Kuratiert statt Katalog
Meine Empfehlungen
Auf dieser Seite sammle ich die Anbieter, mit denen ich selbst arbeite oder die sich in unseren Tests bewährt haben, sortiert nach Broker, Konten, Kreditkarten und Cashback. Zu jedem Anbieter führt ein Link in den ausführlichen Erfahrungsbericht mit allen Kosten und Schwächen, denn eine Empfehlung ohne Begründung ist keine.
Hier findest du Empfehlungen und Übersichten zu diesen Themen
Inhaltsverzeichnis8 Kapitel
Broker & Depots
Meine aktuellen Depot-Picks, dahinter steht jeweils der ausführliche Test.
Scalable Capital
Neobroker mit Vollbanklizenz- Alle Sparpläne kostenlos, ab 1 € Sparrate
- 2,50 % Tagesgeld ohne Betragsgrenze
- FREE ohne Grundgebühr, PRIME+-Flatrate 4,99 €/Monat
Trade Republic
App-Broker mit Karte- 1 € pro Order, simpel kalkulierbar
- Sparpläne kostenlos
- Karte mit Saveback und Zinsen aufs Konto
Smartbroker+
Auswahl-Riese zum Neo-Preis- 0-€-Orders ab 500 € über gettex
- Rund 30 Börsenplätze inkl. Xetra und Ausland
- Alle 10.800 Sparpläne kostenlos
S Broker
Der Sparkassen-Broker- Sparkassen-Infrastruktur und Beratung im Rücken
- Große Produkt- und Börsenauswahl
- Für Sparkassen-Kunden der kurze Weg
Alle Broker-Tests im Überblick
Wie ich Broker auswähle
Das Depot ist die wichtigste Weiche, denn hier liegen später die großen Summen. Meine Auswahl-Logik ist seit Jahren dieselbe und lässt sich auf ein Dreieck reduzieren, Gebühren, Auswahl und Bedienung. Wer monatlich ETF-Sparpläne bespart, achtet auf kostenlose Ausführungen und niedrige Produktkosten. Wer aktiv handelt, rechnet mit den Ordergebühren pro Monat. Und wer beides mischt, fährt oft mit zwei Depots am besten, wie verbreitet die Zweitdepot-Strategie ist, liest du hier.
Die Konditionen im Depot-Vergleich sind auf dem Stand Juli 2026. Bei den Neobrokern lohnt gerade der Blick auf die Handelsplatz-Logik, Scalable etwa stellt seine Ordergebühren zum 1. September 2026 um, während Smartbroker+ mit der 500-€-Regel über gettex arbeitet. Solche Details entscheiden am Ende mehr über deine Kosten als der Werbeslogan.
Bei der Sicherheit nehmen sich die deutschen Anbieter wenig. Deine Wertpapiere sind Sondervermögen, sie gehören dir und werden bei einer Pleite des Brokers schlicht zu einem anderen Institut übertragen. Cash auf dem Verrechnungskonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank. Interessant wird es erst in den Details, Scalable verteilt Guthaben mit PRIME+ automatisch auf bis zu 5 Banken, andere Anbieter verzinsen das Verrechnungskonto gar nicht. Genau solche Unterschiede stehen in den Tests, in der Werbung tauchen sie selten auf.
Warum sich der Vergleich in Zahlen lohnt? Kosten wirken an der Börse wie ein umgekehrter Zinseszins. Bei 100.000 € Depotwert kosten 0,5 Prozentpunkte mehr Gebühren pro Jahr mehrere Hundert Euro, Jahr für Jahr. Ein Sparplan mit 1,5 % Ausführungsgebühr frisst bei 300 € Monatsrate über 50 € jährlich, den bekommst du bei den Anbietern oben kostenlos. Deshalb steht die Kostenfrage in jedem meiner Tests an erster Stelle, noch vor App-Design und Feature-Listen. Was viele unterschätzen, auch der Spread zu Randzeiten ist eine Gebühr, sie steht nur auf keiner Rechnung.
Konten & Tagesgeld
Wo geparktes Geld aktuell Zinsen bringt, ohne Extra-Konto bei einer Fremdbank.
Scalable Tagesgeld
Zinsen beim Broker- 2,50 % p.a. (variabel) auf unbegrenztes Guthaben
- Monatliche Zinsgutschrift
- Depot und Cash in einer App
Trade Republic
Zinsen aufs Verrechnungskonto- Zinsen direkt auf dem Verrechnungskonto
- Kostenlos und flexibel
- Girokonto-Funktionen mit Karte
Girokonto-Vergleich
Kostenlose Konten- Die Dauerbrenner unter den Gratis-Konten
- Worauf es bei Kontoführung und Karte ankommt
- Laufend gepflegter Überblick
Was du zu Broker-Zinsen wissen solltest
Die Broker haben das Tagesgeld praktisch neu erfunden, bei Scalable gibt es aktuell 2,50 % auf unbegrenztes Guthaben, bei Trade Republic Zinsen aufs Verrechnungskonto, jeweils variabel und an den EZB-Zins gekoppelt. Der Charme daran, Notgroschen und Depot liegen in einer App und du verschiebst Geld in Sekunden statt in Banktagen. Worauf du bei der Verwahrung achten solltest (Stichwort Geldmarktfonds statt Einlagensicherung), steht in den jeweiligen Tests.
