und die zahlen einem das Geld zurück und da gibt es auch diese sogenannte Rückaufgarantie, wobei das auch das Wort Garantie ist, da nicht gleich Garantie gegeben ist, wo dann der Kreditgeber dir selbst, wenn der Kredit von dem privaten Investor oder von dem privaten Kreditnehmer über zwei Monate in Verzug ist, zahlt die Bank dir dann den Kreditanteil, den du eben hast, mit Investitionen dann zurück, sodass du da eine gewisse Sicherheit hast, eben keinen kompletten Ausfall zu erleiden. Bisher muss ich sagen, nach 15 Monaten P2P Investition, die ich jetzt auf der Plattform getätigt habe, habe ich auch noch keinen Ausfall, aber es sind eben doch einige Kredite, die auch in Verzug sind, gerade jetzt auch zu dieser Zeit mit der Krise, wo man dann auch jetzt natürlich finanziell der eine oder andere an seine Grenzen kommt noch dazu, Jobverlust oder sonstiges, was das natürlich begünstigt. Da muss man einfach freudig sein und auch gucken, wie sich das Ganze entwickelt. Somit spiegelt sich dann natürlich dieses Risiko- und Rendite- Verhältnis wieder. Keine Rendite ohne Risiko. Mit einer hohen Rendite, wo man teilweise 16% bei Krediten verlangen kann, in die man investiert, oder 14-15%, kriegt man natürlich zu einem höheren Risiko, wo das Geld auch eine gewisse Zeit gebunden ist, die man nicht so schnell eben verkaufen kann. Und als dritte Plattform noch kurz abschließend kann man sagen, da bin ich bei Reinvest24 noch mit vertreten, was wiederum noch mal einen anderen Bereich abdeckt. Da geht es darum, dass man in Immobilien auch investiert anteilig. Nicht wie ich jetzt eine komplette Immobilie kauft, sondern man kauft sich eben anteilig für ab 100 Euro, wie das da auf der Plattform geht, Anteile an einer Immobilie oder an ein Grundstück. Und die Mieteinnahmen, die daraus eben erwirtschaftet werden, davon erhältst du dann anteilig an deinem Paar, den du davon eben hältst, dann auch monatlich deine Mieteinnahmen als Zinsen. Also das ist auch eine Möglichkeit eben in Immobilien zu investieren mit einem kleineren Kapital. Aber auch da ist natürlich eine gewisse Risikobereitschaft gegeben, weil das Ganze jetzt aktuell in Lettland läuft mit den, an die Entschuldigung in Estland sind die ansässig. Wo natürlich auch nicht 100 Prozent jetzt klar ist, wie das Ganze über eine lange Zeit läuft, weil gerade auch so eine Plattform sich jetzt noch kein Crash beweisen musste bisher. Ja, damit sagst du auf jeden Fall eine ganz interessante Sache, weil du hast natürlich wirklich die großen und starken Plattformen gewählt, die auch sehr gut nach eigenen Aussagen jetzt inzwischen mit der Krise umgehen können. Da sind ja unter anderem Mintos und Bondora echt sehr weit vorne. Ich hab da ein bisschen weniger Glück gehabt, indem ich heute noch einen gewissen Anteil an Geld auf der Plattform Group P liegen gehabt. Das ist dann wahrscheinlich jetzt wohl weg. Du hast aber auch noch eine weitere Plattform erwähnt, nämlich Reinvest 24. Finde ich übrigens auch ganz interessant, wobei diese Plattform auch nur sehr wenig Investoren hat. Und Reinvest 24 bringt mich dann nämlich auch gleich zu der nächsten Frage, weil da kümmerst du dich um das Thema Immobilien und du hast gerade eben gesagt, du hast jetzt auch deine erste Immobilie tatsächlich gekauft und vermietest diese bereits. Wie ist es denn dazu gekommen? Das hat sich natürlich auch im ganzen Rahmen entwickelt, wo man sagt, ok, ich bin jetzt im Aktienmarkt investiert, ich bin jetzt im P2P-Markt investiert und möchte eben zum einen meine Einnahmen aus verschiedenen Einkommensquellen oder Einkommenströmen, die man sich stellt, dann auch ziehen können in Zukunft. Und da war natürlich dann so der nächste größere Punkt, mit dem man sich dann mal beschäftigt hat, die Immobilie an sich. Natürlich ist das auch eine Sache, da hat man andere Summen, die da letztlich wertmäßig gehalten werden. Oder ich habe jetzt auch einen Kredit von 100.000 Euro abgeschlossen an der Backe. Aber auch da ist natürlich der Vorteil bei einer Wohnung, wenn sie natürlich einen richtigen Kaufpreis im Verhältnis zu den Mieteinnahmen, die man erhalten kann und zu der Kreditrate mit den Zinsen, die man an die Bank zahlt, hat, dass man dadurch trotzdem der Mieter einem selbst diesen Kredit abzahlt, sodass man selbst kein eigenes Geld zusätzlich mit einbringen muss, zum größten Teil. Du kannst mit einem Hebeleffekt, wie er genannt wird, eben den ganz gut nutzen, sodass man wenig Eigenkapital einbringt. So wie ich jetzt, um da mal eine Zahl zu nennen, jetzt 8.000 Euro, die kaufen Nebenkosten, die eben zu einer Immobilie neben dem Kaufpreis gezahlt werden müssen, selbst eingebracht habe aus meinem Ersparten, habe aber für diese 8.000 Euro eine Immobilie im Wert von 100.000 Euro erhalten und dementsprechend halt meine Investition etwas geebelt, also auf eine andere Ebene gehoben, per Kredit gekauft, so kann man das ja auch sagen. Was aber halt mit einer Sicherheit hinterlegt ist, weil die Immobilie selbst bietet ja eine Sicherheit, auch für die Bank. Und die sagen sich eben, wir geben dir das Geld, diese 100 Prozent des Kaufpreises, also 100.000 Euro, und wenn du mal nicht zahlungsfähig wärst, haben wir immer noch die Immobilie, die wir eben dir wegnehmen können, die wir zwangsversteigert, und damit haben wir dann unsere Kosten als Bank gedeckt, im Zweifel. Also das sind ja die Wege, die die Bank hat, was eben halt Immobilien in physischer Form eben da natürlich attraktiv macht in gewisser Hinsicht, die über Kredit eben finanziert zu haben. Also wenn ich die 100.000 Euro bar gehabt hätte, würde ich das auf dem Weg kaufen, weil man eben dann durch die Mieteinnahmen und die Instandhaltungsrücklagen, die man für sich ja zur Seite legt, auch dazu habe ich für die Leute, die es interessiert, auf meinem Kanal jetzt gerade, wie ich es auch schon gesagt habe, so eine Videoreihe gestartet, um diese ganzen einzelnen Schritte, worauf es ankommt, ein bisschen zu erklären. Oder auch aus meiner Sicht jetzt, wie ich es jetzt als frischer Vermieter sagen kann, oder frischer immobilierter Investor, worauf man achten muss oder worauf man achten sollte, dass man da eben keine Falle tappt und am Ende wirklich selbst draufzahlt oder viel draufzahlt. Auch da ist natürlich eine langfristige Investition. Der Kredit läuft 38 Jahre jetzt so gesehen. Wenn sich jetzt nichts ändert an der Kondition oder man nicht sonder tilgt, bis der abgezahlt ist, das ist natürlich schon eine enorm lange Zeit. Also bis zur Rente bin ich damit dann erst mal bedient. Aber auf der anderen Seite, wenn diese Immobilie dann mal abgezahlt ist, irgendwann eben in vielen Jahren, habe ich dann noch mal die aktuelle Kreditrate sozusagen dann zusätzlich, also noch mal ab 300 Euro, die dann da jetzt aktuell im Stand, am zusätzlichen Einkommen im Monat reinkommt, durch diese eine Wohnung. Und das Ganze möchte ich natürlich auch ausbauen und möchte mir mehrere Wohnungen kaufen über die nächsten Jahre und Jahrzehnte, sodass dann da auch der Cashflow, der daraus resultiert, um einen Hinblick auf die Rente, dann ein zusätzliches Einkommen zu generieren oder auch eine Rente da auch schon einfach ziehen zu können, dass man sagen kann, ich brauche keine gesetzliche Rente. Das, was ich davon dann kriege, ist dann später so ein nettes Taschengeld, was ich mitnehme, wie viel das auch immer sein wird. Aber ich weiß, ich habe eben durch meine Dividenden, durch die Immobilien, Mieteinnahmen, durch auch andere Einnahmen, die sich vielleicht noch erstellen lassen können, wie bei YouTube zum Beispiel oder wie auch immer, grundsätzlich über ein eigenes Business, was ich dann auch entwickeln kann über die Jahre, da einfach verschiedene Ströme und wenn dann da von einer mal wegbricht oder einer mal zwischenzeitlich schlechter läuft, weil da eben Leerstand ist und Immobilien nicht abbezahlt ist und ich dann noch ein paar Kosten habe, das aber von anderen abgefedert wird, somit hat dann einen Effekt eines Verlustes an einer Einkommensstelle weniger Auswirkungen, als wenn man wirklich nur jetzt seinen Hauptjob hat, seinen Gehalt bekommt und jetzt seinen Job verliert von jetzt auf gleich und dann aber trotzdem eine Kreditrate weiterhin zahlen muss, wenn man ein Eigenheim für sich hat, aber schon auf Kante genäht, die ganze Finanzierung auf den Füßen steht. Also das war jetzt mein Ansatz zu sagen, ich möchte auch in Immobilien investieren. Natürlich muss man da auch dann die geeigneten Immobilien finden, die eben auch sich selbst tragen. Das ist eigentlich die größte Herausforderung aktuell, weil es eben gerade in den großen Städten, zumindest auch hier in Frankfurt, wo ich jetzt lebe, da findet man fast gar keine Wohnung zu einem bezahlbaren Preis und mit den Mieteinnahmen dann die Kosten sich selbst tragen, sondern man muss eigentlich fast immer was drauflegen aus der eigenen Tasche in einem gewissen Rahmen, was es dann etwas unaktiver macht, jetzt um das nebenher laufen zu lassen. Damit sagst du auch gerade, was bei mir jetzt tatsächlich als Frage aufgekommen ist, dann du hast jetzt zum einen den Preis 100.000 Euro gesagt, du hast die Region Frankfurt, also eine absolute Ahrstadt genannt. Und das ist natürlich jetzt die Sache für Menschen, die wie ich absolut keine Ahnung von Immobilien haben. Ich habe jetzt gerade eben im Taschenrechner ein bisschen rumgerechnet. Wenn ich mir jetzt angucke, dass für Hotelimmobilien inzwischen, also jetzt nicht mehr, aber vor der Corona-Krise, die 50-fachen Jahresmieten gezahlt wurden, dann klingt 100.000 Euro für mich erst mal relativ günstig, aber ich kann dazu auch noch nicht ganz so viel sagen, weil wie gesagt, keine Ahnung von Immobilien, aber wie gehst du tatsächlich daran? Also wie wählst du so eine Immobilie aus und entscheidest, dass das eine gute ist, zum guten Preis? Was ist überhaupt eine gute Größe für eine Wohnung, die du vermieten möchtest? Also wie gehst du denn da eigentlich ran? Also kurz vorweg kann man da noch mal sagen, dass ich jetzt die Immobilie, die ich gekauft habe, nicht in Frankfurt selbst gekauft habe, aber wenn man in Frankfurt für diesen Preis etwas findet an Wohnungen, dann kann man da eigentlich fast ungesehen schon zuschlagen, weil es ein enormes Schnäppchen ist, was man eigentlich so gar nicht mehr kriegt, sondern das ist ein Rhein-Main-Gebiet, in Herdizenbach an einer etwas kleineren Stadt, in der Nähe von Offenbach auch, also ist es hier 20 Kilometer entfernt von der Fahrzeit, einfach dass man das fairerweise vorher sagt, aber grundsätzlich, wie man da eben rangeht, was ich eben schon mal gesagt hatte, ist einfach diese Möglichkeit zu gucken, oder wie es auch in dem Immobilienbereich oftmals genannt wird, die Protomietrendite, das ist so eine Kennzahl, oder den Faktor, wie du genannt hast, der da sehr hoch ist, wo man dann schon mal relativ schnell sieht, kann die Immobilie sich selbst tragen, und das kann man eben mit wenigen Zahlen einfach schon berechnen, also als kleiner Hinweis einfach mal als Beispielrechnung, diese 6% Protomietrendite, die oftmals so als Zielwert genannt wird, den eine Wohnung erreichen sollte, wo einfach das Verhältnis von Kaufpreis zur Jahresnetto-Kaltmiete, die man erhält, eben 6% betragen sollte, so weiß man halt relativ schnell, wenn man sieht, die Wohnung kostet 100.000 Euro, sie ist für 600 Euro monatlich warm vermietet, oder sagen wir 500 Euro, das ist ein einfaches Rechenbeispiel, aufs Jahr hoch gerechnet, kriegt man 6.000 Euro an Miete raus, und das wären dann eben genau diese 6% von dem Kaufpreis als Protomietrendite, wo man ganz pauschal sagen kann, 2% tilgt man selbst davon, 2% ungefähr gerechnet sind an Zinsen möglich, die man dann monatlich zahlt, und 2% sind Bewirtschaftungskosten, die natürlich so eine Immobilie mit sich bringt, wo man dann eben auf diese 6% kommt, um dann zu sagen, okay, ich habe eine Plus-Minus-Null-Rechnung, ich habe eine Immobilie, die dann hoffentlich natürlich bis zum Renteneintritt spätestens abbezahlt ist, und mir dann eine zusätzliche Rente generieren kann, also der Ansatz, den man oftmals im Internet findet, wenn man danach sucht, Immobilie als Kapitalanlage, als Altersvorsorge, eben diese Kennzahl, die beruht einfach nur auf Jahresnetto-Kaltmiete im Verhältnis zu einem Kaufpreis, und damit kann man relativ schnell für sich entscheiden, ist diese Immobilie lohnenswert, oder kann man gegebenenfalls am Kaufpreis noch ein bisschen was machen, das ist aber nicht immer so einfach, da einen richtigen zu finden, und von der Wohnungsgröße her, oder was du gesagt hast, was natürlich noch ein paar Indikatoren sind, da kann man sich ja auch auf verschiedenen Portalen mal angucken, das sind nämlich die meist gesuchtesten Wohnungen, das sind Einzimmer-Zweizimmerwohnungen, in den Städten sind es auch viele Einzimmerwohnungen, die halt gesucht sind, aber auch sonst ein Zweizimmerwohnung eben auch mit die am meisten Vermieteten, eben auch im Bereich um die, sagen wir mal, 50 bis 70 Quadratmeter, da berät sich der Zweizimmerwohnungsbereich in einer sehr großen Nachfrage, wenn man da eine Wohnung hat, die eben auch zwei Zimmer hat, oder bei mir jetzt mit knapp 65 Quadratmeter mit Balkon, Aufzug in den vierten Stock vom vorigen geschossigen Wohnhaus, da hat man natürlich auch ein paar Indizien, wo man sagen kann, da hat man eine Vermietbarkeit auch, also da ist natürlich geografisch gesehen, sucht ja eine Stadt aus, wo du auch in Zukunft eben nicht den Wegzug hast, wie jetzt irgendwo auf dem Land, wo natürlich vermehrt die Leute eher in die Stadt ziehen wollen, also es sei die Region oder die Lage ist eben mit eines der Hauptkriterien, dann natürlich am Kaufpreis mitentscheidend, dass er möglichst günstig ist, eben in Zusammenhang mit dieser Proto-Mietrendite, um da ein geeignetes Investment zu finden, und da muss man natürlich gucken, kann man die aktuelle Miete, wenn man eine Miete übernimmt, entweder erhöhen, einen gewissen Rahmen, da gibt es natürlich auch gesetzliche Grenzen, dieser Mietpreisbremse, die es eben zu erwähnen gilt, und da sind viele Faktoren, die am Ende natürlich sich im Detail damit auseinander setzen muss, aber grundsätzlich eben diese drei Faktoren, Kaufpreis, Lage oder Lage, Kaufpreis und Proto-Mietrendite, sind schon mal die drei Indikatoren, wo man sagen kann, damit kann ich meine Suche erst mal beginnen, um mal eben so die größten Fälle rauszufiltern, wo man sagt, ich habe jetzt drei von 100 Wohnungen, zum Beispiel, die jetzt interessant erscheinen, die jemandem aufgrund der Zahlen erst mal ganz plausibel, um sich halt näher damit zu befassen. Okay, also Preis habe ich verstanden, Größe habe ich auch verstanden, weil das kann ich mir so ein bisschen erklären, da sagst du eigentlich genau das, was auch mein Eindruck ist, weil große Städte wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, da bist du glaube ich einfach froh, wenn du überhaupt eine Wohnung bekommst und da nicht irgendwo auf der Straße schlafen musst, also nimmst du auch eine Einzimmerwohnung, das heißt Einzimmerwohnung funktioniert, Zweizimmerwohnungen ist das wahrscheinlich schon in etwas kleineren Städten, sei es Bremen, Hannover, so etwas halte, was dann um einiges interessanter wird, verstehe ich mit der Auswahl. Wenn ich jetzt so weit bin, also ich habe den Preis, ich habe die Zimmergröße, jetzt habe ich aber gar keine Ahnung vom Handwerk. Ich weiß jetzt nicht, was du beruflich machst, wobei an sich weiß ich eigentlich schon, aber mal angenommen, ich habe also überhaupt keine Ahnung von wie begutachtigt in so einer Wohnung, wie kann ich denn sagen, das ist was Gutes, das ist was Schlechtes, wie macht man das? Da kann man natürlich sagen, es gibt auch da, wie du sagst, begutachten ist schon mal so ein Stichwort, Gutachter gibt es nämlich, die dafür auch vom Fachsinn wirklich, die ja eine Immobilie bewerten können, ob sie halt auch so sagen von dem aktuellen Stand, wenn man sich eben selbst nicht auskennt, so das beurteilen kann, also ich bin jetzt auch kein Fachmann in diesem Bereich, dass ich jetzt genau weiß, wie eine Immobilie ausgesehen hat, aber da gibt es natürlich auch dann schon mal viele Indizien, wenn man sich näher mit einer Wohnung befasst und dann auch zum Beispiel, dass es schon mal einen Schritt weitergeht, dass man auch seine Interesse bekundet hat und von dem alten Eigentümer, wenn man da wirklich ernsthaftes Interesse hat, zum Beispiel die alten Protokolle bekommen, also ein paar Eckdaten von dem Gebäude kennt, wann ist das Gebäude gebaut, wie ist der aktuelle Zustand im Gebäude, was wurde gerade an den großen Anlagentechniken, gerade in Mehrfamilienhäusern, Heizungen, Fenster, Außenfassade, Dächer, Stromleitung in der Wohnung selbst oder wurde das Bad mehr saniert, das sind alles natürlich Faktoren, die das Ganze aus Investitionssicht natürlich etwas beeinflussen können, wenn du weißt, an dem Gebäude, das ist 50 Jahre alt und es wurde noch nie irgendwie die Heizung getauscht oder irgendwas anderes gemacht, wo du dann weißt, es könnte perspektivisch relativ bald dazu kommen, wenn da was ausfällt, dass da ein größerer Kostenblock auf dich zukommt, das heißt eine Sonderumlage, die auch mal schnell in die Tausende gehen kann oder die ein, zwei Tausende Bereiche relativ schnell erreicht werden können, dann sollte man so ein Geld natürlich auf der Seite haben, das heißt, man sollte nicht investieren und sich eine Wohnung kaufen und dann gar kein Geld mehr auf der hohen Kante haben, gerade für solche Sachen, sondern ein bisschen puffer sollte da natürlich noch da sein, also das spielt eben auch die Situation in der Wohnung eine Rolle, wie ist der Renovierungsstand, das Gebäude natürlich ist ein großer Faktor, wie man da rangehen kann und das andere wird natürlich auch mit der Zeit die Erfahrungen einfach zeigen, wenn man sich mit Investoren unterhält, die das Ganze schon länger machen, da sind natürlich auch so Immobilienstammtische, die es auch in vielen Städten schon gibt, über verschiedene Plattformen bei Facebook oder einfach so im Internet Immobilienstammtische und eine Stadt mal eingeben zum Beispiel, da findest du auch Leute, die eben solche Sachen schon länger machen und da kannst du natürlich auch sehr viel Wissen mitnehmen von Leuten, die eben das Ganze schon durchgemacht haben, auch einige Fehler gemacht haben, die dir dann eben von vornherein schon mal Tipps geben können, worauf musst du denn besonders achten, was sind solche neuralgischen Punkte eben, die es zu entdecken gilt in der Akquirierung von einer neuen Immobile, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt, das ist in meiner Meinung nach das wichtigste halt eben auch versuchen von anderen Leuten möglichst viel an Erfahrung mitzunehmen, aber am Ende bleibt es halt nur dabei, dass man sagt, man muss sich ein Bild über die Wohnung verschaffen, einen Überblick oder die Immobilie im Allgemeinen, auch wenn es ein Haus ist und muss eben gucken, wie sieht das Ganze aus, wie bewertig es ist oder wen brauche ich, der mich dazu noch beraten kann, der natürlich dann auch eine Aussagekraft hat oder eine Tragweite hat, die man einem Fachkundigen dann eben zulässt, dass er sagt, er beurteilt die Immobilie und sagt, sie ist Schrott, dann kauft sie lieber nichts oder er sagt, sie ist kaufenswert und man muss vielleicht eine oder andere Sachen dann renovieren, wenn ein Auszug ist oder sowas oder mal die Decke neu machen oder die Elektrik an manchen Stellen, das sind natürlich Sachen, wo man dann auch ein wenig Geld in die Hand nehmen sollte, wenn man sich gar nicht dazu braucht, es zu bewerten, denn eine Immobile, die hunderttausende von Euro kostet, sollte dann vielleicht ein, zwei tausend Euro Gutachter kosten, am Ende dann das ein Wert sein zu sagen, hier, ich gucke da mal lieber drüber, bevor ich dann am Ende ein riesen finanzielles Desaster habe. Also darf ich jetzt keine Angst machen, aber man sollte natürlich bei solch einer Investition sich vor allem ein paar Gedanken machen und sich natürlich da informieren oder halt sich Leute dazu holen, wie Gutachter zum Beispiel, die eben vom Fach sind und das Ganze wirklich beurteilen können nach einem richtigen Stand. Okay, also die Angst ist gerade eben bei mir noch gar nicht da gewesen, aber beim Thema Angst, das bringt mich nicht auch zu meiner nächsten Frage, die ich mir jetzt gerade noch mit aufgeschrieben habe, hat man als Immobilieninvestor denn Ängste, mit denen man da rangeht, weil also ich habe da so einen kleinen Punkt, an den ich denke, weil ich habe früher, heute nicht mehr, aber heute schaue ich nur noch Amazon, Netflix und Disney+ seit neuestem, aber früher habe ich auch mal RTL geguckt und da hat man doch sehr viel gesehen, was man nicht in seiner Wohnung haben möchte und so Stichwort "Mietnomaden". Sind das so reale Ängste, die du dabei hast, wenn du eine Wohnung kaufst? Ja, das ist ein guter Punkt, den du da ansprichst. Das ist auch die Sache, wenn man eben sich ja auch da mehr einliest und mit mehr Leuten spricht, dann ist es natürlich auch, das ist wieder so der beste Fall, Mietnomade, jeder hat davon schon mal gehört und wenn man mit Leuten sich unterhält und sagt, ich kaufe jetzt eine Wohnung, um die zu vermieten und eigentlich jeder sagt dann, ja pass auf, dass du da keine Mietnomaden kriegst, dann weißt du nie, wie du da das Mieter bekommst. Es gibt natürlich diese Leute, die das machen, aber auch wenn man sich mit anderen Investoren unterhält, die das eben schon viele Jahre machen, ist natürlich die Erfahrung da, dass es hier und da natürlich diese Fälle gibt, dass es dann sehr ärgerlich sein kann. Wenn man so einen Fall natürlich mal haben sollte, aber der prozentuale Anteil dieser Mietnomaden ist so gering, dass man grundsätzlich kann man natürlich so einen Fall haben, dass man Mietnomaden hat, aber die prozentuale Gewichtung derer, die das sind, an den gesamten Landleuten, die die Mieter da sein würdigen, ist so gering, dass man mit ein bisschen Menschenkenntnis oder gesunder Menschenverstand oder auch die Kriterien, die man davon wählt, um zu sagen, ihr, du möchtest in mein Eigentum einziehen, also bitte liefer die und die Auskünfte nach, Schufa-Auskunft oder auch die Gehaltsabrechnung, die darf man als privater Vermieter fordern. Wenn die Leute sagen, das ist z.B. nicht datenschutzkonform, habe ich auch schon gehört, dann kann man auch sagen, ja, dann kriegst du auch halt meine Wohnung nicht. Also ganz plump jetzt mal gesagt. Das heißt, man kann sich ja sehr wohl seine Mieter aussuchen und auch ein wenig den Hintergrund prüfen, gerade wenn man am Anfang steht natürlich oder auch wenn man eine vermietete Wohnung übernimmt. Zum Beispiel kann man natürlich auch mit dem Vormieter oder Vorvermieter, also der Verkäufer letztlich, den natürlich auch dann fragen, wie ist denn das Mietverhältnis? Hat der pünktlich seine Miete gezahlt? Da kann man sich auf die Kontoauszüge anfordern und sagen, zeig mal, dass die Miete im letzten Jahr einmal pünktlich eingegangen ist oder sonstige Sachen. Das heißt, da ist natürlich auch ein gewisses Vertrauen notwendig auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sollte man sich auch nicht zu verrückt machen, dass man da jetzt auch sofort Mietnomaden reinkriegt. Natürlich ausgeschlossen ist es nicht. Ein gewisses Risiko ist natürlich da. Das ist, glaube ich, auch eher eine persönliche Sache, wie risikoaffin jemand überhaupt ist. Also es hängt von der Persönlichkeit des Einzelnen ab. Ich kenne auch Leute, die sind sehr vorsichtig. Deswegen trauen sie sich auch zum Beispiel an die Börse nicht ran, weil sie sagen eben, da kann man ja nur Geld verlieren und ich habe mein Geld lieber auf dem Tagesgeldkonto, bin damit zufrieden. Die Leute gibt es auch, die muss man einfach akzeptieren. Oder die haben ihre Registerrente und sind da froh, dass sie das als Zusatzprodukt haben als Beispiel und gehen da voll ganz auf und sind zufrieden. Andere, die sagen, ich will mehr und ich brauche mehr, die sind halt auch bereit, ein gewisses Risiko zu gehen. Die sollte natürlich vorher sich Gedanken machen, wenn es dazu kommt, wie kann ich das Ganze denn abfedern, um halt eben nicht zu einer Zwangsversteigerung jetzt bei Immobilien zum Beispiel zu kommen. Aber auch das wird sich jetzt bei mir zeigen. Ich habe jetzt erst angefangen. Ich kann da zumindest glücklicherweise sagen, der Mieter, der jetzt in der Wohnung ist, ist jetzt in der Familie geblieben, war die Vorbesitzerin, also ist auch aus der Familie heraus verkauft worden. Dementsprechend ist alles relativ einfach da an der Stelle, wo ich jetzt erst mal sicher bin, dass die, sozusagen, sieben wohnt, die Miete pünktlich zahlt und auch da keine Mietnomadin ist. Also das spielt natürlich da jetzt mit, warum ich da jetzt gar keine Ängste aktuell habe. Und alles andere wird sich dann einfach zeigen mit der Zeit, wenn dann mal eine andere Mieterin reinkommt, wie das Ganze sich verhält. Aber auch da wird wahrscheinlich einige Mietnomaden dann gar nicht so weit kommen, wenn sie eben dann die ganzen Unterlagen bringen sollen, wenn sie sich halt bewerben, sozusagen auch um die Immobilie mieten zu dürfen. Sodass da hoffentlich dann auch die Fälle rausfallen durch die schwarzen Schafe. Okay, dann toi toi toi mit der Wohnung und ich würde mal sagen, wir machen auf das Thema Immobilien jetzt den Deckel drauf und gehen weiter zum Thema Investitionsstrategie. Du hast uns ja jetzt schon gesagt, wie sich so deine Assets im Portfolio verteilen. Aber wie sieht es denn da strategisch aus und wie wählst du da eigentlich deine Aktien, die du dir ins Depot legst, aus? Also zur Strategie grundsätzlich kann man sagen, dass ein Cashflow, der monatlich reinkommt, bei mir mehr oder weniger an erster Stelle steht. Dementsprechend hat auch die Wahl der Dividendenaktien, die eben dann auch vorzugsweise quartalsweise ausschütten. Und je nachdem welches Unternehmen man eben wählt, habe ich jetzt auch schon geschafft, mein Portfolio, was ich habe, das Ganze so zu streuen, auch über Branchen hinweg, also nicht alles jetzt auf eine Aktie zu setzen. Ein bekannter Beispiel aus der Vergangenheit war irgendwie alles im Telekom um die Jahrtausendwende. Aber das dann so gut lief und danach eben ist relativ viel runtergegangen, sondern da hat eben über Branchen verteilt investieren, vorzugsweise eben Dividendenaktien, die zwar dann auch an mancher Stelle vielleicht weniger als die Wachstumsraketen sind wertmäßig, aber da ja die Dividendenstrategie darauf beruht, dass man sagt, man will gar keine Anteile eigentlich verkaufen, sondern möchte einfach den Dividenden, die halt da rauskommen, leben, ist das eben die Auswahl zu sagen, ich möchte möglichst breit über die ganzen Branchen, die es gibt oder über die Welt diversifiziert sein auf der einen Seite und wähle eben dann Aktien dementsprechend aus, zahlen sie Dividende, haben sie ein gesundes oder profitables Geschäftsmodell, sind sie etabliert am Markt, deswegen habe ich auch ein relativ langweiliges Depot, wie viele wahrscheinlich sagen werden, weil eben die Standardwerte, die fast jeder hat, der in dem Bereich zumindest jetzt ist als Finanzblogger oder grundsätzlich eben investiert und sein Portfolio auch öffentlich zeigt, da findet man sehr viel Überschreitungen grundsätzlich, aber man muss natürlich jetzt nicht alles wählen, denn auch da gibt es so eine gewisse Grenze, wo man sagt, es lohnt sich nicht jetzt 200 verschiedene Aktien einfach ins Depot zu legen, sondern dann kann man auch ein ETF wählen, sondern man sollte das ja ein bisschen beschränken, weil irgendwann diese Diversifikation nicht mehr dazu führt, dass man das Risiko streut, sondern man hat dann eben das Problem, dass natürlich die ganzen Aktien so wenig Anteil haben, dass natürlich im Wegfall weniger schmerzhaft ist auf der einen Seite, aber natürlich die Performance der Aktien selbst dann weniger einführst auf das Gesamtdepot und damit auch auf die Dividende eben nehmen kann. Und da ist nämlich auch mit der Dividende jetzt nochmal ein wichtiger Punkt zu sagen, auch da habe ich bei mir etwas gestreut, dass ich sage, ich habe Dividendenstarke Unternehmen im Depot, die eben sehr viel Dividende zahlen im Verhältnis zu dem Wert, also mit einer hohen Dividendenrendite und ich habe auch da Werte im Depot, die aktuell 0,5 oder 1% Dividendenrendite haben, die über die Jahre natürlich dann die Dividende auch nicht so gut steigern, dass sie natürlich dann auch in den nächsten 10, 20 Jahren deutlich mehr an Erträgen dann ausgeben können und da Dividende dadurch gesteigert wird, was das Ganze für mich dann attraktiv macht. Also aus Dividenden-Sicht jetzt gesehen darin und das Ganze auch strategisch eben, wie ich auch schon mal erwähnt hatte, ist jetzt, ob man da ein klares Ziel zu nennen, bis mal im 45. Lebensalter, also in 16 Jahren oder 15,5 aktuell kann man sagen, möchte ich soweit sein, dass meine monatlichen Ausgaben oder unsere als Familie, die monatlichen Ausgaben, die wir haben, dann durch diese Zusatzeinnahmen gedeckt sind, also alles was zusätzlich reinkommt, dass ich dann nicht mehr arbeiten gehen müsste, weil dann trotzdem irgendwie arbeiten werde, weil natürlich als Immobilieninvestor sehen das Banken ganz gerne, wenn du ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hast, auch in der Zeit wird es dann wohl lieber genommen als ein Selbstständiger teilweise oder hast andere Konditionen, weniger tilgen, was du musst. Einfach nur ein paar Beispiele zu nennen, einfach da, um finanziell frei zu werden oder unabhängig, da gibt es auch verschiedene Meinungen dazu, welches Stadium ist denn mit wieviel Geld verbunden. Das ist also mein Antrieb zu sagen, ich möchte meinen monatlichen Cashflow dahin bringen, dass ich eben die monatlichen Kosten, die bei uns entstehen, daraus decken kann, ohne arbeiten gehen zu müssen. Alles andere, was dann natürlich reinkommt, kann man dann eben das Leben genießen, Urlauben, Reisen, was einem einfällt oder wenn man ein teures Auto haben möchte, meinetwegen auch das. Also da bin ich jetzt keiner, der sagt, da muss man unbedingt auch verzichten, auch dass jetzt passiert es nicht, dass wir da sagen, wir verzichten auf alles Mögliche, sondern wir leben unser Leben, wie wir es gerne möchten. Auch ein Familienurlaub ist da drin oder auch andere Sachen werden angeschafft. Denn wer die Kosten plant, wie es so schön heißt, da kann auch da gelassene Zukunft entgegenblicken. So viel eigentlich zu der Strategie grundsätzlich bei mir. Sehr gut, damit hast du mich auch schon zur nächsten Frage gebracht. Du hast mich gerade eben gesagt, so ab 200 Werten im Depot, das ist so eine Sache, die sollte man nicht machen, da kannst du auch gleich einen ETF wählen. Was ist denn so deine Höchstgrenze an verschiedenen Positionen, die du in deinem Depot hast? Also aktuell besteht das Ganze jetzt aber aktuell noch sechs ETFs, die ich habe im Summe, wo natürlich mittlerweile auch nur noch drei monatlich bespart werden und die anderen sind einfach nur noch im Bestand grundsätzlich. Unter den Einzelaktien habe ich knapp 20 Werte derzeit, wo ich eigentlich auch fast sage ich noch meine Zielportfolio-Größe von circa 30 Werten, auf die ich jetzt aktuell zumindest an dem Stand erstmal grundsätzlich dann aufbauen möchte aus Einzelaktien, die ich da schon habe und eben dann noch ein bisschen erweitern möchte, wo jetzt auch dann diesen Monat ganz früchtern noch ein weiteres Unternehmen dazugekommen ist. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt auf meinem Kanal mehr, für die, die es interessiert, welches Unternehmen das denn ist, wo man dann auch eben gerade vorzugsweise ja auch so ein bisschen Unternehmen teilweise auswählt, die eben auch monatlich dann zahlen für mich. Also es gibt Jahreszahler im Depot, es gibt aber auch die meisten Unternehmen, die eben alle Quartale ausschütten und wo man dann darin gehend eben dann nicht zu viele verschiedene Einzelaktien, wie ich ja schon gesagt habe, im Depot hat, aber auch da ist für jeden wahrscheinlich individuell diese Grenze gesetzt, wo man sagt, ich fühle mich mit fünf Aktien im Depot wohl, der andere sagt, der braucht zehn, der nächste braucht fünfzig oder es hängt wahrscheinlich auch, würde ich mal sagen, grob gesehen einfach von der Tatsache davon ab, was für ein Ziel jeder hat, weil die Strategie eines jeden ist individuell. Was ich mache, kann ich für jeden gleich passen, was ein anderer macht, passt jetzt bei mir nicht direkt. Also somit gibt es da kein richtig oder falsch, würde ich jetzt behaupten. Man sollte sich nur für sich eben einen Plan machen und zu sagen, jetzt wie du befragt hast, hast du eine Strategie, wo möchte ich hin und das Ganze natürlich jetzt nicht nur auf zwei Jahre betrachtet, sondern eben ein möglichst langfristiges, mancher Plan ist bis zur Rente. Ich habe mir gesagt, ich möchte mit 45 soweit sein, dass ich eben entscheiden kann, was ich und wie mache und dementsprechend muss man dann eben seine Strategie auch dahin umbauen oder anpassen hier und da. Das ist natürlich auch nicht im Stein gemeißelt, sondern lebt auch einfach mit der Zeit oder mit den Situationen und ist grundsätzlich wichtig einfach, dass man überhaupt startet, sei es jetzt in Immobilien, in Aktien, in ETFs, in P2P-Kredite, was auch immer, was einem liebt, möchte ich das eben machen. Denn nur wer macht, der wird auch was erreichen. Sehr schön. Das klingt auf jeden Fall dann auch, dass du eine gefestigte Strategie hast, die du auch gerne in der Zukunft weiter verfolgen möchtest. Jetzt ist natürlich in den letzten Monaten etwas passiert, was wir uns die letzten ja tatsächlich Jahrhunderte nicht hätten vorstellen können, nämlich der Coronavirus geht rum und hat die Weltwirtschaft lahmgelegt. Wie hat das denn dein Depot und deine Strategie beeinflusst? Also mein Depot hat es natürlich auf der Aktienseite ziemlich nach unten gerissen, muss ich sagen. Da hatten wir zwischenzeitlich mal monatstechnisch Performance von minus 30 Prozent auch fast oder minus 26 war so die Spitze, jetzt nur auf einen Monat betrachtet, aber insgesamt gesehen war ich 12 Prozent im Minus. Also dementsprechend habe ich natürlich dann wiederum ein Geld, was noch frei war, sage ich mal jetzt, auch genutzt. Und jetzt in den letzten Monaten, also im März ein wenig schon, jetzt Anfang April habe ich noch einen größeren Stil etwas nachgekauft. Gerade bei Unternehmen, die jetzt ziemlich viel an Wert verloren haben, wo man natürlich jetzt dann günstige Einstiegskurse nutzen kann, um eben mehr Anteile zu bekommen an Unternehmen, die grundsätzlich ein gefestigtes Geschäftsmodell haben. Auf der anderen Seite aber natürlich jetzt durch die Krise im Allgemeinen alle runtergefallen sind und jetzt so eine Art Winterschussverkauf hatten, kann man es nennen, wenn man das halt aus der Brille betrachtet und deswegen war das eine recht erfreuliche Sache. Auf der einen Seite, dass es einen Crack gibt, natürlich die ganzen Umstände drum herum sind nicht erfreulich, auf wie lange das anhält, aber rein rational gesehen aus Investorensicht hat das natürlich Vorteile jetzt in dem Moment und hat dadurch eben ein bisschen mehr Geld nachgeschoben in einige Unternehmen und hat eben dann ordentlich nachgekauft. Aber auch da, weil ich grundsätzlich diese Strategie habe und frei nach dem Motto "Time in the market beats timing the market", frei versetzt auf Deutsch, so viel wie investiert ist und die Zeit im Markt bringt ja mehr als zu warten, bis der beste Einstiegszeitpunkt für einzelne Aktien gegeben ist, den man vielleicht sowieso nicht erraten oder erahnen kann, was er wiederum auch auf NARTS genannt wird. Das sind eben Sachen, die sich jetzt da bemerkbar gemacht haben im größeren Stil bei mir, also einmal natürlich Nachkaufen mit den Abschlägen, die es dann gab bei den Unternehmen und langfristig gesehen werden die Unternehmen sich wieder erholen und da kann ich mich eben mit den höheren Anteilen an der höheren Dividende in Zukunft freuen, selbst wenn sie jetzt mal gestrichen wird oder gekürzt wird an mancher Stelle. Aber da das Ganze eben auf mehrere Jahrzehnte ausgelegt ist, bleibe ich da sehr zufällig nicht, dass sich da eben jetzt was entwickeln wird. Wie das Ganze jetzt bei Immobilien ist, ich habe jetzt halt erst gestartet, kann da jetzt nicht viel zu berichten, aber da gibt es ja auch viele Diskussionen, gerade in den einschlägigen Gruppen dazu, gerade jetzt mit dieser Mietaussetzung für die Mieter, die nicht zahlen können aus gewissen Gründen. Da kann ich jetzt nicht zu sagen, weil da jetzt die erste Miete bei mir überhaupt geflossen ist und da würde ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, um da irgendwie eine Behauptung aufzustellen oder Vermutung. Da kann ich schon sagen, Aktien, die bescheiden von der Performance, aber günstig zum Nachkaufen, habe es getan und bin damit zufrieden. Wunderbar, das klingt doch noch einer ganz guten Bewältigung des Corona-Crashs. Jetzt hast du das eine oder andere Mal schon erwähnt, dass du Sparpläne führst, aber auch nachgekauft hast. Eine der häufigsten Fragen, die mich auf meinen Kanälen erreichte ist, wo soll ich eigentlich mein Depot eröffnen? Und du kannst uns das ja nicht nur sagen zu deinem eigenen Depot, was du auch führst, sondern du kannst uns tatsächlich auch gleich schon eine Empfehlung mit für ein Junior Depot geben, denn das Ganze hast du auf dein Kanal ja auch schon mal vorgestellt. Also was ist deiner Meinung nach ein richtig ideales Depot, vielleicht auch für Einsteiger und für die, die ihre Juniors mit dabei haben wollen? Da kann ich jetzt natürlich sagen, weil ich jetzt zum Anfang an mich dazu entschieden habe, bei der Com direkt mal ein Depot zu eröffnen, da bin ich voll zufrieden. Da kann man nämlich schon ab 25 Euro monatlich einen Sparplan ausführen. Was da noch ein großer Vorteil ist, finde ich für diese Sparpläne gerade, du kannst bei der Com direkt jede Woche quasi einen Sparplan ausführen lassen. Das heißt, du könntest ein Unternehmen viermal im Monat kaufen mit jeweils 25 Euro mindestens. Also was dann ein enormer Vorteil ist, weil es viele andere nicht haben eben mit Sparplänen auf der Art und Weise. Die Gebühren sind an mancher Stelle höher als bei anderen Brokern, gerade Trade Republic zum Beispiel ist ja ein oder gratis Broker, Smart Broker, da gibt es viele, die mit sehr wenig Euro Gebühren locken, die mich jetzt aber nicht so reißen, weil ich eben halt mehr der Sparplan-Fan bin primär, habe zwar auch Einzelaktien, also Einzelkäufe getätigt, mit den Gebühren natürlich, die dann bei der Com direkt zum Beispiel jetzt auch relativ hoch sind, mindestens 9,90 Euro die man hat, plus eben das börsenabhängige Order-Endgeld, was dann noch dazukommt, was man immer mindestens hat für eine Position. Somit rechnen sich im Verhältnis zu den 1,5 Prozent Gebühren, die die Com direkt für eine Sparplanausführung verlangt, bei Nicht-Aktions-ETFs oder Aktien, wobei da gibt es ja nur die ETFs, wo dann diese Gebühren entfallen, muss ich aber sagen, sind die 827 Euro so diese Grenze, wo man sagt, daran lohnt sich dann ein Einmal-Kauf mehr als eine Sparplanausführung, auf der anderen Seite muss man auch erstmal auf diese Summe kommen, 827 Euro monatlich zum Beispiel in einen Sparplan zu investieren, also in ein einzelnes Unternehmen wohlgemerkt oder ein einzelner ETF, um dann da diese Gebühren dann auszureizen, sage ich jetzt mal, wenn man natürlich mal Einmalzahlungen eben im Jahr bekommt, sei es eine Bonuszahlung, Weihnachtsgeld oder was auch immer, das größten Ziel in eine einzelne Aktie oder ein ETF stecken möchte, deswegen das die magische Grenze, wo man sagt, da lohnt sich ein Einzelkauf mehr von den Gebühren und das Ganze auch für das Junior Depot, wie du sagst, bieten sich natürlich an, da macht die Com direkt das Ganze mit und habe da auch für meine beiden Kinder ein Junior Depot angelegt und spare jetzt ab ihrer Geburt quasi an monatlich einen Betrag da drauf, jetzt da relativ einfach gehaltenen MSI World ETF, um eben die Weltmarktentwicklung damit abzubilden, mit einem kleinen Betrag, den monatlich dann anzusparen und wo das Kind dann natürlich, sobald es 18 wird, davon profitieren kann, dass es dann schon mal ein Start Depot quasi hat, was von uns dem mitgegeben wurde, weil da natürlich der Zins-Zinseffekt umso früher er beginnt und mit 0 Jahren ist eigentlich der beste Zeit, um es anzufangen für die Kinder, auch wenn es ein kleinerer Betrag ist, dass sie dann schon mal eine ordentliche Startsumme, eine ordentliche Start Depot mit 18 Jahren haben, was ich mir gewünscht hätte und natürlich mit der Erziehung dahin, mit den Finanzen sinnvoll umzugehen oder das Geld hat, eben nicht alles auf den Kopf zu hauen auf einmal, wenn man 18 wird, das Ganze im Depot hat, sondern auch dann natürlich mehr draus machen kann, also da kann ich die Com direkt eben empfehlen aus persönlicher Erfahrung heraus, Konsorsbank habe ich jetzt auch seit Kurzem mit im Depot oder das zweite Depot, was ich noch so, weil es auch sehr viele Sparpläne hat, gerade auch im Bereich der Aktien hat es einige Sparpläne mehr als die Com direkt an manchen Stellen, die ich halt gerne gehabt hätte. Das Ganze hat die Com direkt ein wenig nachgezogen Ende letzten Jahres im Angebot, sodass sie relativ ähnlich sind, aber auch da sind die Gebühren oder Konditionen ähnlich, 25 Euro monatliche Investition, 1,5 Prozent Gebühren der Ausführung unerhörtlich und für den Einzelkäufer auch ähnlich im Verhältnis und das ganze rund ums Sorglos-Paket finde ich, die Steuern werden abgeführt, automatisch, man muss sich um nichts kümmern, der Vorteil beim deutschen Broker im Allgemeinen, wie ich finde und somit kann ich die beiden Broker aus eigener Erfahrung auf jeden Fall ruhigen Gewissens empfehlen, mit den anderen Gebührenmodellen, die eben bei Trade Republic zum Beispiel ja sehr oft genannt wurden oder auch sehr in Instagram vorgestellt werden, habe ich noch keine Erfahrung gemacht und werde sie auch erstmal nicht machen, aber da kann natürlich der eine oder andere Anleger auch da sein besseres Depot finden, das ist auch wieder so eine persönliche Sache, was möchte ich erreichen oder was habe ich für Ziele und dementsprechend soll ich mein Depot auswählen nach meiner Strategie, das ist meine Meinung dazu, dass es nicht eine beste Depot gibt, sondern es gibt viele Depots für unterschiedliche Anlegertypen. Genau, das ist auch immer die Empfehlung, die ich ganz gerne mit auf den Weg gebe, du musst halt schauen, was möchtest du und welche Angebote gibt es und wie ist die größtmögliche Schnittmenge zwischen diesen Dingen, da ist natürlich die Comdirect sehr interessant, aber auch, wie du gesagt hast, die Konsorsbank. Konsorsbank ist halt nochmal ganz cool, weil aus den ETFs heraus die Ausschüttungen direkt wieder reinvestiert werden können, auch bei ausschüttenden ETFs. Das hat mich beim ersten Mal übrigens ganz schön überrascht, weil ich dann gesehen habe, okay, ja, Dividende, wo ist denn die, die war auf einmal wieder im ETF drinnen, ist eine ganz spannende Sache, die es da natürlich dann auch noch gibt und für den einen oder anderen auch vielleicht sehr interessant. Jetzt kommen wir aber zur nächsten Frage. Mal angenommen, ein Kollege von dir kommt auf dich zu und sagt, hey, ich habe mir dein YouTube-Channel angeguckt, ich habe mir jedes Video angeguckt, ich habe dein Instagram-Account angeguckt und hier dieser Finanzilluminati habe ich mir auch mal durchgelesen, den Blog. Ich bin jetzt so weit und kann investieren. Hast du denn zurzeit einen heißen Aktientipp für mich und so ein richtig spannendes Unternehmen, von dessen Geschäftsmodell du wirklich überzeugt bist? Das Ganze jetzt ohne hier eine Anlageberatung zu machen, aber wäre da ein Unternehmen da, das du empfehlen könntest? Ja, in der Tat willst du auch wieder jetzt nicht die eine Antwort, die ich jetzt auch so geben kann, denn das Ganze ist auch halt auch die Strategie gemünzt, bei der man möglichst viel schnell Dividende haben will und nicht jetzt von großen Kurssprüngen dann profitieren will, grundsätzlich. Also kein Wachsensunternehmen hat, da ist nämlich persönlich auch Shell eine der Positionen, die ich sehr ordentlich aufgestockt habe, muss ich gestehen, jetzt in diesem Monat. Also für diese Strategie und für andere, die eben wenig Mix haben wollen, da finde ich natürlich Microsoft ist damit eines der Unternehmen, die sehr stabil wachsen und auch jetzt diesen Crash sehr gut weggesteckt haben, finde ich persönlich und die sich einfach auch über die Geschichte hinweg so super entwickelt haben von den Produkten, was sie anbieten auf der einen Seite, wie sie das Ganze auch transformiert haben, nur von einem Betriebssystem aus, mit den ganzen Services, das Office-Paket, jeder kennt das, jeder nutzt das im Großen und Ganzen eigentlich, zumindest in der Arbeitswelt ist es noch sehr weit verbreitet, zumindest in den Großkonzernen, wo ich das jetzt auch kennengelernt habe. Dementsprechend haben sie es auf jeden Fall, das Cloud-Computing-Modell ist jetzt auch sehr gut gewachsen die letzten Jahre, das wären so die Kandidaten, wo ich jetzt sagen würde, das wäre eine lockere Empfehlung oder wie du sagst, eine Anlageberatung jetzt wirklich durchzuführen, wo man auch langfristig gesehen, was davon haben sollte. Okay, ja sehr schön, also Microsoft natürlich auch ein sehr interessantes Unternehmen, ich kenne es ja selber, arbeite im größeren Konzern und wir arbeiten jetzt, seitdem wir im Homeoffice sind, auch alle sehr verstärkt mit Microsoft Teams, das ist eine Sache, hatte ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm, aber jetzt haben es halt sehr viele Unternehmen auf den Schirm und dementsprechend gibt es da jetzt auch gute Möglichkeiten Geld zu verdienen, gerade wenn du auch hörst, dass die Konkurrenten, wie zum Beispiel Zoom, doch große Datenschutzprobleme haben und dann noch diese ganze China-Thematik, dadurch rückt Microsoft halt immer mehr in den Fokus. Ich habe auch vor kurzem gelesen, dass der Elon Musk von Tesla seinen Leuten jetzt verboten hat, Zoom zu benutzen, einfach aufgrund der großen Gefahr der Spionage aus China heraus und das stärkte natürlich auch wieder so eine Position wie Microsoft oder sei es aber auch Skype. Wir sind mit dem Interview jetzt kurz vorm Ende, es folgen noch zwei kleine Fragen, nämlich zum einen die Frage, welche Bücher haben dich an der Börse jetzt eigentlich weitergebracht, was hast du so gelesen und was sind da so wirklich gute Messages, die du da auch mit rausnehmen konntest? Ja, diese Bücher-Thematik, die ist natürlich sehr spannend, ist ja ein Wunder zu leicht, aber ich habe ehrlich gesagt nur ein Buch eigentlich wirklich zu dem Thema Finanzen jetzt wirklich gelesen und das war das "Souverän investiert mit Indexfonds" von Gerd Kommer, was eben mich zum Einstieg mit ETFs gebracht hat, weil das war wirklich eines der Lektüren, wo ich mir gedacht hatte nach dem Bitcoin-Fiasco, nenne ich es jetzt mal vom Anfang, habe ich mir dieses Buch mal geholt, weil es für Einsteiger schon ganz gut mal diesen ganzen Wertpapier-Zyklus erklärt oder grundsätzlich eben diese Thematik dahinter, wie der Markt auch funktioniert in gewissen Teilen, habe aber sonst keine weiteren Bücher gelesen, was aber auch mehr dem geschuldet ist, dass ich da kein Interesse dran habe, sondern dass einfach jetzt gerade mit der Überschreitung der jungen Kinder, mit knapp zwei Jahren der Erstgeborene und die Kleinen jetzt mit vier Monaten, einfach die Zeit und Bücher zu lesen fast bei null ist, gerade wenn man halt noch YouTube und so andere Sachen nebenbei macht, die natürlich neben dem Hauptberuf, wo man auch 40 Stunden die Woche arbeitet, irgendwo untergebracht werden müssen, das ist eigentlich der Hauptgrund, weshalb ich da weniger lese derzeit oder weniger gelesen habe, und dass ich eigentlich gar nicht so viel mehr berichten kann, außer dass halt eben YouTube mich relativ viel vorangebracht hat mit vielen Kanälen, einige Stammtische gerade jetzt auch, einen persönlichen Kontakt, was eigentlich jetzt nicht mehr geformt hat, sage ich jetzt mal, als Bücher. Gut, das Buch von Gerd Kommer ist natürlich ein sehr interessantes Buch, ich habe mir das damals auch tatsächlich angehört als Hörbuch, weil das für mich interessanter ist, es muss nämlich nicht auch unbedingt jeder auf die Bücher hingehen, ich kenne das selber, ich finde Bücher schwierig, weil mir nach zwei Seiten meistens langweilig wird und da muss das Buch schon sehr spannend sein, wie zum Beispiel das vom Elon Maske, das war auch wieder sehr interessant, aber ansonsten sind Bücher auch tatsächlich nicht notwendig, sie sind ganz interessant und jeder, der es gut findet, der sollte auf jeden Fall was mitnehmen. Ich für mein Teil lese jetzt seit 2012 eigentlich jeden Morgen und Wochentag ein HR, also Human Resources Newsletter und kenne mich mit Personalthemen inzwischen so gut aus, ohne jemals dazu einen wissenschaftlichen Artikel gelesen zu haben oder ein Buch gelesen zu haben, einfach weil ich durch diese Newsletter sehr gut informiert bin und so hatte wahrscheinlich jeder so die für sich interessanten Quellen, aus denen er sich seine Infos rauszieht und das Thema Quellen bringt mich dann auch schon zur abschließenden Frage von diesem Podcast, nämlich wenn du dir Aktien aussuchst, welche Tools benutzt du und da gibt es ja relativ viele, vom Aktienfinder bis hin zum Marktscreener, was ist da für dich so das Interessanteste? Das Interessanteste, wo ich mit eigentlich jetzt mehr gestartet habe, ist gerade, was du erst erwähnt hast, der Aktienfinder, weil der eben auch gerade in Hinblick auf diese Strategie, die ich gewählt habe, wo ich gesagt habe, ich möchte monatliche Zahlen haben, da gibt es ja diesen Dividendenkalender, wo man dann eben gucken kann, welches Unternehmen schüttet in welchem Monat aus und da kann man sich dann auch jeweils eine Liste machen, wo man sagt, das sind jetzt meine Favoriten für diesen Monat, ist vielleicht nicht die beste Rangehensweise für den einen oder anderen, aber so hat es bei mir eben angefangen zu sagen, hier guck dir da die Unternehmen raus und dann kann man sich auf diversen Seiten ja darüber noch zusätzlich informieren über die Kennzahlen, also ich habe angefangen bei Finanzen.Ed, da habe ich am Anfang mal die Fundamentaldaten rausgesucht oder mal durchgelesen, so ein bisschen, das Ganze habe ich ja nach und nach ein bisschen erweitert, sagen wir jetzt zuletzt, wo ich ein bisschen mehr dann noch drauf geguckt habe, war jetzt bei TraderFox, da gibt es die Visualizations, was eine kostenlose Möglichkeit ist, eben auch so die großen Kennzahlen eines Unternehmens angezeigt zu bekommen, auch die Gewinnen- und Umsatzzahlen zu sehen, Dividendenentwicklung, Wachstumswerte im Verhältnis den letzten fünf Jahren oder allgemein zu anderen Aktien, die sie dann abschneiden, ist also auch eine ganz nette Seite, die man dazu nutzen kann in Kombination und da kann man auch sagen, also kostenlos kann man sich da auch behelfen und das gibt natürlich jetzt auch beim Aktienfinder den Mitgliederbereich, den ich selbst ehrlich gesagt nicht nutze, wo aber natürlich viel mehr Wissen gebündelt ist von den ganzen verschiedenen Seiten, wo man sonst dann hin und her sucht. Somit kann es durchaus auch für die Zukunft noch eine Investition sein, die ich gleich auch tätigen werde, um zu sagen, hier damit kann ich dann vollumfänglich die Aktien besser analysieren, weil sie auf jeden Fall ja auch bei vielen anderen Finanzyoutubern oder Bloggern im Allgemeinen auch angewendet werden und mittlerweile gibt es ja auch da die kostenlosen Analysen, die man da über andere YouTuber eben auch mit veröffentlicht bekommt, die man dann sich angucken kann und somit lernt man da auch relativ viel draus, das anderen, die eben den Aktienfinder nutzen, so gesehen indirekt damit auch zu analysieren. Ja, das sind doch wieder ein paar sehr tolle Seiten, die du da gesagt hast, ich pack die auf jeden Fall mit in die Show Notes bzw. in die Videobeschreibung von YouTube, dann kann jeder, der zuhört, sich das auch einfach noch mal ganz entspannt anschauen, ohne jetzt mitgeschrieben haben zu müssen. Dividendenkalender, wo du es gerade sagst, ich kenne natürlich auch den Aktienfinder und den Dividendenkalender und ich kenne glaube ich auch jeden anderen Dividendenkalender, den du zur Zeit in deutscher Sprache irgendwo findest. Für alle die, die gerne mal wissen möchten, möchten, welches Unternehmen schüttet eigentlich in welchem Monat aus und wann ist der Ex-Tage, wie viele Zahlungen gibt es im Jahr, die können natürlich auch gerne bei Finanziluminati auf den Dividendenkalender gucken, denn aktuell bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, ich habe da die meisten Aktien drin gelistet und wenn das für den einen oder anderen interessant ist, dann kann er natürlich da auch noch mal reinschauen. Wir beide sind jetzt tatsächlich am Ende dieses Interviews und ich bedanke mich ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast. Es war ein relativ langes und relativ spannendes Interview, ein Interview, das mich zum Thema Immobilien noch ein bisschen mehr begeistert hat, als ich es davor war und von daher vielen Dank, dass du da warst und das letzte Wort gehört dir. Auf der anderen Seite vielen Dank, dass ich hier sein durfte und auch da mit dir dieses Interview führen durfte und es freut mich natürlich auch zu hören, dass es eben auch in Sachen Immobilien nicht ein bisschen Denkabschluss gegeben hat, zumindest weil ich ein wenig euphorisiert habe auf der einen Seite jetzt, wenn man es rausgehört hat, mich damit ein bisschen mehr zu befassen vielleicht auch und das ist nämlich auch denke ich mal eine ganz gute Sache, die gar nicht so viele machen oder sich ein bisschen vorschäuen, wenn man sich jetzt nicht so lange eingelesen hat mit dieser Thematik. Es frisst natürlich auch einiges an Zeit, sich da überhaupt einen Überblick zu erschaffen, wie das Ganze funktionieren kann, aber das ist wie bei allen Sachen eben oder was ich auch als Tierchen gerne mitgeben möchte grundsätzlich auch bei mir auf dem Kanal, sonst fangt einfach an, macht etwas, informiert euch darüber selbst, was ihr wollt, denn auch wenn ihr noch nicht ganz genau wisst, was ihr wie erreichen wollt, habt erst mal einen Plan, macht euch Gedanken dazu und sucht euch gegebenenfalls auch Leute, die einfach schon mal Erfahrungen in den Bereichen gesammelt haben, sprecht mit ihnen, stellt ihnen Fragen und wenn es ihnen zu viel wird, werden sie es schon sagen, ansonsten sind sie natürlich gerne bereit, ihr das unter die Arme zu greifen, so wie ich auch und dementsprechend freue ich mich eben hier gewesen sein zu dürfen. Vielleicht gibt es ja noch mal eine Folge in der Zukunft, wenn du eine Immobilie gekauft hast oder mehrere schon hast. Ja, schauen wir auf jeden Fall zu. Nächst einmal fangen auf jeden Fall die Aktien an, weiter zu wachsen, aber irgendwann wird dann natürlich auch das Thema Immobilien sehr interessant. Wir an dieser Stelle verabschieden uns von den Zuhörern und Zuhörerinnen und sagen bis zu nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Shownotes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
SmartBroker Depot im Test, Erfahrungen mit der Trade Republic Alternative
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Du möchtest deine Aktien handeln und das Ganze für nur vier Euro pro Order, also nur vier Euro pro Kauf oder Verkauf, du willst keine Depotgebühren, du möchtest alle deutschen Börsenplätze handeln, du möchtest ausländische Börsenplätze relativ günstig handeln, du brauchst ein Depot für alles, Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikate, Optionenscheine. Herzlich willkommen beim Finanzilluminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz Hinweis. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes, sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Wenn du jetzt tatsächlich Geräusche im Hintergrund hörst, die eigentlich nicht da sind, dann leg das da dran. Ich habe Nachbarn, die sind teilweise nicht ganz so leise, wie es gute Nachbarn sein sollten. Allerdings ist da gerade die ganze Familie, also wünsche ich den verehrten Nachbarn sehr viel Spaß und einen schönen Sonntagnachmittag. Im heutigen Testbericht testen wir das Depot Smart Broker. Wir gucken uns an, da ist ein neuer Broker auf dem Markt gekommen. Er stürmt rein, nachdem Trade Republic wirklich alles aufgemacht hat und Banken wie Consos Bank oder Comdirect die Konkurrenz angesagt hat. Da kommt jetzt eine Antwort auf Trade Republic, nämlich ein sehr günstiger Anbieter, ein sehr günstiger Broker, der allerdings nicht appbasiert ist, sondern per Internet, per Desktop bedienbar ist und bei dem du dich vor deinem Laptop oder Computer mit Aktien, ETFs, Optionen und allem was dazu gehört beschäftigen kannst. Hier im Video sehen wir jetzt ein kleines Beispiel aus einem Muster Depot. Wie kann das Ganze ansehen, aussehen, wenn du im Smart Broker drin bist, du hast dich also bisher noch nicht registriert und möchtest einfach wissen, wie das Ganze funktioniert. Ja, dann kannst du hier sehen, es gibt eine Finanzübersicht, es gibt ein Depot, du kannst Trading wählen, du kannst dein Konto angucken, du kannst dir die Geldanlagen angucken, du kannst dir dein Reporting und deine Verwaltung angucken. Es gibt einen Postmanager und noch einen Service- und Infobereich. Dein Depot wird dir hier ganz übersichtlich dargestellt, du bekommst immer einen Überblick über dein Vermögen, also wie viel Cash Quote hast du gerade wieder, wie viele Aktien hast du da. Ja, du kannst direkt in dein Depot reingehen und dir auch dein dazugehöriges kostenfreies Verrechnungskonto angucken. Doch was sind jetzt die großen Bullet Points, die wirklich starken Vorteile vom Smart Broker, denn der neue Broker aus Berlin, ja, der wird sehr gut vermarktet und kriegt einen riesen Zulauf im Moment, immer mehr Leute registrieren sich für den Smart Broker, weil es wirklich, ja, die Antwort ist auf die Bedürfnisse, die im Markt gerade da sind. Es gibt nämlich keine Depotgebühren, das Ganze funktioniert über dein Computer, über deinen Laptop, du zahlst nur 4 Euro pro Order und das ist wirklich wahnsinnig geil, wenn du vergleichst, dass du bei anderen Brokern immer noch deine 15 bis 30 Euro teilweise bezahlst. Ja, du kannst alle deutschen Handelsplätze wählen, du kannst ausländische Handelsplätze wählen, es gibt keine versteckten Kosten, du kannst kaufen Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikate, Optionsscheine und all das, was dein Herz begehrt. Wenn du mal irgendein Problem hast und ich hatte da so die eine oder andere Herausforderung am Anfang, weil ich noch die eine oder andere Frage hatte, habe ich mich da immer an den Support gewendet, entweder per E-Mail oder per Telefon, die Antwort geht sehr schnell, du kommst sehr schnell am telefonischen Support durch, bist da also auch ideal betreut und ich habe mich vom Support sehr gut betreut gefühlt. Und da wir auch nicht mehr in der Steinzeit leben, gibt es dort bereits ein Video Ident-Verfahren, das bedeutet, wenn du jetzt über den Smart Broker linket, den habe ich dir übrigens in die Show Notes gepackt, in die Videobeschreibung gepackt, da kannst du dich gerne anmelden und wenn du dich dann da anmeldest, das Ganze dauert nur 5 Minuten, dann kommt danach noch ein Video Identifikationsverfahren und dann bist du bereit soweit und es kann losgehen. Was man im Moment so hört, ist tatsächlich Smart Broker, das worauf die Trade Republic Zweifler ganz lange gewartet haben, nämlich die Web Version von Trade Republic, nicht ganz so günstig, Trade Republic kostet nur 1 Euro, allerdings 4 Euro ist wahrscheinlich für viele verkraftbar, wenn du dafür halt nicht nur an der Börse von Lang und Schwarz handeln kannst, sondern wirklich die gesamte Palette der Handelsplätze für nur 4 Euro handeln kannst. Du hast tatsächlich alle Handelsplätze verfügbar und welche sind das? Das gehen wir jetzt einmal durch, es gibt da natürlich zum einen die deutschen Handelsplätze, was sind Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Getex, Xetra, Tradegate und die Börse L&S Lang und Schwarz. Dann gibt es noch zusätzlich den außerbörslichen Handel, der dir auch zur Verfügung steht, nämlich ABN, AMRO, Baader Bank, BNP, Paribas, was übrigens auch der Anbieter von Smart Broker ist. Es gibt noch Citi, Commerzbank, Deutsche Bank, GZ Bank, Goldman, HVB, ING, JP Morgan, Society General, Trinkhaus & Burkhard, UBS und neben den gesamten inländischen und außerbörslichen Handel gibt es natürlich auch noch die ausländischen Handelsplätze, die auch möglich sind. Das ganze sind dann leider nicht nur die 4 Euro, da kommt noch ein bisschen was dazu. Preisliste findest du im Blogartikel, den kannst du dir angucken, Link in der Videobeschreibung und den Show Notes. Welche ausländischen Handelsplätze stehen zur Verfügung? Das ist ja, das ist Australien, Belgien, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Hongkong, Italien, Japan, Kanada, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien und noch der ein oder andere, US-Bereich. Wie sieht es mit den Kosten beim Smart Broker aus? Hier hilft immer ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis. Ja, was ist das an Kosten so? Es sind 4 Euro pro Order, also 4 Euro pro Kauf oder Verkauf. Stimmrecht, Karte in Deutschland, das Ganze ist kostenfrei. Es gibt keine Depotgebühren, also keine Depotführungsgebühren für Namensaktien, zahlst du 1 Euro. Gebühren auf Dividenden gibt es keine. Eine Order in inländischen Handelsplätzen kostet 4 Euro, eine Order über die elektronischen Handelsplätze kostet 4 Euro, eine Fonds-Order kostet 4 Euro. Order ausländische Handelsplätze sind halt mindestens die 9 Euro und mehr findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis. Die Stockdividende wird mit 50 Cent nochmal, ja, mit Gebühren belastet und ein Nachforschungsauftrag zu einer SEPA-Überweisung kostet 10 Euro. Welche Arten von Wertpapieren kann ich beim Smart Broker handeln? Ja, da macht der Smart Broker sich relativ einfach und sagt, hey, alles was es an der Börse gibt, das gibt es auch bei uns. Es gibt Aktien, ETFs, Zertifikate und Optionen. Und worüber du dich noch freuen kannst, ist natürlich, dass der Depotübertrag möglich ist und das Ganze natürlich auch kostenfrei. Wenn du dich jetzt registriert hast, dann kommt Post, sondern die Post kommt vom DAB, BNP, Paribas Bank und das ist auch die Bank, die man Smart Broker eben im Hintergrund unterstützt. Wo kann ich mich für mein Smart Broker Depot anmelden? Da das Ganze keine App ist, geht das alles übers Internet, über die Webadresse von Smart Broker. Wie gesagt, den Link findest du in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung und dann kann das Ganze auch schon losgehen. Du meldest dich Daten einmal an. Das dauert in etwa fünf Minuten, bis du all deine Daten eingegeben hast und dann kann es auch gleich schon weitergehen. Nachdem du deine Daten eingegeben hast, kommt es auch schon zum Video Ident-Verfahren. Also das heißt, du musst nicht zur Post gehen. Also ich habe da tatsächlich erst ein bisschen suchen müssen, bis ich gecheckt habe, ah ok, da ist das Video Ident-Verfahren, weil sie nennen es halt auch Post Ident, obwohl es Video Ident ist und da muss man erstmal drauf kommen. Ich bin das nicht sofort, habe ein bisschen suchen müssen. Ich habe euch auf dem Blog mal die E-Mail mit reinkopiert und wo der Link da ist, dass du direkt zum Video Ident-Verfahren hinkommst, solltest du genau solche Probleme haben wie ich, aber im Idealfall geht das bei dir problemlos und einfach und du schnalzt das ein bisschen schneller als ich. Wenn die Anmeldung nun abgeschlossen ist, wie geht das Ganze dann weiter? Du erhältst jetzt noch drei Briefe. Zum einen die Bestätigung deines DAP-Depot-Kontos. Ja, was dann noch? Deine Zugangsnummer erhältst du nochmal separat und als drittes erhältst du dann noch dein Passwort auch noch einmal separat. Das kommt natürlich aus Sicherheitsgründen alles einmal separat zu dir nach Hause und wenn du dann alles drei hast, dann kann es auch schon weitergehen und du kannst dich in dein Depot von Smart Broker einwählen. Und welcher Brief hat jetzt eigentlich was zu bedeuten, wenn du bereits auf den Kundenlogin einmal klickst vom Smart Broker, dann siehst du, du brauchst da deine Zugangsnummer und dein Identifier. Ja, Identifier, das ist kein Passwort, das du vielleicht irgendwo im Anmeldenprozess angegeben hast. Ich habe dann mich auch mal überlegt, okay, erster Brief, da steht sowas gar nicht. Nehme ich einfach mal die Depo-Nummer, versuche das mal als Zugangsnummer. Hat nicht geklappt, weil die Zugangsnummer ist die Zugangsnummer, die Depo-Nummer ist die Depo-Nummer, hat nichts miteinander zu tun, kommt nochmal nachträglich in einen separaten Brief. Alles so über, ja, jeweils einen Tag war bei mir zwischen den Briefen mit dabei. Dann gibt es noch den Identifier, das ist dein Passwort, kommt dann mit dem letzten Brief und wenn du deine Zugangsnummer aus Brief 2 und dein Identifier aus Brief 3 hast, dann kannst du dich auch schon einloggen. Wie sieht das Ganze jetzt mit Sparplänen aus? Kann ich beim Smart Broker tatsächlich Sparpläne aufsetzen und benutzen? Ja, das kannst du, du kannst dir auf alles Mögliche machen und auf was genau, das gucken wir uns jetzt gleich an. ETF-Sparpläne beim Smart Broker, ja, das Ganze ist möglich, du kannst 604 sparplanfähige ETFs bei allen gängigen Anbietern tatsächlich besparen. Das Ganze kostet auch nur 0,2%, allerdings immer ein Minimum von 80 Cent. Was bedeutet, du kannst nicht unbedingt sehr gut ab 25 Euro sparen, weil da ist dein Verhältnis ein bisschen teurer, wobei ab 25 Euro ist die Ausführung möglich und das Ganze monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich oder halbjährlich. Ich würde dir da nur raten, aber auf jeden Fall über 54 Euro in der Sparplanausführung. Ansonsten zahlst du halt mehr als zum Beispiel bei der Consos Bank oder Comdirect. ETC/ETC-Sparpläne, geht das auch? Jo, gibt es. 13 Stück stehen dir davon zur Verfügung, 0,2% Gebühr, allerdings wiederum Minimum 0,8 Euro, also 80 Cent und das Ganze erfolgt auch mit einer monatlichen, zweimonatlichen, vierteljährlichen oder halbjährlichen Ausführung. Jetzt kommen wir allerdings zum Punkt der Aktien-Sparpläne und da punktet der Smart Broker nicht so wirklich. Es gibt 93 sparplanfähige Aktien im Moment, die sind allerdings auch erst ab 125 Euro je Ausführung möglich. Du kannst keine Bruchteile, also keine Aktienanteile erwerben, das ist auch echt nicht besonders schön. Die Gebühren sind bei 0,2%, allerdings wiederum Minimum 80 Cent je Ausführung. Und damit sei ganz klar gesagt, aus meiner Sicht ist der Smart Broker überhaupt nicht für Aktien-Sparpläne geeignet. Allerdings macht das nichts. Du kannst zu Alternativen greifen, wie zum Beispiel Trade Republic, da kostet dich die Order nämlich nur 1 Euro. Das ist dein manueller Sparplan oder du wechselst zu Comdirect oder zu Consos Bank, wenn es halt um das Thema Aktien-Sparpläne geht. Aktuell gibt es 93 Aktien, die du beim Smart Broker besparen kannst und die kommen allesamt aus dem deutschsprachigen Bereich. Mit ein paar Ausnahmen aber wirklich, wenn ich die Liste so ganz durchgehe, dann kommt da wirklich ganz ganz viel aus Deutschland. Damit sind wir mit der Angebotsbetrachtung des Smart Brokers auch schon durch. Das ist ein sehr schöner, sehr netter Broker. Aktuell bietet der Smart Broker halt noch keine vernünftigen Aktien-Sparpläne an. Der Mindestbetrag für kleiner Läger ist viel zu hoch, die Kosten sind zu teuer und die Aktien-Auswahl ist sehr bescheiden. Das muss aber nicht heißen, dass der Anbieter Smart Broker schlecht ist. Nein, es heißt einfach nur, hey, wenn du Aktien-Sparpläne ab 25 Euro möglichst kostengünstig haben willst, dann ist für dich in diesem Moment vielleicht ein anderer Anbieter um einiges interessanter. ETF-Sparpläne sind auch verfügbar und das sieht schon ein bisschen besser aus, weil hier kannst du auf 25 Euro besparen. Ab 54 Euro ist das Ganze dann auch ja kostenneutral sozusagen im Vergleich mit Comdirect oder Consas Bank, die halt 1,5 Prozent auf ihre Ausführungen nehmen. Was natürlich kaum zu toppen ist, sind die Käufe und Verkäufe von Aktien, die nur 4 Euro kosten. Das ist der absolute Hammer. Das gibt es sehr selten. Es gibt halt immer noch Trade Republic nur 1 Euro pro Ausführung. Mein absoluter persönlicher Favorit. Darüber gibt es auch ein YouTube-Video, ein Podcast, ein Blog-Artikel und der Link ist dazu auch in der Videobeschreibung und in den Show Notes. Ja, aber wir sind jetzt beim Smart Broker und da handelst du halt für 4 Euro pro Trade und das Ganze in deiner Web-Version am Desktop, wodurch du von jedem Computer auf dein Depot zugreifen kannst. Ja, was bedeutet das für mich? Smart Broker ist für, ich würde mal sagen, Fortgeschrittene, für Leute, die Einzelaktien in größeren Mengen kaufen, für Leute, die ETF-Sparpläne ab 50 Euro suchen ein toller Broker und damit sehr interessant. Wer keinen Bock auf eine App hat, der kann sich den Smart Broker angucken und vielleicht ist das ja jetzt genau der Broker für dich und vielleicht dein Depot der Zukunft. Nach dem Fazit sind wir damit auch schon wieder beim Ende des heutigen Podcasts, YouTube-Videos und Blog-Artikels und damit vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal. NaTi.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