Variabel heißt hier wörtlich variabel. Die Sätze hängen am Einlagenzins der EZB, senkt die Notenbank, sinkt dein Tagesgeldzins ein paar Tage später mit. Das ist kein Trick der Anbieter, es ist die Mechanik dahinter und sie funktioniert in beide Richtungen. Lockangebote mit Garantiezeitraum für Neukunden rechnen sich deshalb nur, wenn du bereit bist, danach wieder umzuziehen. Die Broker-Modelle verzichten auf solche Aktionen und zahlen dafür dauerhaft marktnahe Sätze, für mich der entspanntere Weg.
Zur Einordnung der Beträge, als Notgroschen gelten drei bis sechs Monatsausgaben, täglich verfügbar. Alles darüber ist Anlagekapital und gehört langfristig eher ins Depot als aufs Tagesgeldkonto, denn nach Inflation bleibt vom Tagesgeldzins selten etwas übrig. Und ein Steuer-Detail nebenbei, Zinsen sind Kapitalerträge wie Dividenden auch, der Freistellungsauftrag gehört also auch beim Tagesgeld eingerichtet.
Kreditkarten
Punkte sammeln oder gebührenfrei reisen, je nach Ausgabeverhalten.
Amex Gold
Punkte-Karte- Membership-Rewards-Punkte auf jeden Umsatz
- Starke Aktions- und Willkommensboni
- Zwei Karten im Paket (Gold + Green)
Amex Platinum
Premium-Reisekarte- Lounge-Zugang und Reise-Guthaben
- Umfangreiche Versicherungspakete
- Für Vielreisende, die die Extras nutzen
Payback Amex
Kostenloser Einstieg- Payback-Punkte auf jeden Karten-Umsatz
- Dauerhaft ohne Jahresgebühr
- Der Einstieg in die Amex-Welt
easybank Visa
Reise-Karte- Weltweit bezahlen ohne Aufschläge
- Gold- und Platinum-Varianten mit Versicherungen
- Für Vielreisende gebaut
Punkte-Welt oder Gebührenfrei-Welt?
Bei Kreditkarten trenne ich zwei Welten. Die Punkte-Welt rund um American Express, in der du mit Membership Rewards und Aktionsboni realen Gegenwert aus Alltagsumsätzen ziehst, den Amex-Gold-Test liest du hier, Platinum hier und die Payback Amex als kostenlosen Einstieg hier. Und die Gebührenfrei-Welt für Reisen und Alltag, in der es um Auslandseinsatz ohne Aufschläge geht, wie bei der easybank Visa. Welche Karte passt, entscheidet dein Ausgabeverhalten. Wer viel online und im Supermarkt zahlt, holt mit Punkte-Karten mehr heraus, Vielreisende rechnen zuerst die Auslandsgebühren.
Zwei Praxis-Hinweise, die mehr wert sind als jeder Willkommensbonus. Erstens, American Express wird in Deutschland längst nicht überall akzeptiert, eine kostenlose Visa oder Mastercard als Zweitkarte gehört deshalb ins Portemonnaie. Zweitens, bei fast allen Karten ist ab Werk eine Teilzahlungs-Funktion aktiv, die auf offene Beträge zweistellige Zinsen berechnet. Der erste Handgriff nach der Kartenbestellung ist also, die Teilzahlung auf vollständigen Ausgleich umzustellen. Eine Kreditkarte lohnt sich nur, wenn du sie wie eine Debitkarte behandelst und die Rechnung monatlich komplett begleichst.
Cashback & Bonus
Ein paar Klicks vor dem Einkauf, über das Jahr ein dreistelliger Betrag.
Shoop
Cashback-Portal- Cashback bei nahezu allen großen Online-Shops
- Auszahlung ab 1 € aufs Girokonto
- Kombinierbar mit Gutscheinen
Payback Amex
Kostenlose Punkte-Karte- Payback-Punkte auf jeden Karten-Umsatz
- Dauerhaft ohne Jahresgebühr
- Einstieg in die Amex-Welt
Die richtige Reihenfolge beim Cashback
Cashback ist der unspektakulärste Finanz-Hebel, den ich kenne. Wichtig ist nur die Reihenfolge, erst Preise vergleichen, dann Cashback mitnehmen. Ein Rabatt auf einen überteuerten Preis bleibt ein schlechter Deal. Alle laufenden Aktionen und Prämien sammelt der Bonus-Hub.
Es gibt drei Wege, an dein Geld zurückzukommen. Cashback-Portale wie Shoop schalten sich per Klick vor den Online-Einkauf und schreiben dir einen Prozentsatz gut. Punkteprogramme wie Payback sammeln über die Karte im Alltag. Und einige Konten geben Cashback direkt auf Kartenzahlungen. Der Clou, die Wege lassen sich stapeln, ein Einkauf über das Portal, bezahlt mit der Punkte-Karte, bringt doppelt. Warum die Shops das mitmachen? Cashback ist für sie Neukunden-Marketing, sie zahlen die Portale statt Werbeanzeigen. Du bist das Produkt, in diesem Fall allerdings eins, das mitverdient.