Corona? Booking Holdings Aktien Analyse
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Millionen von Flügen und Millionen von Hotelübernachtungen. Der Tourismus ist einer der Branchen, der am aller schnellsten wächst. Und ganz genau deshalb schauen wir uns heute die Aktie der Booking Holdings an. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktien, Analysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktien Vorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du wirst keine Folge mehr verpassen. Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Moin moin, herzlich willkommen. Mein Name ist Mirco von Finanz Illuminati und ich darf dich heute wieder ganz herzlich auf den Podcast begrüßen zu einer weiteren Aktien Analyse. Wir gucken uns heute die Aktie der Booking Holdings an, denn hinter der Aktie von Booking Holdings dahinter steht, steckt nicht nur Booking.com, sondern auch viele, viele weitere tolle Unternehmen. Und warum die Aktie im Moment so interessant ist, was daran so toll ist, welche Unternehmen dahinter stecken, welche Chancen und Risiken es gibt und wie die fundamentalen Daten aussehen, das gucken wir uns heute in diesem Podcast an. Wenn du noch nicht dabei bist, dann drücke ganz gerne den Abonnieren Button, wenn du die Möglichkeit hast und über iTunes hörst, also über das Apple Podcast. Hinterlasse auch gerne eine gute Bewertung. Das bringt mich nämlich weiter für alle anderen, die keine Folge mehr verpassen wollen, die kein Blogartikel mehr verpassen wollen, die kein YouTube Video und kein Instagram Post mehr verpassen wollen. Die können entweder zum Beispiel auf Instagram abonnieren oder den Newsletter da einmal raufgehen und sich da eintragen. Und dann kriegst du auch alle relevanten News direkt in dein E-Mail Postfach. In Zeiten von Corona wird es immer interessanter, einen Blick in die Tourismusbranche zu werfen. Das haben wir vor einer Weile schon gemacht mit der TUI Aktie. Wir haben ja auch noch die Möglichkeit, auf andere Unternehmen zu gucken. Zum Beispiel ist auch Carnival, also AIDA, ein Unternehmen, das sehr stark abgestraft wurde, das sehr weit heruntergefallen ist. Und letzten Endes, irgendwann kommt der Urlaub zurück. Die ersten Konzepte stehen in Deutschland dazu bereits. Man weiß, wie man mit der Hygiene umgehen möchte. Da sind Hotels sowieso sehr hoch im Standard und sehr gut mit dabei. Wir können auch noch einen Blick auf Hilton werfen, die da auch relativ gut mit dabei sind. Wir können auf Marriott gucken. Und diese Hotels, die sind alle daran interessiert, wieder aufzumachen. Und genauso wird der Tourismus zurückkommen. Und der Tourismus ist eine Branche, die relativ schnell vergisst und wo es relativ schnell auch wieder losgehen kann. Das haben wir in der Vergangenheit ganz häufig gemerkt, unter anderem mit der Griechenland-Pleite, mit der Türkei-Krise, der arabische Frühling. Irgendwas ist immer und sei es auch ein Vulkanausbruch in Island, den ich persönlich ja auch ganz besonders mitbekommen habe, weil ich damals in Australien war, eigentlich zurückfliegen wollte und dann der Vulkan in Island ausgebrochen ist. Da hatte ich dann keine Möglichkeit, mehr zurückzufliegen. Und das war ein bisschen blöd. Und das war damals im Tourismus natürlich schon eine Krise. Jetzt mit der Corona-Krise stehen wir vor einer neuen Art der Krise, einer neuen Art der Herausforderung, die wir bisher so auch nicht kannten und die uns komplett vor neue Herausforderungen setzt. Die Branchen, die Hoteliers, die Tourismus-Unternehmen sind jetzt allerdings alle dabei, denn da stecken überall Geschäftsleute hinter Menschen mit Ideen, die gucken jetzt, wie können sie Geld verdienen? Wie kommen sie über diese über diese extreme Krise, diese Durststrecke, die damit verbunden ist und bereiten sich bereits auf die Zeit danach vor? Ich persönlich habe selber meine betriebswirtschaftlichen Abschlüsse in der Hotellerie, im Tourismus, in der Golfbranche tatsächlich und bin daher in der Touristik, in der Hotellerie zu Hause, fühle mich da immer ganz besonders wohl und stelle auch diese Aktien am allerliebsten vor, nicht nur weil sie zum einen wie Booking jetzt Step-by-Step über einen Sparplan in mein Depot wandern, aber auch deshalb, weil die Hotellerie eine verdammt interessante Branche ist mit sehr viel schönen Potenzial und großen Wachstumsmöglichkeiten. Kommen wir zur Kurzvorstellung der ganzen Aktie. Was ist das eigentlich? Booking, die Aktie heißt Booking Holdings. Die hat eine WKN, eine Eason, die findet ihr in den Show Notes beziehungsweise in der Videobeschreibung da immer auf den Link zum Blog klicken. Und ihr findet diese Informationen. Ja, in welchen Land ist die Booking Holdings gelistet? Das ist tatsächlich nicht die Niederlande, nein, es ist die USA. Und das wird nachher, wenn wir zu den Risiken gehen, noch einmal relativ relevant. Eine Dividende gibt es nicht, also ist die Dividendenrendite gleich null. Das macht aber nichts, weil diese Aktie ein Wahnsinns Wachstum vorweisen konnte. In den letzten Jahren erschien es das Unternehmen erstmalig 1997, also auch schon 23 Jahre alt. Der Kurs stand zum Datum der Veröffentlichung des Blogartikels bei 1263 Euro und ist damit schon um einiges wieder zurückgekommen. Aktien sind zurzeit 41 Millionen im Umlauf und das ist eine relativ geringe Zahl an Aktien. Wenn wir uns aber dann angucken, wo der Kurs eigentlich steht, sehen wir natürlich auch, dass da ein entsprechendes Verhältnis ist. Und der KGV lag zuletzt bei 20. Ja, die Booking Holdings ist tatsächlich ein Unternehmen, das hat nicht nur Booking.com im Portfolio, auch wenn diese Hotelübernachtungen das meiste ausmachen und die Booking.com immer größer wird und immer mehr zum alleinigen Umsatzbringer wird, gibt es noch viele weitere Unternehmen, die mit dabei sind. Und da wunderten sie sich auch gar nicht, dass das Unternehmen Booking Holdings zurzeit 26.400 Mitarbeiter beschäftigt und die über den ganzen Globus verteilt sind. Der eigentliche Sitz des Unternehmens ist in Norwalk, das ist in Connecticut. Und obwohl das Unternehmen mit dem Verleih von Mietwagen, mit Flügen, mit Autos, mit Hotelübernachtungen Geld verdient, ist kein einziges Hotel, kein einziger Mietwagen, kein einziges Flugzeug im Eigentum dieses Unternehmens. Die einzelnen Teilbereiche sind zum Beispiel Agoda aus Singapur, Booking.com mit Sitz in Amsterdam. Das sind jetzt auch die, die Staatshilfe beantragt haben während der Corona-Krise. SheepFlights mit Sitz in London, Kayak aus den USA, Momondo mit Sitz in Kopenhagen, OpenTable aus San Francisco, Priceline aus den USA und Rental Cars aus Manchester. Booking selber ist laut eigenen Angaben in über 230 Ländern tätig und spricht über 40 Sprachen. Es listet 28 Millionen Partner aus und beschäftigt Mitarbeiter aus 150 Nationen. Das Interessante ist, wenn wir uns das Management, das Führungsbord, das Senior Management angucken, dann haben wir dort einen Frauenanteil von 38 Prozent. Und von den CFOs der einzelnen Unternehmen sind bis zu 50 Prozent tatsächlich Frauen. Das heißt, dass Booking auch hier ein interessantes Unternehmen ist, das sich nicht nur in einer Männerdomäne aufstellt, sondern ein sehr gemischtes Management hat, was Vorteile, was Nachteile mitbringen kann, aber auf jeden Fall eine sehr gute und sehr vernünftige Mischung hat mit einem sehr kompetenten Management. Einen Blick in die Tourismusbranche haben wir schon während der TUI Aktie reingeworfen. Also das heißt, willst du da auch noch mal dir ein bisschen mehr zu anhören, dann schau doch ganz gerne in die TUI Aktienanalyse rein. Da steht nämlich so einiges über die Tourismusbranche. Denn die Tourismusbranche ist eine Branche, die mit 7 Prozent pro Jahr jetzt natürlich nicht mehr so ganz, aber das wird wiederkommen, das wird vermeintlich wiederkommen. Sehr stark wächst eine sehr große Branche, ist eine sehr interessante Branche, ist in der große Player, wie zum Beispiel der Marktführer TUI, von dem viele jetzt auch denken, dass er pleite gehen wird, was ich aus meiner persönlichen Meinung absolut nicht sehe und natürlich auch hier nachkaufe. Hier natürlich auch noch mal der Hinweis, das Ganze, was ihr hier hört, was ihr hier seht, was ihr euch hier anguckt, eure Meinungen dazu bildet, das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Es ist ein rein journalistischer Inhalt, es ist keine Anlageberatung, keine Aktienberatung, keine Verkaufsberatung, keine Kaufsberatung oder keine sonstige, irgendeine Art von Beratung. Ich gebe euch nur das Handwerkszeug mit auf den Weg. Was ihr daraus macht oder eben auch nicht macht, ist eure ganz eigene Sache. Weitere Player im Markt sind Carnival, sind die Royal Caribbean, die Norwegian Cruises, aber auch ganz viele Airlines, wie zum Beispiel Lufthansa, aber auch Ryanair. Das sind Unternehmen, die sind alle in dieser Branche tätig, der Ryanair Chef hat jetzt zuletzt gesagt, er braucht eigentlich erstmal keine Fördergelder. Wenn das so lange nicht mehr weitergeht, dann kommen sie sehr gut klar. Was wieder mal ein Zeichen dafür ist, wie stabil diese Unternehmen eigentlich sind, auch wenn die große Kritik in vielen Facebook-Gruppen, und ich lese das hier auch alles selber, im Moment sehr großes und der Abstand sehr groß ist, gibt es hier sehr viele spannende Unternehmen. Und gerade wenn ich mir zum Beispiel Carnival angucke, gibt es auch viele Unternehmen mit einer spannenden Rebound-Chance, also die sind sehr tief gefallen und können wieder sehr hoch springen. Da ist Carnival zum Beispiel um 80 Prozent gefallen und kann natürlich auch einen entsprechenden Sprung wieder nach oben machen. Was zurzeit spannend zu erwähnen ist tatsächlich das neben den ganzen Forschungsarbeiten, die es rund um Corona-Impfstoffe gibt, da gibt es auch die Schnelltests. Und die Schnelltests werden tatsächlich immer schneller, es dauert keine Tage mehr, es dauert einfach nur noch Minuten und mit Emirates kam jetzt die erste Airline, die tatsächlich all ihre Passagiere darauf testet, ob sie Corona haben. Das Ganze erfolgt mit einem Schnelltest, das wird am Gate noch gemacht, da wird einmal Blut abgenommen und zehn Minuten später wissen wir, dieser mögliche Passagier, der hat Corona oder er hat eben kein Corona. Und gerade das öffnet tolle Möglichkeiten, es öffnet Chancen für die Hotellerie, für die Gastronomie, für all dieses Gewerbe, die die Bundesregierung jetzt zum Beispiel noch gar nicht auf dem Schirm hat. Und die schaffen sich jetzt selbstständig ihre Möglichkeiten, indem sie zum einen die Schnelltests nutzen, zum anderen die ganzen Hygienemaßnahmen durchsetzen, auch Flugzeuge sagen von sich selber, sie haben eine sehr gut aufbereitete und sehr saubere Luft, wodurch die Chancen der Verbreitung relativ klein sind. Und speziell dadurch, dass wir jetzt auch jeden Gast in ein Hotel, jeden Passagier in ein Flugzeug, jeden Gast, der an Bord eines Schiffes gehen möchte, testen können und das irgendwann noch in großer Masse machen können. Gerade deshalb sehe ich hier doch eine Zukunft und tatsächlich inzwischen auch wieder eine große Hoffnung im ganzen Tourismus. Gucken wir uns im nächsten Schritt die einzelnen Marken der Booking Holding an, da ist nämlich zum einen das Unternehmen, was wir wohl alle kehren, das ist Booking.com. Wir hatten noch nicht über Booking ein Urlaub gebucht, das sind wahrscheinlich die allerwenigsten. Und warum sind es die wenigsten? Ganz einfach, weil Booking macht sehr viel Werbung, sie stecken massiv Geld in Werbung. Sie sind bei Google meistens Platz 1 und das führt natürlich dazu, dass viele die Seite benutzen. Dann haben sie natürlich noch ihr Mitgliederbereich, also du kannst dich dort anmelden, du kannst dich dort registrieren, dann sind alle deine Daten schon hinterlegt, du kannst am Premium Kundenbindungsprogramm teilnehmen, wodurch du viele Rabatte auf deine nächsten Übernachtungen bekommst und dadurch bleiben ebenfalls sehr viele Gäste, die einmal Hotelgast waren über Booking auf der Plattform. Die Plattform bietet dir einen großen Service, eine große Sicherheit und sie fühlt sich einfach komfortabel daran. Sie ist eine Hotelsuchmaschine, sie bietet dir viele Bewertungen und hat einfach ganz, ganz viele tolle Vorteile. Beim Genius Programm von Booking, das ist das Kundenbindungsprogramm, da bekommst du auf Stufe 1, ich glaube es ist ein 10% Rabatt auf viele, viele Hotels und teilweise noch Sonderleistungen. Ich bin inzwischen auf Stufe 2, die gibt es noch gar nicht so lange, da bekommst du 15% auf deine Buchung. Und zudem, wenn du meinen Blogartikel zu Job kennst, kriegst du natürlich auch nochmal 4% Cashback auf deine Booking Buchungen. Das wird auf keiner Rechnung ausgewiesen, was das Ganze natürlich auch immer interessant macht. Und du kriegst diese 4% Cashback auf dein Konto und den musst du natürlich versteuern. Da gibst du einen relativ hohen Freibetrag dazu, das ist auf jeden Fall aber nochmal eine Möglichkeit, um noch mehr Geld mit Booking zu sparen und das haben viele andere Anbieter halt nicht. Wenn das für dich interessant klingt, dann kannst du einmal den Blick in die Videobeschreibung werfen, in die Show Notes werfen, weil da der entsprechende Artikel eben verlinkt sein wird. Was macht Booking jetzt eigentlich? Booking, ganz plump gesagt, es gibt Hotels, diese Hotels sind bei Booking gelistet, du kannst sie über Booking buchen. Booking agiert dabei als Vermittler, teilweise bereits sogar als Geldeintreiber, weil du auch über Booking inzwischen bezahlen kannst und gerade bei den non-refoundable rates, also bei den nicht stornierbaren Raten, kann Booking da wirklich sehr viel Geld machen, weil du drückst auf Buchen, das Geld geht von deiner Kreditkarte runter und damit ist das Geld auf jeden Fall schon einmal im Konzern. Booking fungiert hier als Vermittler, bedeutet also sie machen ein Vermittlungsgeschäft ähnlich wie das Affiliate-Geschäft. Du buchst also über Booking Zimmer, das 100 Euro kostet, Booking nimmt dafür Raten, Prozente, Provisionen, Kommissionen von 15% bis zu 40%, 15% ist eher ein bisschen wenig, 25% bildet den Durchschnitt. Die Booking-Webseite sagt ein bisschen was anderes, allerdings komme ich selber aus der Hotellerie und kenne eben auch viele Hotels und es ist eher 25% als irgendwas darunter. Laut eigenen Angaben gibt es halt auch Hotels, die weniger zahlen, also Hotels, die den Schnitt nach unten bringen, damit es halt so auf 15% kommt. Allerdings, wenn es bis zu 40% hoch gibt, dann muss das Gegenteil auch sein, dass es da irgendwo mal 10% gibt, das habe ich persönlich noch nicht gesehen, aber vielleicht weiß da ja der eine oder andere mehr und hat so einen Vertrag und kann mich darüber gerne mal informieren, würde mich freuen, ich habe es in Deutschland noch nicht gesehen. Neben den Unterkünften lassen sich auf der Webseite von Booking auch noch Flüge, Taxis und Mietwagen buchen und so schafft es die Webseite tatsächlich Cross Selling und Up Selling zu betreiben, also Cross Selling im Sinne von du buchst dein Hotel, aber dann sieht Booking ja auch, und hier greifen den Risiken einmal vor, weil Booking kennt seine Gäste nicht, das heißt, du buchst ein Hotel bei Booking und dann kann es dir tatsächlich passieren, dass du zwei Wochen später, aber noch nicht vor der Anreise, also immer noch vor der Anreise, aber noch nicht vor dem Urlaub einen Gutschein bekommst, hier "Buch jetzt über Booking", du hast meinetwegen Rom gebucht, also "Buch über Booking", irgendwas in Rom und du kriegst einen Gutschein von 100 Euro, ja, das bekommst du dann auch, wenn du bereits gebucht hast, weil Booking nicht so die Kundendatenbank hat, wie es zum Beispiel Wettbewerber Tui hat, der würde sowas nämlich niemals machen, Booking macht da manchmal echt dumme Sachen, ich zum Beispiel bekomme sehr viele Booking-Spam-Mails, also ich sehe es als Spam, sie nennt es Marketing-Mails, dass ich in meiner Heimatstadt, was Hannover ist, Urlaub machen soll und ja, da frage ich mich, Leute, was ist los bei euch, ich buche doch kein Hotel für 100 Euro die Nacht, wenn ich nur 100 Meter von diesem Hotel entfernt lebe, und so versucht die Plattform Booking auch immer mehr Cross Selling zu machen, aber auch Up Selling, also Up Selling ein besseres Produkt zu verkaufen, mach aus dein ganz normalen Zimmer eine Junior Suite oder Cross Selling, hey willst du nicht auch noch einen Taxi zu deinem Flug. Was die Nutzer der Plattform auf Booking noch besonders schätzen, ist dabei auch noch das Bewertungssystem, das heißt, weil Booking eben so groß ist, weil sie so viel Geld in Werbung investieren, kommen viele Nutzer, die über Booking tatsächlich ihren Urlaub buchen und die werden auch sehr häufig oft aggressiv dazu aufgefordert, eine Buchung zu bewerten, auf diese Bewertung gucken wiederum andere Urlauber und damit hat Booking andere Seiten, wie zum Beispiel Holiday Check, um einiges abgehängt, weil bei Booking kannst du keine Bewertungen fälschen, wie es bei Holiday Check möglich ist, weil dort gefühlt nur bei jeder zehnten Rechnung, und ich kann das sagen, weil ich sehr viele Rechnungen, weil ich sehr viele Bewertungen da schreibe und es ist halt so jede zehnte Bewertung, bei der muss ich eine Rechnung einreichen und der Rest könnte in der Theorie natürlich alles gefälscht sein und das ist nicht gut, bei Booking gibt es das nicht, die Bewertungen sind also verifiziert, haben einen echten Nutzen und das freut wieder die anderen Nutzer, die sich dann darüber selbst Fragen beantworten können, die in der Hotelbeschreibung nicht mit dabei waren, aber auch ein allgemeines Bild von der Ortschaft und von dem Hotel kriegen können. Zudem hat die Webseite von Booking.com noch umfangreiche Filtermöglichkeiten, das hast du so nicht überall, einige versuchen es aber, so wie es das auf Booking gibt, gibt es das eigentlich relativ selten, das bedeutet du kannst zum Beispiel eine Sauna auswählen, einen Pool auswählen, dass du willst, dass die mit dabei sind, du kannst die Sternekategorie auswählen, du kannst die Preise von bis einstellen und damit hast du viele Filtermöglichkeiten, um für dich die idealen Hotelzimmer zu finden, das Ganze hat nebenbei noch den Vorteil, dass gerade dadurch, dass du siehst, oh ja ein Pool wäre ganz geil, hast aber vielleicht vorher gar nicht dran gedacht, du klickst da drauf und natürlich werden dir nur Pool-Hotels angezeigt, die meistens etwas teurer sind, also wurde auch gleich wieder Upselling betrieben und das Zimmer kostet ja nicht 100 Euro, nein es kostet 200 Euro, 40% von 200 Euro sind 80 Euro, also das Doppelte und Booking verdient wieder ganz gut mit. Die Webseite von Booking hat 29 Millionen Einträge mit 137 Ortschaften, in Europa werden knapp 65% aller Hotelübernachtungen über Booking getätigt, das war früher nicht so, früher waren Hotel.de und HRS um einiges größer, um einiges stärker, das hat sich dann irgendwann, also 2012 war das noch wirklich, dass die Seiten wie HRS, Hotel.de wirklich stark waren, wurde immer weniger, bis wir ca. 2016 da mal den Punkt hatten, dass Booking erstmals größer war und die 50% erreicht hat, jetzt inzwischen schon über 65% und diese Marktmacht wird weiterhin ausgebaut, einfach aufgrund des Erfolgs von Booking und aufgrund diesen Erfolges, was wir später noch in den fundamentalen Daten sehen werden, kann Booking eben auch viel mehr Werbung schalten und damit werden die ganzen Konkurrenten eben nicht weniger oder später angezeigt. Booking ist in der gesamten Touristik das Unternehmen, das das meiste Geld in Google AdSense reinsteckt und auch das meiste Geld in seine allgemeine Onlinevermarktung, was wiederum bedeutet, das Unternehmen taucht bei jeder Suchanfrage irgendwo auf jeden Fall auf. Und gerade deshalb schafft es Booking auch immer mehr Neukunden zu akquirieren, die sie ebenfalls dadurch, dass diese Neukunden sich dann registrieren und ein Bonusprogramm erhalten, was sie glaube ich inzwischen schon nach der ersten Buchung erhalten, auch auf jeden Fall bleiben und beim nächsten Mal auch wieder bei Booking gucken. Ein weiterer Vorteil, den diese Plattform bietet, ist tatsächlich die Möglichkeit, dass du deine Buchung nicht in einen großen Schritt machst, das heißt ein ellenlanges Formular siehst, wo du ganz viel ausfüllen musst. Nein, du siehst auf vier Seiten verteilt, die Fragen runtergebrochen, das ist vom Inhalt zwar immer noch genauso viel, aber weil es pro Seite weniger ist, kommt es uns auch weniger vor, wirkt auf uns weniger kompliziert und wir sind eher dazu geneigt, die Buchung abzuschließen. Momondo, die Flugsuchmaschine von Booking, ja eine weitere Plattform, die in der Booking Holdings ist, ist Momondo. Momondo habe ich glaube ich erstmals 2016 kennengelernt, das Unternehmen ist bereits um einiges älter, kommt aus Dänemark, kommt aus Kopenhagen und macht inzwischen zwar nur einen kleinen Anteil des Umsatzes aus, aber die Webseite von Momondo wird immer besser, wird immer häufiger aufgerufen, eben auch weil sie ihre Möglichkeiten ausbaut und immer mehr Nutzer dieser Webseite kennenlernen. Ich kenne es hier selber, ich hatte meine Seite Urlaubsilluminati früher, über die habe ich auch Flüge vermittelt und sehr viel mit Momondo zusammengearbeitet, einfach deshalb, weil die eine tolle Auswahl hatten und gute Buchungsmöglichkeiten hatten und die Nutzer hier sehr gut aufgehoben waren und gerade deshalb habe ich mich dafür entschieden, damals auch mit dieser Seite zusammenzuarbeiten, als ich zum Beispiel sowas wie fliegt nach Kopenhagen für drei Euro, fliegt nach Venedig oder eine andere europäische Stadt für neun Euro und ja, solche Flüge gibt es immer mal wieder, das sind gar keine seltenen Flüge und die musst du einfach nur finden und all sowas habe ich da halt gemacht und über Momondo gesucht nach New York, zum Beispiel Flüge hin 100 Euro, zurück 100 Euro und so ist Momondo halt echt eine tolle Plattform, weil sie die eben schafft, sehr günstige Preise zu finden. Ja, der Nachteil ist natürlich, bei den günstigen Preisen wirst du nicht ganz so viel verdienen, die Margen sind im Fluggeschäft um einiges schlechter als in der Hotellerie. Einfach mal ein Beispiel, weil ich kann dir nicht genau sagen, wie die Margen da sind, das ist nicht so die Branche, in der ich so ganz tief drin bin, muss ich allerdings auch nicht, weil ich kann ganz einfache Rechnungen machen und da kann ich dir zum Beispiel aus meiner Affiliate-Site sagen, du siehst ja, ein Booking verdient an ein 100 Euro Zimmer, gibt es 40%, also 40 Euro und der Affiliate, der dieses Zimmer dann halt zu Booking vermitteln würde, der würde auch nochmal 4% kriegen, also 4% von diesen 40% und das ist dann 4 Euro im Vergleich, wenn du einen Flug, egal welcher Höhe, bei Momondo vermittelt hast, hast du einen Centbetrag in Höhe von 15 bis 55 Cent erhalten, woraus ich für mich schließe, aber auch weiß, die Margen sind um einiges geringer, sogar so gering, dass Airlines zum Beispiel gar nicht mit der Affiliate zusammenarbeiten und ihren Vertrieb wirklich klein gehalten haben. Ja, Momondo gibt es seit einiger Zeit auch häufiger im Fernsehen zu sehen, das ist eine sehr attraktive Webseite, eine sehr attraktive Suchmaschine für Flüge und ist inzwischen in 40 Ländern tätig, dort ermöglicht die Webseite Nutzer den Preisvergleich aus vielen verschiedenen Flugangeboten, Airlines ihre Flüge verkaufen, sondern auch der Fremdvertrieb mit dabei ist, so zum Beispiel die Veranstalter, kann es halt auch immer mal sein, dass es da zu Preisunterschieden kommen kann, was in der Hotellerie nicht ganz so häufig gesehen ist, weil Booking zumindest immer den günstigsten Preis hat, finden die Hotels nicht gut, kann ich auch sehr gut verstehen, aber häufig haben sie mit den günstigsten Preisen oder zumindest den gleichen Preis, bei den Flügen gibt es aufgrund der Kontingente und des Verkaufs komplett unterschiedliche Preise, da kann ein oder der gleiche Flug auf der einen Seite 3 Euro kosten und auf der anderen Seite 900 Euro kosten. Ja, Momondo schafft es dir in diesen Wirrwarr von Flugpreisen den bestmöglichen Überblick zu geben und gerade deshalb wird die Seite auch immer besser. Wann startete Momondo in Deutschland? Das müsste 2008 gewesen sein und richtig bekannt wurde die Seite zu 2014 und seit 2016/2017 wurden auch vermehrt Fernsehwerbung geschaltet und damit wird eine viel größere Zahl an Menschen in Deutschland erreicht und dementsprechend ist diese Plattform jetzt auf Wachstumskurs. Ja und da Booking diese ganzen Unternehmen aber nicht selber gründet, sondern einfach nur erfolgreiche Unternehmen aufkauft, hier noch die Info, Momondo wurde auch 2017 erst von Booking gekauft, das für 550 Millionen Dollar, was ein relativ geringer Preis ist, wenn wir uns jetzt noch die nächsten Übernahmen anschauen. Ja, dann gibt es noch die Webseite von Kayak, Kayak auch eine ganz coole Sache, weil es da seit neuestem auch Kayak Explore gibt, also das heißt du zeigst dir einen Flughafen, den wählst du aus und dann kannst du auf einer Karte alle verfügbaren Flughäfen sehen, über viele Zeiträume verteilt und da siehst du dann wirklich immer jeweils zu jedem anderen Flughafen den günstigsten Preis und das ist eine echt tolle Sache, um günstig zu reisen. Für dieses System gewinnt Kayak auch regelmäßig Preise, weil sie eben mit einer der besten Nutzeroberflächen haben und die Nutzer das alles auch sehr sehr schätzen. Um in Deutschland stark zu werden, kaufte Kayak damals auch Czech Felix, das müsste aus Österreich sein, und Suodo, also in Deutschland und damit haben sie versucht in Deutschland größer zu werden. Die Übernahme von Booking, also wann hat Booking Kayak übernommen, erfolgte hingegen erst im Jahr 2012. Damals war Booking auch noch bekannt als die Priceline, also das Priceline Unternehmen hat sich irgendwann paar Jahre später umfirmiert in die Booking Holdings, als Booking auch tatsächlich immer größer wurde und hat Kayak gekauft für 1,8 Milliarden US Dollar, also eine unglaublich hohe Zahl, wenn wir jetzt zum Beispiel mit der ähnlichen Webseite, nämlich Mumondo, für 550 Millionen vergleichen. Eine weitere tolle Software, die auch Booking im Angebot hat, ist OpenTable. OpenTable, also der offene Tisch, ist eine Plattform mit der es Gastronomen, mit ihren Nutzern, ihren Restaurantbesuchern ermöglichen, die Tische online zu reservieren, teilweise auch schon online zu bezahlen. Das ist ein System, das liefert Hardware-Med, wie zum Beispiel Touchscreen-Monitore. Es bietet dieses Reservierungssystem, es kümmert sich um dein Gästemanagement-System, also ein CRM-System. Es hat ein Tisch-Management-System und jeder, der in der Gastronomie schon mal gearbeitet hat, weiß, wie wichtig sowas tatsächlich ist. Es hat Anbindungen an iPads, das bedeutet, der Kellner muss auch nicht mehr mit seinen Stift und Zettel, was natürlich für die Umwelt zum einen nicht so gut ist umlaufen, aber auch irgendwie blöd ist, da teilweise noch die Schrift zu lesen. Es geht einfacher auf ein paar bunte Knöpfe zu drücken. Und zudem gibt es den Remote-Service, das heißt, du kannst auch jederzeit per Web-Ansicht von allen möglichen Geräten drauf zugreifen. Und das ist wirklich eine ganz, ganz tolle Sache, weil Gastronomie und Hotellerie sind tolle Branchen, sind aber nicht so wie die Industrie schon sehr stark digitalisiert und noch nicht stark automatisiert, da wird vieles noch von Hand gemacht. Und da sind solche Systeme eine echt geile Sache. Doch wie lässt sich damit Geld verdienen? Natürlich gibt es von den Restaurants, die müssen dafür bezahlen, allerdings haben die ja auch den Vorteil, dass sie damit noch mehr Geld verdienen, weil sie eben ihren Besuchern des Restaurants noch mehr Geld abknüpfen können, das Geld im Voraus abknüpfen können, besser planen können und das ist eine absolute Arbeitserleichterung. Open Table hat jetzt inzwischen knapp 40.000 Restaurants, die sie mit dabei haben und insgesamt hat das Unternehmen schon 800 Millionen Gäste an Restauranttischen platziert. 2009 ging Open Table an die Börse und ja, da wurden sie halt immer größer. 2014 hingegen kaufte Booking dann auch für 2,6 Milliarden US-Dollar das ganze Unternehmen auf. Das heißt, Booking hat auch hier wieder gesehen, das ist ein Unternehmen mit Potential, wollen wir haben, nehmen wir, kaufen wir und haben sie aufgekauft. Seit 2019 greift Open Table auch den Food Delivery Markt an, also auch das, was zum Beispiel Lieferando und ähnliche Seiten machen, auch das, wo Uber inzwischen eingestiegen ist, ja in Deutschland ist das ja nicht so bekannt, aber Uber ist auch mit dabei tätig Essen auszuliefern und das macht Open Table auch, das heißt Booking Holdings liefert Essen. Ja und jetzt habe ich vorhin tatsächlich schon gesagt, Priceline ist das eigentliche Booking, die Firma Priceline firmierte irgendwann um in Booking. Was ist Priceline? Priceline funktioniert eigentlich genauso wie die Webseite von Booking.com, ist allerdings auf den amerikanischen Markt sehr spezialisiert gewesen und irgendwann ist Booking.com halt so stark gewachsen. Das ist der neue Fokus, das neue Zentrum, das neue Cash Code des Unternehmens war und irgendwann kam dann tatsächlich auch die Umfilmierung von Priceline in Booking. Wenn wir jetzt den europäischen Markt haben, aber auch den amerikanischen Markt haben, dann haben wir auch irgendwann die Agoda, Agoda beschäftigt sich hier mit dem asiatischen Markt und damit sind die großen Märkte abgedeckt. Es gibt natürlich auch immer noch Afrika und Antarktis, nur da ist es etwas weniger, da ist das Geschäft mit Tourismus, bis auf wenige Stellen nicht ganz so groß. Das Potenzial ist nicht so groß wie zum Beispiel in den USA, wie zum Beispiel in Europa oder wie zum Beispiel in Asien und jetzt gucken wir nach Asien. In Asien gibt es das Unternehmen Agoda, ist also ähnlich aufgebaut wie Booking, ist ähnlich aufgebaut wie Priceline und beschäftigt knapp 3700 Mitarbeiter, also gar nicht mal so viele. Hat seinen Hauptsitz in Singapur, aber beschäftigt auch in insgesamt inzwischen 30 Ländern seine Mitarbeiter. Und genauso wie Booking Hotelübernachtungen vermittelt, macht das Agoda auch, hat hier allerdings den ganz klaren Fokus auf den asiatischen Markt. Dann gibt es noch weitere Unternehmen, die wir aber gar nicht so genau jetzt betrachten wollen, weil sie eben auch in das Ergebnis von Booking nicht so stark mit einspielen. Da bleibt zum Beispiel noch Rental Cars über. Ja, wir gucken uns jetzt nochmal in aller Kürze das Geschäftsmodell von Booking an, also Booking.com. Was bieten die an? Die bieten Übernachtungen an, die bieten Transport an, die bieten Flüge an, die kümmern sich um Restaurants und Aktivitäten, das alles wird da vermittelt. Kayak hingegen ist eine Metasearch-Seite und was haben wir bei Priceline? Priceline ist nicht ganz so stark wie Booking, bietet nämlich Übernachtungen an, Transport an und Flüge. Agoda ebenfalls Übernachtungen, Transport, Flüge und Aktivitäten. Hier fehlt allerdings Restaurant und Metasearch. Dann bleibt noch Rental Cars, relativ einfach, da wird Transport angeboten, also zum einen Taxis, die du rufen kannst, zum anderen aber auch, und das ist viel stärker, die Mietwagensparte. Und bleibt uns noch Open Table, Open Table kümmert sich um den Bereich Restaurants und wie gesagt seit neuestem auch der Liefermarkt. Also nochmal zum eigentlichen Geschäftsmodell der ganzen Marke. Die haben keine Hotels, aber Hotels sind ihr Geschäftsmodell, sie haben keine Flugzeuge, sie haben keine Autos und genau das ist schon wieder ihr Geschäftsmodell. Also haben wir hier ein hochprofitables und sehr gut skalierbares und reduzierbares Geschäft, weil tatsächlich wie in einer Branche, wie in einer Krise wie jetzt, bestehen keine Immobilien. Du hast nicht den Druck, die Hotels voll zu machen, die einzigen großen Kosten, die du hast sind Marketing und Mitarbeiter. Beides sind Kosten, die du runterfahren kannst, also ist auch ein Booking sehr gut für so eine Krise ausgerüstet. Nicht zuletzt, weil sie auch eine enorm hohe Eigenkapitalquote im Moment haben, sie haben sehr viel Cash und sie haben sehr viele Geldreserven. Sie haben in vielen Ländern Kurzarbeit und können damit ihre Kosten stark drücken. Natürlich wird kein Geld eingenommen, aber auch die Werbung lässt sich blöd gesagt von einen Tag auf den anderen ausstellen. Ja, Booking auf all seinen Seiten ist relativ einfach, das Ganze funktioniert auf Provision, das heißt sie vermitteln etwas, das wird getrackt, dafür gibt es eine Provision. Und so verdient das Unternehmen mit extrem hohen Margen extrem viel Geld. Wir sehen also ein Geschäftsmodell, was ein sehr geringes Risiko hat, was allerdings eine Cash Cow sondergleichen ist, also fast Geld drucken kann. Natürlich so Geld gedruckt wird nicht, aber sie verdienen sehr viel Geld, eben weil sie unglaublich hohe Margen haben und ein unglaublich gutes Marketing. Und dann gibt es natürlich auch noch die ganzen Affiliates, die über die komplette Welt zusammen mit Booking arbeiten. Ich habe viele urlaubsbegeisterte Freunde, die alle in ihren Profilen auf zum Beispiel Instagram, da wo du den Link reinschmeißen kannst, da haben sie ihren Booking-Freunde-Werben-Link. Der bringt glaube ich 15 Euro Rabatt für den ein und für den Werben dann 15 Euro auf sein Konto für den nächsten Urlaub. Das bringt den Mini-Influencern, wie ich da meine Bekannten mal nennen würde, weil sie doch tatsächlich öffentliche Profile haben, so mit 1000, 2000 Followern. Nicht ganz so viel, weil das ist für die Werbung, die da gemacht wird, eine bescheidene Bezahlung. Dann gibt es natürlich noch die Affiliates, die mit ca. 4% Provision vergütet werden. Das heißt, die machen die ganze Arbeit, bringen den Gast auf die Booking-Webseite, bringen ihn dazu zu buchen und kriegen von den 40% 4% ab, wovon 36% bei Booking bleiben. Natürlich ist diese 40% der Spitzensatz, den nicht jedes Hotel hat, aber selbst 25% ist scheiße viel Geld. Um da mal einen ganz kleinen Vergleich zu den Branchen-Wettbewerbern zu geben, die haben zum Beispiel so Raten von 10% bis 18%, wobei 15% tatsächlich meistens da auch der echte Durchschnitt sind. Und Booking steht da aus dem mir bekannten Schnitt, nicht den, den sie selbst angeben, um 10% drüber. Zudem ist das Geschäftsmodell von Booking nicht nur das Verkaufen, sondern auch das Verkaufen optimierend. Sie haben ein sehr gutes Marketing, sie haben einen sehr guten Vertrieb und auf der Webseite, wenn du schon mal dagewesen bist, weißt du, dass Booking Druck machen kann. Zum einen, weil sie dich sehr viel mit E-Mails vollballern und das führt bei den einen oder anderen wirklich dazu, dass er den Urlaub bucht. Das ist also eine erwiesene Tatsache und was du dann noch häufiger siehst tatsächlich, hey, du willst diese Zimmer buchen, dann buch jetzt, sonst hast du in 10 Minuten einen ganz anderen Preis. Ist nur noch für x Minuten gültig und dann läuft dieser Counter drunter, dann steht da auch ganz gerne, und das sind diese Lockvogelangebote, das sind manipulative Verkaufstechniken. Hey, nur noch 2 Zimmer verfügbar, buch lieber jetzt, weil sonst gehst du leer aus. Das Ganze ist zwar in vielen Ländern inzwischen verboten, das Jogbooking aber nicht, sie machen es trotzdem und so schafft es dieses Unternehmen wirklich auf teilweise mit sehr viel manipulativer Energie doch einen ganzen Haufen Schotter zu verdienen. Zahlen, Daten, Fakten, alles über Booking, Holdings, in diesem Step gucken wir uns jetzt an, wie sieht eigentlich der Umsatz aus, wie sieht der EBIT aus, wie sieht der Gewinn aus, Earning per Share, Dividende, die es halt nicht gibt und KGV, wir werfen da einen Blick darauf, gucken uns danach noch ein paar andere Zahlen an. Ja, 1998, das sind die Zahlen, bis die ich mir zurückgeholt habe und da sehen wir zum Beispiel in dem Jahr, hatte Booking einen Umsatz von 35 Millionen Euro gemacht, hatte ein Gewinn von minus 112 Millionen, das heißt also sie haben keinen Gewinn gemacht, sie haben Schulden gemacht. Das Ganze ging weiter bis ins Jahr 2002, also es gab vier Jahre, in denen nur Verlust geschrieben wurde und in dieser Zeit ist der Umsatz von 35 Millionen auf eine Milliarde angestiegen. Danach haben sie so langsam angefangen Gewinn zu machen, sind zuerst in ganz kleinen Bereichen gewesen, haben immer so mal 10 Millionen, 20 Millionen, 100 Millionen gemacht und allerdings den Umsatz auch weiter steigern können. Im Jahr 2009 dann der erste große Schritt, 489 Millionen war der Gewinn und das Ganze war gegengesetzt zu 2,34 Milliarden Dollar Umsatz. Ja und so ist der Umsatz zum Beispiel auch über die Jahre gestiegen, er ist gestiegen von 2,34 auf 3 Milliarden, auf 4 Milliarden, auf 5 Milliarden, auf 6 Milliarden und das sind immer nur ein Jahr, was dazwischen ist von 6 Milliarden, dann auf 8 Milliarden hochgehüpft, auf 9 Milliarden, auf 10 Milliarden, auf 12 Milliarden, 14 und 15 Milliarden und damit sind wir im letzten Geschäftsjahr gewesen. Was hat der Gewinn in dieser Zeit gemacht? Von einer halben Milliarde, also 500 Millionen auf eine, auf 1,4, auf 1,6, auf 2,4, auf 2,5, auf 2,3, 2,3, auf 4 und auf 4,87 Milliarden Gewinn im letzten Geschäftsjahr. Und wenn wir uns das angucken ist das doch ein super geiles Verhältnis, das Umsatz und Gewinn, du machst 15 Milliarden Umsatz und davon bleiben fast 5 Milliarden in deinen eigenen Taschen und der Gewinn ist natürlich erst der Gewinn, da ist schon alles abgezogen, das heißt du hast auch schon investiert, du hast investiert, du hast deine Mitarbeiter bezahlt, du hast sehr viele Kosten damit gedeckt und das ist einfach eine Wahnsinnszahl. Wer jetzt auf YouTube unterwegs ist, der sieht da ein bisschen eingeblendet die Zahlen, wie sich das entwickelt hat, also ich habe die einmal einblenden lassen, den Umsatz aber auch das Bilanzergebnis und das sind, wenn wir uns den Umsatz angucken, eine Linie, die einfach nur gerade und Schnur, Strachs und Pfeil gerade nach oben geht. Wenn wir uns die Gewinnentwicklung angucken, dann gibt es da Jahre, die sind so wie das letzte Jahr mit knapp 20% Wachstum des Gewinns, es gibt Jahre, das sind 70% Gewinnwachstum, es gibt Jahre, das sind 100% Gewinnwachstum und damit sehen wir, Booking Holdings ist eine absolute Kursrakete. Wie verteilen sich die Aktionäre? 77% sind im freien Markt verteilt, also bei Aktionären wie dir und mir und ein großer Anteil ist dann halt bei den üblichen Verdächtigen, also bei BlackRock, die, lass mich nachschauen, 6,9% der Aktien halten oder auch die Vanguard Group, die 7,7% der Aktien halten. Auch sehr interessant ist der Geschäftsbericht von Booking, wobei ich den bei einigen Konkurrenten um einiges lesbarer aufgearbeitet gefunden habe, also der von Booking liest sich in etwa genauso geil wie der von McDonalds und wer den von McDonalds kennt oder wer auch den von Booking kennt, das sind ganz viele Seiten mit ganz viel kleiner Schrift, wenig Bildern und sehr viel Text aneinanderkommen, Absetzer und das macht keinen Spaß, den so wirklich zu lesen, also mir macht das keinen Spaß, da gibt es Schönere, die besser aufgewertet sind. Sodass die Investoren auch grafische Darstellungen bekommen und sich diese nicht alle selbstständig holen müssen. Wenn wir auf das eigentliche Ergebnis gucken, dann sehen wir ganz stark das meiste machen die Übernachtungen aus, das müsste einen enorm hohen Anteil, da was haben wir hier, hier haben wir eine Angabe von 845 zu Rental Car 77 zu Airline Ticket 7, also wir haben einen unglaublich hohen Anteil an Übernachtungen und dadurch sehen wir auch wie wichtig dieser Bereich eben für Booking ist. Wenn wir uns dann angucken wie sich das Ganze zum Vorjahr entwickelt hat, dann sehen wir in den Room Nights, also in den Übernachtungen eine Steigerung von 11,2%, bei den Rental Cars, also den verleihbaren Mietwagen sehen wir eine Steigerung von 4,6% und auch die Airline Tickets, also die Flugtickets haben sich um 3,7% gesteigert. Ja die Chancen vom Booking, ich glaube jeder der diese Analyse bis hierhin mit gehört hat, der weiß, dass hier unglaublich tolle Chancen auf Aktionäre warten und warum ist das Ganze so? Weil von dem was du bisher gehört hast, hat Booking ein Wahnsinnsverhältnis, das Umsatz zu gewinnen hat, ganz viel Cash um gute Unternehmen aufzukaufen und das werden sie wohl auch in der Zukunft weiterhin machen. Das ist eine großartige Chance die dieses Unternehmen hat und sie profitieren eben davon, dass zukünftig Corona mal außen vor, aber letzten Endes wollen wir uns alle nicht sagen lassen, dass wir nicht auf Reisen gehen dürfen. Davon wird der Tourismus, der wird weiterhin wachsen, es ist weltweit mit 7% eine der am stärksten wachsenden Branchen und das ist eine unglaublich tolle Chance für Booking. Und genau da wo die momentane Stärken dieses Unternehmens sind, also eine expansive Markteroberungsstrategie und aber auch eine gute Kundenbindungsstrategie und das ist also etwas, damit wird dieses Unternehmen weitere Chancen haben und weiter wachsen können. Auf der anderen Seite, wo es Chancen gibt, da gibt es auch immer die Risiken. Risiken gibt es auch bei Booking, weil es zur Zeit einen massiven Widerstand unter den Hotelverbänden gibt und die werden sich auch immer wieder mit Klagen gegen Booking wenden und damit auch durchsetzen. Der ganz große Fall war, glaube ich, mit HRS und den Hotelverbänden, mit der Bestpreisgarantie, mit der Bestpreisklausel, da haben die Hotels zurückgeschlagen, weil wenn du dir vorstellst, du bist ein Hotelier und du verkaufst ein Zimmer für 100 Euro, davon musst du 40 Euro an Booking abtreten, dann bleiben dir 60 Euro. Du hast aber Zimmerselbsterhaltungskosten von 50 Euro, dann du ziehst 40 von 100 ab, dann bleiben noch 60, hast also 10 Euro Gewinn gemacht und das tut tatsächlich weh, das wollen auch die Hotels nicht. Zudem schwächt es, ja es schwächt die eigene Position der Hotels, es schwächt deren Webseiten, es nimmt den Traffic davon weg, es nimmt also den Traffic von dem effizientesten und kostengünstigsten Vertriebsinstrument der Hotels weg. So hat es Booking geschafft, in vielen Ländern die Hoteliers gegen sich aufzulehnen, alle brauchen Booking, weil Booking ist eine unglaublich starke Marktmacht und keiner kann darauf verzichten. Das Ganze ist eine Abhängigkeit, wie zum Beispiel gegenüber von Google, also eine extrem hohe Abhängigkeit, aber das lässt sich keiner lange gefallen und von daher muss man sehen, wie lange kann Booking diese Margen halten und wie lange können sie in der aktuellen Position sein. Zudem ist nicht nur die Firma Marriott immer wieder wegen Datenschutzproblemen und Hackerproblemen in der Presse, nein auch Booking schafft es regelmäßig deshalb in die Presse zu gehen, weil Booking ist eine riesengroße IT Firma und IT Firmen können angegriffen werden, nämlich eben von diesen Hackern und Hacker können Daten klauen und das ist nicht gut, das schwächt das Vertrauen, zum einen der Aktionäre, zum anderen aber der Kunden und das tut diesem Unternehmen nicht gut. Dann gibt es noch das Risiko mit den gesetzlichen Einschränkungen, so gibt es zum Beispiel gegen diese Lockvogelangebote und gegen diese manipulativen Verkaufstechniken bereits Gesetze, die das ganze Verbraucherschutz technisch verbieten, du darfst das also nicht machen zu schreiben, hey da sind nur noch zwei Zimmer verfügbar, wenn das eben nicht stimmt. Booking macht es zur Zeit trotzdem, es wird von deutscher Seite aus nicht wirklich gegen angegangen, das kann sich natürlich ändern und andere Staaten ziehen danach, die werden das auch machen und so wird Booking in seinen Verkaufstechniken eingeschränkt und wenn ein Unternehmen nicht mehr so gut verkaufen kann wie vorher, dann sinken natürlich die Umsätze und aus sinkenden Umsätzen, wenn du mit den Kosten nicht gegensteuern kannst, dann sinken natürlich auch die Gewinne und wenn du die Kosten senkst, dann hast du nicht mehr so viel Geld für Marketing und damit sinkt deine Expansionsrate und das wollen wir bei Booking, die teilweise ja 20% pro Jahr wachsen, einfach nicht sehen. Zudem gibt es ein politisches Risiko, weil Booking sitzt eben in den USA und in den USA, wenn du da bist, dann hast du natürlich auch die Probleme, die die USA hast, du hast Probleme mit China, du hast Probleme mit Russland, du hast Probleme mit der Türkei und so ist es zum Beispiel passiert, dass in Russland die Seite von Booking einfach gesperrt wurde, das gleiche ist auch in der Türkei gewesen, das heißt Russen können nicht über Booking buchen, die Türken können nicht über Booking buchen und das ist natürlich nicht ganz so geil, dieses Risiko besteht natürlich auch in anderen Ländern und das wohl naheliegendste Risiko haben wir jetzt gerade in diesem Moment, nämlich Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr. Ein bis dato für undenkbar gehaltenes Risiko hat sich jetzt ja mit Corona schließlich bewahrheitet, das heißt wir sind alle seit Wochen entweder im Homeoffice oder wir arbeiten gar nicht mehr oder wir arbeiten halt noch und haben im Supermarkt halt umso mehr zu tun, aber unser aller Leben ist eingeschränkt. Wir dürfen nicht mehr rausgehen, wir haben Kontaktsperren, wir tragen Masken, wir werden von Corona eingeschränkt und das ist ein Risiko, das trifft natürlich Booking Holdings voll und ganz und deren Geschäft ist auf 15% runtergegangen und das ist keine gute Zahl. Zudem ist Booking natürlich nicht ganz alleine auf dem Sektor, zum Beispiel diese Seiten wie Check24 und so weiter, die werden auch immer stärker im Reisebereich und machen Booking-Konkurrenz. Es gibt Seiten wie Expedia, also die Seite von der Booking irgendwann mal tatsächlich gekauft wurde und all solche Seiten machen Booking-Konkurrenz. Im Moment ist diese Konkurrenz nicht so groß, dass sie wirkliche Konkurrenz ist, aber das kann sich in der Zukunft ändern, wenn zum Beispiel das Booking-Geschäft schleppend verläuft, nicht mehr genug Geld in Marketing eingepackt ist. Dann kommen weniger Leute auf die Webseite von Booking, weniger bleiben, der Marktanteil geht zurück, der Marktanteil der anderen geht hoch und das ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Aktionäre der Booking-Holding. Ja, wie es letztendlich ist mein Fazit zu der Booking-Aktie. Booking ist für mich im Moment eine sehr günstige Aktie, sie war auch vorher nicht unbedingt eine sehr teure Aktie und ich finde das Geschäftsmodell sehr interessant. Ich bin ein absoluter Fan vom Tourismus und habe für mich, wie ich eingangs ja schon gesagt habe, hier jetzt einen Sparplan eröffnet und will mal gucken, wie lange ich hier noch sehr günstige Aktien mit ins Depot werfen kann, sehr günstige Anteile mitkriegen kann. Ich denke, ich habe hier auf jeden Fall ein sehr interessantes Unternehmen gewählt. Von daher kommt jetzt diese Analyse, diese Podcast, dieses YouTube-Video zum Ende. Ich hoffe, es hat dir gefallen und ich hoffe, du konntest einiges Neues mitnehmen. Vielleicht ist die Booking-Aktie jetzt für dich einiges interessanter geworden und von daher vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
60.000€ Dividende und die Corona Krise, Simon im Interview
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
60.000 Euro Nettodividende pro Jahr und das Investieren in der Corona-Krise. Genau darum geht es in diesem erstmalig stattfindenden Interview heute mit einem Interview-Partner zu Gast im Finanzilluminati-Podcast. Herzlich willkommen beim Finanzilluminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Im Vorfeld noch das Disclaimer, denn alles, was du hier hörst, ist keine Anlageberatung, keine Verkaufsberatung, keine Versicherungsberatung, keine Steuerberatung, keine sonstige Beratung, kein Aufruf zum Verkauf oder zum Kauf von Wertpapieren, sondern ganz alleine unsere Meinung. Liebe Leute, herzlich willkommen beim "finanz-illuminati.com" Podcast, YouTube Channel oder Blog. Heute mit dem allerersten Interview. Und ich bin hier nicht ganz alleine, denn sonst würde es mit dem Interview gar nicht funktionieren. Zu Gast ist der Simon. Simon, herzlich willkommen. Ja, hi. Danke, dass ich da sein darf. Ja, ein Interview mit dir selbst kannst du natürlich auch führen. Ist halt die Frage, wie interessant das wäre. Ja, bin ich mal gespannt. Probieren will ich es eigentlich nicht. Da ist es viel interessanter, dass du tatsächlich da bist. Und schön, dass es jetzt auch so spontan noch geklappt hat. Wir beide haben uns ja erstmalig so wirklich auf Instagram kennengelernt. Da führst du ja dein Instagram-Account, die Dividenden-Eule seit, wenn ich das richtig gesehen habe, schon September 2019 und postest da regelmäßig über deine Investitionen, Börsenkontakte, Aktienvorstellungen, Dividenden, die du erhalten hast. Und dann haben wir beide uns ja, das ist mit den meisten Interviewpartnern, die in der Zukunft dann folgen werden, noch nicht so, dass wir beide uns auch schon mal direkt in echt gesehen haben. Wir haben uns nämlich kennengelernt auf einer Börsenveranstaltung hier in Hannover, wo unter anderem auch die Firma Mkavis vorgestellt wurde. So jetzt habe ich ganz viel gesagt. Das heißt, du bist jetzt erst mal an der Reihe. Stell dich doch gerne einmal vor. Wer bist du? Was machst du? Wie bist du zum Investieren gekommen? Und ja, stell dich doch gerne mal den Zuhörern vor. Ja, wer bin ich? Ich bin Simon, Simon Tappert. 21 Jahre aus Hannover. Und wie bin ich zum Investieren gekommen? Also kurz ab vielleicht noch, was ich momentan mache. Ich arbeite an der Werbeagentur und sorge quasi dafür, dass ihr die richtigen Produkte bei der Werbung angezeigt bekommt und ja, auch die richtigen Produkte findet, wenn ihr sie sucht. Zum Investieren bin ich gekommen über eher unschöne Ereignisse, muss man ehrlich sagen. Meine Mutter ist im Dezember 2017 verstorben. Und dann kamen irgendwann ja gewisse Betriebsrenten und so was. Und dann habe ich mich natürlich gefragt, was soll ich jetzt mit dem Geld machen? Und Schicksal sei Dank. Ich wollte erst zum Sparkassenberater gehen, habe mich dann aber ja doch nicht dazu durchgerungen und habe dann zufällig ein Video vorgeschlagen bekommen auf YouTube von dem Finanzflusskanal. So heißt das. Und das war mit dem magischen Dreieck, glaube ich. Und dann habe ich mir gedacht, OK, vielleicht sollte ich mich mit dem Thema weiter auseinandersetzen. Hab erst das Investment Punk Buch gelesen von Gerard Höhan. Und da kam dann immer mehr die Motivation, sich wirklich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen. Ich hatte früher schon in der Schule immer Interesse bei meinem ganzen Thema Wirtschaft. Dementsprechend ist mir das sehr leicht gefallen. Ja, und dann habe ich so die Bücher nach und nach gelesen, hauptsächlich Videos geschaut, muss ich ehrlich sagen, da kann ich viel besser mitarbeiten. Ja, OK. Ja, wunderbar. Das klingt doch natürlich sehr unschöne Umstände. Wie es jetzt dazu gekommen ist, aber umso schöner, dass du ja jetzt tatsächlich an der Börse bist. Jetzt habe ich ein bisschen mitgeschrieben. Du hast gesagt, du hast mehrere Videos gesehen. Das heißt, es wird ja hauptsächlich YouTube sein. Also ich glaube, keiner von uns andere Video Plattform. Welche Welche Accounts hast du dir wirklich angeschaut? Und vielleicht magst du den Hörern und Hörerinnen da mal erzählen, was dir auch wirklich weitergeholfen hat? Ja, also ich habe halt angefangen mit dem Finanzflusskanal einfach zum einsteigen, mit dem Basirenditereich, dass man erst mal lernt, dass wenn man halt wenig Risiko hat, dann hat man halt aber auch wenig Rendite. Und wenn man sein Geld hat, aber dafür jetzt quasi längerfristig bindet, dann hat man entsprechend trotz der Sicherheit vielleicht etwas mehr Rendite. Und ja, das Rendite da, ich glaube, ich brauche jetzt nicht weiter erklären. Und habe dann darüber auch die ganzen Basic Videos mir ein bisschen angeschaut und bin dann aber von Finanzfluss eher weg zum Aktien im Kopfkanal und habe mich dann erst mit dem ETF-Thema beschäftigt und wollte damit eigentlich auch starten. Aber dann hat es irgendwie ewig gedauert, bis mein Depot eröffnet wurde. Und habe ich erst mal nochmal wieder alles über Bord geworfen und habe mich dann den Einzelaktien zugewendet, weil dann auch immer mehr Videos von Kolya zu dem Thema Einzelaktien kam. Und dann habe ich mich ja immer weiter in das Thema eingearbeitet. Habe mir dann auch das Buch von Christian Verröhl zugelegt, cool bleiben und Dividenden kassieren und war dann aber erst nicht angetan von der Dividendenstrategie. Da war ich so typisch Antidividenden, sondern war so nur wachstumswerte Dividenden. Das macht überhaupt keinen Sinn. Da fallen Steuern drauf an und sowas. Und ja, war halt voll in diesem Wachstumsthema drin und habe dann. Ja gut, kann ich später noch erzählen, was dann danach aus geworden ist. Auf jeden Fall habe ich hauptsächlich Aktien mit Kopf Videos geschaut und vorher ein bisschen Finanzfluss. Und ja, das war es dann aber eigentlich soweit auch an YouTube Videos, zumindest am Anfang, wo ich gestartet habe. Na, das sind auf jeden Fall ein paar interessante Empfehlungen mit dabei, die wir auch gerne in die Show Notes bzw. die Videobeschreibung YouTube mit reinnehmen. Jetzt hast du gesagt ganz am Anfang, OK, ETFs, das Ganze hat nicht so geklappt, weil es ein bisschen gedauert hat mit deiner Depoteröffnung. Und dann warst du eher an Wachstumsaktien interessiert. Jetzt hast du natürlich auch einen tollen Instagram Account, den wir ebenfalls in die Show Notes und Videobeschreibung mit reinnehmen. Und da steht ganz groß Ziele 60.000 Euro Netto Dividenden pro Jahr. Angefangen hast du ja dann mit den Wachstumswerten. Jetzt steht da so ein großer Dividenden Wert. Was war denn für dich da so ausschlaggebend, dass du jetzt doch sagst, Dividenden sind sehr interessant? Ja, letztendlich habe ich gleichzeitig, wo ich mit dem ganzen Finanzenthema angefangen habe, auch angefangen habe, diese klassischen Persönlichkeitsentwicklungsbücher zu lesen. Also seien es die Gesetze der Gewinner von Bodo Schäfer oder halt andere Bücher, wo man dann so quasi den Drive entwickelt, wirklich sich Ziele rauszuarbeiten, sich zu überlegen, was man im Leben will. Und für mich war dann klar, dass ich eine Art finanzielle Freiheit oder Unabhängigkeit halt haben will, in der mir ein gewisses Einkommen einfach jedes Jahr quasi zukommt, aus der ich dann einfach ganz unbesorgt quasi weiter meine Handlungen nachgehen kann, die mir einfach Spaß machen, wofür, keine Ahnung, wofür ich halt brenne oder irgendwelche coolen Projekte voranbringen, wo ich mir dann nicht so viele Gedanken machen muss, wo kommt, also stimmt das Geld jetzt und das Gehalt? Und dann habe ich mir überlegt, OK, diese Einkommenssache, das ist doch vielleicht sehr interessant und habe dann mir die ersten Dividenden Aktien ins Depot gelegt. Und dann habe ich, dann habe ich es irgendwie so richtig gemerkt in dem Minicrash 2018 im Dezember, dass ich zu den Aktien, die mir wirklich Einkommen auszahlen, auch eine viel, ja, viel bessere Bindung und ein viel besseres Gefühl dafür bekommen könnte, dass ich wirklich keine Aktien halte, sondern Unternehmensanteile. Und dann habe ich mir gedacht, OK, ich glaube, ich komme viel besser zu meinem Ziel, wenn ich mir einfach das Ziel nehme. Ich will ein gewisses Dividenden Einkommen jedes Jahr erreichen und baue sozusagen einfach Positionen dann hinsichtlich dem Ziel auf. OK, das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Jetzt sind 60.000 Euro Netto Dividende natürlich ein sehr hoher Wert. Was dann aber auch ein schöner Wert natürlich ist. Hast du dahinter auch schon einen Zeitplan gelegt und eine allgemeine Strategie, wie du dahin kommen möchtest? Also einen festen Zeitplan jetzt nicht direkt, weil es erinnert sich ziemlich viel. Ich kann jetzt keine Ahnung. Nächstes Jahr verdiene ich vielleicht doppelt so viel wie jetzt oder noch nicht. Also das weiß ich nicht. Also ich bin noch nicht an dem Punkt angekommen, wo mein Gehalt sehr stabil ist, da ich auch Gott sei Dank in einem sehr dynamisch wachsenden Unternehmen arbeiten darf und auch nebenbei selber noch ein paar Projekte starte, wo man ja nicht weiß, wie sich das Ganze entwickelt. Dementsprechend habe ich jetzt nicht gesagt, ich will jetzt genau in was weiß ich zehn Jahren das Ganze erreicht haben. Aber in 20 Jahren denke ich schon realistisch, das geschafft zu haben, weil im Hintergrund muss ich eigentlich nur grob, je nachdem, wie viel Rendite ich jetzt mache, ja ein bis zwei Millionen Euro investieren. Und ich denke, in 20 Jahren sollte man wirklich in der Lage sein, wenn man wirklich ehrgeizig ist, versucht, ja alle Möglichkeiten, die es so gibt, auszuschöpfen, um Geld zu verdienen, dass man das auch schaffen kann. Auf jeden Fall, das ist eine sehr gute Einstellung, die du da hast. Wenn du jetzt sagst, du hast nebenbei Projekte, geht das tatsächlich so in die Richtung deiner Haupttätigkeit oder in welchen Feldern treibst du dich da um? Genau, also es geht sehr ähnlich in meiner Haupttätigkeit. Ich verkaufe auch selber halt Produkte auf Amazon in mehreren Partnerschaften quasi. Also ich habe zwei verschiedene Unternehmen, an denen ich beteiligt bin, auch noch mal zwei anderen Kollegen, wo wir dann halt unter verschiedenen Brandside-Produkten im Internet quasi oder auf Amazon verkaufen. Und das sind so, ja das eine Nebenprojekt, das andere Nebenprojekt ist so ein bisschen, ja unternehmensintern haben wir noch einen Beratungsbereich aufgebaut, wo wir quasi das Wissen, was wir jetzt haben, an Leute weitergeben, die sagen, sie haben die Manpower oder den Drive selber quasi zu lernen, wie man entsprechend unsere Tätigkeit in der Agentur ausübt. Und da sind wir dann auch noch zum kleinen Teil daran beteiligt. Und dann sollen auch noch weitere Projekte halt in dem Online-Business folgen. Klingt auf jeden Fall sehr interessant und es ist ja sehr wichtig, sich mehrere Standbeine an einem Einkommen aufzubauen. Da bist du auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Wenn du den Zuhörern jetzt mal einen kleinen Blick in dein Depot erlauben möchtest, also wie schaut es da aus? Aktien, P2P, Rohstoffe, Immobilien, vielleicht auch ein bisschen Kryptowährung. Wie bist du da allgemein aufgestellt und wie sieht deine Investitionsstrategie aus? Ja, wie bin ich aufgestellt? Also 99 Prozent Aktien, glaube ich. Ich hatte deutlich mehr in P2P investiert, in Go and Grow. Habe das Ganze jetzt aber letzte Woche und diese Woche auf mein Verrechnungskonto überwiesen und investiert und bin jetzt quasi alle in den Aktien. Kryptowährung hatte ich eh keine, Immobilien habe ich auch noch keine. Kommt vielleicht später mal, aber ja, ich komme mit dem Aktienthema einfach momentan am besten zurecht. Gold habe ich auch keins. Gold auch keins, Immobilien auch nicht. P2P hast du jetzt gesagt, Go and Grow, das ist also dann Bondora. Hast du gesagt, du hast das Ganze jetzt abgezogen und rübergeschichtet in Aktien? Was ist der Hintergrund dort? Genau, also ich hatte das Geld damals oder habe allgemein immer ein bisschen da eingezahlt gehabt, um zum einen eine gewisse Rücklage zu haben, wenn es dann wirklich mal abrauscht, weil ich hatte ja im Dezember 2018 die Erfahrung gemacht, dass Aktienmärkte auch doch mal relativ schnell fallen können, oder was heißt relativ schnell, aber dass sie halt fallen können und man vielleicht nicht alles investieren muss, quasi auch mal ein bisschen wie der Warren Buffett einfach warten kann, dass die Kurse auch quasi zurückkommen und dann seine Wunschkurse da sind, da muss man halt nur das Geld haben. Und deshalb habe ich das da geparkt. Und jetzt kam es bei einigen Aktien zu dem Kurs, wo ich mir vorstellen konnte, in der erste Position zu öffnen und habe dementsprechend das Geld abgezogen, weil die Opportunitätskosten mir quasi einfach zu groß waren. Also für die 6,75 Prozent habe ich halt jetzt anderswo viel bessere Renditen bekommen und deshalb habe ich das Geld abgezogen. Das klingt auf jeden Fall doch recht vernünftig und bringt mich auch schon zu der nächsten großen Frage. Wir sind also wir nehmen diese Folge jetzt im 22. 3. 2020 auf und da ist der Corona Virus gerade in der ganzen Welt unterwegs und wirft auch unsere Aktienmärkte ordentlich auf den Kopf. Wie hat sich das bisher bei dir ausgewirkt? Ja, also ich habe es auch auf jeden Fall ordentlich zu spüren bekommen. Mein Depot hat jetzt einen maximalen Drawdown, glaube ich, von 34 Prozent. Also von dem Hoch im Februar jetzt bis zum Tief, glaube ich, am Donnerstag ging es auf jeden Fall ordentlich nach unten. Insgesamt bin ich jetzt, glaube ich, 24 Prozent im Minus. Ja, also es hat sich auf jeden Fall schon spürbar ausgewirkt. Und 24 Prozent im Minus, ist das jetzt so eine Zahl, wo du als Anleger sagst, okay, ist das etwas, wo ich schon verkaufen würde? Weil du kriegst so ein kleines Panikgefühl. Wie fühlt sich das bei dir an oder wie ist deine Einschätzung dazu? Nee, absolut nicht. Also ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob ich da irgendwie ganz anders bin. Aber das ganze Thema, dass ich jetzt 25 Prozent im Minus bin, das tangiert mich überhaupt nicht. Es hat mich genauso wenig tangiert, wie dass ich 15 Prozent im Plus bin. Was bei mir viel schlimmer ist, ist so ein bisschen dieses Fear of missing out, weil ich sehe momentan extrem viele Chancen bei vielen Aktien, die ich auf der Watchlist habe, die jetzt günstig sind, habe einfach aber einfach kein Kapital momentan, um die zu kaufen. Und das ist das, wo ich viel stärker quasi mit mir selbst arbeiten muss, dass ich nicht andauernd irgendwas umschichte oder Geld investiere, was ich nicht investieren will. Du sagst auf jeden Fall was recht interessantes, weil so ein ähnliches Gefühl habe ich bei mir jetzt auch. Und es sind sehr viele, doch wirklich auch sehr interessante Werte, im Moment um einiges günstiger. Wie machst du das, dass du da jetzt nicht anfängst umzuschichten? Und wie gehst du mit der Situation, um da wirklich die Füße stillhalten zu können? Hast du da an einen Anleger, den das jetzt interessiert, einen speziellen Tipp? Was heißt einen speziellen Tipp? Aber ich habe einfach persönlich die Erfahrung gemacht, dass das Umschichten, was ich zum Beispiel im Dezember 2018 gemacht habe, mir echt viel Rendite gekostet hat oder hätte, weil ich habe einfach als Vergleichswert mein Portfolio vor der Umschichtung nebenher laufen lassen. Und die haben sich halt deutlich besser entwickelt, die Aktien. Und da ist es halt einfach so, dass man einfach nicht die Aktien verkaufen sollte, die jetzt gerade noch gut laufen oder noch im Plus sind, um dann halt in andere umzuschichten. Was man vielleicht am ehesten noch machen kann, ist halt wirkliche Lose abzuverkaufen, wo man da aber auch differenzieren muss. Also nur wenn eine Aktie jetzt im Minus ist, ist es ja kein Grund, die Aktie zu verkaufen. Da hast du auf jeden Fall recht. Das sehe ich ganz genauso. Vielleicht fragt sich der ein oder andere Zuhörer jetzt, zwei Depots gegeneinander laufen zu lassen. Wie machst du das? Benutzt du das spezielle Software? Ich benutze Portfolio Performance und da habe ich quasi einfach das Depot in der anderen Datei nochmal nachgebildet vor der Umschichtung und habe das Ganze dann quasi laufen lassen, nebeneinander. Okay, gut. Falls sich der ein oder andere das gefragt hat, ist die Frage auf jeden Fall jetzt auch beantwortet. Jetzt wissen die Zuhörer und ich auch, wie es sich bisher bei dir ausgewirkt hat. Nur jetzt kann es natürlich unter Umständen angehen, dass Corona uns noch eine ganze Weile in Atem halten wird und wahrscheinlich auch bis da endlich mal ein Impfstoff gefunden wird oder gewisse Fallzahlen nach unten gehen, auch die Märkte weiterhin unten bleiben. Wie möchtest du und warum möchtest du damit entsprechend so weiter umgehen? Ja, wie möchte ich damit umgehen? Ich glaube, was ganz wichtig ist, ist sich Mantras quasi jeden Tag durchzulesen und ja auch einfach die Geschäftsmodelle zu verstehen. Also, dass man sich immer wieder vor Augen führt, dass man sich an Unternehmen beteiligt hat, dass man keine Aktien gekauft hat, dass man vielleicht immer an das Beispiel auch denkt, dass man jetzt, wenn man eine Immobilie hat zu Hause, wo jetzt nicht gerade das Dach kaputt gegangen ist oder sowas, wo es quasi dann auch einen Grund geben würde, warum das Ganze weniger wert sein sollte, dass man ja auch die Immobilie dann nicht an den Nächstbesten verkaufen würde, jetzt sagt, ja ich zahle dir 30 Prozent weniger. Okay, und dann denkst du ja, okay, jetzt verkaufe ich oder was? Und wenn man sich vielleicht diese ganzen Sachen immer wieder in den Kopf ruft oder dass man halt auch quasi einfach sich überlegt, ob man das ganze Unternehmen jetzt gekauft hätte. Also, wenn du jetzt eine 3M hast zum Beispiel und du bist jetzt, keine Ahnung, 20 Prozent im Minus, würdest du jetzt auf einmal das ganze Unternehmen 3M verkaufen, nur weil du 20 Prozent im Minus bist? Und mir persönlich geht es so, also ich habe ja auch eigene Beteiligung an Unternehmen, die würde ich jetzt auch nicht verkaufen, nur weil wir jetzt vielleicht mal im einem Monat doch schlechteren Gewinn gemacht haben als erwartet und dann quasi der intrinsische Wert gesunken ist. Das heißt, wenn ich dich richtig verstehe, weil ich lese im Moment auch in sehr vielen Facebook-Gruppen mit und da gibt es ganz unterschiedliche Meinungen und die werden im Moment wirklich sehr häufig immer wieder gepostet. Es gibt sehr viele Fragen. Einige wollen verkaufen, andere wollen weiter nachkaufen, andere sagen warte noch. Wie bist du da aufgestellt? Also es gibt ja diesen Spruch "nicht ins Falle mit einem Messer greifen", wo jetzt auch der Doktor Dr. Rainer Zietelmann gestern es glaube ich beim Kolja auch gesagt hat. Das ist mit einer der dümmsten Sprüche, die es gibt. Wie stehst du dazu? Ja, teils, teils. Also ich sehe schon so, dass man vielleicht nicht sofort in die Abwärtsbewegung reingreifen muss. Bestes Beispiel, das war mein erster größter Fehler, ich habe die Bayer Aktie gekauft, als sie von 100 glaube ich auf 80 oder so abgestürzt ist, wo das mit den Glyphosatklagen kam. Da gab es eigentlich noch keinen Grund die Aktie zu kaufen, weil sie ist jetzt nicht billig geworden, sondern ist auf einmal in Risiko aufgetreten, was vorher nicht da war. Und das ist auch zum Beispiel jetzt ein Beispiel bei den Airlines, wo man auch, da muss man halt einfach ja sich im Klaren sein, dass es echt wirklich ein hohes Risiko ist, wie zum Beispiel auch bei Boeing. Aber es gibt auch andere Unternehmen, die sind ja vielleicht nur für ein paar Quartale betroffen oder sind vielleicht auch gar nicht betroffen. Und dann muss man sich halt einfach schauen, ab welchem Wert ist das Unternehmen für ein fair bewertet. Also wenn man jetzt zum Beispiel ein Dividendenjäger ist, dann kann man ja anhand der historischen Dividenden Rendite einfach sagen, okay, diese Rendite gab es die letzten zehn Jahre, jetzt gibt es die Rendite wieder. Keine Ahnung, es ist vielleicht ein zyklisches Geschäftsmodell, dann will man nochmal 30 Prozent Sicherheitsmarsch haben, zieht das nochmal davon ab. Und wenn dann der Kurs trotzdem jetzt schon da steht, dass es für einen quasi fair bewertet ist, dann kaufe ich einfach die erste Tranche, auch wenn es quasi noch fällt, weil man weiß nicht, wann der Boden gefunden ist. Und ich habe jetzt zum Beispiel noch einmal eine Unilever für 39 Euro erwischt gehabt. Jetzt stehen sie wieder bei 45 Euro und ich bin mir nicht sicher, ob sie wieder auf 39 fallen werden. Dementsprechend muss man da halt immer vorsichtig sein. Es gibt Messer, an die man nicht reingreifen sollte, aber ansonsten sehe ich das eher wie Herr Zitlmann, das ist Quatsch. Lieber in Trangien einkaufen und einfach Stück für Stück die Positionen aufbauen. Okay, auf jeden Fall auch meiner Meinung nach eine ganz vernünftige Einstellung, die du da hast. Jetzt hast du schon so ein paar Aktien erwähnt, unter anderem halt die Airlines. Aber was mir dann natürlich auch noch einfällt, sind Carnival und TUI. Also TUI, der Reiser bisher weltweit der größte und Carnival eben der größte Kreuzfahrtschiffbetreiber. Gibt es da Aktien, wo du dir im Moment wirklich sagst, Finger weg? Ja, also ich persönlich habe zum Glück meine Boeing-Aktien noch bei 320 Euro verkauft, weil ich noch mal eine Sendung von Christian Wirol und Kramer oder so heißt der, glaube ich, der andere. Der Tobias Kramer, ganz genau. Genau, Tobias Kramer ist mir gerade nicht eingefallen. Hab ich mir noch mal angeschaut und hab dann wirklich noch mutunbar nachgedacht. Ist es gerechtfertigt, jetzt 280 Euro pro Aktie für das Risiko, was ich zahle einzugehen? Und hab dann gedacht, okay, nein, jetzt stehen sie bei 320 Euro. Ich nehme lieber den Gewinn mit und gehe da mit dem Risiko raus. Da war nur das Boeing 737 Marksrisiko damals da und jetzt sind sie halt irgendwie gefallen. Und dann standen sie bei 114 und hab ich gedacht, jetzt kaufe ich noch mal irgendwie eineinhalb Aktien oder so. Also nicht extrem viel. Und jetzt stehen sie aber bei 90 und ich würde nicht noch mal nachkaufen, weil zum dem Zeitpunkt war es noch nicht ganz klar, ob sie wirklich Zahlungsschwierigkeiten haben. Aber jetzt ist ja eindeutig. Und wer jetzt noch kauft, der spekuliert eigentlich nur darauf, dass es irgendwie rumgerissen wird. Und wenn wir mal von dem Thema der negativen Aktien, sage ich jetzt einfach mal da, wo wir im Moment wirklich eine große Spekulationsmöglichkeit auch haben, weggehen hin zu