Für die Erwartungshaltung, reich wird damit niemand. Realistisch sind je nach Online-Anteil deiner Einkäufe ein paar Hundert Euro im Jahr, steuerfrei übrigens, denn Rückvergütungen auf eigene Käufe sind Rabatte und keine Kapitalerträge. Als Nebenbei-Hebel mit fünf Minuten Aufwand pro Monat gibt es trotzdem wenig Vergleichbares.
Weitere Bereiche
Neben den vier großen Blöcken findest du auf dem Blog Erfahrungsberichte zu P2P-Plattformen wie Mintos und Bondora Go & Grow, dazu ETF-Vergleiche, Steuer-Wissen und den kompletten Einsteiger-Bereich.
Zu P2P gehört ein klarer Warnhinweis dazu. Die zweistelligen Renditeversprechen bezahlst du mit Ausfall- und Plattformrisiko bis zum Totalverlust, eine Einlagensicherung gibt es dort nicht. Ich behandle P2P deshalb als Beimischung mit Geld, dessen Verlust mich nicht aus der Bahn wirft. Wer noch ganz am Anfang steht, startet besser im Einsteiger-Bereich mit den Grundlagen, was ein ETF ist, wie ein Depot funktioniert und welche Steuer-Basics du kennen solltest, bevor der erste Euro investiert wird.
Häufige Fragen zu den Empfehlungen
Wie kommen die Empfehlungen auf dieser Seite zustande?
Welches Depot passt zu Einsteigern?
Wo finde ich den vollständigen Depot-Vergleich?
Wie aktuell sind die Konditionen?
In welcher Reihenfolge du das Ganze angehst
Viele Leser fragen weniger nach dem besten Anbieter als nach dem richtigen ersten Schritt. Deshalb hier der Fahrplan, mit dem ich selbst starten würde, wenn ich heute bei null anfinge. Jeder Schritt baut auf dem davor auf, überspringen rächt sich meist später.
- 1 Girokonto und Notgroschen klären
Ein kostenloses Girokonto als Basis, dazu drei bis sechs Monatsausgaben als Reserve auf einem verzinsten Tagesgeldkonto. Erst wenn das steht, geht es an die Börse.
- 2 Depot eröffnen und Sparplan starten
Einen Broker aus dem Vergleich auswählen, Depot eröffnen, einen breit gestreuten Welt-ETF als Sparplan einrichten. Klein anfangen ist völlig okay, die Automatik ist wichtiger als die Höhe der Rate.
- 3 Freistellungsauftrag einrichten
Fünf Minuten Aufwand, sonst führt die Bank Steuern ab, die dir per Sparer-Pauschbetrag zustehen. Bei mehreren Banken den Freibetrag sinnvoll aufteilen.
- 4 Karten und Alltag optimieren
Kreditkarte passend zum Ausgabeverhalten wählen, Teilzahlung deaktivieren, Cashback-Portal als Gewohnheit vor jedem Online-Kauf. Das sind die kleinen Hebel, die nebenbei laufen.
- 5 Spezialthemen nach Bedarf
Krypto, P2P oder Private Equity erst dann, wenn die Basis läuft und du das Risiko einordnen kannst. Beimischung statt Fundament.
Wie ich selbst aufgestellt bin
Falls dich interessiert, wie das bei mir aussieht. Meine Depots laufen bei den Neobrokern aus dem Vergleich, ich habe bewusst mehrere parallel, zum Testen und weil sich die Stärken ergänzen. Cash parkt beim Broker im Tagesgeld statt auf einem separaten Konto, bezahlt wird im Alltag mit einer Punkte-Karte und vor größeren Online-Käufen läuft der Umweg über das Cashback-Portal inzwischen automatisch mit. Nichts davon ist spektakulär, genau das ist der Punkt. Ein Setup, das nebenbei funktioniert, schlägt jede komplizierte Optimierung, die du nach drei Monaten aufgibst.
Zwei Dinge noch zum Schluss. Alles hier ist journalistisch aufgearbeitete Erfahrung und Einordnung, keine Anlageberatung, die Entscheidung und das Risiko bleiben bei dir. Und die Konditionen ändern sich laufend, die Anbieter drehen an Zinsen, Gebühren und Aktionen. Die Tests und der Depot-Vergleich werden deshalb gepflegt, das Datum der letzten Aktualisierung steht jeweils dabei.
So bleibst du auf dem Laufenden
Neue Tests und Updates erscheinen laufend im Blog, die aktuellen Aktionen sammelt der Bonus-Hub. Wer lieber hört statt liest, findet viele Themen als Podcast-Folgen und in den Interviews kommen Leute zu Wort, die ihren eigenen Weg an der Börse gegangen sind. Unter jedem Artikel kannst du außerdem direkt Feedback dalassen, davon lebt der Blog mehr als von allem anderen.