Aktien, die eher empfehlenswert sind. Wir wollen sie nicht unbedingt Tipp nennen. Ganz am Anfang von dieser Folge wurde der Disclaimer angeblendet, dass hier ist keine Aktienberatung, kein Aufruf zum Kauf oder Verkauf. Aber was wäre so dein heißester Tipp? Welche Aktien sind bei dir auf der Watchliste ganz weit? Ja, da gibt es auf jeden Fall einige. Beispielsweise seit Freitag gibt es auch mal wieder Coca Cola oder Pepsi zu einem fairen Wert. Also man kriegt, glaube ich, vier Prozent Evidentenrendite bei Coca Cola. Bei Pepsi weiß ich es jetzt gerade nicht. Aber anhand der historischen Dividendenrendite gibt es die endlich mal wieder fair zu haben. Das wäre potenziell interessant für eine erste Tranche vielleicht. Ansonsten finde ich aber auch Aktien wie eine Realty Income zum Beispiel. Die werden jetzt vielleicht ein, zwei Monate ihren Mietern sagen, okay, ihr könnt euch die Miete sparen und dann zahlt ihr später oder sowas. Aber ansonsten sind die ja eigentlich überhaupt nicht betroffen. Also ich meine, die Mieten müssen weiter fließen. Eine Fresenius finde ich super interessant mit mittlerweile auch nur noch irgendwie 28 Euro. Die müssen ja auch eigentlich nicht betroffen sein. Ich meine, Medizin ist ja jetzt eigentlich eher ein Thema, wo das Krankenhaus voll sein wird. Und ich denke nicht, dass sie das jetzt alles auf einmal kostenlos machen werden. Dann habe ich die Chip Hersteller noch auf der Liste. Eine Broadcom, eine Intel, Qualcomm, die sind auch alle schon relativ stark zurückgekommen, aber sollten eigentlich eher sogar von dem Ereignis profitieren. Klar, kurzfristig haben sie jetzt auch ihre Einbußen, aber langfristig geht ja jetzt durch diese Entwicklung der Trends sogar eher noch mehr zu, noch mehr Server, noch mehr Hardware. Hast du irgendwelche Werte, sonst hätte ich auch noch einige. Ich wollte jetzt nur nicht einfach so nach und nach durchrattern. Ja, die Werte, da gibt es ja relativ viele interessante. Also meine Watchlist wird auch von jeden Tag zu Tag größer. Aber ich würde dir dabei in soweit schon zustimmen. Das sind auf jeden Fall Werte, die vorher gut gelaufen sind und die jetzt einfach endlich mal wieder fair bewertet sind. Das klingt doch wirklich sehr interessant. Also ich denke da immer noch sehr viel jetzt gerade an Microsoft. Wäre das für die auch ein interessanter Wert oder muss da erst noch was passieren? Für mich persönlich nicht. Also ich bin ja mehr so auf dem wirklich dem Dividendenfokus. Und als Wachstuminvestor ist die Bewertung jetzt, finde ich, interessant. Also man kann auf jeden Fall die ersten Tronschen kaufen. Aber als Dividendeninvestor gab es historisch gesehen schon mal mehr. Dementsprechend würde ich potenziell lieber bei anderen Aktien momentan zuschlagen. Abgesehen davon, dass ich auch schon eine sehr große Microsoft Position habe und dann jetzt nicht zwangsläufig noch weiter aufstocken muss. Ansonsten haben wir noch eine 3M, die ich super interessant finde. Also ich meine, wir haben hier Dividendensteigerungen von über 60 Jahren, fast glaube ich, oder 62 sogar. Und die gibt es jetzt auch wieder für 115 Euro. Historisch haben wir jetzt eine extrem hohe Dividendenrendite. Die gab es in den letzten zehn Jahren, glaube ich, nur zur Finanzkrise einmal. Wenn ich jetzt nicht ganz daneben liege. Und die Ausschüttungskurte ist mit 62 Prozent jetzt auch noch im Rahmen. Klar, die haben ihre Probleme. Aber es ist auch vielleicht eine Gesellschaft, die jetzt von dieser Krise profitieren kann. Dadurch, dass vielleicht irgendwelche kleine Unternehmen es nicht schaffen. Und die großen dann doch eher es durchschaffen. Aber auch eine Stanley Black & Deckard. Ich weiß nicht, ob das Decca, ob das jemandem was sagt. Genau, die sind, glaube ich, ich weiß jetzt nicht, ob weltweit. Da sind auf jeden Fall ziemlich gut in dem Bereich Werkzeuge etabliert. Zahlen auch schon seit über 53 Jahren eine steigende Dividende. Und die Aktie, ja, super konservativ. Also ich glaube auch wenig verschuldet. Ausschüttungskurte 40 Prozent. Und da gibt es jetzt auch wieder 3,5 Prozent Dividendenrendite. Das ist auch historisch hoch. Ja, auf jeden Fall sehr, sehr interessante Werte. Wenn ich jetzt mir die Facebook Gruppen im Moment so ein bisschen anschaue, dann ist mir da jetzt auf jeden Fall noch eine weitere Aktie in den Sinn gekommen, die auch für Dividendenjäger sehr interessant ist und im Moment auch allerdings heftig diskutiert wird. Denn im Moment gibt es nicht nur die Corona-Krise, sondern wir haben auch zeitgleich noch unseren Ölkrieg. Es gibt die Shell Aktie, die Royal Dutch Shell. Die im Moment doch wirklich eine wahnsinnig hohe Dividenden hat. Wie stehst du zu dieser Aktie im Moment? Ja, das ist eher eine Gruppe, wo man auch wieder mehr Zeit mitbringen muss. Die Aktien, die ich jetzt vorher genannt habe, werden sich tendenziell schneller erholen, bin ich der Meinung. Ja, eine Shell ist schon relativ solide aufgestellt. Also wenn man jetzt sagt, man möchte in die Ölwerte investieren, dann in die Großen meiner Meinung nach. Historisch wahrscheinlich eine gute Chance. Man muss aber einfach wissen, das ist jetzt auch wieder so ein Thema, wo es einfach auch länger einen günstigen Ölpreis geben kann, wo man wissen muss, dass es dann zu Dividendenkürzungen kommen wird, weil es einfach wirtschaftlich nicht zahlbar sein wird. Auch wenn sie jetzt schon seit zig Jahren die Dividende nicht gekürzt haben, wäre es jetzt eigentlich, also es sei denn, sie machen massig Schulden, was ich mir aber nicht vorstellen kann, dann müssten sie, wenn das wirklich anhaltend ist, der tiefe Ölpreis, müssen sie die Dividende kürzen. Was aber nicht heißt, dass es trotzdem kein schlechtes Investment sein kann. Ich meine, wenn sie die Dividenden kürzen und man davon ausgeht, dass der Ölpreis in zehn Jahren höher stehen wird als jetzt oder in fünf Jahren, dann kann man hier auch definitiv ein paar Tronchen kaufen. Aber das ist auf jeden Fall auch wieder ein deutlich heißeres Eisen als die anderen Aktien. Also auf jeden Fall ganz genau informieren, bevor du bei Shell reingucken möchtest. Sei es das vielleicht mal mit den aktuellen Aktien zu der aktuellen Krise auch gewesen. Was hat dir denn auf deinem Weg bisher so am meisten mitgeholfen, so Aktien zum einen sehr gut auszuwählen, aber auch mit dieser aktuellen Krise gut umzugehen? Also gibt es da zudem noch spezielle Bücher? Hast du mal Seminare besucht? Was würdest du da empfehlen? Wo kann ein Anfänger jetzt hingehen, wenn er die besten Informationen sucht? Was mir extrem geholfen hat, ist das Buch von Costellani. Der Titel ist, glaube ich, "Die Kunst über Geld nachzudenken". Und da, ja, das kann man sich einfach regelmäßig durchlesen und dann kriegt man einfach mal auch ein Gefühl dafür, wie so die Dinge laufen und was auch er aus seiner langen Börsenkarriere, doch auch erfolgreichen Börsenkarriere, so viel Weisheit in einem mitgibt und die kann man sich regelmäßig wieder zu Ohren führen. Ansonsten "Cool bleiben, Dividenden kassieren", ähnlich finde ich es auch ein gutes Buch, um das Thema ja zu verstehen und dann auch da reinzukommen und auch das Ganze durchzuziehen. Was mir aber persönlich am meisten geholfen hat, ist der Nils Gayovi. Ich weiß nicht, ob der dir was sagt, aber der macht eigentlich eine Strategie, die meiner sehr ähnlich ist. Zahltagsstrategie, wo es darum geht, quasi so viele Zahltage im Jahr wie möglich zu sammeln und dann sich quasi einen passiven, was heißt passiv, aber relativ passiven Einkommenstrom aus Dividenden aufzubauen. Der betrachtet die Themen auch alle immer sehr nüchtern und gibt da auch wirklich gute Informationen. Genau, Aktien suche, Aktienfinder bin ich immer ordentlich dabei, suche dann halt einfach nach, ja zum Beispiel Dividendenaristokraten, aber was ich auch nutze ist diese David Fish Liste, wo auch ja immer am Ende des Monats einmal geupdatet wird, welche Aktien halt jetzt auch schon sehr lange Dividende zahlen, welche jetzt vielleicht gerade auf dem Weg dahin sind zu einem Aristokraten und sowas zu werden. Da schaue ich auch gerne mal rein und wenn dann irgendeine Aktie interessant aussieht, dann schaue ich mir Sekundär genauer an. Das sind auf jeden Fall sehr gute Tipps, also auch beim Aktienfinder, da treibe ich mich auch regelmäßig ganz gerne um, nicht zuletzt, weil meine Aktienanalysen natürlich auch da gelistet sind. Von daher ein sehr, sehr schönes Tool, genauso wie deine Liste, die werden wir auf jeden Fall ebenfalls auch verlinken. Ich finde die auch ganz cool, einfach mal wieder ein bisschen Inspiration zu kriegen, welche Aktien sind interessant und welche sind es auf jeden Fall schon eine ganze Weile. Wir würden uns jetzt dem Ende des Interviews tatsächlich schon ernähren und damit geht auf jeden Fall das Wort nochmal an dich. Was magst du als Schlusswort den Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben? Schade, dass es schon zu Ende ist, auf jeden Fall. Ansonsten als Schlusswort, denkt immer daran, dass ihr euch an Unternehmen beteiligt und quasi keine steigenden Kurse kauft. Ansonsten ist es halt relativ schwer, das Ganze durchzuhalten. Aber ansonsten kommen jetzt auch nach den schlechten Zeiten wieder bessere Zeiten an der Börse. Einfach cool bleiben und Dividenden kassieren. Okay, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Das ist ein super Schlusswort und damit sind wir am Ende des heutigen Podcasts. Dir ganz herzlichen Dank, dass du da warst und allen Hörerinnen und Hörern natürlich auch herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. [Siehe Video von "Einstein" im Hintergrund] -
Wie kaufe ich Aktien? Grundlagenwissen für die Börse
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog finance-illuminati.com. Moin moin, herzlich willkommen. Mein Name ist Mirco von Finanz Illuminati und heute darf ich dich wieder mitnehmen auf die spannende Reise in die Welt der Finanzen. Wir sprechen heute über die Fragestellung "Wie kaufe ich eigentlich eine Aktie?" Und für die von euch, die schon eine ganze Weile mit dabei sind, ist diese Fragestellung wahrscheinlich nicht mehr ganz so interessant. Diese Fragestellung gehört aber zu dem Bereich auf der Website, der sich nämlich nennt "Börse für Anfänger", "Einsteigerfragen" und genau dafür ist er jetzt gemacht. Das heißt, solltest du dich bereits mit dieser Fragestellung auskennen, dann freut es mich natürlich trotzdem, wenn du bis zum Ende dran bleibst. Ansonsten sehen wir uns bei der nächsten Folge wieder. Und für all jene, die jetzt das allererste Mal sich sagen, sie wollen jetzt eine Aktie kaufen und am Börsengeschehen Mitte dabei sein an, am Parkett mitmischen, dann herzlichen Glückwunsch. Das ist euer erster Schritt in die finanzielle Freiheit und ihr seid jetzt mit im gleichen Team dabei. Willst du keine News mehr verpassen, dann trage dich auch noch ganz schnell in den Newsletter ein. Dann bekommst du immer dann, wenn ein neuer Blogartikel erscheint, immer dann, wenn ich dir etwas Spannendes zu sagen habe, auch gleich eine E-Mail in dein Postfach. Ein paar Blogartikel vorher, ein paar Podcastfolgen vorher, haben wir uns schon mit der Fragestellung beschäftigt. Warum soll ich denn überhaupt investieren? Investieren ist relativ wichtig. Dafür findest du einen ganzen Blogartikel auf dem Blog. Schau gerne mal vorbei, denn warum müssen wir eigentlich investieren? Na gut, wir müssen es natürlich nicht. Wer sein Leben lang ein unfassbar gutes Gehalt verdient und sich allein auf die deutsche Rente verlassen möchte, der kann das natürlich tun. Ich persönlich für meinen Teil verlasse mich a) nicht auf die deutsche Rente und b) möchte ich nicht nur einen Einkommensstrom haben, deshalb generiere ich bei mir einen Einkommensstrom zusätzlich aus meinen Börsengeschäften. Ein ganz schönes Beispiel ist, wenn wir einfach mal mit einer standardmäßigen 8% Verzinsung von Wertpapieren weiter rechnen und das Ganze über 40 Jahre mit einer monatlichen, ja mit einem monatlichen Sparplan-Limit von 200 Euro und das Ganze, wie gesagt, über diese 40 Jahre investieren, dann kommen wir auf eine sagenhafte Summe von 419.000 Euro und das ist doch eine ganze Menge. Was haben wir in der Zeit eigentlich eingezahlt? Gerade mal in 480 monatlichen Sparraten a) 200 Euro haben wir 96.000 Euro eingezahlt. In dieser Zeit gab es allein durch die 8% Verzinsung einen Zinsbonus von 428.000 Euro. Wir ziehen hier noch mal die Steuern von 104.000 Euro ab und bleiben somit bei den 419.000 Euro, die wir mit unseren Börsengeschäften hier verdient haben. Doch wie kaufe ich jetzt eigentlich eine Aktie? Der Kauf von Aktien ist in ein paar ganz einfache Schritte zu unterteilen. Nämlich Schritt eins, eröffne ein Depot bei einem Broker. Du findest in der Videobeschreibung in den Show Notes auch noch mal die Links zu meinem Broker-Vergleich. Da findest du die Information, welcher ist eigentlich der beste Broker, welchen finde ich ganz gut und welcher ist gerade eben auch für welche Bedürfnisse mit der beste. Das heißt, Broker wie zum Beispiel Consos Bank, Comdirect, die natürlich super ideal für Sparplan-Ausführer sind, aber auch Broker wie Smart Broker oder Trade Republic, die sich sehr gut machen für einmalkäufe, sind dort alle mit im Broker-Vergleich gelistet. Schritt Nummer zwei, nachdem du dein Depot eröffnet hast und es auch offen ist, bestätigt wurde, du also handeln kannst, ist natürlich logge dich ein in dein Depot. Im Schritt Nummer drei musst du dir natürlich die Frage stellen, möchte ich jetzt ein ETF besparen, also einen Börsen gehandelten Indexfond, der wirklich einen ganzen Index wie zum Beispiel den DAX aber auch einen World oder einen Dow Jones nachbildet haben oder möchtest du in einzelne Aktien investieren? So oder so, du gibst jetzt in das Suchfeld deines Brokers entweder den Produktnamen, die WKN, die ISEN und suchst damit das Wertpapier, das dich interessiert. Jetzt schaust du dir natürlich den Preis an, was machst du? Du guckst, wie viel kannst du dir davon leisten? Legst die entsprechende Anzahl an Wertpapieren in dein Einkaufsquad sozusagen, also wählst die eine entsprechende Anzahl aus und drückst eigentlich nur darauf bestätigen. Bei dem einen oder anderen Broker, also eigentlich bei den meisten bis auf Trade Republic und beim Gratis-Broker hast du jetzt auch noch die Auswahl des Handelsplatzes, das ist allerdings gar nicht mal so wichtig, Hauptsache du kaufst überhaupt und wenn du auch das gemacht hast, dann bestätigst du deinen Aktienkauf, wodurch wir auch relativ schnell bei Schritt Nummer 7 sind. Herzlichen Glückwunsch, du bist der Besitzer einer Aktie und damit ebenfalls Teilinhaber eines weltweit operierenden großen Börsenunternehmens. Gucken wir uns die einzelnen Schritte noch mal ein bisschen mehr im Detail an, also eröffne ein Depot, was ist eigentlich ein Depot? Ein Depot ist quasi das Konto für deine Wertpapiere, für deine Aktien, hier liegen all deine Aktien drin. Was ist dieses komische Wort Broker? Das wird ja meistens Synonym benutzt und eigentlich ist es auch gar nicht so schlimm, das ganze Synonym zu benutzen, weil der Broker ist quasi dein ausführendes Organ, also der, der deine Aktienorder annimmt und dir die Aktien in dein Depot liegt. Was ist da jetzt der große Unterschied? Ja, der große Unterschied hier ist jetzt nicht so wirklich wichtig. Wichtig für dich ist zu wissen, du hast entweder ein Depot bei Trade Republic oder bei Smart Broker oder auf Latex und Vista, wie sie alle heißen, da musst du mal gucken, was für dich das Beste ist. Ich finde prinzipiell ein Depot wie zum Beispiel Smart Broker oder Trade Republic relativ interessant, weil sie einfach übersichtlich und sehr kostengünstig sind. Die Kosten sind ein wichtiger Aspekt bei Kosten, Kielen, Rendite. Möchtest du hingegen zu den Sparplänen gehen, da kannst du natürlich auch an Broker, wie die Comdirect, die Consusbank denken. Du kannst natürlich auch zur DKB schauen, wobei mir da die Kosten um einiges zu hoch sind, also nicht was die Sparpläne angeht. Da kannst du, wenn du clever bist, sogar richtig Geld sparen. Nein, das sind eher so die Kosten für die Einmalkäufe, die dort mindestens 10 Euro kosten. Übrigens auch bei der Comdirect mindestens 9,99. Übrigens auch bei Consusbank mindestens 9,99. Von daher sind mir die alle zu teuer für Einmalkäufe. Aber gerade für Sparpläne, also das automatische Ausführen jeden Monat, die kannst du natürlich auch immer jederzeit stornieren und ändern, wie du möchtest. Aber ansonsten das automatische Ausführen von Aktienkäufen auch zum Teil, das kannst du bei diesen Brokern wie Consusbank sehr ideal machen. Gucken wir uns den Schritt mit Name, WKN und ISIN von Aktien ein. Also das sind alles ganz viele verschiedene Nummern. Ich persönlich suche nie nach den Namen, weil da tatsächlich das eine oder andere Mal eine Verwechslungsgefahr bestehen kann und dann kaufst du eventuell die falsche Aktie. Ich persönlich suche immer nach der WKN, die Wertpapierkennnummer. Das sind Buchstaben und Zahlen in einer Mischung. Es sind sechs Buchstaben und Zahlen und die kannst du in den Suchfelten deines Brokers eingeben. Ja und was wiederum ist die ISIN? ISIN war eine Stadt im alten Mesopotamien, die knapp 200 Kilometer von Bagdad entfernt lag. Ja Spaß beiseite, die ISIN ist die internationale Wertpapierkennnummer. Hierbei handelt es sich um eine zwölfstellige Buchstaben- und Zahlenkombination, die ein Wertpapier international zuordnen kann. Losgehen tut die ISIN immer mit zwei Buchstaben. Das sind nämlich dann zum Beispiel GB für Groß Britannien, US für die United States of America, DE für Deutschland und so findest du für die unterschiedlichen Länder unterschiedliche ISINs und damit kannst du auch immer gleich mal ganz gut sehen aus welchen Land kommt eigentlich dieses Wertpapier. Einzige Vorsicht gilt dabei den ADRs, GDRs, American Depository Receipts oder Global Depository Receipts, also das verbriefte Recht auf eine Aktie. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn wir ein Unternehmen wie Gazprom, wenn wir uns an diesem beteiligen wollen, da müsstest du tatsächlich ein Russe sein und in ziemlich guter liquider Situation sein, um dich an den russischen Börsen beteiligen zu können. Von daher hat dort eine US Bank diese Papiere aufgesetzt und haben die, die gekauft, geben sie an dich weiter und geben dir dafür das verbriefte Recht auf diese Aktie und die entsprechenden Dividenden. Ja, bei den Handelsplätzen da ist so die große Frage, welchen soll man da nehmen? Eigentlich ist das Wumpe, da tut sich nicht viel und gerade im Bereich eines Anfängers solltest du dir nicht die Fragen stellen, an welchen Handelsplatz handele ich nämlich, weil das kannst du dir relativ einfach machen, du guckst zu den elektronischen Handelsplätzen zum Beispiel Xetra oder Tradegate, damit machst du eigentlich nichts falsch. Bei Anbietern wie zum Beispiel Gratisbroker hast du sowieso nur GetTex zur Verfügung und bei Trade Republic hast du auch nur die Börse Lang und Schwarz zur Verfügung, die in ihrer Öffnungszeit auch immer den Referenzwert von Xetra hat und damit kannst du eigentlich nichts falsch machen. In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuhören, schön, dass du wieder mit dabei warst. Schau dir auch gerne die restlichen Artikel der Serie "Börse für Einsteiger, Börse für Anfänger" an, vielleicht hilft dir das ja. Solltest du noch weitere Fragen haben, die immer noch offen sind, schreib es gerne in die Kommentare, schreib mir eine E-Mail oder schreib mir einfach auf Instagram, da bin ich für dich am besten zu erreichen. Vielen Dank fürs Zuhören, schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
[i] 21 Jahre, Gründerin und Investorin, Interview mit Isi
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in weiß. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati Podcast, schön, dass ihr wieder mit dabei sind. Wir sind bei einer weiteren Folge, ein weiteres Interview. Wir haben zu Gast von Easy Finance die Isabel. Isabel, grüße dich. Hallöchen. Schön, dass es geklappt hat. Schön, dass du auch da bist. Vielleicht magst du dich den Zuhörern ja mal ein bisschen vorstellen. Wir beide kennen uns ja bereits von Instagram, sind dort schon eine ganze Weile im Austausch und vielleicht magst du einfach mal sagen, wer bist du, was machst du und wie bist du eigentlich zum Investieren gekommen? Genau, es freut mich natürlich auch, dass ich hier sein kann heute als Gast in deinem Podcast. Ich bin Easy, vielleicht kennen mich welche von Easy Finance. Ich bin 21 Jahre alt. Ich studiere International Management, das mache ich immer am Wochenende und ich habe mit meinem Bruder und meiner Schwester einen Startup gegründet, seit ich glaube jetzt schon fast vier Jahren, drei Jahre. Nach meinem Abitur habe ich das eigentlich großteils gemacht. Also ich habe erst mein Abitur gemacht, da habe ich dann schon so ein bisschen in dem Startup gearbeitet und dann nach meinem Abitur habe ich da richtig mitgearbeitet. Genau, nebenher mache ich dann mein Studium. Zum Investieren bin ich eigentlich schon, ja relativ früh habe ich damit Berührung gehabt durch mein Bruder und mein Vater. Also mein Vater macht das schon seit Jahrzehnten und deswegen war es eigentlich immer bei uns in der Familie Thema. Also es wird immer sonntags beim Essen, wurde immer darüber geredet und auch mit meinem Bruder, der ist halt ein bisschen älter als ich, sieben Jahre und der hat dann auch schon früher als ich damit angefangen. Es war nicht so, dass die mich dazu gezwungen haben, dass ich das machen soll, aber dadurch, dass es halt immer ein Thema war, habe ich mich da selber mal mit beschäftigt und habe dann gesagt, ja ich möchte das auch machen, ich möchte auch anfangen zu investieren und dann haben die mir natürlich immer geholfen und genau so fing es dann an, dass ich angefangen habe zu investieren und dann auch später angefangen habe YouTube zu starten und Instagram zu starten. Das ist so meine Karriere, wer ich bin, was ich so mache. Ja super, das klingt doch schon sehr interessant, sehr spannend. Wir haben jetzt noch eine ganz kleine extra Frage eingebaut, mit der wir das Interview als kleinen Warm-Up auch mal starten wollen. Du hast 60 Sekunden Zeit, was sind die drei größten Fehler, die an der Börse prinzipiell eigentlich möglich sind und warum und was würdest du da einen Anfänger raten? Also als erstes glaube ich, dass gerade auch jetzt diese Panikakäufe als sehr großer Fehler oder ein sehr großer Fehler sind, dass gerade auch für die Anfänger, die jetzt vielleicht sehen, ok rote Zahlen, ich verkaufe jetzt alles, vielleicht dann auch dieses nicht wissen, keine Information haben, einfach das sage ich mal adaptieren von anderen und denken, ok wenn der andere das so und so macht, mache ich das auch und sich gar nicht damit so richtig informieren, das einfach nachhaben, das kreise ich ja auch gerade bei YouTube an, dass man natürlich nicht, nur weil jetzt irgendjemand sagt, macht das so oder so oder so oder so würde ich das machen, dass man das dann auch so nachahmen muss, sondern dass man sich trotzdem Wissen aneignen muss, das finde ich jetzt immer ganz wichtig und dass man auch wirklich damit dafür ein Gespür hat. Also das ist jetzt vielleicht auch für die Leute, gerade die Anfänger, die jetzt irgendwie merken, sie kommen vielleicht mit dem Druck nicht klar, das wird denen dann doch irgendwie, wenn die jetzt rote Zahlen sehen, das ist nicht ganz ihr ist, da werden sie dann wirklich panisch oder, wen ist das, das finden sie dann doch irgendwie zu, keine Ahnung, dass sie doch denken, das ist Zockerei oder sowas, dass das dann vielleicht auch für diejenigen nichts ist, dass man da doch eher rational denken muss und auch ein bisschen weitblicken denken muss und vielleicht, dass man sich da dann auch ein bisschen genau dran orientieren muss und da dann auch eher ein ruhiges Gemüt haben soll und nicht irgendwie, ja weiß ich nicht, in Panik verfolgen soll, dass das gerade die größten Fehler sind und vielleicht auch die Gier, die manche Menschen haben, dessen Sehen, wenn eine Aktie gut läuft, dass sie dann gierig werden, das finde ich jetzt auch gerade für die meisten Anfänger wahrscheinlich oder bei den meisten Anfängern ein Fehler, dass wenn sie mal, sag ich mal, einen Glücksgriff haben und es dann gut läuft, dass sie dann gierig werden und blinden in etwas anderes rein investieren, weil sie gemerkt haben, es läuft so gut, das würde ich auch als Fehler ansehen, den man an der Börse machen könnte, gerade auch die Anfänger. Okay, ja wunderbar, da sind wir jetzt bei einer Minute 45, das heißt vielleicht im Interview und weiter am Verlauf muss ich dir das ein oder andere mal wieder einfangen, aber alles gut, sehr schön, du hast gerade eben in der Vorstellung schon gesagt, investieren ist bei dir in der Familie etwas ganz Normales, dein Vater hat das gemacht, dein Bruder hat das gemacht, ihr sprecht am Essens- tisch darüber, das heißt in der Familie ist das schon mal ein ganz bekanntes Thema, doch wie reagiert denn eigentlich dein Umfeld, du bist nur ja noch relativ jung, also wie reagiert dein Umfeld, bestehend aus Freunden und so weiter, denn da drauf, dass du an der Börse tätig bist? Ich merke, das unterscheidet sich ehrlich gesagt zwischen den einzelnen Altersgruppen auch so ein bisschen, also die jenigen oder die Freunde von früher, die vielleicht in meinem Alter sind oder auch die Freundinnen, die ich aus meinem Studium habe, die auch vielleicht ein bisschen jünger als ich sind, 19, 20, die können das ehrlich gesagt nicht so ganz verstehen, die finden, also die wissen auch, dass ich YouTube mache, dass ich das auch an der Börse tätig bin, die gucken sich auch meine YouTube Videos an, wenn ich die allerdings frage, ey konntest du da was aus mitnehmen, hast du da vielleicht ein bisschen was umgesetzt, kommt da um ehrlich zu sein nicht viel, also die verstehen das Ganze auch nicht so ganz, für diejenigen oder die Freunde, die ich habe, die in dem Alter sind von meinem Bruder, die beschäftigen sich da auch mermisch und die finden das eigentlich ganz gut, dass ich das mache, die machen das auch selber, die sind an der Börse selber tätig und die sagen, hey das ist doch super, dass du so früh anfängst, dass du auch auf YouTube den Leuten das vermittelt, das finde ich unterscheidet sich wirklich zwischen den Altersgruppen, also ich merke gerade, diejenigen, die in meinem Alter sind, die können das meistens nicht so ganz verstehen und die sagen auch meistens, jetzt gerade auch bezogen mit, ich will langfristig investieren, auch gerade für meine Altersvorsorge, kommt dann meistens immer so ein Spruch, du bist doch noch oder du bist doch erst 21, wieso beschäftigst du dich jetzt schon damit, das ist so meistens das, was von denen kommt, dass sie es ehrlich gesagt nicht so richtig verstehen kann, was ich ehrlich gesagt ein bisschen schade finde, dass die es nicht so richtig mitnehmen können und die es auch nicht umsetzen wollen, aber umso älter die Leute werden, umso ja, wenn es Richtung 30 hingeht, die Freunde, die finden das alle gut und die unterstützen mich da auch vollkommen, auch Familie unterstützt mich und sagt, hey wenn du Hilfe brauchst, komm zu mir, ich kann dir immer helfen, also da bekomme ich immer positives Feedback. Okay sehr schön, jetzt sagst du ja gerade schon, dass deine Freunde, die noch im jüngeren Alter sind, da noch nicht unbedingt mit dabei sind bei diesem Thema und auch noch nicht sich das notwendige Wissen angeeignet haben, da bist du ja jetzt schon ganz weit vorne unter anderem, weil du ja auch dein YouTube-Channel hast, den du schon erwähnt hast und zudem steht auf dein Instagram-Account zusätzlich Gründerin und Unternehmerin und jetzt hast du gerade eben ja auch schon von deinem Start-up erzählt, magst du den Zuhörern dazu noch ein bisschen mehr erzählen, was du da Spannendes machst? Kann ich gerne machen, also unser Start-up ist im Bereich Gewerbeimmobilien. Mit Immobilien hatten wir als Familie eigentlich schon immer ein bisschen was zu tun, einfach auch unter dem Aspekt, dass wir als Familie oder unsere Firma auch eigene Immobilien besitzt, das sind allerdings Immobilien, also Büroimmobilien, Wohnimmobilien und unser Start-up, das ist im Bereich Gewerbeimmobilien tätig, da haben wir eine Datenbank und in dieser Datenbank haben wir eigentlich alle wichtigen Bürogebäude in ganz Deutschland erfasst und betreiben da Datenresearch, das heißt, wir finden raus, welche Eigentümer die Immobilie hat, welche Mieter, Baujahr und so weiter und haben eine eigene Plattform und auch eine eigene App und ja, gucken da immer, wie so die Trends sind und so was und genau, dieses Start-up, wir kooperieren auch mit einem Private Equity Unternehmen aus Frankfurt, für die sind diese Daten natürlich ganz wichtig, dieses Unternehmen hat selber Büroimmobilien und pflegt auch andere Büroimmobilien und die finden natürlich diese Daten, die wir haben von wegen, wer hat man was verkauft, wie sind die Kaufpreise im Allgemeinen, Verkehrswert und so weiter, das finden die natürlich ganz wichtig und interessant und deswegen sind die oder stehen in Kooperation mit uns. Das ist so im Groben und Ganzen das, was wir machen, dass wir einfach eine große Datenbank haben von eigentlich allen Büroimmobilien in ganz Deutschland, die wichtig sind, wir fokussieren uns da im großen Teil auf die A-Städte Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf und so weiter, haben natürlich auch noch die anderen Städte und da kennen wir eigentlich das Marktgeschehen und wissen, was da im Büroimmobilienmarkt vorab geht. Genau, das ist so das, was wir machen seit ein paar Jahren. Okay, das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Ich persönlich hätte wahrscheinlich gar keine Ahnung, wie ich jetzt nachgucke, was so eine Immobilie irgendwann mal gekostet hat oder wer das für wie viel Geld verkauft hat, aber gut, dafür seid ihr denn jetzt da. Jetzt machst du ja zusätzlich zu dem, was du im Startup machst, auch noch dein Instagram-Account und dein YouTube-Account. Wie kam es denn jetzt dazu? YouTube kam dazu in erster Linie, also es war eigentlich schon früher so, dass mir immer Freunde gesagt haben, ey, du könntest doch mal mit YouTube anfangen, du kannst so gut Leuten irgendwelche Themen näher bringen, du kannst gut was erzählen. Vor der Kamera stehen, glaube ich, hast du gar keine Probleme mit. Und dann habe ich halt auch mir gedacht, okay, was will ich erzählen, was will ich den Menschen erzählen. Dann habe ich auch vom Punk so ein Buch gelesen und da hat er auch eigentlich appelliert, dass eine digitale Reichweite sehr wichtig ist, dass man sich digital ausstellen muss. Dann habe ich mir halt überlegt, okay, was mache ich, wie könnte ich das Ganze, wie könnte ich einen YouTube-Kanal, was kann ich da so erzählen und dachte mir eigentlich, okay, ich bin junges Mädchen, ich kenne mich mit Finanzen aus, das ist wahrscheinlich eher weniger der Fall allgemein, dass Mädchen oder gerade junge Menschen sich damit so gut auskennen. Wieso erzählst du nicht einfach mal den jungen Leuten, was du so viele Erfahrungen gemacht hast, was du so kennst, was du so weißt alles, weil ich habe einfach das Privileg auch durch meine Arbeit, dass ich ein paar Menschen kennenlernen konnte und auch in meiner Familie viel Wissen mitnehmen konnte, wieso kannst du das nicht einfach anderen Menschen erzählen, wieso willst du das Wissen nur für dich behalten, trag es doch in die Welt heraus. Und so habe ich mir überlegt, okay, fängst du einfach mal mit YouTube an, das war ehrlich gesagt eher eine Art Experiment, dass ich gesagt habe, okay, im Jahr 2020 fängst du das einfach mal und guckst, wie sich das Ganze entwickelt. Mit YouTube willst du einfach mal den Anfängern gerade auch erzählen, was man so machen kann, was Fehler man auch machen kann, willst du auf die Reise mit begleiten. Ich dachte, dass gerade wenn ein junger Mensch das erzählt, das vielleicht auch ein bisschen nahbarer wirkt, dass die merken, hey, wenn die das kann, dann kann ich das auch. Das finde ich auch persönlich, wenn das jetzt jemand dir erzählt mit, keine Ahnung, 30 Jahren Börsenerfahrung und so, dann nehme ich auch viel Wissen mit, aber ich glaube, dass wenn gerade ein junger Mensch, der erzählt, guck mal, was ich geschafft habe, so und so habe ich das gemacht, dass du dir das auch besser vorstellen kannst, dass du das auch selber schaffen kannst. Und so fing das an und so habe ich mir dann überlegt, okay, wenn ich YouTube mache, dann kann ich auch Instagram machen, so dass das nebenher läuft und bin auch ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, dass man in so kurzer Zeit, gerade auf Instagram, so eine enorme Reichweite aufbauen kann. Also wir betreiben das ja jetzt drei Monate lange, knapp, ja doch drei Monate und ich habe das so auf YouTube erwartet mit diesen 300, 400 Abonnenten, 400 sind das jetzt glaube ich knapp, aber ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass es doch so viele in so kurzer Zeit auf Instagram geworden sind und dass man da auch so sich austauschen kann, so koprieren kann und dass das so eine gute Connection ist, dass man sich untereinander auch unterstützt, gegenseitig unterstützt, das finde ich schon wirklich ganz cool und da merke ich dann auch, wenn es scheinbar so vielen gefällt, dass ich den richtigen Weg gegangen bin und dass das was ich mache auch so richtig war oder die Entscheidung, die ich getroffen habe, so richtig war. So war eigentlich die Entscheidung, dass ich YouTube und dann halt auch als nebenher laufend Instagram mache. Also der Fokus liegt ja doch noch eher auf YouTube. Wunderbar, ja sehr schön. Ich glaube da hast du auch auf jeden Fall recht und hast irgendwo einen Nerv getroffen, der irgendwo auch noch offen war, weil besonders ich habe jetzt in den letzten Wochen mehrere Podcasts von anderen, aber auch größeren Persönlichkeiten gehört, zum Beispiel der Frank Thelen, der hat einen sehr interessanten Interview Gast, aber auch der Daniel Kurt vom Finanzrocker hatte heute einen sehr interessanten Interview Gast. Eigentlich haben beide genau das gleiche gesagt, wie du es jetzt auch nochmal wiedergegeben hast, nämlich du brauchst einen Menschen, mit dem du dich identifizieren kannst. Das darf nicht unbedingt so ein älterer 50-jähriger Professor sein oder jemand, der viel zu lange Erfahrungen damit hat. Das ist nicht unbedingt authentisch. Da nimmst du nicht die gleichen Erfahrungswerte mit und daher finde ich es gerade sehr interessant, dass du das auch gesagt hast. Jetzt hast du aber auch gesagt, so die erste Zeit ist rum. Es hat sich so einigermaßen entwickelt, wie du es dir vorgenommen hast. Wie sind denn da so die ersten Feedbacks und welche Pläne habt ihr noch für die Zukunft? Also die ersten Feedbacks sind größtenteils positiv. Natürlich gibt es Leute, die irgendwas kritisieren, aber das ist meistens auch konstruktive Kritik und da bin ich auch einfach froh drum. Ich bin jemand, ich nehme die gerne an und ich will mich ja auch verbessern, auch auf YouTube. Wenn es jetzt irgendwie Ton ist oder sowas, dass sie sagen, es heilt im Raum, dann bin ich froh darum, dass sie es erwähnen, denn so kann ich mich ja nur verbessern, wenn diese Kritik ankommt. Ich merke eigentlich, dass ich viele Sachen bekomme oder viele Anfragen bekomme, die sagen, hey voll cool, dass du machst, ich habe noch nicht angefangen zu investieren, was tätest du mir, was für ET-Apps soll ich besparen und so weiter und so fort. Und das freut mich natürlich, dass ich jetzt doch so viele Menschen erreichen konnte und dass eigentlich durchweg positive Kritik ist und den Menschen gefällt, was ich mache, auch den Menschen gefällt, was für YouTube Videos ich mache und wie gesagt, wenn da mal negative Kommentare sind, das ist denke ich normal und die nehme ich natürlich dann hin und versuche mich dazu zu bessern, dass diese negativen Kommentare, dass diese Menschen irgendwas bemängeln, dass dann natürlich auch positiv oder dass das natürlich dann auch, dass die merken, dass ich die Ratschläge, die die mir geben, natürlich auch befolge und dass sich das verändert und positiver wird, sage ich mal. Gut, dann nähern wir uns, wenden wir uns von diesem Teil des Interviews mal ab und gehen zur nächsten Frage über, eine Frage, die ich ganz gerne in den Interviews stelle, nämlich nach deinem Depot, wie ist das so aufgestellt, ob du den Zuhörern da vielleicht mal einen kleinen Einblick geben magst, sind das eher Aktien, ETFs, gerade bei dir das Thema Immobilien, sind da Rohstoffe, wie zum Beispiel Gold mit drin, sind da Kryptowährungen mit dabei oder vielleicht P2P, also aus welchen Assets setzt sich so dein Portfolio zusammen? Dabei ist es ganz wichtig, dass ich einmal vor den Zuschauer oder Zuhörern erkläre, wir haben oder in unserer Familie haben wir einmal ein Firmen-Depot, was wir pflegen und auch private Depots, also jeder von uns hat ein privates Depot, wo wir ETF oder Aktien-Sparpläne haben, wir haben aber noch zusammen ein Familien-Depot und dieses Depot, da haben wir eigentlich in alle Assets investiert, natürlich dadurch, dass, das habe ich ja auch am Anfang gesagt, wir Immobilien besitzen, ist da der Schwerpunkt, aber wir haben auch, wir sind auch in Kryptowährungen investiert, da gerade natürlich vorrangig in Bitcoin und Ethereum, aber auch physisch Gold und Silber haben wir da, bei uns in der Familie ist das auch so ein bisschen so, dass die einzelnen Familienmitglieder einzelne Schwerpunkte haben, mein Vater ist zum Beispiel oder kennt sich zum Beispiel gut mit Edelmetallen und Rohstoffen aus, mein Bruder ist da so ein bisschen so ein Crypto-Freak und so ergänzen uns eigentlich gegenseitig und deswegen haben wir alle Assets oder sind in allen Assets investiert, größtenteils halt wie gesagt logischerweise Immobilien, aber auch ein großes Depot mit Aktien, die wir selber auswählen, wir haben guten Vorrat Gold und Silber, das halt physisch, bei Crypto, ja fokussieren wir uns eher auf Bitcoin, Ethereum, P2P Kredite haben wir eher als Beimischung, um Geld zu parken, da halt auch auf den großen Plattformen wie Mintos und Bandowa, das sehen wir eher als eine Art besseres Tagesgeldkonto an, wenn sich jetzt allerdings bessere Investitionschancen bieten, sind wir auch nicht abgeneigt, dass wir das Geld, was wir da investiert haben, zu nehmen und in andere bessere Investitionschancen investieren, aber deswegen, dadurch, dass jeder auch so seinen eigenen Schwerpunkt hat, natürlich, wenn jetzt mein Bruder den Schwerpunkt Kryptowährung hat, ist das jetzt nicht so, dass wir anderen uns damit gar nicht auskennen, also es ist schon so, das ist auch gerade ich natürlich versuche, mir Wissen anzueignen, sei es irgendwie Seminare oder Bücher, Seminare eben so Kryptonite von Julian Housebo oder sowas, aber so ergänzen uns gegenseitig, deswegen sind wir in allen Assets aufgestellt oder investieren in allen Assets, natürlich da größtenteils Immobilien und genau, das ist eigentlich das, was ich dazu sagen kann. Ja wunderbar, das klingt auf jeden Fall sehr interessant, da bist du auch die erste Interviewpartnerin, die jetzt tatsächlich sagt, die ganze Familie hat Depots und es gibt sogar ein Familiendepot, wenn wir jetzt allerdings mal ganz genau auf dein Depot gucken und deine Schwerpunkte. Wie sieht denn deine persönliche Investitionsstrategie aus, was hast du da so vor, was hast du vielleicht bisher gemacht und wo möchtest du in der Zukunft noch hin? Also meine persönliche Investitionsstrategie oder meine private Investitionsstrategie ist einfach, dass ich Sparpläne habe, die ich stur weiterlaufen lasse mit Aktien und ETFs, das mache ich auch gerade, also da ist ja meine Strategie, dass ich sage, ich möchte langfristig investieren, ich habe relativ früh angefangen, natürlich kann man wesentlich früher noch anfangen, das mache ich eher aber im Bezug auf Altersvorsorge hin, dort kann ich jetzt auch nicht mit enormen Summen investieren, auch einfach unter dem Aspekt, ich habe kein Erbe oder sowas, das ist wirklich das Geld, was ich darin investiere, ist das Geld, was ich mir selber erarbeitet habe, was ich ab 14, da habe ich angefangen mit Arbeiten, sei es Putzjobs oder irgendwie, keine Ahnung, bei Douglas habe ich auch mal Geschenke verpackt und so weiter und da hat das Geld, was ich da ja verdient habe, das habe ich darin investiert und das ist so meine private Investmentstrategie, dass ich Sparpläne habe in Aktien und in ETFs und dass ich das langfristig mache, natürlich da auch die Diversifizierung und genau firmenbezogen, das ist da dann halt auch schon ein bisschen aktiver, dass wir da wirklich mit Stops und auch mal Short gehen, dass wir da so ein bisschen mehr traden, aber privat lasse ich das alles eher stur laufen und das ist eher so ein langfristiges Investment als Altersvorsorge. Ja sehr schön, langfristiges Investment klingt ganz gut, damit wirst du wahrscheinlich auch über die nächsten 40 Jahre sehr gut fahren und natürlich auch in der Zukunft drum herum weiter, nur ist ja jetzt vor kurzer Zeit etwas passiert, nämlich zum einen ist der Coronavirus ausgebrochen, zum anderen gibt es einen Ölkrieg, wie hat denn das dein Depot so beeinflusst? Natürlich hat das mein Depot beeinflusst, um ehrlich zu sein, gucke ich da aber nicht so viel drauf, bin jetzt kein Mensch, der jetzt tagtäglich da guckt und irgendwie in Panik verfällt, das ist eine besondere Situation, das glaube ich auch und diese ganzen Aspekte, die das alles hat, das herunterfahren, der Wirtschaft, was natürlich einen Angebotsschock ausweckt, dann natürlich auch der Lockdown, Nachfrage-Schock, das sind alles Sachen, die ein bisschen mitspielen, die natürlich dann auch zu einer Rezession oder auch zu Pleiten führen können. Ich glaube, dass es jetzt momentan einfach durch vielleicht eine Inflation, die kommen könnte, enorm wichtig ist, in Asset zu investieren wie Aktien und so weiter und deswegen achte ich, um ehrlich zu sein, gar nicht darauf, wie tief mein Depot gerade gefallen ist, sondern sehe es eher als Chance, dass ich sage, hey, vielleicht sind jetzt manche Werte, die ich eh interessant finde, wieder so, dass ich sage, okay, da kann ich beeinsteigen und deswegen sehe ich, dass er als Chance, dass ich sage, das 4-Jahr-Geld, das wird wahrscheinlich im Wert eher fallen oder entwertet, deswegen gucke ich mir die Aktien an und gucke, wo gerade gute Chancen sind, kaufe danach, genau, versuche da günstig einzukaufen und achte da ehrlich gesagt gar nicht so drauf, wie tief jetzt mein Depot im Minus ist, weil ich mir eh denke, das ist ein langfristiges Investment, das mache ich jetzt noch 40 Jahre, meine Sparpläne, da kann ich gut günstig jetzt einkaufen und deswegen sehe ich das jetzt gar nicht so schlimm an, versuche jetzt eher nachzukaufen, genau, dass ich jetzt gerade wo die Kurse relativ niedrig sind, wo sich gute Chancen bieten, dass ich da gut einsteigen kann und das ist so das, was ich jetzt momentan mache, dass ich da gucke, wenn sich gute Chancen bieten, dass ich da halt auch dann rein investiere. Wunderbar, das klingt doch soweit schon mal ganz gut, ganz interessant, jetzt hast du ja schon ein bisschen so vorweggenommen, wie du weiterhin mit der Corona-Krise umgehen möchtest und du hast zudem auch gesagt, dass du gerne mal nachkaufst, wo sich dann Chancen bieten, gibt es da so die ein oder andere Aktie, die du den Zuhörern jetzt nicht als Aktien-Empfehlung, jetzt nicht als Anlageberatung, aber vielleicht einfach mal als kleine Idee mit auf den Weg geben möchtest? Ja klar, ich habe auch vor kurzem ein Video selber dazu abgedreht, deswegen passt das eigentlich ganz gut, wo ich ja mal erzählt habe, was für Aktien ich im Moment eher, also wo ich Einschiebschancen sehe und welche Aktien wovon ich eher abwarten würde, ich glaube allgemein aus dieser Krise gehen gerade die Unternehmen, die digital gut aufgestellt sind, dass die da gut rausgehen, allgemein natürlich glaube ich, dass die Fang-Aktien weiterhin immer sehr interessant sind und dass man da wirklich, wenn sich jetzt gerade gute Chancen bieten, dass man da rein investieren kann, allgemein Konsumer und auch Pharmaindustrie, weiter in Coca-Cola, Procter & Gamble, dass das auch weiterhin interessant ist, das sind so die Aktien, wo ich sage okay, wenn jetzt der Kurs fällt, sollte man da reingehen, sollte das eine gute Chance sein und das sind so die Aktien, wo ich sage genau, jetzt momentan. E-Commerce natürlich auch, Amazon ganz klar, ich glaube das haben aber auch ein paar andere oder das ist jetzt kein heißer Tipp, das ist bekannt, dass jetzt gerade der E-Commerce richtig boomt, wo die Leute nicht mehr rausgehen können, bestellen als im Internet, das ist natürlich Amazon ganz klar weit vorne, aber auch so was wie Zoom, die natürlich Homeoffice jetzt unterstützen, Pharma wie gesagt oder auch, ja also Reisebranche sehe ich momentan zwar ein bisschen klar, sind die momentan auf Schieflage, aber die können natürlich, wenn sich die Lage entspannt, auch ein gutes Turnaround bieten, also das könnte man auch in Betracht ziehen und ja wie gesagt, wie ich ganz am Anfang erwähnt habe, Fang-Aktien werden denke ich mal ihre Vormachtstellung weiter ausbauen können und deswegen sind die auch ein gutes Investment. Ja auf jeden Fall, also gerade da du jetzt auch Amazon erwähnt hast, ich kann ja jetzt in diesem Moment aber auch generell aus meiner Wohnung immer ganz gut die nächste Packstation beobachten, die ist nicht nur knapp 100 Meter entfernt, ich muss trotzdem immer einen sehr langen Weg gehen, da da ein großer Zaun im Weg ist, aber da kann ich jeden Tag beobachten, wie viele Pakete der DHL Boote doch inzwischen dort reinbringt und das sind gar nicht mal so wenig. So die nächste Frage geht in Richtung Größe deines Depots, das ist auch immer eine ganz interessante Frage, da einige der Zuhörer teilweise 10 Aktien in ihrem Depot haben und da auch gar nicht mehr weiter ausweiten und andere gehen auch gerne bis zu 100 Werten hoch, also 100 Werte, die sich aus ETFs, aber auch Aktien zusammensetzen. Wie ist denn da deine Strategie, also hast du so ein Maximum oder ein Minimum gesetzt, mit dem du diversifizieren möchtest? Also wir haben oder ich, wir haben meistens 20 Dividendentitel, wir beschränken uns da auf 15 bis 25 Aktien, die wir in unserem Depot haben. Bei den ETFs ist es so, dass wir immer weltabdeckend sind und dann meistens noch so ein bis zwei weitere spannende Themen haben, so was wie Robotics oder sowas, dass wir die bedienen. Das ist so die Größe, die wir da fahren, also wie gesagt maximal 25 Aktien, die wir da haben. Genau, wir haben momentan ca. 20 Dividendentitel aus verschiedenen Branchen und die besparen wir dann kontinuierlich. Das ist so die Größe. Okay, sehr schön. Jetzt wollte ich eigentlich vor diesem Interview noch mal deine Instagram-Posts durchgehen, weil ich mir ziemlich sicher war, du hattest schon mal was gepostet zu einem Mehrkonten bzw. zu einem Mehrbroker-Strategie, also zum einen Mehrkonten, zum anderen Mehrbroker. Natürlich kann ich mich da jetzt auch ehren, aber ich bin mit der festen Meinung, dass du das irgendwann mal gepostet hattest. Nutzt du eine Strategie, um dein Geld auf mehrere Konten aufzuteilen oder auch auf mehrere Broker? Oder hast du so eine Bank, einen Broker, die du komplett für alles nutzt? Vielleicht hast du, ich habe mal ein YouTube-Video dazu gedreht, wie man Kontensystem, vielleicht hast du das gesehen. Also das habe ich auch mal auf YouTube erwähnt, dass ich es gerade sehr sinnvoll finde, wenn man mehrere Konten hat. Also auch ich habe unterschiedliche Konten. Ich habe zum Beispiel das getrennte Fixkosten, dann meine Investments und natürlich Leisterausgaben. Also Leisterausgaben, sowas wie Essen gehen, irgendwie Klamotten, Anziehsachen und so weiter. Das habe ich klar getrennt. Deswegen finde ich dieses Mehrkontensystem auf jeden Fall hilfreich. Da habe ich die gängigen Vertreter. Ich habe N26, ich habe Comdirect und besitze auch noch mein Sparkassenkonto. Also das ist so bei den Konten. Da finde ich es wirklich hilfreich, wenn man mehrere Konten hat und das Klamotten abtrennen kann voneinander. Bei dem Broker haben wir auch unterschiedliche. Unser Firmbroker ist Interactive und privat haben wir Comdirect oder Trade Republic, Consos Bank. Da muss man natürlich gucken, was so am besten passt, wo man was am besten durchführen kann. Wo sind gute Aktien bei Comdirect, wo sind gute Aktien bei der Consos Bank. Trade Republic bietet sich natürlich ein paar andere kostenlose ETFs zu besparen. Da achten wir dann so ein bisschen drauf und verteilen das dann auf den unterschiedlichen Broker. Deswegen mehrere Konten und mehrere Broker beides. Ja, sehr schön. Okay, packen wir auf jeden Fall alles in die Show Notes bzw. in die Videobeschreibung, falls der ein oder andere gerne noch mal nachschauen möchte. Kommen wir zur nächsten Frage. Das ist nämlich die Frage nach deinem größten Learning an der Börse. Also ob du eventuell mal einen großen Fehler gemacht hast oder einen großen Glücksgriff, deine größten Erfahrungen vielleicht auch die du gemacht hast. Ich kann dir das jetzt sehr spannend vorstellen, gerade weil du eben auch schon sehr lange an dem Thema dran bist und diese Erfahrungen auch in der Familie hast. Für mich ist es jetzt auch gerade eigentlich ganz interessant, dass ich jetzt zum ersten Mal den einen richtigen Crash miterleben konnte. Für mich ist das eigentlich nur noch mal so ein Beweis, okay, ich muss an meiner Strategie festhalten, die ich besitze. Ich sollte da nichts verändern. Ich finde gerade jetzt merkt man, okay, es bringt nichts, wenn du jetzt in Panik vorfällst. Du musst das Ganze wirklich entspannt sehen. Es bieten sich gute Einstiegskurse, aber großartig. Fehler habe ich noch nicht gemacht, vielleicht auch einfach dadurch, dass ich viel von meiner, von meinem Bruder, von meinem Vater gelernt habe. Es ist einfach ganz wichtig, dass man dranbleibt, dass man jetzt nicht irgendwie verzweifelt, wenn irgendwas gerade nicht gut läuft, sondern dass man das alles langfristig sieht, dass langfristig die Kurse steigen und dass man das alles einfach dranbleiben und dass ich das ja eh so sehe, ich mache das für meinen Ruhestand, ich mache das, um später finanziell unabhängig zu sein. Deswegen ist es einfach ganz wichtig, dass ich an meiner Strategie festhalte, dass ich da nichts verändere, wenn sich jetzt günstige Einstiegskurse oder günstige Einstiegsstomzen bieten, dass ich da auch die mitnehme natürlich, aber sonst weiterhin der Linie treu bleibe und die Linie weiterfahre. Genau das ist so das, was ich mitnehmen konnte, aber so richtig große Fehler, dass ich sage, oh, was habe ich da gemacht, das habe ich jetzt eigentlich nicht gehabt. Okay, dann wollen wir auch mal so hoffen, dass das in der Zukunft so bleibt. Du hattest jetzt natürlich die große Chance, die große Möglichkeit, dich über deine Familie sehr gut finanziell zu bilden. Nutzt du da eventuell auch andere Möglichkeiten? Das heißt, meine nächste Frage ganz konkret, welche Bücher haben dich an der Börse weitergebracht? Kannst du da etwas empfehlen? Also dann natürlich die Klassiker, die wahrscheinlich alle unter euch gelesen haben, die "Witch Dead" Bücher. Ich persönlich finde allerdings, dass Bücher meistens oder dass in den Büchern meistens ähnliche Themen erzählt wurden und auch gerade viele Grundlagen, die da vermittelt werden. Was ich eigentlich viel interessanter finde oder durch viel mein Wissen mitnehmen konnte, ist gerade YouTube und Podcasts auch gerade die aktuelle Lage, die da oft beleuchtet wird. Ich finde, da mischen Money mit diesen Experten. Das bringt mir wirklich viel. Das ist wirklich so ein Wissen, was ich meistens auch von den Büchern nicht mitnehmen konnte. Genau, da kann ich die Praktiken noch ein bisschen mehr verstehen. Und dann ergänzt sich das alles die Grundlagen, die ich in den Büchern gelernt habe, dann in den Praktiken anzuwenden. Deswegen finde ich, um ehrlich zu sein, YouTube und Podcasts noch ein bisschen wichtiger, weil da kann ich noch ein bisschen speziellere Themen lernen, spezielles Wissen mir aneignen, was ich dann in der Praxis auch ausführen kann. Deswegen kann ich konkret gar nicht so krass ein Buch empfehlen, weil ich wirklich, um ehrlich zu sein, YouTube und Podcasts einfach noch ein bisschen interessanter finde und da noch mehr Wissen mitnehmen konnte. Dann geht noch eine Frage dahingehend. Wenn du deine Aktien auswählst, wenn du dich da umschaust, was gerade für dich interessant ist, benutzt du da spezielle Tools, die du den Hörern empfehlen kannst? Die Portfolioperformance pflegen wir familienintern oder im Familienfirmendepot, um ehrlich zu sein, nicht ganz so. Wir haben jetzt Diff-Timer, so eine App, da kann man immer sehen, wann die Dividenden kommen und wie hoch die Dividenden auch sind. Natürlich benutzen wir auch gängige Tools wie Aktienfinder oder alle Aktien da. Natürlich sieht man die gängigen Kennzahlen. Ich glaube aber, dass meistens, wenn man irgendwie, je nachdem was man sucht oder was man will, wenn man jetzt einfach eine gute Aktie sucht mit einer passablen Rendite, die auch sicher Dividenden bringen, dass man da meistens mit Coca Cola oder mit Procter & Gamble gar nicht viel falsch machen kann, dass man da, um ehrlich zu sein, auch gar nicht irgendwie stundenlang sich die Kennzahlen angucken muss. Was mich ehrlich gesagt überrascht oder wo wir auch Wissen mitnehmen konnten, ist auch zum Beispiel Instagram. Also da habe ich jetzt schon von ein paar Leuten einfach so ein paar Tipps gesehen, so ein paar Aktien, wo ich dann auch zu meiner Familie hingegangen bin und gesagt habe, hey, lass uns mal die Aktie angucken, wird sich doch eigentlich ganz interessant. Da haben wir so ein paar interessante Aktien halt auch rauspicken können. Try and Search zum Beispiel, die wir ehrlich gesagt vorher nicht auf dem Zettel hatten, auf unserer Liste, die wir sogar durch Instagram finden konnten. Und was wir auch machen, ich weiß nicht wie viele das von den bisherigen Interviewpartnern machen, wir verwenden auch Bezahldienste. Das heißt also, wo bekannte Leute, die gerade auch bekannte Profis, sage ich mal, die sich einfach gut damit auskennen, ihre Meinung abgeben. Dafür bezahlen wir halt auch. Aber es lohnt sich halt wirklich. Also wenn wir da jetzt auch nur blind einfach das kaufen würden, was die sagen würden, würden wir auch wirklich das rausholen, was wir da schon rein investiert haben. Da gucken wir uns dann wirklich auch an, was die empfehlen. Holmes Börsenbrief zum Beispiel auch oder Ericsson macht da ein paar Muster-Depots. Also das sind auch Tools, die wir bedienen, wofür wir dann zwar zahlen, was sich aber jetzt schon gelohnt hat, was wir auch eigentlich schon wieder rausgeholt haben. Genau, das sind so die Tools, die wir verwenden, die wir uns halt gute Aktien ausrufen, rausrufen. Ja, sehr schön. Ich persönlich benutze ja immer ganz gerne, wenn ich eine Plattform suche, auf der unterschiedliche Leute ihre Expertenmeinungen abbilden und auch ihre Depots und Trades online stellen. Da nutze ich persönlich ganz gerne Wikifolio. Das ist nicht auch kostenlos. Vielleicht ist das auch noch für den einen oder anderen Zuhörer ganz interessant. Wir beide sind jetzt tatsächlich mit dem Interview durch. Das sind die letzten Fragen gewesen. Damit geht das letzte Wort des Interviews an dich. Ja, es hat mich auf jeden Fall gefreut. Das war jetzt mal eine schöne Erfahrung, die ich machen konnte. Ich finde Podcasts auf jeden Fall sehr interessant. Auch das, was du machst, finde ich wirklich cool, dass du andere Leute mit ins Boot nimmst. Da auch ein bisschen die Meinung, weil jede Meinung ist natürlich unterschiedlich. Jeder sieht das alles ein bisschen anders. Deswegen hat es mich gefreut. Und wenn du nochmal Interesse hast, in vielleicht ein paar Monaten, dann würde ich das auch nochmal gerne machen wieder. Und wie gesagt, ich danke dir und ich fand es sehr angenehm. Ja, sehr schön. Dann sehen wir uns ja vielleicht nach dem Crash einfach mal wieder, um nochmal Revue passieren zu lassen, was in der Zeit eigentlich passiert ist. An alle Zuhörer dann vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören. -
[i] Heiße Aktien Vorstellungen mit Modern Value Investing
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Herzlich willkommen beim Finanz-Illuminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freu dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz hinweis. Du willst keine Folge mehr verpassen? Abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz-Illuminati-Podcast, wir sind wieder zurück zu einem weiteren Interview heute mit Philipp und Marcel von Modern Value Investing. Philipp, Marcel, grüßt euch. Hallo. Hallo. Ja, ihr beiden, wir haben uns ja über Instagram kennengelernt. Ihr habt mich angeschrieben. Ich war vorher aber auch schon Hörer eures Podcasts. Wollt ihr den Zuhörern vielleicht einmal ganz kurz sagen, wer seid ihr, was macht ihr, wie seid ihr damals zum Investieren gekommen und wie habt ihr beide euch eigentlich kennengelernt? Ja, sehr gerne. Also mein Name ist Philipp, ich bin 29 Jahre alt und ich habe oder wie bin ich zum Investieren gekommen? Ich hatte das große Glück, dass ich in meiner Kindheit in Kanada und in der USA leben durfte oder mit aufwachsen durfte und da ist ja Aktien ein total gängiges Thema und als ich dann 2009 zurückgekommen bin nach Deutschland, war ich eigentlich total schockiert, dass in meiner oder in unserer Generation eigentlich überhaupt keine Aktienkultur wirklich vorhanden war und ich persönlich habe mich dann immer mal so ein bisschen über diese gängigen Finanzmagazine ein bisschen belesen und bin dann aber erst so wirklich 2013 zum Investieren gekommen. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, Marcel? Ja, bei mir ist auch 2013 und ja, also ich bin Marcel, bin oder werde jetzt auch 29 Jahre alt und bei mir war es die Schule tatsächlich. Also ich hatte eine tolle Lehrerin, die mich dazu gebracht hatte und irgendwie hat sich das nicht mehr aus meinem Kopf raus radieren lassen und dann habe ich dann auch mal gewagt, während der Studienzeit zu investieren. Das war so der Weg bisher. Genau und dann haben wir ja angefangen oder eher gesagt, ich habe angefangen. Ich habe letztes Jahr, ich bin beruflich sehr viel unterwegs und verbringe meistens in der Woche so drei bis vier Nächte im Hotel, außer jetzt aktuell zur Corona-Krise und ich bin letztes Jahr mit meinem Betriebswirt fertig geworden und dann hatte ich natürlich auf einmal mega viel Zeit abends und dann habe ich mir einfach mal aus Spaß, also was heißt aus Spaß, ich habe jemanden kennenlernen dürfen, der sich sehr mit Aktien beschäftigt und der hat mir auch diesen Investmentstil, worüber wir später nachher bestimmt auch sprechen werden, wie ich persönlich mein Geld investiere, beigebracht. Das ist ja, das sieht man ja auch ganz stark dieses, ich gucke ja nach Gewinne, will keine Zykler und solche Sachen, aber dazu später natürlich auch mehr und dann habe ich mir überlegt, Mensch es gibt eigentlich keinen wirklichen Kanal oder keine wirkliche Plattform für fundamentale Aktienanalysen und das hat mich so ein bisschen gestört und dann habe ich mir gedacht, komm probierst du es einfach mal aus und wenn man auch bei uns auf dem Kanal auf Modern Value Investing das mal sieht, wie die aktuellen Videos sind im Vergleich zu den ersten. Also ich gucke auch sehr sehr gerne oder höre auch beim Joggen, wenn man regelmäßig den Podcast von Jim Kramer "Met Money" und er bespricht ja jeden Abend in der USA, kommt heraus um 18 Uhr und bespricht eigentlich so was am Tag an der Börse abgegangen ist und das für eine ganze Stunde lang und ich war so fasziniert von ihm, dass ich da so ein bisschen versucht habe ihn nachzuahmen, das ist dann aber leider so ein bisschen wegen der Authentizität dann auch einfach ein bisschen gescheitert und ja wir haben Marcel und ich uns eigentlich kennengelernt, man muss wirklich sagen Marcel wir haben uns kennengelernt übers Internet. Ja genau nicht Tinder, wie alle denken. Ja nicht Tinder, genau wir waren bei Aktien mit Kopf in der Gruppe und ich habe mir überlegt Mensch startest du doch mal einen Aufruf, also wir wohnen bei den Leipzig, wer denn eigentlich so in Leipzig mit aus der Gruppe ist und ob wir nicht mal so ein Aktionärstammtisch machen wollen und das hat dann eigentlich relativ gut geklappt und ich glaube unser großes Glück Marcel war, dass wir an dem Abend dann nebeneinander gesessen haben. Ja und das wir die einzigen waren die, ja richtig war der erste und ich waren die einzigen die wirklich am Ende des Abends wie sich herausgestellt hatte so richtig in Aktien investiert waren. Ja also viele waren ja auch so ETFs, Fonds, dann waren natürlich auch Versicherungsvertreter mit dabei also das war schon aber es war war eigentlich ein sehr sehr schöner Abend und haben eigentlich Kontakt drüber gehalten und dann ich weiß gar nicht, ich glaube es war zur Tesla Analyse, da hatte ich dich dann mal gefragt Mensch weil du ja auch sehr viel mit der Chart Technik machst, ob du nicht einfach Lust hättest da so eine kleine Rubrik zu machen Chart Technik. Genau das war tatsächlich die Tesla Analyse. Ja genau da hat und da hat halte ich fest da hat der Marcel damals empfohlen zu ich glaube 180 einzusteigen oder Marcel? Ja richtig genau es war die Chart Marke die Unterstützung und ja wer es gemacht hat also Mirco wer auf ihn gehört hätte der hätte jetzt eine saftige Rendite bis vor kurzem natürlich mit Tesla einfahren können und dann haben wir eigentlich so gemerkt dass das eigentlich ganz gut passt dass es auch bei der Community gut ankommt das Fundamentale mit der Chart Analyse und haben das eigentlich sukzessive ist da Marcel immer mehr und mehr mit eingestiegen dann haben wir natürlich noch die Webseite gestartet da haben wir auch zwei sehr sehr gute Analysten die mit uns schreiben das ist einmal der Luigi und der Peter der Peter schreibt ja wirklich da 15 16.000 Wörter und ich persönlich kenne keine Aktien Analysen die so tiefgreifend und fundamental sind wie er das macht der Luigi macht das auch super gut und da versuchen wir natürlich jetzt aktuell jede Woche eine Aktien Analyse auf sehr fundamentalen Daten und Chart Technik dann auch mit rauszubringen haben jetzt auch nur unser Börsen ABC gestartet und bringen natürlich auch regelmäßig diese Updates und das ist etwas womit wir gar nicht gerechnet hätten das kommt mega gut an dass wir das einfach regelmäßig noch mal die Unternehmen noch mal hervorholen und jetzt sind wir seit gut einem Jahr machen wir das jetzt wir sind auch komplett frei von irgendwelchen Investoren also wir machen das wirklich werbefinanziert alles klar die Werbung ist immer mal ein bisschen nervig wir hatten es aber auch versucht auch mal mit Unternehmen in Kontakt zu treten hatten da aber auch nicht so wirklich gute Erfahrungen gemacht muss man auch sagen also wir hatten mit zwei ja wir hatten mit zwei Aktienunternehmen auch gesprochen aus deutschland ob sie uns ein bisschen sponsoren wollten aber da hast du dann halt auch gleich gemerkt die wollten uns in eine Richtung drängen dass wir halt in eine Abhängigkeit kommen dass wir nicht mehr das schreiben können was wir wirklich denken über das Unternehmen und haben uns da auch relativ schnell dann eigentlich zurückgezogen und so gibt es jetzt seit einem Jahr modern investing wollen jetzt in Zukunft noch eine Firma gründen das ist jetzt so das nächste Ziel was offensichtlich nach Corona kommt und ja ich weiß gar nicht hast du noch irgendwas dazu zu sagen Marcel nein also dem ist nichts hinzuzufügen ja ich freue mich auf die weitere Zukunft ja also ja es hat sich eine sehr sehr tiefe Freundschaft auch entwickelt muss man auch dazu sagen das stimmt ja ok das ganze klingt natürlich sehr spannend also persönlich kennengelernt über einen Aktienstammtisch und dann die Webseite gemacht ihr habt einen YouTube Channel ihr habt den Podcast ja inzwischen ihr habt den Instagram Channel und wollt jetzt auch noch eine Firma gründen habt ihr dahinter tatsächlich auch so eine größere Motivation z.B. in Richtung die Aktienkultur in Deutschland stärken oder wo geht es da genau hin ja also man muss ja dazu sagen Marcel und ich wir sind sehr unterschiedlich ich bin fest angestellt Marcel ist selbstständig und ich glaube wir beide lieben es einfach also wir glauben beide nicht an die an die gesetzliche Rente und Marcel hat ja das große Glück er muss ja überhaupt nicht in die gesetzliche einzahlen ich habe ja leider dieses manko und wir wir glauben einfach oder wir wollen wirklich dass junge Leute anfangen also je jünger man anfängt ist so besser ist es natürlich also du kannst ja mit wenn du was weiß ich zum Beispiel anfängst für dein kind fünf oder 100 euro im Quartal anzulegen und ziehst das mal durch bis das Kind in Rente geht dann geht das Kind eigentlich als multimillionär raus und das ist ja eigentlich so die Ambition dahinter einfach zu sagen selber was anpacken und ich glaube auch dass jeder in Deutschland also wir haben ja das große Glück in so einem tollen Land zu leben hat auch jeder das Glück zu sagen ich denke er kann die 25 euro für den ETF Sparplan auch im Monat frei machen ja so sehe ich das eigentlich auch also letztendlich haben wir alle die Chance selber was an dieser Rentenpolitik zu machen indem wir einfach selber vorsorgen und das eben nicht über irgendwelche Produkte die uns dann durch Kosten alles an Rendite wieder aufbrauchen und insofern ist die Chance der Aktienkultur die wir hier in Deutschland ja deutlich aufbauen müssten gegeben und ich denke ein Beitrag dazu zu leisten ist durchaus wertvoll und es macht darüber natürlich auch noch Spaß ist ja auch ein Motiv ja wir waren ja zum Beispiel auch letztes Jahr schon auf der Hauptversammlung von Wirecard wollten ja eigentlich zusammen auch zur Bayer Hauptversammlung dieses Jahr fahren das wird ja jetzt ein reines online Geschäft wie heute gehört die kommt zu uns die kommt zu uns ins Wohnzimmer genau aber nein es macht einfach sehr sehr viel Spaß und ich denke da geht es ja auch bei dir darum also das ist einfach diese Aktienkultur stärken weil wir fest steht ja natürlich auch wir ich denke diese Generation U30 wir müssen auf jeden Fall selber was machen und das ist so eigentlich der Antrieb den wir den wir daraus haben warum wir das auch alles machen und warum wir es auch kostenlos zur Verfügung stellen und nicht mit irgendwelchen aber ist die zum beispiel 30 40 50 euro monat kosten genau soll ja jedem geholfen werden ok ja verständlich haben sehe ich ganz genauso also deshalb ist ja auch meine website und mein komplettes programm kostenfrei und da finde ich das sehr gut dass ihr das auch macht weil wie ihr schon gesagt habt die aktienkultur in deutschland die muss tatsächlich noch stark gefördert werden jetzt habt ihr jeweils gesagt einmal aus den usa kennst du es ein wenig anders und einmal kennst du es aus der schule durch deine lehrerin bereits ein bisschen anders und ihr beide seid ja doch sehr stark am investieren mit dabei nur in deutschland ist die aktienkultur ja noch nicht ganz so ausgeprägt wie reagiert denn euer umfeld darauf dass ihr an der börse tätig seid also ich muss sagen bei mir ist es ganz unterschiedlich ich muss auch gestehen in meinem familiären umfeld habe ich nur mein großvater mein großvater ist auch aktionär den habe ich letztes jahr mit zur bayerhauptversammlung genommen aber sonst in meinem familiären umfeld ist keiner investiert am kapitalmarkt also was ich ein bisschen erschreckend finde vielleicht liegt es auch daran dass viele beamte bei mir in der familie sind und die natürlich auch über pensionen ganz anders abgesichert sind aber es ist auch so im freundes kreis ich meine ich kenne jetzt marcel ich habe meine partnerin ganz schön angesteckt mit dem ganzen thema sie wird jetzt auch ein etf sparplan anfangen aber sonst habe ich ein paar kollegen habe ich auch die das machen aber ich glaube so bei der allgemeinheit ist noch nicht angekommen dass man mehr machen kann dass man auch mehr machen muss und dass man es auch heutzutage sehr einfach und kostengünstig machen kann also als beispiel ich habe ja mein großvater mein großvater hat sein depot immer noch bei der volksbank der ruft immer noch seine beraterin an und zahlt er 30 euro für jede order der lässt sich da aber auch überhaupt nicht belehren also aber das muss man machen er macht ja wenigstens was und er macht das ja auch schon seit jahren und der fährt damit auch schon ganz gut aber ich denke es ist wichtig dass also ich rede da auch relativ viel drüber in meinem freundeskreis und die hören da auch immer gespannt zu also ich zwinge da auch niemand dazu jetzt zu sagen mach was aber sie finden es dann doch immer relativ spannend dass man eigentlich sieht dass der kapitalmarkt viele denken ja immer das ist so ein casino roulette spielen und das ist es eigentlich nicht wenn man mit einer soliden basis mit einer soliden strategie und eine soliden taktik daran geht kann man eigentlich grundsätzlich ja zum beispiel mit einem etf sparplan auf einem etf weltdepot kann jeder anfangen und man beteiligt sich an an allen also man beteiligt sich an der allgemeinheit sozusagen ja auch an dieser ganzen welt ag und das finde ich eigentlich ja ich finde es ist der entspannteste weg eigentlich um finanziell frei zu werden ist sowas ja bei mir ist es relativ ähnlich also ich habe relativ wenige aus der familie die investiert sind mal abgesehen von ja ein paar wenigen die es aber erst danach gemacht haben oder eben bereits im immobiliengeschäft tätig sind und da eben ein nahm generieren ansonsten wenn ich auf neue leute treff oder irgendetwas die ich halt neu kennenlerne dann ist es schon immer erst mal so ja so ähnlich wie beim philipp gerade wo man sagt so wie casino zockerei aber insgesamt kann ich das nur bestätigen dass viele dann gespannt zu hören und manche sind dann auch recht angetan und wollen dann auch wissen wie macht man das und was muss ich beachten und daher hat man das auch wieder als anhaltspunkt dass das die nachfrage größer ja als kurzes noch dazu ich hatte in in kanada hatte ich in der schule ein richtiges fach das nannte sich stocks and economics und da wurde so ganz normal als schulfach wurde über die wirtschaft die wirtschaftlichen zusammenhänge wie sich der aktienmarkt der kapitalmarkt zusammensetzt also da war das so gang und gäbe und da waren dann auch schon so 15 16 jährige die da schon gesagt haben wie du hast keine aktien also da war ich dann so derjenige der so das der philipp hat keine aktien was soll das also warum hat er das nicht will er will er mal später arm werden oder so also es war total komisch dass eigentlich so diese sichtweisen zu sehen einfach was in jedes jede schule gehört in jedes bundesland in jede schule schon recht früh beginnen sollte einfach damit man da mal später abgesichert ist aber auf jeden fall auf jeden fall also börse in der schule das ist oder auch vielleicht einfach mal finanzen unnützlich ist in der schule das wäre auf jeden fall das wären fächer die in deutschland mit auf den stundenplan drauf gehören und vielleicht wollen wir auch mal so ein bisschen darauf schauen was ihr beide denn auch dadurch gelernt habt zum einen natürlich durch das schulfach aber zum anderen durch die erfahrungen der letzten jahre und gibt den zuhörern doch gerne mal ein einblick in euer depot also wie sieht das ganze aus sind da aktien drin sind da etf drinnen investiert ihr in immobilien habt ihr rohstoffe wie zum beispiel auch gold mit dabei fasst ihr krypto und p2p an wie ist das allgemein strukturiert also ich muss sagen ich habe sehr sehr viel lehrgeld bezahlt weil ich habe mich dann ja wirklich erst aktiv damit beschäftigt mit meiner rückkehr und auch als ich ein bisschen geld hatte nach der ausbildung und da war es ja wirklich als ich hatte den depot bei der postbank glaube ich und dann ging das hast du dann so intel gekauft da standen die noch bei 25 euro das alle drei sekunden geguckt wo steht die aktie jetzt und dann verkauft ach und hin und her getradet eigentlich also die richtige struktur bei mir ist eigentlich erst reingekommen so vor zwei drei jahren als ich da meinen mentor kennengelernt habe durch einen dummen zufall über ein forum muss ich auch ganz ehrlich sagen und ich persönlich investiere mein eigenes geld demnach dass ich zum beispiel gar keine zyklischen unternehmen kaufe also sowas wie automobil und also das kommt bei mir gar nicht ins depot ich achte sehr sehr auf die operative marge dass diese nicht zu stark schwankt weil mein manco ist immer ich möchte egal wann egal wo egal wie dass die dienstleistungen und produkte von den unternehmen den ich investiert bin auch gekauft werden aktuell habe ich circa oder ich kann mal kurz gucken ich habe aktuell ich glaube 14 werte im depot fühle mich damit auch pudelwohl habe jetzt auch den den crash sage ich jetzt mal der letzten wochen nicht genutzt um neue position auf zu bauen sondern eher um die bestandsprovision also die bestandsposition weiter auszubauen und nachzukaufen weil ich denke ich habe mal der warren buffett hat das mal ganz gut gesagt da hat er gesagt das was du also kaufe etwas und einfach geht davon aus diese firma gibt es jetzt zum beispiel mal zehn jahre am kapitalmarkt nicht oder würdest du eine aktie jederzeit wieder kaufen dann kannst du sie behalten wenn du sie nicht mehr kaufen würdest gibt es auch keinen sinn sie zu ver also weiterhin zu behalten und ich bin nicht wirklich breit aufgestellt also ich bin viel in ich versuche trotzdem zu diversifizieren aber trotzdem nur in den nischen wo ich auch was drunter verstehen kann und wir machen ja immer diese checklist auch in unseren videos und daran orientiere ich mich eigentlich auch also verstehe ich das geschäftsmodell glaube ich das sind zum beispiel 15 jahren eine cvs health eine disney oder eine microsoft stärker sein wird als jetzt weil langfristig gehe ich immer davon aus dass gewinne die börsenkurse treiben aber ich möchte natürlich auch nachhaltige gewinne auf dividenden lege ich gar nicht so großen fokus stehe dem ganzen thema dividenden auch relativ kritisch gegenüber ich finde in jungen jahren sollte man nicht auf hohe dividenden setzen aber das wenigstens hauptsache man macht was das muss man auch ganz klar sagen in gold bin ich nicht investiert also rohstoffe nicht p2p auch nicht war ich mal investiert mit das hast du ja auch bei uns dann schon mal näher erläutert auch im podcast aber das ist mir einfach so ein bisschen so suspekt weil ich bin immer so der meinung werter halt schaffen für mich immer unternehmen und immobilien ja bewohn ich auch selber also ich bin nicht der marcel wird ja gleich vielleicht ein bisschen mehr zu erzählen der ist ja hier unser unsere bonovia der herzen und damit ab zu dir marcel ja danke das ist ja fast ein kompliment nein ich ja genau so bei mir sind es auch ich habe immobilien tatsächlich die ich bisher erfolgreich vermieten darf das ist sehr schön nur bin ich wahrscheinlich der freundlichere vermieter bonovia sein sollte so wie man immer hört genau zusätzlich oder angefangen hat das ganze mit aktien aber auch mit kleinen positionen bmw war das damals ja genauso wie philipp wirklich alle sekunden auf aktualisieren gedrückt sind hoch ein paar sind runter das war ja noch kleinere beträge damals und ja dabei sicherlich auch viel geld verbrannt vor allem oder gebühren und dann kam dann ja das depot ist immer stärker gewachsen neben den immobilien kam dann tatsächlich dann auch p2p gridette aber eben auch einen kleinen umfang das finde ich nach wie vor spannend würde ich auch aufstocken oder werde ich auch aufstocken in meinem depot aktuell sind 28 positionen und dabei gehe ich auch vor das habe ich dann festgestellt also ich merke das so bmw okay wird es in zukunft mehr autos geben oder vielleicht auch mehr von bmw und dann habe ich mir gedacht so nein eher nicht also so eine branche die da recht im wandel steht und nein ich möchte lieber unternehmen im depot haben wo ich weiß dass sie in wirklich 15 bis 20 jahren nach wie vor unverzichtbar sind vielleicht auch schon eine größe erreicht haben die nicht so schnell zu erreichen ist ich muss das geschäftsmodell verstehen ich muss es auch irgendwie mögen es gibt so bestimmte sachen so verpackungsmaterial ich weiß nicht ist super ich bin ein toller redite ja ja eben das ist es ist mir so eingefallen weil du ja so großer fan bist und irgendwie wäre ich damit nicht warm dass das sehe ich lieber so eine microsoft wo ich weiß okay da hat jeder jeden tag damit zu tun und es ist wahrscheinlich auch nicht ganz vergleichbar aber dennoch so als als idee oder apple wenn ich bin ja selbstständig sehe das ja ganz häufig wie auch apple geräte über den ladentage gehen und dann denke ich mir so wow also was da passiert und ja das ist dann so auch die strategie dividende ist mir auch nicht wirklich wichtig dass mir geht es eher um wachstum deswegen habe ich auch nicht immer fundamental vertretbare würde jetzt philipp sagen ich habe bestimmt ein paar im depot wo er sagen würde nicht das wäre mir zu heiß so ein quatsch aber du konntest mich ja schon ein bisschen bekehren das muss man auch sagen also ich kann ja eher liquid aufschwarzen und eine wirecard ja zum beispiel genau also ich dachte mir immer so was bringt mir das wenn ich da jetzt 25 30 jahre halte dann hat sie die dividenden mitgenommen aber am ende hat der kurs nichts gemacht also ist nirgendwo nach oben gegangen obwohl ich jetzt die zeit habe und sage okay ich kann ein bisschen mehr risiko eingehen kauf mir halt eine eine apple oder amazon nahe des alzerthaus und dennoch läuft die halt weiter und weiter und weiter und ja das dann auch mal so was dabei wie so la edge oder so das halte ich dann auch nicht ewig aber wo ich zumindest eine gute zukunft sehe dass das dann auch ein bisschen ps auf die straße bringt das kapital vergrößert und dann später mal in dividenden umzuschichten dass man dann doch hier und da dann ja aber es kommt ja mit der zeit mit dem zins ist das haben wir ja auch mal besprochen in einem unser podcast also lieber eine visa mit einem prozent dividende die jährlich jährlich um zehn bis zwanzig prozent wächst als eine AT&T die mit einem cent im jahr wächst also das sind aber ich würde ich würde schon sagen marcel du bist ja schon der aggressivere investor von uns beiden definitiv ich achte auch seitdem ich dich kenne noch mehr auf fundamentale daten vorher habe ich eher so die tendenz raus ich sage jetzt mal ganz salopp gespürt also man hat halt die zahlen gesehen okay ist gewachsen ist gewachsen da habe ich mir jetzt keine große rechnung aufgemacht und hat dann halt gesagt ich investiere dank dir bin ich dann aber eben tiefer reingekommen und konnte das dann auch ein bisschen qualifizieren das war ich ziemlich gut ich achte ja dank dir auch schon immer mal mit auf den chart also ob dann boden erreicht ist oder sowas früher habe ich das ja mal für ein bisschen hokus pokus gehalten aber ich denke das mirko ist auch das schöne bei uns wir ergänzen uns da auch sehr gut auch in den auch in den videos auch in den depots also wir haben ja auch über die firmen werden wir dann ein gemeinsames depot einrichten worüber wir auch berichten werden wie wir investieren und das glaube ich das wird sich da auch schön widerspiegeln auch für unsere zuhörer und zuschauer genau das wäre bei mir dann das vierte stand bein quasi die uns das unternehmen selber noch mal genau das ist ja so das ziel ja dann ganz vielen dank für den einblick in eure depots ihr habt ihr jetzt schon so einige stichwörter fallen lassen und die chance möchte ich ganz gerne nutzen um noch ein bisschen weiter auf eure investitionsstrategie einzugehen denn zum einen wurde hat gesagt ein mentor an der börse der wirklich viel beigebracht hat zum anderen sind jetzt aber auch wörter wie ethik und moral gefallen und da interessiert mich natürlich und wahrscheinlich auch die zuhörer inwieweit euch das stört wo es wo es dann vielleicht sogar aufhört hört es schon bei alkohol bei zigaretten bei nikotin aufhört es bei atombombenbauern auf jetzt wird ja eure aktien so aus und jetzt ist auch noch gerade eben gefallen nicht ewig halten da ist auch die frage seid ihr klassisch eher bei entholt bzw. bei entholt und check oder habt ihr auch trading positionen bei euch drinne also ich persönlich habe gar keine trading positionen weil ich auch jetzt gemerkt habe oder ich war auch sehr froh ich habe diesen crash eigentlich sehr gut überstanden weil ich auch wirklich nicht reingeguckt habe ins depot bei mir ist es doch eher so ein bei holt bei entholt aber trotzdem auch immer mein check aber er checkt zum nachkaufen weil ich gucke trotzdem jedes jahr wie hat sich die operative marge entwickelt was passiert hier wie entwickeln sich unternehmen weil es gibt ja auch ganz spannend also finde ich persönlich auch immer mal geschäftsberichte zu lesen da gibt es zum beispiel unternehmen da sieht man eigentlich mal wie die eigentlich wirklich ihr geld verdienen zum beispiel frisee news ist da immer so mein beispiel also viele kennen ja frisee news als anbieter von nicht als anbieter oder als betreiber zum beispiel den ganzen heli von den helios kliniken oder auch von krankenhäusern aber damit verdienen die gar nicht das meiste mit ihrem geld also das meiste geld verdienen die ja wirklich mit ihrem bereich kabi also mit den ersatznahrungsmittel mit pharmamedikamenten damit verdient frisee news richtig geld also auch diese dialyse alles und das finde ich immer so spannend und da sieht man auch wenn man das mal sich vergleicht wirklich mal so wenn man sich die arbeit macht um zu sagen ich möchte ein konzern verstehen und deswegen gehen wir ja auch immer in unseren analysen wirklich die segmente durch weil man sieht dann auch mal ein trend wohin entwickelt sich ein konzern da sieht man zum beispiel auch eine henkel hat sehr sehr viel investiert in ihre ganze zyklische sparte klebstoff und das ist zum beispiel für mich dann auch ein thema warum henkel für mich nie als investment für konsumgüter in frage kommen würde aber dann sieht man zum beispiel auch eine johnson und johnson also wenn man sich das mal durchliest richtig die segmente dann sieht man die sind breit aufgestellt haben drei standbeine und sie versuchen auch aktiv durch zukäufe immer so eine waage zu halten also dass der konsumgüterbereich der pharmabereich und der medizintechnikbereich eine ausgewogene balance einfach auch hält ethisch muss ich sagen spielt bei mir schon eine rolle mit ich habe keine tabakaktien mehr mit im depot podcast höre von uns hören das ja auch oft dass es dass ich da immer gehapert habe british american tobacco kaufen ja oder nein aber bei mir geht es jetzt doch immer mehr und mehr in die richtung bei entholt ich glaube auch nicht dass ich jemals so viele werte wieder marcel im depot haben werde also für mich steht eigentlich mehr und mehr fest ich lieb eugel auch immer mal mit etfs trau mich aber immer nicht weil ich ja vielleicht auch dumm genug bin zu glauben ich kann den markt auf lange sicht schlagen deswegen ist das für mich noch kein thema aber es könnte für mich später auch mein thema werden dann auch den großteil meines geld auch in etfs einfach zu investieren und da die marktrendite mitzunehmen ich weiß nicht wie es bei dir aussieht marcel ja also etfs bin ich auch erst mal also gar nicht auf dem schirm werde ich auch nicht kaufen ja strategie ist bei mir so insofern thema ich bin nicht unbedingt festgelegt dass ich sage jetzt ich muss wenn ich kaufe bei einer position haben also ich bin da schon flexibel und kann unterscheiden zwischen also für mich unterscheiden dass es ein paar unternehmen gibt die werde ich wirklich nicht mehr verkaufen also sehr wahrscheinlich nicht wenn sich nicht grob was ändert aber es hat so ein paar positionen wo ich sagst du das ist eigentlich eine chance die nutze ich jetzt einfach mal so ein robot jetzt so wie es extrem günstig und also aus meiner sicht das muss jeder immer selber entscheiden und das weiß ich auch das halte ich dann nicht ewig sondern da würde ich im zweifel dann auch einfach mal gewinnen mitnehmen die ja dann wiederum investiert werden können in vielleicht auch schon wieder eine bayon hold aktie also das würde ich gar nicht so ganz so sehr festlegen da bin ich auch ein großer fan von festgelegten strategien die unbedingt also nur damit man sagen kann dass man festgelegte strategie hat durchgezogen werden muss ansonsten moral naja ich habe eine autorie am depot also bei zigaretten hört es bei mir noch nicht auf ja ich sage mal klar jetzt kriegsaktien sind immer ein bisschen so eine schwierigkeit da muss man sicherlich aufpassen also je nachdem wie man argumentiert ich finde man kann das dann durchaus auch einfach ausschließen ja und es kommt ja auch drauf an womit man sich wohlfühlt also das ist so das ist eigentlich glaube ich so das wichtige würdest du eine aktie jetzt kaufen die du schon seit zehn jahren hältst dann kannst du es auch drin behalten wenn du sie nicht mehr kaufen wollen würdest warum würdest du etwas behalten oder haben wollen was du jetzt gar nicht mehr besitzen wollen würdest das ist so glaube ich so unser gedanke auch dahinter genau wenn das geschäft wird er nicht mehr zusagt dann warum ja dann schad ums geld einfach direkt dahin wo man sagt ok da fühlt man sich einfach wohl man kann da nachts schlafen von mit zusammengefasst glaube ich spreche ich für uns beide bei holt und check ok vielen dank für den einblick in eure weitere strategie das sind sehr viele wichtige punkte die er da tatsächlich gesagt hat aber was sie jetzt auch gesagt hat ist die habt den aktuellen crash angesprochen und wir nehmen das vielleicht für alle zuhörer als information diese folge am 27 dritten auf was ist denn bei euch beiden in den depots so passierte seitdem korona um die welt wütet also bei mir sind ich glaube ich habe knapp 22 prozent verloren bin jetzt aber auch wieder ins plus also ich und habe eigentlich die chancen genutzt um nachzukaufen also ich habe zum beispiel eine bayer ordentlich aufgestockt ich habe eine intercontinental exchange gekauft auch eine microsoft und ein eine southern company und eine unilever das sind so die wo ich überall entweder investiert habe oder aufgestockt habe aber ich habe jetzt nicht also eigentlich wirklich neu gekauft habe ich eigentlich nur eine microsoft und southern company um da auch einfach mal die die chance zu nutzen ich weiß nicht wie es bei dir war marcel ja also ich habe es jetzt auch nicht ganze zahlen wie viel mich jetzt nun dieses korona virus oder zumindest das als auslöser der krise gekostet hat an prozenten ist mir ehrlich gesagt auch nicht ganz so wichtig gewesen einfach weil ich ja auch nicht heute verkaufen möchte also ist klar das ganze depot ist ein bisschen also auch ein bisschen zmin ausgegangen aber letzten ende ist der stand heute oder morgen für mich nicht relevant weil ich tatsächlich das langfristige sehe und da wird es dann auch einfach ein positives ende geben deswegen gehe ich da recht entspannt auch in diese oder durch diese krise und werde natürlich dann bei gelegenheit aufstocken ich habe jetzt eine microsoft endlich gekauft das ist für mich der wahnsinn ich habe es nie geschafft und jetzt habe ich die chance genutzt ansonsten bin ich bereit da recht viel auch aufzustocken sobald da für mich als techniker auch am boden erreicht ist okay das heißt auf jeden fall die korona krise hat natürlich eure depots erst mal erwischt aber im sinne von bei entholt und check ist das wahrscheinlich alles halb so wild nun hat das ganze mit der korona krise allerdings ja noch gar nicht so sein ende gefunden und die experten sind sich auch einiges uneinig wann es denn aufhört wie sieht denn da eure strategie für die weitere zukunft aus wann würdet ihr weiter nachkaufen habt ihr euch da schon eine strategie zurechtgelegt also bei mir ist es tatsächlich so ich habe ich investiere jeden monat ich habe eine watchlist wo ich ja wirklich sehr sehr stark je weniger die operative marge schwankt desto mehr hat man das glück eigentlich über das kv in der akte zu beurteilen und gewinne sind für mich was greifbares und dann ist wirklich so dass ich einfach mal gucke auf meiner watchlist wer ist denn unter seinem historischen schnitt also dem median und da schlage ich dann eigentlich auch zu wenn sich aus meiner sicht die geschäftsmodelle nicht großartig ändern also ich denke immer dass dass die größte chance die wir hier haben in so einer situation ist ja dass einiges einfach mal mit runterkommt was deutlich überbewertet war also so eine überbewertung kann ja auch mal 234 5 jahre anhalten und dann hat man auch einfach einfach mal glück zu sagen mensch hier da kann ich jetzt auch einfach mal einsteigen also oder dann halt auch mal gezielt nachkauftätigen um vielleicht auch ein bisschen das depot gleichgewicht zu halten aber ich schaue zum beispiel auch nicht viele gucken ja wenn sie ihr depot aufschlüsseln dann sagen sie zum beispiel ich bin zum beispiel investiert in amazon mit 3000 euro in microsoft mit 2000 euro und in einer was weiß ich frisienius mit 4000 euro wichtig ist für mich wo er wirtschaftet mein depot eigentlich gewinne also in welchen segmenten wirklich dass man jetzt zum beispiel sagt eine frisienius macht zum beispiel 40 prozenten mit kabi und dann rechne ich das wirklich auch aus und sage mensch mein depot macht da und da eine gewichtung nach gewinnen und das kann ich eben mal nur empfehlen also nach dem gewinn hier aktien an eine gewichtung zu machen weil als beispiel ich habe eine cbs health die er hat er hat bei mir eine depotgewichtung von 7,72 prozent ist aber so günstig vom kgv her dass sie ein gewinn je aktie für mich insgesamt für mein depot erwirtschaften also für mich als aktionär dass sie doch eine gewichtung haben von 13,36 prozent also ich finde es verzerrt immer den blick wenn man sagt 40 prozent meines depots liegt zum beispiel in einer wire card die noch nie ein sehr eine sehr hohe bewertung hat und wenn man dann aber eine cbs health hat die wirklich eine geringe bewertung hat aus meiner sicht also das muss natürlich wie immer jeder selber entscheiden da hat man dann aber den vorteil dass man wirklich auch selektieren kann und ich kann das jedem nur empfehlen weil man darf eins nicht vergessen wenn man investiert ist in eine aktie dann ist man eigentümer mit am eigenkapital vom unternehmen und damit finde ich persönlich ist es auch die pflicht von jedem sich damit auch auseinanderzusetzen und zu wissen mensch wo wo investiert mein unternehmen oder was macht das unternehmen eigentlich mit dem geld was ich ihm zur verfügung stelle und wo auf der welt werden die gewinne erzielt und auch in welchen segmenten wie siehst du das marcel ja also bei der strategie um corona dort habe ich mir einen tatsächlich eine feste strategie zurecht gelegt und zwar sehe ich da ja noch keinen piek also wir haben ja immer noch die nachrichtenlage ist ja weiterhin brenzlig und ich warte tatsächlich dieses piek ab so so ein moment wo man einfach feststellt okay leute das mit dem quarantäne und das aussetzen alles zu machen das scheint jetzt hier keinen sinn mehr zu machen weil am ende sind die wirtschaftlichen folgen wahrscheinlich schlimmer als das das corona virus anrecht anrichten könnte und insofern warte ich auf dieses piek ab trump hat das ein bisschen angekündigt weil er ja eben auch sagt ja das muss dann bald mal ein ende haben mit dem ganzen abschotten und dieses piek warte ich ab und dann würde ich erst nachkaufen weil dann sehe ich auch wieder steigende kurse weil es wird an der bürse die zukunft gehandelt das heißt es geht also nicht darum jetzt unbedingt 2020 das jahr ist geschenkt das ist eingepreist das haben wir alle in den kursen jetzt gesehen und in zukunft werden dann auch unternehmen wieder normal gewinne generieren können umsätze generieren können wenn nicht wieder alles dichtgemacht wird das natürlich wichtig und deswegen ist das auf jeden fall meine strategie ich habe gelesen marcel der boden ist erreicht wenn es wieder klopapier in den regalen am abend bei den supermärkten dann müsste ich dann müsste ich direkt kaufen ich habe heute welches gesehen heute abend noch ja nachmittag später nachmittag kurz vor lagen schluss naja okay ja sehr gut also das auf jeden fall sind das sehr interessante sichtweisen sehr interessante strategien vor allen dingen auch das mit den toilettenpapier ist ja jetzt besonders interessant ich musste von meiner seite aus jetzt über einen camping laden online toilettenpapier bestellen weil alle vier supermärkte hier in meiner umgebung das nicht mehr hatten zu keiner tagszeit und kleiner nachtzeit weil es tatsächlich weggehortet wurde einfach da sind natürlich auch die social medien die sozialen medien immer so ein bisschen dran schuld wenn leere regale da irgendwo gepostet werden dann ist ein bisschen die selbsterfüllende prophezeiung aber vielleicht genug von toilettenpapier ihr habt jetzt einige spannende strategien und herangehensweisen auch gerade um die krise genannt die zuhörer interessiert natürlich auch häufiger welche aktien habt ihr denn gerade auf eurer watchliste und was wäre ohne dass wir hier irgendeine form von anlageberatung tätigen wollen so ein unternehmen das für euch jetzt gerade echt spannend ist also ich könnte ja mal meine top 3 ich glaube wenn ich jetzt wirklich geld hätte zum kaufen ich würde mir ein investment in frisienius überlegen dazu finde ich sehr sehr spannend eine danone und die ic die intercontinental exchange gibt es auch eine analyze bei uns auf dem kanal das ist der weltweit größte börsenbetreiber und da freust du dich eigentlich wenn du hörst die kurse gehen rauf oder runter weil die verdienen mit jedem aktienhandel geld bei dir marcel bei mir ist es so ich habe ja noch mal eins schon nachgekauft überhaupt gekauft microsoft als nummer 2 ebenfalls die ic die finde ich sehr sehr spannend weil durch den höheren handel werden sie ja wahrscheinlich noch mehr verdienen also einer der profiteure auch von dieser krise dann ja so auf der wunschliste steht thermo fischer mittlerweile ganz oben mit die sicher günstig sind genauso wie in den parker hennefein und johnson johnson habe ich auch auf der watchlist ok auf jeden fall auch wieder sehr interessante unternehmen wovon auch einige bei mir auf der watchliste stehen wollen wir vielleicht einmal weitergehen zu der zu der nächsten frage denn am anfang des interviews ist schon das wort leer geld gefallen und da ist die frage was ist denn bei euch jeweils das größte learning an der börse gewesen sei es durch einen großen fehler den ihr vielleicht mal gemacht habt durch einen glücksgriff oder durch eine andere situation also ich glaube mein ja das learning war auch dass man fundamental ist also wirklich beurteilen kann wie man will aber der markt entscheidet am ende trotzdem selber das musste ich schmerzlich bei bayer feststellen also bei bayer ich bin bei 120 euro eingestiegen weil ich wirklich dachte diese übernahme von monsanto ergibt sinn ist strategisch wertvoll und ich bin immer noch davon überzeugt dass bayer irgendwann eines der der wertvollsten unternehmen der welt wird dann das war wirklich so mein learning und also immer wenn ich bayern mir angucke ich bin da auch noch minus 50 prozent jetzt aktuell oder jetzt sind so 49 kommen irgendwas da bin ich aber da halte ich auch fest dran ich glaube daran ich habe auch schon nachgekauft mein größter glücksgriff war zum ipo wirklich konnte ich beyond meat aktien kaufen und ich hatte das große glück beyond meat schon vorher mal im ausland probieren zu dürfen vor dem börsengang und ich war wirklich begeistert also ich bin nicht vegan oder vegetarisch aber das war für mich schon wirklich ein hammer oder ist für mich ein hammer fleischersatz und ich weiß noch ich war spazieren und das war so um juli august rum und dann hat marcel du hast mir geschrieben du hast gesagt philipp du musst jetzt raus und ich war schon 300 prozent im plus innerhalb von ein paar wochen und habe dann auch wirklich verkauft hat mich gefreut und habe dann auch davon meine wunschaktion dann gekauft die air liquid und halte diese seitdem auch ist ein tolles unternehmen und bin einfach vollends zufrieden damit und danke auch noch mal dass du mir gesagt hast mit dem chart weil jetzt aktuell stehen sie aber unter 60 euro dabei knapp 60 euro und da werden meine gewinne eigentlich schon fast wieder alle aufgefressen gewesen ja sehr gern ja meine fehlgriff also allgemeineren fehlgriff war für mich optionsscheine zu kaufen dabei habe ich recht viel geld verbrannt einfach ich würde sagen dir frisst hirn in dem moment das habe ich dann als akta gelegt möchte wollte ich dann nie wieder haben und machen klar wenn man sich damit beschäftigt passt es sicherlich auch aber in meinem fall war das einfach wie so ein zeichen lass es einfach und was aktien betrifft war nordex mein absolut größter fehlgriff die hatte ich tatsächlich zum brexit tag gekauft und erhofft schnelle gewinne mitzunehmen das war so eine trading position und ja der gegenteil war der fall und wo sie jetzt rumtümpelt das sehen wir ja ich habe sie zum glück bei sieben euro dann verkauft ja viel besser das glücksgriff der hat auch das ganze an verlusten bei nordex und auch sogar von den optionsscheinen wieder rausgeholt das war die amazon aktie die hatte ich dann einfach gekauft und ich dachte mir so ach hier höchstpunkt egal die steigt einfach weiter es ist ein geiles unternehmen bei 788 euro hatte ich die dann eingesammelt und seitdem halte ich die auch stur auch die nächsten jahre wahrscheinlich ich müsste nicht was passieren müsste dass ich da rausgehen und ja das war schon ein ziemlicher renditebringer ja auch der punkt wo ich dann sagte jetzt mehr wachstum ok natürlich hoffe auch ich dass amazon die nächsten jahre immer immer weiter steigt und weiter steigt weil das auch eine meiner mit den sehr interessantesten aktien ist die ich ganz gerne verfolge einfach weil ich auch gerne bei amazon kunde bin und das ganze doch sehr praktisch ist nun waren wir gerade beim thema größtes learning und auch fehler einige fehler lassen sich natürlich vermeiden und zwar wenn wir uns die fehler von anderen angucken und da gibt es in der finanze branche ja die unterschiedlichsten bücher die auf den ganzen markt unterwegs sind und vielleicht auch über amazon bestellt wurden welche bücher haben euch denn am meisten weitergebracht an der börse also für mich ich muss ganz ehrlich sagen ich habe nur zwei stück gelesen und das war der costolani und das buch von peter lynch also ich bin ein großer fan von peter lynch ich habe weil ich mich ja schon so ein bisschen als modern value investor bezeichne habe ich von graham habe ich das buch wirklich da also aber ich muss auch sagen ich finde es extrem schwer zu lesen das ist ja das ist wir wie sein value investing oder seine ja wie seine strategie funktioniert das liegt bei mir auf dem auf dem nachtschrank schon seit einem jahr und ich kämpfe mich da immer mal wenn ich eine muse hat mal durch kapitel für kapitel aber ich kann jedem nur empfehlen den costolani zu lesen und dann auch den peter lynch auf jeden fall wie schaut es bei dir aus ja ich hatte angefangen tatsächlich mit dem costolani auch weil es hat doch für mich eine super geschichte ein super leben war was er da gelebt hatte und ich frage mich auch heute immer wieder mal momenten was wird der costolani tun wenn er heute noch lebt würde das finde ich allgemein immer spannend auch in bezug seiner voraussage das neuen markt ist damals dann richard portet so grundsätzlich noch mal zwei einstellungen und lebensweise wobei das ging schon vorher konform und ja tatsächlich kapitalismus ist die lösung ist nicht das problem sondern die lösung genau richtig von dr zittlmann das fand ich sehr sehr spannend noch mal einfach um volkswirtschaftliches und zusammenhänge in der grundsätzlichen struktur mal kennenzulernen und das mal einzuordnen schön das sind einige sehr interessante bücher die jeder genannt habt für alle zuhörer die werden wir auch in der video beschreibung wenn wenn ihr dann jetzt auf youtube seid beziehungsweise in den show notes wenn ihr beim podcast seid die werdet ihr dann auch dort finden gerade zum buch vom doktor reiner zittlmann diese bücher lassen sich zur zeit auch kostenfrei auf spotify hören also wenn der ein oder andere lust hat sich das ganze als hörbuch zu geben dann kann er da einmal hinschauen wir gehen in diesem interview jetzt weiter zur nächsten und tatsächlich auch schon zur letzten frage die ich hier habe das ist nämlich die frage wenn ihr aktien auswählt worauf achtet ihr und welche tools benutzt ihr hierfür ja bei mir wie schon erwähnt operative marge so weniger schwankung wie möglich deutet für mich hin auf eine hohe preissetzungsmacht tools die ich nutze muss man ganz klar sagen ich geben man muss mit offenen augen durch die welt gehen und man kann da sehr sehr spannende unternehmen auch entdecken auch nutze ich finanzmagazine um da wirklich auch mal zu sehen mensch was ist das dann schaue ich mir meist die operative marge an wie ist die schwankung und das sagt ja auch peter lynch gewinne die über 50 prozent schwankenden zykliker die sind für mich schon alle raus und da muss man dann sagen sobald ich ein unternehmen interessant finde geht es für mich rein in die geschäftsberichte und da muss man sich so ein bisschen die arbeit wirklich machen aber ich denke wenn man langfristig orientiert ist bei holt ein check dann sollte es einem schon wert sein sich vielleicht mal einen tag damit zu beschäftigen also ich glaube die meisten leute beschäftigen sich mehr mit einem kauf von einem auto welche sitze sie jetzt nehmen oder sonst irgendwas als mit aktione also mit aktien als mit unternehmen an denen sie wirklich eigenkapital mit erwerben wie machst du es maßel ja so da wir ja schon eine recht große wort schluss haben sehe ich natürlich dann erst mal die unternehmen die mich interessieren die habe ich natürlich auf einer extra liste auf einer wie ich sie nenne strong by liste und dann schaue ich mir dann auch erstmal via tools wie von bei trader fox zum beispiel ohne jetzt hier werbung zu machen oder keine bezahlte aber das ist für mich die plattform mit der ich dann informationen herausnehmen also auch fundamentale und eben auch chart technische das ist durchaus wichtig für mich denn wenn der chart sagt jo das passt dann kaufe ich natürlich auch sehr schön damit sind wir bereits auch schon am ende des interviews angekommen von meiner seite aus aller herzlichen dank dass ihr beiden heute hier war das hat mich sehr gefreut dass ihr beide als gast hier in diesem podcast seit das letzte wort gehört euch ja wir sagen auch danke und ja dann würde ich sagen was enden wir mit unserem spruch wie was immer machen ja gern und weil wir sagen eigentlich am ende machen wir den deckel drauf und dann bleibt uns eigentlich nur noch eins zu sagen dass wir von modern investing sind überzeugt es gibt immer und irgendwo ein bullenmarkt wir werden natürlich wie immer versuchen diesen zu finden um dann auch in diesen zu investieren also bleibt dabei beim podcast vom finanzielluminati ja sehr schön damit machen wir den deckel drauf vielen dank fürs zuhören und bis zum nächsten mal vielen dank fürs zuhören schön dass du wieder dabei warst hinterlasse doch gerne ein abo und wir hören uns bei der nächsten folge wieder wenn dir der finanzielluminati podcast gefällt dann bewerte ihn gerne auf itunes alle in der sendung genannten infos findest du wie immer in den show notes sowie auf dem blog finanz minus illuminati punkt komm bei rückfragen und wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur verfügung schreib uns auf instagram twitter oder facebook bis zum nächsten mal und vielen dank fürs zuhören -
Das beste Depot 2020? Ultimativer Depot Vergleich, Bester Broker?
Lädt erst auf Klick, keine externen Daten vorab.📄 Transkript lesen
Smart Broker Trade Republic, Consos Bank, Comdirect. Es gibt so viele Broker auf dem Markt, doch 2020, welcher davon ist tatsächlich der Beste? Bleibt dran, drückt den Abonnieren-Button, drückt den Gefällt mir-Knopf und weiter geht's. Herzlich willkommen beim Finanz Illuminati-Podcast. Schön, dass du da bist. Es erwarten dich tolle Aktienanalysen und spannende Themen zum aktuellen Börsengeschehen. Freue dich auf Aktienvorstellungen, Depotchecks und Diskussionen um alternative Anlagemöglichkeiten. Bevor wir gleich starten, beachte bitte den Disclaimer und Transparenz in Weiß. Du wirst keine Folge mehr verpassen, abonniere jetzt den Kanal und bleibe immer auf dem neuesten Stand. Alle in der Sendung genannten Infos findest du am Ende in den Show Notes sowie auf dem Blog "finanz-illuminati.com". Liebe Hörer des Finanz Illuminati-Podcast, heute eine weitere Folge. Wir sprechen heute über einen Broker-Vergleich, also gucken uns die Depots an, die 2020 wirklich gut sind. Welche der Depots sind interessant? Wo kannst du dein eigenes Depot aufmachen? Was ist dabei wirklich interessant und auf welche Dinge musst du achten, bevor du dein Depot eröffnest? Noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache, wenn du es noch nicht kennst, dann trag dich doch gerne auch in den Finanz Illuminati-Newsletter ein. Das kannst du ganz einfach machen über den Link, der in den Show Notes bzw. in der Videobeschreibung hinterlegt ist. Und wenn du noch nicht Mitglied bist, aber bei Facebook unterwegs bist, dann tritt doch auch gerne der Finanz-Allianz Facebook-Gruppe bei. Das Jahr 2020 hat gerade einmal angefangen und wir sind jetzt im Quartal 2. Das bedeutet, es ist wieder mal Zeit für eine Übersicht über die aktuellen Broker, was diese können, worauf du aufpassen musst und welche vielleicht die besten sind. Es gibt einen ganzen Haufen Broker da draußen und wir haben uns einfach mal die besten Broker angeschaut und allerdings auch noch ein Qualitätsmerkmal gesetzt, nämlich die automatische Quellensteuerabführung. Wir werfen einen Blick auf den Broker der Comdirect, gucken zur Consos Bank, schauen uns den neuartigen Smart Broker an, schauen uns auch ganz genau Trade Republic an. Wir vergleichen mit OnVista, FlatEx, der DKB, ING sowie dem S-Broker. In aller Kürze, das Comdirect Depot ist ein kostenfreies Depot, bedeutet du hast hier keine Grundgebühren, es sei denn du benutzt das Depot nicht. Solltest du das Depot allerdings benutzen oder zusätzlich ein Girokonto haben, dann bleibt auch das Depot bei der Comdirect für dich kostenfrei. Der Anbieter hat jahrelange Erfahrung und stellt dir unter anderem auch eine Trading App zur Verfügung. Auf der Webseite der Comdirect hast du eine Möglichkeit, da ist ein Aktienfinder eingebaut. Du kannst dort also nach Aktien suchen, dir die unterschiedlichen Kennzahlen angucken, gucken ob diese auch eventuell in Sparpläne rein passt und wie du darin investieren kannst. Anfangs liegt die Grundgebühr bei Comdirect bei 3,90 Euro, allerdings bleibt es meistens nicht bei diesem Gebühr, da häufig auch noch weitere Entgelte wie zum Beispiel Börsenentgelte und Provisionen anfallen. Sparpläne sind hier ab 25 Euro möglich. Das Pandora zur Comdirect ist die Konsorsbank, die Konsorsbank ebenfalls einer der Big Player im Depotmarkt in Deutschland und sie haben hier eine Grundgebühr von 3,95 Euro pro Trade, da kommt aber genauso wie bei der Comdirect noch weitere Börsenentgelte mit dazu. Sparpläne sind auch hier sowohl auf Aktien als auch auf ETFs ab 25 Euro möglich und wenn du dich über den Link in der Videobeschreibung bzw. in den Show Notes anmeldest, dann hast du die Möglichkeit nach zwölf Monaten Sparpläne eine 20 Euro Prämie zu kassieren. Auch bei der Konsorsbank sind keine Depotgebühren fällig. Ebenfalls ohne Depotgebühren ist der neue Broker, Smart Broker ein relativ cooler Broker, der vielen anderen auch wirklich Konkurrenz macht, weil er mit seinen nur 4 Euro und dort kommen keine weiteren Gebühren mehr darauf. Ein relativ günstiger Broker ist. Der Broker bietet eine ganze Menge von inländischen als auch ausländischen Börsenplätzen über die du handeln kannst. Du kannst hier Aktienzertifikate, ETFs, ETCs usw. und sofort alles kaufen. Es gibt keine weiteren Gebühren. Du kannst also wirklich auch auf die Aktien im Ausland zugreifen, also nicht nur ausländische Aktien, sondern kannst diese auch über ausländische Börsen kaufen und ebenfalls aus dem Bereich sehr günstige Broker kommt das Depot von Trade Republic. Trade Republic ist eine appbasierte Lösung für dein Depot. Du bezahlst hier lediglich einen Euro Ordergebühr, also wirklich keine weiteren Kosten. Das Depot ist kostenfrei und für jeden Kauf, für jeden Verkauf von Aktien oder von ETFs zahlst du einen Euro und das war's. Es gibt keine weiteren versteckten Kosten. Seit einiger Zeit bietet Trade Republic dir auch noch kostenfreie ETF-Sparpläne an, das heißt dein Sparplan, der woanders zum Beispiel bei der Comdirect oder Konsolistbank 1,5 Prozent des Ordervolumens kostet, der kostet dort exakt 0 Euro. Leicht negativ hier zu bewerten ist natürlich, dass noch nicht so viele ETF-Sparpläne zur Verfügung stehen. Das Angebot wird aber sukzessive step by step ausgebaut. Trade Republic ist ein vollwertiges Depot, das du allerdings über deine, ja über dein Smartphone bedienst, du kaufst hier ganz reale Aktien. Weitere bekannte Depots sind On Vista, ein Depot, bei dem es eine 5 Euro Gebühr gibt pro Order plus noch mal 2 Euro, die oben drauf kommen. Das eigentliche Depot ist kostenfrei, es gibt eine sehr große Auswahl und der außerbürstliche Direkthandel ist ebenfalls verfügbar. Das Depot von FlatEx ist in der letzten Zeit doch häufiger in die Schlagzeilen gekommen, gerade in den Facebook Gruppen wurde immer wieder diskutiert, weil hier jetzt negativ Zinsen eingeführt wurden. Ansonsten ist FlatEx ein sehr günstiger Broker, der aktuell auch eine bis zu 200 Euro Neukundenbonusaktion fährt. Wer ein Konto bei der DKB oder der ING hatte, der findet es vielleicht auch interessant sein Depot dort zu öffnen. Die DKB zum Beispiel gibt ihren Kunden die Möglichkeit dort ein Depot zu öffnen. Das Ganze ist kostenlos, Sparpläne sind ab 50 Euro möglich und die Ordergebühren liegen bei knapp 10 Euro. Damit ist das gar nicht mal ganz so günstig, aber hey, vielleicht ist das ja für dich interessant, weil auch dein Konto bei der DKB liegt. Ebenso sind Nutzer eines ING Bank Konto sehr häufig begeistert über das ING Depot, weil hier einfach ein unglaublich gutes Service geboten wird. Hier kannst du gebührenfreie Sparpläne ab 50 Euro teilweise starten, zeitweise gibt es, zeitweise bedeutet jetzt, wenn du diesen Podcast vollgehörst und sie noch einigermaßen neu ist. Wir haben jetzt April 2020, zeitweise gibt es also ein 50 Euro Geschenkgutschein obendrauf, wenn du dort dein Depot eröffnest. Und innerhalb der ersten sechs Monate kannst du jede Order für 2,90 Euro ausführen. Dann kommen wir noch zum S Broker, also dem Sparkassen Broker, nicht unbedingt mein Favorit. Hier kannst du in den ersten sechs Monaten deine Trades für 4,99 Euro durchführen und es gibt dort auch unterschiedliche Rabattmodelle. So, das war jetzt die ganz kurze Durchführung über alle Broker, die wir uns in diesem heutigen Vergleich angucken. Ja, was ist meine Depotempfehlung? Ganz persönlich, also es ist natürlich immer schwierig das pauschal auf jeden zu sagen, weil jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse, jeder hat ganz unterschiedliche Herangehensweisen, wie an so ein Broker Vergleich herangeht, was für ihn interessant ist. Bei mir ist es halt ganz einfach, ich habe mindestens zwei Depots, bei mir sind es inzwischen vier Depots, die ich ja quasi Vollzeit nutze. Das eine ist der Smart Broker, gefolgt von Trade Republic, also meine beiden Depots für Einmalkäufe. Trade Republic einfach, weil es wirklich ein sehr günstiger Broker ist mit seinen ein Euro, ist das eine super Sache. Einziges Manko natürlich, du kannst nur über die Börse L und S, Lang und Schwarz handeln. Der Smart Broker hingegen viermal so teuer, also vier Euro pro Order bietet dir dafür die Möglichkeit über alle möglichen Börsen zu handeln. Und dann kommen noch zwei weitere Depots hinzu, bei denen meine Sparpläne auf Aktien, aber auch ETFs laufen, das ist zum einen die Comdirect, hier bin ich hauptsächlich mit ETFs Sparplänen unterwegs, während die Consos Bank bei mir größtenteils die Aktien Sparpläne abdeckt. Zu sämtlichen Depots findest du natürlich sowohl auf dem Blog, als auch im Podcast, als auch auf YouTube die Möglichkeit dort meine Testberichte ganz genau zu lesen, zu hören, zu schauen und dir deine ganz eigenen Meinung zu bilden. Alles an den Infos findest du auch noch mal, wenn du in die Videobeschreibung, in die Show Notes gehst, in dem Link, der dort ganz oben verlinkt ist, also der Broker-Vergleich, da sind alle weiteren Testberichte verlinkt. Würde mich natürlich freuen, wenn du da einmal reinschaust und dir das weiterhelfst. Solltest du weiterhin noch Fragen haben, schreib am besten über Instagram, schreib eine E-Mail, nutze das Kontaktformular oder schreib in die Kommentare. Jetzt habe ich dir natürlich schon gesagt, dass ich nicht nur ein einziges Depot habe, nein ich habe sogar mehrere Depots. Warum ist das so? Ja ganz einfach, wir haben in den Zeiten des Corona-Crashs mal wieder gemerkt, dass ein Depot natürlich nicht unbedingt so gut ist, weil wir haben ganz viel bei Unvista gesehen, wir haben es aber auch immer mal wieder bei Trade Republic gesehen, allerdings auch zeitweise bei anderen Brokern, dass hier einfach auch mal Ausfälle kommen. Bei Trade Republic ist das besonders bitter, zum einen leidet die App dann nämlich unter der Volatilität des Marktes, zum anderen wenn ein Ausfall bei der einzig verfügbaren Börse nämlich lang und schwarz kommt, dann fällt auch die gesamte App Trade Republic aus und das ist natürlich nicht so gut, deshalb versuche ich auch immer mein anderes Depot, nämlich das beim Smart Broker, ebenfalls mit Geld auf dem Verrechnungskonto versehen zu haben. Und das ist für mich natürlich so einer der Hauptgründe, warum ich wirklich auch zwei Depots haben möchte, also nicht nur eins, sondern zwei, um hier maximal einen Spielraum zu haben und auch immer handlungsfähig zu bleiben. Des Weiteren versuche ich natürlich auch mit den Depots bei Comm Direct und Consors Bank, das sind natürlich Banken, die haben jahrelange Erfahrung, die wissen auf jeden Fall, was sie machen, damit will ich gar nicht sagen, dass die anderen das nicht wissen, weil bist du ein Broker aufgemacht hast, in Deutschland musst du schon ganz schön viele Vorgaben erfüllen und das ist eine ordentliche Sache und ein ordentliches Team, was dahinter steht, da bin ich mir also auch sicher, dass das gute Broker sind, aber irgendwie ist das Gefühl mit so einem Anbieter, der das seit Jahrzehnten macht, doch noch mal ein bisschen anders und deshalb habe ich auch meine großen Broker mit dabei, bei denen ich, wie gesagt, aufgrund der hohen Ordergebühren allerdings nur die Sparpläne ausführen lasse. Kommen wir zum nächsten Punkt, wir fragen uns nämlich, hey, worauf muss ich achten, wenn ich ein Depot bei einem Broker öffne und da gibt es gleich mehrere Punkte. Natürlich sind es zum einen die Kosten, weil Kosten killen Rendite, es sind Kosten für Trades und Aktienkäufe und Verkäufe, die wir unbedingt auf dem Schirm haben müssen. Bei meinem ersten Aktienkauf damals übrigens Thomas Cook, also wirklich die erste Aktie, die ich mal gekauft habe, war Thomas Cook. Wir wissen alle, was mit der passiert ist, es ist mich mächtig nach hinten losgegangen, aber hey, so ein Lehrgeld ist natürlich auch ab und zu mal notwendig. Da hat mich der Kauf 15 Euro gekostet, das ist ganz schön viel Geld, rechnen wir das auf einen Kauf und einen Verkauf, dann sind das schon 30 Euro, die wir für einen kompletten Trade bezahlen müssten und das ist natürlich sehr viel Geld, gerade wenn wir es mit der Konkurrenz Trade Republic, wo das Ganze nur 2 Euro kostet, also 28 Euro günstiger ist, vergleichen. Neben den Kosten für die eigentliche Ausführung von Aktienkäufen und Verkäufen gibt es natürlich auch noch die Kosten für das eigentliche Depot, also Depotführungsgebühren. Das gibt es bei den verglichenen Brokern nur bei der ComDirect. ComDirect allerdings hat so unendlich viele Nischen, also es bedeutet, wenn du bei der ComDirect dein Depot hast und du hast auch ein Girokonto oder du hast eine Kreditkarte oder du führst einen Trade ungefähr 2 Jahre einmal aus, also die Zeit ist natürlich ein bisschen geringer, dann ist das Depot kostenfrei, allerdings das sind alles Dinge, die kriegst du auf jeden Fall immer problemlos hin zu haben und solange ist dieses Depot für dich dann ja auch kostenfrei. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bedieneroberfläche und die Einfachkeit, ich nehme hier einfach mal wieder als Beispiel Trade Republic, mein absoluter Lieblingsbroker natürlich, weil hier hast du eine ganz einfache App, die sich komplett selbst erklärte, du musst fast nichts nachfragen, also eigentlich musst du bisher noch keine Frage bezüglich der Bedienbarkeit stellen, du drückst auf die Aktie rauf, gibst die Stückzahl an, sagst noch, soll es eine Limitorder sein, das ich bei Trade Republic allerdings immer empfehlen würde und drückst noch einmal auf okay und dann werden diese Aktien auch schon gekauft bzw. verkauft und dementsprechend ist alles easy. Wer bei mir da nicht immer ganz so gut abschneidet ist die Konsulsbank, weil ich das sehr unnötig finde, wie viele Wege ich da gehen muss, bis ich tatsächlich einen Sparplan aufsetzen kann, weil da sind einige Klicks zu viel und ich habe das Gefühl, dass ich von zwei verschiedenen Bedienermasken hin und her geschickt werde. Der nächste wichtige Punkt sind Funktionen und Services, bedeutet also, wenn du dir zum Beispiel die Comdirect Bank anguckst, da hast du ganz viele tolle Möglichkeiten dich über Aktien zu informieren und kannst dir da wirklich sehr viele Tools angucken und das ist echt toll, das bietet nicht jeder Broker schon allein, deshalb hätte ich auf jeden Fall immer ein Zweitdepot bei der Comdirect, weil dieser Aktienfinder dort einfach eine super Sache ist. Support und Hilfe, ja es gibt natürlich auch Anbieter, die haben nicht unbedingt einen telefonischen Support oder einen schlechten E-Mail-Support, darauf gehen wir später noch mal ein. Es gibt aber auch Anbieter, die kannst du eigentlich Tag und Nacht per Telefon erreichen und musst nie länger als eine Minute warten und sowas ist dann natürlich auch eine ganz wichtige Sache. Wir reden hier schließlich bei Aktien, bei unseren Investitionen um sehr viel Geld und da möchtest du auch wissen, dass das gut betreut ist. Der nächste Punkt ist dann die Auswahl von Aktien und ETFs, also es bringt ja natürlich nichts ein 0 Euro Broker irgendwo zu haben, bei denen du aber nur 118 handeln kannst, das ist nämlich nicht ganz so besonders und dann bringt dir auch die geringe Gebühr nicht ganz so viel. Und der letzte wichtige Punkt sind die Handelsplätze der Broker, das bedeutet, wir haben einige Broker, die können zum Beispiel nur bei GetEx und Lang und Schwarz handeln, das ist okay, weil es meistens funktioniert, aber gerade wenn die Märkte volatiler werden, dann merkst du doch, eine große Auswahl an Handelsplätzen kann dir schon mal helfen. Gucken wir uns die einzelnen Punkte im Detail an. Wir haben auf jeden Fall einmal die Kosten für Trades, Verkäufe und Käufe von Aktien. Ja, was bedeutet das Ganze? Natürlich, wenn du einen Sparplan hättest, dann hättest du 1,5 Prozent, das ist auf 1000 Euro auch schon mal eine ganze Menge Euro, da haben wir nämlich fast 15 Euro, die wir da bezahlen müssen. Hast du hingegen einen Einmarkauf bei Trade Republic, sind es lediglich 1 Euro auf 1000 Euro und das ist schon eine ganz gute Mischung. Mein persönliches Ranking sieht ganz klar so aus, dass Trade Republic hier auf den Platz Nummer 1 kommt, weil es wirklich nur 1 Euro Ordergebühren sind, es gibt nichts weiteres. Danach kommt der Smart Broker mit seinen 4 Euro, es folgt Flat Tax, es folgt Unvista, es folgt ING, es folgt die Consos Bank, dann das Depot, da kommen direkt, wobei diese beiden eigentlich auf den gleichen Platz sind, aber das konnte ich auf den Blocken nicht so wirklich darstellen und dann kommt irgendwann noch der S Broker. Kosten, Killen, Rendite, das bedeutet, wir sollten so gut wie möglich darauf achten, die Kosten minimals zu halten bei gleichbleibender Leistung. Depotführungsgebühren bei den Brokern, ja Kosten, Killen, Rendite, wir haben es gerade eben schon gesagt, allerdings gibt es bei den Brokern, die wir vergleichen, keine wirklichen Gebühren für das eigentliche Konto. Es gibt bei dem einen oder anderen Negativzinsen, aber darauf gucken wir dann später noch einmal, wobei diese bei dem einen Broker, Flat Tax natürlich erst seit kurzem da sind und seitdem auch einige Flat Tax verlassen oder eben auch nicht, weil sie das Geld dann halt nur aufschieben, wenn sie es wirklich brauchen, wobei das für mich immer ein bisschen suboptimal ist. Der Smart Broker hat das anders gelöst, da gibt es Negativzinsen, allerdings erst ab einer Cash-Quote von 15%. Weitere Gebühren könnte es für Dividendenausschüttungen geben, da ist allerdings auch keiner im Vergleich mehr dabei, der so etwas hätte. Also es gab mal bei Trade Republic Kosten auf ausländische Dividenden, allerdings ist das schon sehr lange her. Der Smart Broker hatte das am Anfang auch, hat das inzwischen aber nicht mehr. Bedieneroberfläche, Komfort und Einfachheit des Depots. Es ist natürlich sehr wichtig, dass wenn du dir ein Depot eröffnest, du da auch einigermaßen klar kommst und nicht im Dschungel in der ganzen links untergehst und nicht weißt, wie du deine Order tätigen kannst und wenn du deine Order tätigen willst, dann sieht alles ganz unübersichtlich aus. Das kann keiner gebrauchen, dementsprechend ist das ein sehr wichtiger Ranking-Faktor für die Auswahl deines Depots. Mein persönliches Ranking sieht hier so aus. Es kommt zuerst Trade Republic, dann kommt die KOM direkt gefolgt von Smart Broker, ING und Vista Flattex, DKB und zu guter Letzt der Konsorsbank. An sich haben hier alle Anbieter doch wirklich eine sehr gute Oberfläche. Du musst jetzt halt nur gucken, was ist für dich interessant, was ist für dich davon wirklich das Wichtigste und kannst du zum Beispiel mit einem aktuell bisher komplett mobilen Broker umgehen oder soll es doch lieber im Web sein. Soll es im Web sein, dann fällt Trade Republic natürlich flach, weil das wirklich eine Smartphone App ist ein Smartphone Depot, aber ein vollkommen gleichwertiges Depot. Soll es lieber ins Web gehen, dann wäre meine nächste Empfehlung wahrscheinlich der Smart Broker gefolgt von den, ja gefolgt von den echten Banken, KOM direkt Konsorsbank. Auswahl an ETFs und Aktien, wo gibt es eigentlich was? Hier kannst du natürlich auf den Webseiten der einzelnen Anbieter sehen, was sie alles in der, ja was sie alles im Portfolio haben und dementsprechend deine Auswahl treffen. Hier punkten ganz klar Konsorsbank, KOM direkt und die ganzen echten Banken, weil hier hast du ein sehr sehr großer, ein sehr großer Auswahl an Aktien, allerdings kommen auch Trade Republic immer weiter hinterher. Seit Beginn ist die Anzahl an Aktien dort enorm gestiegen, die du verfügbar hast. Die Anzahl an ETFs ist enorm gestiegen, die du dort verfügbar hast und auch der Smart Broker hat eine sehr hohe Anzahl an verfügbaren Aktien, die du über sehr viele verschiedene Handelsplätze kaufen kannst. Der beste Support, ja Support ist immer so ein zweischneidiges Schwert. Ich weiß aus meiner beruflichen Erfahrung, wie man Support Center, Call Center aufbauen kann, wie man da effektiv arbeitet und den Nutzern einen bestmöglichen Komfort bietet. Schließlich geht es hier um Geld und du möchtest natürlich auch einen Ansprechpartner haben, allerdings ja, Support ist halt so eine Sache, weil du möchtest natürlich immer verfügbar sein, allerdings gibt es nichts, was für einen Support-Mitarbeiter nerviger ist als ein Telefonanruf. Wenn du die Möglichkeit hast, dann probiere doch eine E-Mail zu schicken und danach, wenn es sich nicht anders regeln lässt, dann kriegst du schon einen Anruf. Ich persönlich komme aus der Hotellerie und weiß von Gästen, also möglichen Besuchern unserer Hotels damals, die tatsächlich mehrere Wochen, mehrere Monate vor ihrer Anreise angerufen haben und das Rezeptionspersonal gefragt haben, wie wird das Wetter während meines Aufenthalts? Ja, und das ist eine sehr dumme Frage. Du kannst nicht erwarten, dass dir da irgendwie jemand einen Orakel geben kann, weil das geht einfach nicht. Der Mitarbeiter an der Rezeption, der wird auch nur eins machen, nämlich in den Wetterbericht gucken. Der wird dir dann die Info geben und wenn er aufgedacht hat, denkt er sich, was bist du für eine faule Socke, kannst du nicht selber in den Wetterbericht gucken. Das Ganze hat dann aber mindestens fünf Minuten seiner Zeit in Anspruch genommen und viel schlimmer, die Mitarbeiter kommen aus ihrer eigentlichen Konzentrationsarbeit raus, bis sie in der wieder drin sind, vergehen bis zu 15 Minuten, also hast du mindestens eine halbe Stunde Zeit in Anspruch genommen. Und leider ist es wirklich so, in allen möglichen Support-Bereichen werden immer dümmerer Fragen gestellt. Das Ganze geht schon damit los und das ist absolut in Ordnung, so was zu fragen. Wo bleibt meine Dividende? Ich habe gesehen, eigentlich hätte Dividende gezahlt werden müssen, aber sie ist noch nicht da. Ja, das dauert in Deutschland manchmal bis zu drei Tage und bei ausländischen Aktien noch ein bisschen länger. Hier ist die Empfehlung, warte einfach mal ein bisschen, das ist nämlich die zweite große Support-Sache. Die meisten Fragen werden einfach viel zu früh gestellt, kannst du nicht einfach mal eine Woche warten, weil bis dahin hat sich das Problem in 99 Prozent der Fälle von selbst gelöst. Und noch mal zur Dividende, falls diese Frage jetzt offen kommt, deine Dividende, die wird bezahlt, das heißt, solltest du vor dem Ex-Tag, das ist nicht das Payment-Datum, gekauft haben, dann wird die Dividende auch kommen. Das kann bei einigen Aktien aber wirklich eine ganze Weile dauern. Prinzipiell musst du dir hier aber keine Sorgen darüber machen, dass du irgendwie irgendwo vergessen wurdest. Und zum eigentlichen Ranking in der Kategorie Support ist der ganz klare Gewinner, die ING. Hier findest du wirklich den besten Support überhaupt. Dann geht es schon weiter mit der Comdirect, mit der Consusbank und mit dem Smart Broker. Handelsplätze. Welcher Broker kann wo handeln? Es gibt hier nur zwei, die, und das muss man tatsächlich sozusagen negativ auffallen, das eine ist Trade Republic. Hier handelst du an der Börse von Lang und Schwarz, also hast du eine Börse zur Verfügung. Das zweite ist der Gratis Broker, der eigentlich nicht hier mit rein gehört, weil der macht Sachen, die gefallen mir in letzter Zeit nicht so wirklich. Und der kann nur bei GetX handeln, also der Münchner Online-Börse. Und dementsprechend ist das suboptimal und du solltest auf jeden Fall noch ein zweites Depot haben, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Ausnahme würde hier natürlich so ein bisschen bilden. Die Tatsache, du bist ein typischer Buy and Hold Anleger und kaufst eh nur einmal, zweimal pro Monat allerhöchstens deine Aktien, weil alles egal, kaufst du heute, kaufst du morgen, macht nichts. Du hast einen Anlagehorizont von 20, 30, 40 Jahren und da ist die ganz klare Maxime "Time in the market beats timing the market". Wie sieht es eigentlich mit der Einlagensicherung aus? Ja, genau, deshalb sind bei diesem Vergleich auch tatsächlich nur die Broker mit drin, bei denen irgendwie irgendwo eine deutsche Bank mit im Hintergrund steht, die auf dein Verrechnungskonto, nicht auf deine Aktien. Deine Aktien sind sowieso geschütztes Sondervermögen. Die einzige Ausnahme darbilden die ADRs, die American Depository Receipts beziehungsweise die GDRs, also Global anstatt American, denn die gelten nochmal anders. Alle anderen Aktien, alle anderen ETFs und so weiter und so fort fallen unter Sondervermögen und sind damit sowieso ein gesichertes Gut. Die Einlagensicherung bezieht sich dann auf das Geld auf dein Verrechnungskonto. Solltest du also 100.000 Euro auf dein Verrechnungskonto haben, dürfte dieses in der Theorie, man weiß natürlich nie, wie das in der Praxis aussieht, eine Einlagensicherung von 100.000 Euro greifen. Kommen wir nun zu den einzelnen Brokern und sprechen ein paar mehr Worte dazu. Ja, mein Lieblingsanbieter ist immer noch Trade Republic. Ganz klar, eine Smartphone-App ist für mich wirklich was ganz Geniales, besonders auch die Tatsache, dass du hier eine Watchlist hast, die du immer mit dabei haben kannst, mit der du dir Preisalarm setzen kannst. Das heißt, du bist irgendwo unterwegs, bist gerade auf einer Party, bist gerade beim Tanken, stehst gerade beim Supermarkt in der Schlange und kriegst einen Preisalarm und kannst, wenn Geld vorhanden, sofort kaufen. Trade Republic ist einer der sogenannten billigen Broker, der Discount Broker, der günstig Broker. Warum das? Ganz genau, weil du hier günstig billig, discountmäßig für nur ein Euro deine Aktien einkaufen kannst. Die App orientiert sich hier an den USA. Da gibt es mich bereits den Broker Robin Hood, auch ein Broker, der in letzter Zeit während der Volatilität der Märkte, den er das eine oder andere Problem hatte, hier Trade Republic wirklich noch ganz gut abgeschnitten, da wo mal eine Stunde Downtime war, während die Börsen vielleicht mal aufgemacht haben, war es bei Robin Hood tatsächlich so, dass hier mehrfach am Tag, für einen kompletten Tag, das Handeln unmöglich war und das tut natürlich weh. Für alle, die sich jetzt fragen, wie finanziert sich dann so ein Broker, der nur ein Euro nimmt, während alle anderen 15 Euro nehmen, dann ja, dann guckt doch am besten mal auf meinen Erfahrungsbericht zu Trade Republic, da steht das nämlich ganz genau drin. Für alle anderen ganz kurze Kürze, Trade Republic finanziert sich wie alle anderen Broker über die Rückvergütung von Lang und Schwarz. Das Ganze funktioniert halt so lange, wie der Broker auch eine sehr günstige Kostenstruktur fährt. Ansonsten ist Trade Republic eine App, in der du zwischen 7.30 Uhr und 22 Uhr an der Börse handeln kannst und zwar an der Börse von Lang und Schwarz. Solltest deine Handelszeit natürlich so anpassen, ist nicht unbedingt um 7.30, ist nun nicht unbedingt um 22 Uhr, sondern sich eher an die Öffnungszeiten von Xetra orientiert, da ansonsten der Spread sehr hoch werden kann. Solange Xetra geöffnet ist, sind die, also gilt dir, gilt der Spread der Referenzbörse, was in dem Fall auch Xetra ist und dann solltest du keine großen Abweichungen erfahren. Kommen direkt um Consos Bank, ja, und wohl meine beiden ältesten Depots mit, das sind Depots, die finde ich sehr interessant, weil es sind solide Banken, die im Hintergrund stehen, die gute Systeme haben, wo meistens immer alles funktioniert, wo du sehr wenig Probleme hast, einen sehr guten Support hast. Diese Banken bilden in allen ein gutes Mittelfeld, sie sind gute Allrounder und gerade Kommen direkt Consos Bank sind ideale Kandidaten für den Fall von Aktiensparplänen, für den Fall von ETF-Sparplänen. Der Smart Broker ist der nächste Broker auf der Liste und ist ein Broker, der bei immer mehr Anlegern tatsächlich ganz weit oben auf der Liste steht, weil er zum einen günstig ist und zum anderen ein sehr breites Angebot zur Verfügung stellt. Der Broker verfügt über eine gute Nutzeroberfläche, wodurch du eine sehr tolle Möglichkeit hast, dich über diese Seiten zu navigieren. Es ist eine, ja es sind gängige deutsche Standards, also eine automatische Abfuhr der Steuern auf Dividenden, der Steuern auf Gewinne. Es steht eine unglaublich hohe Menge an Orderplätzen, sowohl ausländisch als auch inländisch zur Verfügung. Du kannst also auch an internationalen Börsen deine Wertpapiere ganz direkt kaufen. Mir persönlich gefällt der Smart Broker sehr gut, wodurch er tatsächlich auch zu einem meiner Hauptdepots wurde. Also ich nutze Trader Public, ich nutze Smart Broker und das weiteren Comdirect Consos Bank für meine Sparpläne. Ja, lediglich die Sparpläne, was ich jetzt gerade eben auch schon erwähnt habe im letzten Satz, sind die Sache, die der Smart Broker noch nicht ganz so gut kann, weil hier gibt es ein bisschen ein verschobenes System an Gebühren und dazu kannst du ein bisschen mehr in meinen Erfahrungsbericht zum Smart Broker lesen. ING-Depot, was lässt sich zum ING-Depot sagen? Aktuell gibt es den Amazon-Gutschein, was eine ganz coole Sache ist. Es gibt vergünstigte Trades für die ersten Monate. Für die, die bereits ein Bankkonto bei der ING haben, ist vielleicht auch ganz interessant, ein weiteres Depot bei der ING aufzumachen, einfach um alles unter einem Dach zu haben. Ich würde dazu dann noch zusätzlich den Trader Public oder den Smart Broker empfehlen, um bestmöglich mit zwei Depots aufgestellt zu sein. Mir persönlich lieber wäre tatsächlich nicht der Smart Broker, sondern Trader Public aufgrund der geringen Orderkosten, wodurch du deine durchschnittlichen allgemeinen Orderkosten dann auch etwas reduzieren kannst. ING ist unbestreitbarer Testsieger bei Support, bei Service Center, bei jeglicher Art von Hilfe und wird gerade für diesen Punkt von seinen Nutzern auch immer wieder sehr stark gelobt. Dann kommt Unvista, Unvista, ein weiteres Depot, ein weiteres Online-Depot mit einer 5 Euro Flat für alle möglichen Arten der Order. Da kommen nochmal zwei Euro weitere Kosten mit dazu und dann sind wir bei 7 Euro insgesamt Kosten. Du zahlst hier keine Negativzinsen und auch keine Depotführungsgebühren und damit ist Unvista ein ganz gutes Allround-Paket für dich an der Börse. Das Depot bei Flattex, ja, Flattex ist nicht unbedingt das Depot, was bei mir zu den besten Kandidaten zählt. Solltest du aus Österreich kommen, ändert sich das alles schon so ein bisschen, weil es da noch keine Negativzinsen gibt. Und Flattex in Österreich, wo es doch wirklich eine sehr geringe Auswahl an Brokern gibt, mit einer der wenigen ist, der tatsächlich gut ist. Damit nähert sich diese Folge auch bereits ihrem Ende. Schön, dass du wieder mit dabei warst. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal und bleibt gesund. Vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du wieder dabei warst. Hinterlasse doch gerne ein Abo und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Wenn dir der Finanz Illuminati Podcast gefällt, dann bewerte ihn gerne auf iTunes. Alle in der Sendung genannten Infos findest du wie immer in den Show Notes sowie auf dem Blog Finanz-Illuminati.com. Bei Rückfragen und Wünschen stehen wir dir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Schreib uns auf Instagram, Twitter oder Facebook. Bis zum nächsten Mal und vielen Dank fürs Zuhören.
Lieber unterwegs hören? Spotify · Apple Podcasts